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Getraenkeautomat
23. Dezember 2007, 20:27
Jo ich wollt ma eure Meinung zu den nervigen Lese-Nerds hören.

Was ich meine? Das obligatorische "ICH HAB DAS BUCH ZUM FILM GELESEN UND ES WAR DRÖLF MA BESSA".

Mir jedenfalls stinken diese Buch/Film vergleiche. Ein buch ist kein Film und andersrum.:elefant:

nyron
23. Dezember 2007, 20:35
ich denke mal, dass bücher aus dem grund als besser befunden werden, da die eigene visuelle interpretation immer als die naheliegenste angesehen wird...

wird diese durch den film nicht gedeckt, empfindet man die umsetzung als unpassend, und dadurch schlechter...

Tür
23. Dezember 2007, 20:49
es ist aber nun mal so.
wenn man das buch liest und die eigenen bilder vor augen hat und die notwendigen kürzungen sieht ist der film fast immer schlechter.

viel nerviger sind die leute die, nachdem man ihnen dies sachlich erklärt hat, cocobananas gehen und threads wie diesen eröffnen

Getraenkeautomat
23. Dezember 2007, 20:56
naja ich erinner mich noch als ich so 17 war und das erste mal hdr angeschaut hab. Mein erster Kommentar "uh das buch war viel besser"
Die anderen beiden Teile haben mir dann aber einfach gefallen. Ich denke aber es lag nicht an den FIlmen sondern am Reifeprozess. Mit mitte/anfang 20 hat man einfache andere Prioritäten als langweilige Fantasy Bücher/erfundene Geschichten zu lesen um sich mit einem "Das buch war viel besser" lächerlich zu machen

NaturalBornFarmer
23. Dezember 2007, 22:53
Bei klassischen und philosophischen Werken ist die Überlegenheit des Buches so deutlich, weil die Sprache das bessere Medium zum Vermitteln von Gedanken ist. Bilder haben zwar auch wichtige Funktionen, sind aber nicht in der Lage, komplizierte Gedanken zu vermitteln (normalerweise). Außerdem ist es in einem Buch normal, wenn man einen Satz mehrfach liest, in einem Film ist das unmöglich, daher muss der Film in jedem Fall weniger subtil, weniger kompliziert sein als das Buch.
Außerdem würde ich sagen, dass der Film aufgrund seiner ökonimschen Erwartung eher verpflichtet ist, dem Geschmack der Massen, d.h. einem oberflächlichen Geschmack, zu entsprechen.

Zwar liegt der Vergleich zwischen Buch und Film nahe, doch ich versuche ihn nicht zu stark zu ziehen, sondern versuche die Verfilmung als eigenständiges Werk zu sehen. Vor allem bei Unterhaltungsromanen gelingt das gut.

TerraIncognita
24. Dezember 2007, 00:10
Wohl wahr!:D

Schau gerad' nochma Bram Stoker's "Dracula" und merke wie toll ich das Buch fand und wie lahm der Film dagegen wirkt, obwohl sie schon sehr bemüht sind, die düstere Stimmung des Buches einzufangen.

Kann mich nur an einen Film erinnern bei dem ich das Buch aus meiner Sicht sehr gut umgesetzt fand und das war Orwells 1984.

Was spricht btw eigentlich genau dagegen Buch und Film zu vergleichen?:confused:

petersilieistgeil
24. Dezember 2007, 01:13
Das Parfum war einer der wenigen Buchverfilmungen, bei der ich den Film gleichwertig mit dem dazu gehörigen Buch fand. Absolut genial gemacht!

2kewl4you
24. Dezember 2007, 02:14
Original geschrieben von Getraenkeautomat
Jo ich wollt ma eure Meinung zu den nervigen Lese-Nerds hören.

Was ich meine? Das obligatorische "ICH HAB DAS BUCH ZUM FILM GELESEN UND ES WAR DRÖLF MA BESSA".

Mir jedenfalls stinken diese Buch/Film vergleiche. Ein buch ist kein Film und andersrum.:elefant:

Haha geil. Ich wollte genau diesen Thread aufmachen nachdem ich zum ersten Mal im "der kleine hobbt wird verfilmt..." gelesen hab.

Es ist schon spät deshalb ohne was hier gelesen zu haben:

Steckt euch eure scheiss Bücher sonst wo hin. Die Filme sind geil und das obwohl sie aus Büchern verfilmt wurden :eek:

Picard
24. Dezember 2007, 02:23
threadtitel mal angepasst. wer hier beleidigend wird kriegt aufe omme, damit das klar ist. ich geb dem thread mal ne chance, ansonsten ist hier dicht. und hier drin findet keine diskussion über oton <> synchro statt.

Vladi
24. Dezember 2007, 05:06
Original geschrieben von nyron
ich denke mal, dass bücher aus dem grund als besser befunden werden, da die eigene visuelle interpretation immer als die naheliegenste angesehen wird...

wird diese durch den film nicht gedeckt, empfindet man die umsetzung als unpassend, und dadurch schlechter...

da ist wohl was wahres dran.

nichtsdestotrotz würde ich von mir behaupten, dass ich in der lage bin, ein buch als etwas anzusehen, das interpretiert werden möchte. wenn ein regisseur das buch innovativ/kreativ/stylisch umsetzt, dann kann das meinen blickwinkel, meine fantasie dieses buch zu sehen erweitern, ergänzen oder verändern.

auch was hier über kürzungen gesagt wird hat einen wahren kern, allerdings ist es auch möglich, dass ich einen regisseur dafür bewundere, wie "gut" er gekürzt hat und wie er die geschichte so vielleicht "prägnanter"gemacht hat, oder die aussage deutlicher rausstellt. sowas kann einen film besser machen als ein buch - ist natürlich auch alles eine frage der erwartung. wenn man das buch natürlich abgöttisch liebt ist es schwieriger, auch weil man sich dann eher alles en detail vorstellt. gefällt einem das buch zwar, aber nicht so, dass man sich selbst besonders viele gedanken über z.b. jeden nebencharakter macht/jeder charakter einen besonders beschäftigt (was ja auch heißt ihn sich ins einer rolle visuell vorzustellen) läuft die umsetzung weniger gefahr sich an so vielen stellen mit der eigenen vorstellung zu reiben bzw. unpassend zu sein.

mercy
25. Dezember 2007, 01:11
Ein Film kann fast nie die Komplexität eines Buches erreichen.

Aves
25. Dezember 2007, 01:49
und mehr muss man dazu auch nicht sagen

Schl3mIL
25. Dezember 2007, 11:28
#2
Ich habe mir inzwischen angewöhnt zuerst den Film zu schauen und dann das Buch zu lesen.
So bin ich vom Film nicht enttäuscht und das Buch bietet nach dem Augenschmaus viele schöne Zusatzinformationen.

Finde auch, das man die beiden unterschiedlichen Medien Buch/Film garnicht vergleichen kann.
Ein Film wird nie die Komplexität eines Buches erreichen, da einfach die Zeit dafür fehlt. Andersrum muss man den Filmemachern auch großen Respekt zollen. Ein 700seitiges Buch in 3 Stunden Film zu verpacken ohne dass der Film in irgendeiner Form was vermissen lässt oder unlogisch ist ist schon bemerkenswert

crazyBlTCH
25. Dezember 2007, 12:58
Original geschrieben von ^mErCenary^
Ein Film kann fast nie die Komplexität eines Buches erreichen.

EasyRider
25. Dezember 2007, 21:47
Das ist richtig. Ich hab es extrem bei der Pate I+II gemerkt, das Buch ist der Wahnsinn, bei dem Film war ich enttäuscht. Vllt. auch gerade weil er so gelobt wird. Und da fallen mir bestimmt noch 5 andere Beispiele ein. Ist zwar manchmal sehr nah dran am Buch und auch gut umgesetzt, aber Details fehlen immer. Siehe LotR Trilogie -> Geld hat keine Rolle gespielt, Zeitlich fallen sie auch aus dem Rahmen etc. aber trotzdem fehlen z.B. die Ents und Frodo verhält sich am Ende wie nen emo usw.

DEFMagic
02. Januar 2008, 13:55
Mich nerven diese Vergleiche auch oft und hauptsächlich wirkt es auf mich wie ne billige "Ey ich kenn aber krass das Buch und bin so geil Alda"-Profilierung. Ich kann natürlich auch ein Fahrrad und ein Auto vergleichen. Sollte mir nur vielleicht Gedanken darum machen, was so die Vorraussetzungen sind. Wenn jemand z.B. bei Herr der Ringe kritisiert, daß im Film Dinge fehlen, kann ich mir nur an den Kopf fassen. Hingegen kann man natürlich kritisieren, daß wesentliche Elemente der Geschichte fehlen oder geändert wurden. So fand ich es z.B. schade, daß Sam den Ring im Film nicht trägt, insgesamt kommt seine Rolle als "stiller Held" aber gut rüber fand ich. Über sowas kann man sicher streiten, aber letztenendes kann ich ein absolutes besser/schlechter kaum vertreten (außer in Extremfällen, wo eines von beiden einfach schlecht ist).
Interessant find ich auch, daß noch nie jemand was über ein "Buch zum Film" geschrieben hat. Also ich hab einfach noch keins gelesen, aber ist es da so, daß auch das Buch "automatisch besser" ist. Oder - was ich eher vermute - das was man als erstes kennt ist immer Referenz. So fand ich z.B. Herr der Ringe schon seit ich es zum ersten Mal gelesen habe genial. Den Film fand ich dann eine sehr gut gelungene Umsetzung, obwohl ich gerade bei Teil 1 im Kino ständig dachte "ah das fehlt", "oh das war aber anders", usw.

Was ich sagen will ist, absolute Vergleiche zwischen Film und Buch hinken einfach immer. Und HdR hab ich als Beispiel genommen, weil ich sowohl Buch als auch Film sehr gut kenne und mag.

BiBaButzemann
03. Januar 2008, 11:09
fand hdr filme besser als das buch. im buch waren irgendwie alle akteure singende hüpfende heulsusen :[
hab es auch beim ersten mal abgebrochen zu lesen, weil ich dachte "gott was nen scheiss". im film dann, wo (zumindest einige) toughe männer drin vorkamen und vor allen dingen wo eine athmosphäre erschaffen wurde, die ich mir beim lesen des buches beim besten willen nicht vorstellen konnte, wars dann gut.

ansonsten ists schon meist so: man kennt das buch nicht, schaut den film und denkt "krass". wenn man aber das buch zu kennt, kommt einem der film oft fade vor.

kingcools
03. Januar 2008, 13:38
Herr der Ringe Film > Buch

SchlumpfVI
03. Januar 2008, 13:51
Ich musste mich durch die Hdr Bücher echt durchkämpfen, hat mir echt kaum Spaß gemacht. War im Gegensatz zu den Filmen irgendwie sogar langweilig. Ich bin auch wirklich nicht der Büchertyp, hab vielleicht 2 Bücher in meinem Leben freiwillig gelesen. Das war die Unendliche Geschichte und Jim Knopf - bei denen waren die Filme auch schlechter als die Bücher.