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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krämpfe vermeiden



DeCaY4
09. Juni 2008, 20:34
Mahlzeit,
war gestern trainieren. Nix Großes, Liegestützte, sit&ups, theraband, was man halt zuhause machen kann.
Dann abends Fußi geguckt udn natürlich relativ viel Bier getrunken und heut morgen um 6.30 aufgewacht, da hab ich schon gemerkt, dass mein rechter Nacken verspannt ist. Hatte um ~2.00 oder wann ich zuhause war noch 1L kakao getrunken und brötchen gegessen und um 6.30 dann ordentlich osaft und wasser und TROTZDEM bin ich um 9.00 mit krämpfen aufgewacht.. ich versteh nicht warum. Das passiert alle 3-4 Monate, mal sinds die Unterarme, mal der Nacken und JEDESMAL versuche ich mit MG tabletten, saft und wasser die Krämpfe zu verhindern und es klappt einfach nicht. Heute wars extrem schmerzhaft. Ich hab heut morgen bestimmt 1.5L wasser getrunken, war kalt duschen, hab versucht mit Eisbeuteln die Schmerzen zu lindern und konnt trotzdem nicht ohne Schmerztabletten einschlafen. Wie kann ich das das nächste Mal verhindern? Bei wikipedia steht Mg würde helfen (tuts bei mir aber nicht, evtl Ca oder NaCl?) Und wie lange braucht der Körper, um den Elektrolythaushalt wieder zu stabiliseren? Kann mir da wer helfen? :(

SummerjaM
09. Juni 2008, 22:53
Liegt mMn am Alkohol.
Trainer von mir sagte immer, dass der Alkohol verhindert, dass die Milchsäure abebaut wird.
Da is glaub ich was dran.

DrOhnE7
09. Juni 2008, 23:57
Kann auch nur sagen, dass ich eig nie Kraempfe habe, jedoch nach Sauftouren es hin und wieder vorkommt, dass ich mitten in der nacht Wadenkraempfe bekomm.

Liegt bei mir wohl def. am alk.

DeCaY4
10. Juni 2008, 00:04
Ja logen aber wat hilft, dat is ja die Frage

byFd
10. Juni 2008, 09:53
Original geschrieben von DeCaY4
Ja logen aber wat hilft, dat is ja die Frage
Alkohol weglassen.

2kewl4you
10. Juni 2008, 10:22
Es liegt am Alkohol, aber es ist relativ einfach zu begrenzen/zu vermeiden. Nur mal ab und zu ne Magnesiumtablette nehmen wird wohl nicht ausreichen. Du musst dauerhaft Magnesium zu dir nehmen, z.b. durch eine andere Sprudel/Wassersorte.

Ich hab jetzt die letzten 3 Monate ein Wasser getrunken, dass einen sehr geringen Magnesiumanteil hatte => Krämpfe nach nem Saufabend. Mittlerweile trink ich wieder Ensinger (sehr hoher Magnesium- und Calciumanteil) und alles passt wieder.

Asteria
10. Juni 2008, 10:25
Beim Training verlierst du Salze und Wasser durchs Schwitzen, in der Muskulatur entsteht eine Menge Milchsäure, der Alkohol führt zur verstärkten Diurese..... du verlierst also noch Wasser aus dem Blutkreislauf, weil die Nieren mehr Harn produzieren.

Dabei kommt es zur Elektrolytverschiebung, der du am besten dadurch vorbeugst, dass du isotone Getränke nach dem Sport und nach dem Alkkonsum zu dir nimmst.
Da gibt es diese Sportlerlimos... die enthalten alle Elektrolyte in der gleichen Konzentration, wie sie im Blut vorkommt.
Trink Powerade oder sowas und nicht nur klares Leitungswasser.
Süße Getränke wie Kaba ersetzen lediglich die Glukose, die du zur Energiebereitstellung in den Muskelzellen verbraucht hast.

Dein Problem ist der Mineralsalzverlust.

ddv
10. Juni 2008, 11:03
Ich hau mir immer vorm Training und nachm Training ne Magnesiumtablette und ca. 3L Wasser rein, seit dem hab ich keine Probleme mehr mit Krämpfen.

herrhund
10. Juni 2008, 18:45
trinkst du ausschließlich stilles wasser?

2kewl4you
10. Juni 2008, 23:42
Original geschrieben von herr hund
trinkst du ausschließlich stilles wasser?

Sollte eigentlich egal sein, auch stille Wasser können viel Mg haben.

Ich hab heute aber etwas sehr interessantes von einem Prof. erfahren. Anscheinend ist es falsch extra vor bzw. während des Trainings Wasser mit Magnesium zu trinken, das hätte einen ähnlichen Effekt wie Dehnen vorm Spiel/Training (die Verletzungsgefahr steigt). Kanns leider nicht genauer wiedergeben, war alles sehr komplex^^

ddv
11. Juni 2008, 00:12
Was hat denn die Kohlensäure mit Magnesium zu tun?

Und warum sollte vor dem Spiel Dehnen das Verletzungsrisiko steigern? Guck dir mal Jens Lehmanns Aufwärmprogramm an, das besteht ja fast ausschließlich aus Dehnen...

2kewl4you
11. Juni 2008, 10:07
Richtig und er macht das aus der Gewohntheit heraus + es sind viele Dynamische-Übungen dabei.

Dehnen steigert die Verletzungsgefahr:


Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Dehnen (v.a. statisches = Stretching) unmittelbar vor sportlichen Leistungen nicht vor Verletzungen schützt, sondern sie eher sogar begünstigt.
Ebenso verhindert Dehnen keinen “Muskelkater“ (DOMS), sondern begünstigt ihn, vor allem, wenn umittelbar nach dem Sport (v.a. Sportarten, die mit exzentrischer Muskelarbeit einhergehen) statisch gedehnt wird. Stretching alleine kann bereits “Muskelkater“ bewirken.
Die muskuläre Regeneration wird durch Stretching generell eher behindert als gefördert.

Quelle: http://www.dr-moosburger.at/pub/pub046.pdf

Teegetraenk
11. Juni 2008, 11:11
Ich weiß ja nicht was da für eine Belastung anliegt aber bei mir hat betont magnesiumhaltiges Mineralwasser beim Flossenschwimmen nicht gereicht um Krämpfe zu vermeiden.
Magnesiumtabletten sind dein Freund. Am Morgen vor jedem Training.


Original geschrieben von 2kewl4you

Ich hab heute aber etwas sehr interessantes von einem Prof. erfahren. Anscheinend ist es falsch extra vor bzw. während des Trainings Wasser mit Magnesium zu trinken, das hätte einen ähnlichen Effekt wie Dehnen vorm Spiel/Training (die Verletzungsgefahr steigt). Kanns leider nicht genauer wiedergeben, war alles sehr komplex^^
Interessant. Frag gleich beim nächsten Mal nochmal nach, wie groß denn der zeitliche ABstand sein sollte. Wie gesagt ich hab wirklich gute Erfahrungen damit gemacht.

Asteria
11. Juni 2008, 12:34
Magnesium ist ein "Weichmacher" für die Muskeln....
warum fallt ihr nur immer auf diese Werbesprüche für Magnesium und Kalzium aus den Sportforen rein und füllt euch unkritisch damit ab?
Die neuromuskuläre Übertragung funktioniert ganz hervorragend, wenn man nur das substituiert, was der Körper wirklich verbraucht und verloren hat. Da gilt NICHT "viel hilft viel!
Wenn ihr Wasser ersetzt, dann bitte in der physiologischen Elektrolyt-Konzentration.
Zuviel Magnesium führt auch zu Verdauungsstörungen und im schlimmsten Falle sogar zu Herzrhythmusstörungen.

Verdammt, wozu machen manche Ärzte eigentlich die Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Sportmediziner?! Können sie ja gleich bleiben lassen, der Sportler weiß ja eh alles besser und therapiert sich selbst.

Teegetraenk
11. Juni 2008, 12:55
Wer redet denn hier von zuviel Magnesium? Ich weiß ja nicht ob du schon mal in einer Monoflosse gesteckt hast aber nach langjähriger Wettkampferfahrung kann ich dir nur bestätigen, dass eine Magnesiumtablette am Morgen Wunder wirken kann.

Genauso wie löffelweise Traubenzucker zwischen den einzelnen Wettkämpfen zu futtern.

ddv
11. Juni 2008, 12:56
Original geschrieben von Asteria
Magnesium ist ein "Weichmacher" für die Muskeln....
warum fallt ihr nur immer auf diese Werbesprüche für Magnesium und Kalzium aus den Sportforen rein und füllt euch unkritisch damit ab?
Die neuromuskuläre Übertragung funktioniert ganz hervorragend, wenn man nur das substituiert, was der Körper wirklich verbraucht und verloren hat. Da gilt NICHT "viel hilft viel!
Wenn ihr Wasser ersetzt, dann bitte in der physiologischen Elektrolyt-Konzentration.
Zuviel Magnesium führt auch zu Verdauungsstörungen und im schlimmsten Falle sogar zu Herzrhythmusstörungen.

Verdammt, wozu machen manche Ärzte eigentlich die Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Sportmediziner?! Können sie ja gleich bleiben lassen, der Sportler weiß ja eh alles besser und therapiert sich selbst.

:rofl2:

Ich glaub ich hab in meinem ganzen Leben noch nie ne Werbung für Magnesium gesehen. Niemand hier spielt sich auf als wäre er der Sportmediziner schlechthin, es ist nur halt ganz einfach:

Ohne Magnesiumtabletten hat der kleine David Krämpfe, mit Magnesiumtabletten nicht.

Wenn es einen einfacheren Weg gibt viel Sport ohne Krämpfe zu betreiben dann immer her damit. Aber zu behaupten das es nichts bringt obwohl es im Selbstversuch (und nicht nur bei mir) klappt ist irgendwie n bisschen behindert, oder?

Sag halt was deiner Meinung nach besser ist und wenns vom Aufwand her cool ist werd ichs ausprobieren.

Asteria
12. Juni 2008, 10:25
da Vinci, ich habe doch nicht generell von einer Magnesiumeinnahme abgeraten!!! Ich bezog mich auf den Post von Pivo, der meinte, er nehme Magnesium täglich praeventiv, jeden Morgen zu sich.

Es ist totaler Blödsinn, vor einer sportlichen Belastung des aktiven Bewegungsapparates, zu dem die Muskeln, Sehnen und Bänder gehören, Magnesium zu verabreichen.
Magnesium setzt den Muskeltonus herunter, verändert die neuromuskuläre Erregungsübertragung und erhöht das Traumarisiko durch die verminderte Muskelspannung erheblich!

Zur Verdeutlichung ein Beispiel aus der Indikationsliste :
Wenn bei einer Schwangeren vorzeitige Wehen einsetzen und eine Frühgeburt droht, ist der Bauch steinhart wegen der Uteruskontraktionen. Magnesium wird dann gegeben, um die Wehentätigkeit zu unterbinden und das Kind zu halten. Die Gebärmutter wird wieder weich und nachgiebig.

Das kannst du nun mal auf den Sport übertragen.... Hallo? Verstanden?

Wenn du NACH einer ungewohnten körperlichen Belastung unter Krämpfen leidest ist das häufig durch Elektrolytmangel bedingt, weil Wasser und Salze verloren gingen. Die Elektrolytsubstitution, die ich empfahl, deckt den gesamten Bedarf NACH dem Sport ab. Da sind Natrium- und Chloridionen neben Magnesium-, Kalzium-, Phosphat- und Kaliumionen inbegriffen. Außerdem muss auch Glukose ersetzt werden. Ist doch klar.

Ich will am Rande noch erwähnen, dass es neben dem Salzverlust und Verlust an Flüssigkeit auch zu einer Störung des Säure-Basenhaushaltes kommen kann. Es reichert sich mehr Milchsäure im Gewebe an und auch die Azidose kann zu krampfartigen Schmerzen führen. Prostaglandine im Gewebe reizen freie Nervenendigungen... Mimimuskelfaserrisse werden erst in Ruhe, nachts im Schlaf repariert.

Ich kann jetzt leider keine Abhandlung schreiben, ich muss arbeiten. ;)

DeCaY4
13. Juni 2008, 13:06
hm, hab grad die Ergebnisse von nem Bluttest wiedergekriegt
Magnesium Calcium am obersten Ende der Skala, na/ka im normbereich. ist doch wohl nen schlechter scherz dass durch die sport/alkoholkombi die werte SO krass absacken dass ich krämpfe kriege? :o
hämatokritwert ist niedrig, deutet laut wikipedia auf flüssigkeitsmangel hin. wahrscheinlich kommts echt nur von der dehydratisierung.
naja dann muss ich jetzt wohl immer mal nen glas wasser einstreuen wenns beim bier ausufert ("nochn pils?" "ne erstma n wasser bitte" gott ey husoscheiße :8[: )
thx anyway

Teegetraenk
13. Juni 2008, 13:22
Original geschrieben von Asteria
da Vinci, ich habe doch nicht generell von einer Magnesiumeinnahme abgeraten!!! Ich bezog mich auf den Post von Pivo, der meinte, er nehme Magnesium täglich praeventiv, jeden Morgen zu sich.

Es ist totaler Blödsinn, vor einer sportlichen Belastung des aktiven Bewegungsapparates, zu dem die Muskeln, Sehnen und Bänder gehören, Magnesium zu verabreichen.
Magnesium setzt den Muskeltonus herunter, verändert die neuromuskuläre Erregungsübertragung und erhöht das Traumarisiko durch die verminderte Muskelspannung erheblich!

Zur Verdeutlichung ein Beispiel aus der Indikationsliste :
Wenn bei einer Schwangeren vorzeitige Wehen einsetzen und eine Frühgeburt droht, ist der Bauch steinhart wegen der Uteruskontraktionen. Magnesium wird dann gegeben, um die Wehentätigkeit zu unterbinden und das Kind zu halten. Die Gebärmutter wird wieder weich und nachgiebig.

Das kannst du nun mal auf den Sport übertragen.... Hallo? Verstanden?

Wenn du NACH einer ungewohnten körperlichen Belastung unter Krämpfen leidest ist das häufig durch Elektrolytmangel bedingt, weil Wasser und Salze verloren gingen. Die Elektrolytsubstitution, die ich empfahl, deckt den gesamten Bedarf NACH dem Sport ab. Da sind Natrium- und Chloridionen neben Magnesium-, Kalzium-, Phosphat- und Kaliumionen inbegriffen. Außerdem muss auch Glukose ersetzt werden. Ist doch klar.

Ich will am Rande noch erwähnen, dass es neben dem Salzverlust und Verlust an Flüssigkeit auch zu einer Störung des Säure-Basenhaushaltes kommen kann. Es reichert sich mehr Milchsäure im Gewebe an und auch die Azidose kann zu krampfartigen Schmerzen führen. Prostaglandine im Gewebe reizen freie Nervenendigungen... Mimimuskelfaserrisse werden erst in Ruhe, nachts im Schlaf repariert.

Ich kann jetzt leider keine Abhandlung schreiben, ich muss arbeiten. ;)

Lächerlich. Ich kipp mir den Scheiß doch nicht kiloweise ein, sondern nur ein harmloses homöopathisches Magnesiumpräparat. Während der Belastung die Tablette zu schlucken bringt mir gar nix, scheint laut dem Prof von 2kewl4you ebenfalls nicht förderlich für die Muskulatur zu sein. Fakt ist, dass ich seit einem Jahrzehnt sehr gut damit fahre und ohne einfach direkt die Flosse im Schrank lassen kann. Meine Krämpfe sind auch nicht in der Beinmuskulatur, sondern an der Fußsohle. Und ich pfeif mir sicher nicht jeden Morgen Magnesium rein, sondern wie gesagt nur am Tag des Trainings. Du laberst einfach irgend einen auswendig gelernten Blödsinn scheint mir.

Asteria
13. Juni 2008, 13:40
:D Ich möchte wetten, die Dr. Schüssler Salze-magnesium phosphoricum D6.

Soooo beliebt!!!

Ich hatte letztens ne Patientin, die gibt die sogar ihrem Wauwau ins Futter.... soviel zur Werbung.

Pivo, mach meinetwegen, was du willst. Mit dem Schüsslerzeugs kann man sich kaum umbringen. Das bisserl Magnesium bekämst du zwar mit ner Handvoll Sonnernblumenkernderl oder einem Vollkornmüsli pro Tag genauso gut rein, aber was solls.

Dein Flossenproblem kann ich gut nachfühlen. Die Kälte im Wasser führt dazu, dass sich die Arteriolen, die kleinen Arterienabzweiger, welche sauerstoffreiches Blut zu den kleinen Fußmuskeln transportieren zusammenziehen....die Durchblutung verschlechtert sich dadurch!!!
Die kleinen Muskeln werden aber durch die Zwangshaltung in der Flosse und die Kontraktionsarbeit vermehrt gefordert und brauchen einen erheblichen O2 Zustrom....Sauerstoff kommt per Erytransport (rote Blutkörperchen) zu den Muskelzellen.
Bei deiner Beinarbeit wird vermehrt Mg verbraucht, ok. Pass auf, dass es nicht zur Überlastung und Überdehnung kommt. - Auch ohne Überdosierung von Mg strapazierst du die Fußbodenmuskulatur sehr einseitig.

Ich würde dir nach dem Training ein warmes Fußbad empfehlen, ohne Schmäh! Das führt zur reaktiven Hyperämie, also sichtbar verbesserten Durchblutung, besserem Abtransport von Stoffwechselschlacken und vermehrter O2 Versorgung. Damit kriegst du auch den Laktatüberschuss schneller wieder abtransportiert.

Dieser ärztliche Rat kostet nix. Soviel zum Auswendig gelernt haben!