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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Green Mile = Horror?



AndersZorn
09. Januar 2008, 19:19
Saw und Hostel sind keine Horrorfilme sondern nur Splatter mit ein paar Horror/Action elementen.


Echte Horror Filme brauchen kein FSK 18 (und Splatterszenen)um gut zu sein.

The Shining
A Nightmare on Elm Street
oder Green Mile als beispiel.

N.Y.Y.
09. Januar 2008, 19:29
Ich bezweifle bei der Freddy-unter-der-Decke-Szene doch stark, dass Nightmare unter 18 Jahren freigegeben ist ;)

Tazz
09. Januar 2008, 19:31
Original geschrieben von AndersZorn
Echte Horror Filme [...] Green Mile als beispiel.
wtf?

FragmanXiC
09. Januar 2008, 19:45
Green Mile ein horrorfilm?! wtf :D

Der Excorzist ist echter alter Horror ohne viel Drumherum.. einfach nur böse

AndersZorn
09. Januar 2008, 20:33
Original geschrieben von N.Y.Y.
Ich bezweifle bei der Freddy-unter-der-Decke-Szene doch stark, dass Nightmare unter 18 Jahren freigegeben ist ;)

Außerdem wurde er von der FSK am 8. August 2007, nach einer Neuprüfung, ungekürzt für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben.

Nai
10. Januar 2008, 01:42
the green mile ist kein horrorfilm. auch wenns nach nem buch von stephen king ist. nicht alles was er schreibt, ist horror.

AndersZorn
10. Januar 2008, 17:02
was ist denn an Green Mile kein Horror film??
Es ist kein Monster Horrorfilm. Ja!

Es ist ein Psychologischer Horrorfilm der den Menschen seine eigenen Urängste zeigt und dem Zuschauer das ganze Leiden und den Horror von John Coffey auf die Brust schneidert.

Brauereipferd
10. Januar 2008, 17:08
für mich ist green mile auhc kein horrorfilm, selbst bei imdb, die an einen film wirklich sauviele keywords vergeben, taucht nicht mal horror auf bei GM -.-

wo siehst du denn merkmale eines horrorfilms bei green mile????

Heiopei
10. Januar 2008, 17:15
Original geschrieben von AndersZorn
was ist denn an Green Mile kein Horror film??
Es ist kein Monster Horrorfilm. Ja!

Es ist ein Psychologischer Horrorfilm der den Menschen seine eigenen Urängste zeigt und dem Zuschauer das ganze Leiden und den Horror von John Coffey auf die Brust schneidert.
Bist schon ein starker Filmkenner. Schauste jeden Abend eine Film noir bei Olivenbrot und Chianti während du die Mainstreamproduktionen anfeindest?

Nai
10. Januar 2008, 17:49
Original geschrieben von AndersZorn
Es ist ein Psychologischer Horrorfilm der den Menschen seine eigenen Urängste zeigt und dem Zuschauer das ganze Leiden und den Horror von John Coffey auf die Brust schneidert.

dann ist ein bericht über altersheime auch ein horrorfilm? thematisiert auch die ängste (älterer) menschen und schildert deren leiden.

the green mile ist kein horror. der film hat nicht mal horrorelemente. es ist ein drama.

AndersZorn
11. Januar 2008, 16:55
Original geschrieben von Nai


dann ist ein bericht über altersheime auch ein horrorfilm? thematisiert auch die ängste (älterer) menschen und schildert deren leiden.

the green mile ist kein horror. der film hat nicht mal horrorelemente. es ist ein drama.

die Frage ist probiert der Bericht Horror zu verbreiten?

Wie ist die Kamera Einstellung?

Für ein Drama sind die Charaktere zu seicht es findet kaum eine Charakterentwicklung statt.

Bei Green Mile geht es ja eigentlich nur um die Tatsache das John Coffey Unschuldig ist und der Wirkliche Täter in der Zelle nebenan sitzt und somit John Coffey sein letzter Mord ist.

Also Horror Element wird hier sehr stark der Elektrische Stuhl als dunkler Richter der nicht zwischen schuldig und unschuldig unterscheidet. Sowie der Grüne Lineoleum Fussboden der gar nicht in das Gefängnis Szenario hinein passt. Aber die letzte Meile der Verurteilten darstellt.
Der Protagonist beschreibt ja diese Meile auch als Meile der Reue au f der so mancher harter Mörder weiche Knie bekam.

und zu der Noir Bemerkung tut mir leid das ich gerne Herausfinden will was sich der Regisseur dabei denkt.
Tut mir leid das ich über Filme nachdenke und sie nicht nur Konsumiere.
(Ausserdem gucke ich auch Mainstream filme aber bei denen denke ich auch nach)

Tazz
11. Januar 2008, 16:59
Und all diese Elemente, wie auch von den gebildetsten Kritikern angemerkt, deuten auf ein Drama, was Green Mile auch ist. Horror ist einfach was völlig anderes, Bob.

AndersZorn
11. Januar 2008, 17:09
Original geschrieben von Tazz 404
Und all diese Elemente, wie auch von den gebildetsten Kritikern angemerkt, deuten auf ein Drama, was Green Mile auch ist. Horror ist einfach was völlig anderes, Bob.


Für ein Drama sind die Charaktere zu seicht es findet kaum eine Charakterentwicklung statt.

BOB!!!

Tazz
11. Januar 2008, 17:14
Die Gruppe der Hauptcharaktere verändert sich gewaltig, in Hinsicht zu Offenheit bzgl. des Übernatürlichen, Göttlichen und so weiter. Hast du den Film schonmal gesehen? Irgendwelche Kritiken? Es ist ein Drama-, kein Horrorfilm, bob. 8[

2kewl4you
11. Januar 2008, 17:20
Wie gut das imdb, amazon und einschlägige Movieseiten (z.b. Moviemaze) schreiben das es ein Drama ist. Aber du musst es ja wissen...

€dit: Das ging natürlich an Bob

AndersZorn
11. Januar 2008, 18:29
dann erklärt mir mal warum Stephen King für The Green Mile den Bram Stoker Award bekam?

Einen Literaturpreis der von der Horror Assosiation verliehen wird??


schliesslich ist das ja ein Drama :(

2kewl4you
11. Januar 2008, 19:08
Du meinst ein Preis der verliehen wird für:

* Beste Novelle
* Bestes Erstlingswerk
* Bester Roman
* Beste Kurzgeschichte
* Beste Sammlung von Erzählungen
* Beste Anthologie
* Beste Non-Fiction
* Beste illustrierte Erzählung
* Bestes Drehbuch
* Bestes Werk von jungen Autoren
* Beste Gedichtsammlung
* Beste alternative Erzählform
* Lebenswerk

ja k.a. :(

AndersZorn
11. Januar 2008, 19:18
Original geschrieben von 2kewl4you
Du meinst ein Preis der verliehen wird für:

* Beste Novelle
* Bestes Erstlingswerk
* Bester Roman
* Beste Kurzgeschichte
* Beste Sammlung von Erzählungen
* Beste Anthologie
* Beste Non-Fiction
* Beste illustrierte Erzählung
* Bestes Drehbuch
* Bestes Werk von jungen Autoren
* Beste Gedichtsammlung
* Beste alternative Erzählform
* Lebenswerk

ja k.a. :(

du hast da was vergessen Beste Novelle im Bereich Horror usw

CyoZ
12. Januar 2008, 00:39
so hoffnungslos und trotzdem ned aufgeben.. siehs halt einfach ein.

green mile is NIE ein horrorfilm.

AndersZorn
12. Januar 2008, 01:18
Original geschrieben von CyoZ
so hoffnungslos und trotzdem ned aufgeben.. siehs halt einfach ein.

green mile is NIE ein horrorfilm.

Aha das Buch wurde von einem Menschen geschrieben der bekannt ist Horrorbücher zu schreiben. Es bekam den Bram Stoker Award ein Horror Literaturpreis. Der Inhalt hat eine Gruselige Thematik

Und es ist dennoch keine Horrorgeschichte interressant.

Wartet mal was waren denn eure Argumente und Belege??

Wisst ihr was da unterhalte ich mich doch lieber mit Leuten die das intelligent Design als Theorie neben der Evo theorie sehen

Immerhin haben die Argumente (auch wenn sie dumm sind).

CyoZ
12. Januar 2008, 02:16
lol hast du dich bei dem film gegruselt?
wo sind die schock und angstelemente, wie bei shining, ES, friedhof der kuscheltiere usw.
es gibt nur 1 szene die da etwas angehaucht ist und zwar die wo der eine böse insasse da kurz aufwachst als sie ihn zu der krebskranken bringen wollen.
Die Grundstimmung, die in dem Film vorherrscht ist Trauer und nicht Angst. Die Beziehung zwischen dem Häftling und den Wärtern steht im Vordergrund.

Stephen King könnte wohl auch n Kinderbuch schreiben wo sich der Knuddelbär und kurz erschreckt, weil er nachts den Wäschständer für ein MOnster gehalten hat und du würdest es als Horror bezeichnen.

und sogar Harry Potter hat son scheiss Award bekommen. Krasser Horror.

AndersZorn
12. Januar 2008, 02:46
Original geschrieben von CyoZ

und sogar Harry Potter hat son scheiss Award bekommen. Krasser Horror.

jetzt hast du dich selbst disqualifiziert mit dieser Bemerkung.

Glaub du nur an den Saw horror.
Sag mir bitte wo in Egar Allen Poe's Werk Der Rabe soetwas vorkommt?

Wahrscheinlich ist das auch kein Horror

Nai
12. Januar 2008, 11:57
Edgar Allan Poe arbeitete mit Schauder und unheimlichen Elementen in einer Art, wie es im neunzehnten Jahrhundert (!) neu und herausragend gewesen ist, richtig.
Die Werke von Edgar Allan Poe haben es zu Weltruhm geschafft, weil er auf eine völlig andere Art geschrieben hat. Übrigens begründete er das Genre der Detektivgeschichten. Nicht Horror.
Ich möchte nicht bestreiten, daß Poe Horrorgeschichten geschrieben hat. Einige seiner Geschichten jagen einem eine Gänsehaut des Grusels über den Rücken. Genauso wie einige Geschichten von Stephen King. Aber nicht alle.
Willst du ernsthaft sagen, alles von King sei Horror? Scherst du Autoren wirkich so über einen Kamm?

/edit:
okay, ich sehe du tust es wirklich:


Aha das Buch wurde von einem Menschen geschrieben der bekannt ist Horrorbücher zu schreiben. Es bekam den Bram Stoker Award ein Horror Literaturpreis. Der Inhalt hat eine Gruselige Thematik

Und es ist dennoch keine Horrorgeschichte interressant.

Beispiel:
Die Verurteilten. Geschichte von Männern, die (tilweise unschuldig) im Gefängnis sitzen. Geschrieben von King. Horror? NIE IM LEBEN.
Noch ein Gegenbeispiel: Stand by me. Geschichte von vier Zwölfjährigen, die die Leiche eines gleichaltigren Jungen suchen, um berüht zu werden. Geschrieben von King. Horror? Nein, eine Geschichte übers Erwachsenwerden! Noch ein Gegenbeispiel: Schwarz. Geschrieben von King. Horror? Die Geschichte einer Verfolgung in der Wüste. Meine Güte, du hast recht, es stirbt sogar eine Person im Buch. OMFG :rolleyes: Ein Buch über Obsession, Vertrauen und Schicksal.
Übrigens der erste Teil von Kings Lebenswerk (Auftakt der Turm-Saga). KEINES dieser Bücher ist ein Horrorroman.

Meine Güte, hör auf zu behaupten, daß alles, was King schreibt, Horror ist, nur weil er für Horror berühmt geworden ist!
Das ist doch echt armselig.

Hast du von King überhaupt mehrere Bücher gelesen? Ich schätze nicht.

CyoZ
12. Januar 2008, 12:09
Original geschrieben von AndersZorn


jetzt hast du dich selbst disqualifiziert mit dieser Bemerkung.

Glaub du nur an den Saw horror.
Sag mir bitte wo in Egar Allen Poe's Werk Der Rabe soetwas vorkommt?

Wahrscheinlich ist das auch kein Horror

Ist die vorherrschende Stimmung in the Green Mile eine angsteinflößende ? Hat King versucht seiner Audienz Angst einzujagen, wie z.b in seinen klassischen Horrorwerken?

Horror versucht immer Angst zu verursachen und jetzt begründe mir mal wieso und wo man bei the green mile schiss hat?

Nai
12. Januar 2008, 12:25
noch eine kleine anmerkung zur these "bram stoker award, also horror":
jurassic park hat diesen preis übrigens auch gewonnen. sowie das buch "the great pulp fiction heroes" (ja, es geht um den film). und die website gothic.net ;)
also mal bitte etwas differenzierter betrachten. danke.

N.Y.Y.
12. Januar 2008, 13:05
Original geschrieben von AndersZorn


Aha das Buch wurde von einem Menschen geschrieben der bekannt ist Horrorbücher zu schreiben. Es bekam den Bram Stoker Award ein Horror Literaturpreis. Der Inhalt hat eine Gruselige Thematik

Und es ist dennoch keine Horrorgeschichte interressant.

Wartet mal was waren denn eure Argumente und Belege??

Wisst ihr was da unterhalte ich mich doch lieber mit Leuten die das intelligent Design als Theorie neben der Evo theorie sehen

Immerhin haben die Argumente (auch wenn sie dumm sind).
Arbeite mal an deiner Syntax 8(
Ich denke auch, dass Green Mile eher als Horror klassifiziert werden kann, ein Drama ist weit bodenständiger und kann es m.E. nicht mit sich vereinbaren, mit Leuten abzuhandeln, die den Krebs aus anderen raussaugen. Die ganze gruselige Atmosphäre im Korridor etc lässt auch eher auf Horror schließen. Es ist einfach ein Mittelding, stoppt die Diskussion -_-

BiBaButzemann
12. Januar 2008, 14:36
"Das Geisterhaus" ist ja mal Drama in Reinkultur. Und da ist auch viel Hokuspokus / Übernatürliches drin.

Dramas sind für mich Geschichten mit traurigen Ausgang / trauriger Grundstory und sehr storyfixiert.

Horror eher so die Erzeugung von Angst.

Und da passt Green Mile eher ins Drama.

Quint
12. Januar 2008, 15:32
Richtig ist, dass King nicht nur Horror, sondern auch andere Genres schreibt. Richtig ist aber auch, dass Horror sich nicht nur durch Ausserirdische Monster oder Riesenspinnen definiert. King hat in seiner Biografie zu "Es" geschrieben, dass die Leser entäuscht sind, wenn die angekündigte 20 Meter große Spinne wirklich nur 20 Meter groß ist und nicht 40 (worauf die Leser mehr oder weniger bewusst hofften). Imo ist King vor allem deswegen so erfolgreich als (Horror) Autor geworden, weil er den Leser sehr lange mit seiner eigenen Fantasie alleine lässt und die aus einen Kleiderständer sehr schnell einen sehr bösen, schwarzen Mann macht. Genau deswegen sind die Alienfilme auch so erfolgreich gewesen, man hat das Alien selbst in der Totale erst ganz am Schluß gesehen, davor immer nur Teile gemischt mit sich schnell bewegenden Schatten, piependen Bewegungsmelder, schreienden Crewmitgliedern und der sich stetig aufbauenden Musik im Hintergrund. Horror ist für mich nicht mal eben ein Schockeffekt, der nach maximal zehn Sekunden vorbei ist, sondern eine gespannte Stimmung, die sich viel langsamer aufbaut und deswegen am Schluß auch so stark wirkt.

Darum geht es aber auch gar nicht, weil die Medien Buch und Film kaum miteinander zu vergleichen sind. Die oben genannten Schockeffekte kann man in letzteren kaum so rüberbringen wie in ersteren, dafür aber eine sich stetig aufbauende Spannungskurve.

Der "Horror" in The Green Mile ist der immer näher rückende Tag der Hinrichtung John Coffees, mit der absoluten Gewissheit, dass es keinen Ausweg geben wird und selbst die Heilung der Frau des Gefängnisdirektors nichts daran ändern wird. Shawshank Redemption hat auch seinen eigenen "Horror" in Form der sexuellen Übergriffe durch die Mitgefangenen und des völligen Ausgeliefertseins des Protagonisten. Dass sowas im Medium Fernsehen nur halb so schlimm rüberkommt ist sowieso klar, die eigene Fantasie im Buch spielen lassen, wie das ist wenn man selbst derjenige wäre kommt schon viel näher an den Begriff "Horror" heran.

Octantis
12. Januar 2008, 15:41
naja können wir uns nicht darauf einigen das Green Mile eine tragische Geschichte (Coffee, der eine göttliche Gabe hat aber hingerichtet wird, mit etwas Horror ist (die Hinrichtung de Franzosen)?

2kewl4you
12. Januar 2008, 16:43
Wiso immer Spinnen und Außerirdische?! Wenn er geschrieben hätte ES ist ein Horrorfilm hätte hier doch gar niemand wiedersprochen...

BiBaButzemann
12. Januar 2008, 16:46
Naja ich würde die näherrückende Hinrichtung jetzt nicht als "Horror" bezeichnen, sondern eher als _den_ dramaturischen Effekt - es wird ja nicht minütlich unheimlicher, sondern trauriger.

Für Horror braucht man irgendwie immer einen bösen mehr oder weniger ausgestalteten Gegenspieler.

Bei Green Mile wäre dies, wenn jetzt Tom Hanks z.B. der Antagonist wäre, der den Schwarzen schikanieren würde und man Angst bekäme, wenn dieser auftaucht, was er dem Schwarzen als nächstes antut, ob er ihn jetzt zum elektrischen Stuhl führt - oder nur zum Duschen. Auch müsste sich der Schwarze intensiver gegen sein Schicksal wehren und versuchen, den Tod zu entkommen, er nachts schweissgebadet aufwachen, als er von seinem Tod träumte usw.

Dies alles fehlt bei "Green Mile" komplett, soweit ich mich dran erinnere.
Es gibt quasi keinen Antagonisten bei Green Mile, es herrscht auch nicht diese typisch dunkle Grundstimmung, welche ein unheimliches beklemmendes Gefühl schafft. Es wird auch nicht mit der genretypischen Visualisierung - bzw Nicht-Visualisierung gespielt oder Überraschungselementen.

Ausserdem ist das Gefühl am Ende des Filmes eher Trauer und nicht die Furcht.

mercy
12. Januar 2008, 21:57
Green Mile ist ein Drama mit fantastischen Elementen. Aus und close pls.

HighChief
12. Januar 2008, 23:39
das ist mir abstand das dümmste was ich seit langem hier gelesen habe.

Green Mile = Horror :elefant: :8[:

Jesus0815
13. Januar 2008, 00:45
Original geschrieben von AndersZorn
Saw und Hostel sind keine Horrorfilme sondern nur Splatter mit ein paar Horror/Action elementen.

Im Gegenteil, das sind die Horrorfilme von heute. Sie erzeugen Angst und Ekel. Deswegen sind sie ab 18.




Original geschrieben von AndersZorn
The Shining
A Nightmare on Elm Street
oder Green Mile als beispiel.

Das sind die Horror Filme von gestern - bis auf Green Mile natürlich ;)
Dürfen in keiner Sammlung fehlen...

Scorn4
13. Januar 2008, 13:38
Original geschrieben von Quint
Der "Horror" in The Green Mile ist der immer näher rückende Tag der Hinrichtung John Coffees, mit der absoluten Gewissheit, dass es keinen Ausweg geben wird und selbst die Heilung der Frau des Gefängnisdirektors nichts daran ändern wird. Shawshank Redemption hat auch seinen eigenen "Horror" in Form der sexuellen Übergriffe durch die Mitgefangenen und des völligen Ausgeliefertseins des Protagonisten. Dass sowas im Medium Fernsehen nur halb so schlimm rüberkommt ist sowieso klar, die eigene Fantasie im Buch spielen lassen, wie das ist wenn man selbst derjenige wäre kommt schon viel näher an den Begriff "Horror" heran.

Was du hier über "Horror" nennst, erinnert mich an etwas anderes:


Die Tragödie ist Nachahmung einer [...] Handlung [...], die Jammer und Schaudern hervorruft und hierdurch eine Reinigung von derartigen Erregungszuständen bewirkt
(Aristoteles, Poetik)

Genau der Effekt, den du beschreibst ist also schon viel länger bekannt und viel verbreiteter. Nimmt man dein Statement jetzt konsequent, wären Antigone, Ödipus Rex, Medea und in gewissem Sinne auch Macbeth, King Lear, etc. als Beiträge zum Horrorgenre zu verstehen. Ich hoffe, niemand möchte genau das jetzt vertreten.

Zum Thema Horrorfilm sagt Wikipedia:

Der Horrorfilm ist ein Filmgenre, das beim Zuschauer Gefühle der Angst, des Schreckens und Verstörung auszulösen versucht. Oftmals, aber nicht zwangsläufig, treten dabei übernatürliche Akteure oder Phänomene auf, von denen eine zumeist lebensbedrohliche und traumatische Wirkung auf die Protagonisten ausgeht. Eine abgeschwächte Variante des Horrorfilms stellt der Gruselfilm dar. Eine besonders auf den Schrecken der Gewalt setzende Form ist der Splatterfilm.

[...](b]Zwar kann es auch bei anderen Filmen zu Reaktionen wie Angst, Schrecken oder Verstörung kommen – etwa bei einem Dokumentarfilm über medizinische Operationen. Doch erst, wenn die Erzeugung derartiger Affekte zum eigentlichen Ziel des Films wird, handelt es sich um einen Horrorfilm.[/b]
(http://de.wikipedia.org/wiki/Horrorfilm)

Übernatürliche Phänomene gut und schön, aber Angst als Hauptziel? Stephen King ist zwar bekannt für Horror, aber schreibt, wie schon gesagt, viel mehr als ausschließlich Horror. Und gerade The Green Mile legt mehr Wert auf Charakterentwicklung als auf Schrecken.

Antrax4
14. Januar 2008, 14:26
Also ich würde "The Green Mile" genausowenig zum Horror-Genre zählen wie Titanic.
Das Übernatürliche in "The Green Mile" ist nichts, wovor man sich fürchtet. Der Schrecken entsteht durch die grausame Behandlung eines Wärters(kA wie der jetzt hieß) und der bevorstehenden Hinrichtung.
Bei Titanic geht auch ein Schiff unter, viele Menschen sterben auf grausame Art.Jeder Überlebende würde die Situation als "Horror" beschreiben. Aber deswegen Titanic als Horror-Film bezeichnen?

Meiner Meinung nach muß ein Horror-Film Angst erzeugen. Schaut euch "Lost Highway" oder "Mullholand drive" von David Lynch an. Da wird eine unglaubliche Atmosphäre erzeugt! Durch das bloße betrachten einer Wand kann man sich da zu Tode ängstigen. Oder "The Ring"!
"The Green Mile" ist ein gutes Drama, aber niemals ein Horror-Film! Er stellt die Schrecken von John Coffee gut dar, aber nicht im Horror-Genre.

Scorn4
14. Januar 2008, 17:36
Guter Beitrag - nur, dass der Gefangene Coffey heißt.

ddv
14. Januar 2008, 20:13
Kurze Zwischenfrage, dauert auch nur eine Sekunde:

Ist es nicht irgendwie Scheißegal zu welchem Genre ein Film zählt?

Marneus
14. Januar 2008, 20:24
anscheinend nicht

ich zähl den film auch nicht als horror, das buch könnte da schon anders sein. kenne es ja nicht

Nai
14. Januar 2008, 21:00
Original geschrieben von Marneus
ich zähl den film auch nicht als horror, das buch könnte da schon anders sein. kenne es ja nicht

nope, das buch ist nicht im mindesten horrormäßiger (gibt es ein geeignetes adjektiv?) als der film.

mercy
15. Januar 2008, 01:11
Der Film ist einer der wenigen King-Adaptionen die nahezu gleich dem Buch sind.