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Xargonis2
15. Februar 2004, 00:05
sei gegrüßt, eigentlich wollte ich etwas zur Story von Starcraft 2 schreiben, jedoch ist etwas anderes bei rausgekommen...
Es ist lang und es hat diesen Samstag Abend gebraucht, um es zu formulieren... Wahrscheinlich wirst du kein Bock haben, es zu lesen... Da kann ich kaum helfen, hast du keine Lust "soo viel" zu lesen, dann ist das bedauerlich für dich, aber wohl auch für mich, denn sonst würde ich es ja nicht posten wollen...
um dir also ein wenig entgegenzukommen, habe ich die wichtigsten sachen wurden fett gemacht... verstehst ihr du diese nicht, dann lies auch den rest...

Xargonis2
15. Februar 2004, 00:11
Über Starcraft und Spaß

Starcraft! Wieviele Stunden habe ich in diesem Spiel verloren? Wieviele Gedanken habe ich daran verschwendet? Und wie wenig ist dabei rausgekommen?
Ich schreibe das alles nicht, weil ich dich beleidigen oder angreifen will. Du bist hier in diesem Broodwar-Forum und deshalb haben wir etwas höchstwahrscheinlich gemeinsam, wir interessieren uns für das gleiche Spiel. Heute beurteile ich Starcraft anders als früher, hat sich jedoch geändert und das gleiche wird dir evtl auch passieren. Natürlich ist das folgende nur meine Sicht, aber einige Argumente werden dich vielleicht vom Gegenteil überzeugen. Fangen wir also an:

Starcraft war meine Droge und das bodenlose Faß, in das eine beträchtliche Menge meines Lebens gefloßen war, und vor allem der Beweis von mangelnder Selbstdisziplin. Wenn du dir die drei obigen Fragen stellst, wirst du vielleicht zu einem ähnlichen Schluß gelangen. Wenn es dem nicht so ist, wirst du das Gleiche vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt feststellen. Je später dieser Punkt sein wird, desto erschreckender wird die Erkenntnis sein, dass man soviel Zeit verschwendet hat. Sollte sich deine Sicht nicht ändern, so lebst Du aus meiner Perspektive in einer angenehmen Unwissenheit.
Deine Droge könnte anders heißen, vielleicht heißt sie Kneipe, Disko oder Gammeln. Wie deine Droge heißt, spielt kaum eine Rolle, vielleicht magst du es nicht, dass ich die Dinge, die dir Spaß machen, mit einem solch' negativen Begriff nenne, lass mich deshalb definieren, was ich meine.
Drogen sind Suchtmittel, wir nehmen sie, weil sie uns Spaß für den Augenblick bereiten, manchmal ist es sogar die Abkehr von unserem langweilig gewordenen Alltag in eine scheinbar bessere Welt. In der heutigen Spaßgesellschaft gibt es einen Überfluß an gesellschaftlich akzeptierten Drogen, niemand ist eine Ausnahme, jeder fröhnt dem Konsum und dem Spaß. Allgemein ist also eine Droge Unterhaltung.
Wieso sollte dann irgendwas falsch daran sein, Spaß zu haben, stundenlang Starcraft zu zocken, wenn es die ganze Gesellschaft tut? Erst einmal tut eine ganze Menschenmasse kaum das, was gut ist. Je höher eine Gruppe ist, desto niedriger wird ihre Effizienz (siehe “Gruppenarbeit”). Das aber nur nebenbei.
Unterhaltung macht psychisch sozusagen abhängig (kein wesentlicher Unterschied zu echten Drogen...), es ist ihr Wesen, dass sie uns Spaß bereitet, doch je öfter wir sie haben, desto mehr Gewöhnung bekommen wir daran. Irgendwann wird es sogar zum Alltag, also nehmen wir höhere Dosen - wir investieren immer mehr Zeit in diese bestimmte Unterhaltung, bis sie gänzlich versagt und aufhört, Spaß zu liefern. Dann greifen wir zu einer anderen Droge, doch es wird sich nur der Name ändern, nicht die Wirkung. Auch diese Droge wird erlischen. Überlege, macht dir Starcraft heute noch soviel Spaß, wie in deinen ersten Stunden? Ist nicht jegliche Spaßbeschaffung der Versuch von Langeweile zu entfliehen? Mündet diese übermäßigen Anstrengungen nicht wieder in Langeweile, die sich jedoch noch weiter gesteigert hat, da wir wieder noch eine Möglichkeit der Langeweile-Beseitigung weniger haben?
Spaß ist von sehr kurzer Dauer und sehr kleiner Wirkung. Und das trifft auch auf Starcraft zu. Sicher, diese Stunden waren Spaß. Aber was ist davon jetzt noch übriggeblieben? Nehmen wir z.B. die LANs, wahrscheinlich hat da ein Großteil von uns weit mehr als 12 h am Stück gezockt, doch so um 5-6 Uhr morgens, wenn das graue Licht durch die Fenster fiel, füllte sich die Atmosphäre mit einer müden Gereiztheit. Alles kotzt einen an. Der Nachbar, der schon zum zweiten Mal seit fünf Minuten die Cola haben will, die Allies, die die gleichen Fehler machen, schlimmer noch, wenn das Netzwerk zusammenbricht. Nicht zu vergessen, dass man anderthalb Tage nach einer LAN kaputt ist und den Anschluß an den Lichtwechselrhythmus der Außenwelt finden muss. Zuviel Spaß ist schlecht.
Nun könne man sagen, dass man es nicht mit den schlaflosen LANs übertreiben muss. Gewiss, aber wieviel Spaß ist genug? – 5 Stunden? Addieren wir einmal all die Stunden die Starcraft zum Opfer gefallen sind – was ist nun davon übrig? Wir können sagen, es hat Spaß gemacht, aber uns kaum an etwas davon erinnern, was es genau zu welchem Zeitpunkt war.
Das ist der Unterschied zu dem, was ich nun Freude nennen werde. Freude ist Spaß, der aber ein Ergebnis zur Folge hat, es erzeugt eine Erfahrung, die weit über die Halbwertszeit von Spaß weit bestehen bleibt.
Wenn wir nun untersuchen, was genau Freude macht, so ergeben sich Dinge, die vor allem eins tun: sie betreffen einen persönlich. Man erinnert sich am besten an etwas, was man selber gemacht und erfahren hat, was aber zudem etwas neues war. Diese Erfahrungen nehmen oft eine solche Bedeutung ein, dass man auf sie nicht verzichten will. Freude mag nicht so intensiv wie Spaß sein, es ist eher Zufriedenheit, die dafür länger anhält.
Doch was ist Freude genauer? Nun, das kann ich nicht genau sagen, denn ich habe zuviel Zeit für andere Dinge verschwendet und es wird für dich vielleicht etwas anderes sein. Was meiner Erfahrung nach dazugehört ist das Gefühl, etwas erschaffen zu haben, wenn du das Produkt deiner intensiven, eigenständigen Arbeit siehst, wenn du erkennst, dass du an dir gearbeitet hast, und in irgendeinem Gebiet besser geworden ist. Freude hat also eine sehr nützliche Funktion im Gegensatz zu Spaß:
Freude ist “dynamisch”, bildet weiter, erweitert den Horizont, die Fähigkeiten, das Wissen; Spaß ist “statisch”, monoton und hält die eigene Entwicklung auf dem gleichen Punkt. Freude ist mit fortwährender Bewußtseinserweiterung verbunden. Deshalb kann Lernen, Arbeiten, Denken Freude machen. Freude hat ein konkretes Ergebnis, Spaß kann lediglich ein wenig zur psychischen Regeneration, zur kurzen Euphorie beitragen, schließlich dazu, dass wir irgendwann mit Schrecken und steigender Unbehaglichkeit uns fragen, wo die Zeit geblieben ist.

Diese Haltung läuft, konsequent zuende geführt, darauf hinaus, dass Spaß nicht der Sinn des Daseins sein kann... Nun ja, ich schätze, dass du mir kaum zustimmen wirst. Starcraft war ja nicht grundauf böse. Es hat nicht nur Spaß gemacht, sondern man hat durch das Battle.net Freunde kennengelernt, Clans gegründet, sich im Spielen verbessert und vielleicht sogar Real-life-Treffen veranstaltet.
Das ist schön und gut, aber das gab es alles schon, besser und mehr:

Man kann Leute da draußen persönlich kennenlernen. Internet ist hingegen verarmte Kommunikation. Was kriegt ihr von der Psyche des anderen im ICQ oder IRC mit? Mimik, Gestik, Stimmlage jedenfalls nicht. Die Gefühle werden auf schnell dahingeschriebenen Text reduziert. Das gleiche gilt für SMS. Internet ist gut, für die, die sich verstecken wollen, schon genug Freundschaften haben oder sehr weit entfernte Kontakte knüpfen wollen, keinesfalls für persönliche Freundeskreis-Erweiterung.
Zocken ist ein Sport. Das stimmt, aber es ist ein verarmter Sport. Die Bewegung der Fingermuskeln hat mit echtem Sport wenig zu tun. Lediglich das Reaktionsvermögen wird aufgebessert, aber das kann man in Kampfsportarten viel besser trainieren, und nebenbei lernt man Selbstverteidigung, Koordination und Kampfgeist.
Ist Starcraft ein Denksport wie Schach? Entscheidend ist vor allem die Geschwindigkeit des Mauszeigers, und mit den Einheiten ein wenig Micro zu beherrschen. Sicher erfordet das ein wenig Denkvermögen, aber das ganze geschieht in solch größer Hast, da es Echtzeit ist, dass Schach nunmal eine grundlegend höhere Denkkategorie bildet. Schach ist Strategie und für das Gehirn äußerst anstrengend. Starcraft beschränkt sich auf eine Hand voll Build orders mit einem intuitiven Gefühl für das Exen, auf Taktik statt auf Strategie.
Battle.net ist Wettkampf – den man intensiver woanders haben kann. Es mag einen mit einem Gefühl von Macht und Überlegenheit erfüllen, wenn man gegen einen “besseren” Spieler gewinnt, aber diese Überlegenheit ist von höchst kurzer Dauer. Ein paar Monate später gibt es neue Stars, nur wer seine halbe Zeit im Multiplayer verbringt, bleibt an der Spitze. Das zeigt, dass Starcraft wenig mit Talent zusammenhängt. Jeder, der viel Zeit verbringt, kann sich bis zu einem hohen Grad erarbeiten. Ich kenne niemanden, der sehr gut gewesen war, weil es ihm angeboren war, ein guter Pro-Gamer zu sein. Und wo wir bei Macht und Überlegenheit sind – würde es dich nicht mit einem weitaus intensiveren Gefühl von Triumph erfüllen, wenn du die Reaktion des Verlierers vollständig wahrnimmst? Wenn der Gegner auf dem Spielfeld verärgert, verletzt und aggressiv zeigt, dann ist das sicher etwas völlig anderes als über die Battle.net-Chats die psychische Niederlage des Gegners zu erraten versuchen.
Real-Life Treffen und Clans. RLTs und Wettkampf, siehe verarmte Kommunikation und Wettkampf-Kommentare weiter oben.
Es gibt zwei Arten von Clans, Fun- und Leistungsclans. Leistungsclans spielen solange, bis sie gewinnen. Da vergeht einigen irgendwann der Spaß und sie gehen. Spaß-Clans dagegen entwickeln sich oft zu Leistungsclans – warum? Ich behaupte, dass das im Einklang mit den obigen Thesen steht: Irgendwann macht es eben keinen Spaß mehr, es ist immer das Gleiche, dies und das bauen, gegen die und die in der gleichen niedrigen Liga kämpfen. Gewinnt man jedoch des öfteren, so ändert sich das. Irgendwann bringt nur noch Erfolg bringt Spaß. Aber der Preis dieses Erfolges ist letztendlich sehr viel Zeit.

Zeit, das ist es, worum es mir eigentlich geht. Man lebt hier nicht ewig, irgendwann stirbt man. Auch deswegen fragt man sich, wozu man lebt. Von mir aus, mag meine Definition von Freude schwammig sein, von mir aus kann meine Wertung von Pro-Gaming und Battle.net grundlegend und objektiv falsch sein. Aber das, was dann von meiner Argumentation übrig bleibt, ist, dass Spaß die eigene Zeit vernichtet, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe es schon angesprochen, gerne tue ich es noch einmal anders: Jeder von uns hat sicher mehr als zwei Tausend Starcraft-Zeit hinter sich. Ich frage, was ist davon übrig? Der Spaß ist längst “vergessen”. Es hat uns nicht weitergebracht, wir wissen kaum etwas mehr, weil wir 2000 statt 20h Starcraft gespielt haben. Es hat weder zu der Entwicklung noch zu den eigenen Fähigkeiten so beigetragen, als das wir im realen Leben davon profitieren könnten. Und was hätte man nicht alles in dieser Zeit machen können? Es gibt soviele Dinge auf der Welt, soviel hinter dem eigenen Horizont. Ich rede von Erfahrungen, Entdeckungen, von Neuem. Die menschliche Welt gibt es schon Jahrtausende, was wurde nicht alles schon erschaffen und gedacht...
Vielleicht sagst du darauf, dass es dich nicht interessiert, es betrifft ja auch kaum direkt unseren Alltag und unser Leben, aber wenn du tatsächlich in Geschichte, Kultur, Literatur, Musik, Wissenschaft, Psychologie nichts finden kannst, was dich bewegt, interessiert, packt und vereinnahmt, so ist dir wohl nicht zu helfen. Von was für einer Arroganz, was für einer Beschränktheit und einem Egoismus muss es denn bloß zeugen, wenn man glaubt, dass Jahrtausende der Geschichte und Millionen von Menschenleben ignoriert werden könnten, und dass sich die Welt verlustfrei auf einen 17-zölligen Monitor und einen halben Meter große Kiste mit Winamp, ICQ und Starcraft reduziert werden kann...?
Shakespeare, Goethe, Nietzsche, Schiller, Hegel, Leibniz, Fichte, Marx, Adams, Mill, DaVinci, Michelangelo, Homer, Benn, Galilei, Descartes, Hobbes, Locke, Augustinus, More, Luther, Calvin, Zwingli, Aquin, Machiavelli, Rousseau, Voltaire, Leibniz, Herder, Smith, Kant, Malthus, Freud, Heisenberg, Wittgenstein... ihr kennt die Namen? Kennt ihr auch ihre Gedanken, ihre Erkenntnisse und Errungenschaften? Die Liste ist höchst unvollständig, und das waren nur ein paar Philosophen und Schriftsteller und das alles haben wir verpasst – davon vor allem eins – die Aufklärung! In diesem Sinne, sapere aude! - Habet den Mut, euch eures eigenes Verstandes zu bedienen... - I.Kant

Villert
15. Februar 2004, 00:32
guter Text!

Broodwar verbraucht für ein Hobby unglaublich viel Zeit im Vergleich zu anderen Hobbys :(

Prof.Dr.Zwiebel
15. Februar 2004, 00:40
werds gleich noch lesen :)
aber stimmt als hobby verbrauchts zuviel zeit, vor allen dingen lernt man bei diesem hobby nicht wirklich was (im vergleich zu instrument spieln, sport usw)

thecure82
15. Februar 2004, 00:48
Will uns der Autor damit sagen das ihm aufgefallen ist, dass er ein 24/7 opfer ist ohne Freunde?
Oder anders gefragt...was bringt einen dazu an einem Samstag abend so einen Text zu verfassen?
When masturbation's lost its fun lalala

Asta Khan_inaktiv
15. Februar 2004, 00:58
seltsam. ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, starcraft so zu sehen, bzw es aus auch nur ähnlichen gründen zu spielen. ziemlich verquer...

Xargonis2
15. Februar 2004, 01:02
wieso ich an einem samstag abend so einen text geschrieben habe?
weil ich samstag nachmittag die erkenntnis dazu hatte...
sehr seltsam, nicht wahr?
falls du dezent darauf hindeuten wolltest, dass ich nicht ganz normal bin, da ich samstag abende mit texte schreiben verbringe -
lies den text lieber nochmal durch, dann kannst du dir auch denken, was den samstag abend so wichtig gemacht...

thecure82
15. Februar 2004, 01:05
danke das du meine wertvolle Zeit mit deinem geistigen Dünnpfiff verschwendet hast. In der Zeit die ich mit dem lesen deines Textes verbracht habe hätte ich ja auch Shakespeare, Goethe, Nietzsche, Schiller, Hegel, Leibniz, Fichte, Marx, Adams, Mill, DaVinci, Michelangelo, Homer, Benn, Galilei, Descartes, Hobbes, Locke, Augustinus, More, Luther, Calvin, Zwingli, Aquin, Machiavelli, Rousseau, Voltaire, Leibniz, Herder, Smith, Kant, Malthus, Freud, Heisenberg, Wittgenstein
ODER Sartre lesen können!
:eek3: :P :fu:

Xargonis2
15. Februar 2004, 01:05
@asta,:
du könntest ja mal erläutern, wieso du starcraft spielst; ich denke aber dass clans, rlt, strategiegehalt und vor allem spaß die motive vollständig abdecken...

[TGF]Eraser2
15. Februar 2004, 01:08
Ich kann jetzt schlecht auf alles eingehen, weil ich dazu keine Zeit und Lust habe.

Du solltest nicht so krittisch mit dir (und uns) sein. Starcraft ist schon ein Sport. Aber keineswegs ein "schlechterer" als z.B. Schach oder Tennis. Du bekommst keine Muckies von. Na und? Es erfordert nicht so viel Denkleistung wie Schach. Na und? Entscheidend ist doch, dass du dich dafür entschieden hattest diesem Hobby nachzugehen und dass du es genossen hast. Warum jetzt auf einmal rumflennen? Was wäre besser gewesen, wenn du stattdessen Tennis gespielt hättest? Oder wenn du die ganzen Jahre nur besagte Werke von jenen Namen gelesen hättest? Ich wette dich hätte ebenfalls das Gefühl beschlichen, etwas verpasst zu haben.

Man lebt für den Moment. Im großen und ganzen, will man natürlich auf ein erfülltes Leben zurückblicken, etwas geschaffen haben, sich nicht nutzlos vorkommen. Aber im Endeffekt sind es dann doch die Momente, die das Leben erst wirklich lebenswert machen. Jeder kennt solche Momente, an die man sich für immer erinnern kann. Wie man seine Traumfrau schlafen sieht, oder wo man total betrunken Straßenschilder "entfernt", sie in andere Gärten schmeißt und vor den ankommenden Bullen flüchten muss. -_- Dazu zählt für mich aber auch StarCraft. Wie ich im 2on2 mit Toss eine viertelstündige Dauerattacke zweier Zerg durch dauerndes Pumpen und göttliches Psi-Mikro aufgehalten habe und mein Ally die ganze Zeit nichts machte, weil er nur zugeschaut hat um sich zum Schluss mit 'nem Arbiter nur noch reinbeamen brauchte. Ich bin stolz darauf, mal auf einer LAN meinen Wachsein Rekord von 45 Stunden aufgestellt zu haben, mich 5 Tage mitten in den Sommerferien nur von Weißbrot und 2 Kisten Cola zu ernähren.

Das war einfach 'ne lustige Zeit, in der ich nach immer mehr (Spiel-)Spaß dürstete und sie befriedigte. Nun ist das längst vorbei und ich bin maximal Gelegenheitsspieler, aber ich bin nicht unglücklich darüber, wie ich mich damals entwickelt habe. Ich musste diese Phase einfach mal ausleben.

Du scheinst irgendwie den Anspruch zu stellen, man müssen in unserem Alter schon wahnsinnig viel erlebt haben. Warum denn? Was hat irgend so ein Bimbo, der 1 Jahr im Ausland gewesen ist, viel gekifft hat, 20 Freundinnen hatte, etc. mir vorraus? Er hat sich ausgelebt, nur auf eine andere Weise. Aber wenn ich mir solche Menschen anschaue, sehe ich nur: sie sind genauso schwach, wissen nicht immer was das Richtige ist usw., sind auch meißtens nicht mit ihrer Vergangenheit glücklich.

In unserem Alter zählt weniger, was wir waren, sondern was wir sind und was wir vor uns haben. Jeder sollte das tun was er für richtig hält. Wenn du dich mit Shakespeare usw. gut auskennen willst, dann les' den ganzen Kram halt und werd' Experte. Du hast dazu wahrscheinlich noch sehr viele Jahrzehnte Zeit. Und merke dir eins: Es ist nie zu spät irgend etwas Neues an zu fangen! Und wenn du meinst in der Vergangenheit Fehler gemacht zu haben, dann mache es jetzt halt anders. Was bringt es dir über die Vergangenheit zu trauern?

Gute Nacht. ^^

Xargonis2
15. Februar 2004, 01:12
na ja tut mir leid, satre kenn ich leider nicht...
aber vielleicht hast du während dein ellbogen auf der capslock taste war dich vertippt...
ja, du hast recht, du hättest lesen sollen, aber das hast du ja nciht...
du könntest dich auch mal etwas niveauvoller ausdrücken wenn du mich beschimpfen willst...

im übrigen, ich habe deine wertvoll zeit nicht verschwendet, falls du dir dessen noch nicht bewusst bist - du hast die freiheit zu entscheiden was du liest...
und falls du dich eben nicht zu der obigen gruppe spaßgesteuerter sondern zu den "von sartre-erleuchteten" zählst, so hättest du weder antworten brauchen noch deine geistige energie auf fäkalsprache verschwenden müssen...

was willst du mir überhaupt damit sagen, dass du sartre hättest lesen können?

thecure82
15. Februar 2004, 01:17
ich hab den nur aufgezählt weil er in deiner tollen Liste meiner Meinung nach fehlt. Und da du ihn nicht kennst hier ein Zitat:

"Der Mensch ist nichts anderes als wozu er sich macht."

passt doch zu deinem Text.


:fu:

Prof.Dr.Zwiebel
15. Februar 2004, 01:22
So hab den text nun einigermaßen durch und hab mir auch schon diese fragen gestellt. Allerdings find ich den vergleich mit drogen im ersten absatz total unpassend und überspitzt, da man unter drogen geistig oder körperlich beeinflussende mittel zum negativen hin, versteht - so wird es jedenfalls im volksmund gebraucht. Sucht wäre hier angemessener gewesen.
Wenn man sc jedoch in nem "gesunden" maße genießt isses aber wie viele andere hobbies auch, net verkehrt ;)

€: Am ende find ich dann doch nen bissl zu dick aufgetragen :/

TeeMann
15. Februar 2004, 01:35
würde deine gesamte theorie als objektiv falsch hinstellen!

1. würde ich dir raten zwischen freizeitbeschäftigung und arbeit zu unterscheiden. wenn ich als schüler etwas für meine zukunft tun will dann mach ich das indem ich zur schule gehe und dort etwas lerne, das reicht mir völlig aus! in meiner freizeit tu ich was ich möchte und ich würde sagen dass mich die 3jahre BW im Battle net schon geprägt haben. auch wenn das kennenlernen immer relativ ist solange man sich nur im inet befindet ist es doch als solches zu bezeichnen. von daher würde ich es nicht als zeitverschwendung ansehen da es jedem etwas bringt, nämlich auch bei bw lernt man soziales verhalten.

2. Ich möchte mal stark bezweifeln dass es bei sc kein talent gibt. was würdest du sagen wenn jemand der zu seiner aktivsten zeit 3spiele / tag gespielt hat trotzdem stetig besser war als jemand der 10+ spiele pro tag gemacht hat. sicherlich übung ist wichtig aber nicht alles!

3. der Denkbereich bei sc iss nicht so klein wie du ihn redest. auf niedrigem niveau mag deine these zwar zutreffen. jedoch um so höher das niveau ist um so mehr muss man versuchen den gegner zu überlisten (denn standart bos kennt der auch!) und um so mehr muss man sich an die abstraktesten spielsituationen gewöhnen.

4. Sport und eSport. Dazu möchte ich nur so viel sagen. Der einzige unterschied zwischen klassischem Sport und eSport ist dass klassischer Sport körper- und somit altersabhängig ist. Und da es sehr viel länger dauert seinen Körper zu trainieren als seinen Geist dauert es auch sehr viel länger der beste Hochspringer der welt zu werden als der beste BWler der welt. Trotzdem ist unterm strich das eine nicht weniger wert als das andere, auch wenn es durch medienbeeinflussung und pushing allen menschen so erscheint!

Fazit: Deine Argumentation ist absolut unschlüssig und unsolide aufgebaut. Aus den oben explezit erläuterten gründen muss ich dir wiedersprechen!

Xargonis2
15. Februar 2004, 01:36
@eraser:









Gute Nacht. ^^

Entscheidend ist doch, dass du dich dafür entschieden hattest diesem Hobby nachzugehen und dass du es genossen hast. Warum jetzt auf einmal rumflennen? Was wäre besser gewesen, wenn du stattdessen Tennis gespielt hättest? Oder wenn du die ganzen Jahre nur besagte Werke von jenen Namen gelesen hättest? Ich wette dich hätte ebenfalls das Gefühl beschlichen, etwas verpasst zu haben.
Wie gesagt, der Genuss ist hier von äußerst kurzer Dauer. Ich denke das Problem ist, dass diese Phase in der Jugend eintritt. Die Jugend ist entscheidend für das ganze Leben, sie formt deinen Charakter grundlegend. Und wenn man diese Zeit eben auf Starcraft verschwendet, so hat man ein paar nette Erinnerungen, aber eben womöglich das Gefühl, etwas verpasst zu haben.
Womöglich gäbe es das Gleiche, wenn ich mich die ganze Zeit statt SC zu zocken gebildet hätte - aber dann wäre ich irgendwann über diese Erkenntnis hinaus, denn das bringt eben die Bildung mit sich...


Man lebt für den Moment. Im großen und ganzen, will man natürlich auf ein erfülltes Leben zurückblicken, etwas geschaffen haben, sich nicht nutzlos vorkommen.
Gerade wenn man für den Moment lebt, wird man kaum auf ein erfülltes Leben zurückblicken können. Dieses erfordert nämlich Kontinuität und Arbeit, die Zufriedenheit stellt sich später ein. Beim Spaß gibts die Euphorie schnell, aber dafür verschwindet sie noch schneller als sie kam...


Das war einfach 'ne lustige Zeit, in der ich nach immer mehr (Spiel-)Spaß dürstete und sie befriedigte. Nun ist das längst vorbei und ich bin maximal Gelegenheitsspieler, aber ich bin nicht unglücklich darüber, wie ich mich damals entwickelt habe. Ich musste diese Phase einfach mal ausleben.
Meinst du nicht, dass die Bildung und das Sammeln von Erfahrungen, das Gefühl der Bewußtseinserweiterung dem monotonen tagelangen Zocken mindestens ebenbürtig ist? Warum muss aber diese Phase gerade in der Jugend stattfinden... und muss sie etwas so maßlos verlaufen?


Aber wenn ich mir solche Menschen anschaue, sehe ich nur: sie sind genauso schwach, wissen nicht immer was das Richtige ist usw., sind auch meißtens nicht mit ihrer Vergangenheit glücklich.
Na ja, der obige Typus ist nicht gerade das, was ich mit erfahrungsreichem Menschen meine. Denn einige Entscheidungen können richtig gefällt werden, wenn man das Wissen hat. Die Geschichte ist eine ewige Wiederkehr...


In unserem Alter zählt weniger, was wir waren, sondern was wir sind und was wir vor uns haben. Jeder sollte das tun was er für richtig hält. Wenn du dich mit Shakespeare usw. gut auskennen willst, dann les' den ganzen Kram halt und werd' Experte. Du hast dazu wahrscheinlich noch sehr viele Jahrzehnte Zeit. Und merke dir eins: Es ist nie zu spät irgend etwas Neues an zu fangen! Und wenn du meinst in der Vergangenheit Fehler gemacht zu haben, dann mache es jetzt halt anders. Was bringt es dir über die Vergangenheit zu trauern?
Was wir sind leitet sich von dem ab, was wir waren. Was wir werden, leitet sich von dem ab, was wir sind...
Jeder tut bereits das, was er für richtig hält, aber nicht jeder erkennt, dass das, was er tut, für ihn später oder für andere katastrophal falsch sein könnte... man hat zwar noch Jahrzehnte, aber es ist keine Lösung, die Dinge zu verschieben. Vielleicht sind es doch keine Jahrzehnte, und was macht es dann für einen Sinn, sich das Leben in exzessive verschiedene Phasen aufzuteilen?
Es bringt in der Tat nicht viel, der Vergangenheit nachzutrauern, aber das ändert nichts an dem Gefühl. Gefühle sind nicht funktional, und das da oben dürfte ein Versuch des Verarbeitens sein...

Xargonis2
15. Februar 2004, 01:53
@cure:

ich hab den nur aufgezählt weil er in deiner tollen Liste meiner Meinung nach fehlt. Und da du ihn nicht kennst hier ein Zitat: "Der Mensch ist nichts anderes als wozu er sich macht." passt doch zu deinem Text.
ich kenne ihn schon, aber das Zitat ist nicht ganz korrekt. Die meisten Menschen sind vor allem das, was die Gesellschaft aus ihnen macht. Es gibt einige wenige Freigeister, die seit ihrer Geburt sich ihrer Freiheit und Zwangslosigkeit bewusst waren, aber das ein geringer Prozentsatz und der Rest versteht dein obiges Zitat nicht oder muss aus der Unmündigkeit herausgeführt werden, was wiederum durch andere geschieht.
Übrigens ist dieses Zitat von Sartre bereits in "Sapera aude!" angedeutet...

Prof.Dr.Zwiebel
15. Februar 2004, 02:01
auf ein heiteres phrasen gedresche 8[
weiter so! macht den thread ma sticky, da können sich noch nen paar geistreiche user ideen für ihre signas holen :)

thecure82
15. Februar 2004, 02:03
ok phrasenkrieg...ist sowas wie image wars im ot :top2:

Der Mensch ist verurteilt, frei zu sein.
"Die Wahl ist möglich in einem Sinne, aber was nicht möglich ist, ist nicht zu wählen. Ich kann immer wählen, aber ich muß mir bewußt sein, daß ich, wenn ich nicht wähle, trotzdem wähle."
"Und übrigens zu sagen, daß wir die Werte erfinden, bedeutet nichts anderes als dies: das Leben hat a priori keinen Sinn. Ehe Sie leben, ist das Leben nichts; es liegt bei Ihnen, ihm einen Sinn zu verleihen, und der Wert ist nichts anderes als der Sinn, den Sie wählen."
1946 Sartre :cool:


Hat doch keinen Sinn hier rumzudiskutieren, wenn du kein Bock mehr auf Starcraft hast dann lass es doch einfach sein....hmm aber du bist ja süchtig nach dieser Droge, vielleicht sollten wir Starcraft Selbsthilfe Gruppen in jeder Stadt gründen? :bored: oder Fight Clubs^^

zft5
15. Februar 2004, 02:20
Also erstmal das man nichts nützliches lernt beim bw spielen ist falsch zum beispiel lernt man viel über die Psyche eines Menschen ausserdem hat bw mein Englisch in sofern verbessert das es jetzt mein zweitbestes Fach ist.
Und es ist doch wohl der Sinn des Lebens viel Spass zu haben und wen man viel Spass beim bw spielen hat ist das doch gut so (ich glaube die Menschen die das machen wozu sie lust haben sind die glücklicher als die die sich mit irgendwelchen "Idioten" abgeben und alles über deren Leben lernen (ausser es macht ihnen Spass(was ich nicht glaube)))

CY-BORG
15. Februar 2004, 02:23
@ Xargonis

Was willst du?

Formulier das in einem Satz.

zft5
15. Februar 2004, 02:24
Original geschrieben von CY-BORG
@ Xargonis

Was willst du?

Formulier das in einem Satz. Er will StarCraft schlecht machen, töten wir ihn?

Ph!L
15. Februar 2004, 02:36
Starcraft ist für die einen ein Spiel.
Für die anderen Ein Hobby. Eine andere Sparte sieht es als sehr schönes Hobby and. Manche sehen mehr darin als ein Spiel. Für andere ist es fast ihr Leben, jedoch nur für solange bis sie erkennen.

Ich denke, jeder der von sich behaupten kann, Bw war nur ein Hobby, der braucht sich keine Gedanken über sein Leben zu machen.

Jemand der 5 Jahre damit verschwendet hat , Bw zu spielen, hat den Sinn dieses Spiels nicht erkannt.

CY-BORG
15. Februar 2004, 02:37
Original geschrieben von zft5
Er will StarCraft schlecht machen, töten wir ihn?

Wenn einer getötet wird muß er es auch wert sein.

Prof.Dr.Zwiebel
15. Februar 2004, 02:38
Original geschrieben von zft5
Also erstmal das man nichts nützliches lernt beim bw spielen ist falsch zum beispiel lernt man viel über die Psyche eines Menschen ausserdem hat bw mein Englisch in sofern verbessert das es jetzt mein zweitbestes Fach ist.
Und es ist doch wohl der Sinn des Lebens viel Spass zu haben und wen man viel Spass beim bw spielen hat ist das doch gut so (ich glaube die Menschen die das machen wozu sie lust haben sind die glücklicher als die die sich mit irgendwelchen "Idioten" abgeben und alles über deren Leben lernen (ausser es macht ihnen Spass(was ich nicht glaube)))
jo schon klar...

Nen paar fragen:
1. Hauptschule oder sonderschule?
2. In welchem fach stehst du nicht 5?
3. Wie alt bist du????

Zu dem viel spaß: gerade weil so viele was sie machen, gehts uns in deutschland immer besser.

vote 4 blödesten post in diesem monat :cry:

Xargonis2
15. Februar 2004, 03:03
@zwiebel:

Wenn man sc jedoch in nem "gesunden" maße genießt isses aber wie viele andere hobbies auch, net verkehrt
klar, spaß ist okay, aber dieses maß ist bei sc relativ niedrig anzusetzen, meiner meinung nach... und computerspiele sind eine andere kategorie von hobbys als bücher oder musik...

@zergling:

würde deine gesamte theorie als objektiv falsch hinstellen!
na ja, meine darstellung war subjektiv... dann kann sie aber nicht objektiv falsch sein, denn sonst müsste ich etwas objektives gesagt haben... überhaupt wüsste ich mal gerne, was du unter objektiv verstehst...



1. würde ich dir raten zwischen freizeitbeschäftigung und arbeit zu unterscheiden. wenn ich als schüler etwas für meine zukunft tun will dann mach ich das indem ich zur schule gehe und dort etwas lerne, das reicht mir völlig aus! in meiner freizeit tu ich was ich möchte und ich würde sagen dass mich die 3jahre BW im Battle net schon geprägt haben. auch wenn das kennenlernen immer relativ ist solange man sich nur im inet befindet ist es doch als solches zu bezeichnen. von daher würde ich es nicht als zeitverschwendung ansehen da es jedem etwas bringt, nämlich auch bei bw lernt man soziales verhalten.

- glaubst du dass die paar stunden "bildung" (schule) völlig für deine person ausreichen? ich meine nicht, dass jeder nun zum workaholic werden soll, sondern dass die menschen heute weniger spaß haben und stattdessen an sich "arbeiten" sollten...
wer sagt überhaupt, dass diese aufteilung von schule und freizeit die "richtigen" maße hat?
das soziale verhalten bei bw beschränkt sich darauf, dass man nicht flamet und seinem ally hilft. die grenzen setzt das medium...

mag sein dass es talent in sc gibt, okay, und dass der denkbereich größer ist, als ich glaube; aber er ist immer noch niedriger als schach da bw nun mal auf echtzeit-reaktion basiert, die der strategie bemerkbare schranken setzt...


4. Sport und eSport. Dazu möchte ich nur so viel sagen. Der einzige unterschied zwischen klassischem Sport und eSport ist dass klassischer Sport körper- und somit altersabhängig ist. Und da es sehr viel länger dauert seinen Körper zu trainieren als seinen Geist dauert es auch sehr viel länger der beste Hochspringer der welt zu werden als der beste BWler der welt. Trotzdem ist unterm strich das eine nicht weniger wert als das andere, auch wenn es durch medienbeeinflussung und pushing allen menschen so erscheint!

eSport ist auch altersabhängig, 40 jährige werden geistig nicht mehr fit genug sein, mit 20jährigen mitzuhalten... die leistungen des gehirns sind altersabhängig... wie lange es dauert "der beste bw-spieler zu werden" richtet sich danach wie stark die konkurrenz ist...


Fazit: Deine Argumentation ist absolut unschlüssig und unsolide aufgebaut. Aus den oben explezit erläuterten gründen muss ich dir wiedersprechen!
du hast dir genau die punkte rausgesucht, die nicht kern meiner argumentation waren...

ETBrooD
15. Februar 2004, 03:04
das ganze lässt sich sehr leicht zusammenfassen:

me = 24/7 bw u2?

Xargonis2
15. Februar 2004, 03:23
@cure:


Der Mensch ist verurteilt, frei zu sein.
"Die Wahl ist möglich in einem Sinne, aber was nicht möglich ist, ist nicht zu wählen. Ich kann immer wählen, aber ich muß mir bewußt sein, daß ich, wenn ich nicht wähle, trotzdem wähle.
"
Ja! Aber glaubst Du, dass sich jetzt alle bewusst sind, dass sie etwas fortwährend wählen?


"Und übrigens zu sagen, daß wir die Werte erfinden, bedeutet nichts anderes als dies: das Leben hat a priori keinen Sinn. Ehe Sie leben, ist das Leben nichts; es liegt bei Ihnen, ihm einen Sinn zu verleihen, und der Wert ist nichts anderes als der Sinn, den Sie wählen."
Auch dem stimme ich zu und so ist meine Darstellung nur eine Wertgebung für Spaß und Leben. Trotzdem wird jeder von uns Sachen "werten" müssen und so lässt es sich diskutieren, nach welchen Maßen man werten sollte. Die Beeinflussung fremder Werte findet ebenfalls die ganze Zeit statt. Also verstehe ich nicht, was du gegen diesen Thread hast...


Hat doch keinen Sinn hier rumzudiskutieren, wenn du kein Bock mehr auf Starcraft hast dann lass es doch einfach sein....hmm aber du bist ja süchtig nach dieser Droge, vielleicht sollten wir Starcraft Selbsthilfe Gruppen in jeder Stadt gründen? oder Fight Clubs^^,
Na ja du gibst dem keinen Sinn, ich schon, andere anscheinend auch. Ich hab kein Bock auf Starcraft, nein süchtig bin ich nicht, aber jeder ist in gewisser Weise süchtig nach Unterhaltung, genauso wie ich süchtig nach Sauerstoff, Nahrung etc. Sucht heißt hier nichts anderes als Bedürfnis (es ist lediglich anders genannt, um klarzumachen, dass Starcraft nichts Göttliches darstellt)...
Du meinst ich soll es einfach sein lassen - wieso unterlässt du es nicht einfach meine Antworten zu beachten? - Dir kann es doch genauso egal sein, was hier passiert ist, wie mir.
Aber seltsamerweise diskutieren wir... vielleicht versuchen wir uns gegenseitig was gerade zu beweisen...
Fight Clubs wären schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, ich bestehe ja nicht auf der Sprengung der gesamten Zivilisation, bis wir auf wieder auf den Bäumen sind, aber sicherlich tut man falsch daran, dem inneren Tier des Menschen nicht Tribut zu zollen...


@cy-borg:

Sapere aude!

@zft:

Also erstmal das man nichts nützliches lernt beim bw spielen ist falsch zum beispiel lernt man viel über die Psyche eines Menschen ausserdem hat bw mein Englisch in sofern verbessert das es jetzt mein zweitbestes Fach ist. Und es ist doch wohl der Sinn des Lebens viel Spass zu haben und wen man viel Spass beim bw spielen hat ist das doch gut so (ich glaube die Menschen die das machen wozu sie lust haben sind die glücklicher als die die sich mit irgendwelchen "Idioten" abgeben und alles über deren Leben lernen (ausser es macht ihnen Spass(was ich nicht glaube)))
für das was du in bw lernst, brauchst du nicht die zeit, die du für bw verschwendest.
Okay, du behauptest der Sinn des Lebens ist Spaß.
Das ist einfach zu widerlegen:
Wenn du ungeheuer viel Spaß hast, was der Sinn des Lebens sein soll, so wirds dir irgendwann schlecht gehen. Wenn du z.B. zuviel trinkst, kriegst du eine Alkoholvergiftung. Ist in dem Leid der Sinn? Nein, deshalb muss man den Spaß begrenzen, doch das Maß dass man dann ansetzt, wird der Sinn des Lebens sein und nciht der Spaß an sich. Und nun wirst du mir nicht sagen können, "wieviel" Spaß den Sinn des Lebens darstellt.

@phil:

Starcraft ist für die einen ein Spiel. Für die anderen Ein Hobby. Eine andere Sparte sieht es als sehr schönes Hobby and. Manche sehen mehr darin als ein Spiel. Für andere ist es fast ihr Leben, jedoch nur für solange bis sie erkennen. Ich denke, jeder der von sich behaupten kann, Bw war nur ein Hobby, der braucht sich keine Gedanken über sein Leben zu machen. Jemand der 5 Jahre damit verschwendet hat , Bw zu spielen, hat den Sinn dieses Spiels nicht erkannt.
Aha, Starcraft ist also für die einen das eine, für die anderen das andere...Gut, fein, aber ist es nicht für alle Spaß? Ist nicht ein Spiel, dass du spielst, eh ein Hobby? Ist es für einige ihr Leben, weil sie es toll finden und es ja "so viel Spaß macht"?
Also, wenn etwas "nur ein Hobby" ist, soll es fortan gut sein, deiner Meinung nach. Natürlich hat keiner hier 5 ganze Jahre dafür verschwendet. Aber für dieses Hobby ging viel Zeit drauf. Zu viel.
Es gibt eben bessere und nützlichere, gleichwertige "Hobbies".

Xargonis2
15. Februar 2004, 03:27
Irgendwie scheitert diese ganze Diskussion daran, dass einige Leute nicht imstande sind, zu kapieren, wofür Starcraft steht und was mit Droge gemeint ist...
Setzt für Starcraft eine beliebige spaßige Sache ein, von der ihr wenig habt und für die ihr viel Zeit verschwendet hattet.
Es geht hier nicht um eine Kritik an Starcraft - von den vielen Strategiespielen hat es wenigstens Qualität - sondern allgemein um das Wesen der Spaßgesellschaft...
Da wir hier alle SC kennen, hat es sich angeboten, den Text insgesamt auf SC zu beziehen...

General Mengsk
15. Februar 2004, 11:21
Spaß und Freude, eine durchaus berechtigte Diskussion in einer Welt, in der der Spaß häufig als Lebensziel definiert wird. Resultat (oder doch Auslöser?) ist leider auch, daß Werte wie Zuverlässigkeit und (Selbst-)Disziplin seltener geworden sind.

Doch bevor man diese grundsätzliche Ebene anschneidet, sollte man sich mit dem Spiel, nein besser mit dem Bereich oder der "Welt StarCraft" auseinandersetzen und differenzieren. Ein Computer ist kein Fernseher wo ich nur konsumieren kann und bestenfalls das Programm wechseln oder den Videotext anschauen kann. Ein Computer ermöglicht Interaktion und ermöglicht die Simulation davon. Es ist möglich etwas zu leisten, etwas zu schaffen, zu formen und es ist auch möglich Dinge zu simulieren. Ein Vorteil, der allzu oft unterschlagen wird, gerade wenn man auf das Stichwort "verarmt" kommt. Es kommt immer drauf an, wie viel Potential ich nutze, was ich denn machen mit der Vielfalt, die mir geboten wird

Wir reden gerade nur über die reinen "Zocker" gesprochen. Scheinbar muß es nur Leute geben, die die "ganze Zeit" (natürlich nicht die ganze, aber das wurde ja schon diskutiert) StarCraft zocken, als gäbe es niemanden, der Karten, Kampagnen oder ganze Mods machen würde, niemand der Clans leitet und organisiert, Turniere oder Ligen verwaltet, Foren zum Thema moderiert und an Seiten wie dieser hier bastelt. Doch die Tatsachen sprechen dagegen. In all diesen Bereichen, wo man mehr macht als nur das eigentliche Zocken, wird viel mehr gebildet, als nur Spaß. Klar, es gibt Leute, vielleicht eine ganze Reihe, die nur zocken. Aber dann muß man sich auch die Frage stellen, was sie denn sonst machen würden? Lernen oder lesen? Wohl kaum, eher konsumieren oder "rumgammeln". Wenn jemand nicht selber aktiv oder kreativ wird, dann ist das nicht nur Einfluß einer "Droge", dann ist das auch ein Resultat seiner Erziehung und seiner Umgebung sowie seiner Intelligenz und Bildung. Und in einem Alter, wo man mit SC beginnt sind da bereits alle Grundsteine gelegt. Ein Kind, daß schon zu Grundschulzeiten immer vor dem Fernseher gehockt hat, wird seltener später Karten machen oder Clans organisieren, es wird - wenn es auf SC stößt und dabei überhaupt länger bleibt - wohl eher der "Zockertyp" werden. Hat jemand schon im frühen Kindesalter öfters gemalt, gebastelt oder mit Spielzeugen ganze "Welten" erschaffen und / oder viel mit anderen gespielt, dann ist die Chance, daß dann jemand, der bei SC "hängen bleibt" sein "Talent" in Organisation oder seine Kreativität bei der Gestaltung auch dort einsetzen wird doch viel wahrscheinlicher. Natürlich wird derjenige auch zocken, aber eben nicht nur.

So die SC-Spieler zu verallgemeinern wäre einfach zu grob gedacht, es spiegel sich nunmal eine ganze Menge der verschiedenen Typen von Menschen mit diversesten "Lebensgeschichten" auch hier wieder. Was sie verbindet ist StarCraft, aber das ist auch nur eine Plattform, wie sie genutzt wird, das ist bei jedem anders. Und wer Dinge organisiert oder gestaltet, der kommuniziert nicht nur "verarmt", nein, der lernt auch Dinge wie Verantwortung für eine Entscheidung zu übernehmen und sich eine eigene Meinung zu bilden, eine konsequente Linie zu vertreten. Und wenn man hier nur ein Forum moderiert, spätestens wenn man das erste mal ein "Welcher bescheuerte Mod hat meinen Post gelöscht?" an den Kopf geworfen kriegt, wird man merken, daß moderieren auch Abwägen und Bewerten ist. Man muß entscheiden, was zum Thema noch gehört und was nicht, denn das hier ist ein Themenforum und eben kein Spaßforum. Natürlich soll es Freude bereiten hier zu posten und zu diskutieren, aber es ist eben keine Müllhalde. Genau mit diesem Anspruch gab es vor bald einem Jahr eben Probleme. Doch die Entwicklung hat gezeigt, daß man sich eben auch heute noch solchen Dingen bewußt werden kann und daß SC nicht reine Spaßsucht und so quasi Zeitverwendung ist. Und viele, die vor einem Jahr dabei waren, werden vielleicht nun besser wissen, was Diplomatie heißt, was man beim verhandeln (besser nicht) machen sollte und wie man sich in manchen Dingen und Leuten täuschen kann, die man meinte zu kennen. Und solche Dinge sind abstrahierbar, auch und gerade auf das "reale Leben". Natürlich steht man seinem Diskussionspartner nicht gegenüber, man sieht ihm nicht in die Augen. Aber so viel anonymen Schutz das manchmal geben kann, so hilft es manchmal auch "objektiver" zu sein, denn Sympathie bildet sich eher durch Worte oder besser Umgang und Taten, nicht nach Äußerlichkeiten. Und wer irgendwo mithilft und schon allein durch Kontakte und Bekanntheit nicht jeden Tag seinen Nick wechseln kann, wird merken, daß auch im Internet man sich um Dinge wie sein Image bzw. seinen Ruf kümmern muß und man nicht die blödsten Spielereien einfach mal so zum Spaß machen kann.

Kurzum, auch in der "StarCraft Welt" kann man Dinge schaffen, über die man sich freuen kann. Und selbst wenn man über den langfristigen Wert eine Fanseite, einer Map oder eines Clans diskutieren kann, so wird man doch merken, daß man auf dem Weg zu seinem Ziel um ein ganzes Bündel an Erfahrungen reicher ist, sei es z.B. in der Einschätzung von anderen Menschen, in der Organisation oder Bewertung von Dingen oder vielleicht gar in Tugenden wie Zuverlässigkeit, Gerechtigkeit, Fleiß oder Menschenführung. All das mag nicht nur, sondern wird einen sicherlich formen. Aber das muß nichts schlechtes sein. Und wenn man nur ein wenig "gebastelt" hat, so hat man vielleicht doch sein Computerwissen erweitert und auch das wird immer bedeutender in der heutigen Welt.

Vielleicht bin ich ein wenig von der bisherigen Diskussionslinie abgewichen, aber ich wollte einfach mal unterstreichen, daß SC als Hobby nichts "minderwertiges" sein muß, es kommt eben wie bei so vielen Dingen drauf an, was man draus macht. Man kann eben nicht nur Spaß haben, was auch mal sein muß, sondern auch von Freude erfüllt auf Dinge zurückblicken, die man erreicht hat. :)

Teegetraenk
15. Februar 2004, 11:26
Du hast meiner Meinung nach teilweise recht. Im Laufe der letzten sechs Jahre hab ich deine Äußerung fast wortgetreu von vielen Allies gehört. Und alle haben nach dieser Erkenntnis Sc/Bw komplett eingestellt. Jedoch ist es anmaßend seine Maßstäbe an alle anderen anzulegen.
Du sagst, dass die Lust am Spiel immer weiter steigt, bis die Übersättigung eintritt (z.B. auf einer Lan) und man sich niedergeschlagen, mürbe und schlecht gelaunt fühlt.
Dazu folgendes: Wer auf einer Lan mehr spielt als sich mit anderen Spielern zu unterhalten bzw. zu feiern ist eh nicht ganz klar im Kopf. Meiner Erfahrung nach spielen die meisten nur die Turniere. Und wenn man 2-3 Tage kaum Schlaf findet, sich nur von Chips, Cola und alkoholischen Getränken ernährt, in einem abgedunkelten Raum sitzt, umgeben von flackernden Monitoren - dann hat der körperlich schlechte Zustand nichts mit dem SPiel zu tun ;)
Schau dir die ganzen alten (noch bestehenden) Clans an.
Von denen sind so gut wie alle (wieder) zum "Funspielen" (was ein Wort) zurückgekehrt, bzw. nie davon weg gegangen. Inwieweit Starcraft zu einer Droge wird, kann man ganz leicht selber steuern. Und zwar mit der Einstellung zum Spiel.
Der Großteil der Bw Community machts dem Spieler leider nicht leicht, SC nur als Spiel anzusehen. Jeder beschimpft jeden als Newb, die Stimmung ist von Grund auf aggressiv und leicht gereizt. Für Anerkennung muss man gut spielen. Um gut zu spielen muss man _viel_ spielen. Um viel zu spielen, muss man sein rl einschränken. Ich denk mal fast jeder hier war schon in diesem Teufelskreis, aber jeder kommt da auch wieder raus, besinnt sich auf seine alten Allies (denen es wahrscheinlich genauso geht), und schraubt seinen "sc Konsum" auf ein gesundes Maß zurück. Und ob man nun abends Sc spielt oder einen Film sieht oder leiber ein Buch liest ist im Grunde total egal.
@thecure82: Du stellst in deiner Liste More ernsthaft auf die gleiche Stufe wie den Rest deiner Aufzählung? roflmao:D

Svinder
15. Februar 2004, 11:51
Xargonis, ich finde du hast verdammt rcht damit, ich habe zwar aufgehört weil ich einfach nur verlorenhabe, aber ich merke schon an anderen Spielen, das ich immer weniger Lust auf solche spiele habe. Ich bin jetzt 16 jahre alt. Mit 15 habe ich angefangen Bücher zu lesen um mir die Zeit zu vertreiben. Seitdem mache ich es mehr und leidenschaftlicher als ich StarCraft je gespielt habe.

Zu deiner Andeutung das man im INet nichts mitbekommt von anderen Personen. Es gibt eine Person, dieich im Internet kennengelernthabe, ich mochte sie auf anhieb. Sie war eine der ersten Personen die ich kennenlernte, das ist schon 3 Jahre her, vieleicht noch etwas länger. Letzden Dezenber haben wir uns das erste mal im RL getroffen, ich mag sie sehr und es fehlt auch nichtmehr viel bis ich sie Liebe. Ich mochte sie schon lange bevor wir das erste mal Telefonierten, aber andererseits hast du auch wieder recht, eine andere Person fand ich echt net im INEt und als ich diese Person im RL traff, wurde alles anders... jetzt habe ich keinen Konntakt mehr mit ihr.

Der mangel an selbstbeherschung ist allgegenwärtig. Wo es früher zum guten Ton gehörte Zigarren zu rauchen und Zechen zu können, ist es heute nur ein mangel an selbstbeherschung, ich habe noch nie einen zug aus einer Zigarrete genommen, bin nur leider schwerer Passiv Raucher -.-. Alcoholist für mich auch Tabu, aber auch ich habe meine lpcken, Arbeitsbereitschaft hat ja auch viel mit Selbstbeherschung zu tun, und die fehlte mir noch bis vor ein parr Monaten, aber ich habe sie erlangt. Selbstbeherschung kann man aufbauen und Trainieren, ganz klar... aber die meisten leute wollen es garnicht erst. Viele Teinken sich ihre sorgen weg obwohl sie wissen, das sie irgentwann wieder nüchtern sein werden und es dann noch schlimmer ist. Die heutige Geselschaft ist extrem Feige, die einen haben schiß vor entscheidungen, die anderen vor der veröffentlichungihrer Gefühle. Ich kann im Internet wesendlich offener Sprechen, da ich die Personen nicht direkt vormir sehe, ich weiß das sowas falsch ist, aber ich kann nur schwer was daran ändern.

Die Spieleindustrie könnte ohne uns nicht überleben, wir die zu dumm dafür sind, einfach auf Video- und PCspiele zu vertichten und statdessen ein Gutes Buch zu lesen(was eigetnlich das selbse ist). Wie viele leute wissen das Zucker auch eine Droge ist? In Zigarreten ist ein wenig Zucker als Suchtverstärker drinne, die Gewürze für unsere Nahrungsmittel sind Suchtverstärker... Unsere "Gesselschaft" ist auf "Die Sucht" angewiesen, ohne die Sucht gibtes keine Gesselschaft. Es mag leute geben Liebe wäre Spaß, und andere die sagen es sei Freude. Bei vielen sachen ist es so wie bei der Liebe, jedoch kommt es immer drauf an, wie sich der Mensch selbst unter kontrolle hat. Liebe kann ewigkeiten andauern, und zu einer art von Spaß werden die nicht vergeht, jedoch kann es auch nur freude sein, die sehr schnell verpuft. Die definition was nun Spaß und was Freude ist, ist unmöglich. Es komkmt immer auf die Person selber an.

Danke, ich rede zu viel ~.~
Bye und danke fürs lesen euer Svinder

[TGF]Eraser2
15. Februar 2004, 11:52
Wie auch immer.

Ich kann nur noch mal sagen, dass du das Leben ein wenig lockerer sehen solltest. Verpasst hast du im Grunde garnichts, weil du noch sehr viele Jahre Zeit haben wirst. In der Jugend weiß ich eigentlich kaum jemand, was er wirklich will. Das fällt den Leuten immer erst hinterher mit 18/19 ein. Und dann wird rumgeheult, statt sich einfach seinem "neuen" Lebensstil hinzugeben und ihn zu genießen.

ETBrooD
15. Februar 2004, 12:07
man lernt erst mit geld vorsichtig umzugehn wenn man seine ersten hart ersparten 100€ einem "freund" geborgt hat
genauso is es mit bw
wer sich denkt es war vergeudete zeit hat was draus gelernt und geht nun hoffentlich weiser durchs leben

JayJay3
15. Februar 2004, 12:13
Im grunde hast du Recht mit dem "Zeitverschwenden",aber sag mir, was ist nicht "Zeitverschwenden" ?
Erfahrungen,Entdeckungen oder Ähnliches ?
Ich denke nicht,was bringen uns diese Erfahrungen,wenn unser Leben doch endlich ist.
Da wir nicht wissen,was nach dem Tode kommt,ist es doch am sinnvollsten so zu leben wie man es selbst will und nicht nach irgendwelchen Richtlinien oder?

Für mich gibt es keinen wirklichen "Sinn des Lebens",lediglich einen biologischen Sinn !

Ich verstehe deine These nicht,dass wir unseren Verstand nicht nutzen würden,weil wir aus Spass Starcraft spielen oder was meinst du damit ?

rooki
15. Februar 2004, 12:23
Guter Text : ]

EatNoFish
15. Februar 2004, 12:34
einige beiträge zeugen von reife. bw oder jede andere droge sollte nur soviel gebraucht werden, dass der daraus gezogene nutzen (= freude, spass) maximal ist. und bei 24/7 broodwar ist der zenit definitiv übeschritten

netter text @ threadersteller. und der eine maptester da mit 16 jahren, nette antwort!

MordredXiC
15. Februar 2004, 12:41
ich würde es nicht nur auf starcraft beschränken, sondern den text sogar allgemein zutreffend fürs inet nehmen

mittlerweile kann ich mich recht gut beschränken, aber oft erwisch ich mich doch dabei, wenn ich langeweile hab, dass ich mich vor den pc setz und wirklich sinnlose sachen mach, nur um die zeit zu überbrücken :(

thecure82
15. Februar 2004, 12:55
Original geschrieben von PivoUser_R7
@thecure82: Du stellst in deiner Liste More ernsthaft auf die gleiche Stufe wie den Rest deiner Aufzählung? roflmao:D
Ich hab diese "Liste" einfach aus Xargonis zweitem post kopiert und ehrlich gesagt kenn ich keinen more. Ich kenn nur Michael Moore. ka ob er den damit meint :hammer:

ferdi1337
15. Februar 2004, 13:12
stimmt schon was du schreibst, aber viel trauriger ist eigentlich die tatsache dass eigentlich alle leute die broodwar daddeln das wissen, und dennoch nicht aufhören wollen / können :bored:

Kerri
15. Februar 2004, 14:14
nur 2 sachen dazu : starcraft oder computer zu spielen halte ich für sinnvoller wie rauch oder sauforgien...ich glaube nicht dass man vom pc spielen irgendwelche körperlichen schäden zurückbleiben wenn man nich 2 cm vorm schirm klebt....

und durch sc habe ich viele nette leute kennen gelernt mit denen ich auch im rl zu tun habe/die ich gerne besuche.

und mit bw aufhören werde ich nie - ich werds höchstens drosseln wenn es das "rl" verlangt - ich sage mir nicht "uuuh du spielst viel pc das is aber böse" ich tue immer noch das was mir am meisten spass macht - genau wie fussball tennis bowlen o.ä. - genug unternehmen tue ich auch und mein abi mache ich auch ohne probleme also warum sollte ich aufhören

Xargonis2
15. Februar 2004, 14:29
erstmal zu den kurzen beiträgen:
@eraser:
wie gesagt, bedauerlich ist vor allem dass man die jugend und nicht die jahre danach verschwendet...
und "rumgeheult" wird um das ganze zu verarbeiten... das ist unumgänglich, so wie man jegliches gefühl nicht abstellen sondern verarbeiten muss, um weiterzukommen...

@ranged:
sicher, die leute die es nun besser wissen, tun es hoffentlich besser, aber immer noch gibt es genug, die die gleiche einsicht später haben werden... und da könnte man versuchen, das einem zu ersparen...

@jayjay:
wenn du es so siehst, ja, alles ist "zeitverschwendung" - wenn du aber das leben in vollen zügen genießen willst, solltest du dich der vielfalt des lebens, der möglichen erfahrungen bewusst sein... und nebenbei entwickelt eine vielfältigkeit an erfahrungen deinen charakter weiter; ein anderer effekt ist, dass wenn jeder sich eben weiterbilden würde, unsere gesellschaft anders, ich würde sagen - besser - wäre...

@raf:
danke :)

@mordred:
du kannst den text nicht nur auf inet sondern auch allgemein auf "spaßgesellschaft" beziehen...

@cure:
gemeint war thomas more, der utopia geschrieben hat

@fure:
da stimme ich dir zu...

@kerri:
nein, keine körperlichen schäden aber psychischer stillstand...
aufhören muss man ja nicht, aber man könnte ja die möglichkeit in erwägung ziehen, sich mehr zu bilden...

Xargonis2
15. Februar 2004, 14:43
@mengsk:

Ein Computer ermöglicht Interaktion und ermöglicht die Simulation davon. Es ist möglich etwas zu leisten, etwas zu schaffen, zu formen und es ist auch möglich Dinge zu simulieren. Ein Vorteil, der allzu oft unterschlagen wird, gerade wenn man auf das Stichwort "verarmt" kommt. Es kommt immer drauf an, wie viel Potential ich nutze, was ich denn machen mit der Vielfalt, die mir geboten wird.
Diese Vielfalt ist da, aber Wissen und Bildung bietet größere Vielfalt. Weiß man mehr, so versteht man mehr, in gewissem Sinne kann man mehr.


In all diesen Bereichen, wo man mehr macht als nur das eigentliche Zocken, wird viel mehr gebildet, als nur Spaß.
Ja, organisatorische Arbeit ist etwas anderes und teilweise lernt man sozial zu interagieren, aber letztendlich dient es alles dazu, anderen das Zocken zu erleichtern und zu verbessern. Das ist sicher nicht grundlegend verwerflich, aber man fördert damit sicher keinen maßvollen Umgang mit dem Spiel.


Aber dann muß man sich auch die Frage stellen, was sie denn sonst machen würden? Lernen oder lesen? Wohl kaum, eher konsumieren oder "rumgammeln". Wenn jemand nicht selber aktiv oder kreativ wird, dann ist das nicht nur Einfluß einer "Droge", dann ist das auch ein Resultat seiner Erziehung und seiner Umgebung sowie seiner Intelligenz und Bildung.
Nein, das täten sich wahrscheinlich nicht, aber es ging ja auch um Spaß allgemein und nicht nur um Starcraft. In dem Sinne ist ähnlicher Konsum oder Gammeln nichts Nützliches. Aber sie sollen ja gerade Lernen oder Lesen... Du hast recht, was man tut, ist teilweise der Einfluß der Umgebung, aber da wir für jeden außer uns selbst Umgebung sind, können wir diese verändern.


Und in einem Alter, wo man mit SC beginnt sind da bereits alle Grundsteine gelegt.
Das glaube ich nicht. Gerade in der Jugend macht man noch einige radikale, psychische Veränderungen durch. Erst wenn man Erwachsen ist, kühlt die Form ab, so dass Änderungen sehr schwer möglich sind.


So die SC-Spieler zu verallgemeinern wäre einfach zu grob gedacht, es spiegel sich nunmal eine ganze Menge der verschiedenen Typen von Menschen mit diversesten "Lebensgeschichten" auch hier wieder. Was sie verbindet ist StarCraft, aber das ist auch nur eine Plattform, wie sie genutzt wird, das ist bei jedem anders. Und wer Dinge organisiert oder gestaltet, der kommuniziert nicht nur "verarmt", nein, der lernt auch Dinge wie Verantwortung für eine Entscheidung zu übernehmen und sich eine eigene Meinung zu bilden, eine konsequente Linie zu vertreten.
Ja, nicht auf alle trifft wohl das oben jetzt zu, aber ich denke jeder von uns hatte ein Zeit, wo es "zuviel" war. Das Diskutieren in den Foren ist wohl äußerst wertvoll, aber es dreht sich alles letztendlich um Starcraft, um Spaß...


Kurzum, auch in der "StarCraft Welt" kann man Dinge schaffen, über die man sich freuen kann.
In der Tat, falls man schöpferisch daran rangegangen ist, was die Mehrheit wahrscheinlich nicht getan hat...


SC als Hobby nichts "minderwertiges" sein muß, es kommt eben wie bei so vielen Dingen drauf an, was man draus macht.
Ich wollte ja eigentlich nicht SC, sondern Spaßsucht verteufeln.

DEFMagic
15. Februar 2004, 15:16
Hallo allerseits,

zuerstmal ein herzliches Danke und großen Respekt an Xargonis, hier so ein Posting zu schreiben. Auch wenn ich Dir in vielen Punkten nicht zustimme, so stecken doch sehr viele wichtige Anregungen und Anmerkungen in Deinen Aussagen. Ich finde sie sind eine recht gute Übersicht darüber, wie man SC/BW NICHT spielen sollte. Und zeigen auch sonst deutlich die Gefahren von Sucht/Drogen/Inet usw. auf. Jedoch halte ich es für falsch, das als Tatsachen dazustellen. Es ist eben eine Möglichkeit, wie es laufen kann und zwar die denkbar schlechteste - zugegebenermaßen aber eine, die von vielen "gelebt" wird.

Im großen und ganzen möchte ich mich dann General Mengsk anschliessen, dessen Posting ich sehr gelungen finde. Wie alles im Leben, so ist auch das Zocken eine vielschichtige Angelegenheit. Und letztenendes entscheiden wir selbst, was wir daraus machen und ob es in der Summe "gut" oder "schlecht" ist. Deshalb noch ein paar Anregungen meinerseits, was ich für "gut" an SC/BW und dem Inet allgemein halte:
- Ich sehe "spielen" ganz allgemein als etwas wichtiges an. Neben dringend benötigter Entspannung bedeutet spielen immer auch lernen und Erfahrung sammeln. Egal ob es ein Sportspiel, Kartenspiel, Gesellschaftsspiel oder eben Computerspiel ist. Es werden die Unterschiedlichsten Kompetenzen geschult und es ist meistens ein "geschützer Rahmen", in dem eben auch Fehler begangen werden können, ohne tragische Konsequenzen.
- Chatten (und ähnliche Kommunikationsformen) sind in meinen Augen nicht verarmt. Sie sind einfach "anders". Ich könnte sagen, es liegt irgendwo zwischen einem Gespräch, einem Telefonat und einem Brief. Alle Formen haben Vor- und Nachteile. So fehlen mir z.B. im Chat viele Informationen über Gestik, Mimik, Aussehen und Sprache - gleichzeitig konzentriere ich mich damit aber auf Wesentliches. Wenn ich "ehrlich" chatte, dann erhalte ich nur die zentralen Meinungen, Aussagen und Einstellungen des Gegenüber. Ich werde nicht abgelenkt von gutem/schlechtem Aussehen, Dialekt, usw. Ich kann persönlich behaupten, daß ich mich mit jedem "Onlinebekannten", den ich dann persönlich getroffen habe, gut verstanden habe. Und nur allzuoft musste ich mir eingestehen, daß ich wahrscheinlich nie ein Wort mit diesen Personen gewechselt hätte, wenn wir uns nicht vorher online kennen gelernt hätten.
- Das Internet überwindet Grenzen. Ich habe Leute quer durch Europa über SC/BW kennen gelernt. Was ich aus dieser Chance mache ist natürlich mir überlassen. Ich kann natürlich die bösen Amis beschimpfen oder mich über die bescheuerten Kors lustig machen oder oder oder... Ich freue mich Leute aus den verschiedensten Gegenden kennengelernt zu haben. Andere Weltbilder zu kennen und verschiedenste Ansichten diskutiert zu haben.

Zum Abschluss noch ein Wort zu Drogen, Suchtmittel, wie immer man es nennen will. Die jenigen, die mich etwas kennen, wissen wahrscheinlich, daß ich nie geraucht habe und nicht mal Alkohol trinke, geschweige denn "ernsthafte Drogen". Wenn man es auf die Spitze treibt, dann bin ich trotzdem absolut "drogenabhängig" - von Sport, Spiel, Wissen... ja und auch Freude (oder ist es doch nur Spaß?). Ich würde fast soweit gehen zu behaupten, daß eine der "Hauptaufgaben im Leben" ist, mit "seinen Drogen" richtig umzugehn - auch mit SC/BW.

Kerri
15. Februar 2004, 15:22
psychischer stillstand? gott bewahre den habe ich bei mir noch nicht festgestellt - wie gesagt ich mache mein abi und wenn sich bei mir psychischer stillstand eingestellt hätte dann würde ich dort wohl nicht viel reissen ;) ( u.a. mathe deutsch englisch 1 )

es kommt immer darauf an wie man an die sache herangeht

[3wD]eamYo
15. Februar 2004, 15:55
wow gratz Bert.

und ist nen echt guter Text Xargonis, der mir irgendwie schon gefällt. Klar, dir kann nicht jeder überall zustimmen, aber ist halt ne interessante Ansicht.

zft5
15. Februar 2004, 16:31
Original geschrieben von Prof.Dr.Zwiebel

jo schon klar...

Nen paar fragen:
1. Hauptschule oder sonderschule?
2. In welchem fach stehst du nicht 5?
3. Wie alt bist du????

Zu dem viel spaß: gerade weil so viele was sie machen, gehts uns in deutschland immer besser.

vote 4 blödesten post in diesem monat :cry:
1 Privatschule
2 Ich verstehe die fragestelung nicht, meinst du in welchen fach ich keine 5 hab lol ich hab nie was schlechteres als 2.
3 14, und du?
@ vote ich wollt schon immer mal berühmt werden, thx.

-=bionic=-
16. Februar 2004, 00:37
Das Maß, die Menge ist natürlich ein ganz entscheidender Faktor.
Ein Glas Rotwein am Tag mögen gesund sein, eine Flasche Rotwein ist dies ganz sicher nicht.

@Xargonis ich hatte bzw. habe auch dieses Gefühl das ich etwas verpasst habe. Starcraft war für mich eine Sucht, ein Zugeständnis an meine Bequemlichkeit - Wurde ich im Realen Leben nicht gebraucht, fand ich keine Möglichkeit meine Kreativität oder méine Phantasie auszuleben und fand ich keine Menschen die sich für mich interessierten - so ist bzw. war Starcraft mein Rettungsboot meine kleine Ersatzwelt die anderen Gesetzen gehorchte.

Noch nie war es so einfach der Realität zu entfliehen und selten so schwer Mensch zu sein - seine Aufgabe zu erkennen und anzuerkennen. Wir sind Opfer des Materialismus und haben das Recht, ja die Pflicht uns zu Wehr zu setzen. Überall wird uns suggeriert wir müssten KONSUMIEREN, KONSUMIEREN, KONSUMIEREN. Der Spaß wird zum Lebensziel und höchsten Gefühl erhoben. Wir müssen immer schneller immer mehr verbrauchen um unser Wirtschaftsmodell aufrecht zu erhalten. Wir haben einen vieleicht notwendigen Schritt getan und die letzten Rituale, Instinkte abgeschüttelt und alle Tabus gebrochen die uns zum Teil vor der Selbstzerstörung bewahrt haben - Jetzt stehen wir vor einem Scherbenhaufen und unsere Gesellschaft droht auseinander zu brechen.

Die Menschen werden sich auf Dauer nicht durch zum Teil noch willkürliche und fragwürdige Gesetze zusammen halten lassen! Wir brauchen einen Ethisch - sozialen Hintergrund der uns verbindet, eine nachhaltige Perspektive. Uns müssen wieder WERTE erfahrbar gemacht werden. (Jemand der nur desswegen nicht klaut weil es das Gesetz verbietet und ihm Strafe droht, der hat die Regeln, die Zusammenhänge nicht verstanden und ist leider unheimlich kurzsichtig)
Wörter wie Moral, Nächstenliebe Fürsorge und Barmherzigkeit sind unmoderne, verstaubte Begriffe aus vergangenen Zeiten. Während sich die Technik in dem Zeitraum von 200 Jahren in einem atemberaubenden Tempo entwickelt hat und Erungenschaften wie Mikroprozessoren, Autos und Sateliten hervorgebracht hat ist unsere soziale Kompetenz auf der Strecke geblieben. In dieser Hinsicht ist die Entwicklung seit den Ur Menschen die noch mit Pfeil und Bogen zur Jagd gingen nahezu stehen geblieben.
Heute ist höher weiter schneller besser die Devise. Ganz nach der Motto "Jeder ist seines Glückes Schmied" spielen sich die Menschen heute gegeneinander aus. Jeder ist um seinen eigenen Vorteil bedacht. Der Schwächere wird ausgebeutet, misshandelt und abgedrängt bis er er eingeht und dem Stärkeren platz macht. Uns müssen die Konsequenzen unseres Handelns bewusst werden. Wir sind im Moment dabei mit atemberaubender Geschwindigkeit unsere eigenen Lebensgrundlagen zu zerstören WIR tragen die Verantwortung
für Auswirkungen die vieleicht erst unsere Kindeskinder mit voller Härte treffen werden. Überschwemmungen,Eiszeiten,Trinkwasser und Nahrungsknappheit, Epedemien und Ressourcenmangel sind mögliche Folgen unseres rücksichtslosen Raubbaus. Es ist wie wenn die Drogen Junkies im Winter die Türen ihrer eigenen Wohnungen verheizen weil kein anderes Holz in Sichtweite ist.
Ist es nicht unsere Fähigkeit neue Wege zu denken, unsere Möglichkeit Entscheidungen zu treffen und unsere Befähigung sich über vermeintliche "Naturgesetze" hinwegzusetzten die uns von der Tierwelt abhebt???


Was ich damit sagen will??

Wir können nichts dafür sich die Gesellschaft so entwickelt hat,
aber wir können etwas dafür wenn es so bleibt!

BHCDeadeye
16. Februar 2004, 08:37
Original geschrieben von JayJay
Im grunde hast du Recht mit dem "Zeitverschwenden",aber sag mir, was ist nicht "Zeitverschwenden" ?
Erfahrungen,Entdeckungen oder Ähnliches ?
Ich denke nicht,was bringen uns diese Erfahrungen,wenn unser Leben doch endlich ist.
Da wir nicht wissen,was nach dem Tode kommt,ist es doch am sinnvollsten so zu leben wie man es selbst will und nicht nach irgendwelchen Richtlinien oder?

Für mich gibt es keinen wirklichen "Sinn des Lebens",lediglich einen biologischen Sinn !

Ich verstehe deine These nicht,dass wir unseren Verstand nicht nutzen würden,weil wir aus Spass Starcraft spielen oder was meinst du damit ?

victory for JJ, wollt grad das selbe schreiben, nur nich so schön formuliert

Entwirker
16. Februar 2004, 14:28
tststs, also der threadersteller ist mit sicherheit nicht gläubig ^_^

Kerri
16. Februar 2004, 14:38
Original geschrieben von (BHC)Dead'eye


victory for JJ, wollt grad das selbe schreiben, nur nich so schön formuliert

ich setzte an beide aussagen eine raute und eine 2

StarCraft-Elite
16. Februar 2004, 23:45
:auf BW beschränkt ist es eine Art sich auf eine weise zu perfektionieren:




mir fällt gerade dazu ein ( hat eigentlich nix damit zu tun aber egal)

du musst dich erst in einer art perfektionieren um eine neue anfangen zu können


( hat auch keinen hintergrund aber ich bin ,üde und weiss nicht was ich schreibe...)


viel spass noch beim philosophieren. StarCraft ist nur ein hobby wenn nich nur zeitvertreib wenn gerade nix im fernsehen kommt. wenn du mehr darin siehst, warum nicht? kannst andere sachen immer noch machen.es nimmt ja nich deine GANZE zeit in anspruch. vielleicht relaxt du nur bei diesem spiel oda hast einfach mal nix anderes zu tun und alle werke von goethe und.... na du weisst schon die anderen da ..durch.. nur weil du es ( anscheinend ) übertrieben hast mit BW musst du es nicht schlecht machen... du hattest anscheinend einen grund es zu tun... und wenn du etwas besseres vorgehabt hättest als bw zu spielen hättest du es auch getan






( alles keinen zusammenhang.... deutsch war nie meine stärke...mathe aber :P )

Xargonis2
17. Februar 2004, 00:06
muh allerseits,
danke erstmal für das positive feedback...
zur kritik:

@magic:

- Ich sehe "spielen" ganz allgemein als etwas wichtiges an. Neben dringend benötigter Entspannung bedeutet spielen immer auch lernen und Erfahrung sammeln. Egal ob es ein Sportspiel, Kartenspiel, Gesellschaftsspiel oder eben Computerspiel ist. Es werden die Unterschiedlichsten Kompetenzen geschult und es ist meistens ein "geschützer Rahmen", in dem eben auch Fehler begangen werden können, ohne tragische Konsequenzen.
Spiele sind jedoch unterschiedlich, und Starcraft ist nicht wie jegliches Gesellschaftsspiel, bei Schach trainiere ich mehr Denken, bei Sport bewege ich mich mehr... Es gibt andere Arten, zu spielen, und die Frage, die man sich stellen kann, ist ob Computerspiele oder genauer genommen Starcraft genug "Nutzen bietet.

- Chatten (und ähnliche Kommunikationsformen) sind in meinen Augen nicht verarmt. Sie sind einfach "anders". Ich könnte sagen, es liegt irgendwo zwischen einem Gespräch, einem Telefonat und einem Brief. Alle Formen haben Vor- und Nachteile.
Weiterer Nachteil des Chattens:
Im Vergleich zum Forum oder Brief geht Chatten sehr schnell von sich => kaum einer nimmt sich Zeit, seine Gedanken präzise und angemessen zu formulieren.
Es kommt wohl bei Kommunikationsformen drauf an, wozu man sie verwendet, aber Chatten als "universale" Form ist anderen unterlegen.


Ich würde fast soweit gehen zu behaupten, daß eine der "Hauptaufgaben im Leben" ist, mit "seinen Drogen" richtig umzugehn - auch mit SC/BW.
Guter Satz zum Abschluss :)

@kerri:

psychischer stillstand? gott bewahre den habe ich bei mir noch nicht festgestellt - wie gesagt ich mache mein abi und wenn sich bei mir psychischer stillstand eingestellt hätte dann würde ich dort wohl nicht viel reissen ( u.a. mathe deutsch englisch 1 ) es kommt immer darauf an wie man an die sache herangeht
Ich freue mich immer wieder unter bw-zockern oder anderen ähnlicher gesinnung und gleicher interessen leute zu finden, die gebildet und intelligent sind.
Aber dass du in der Schule gut bist, widerlegt es nicht. Stell dir doch vor, wie weit du nun wärest, mit den SC-Stunden in Bildung und Entwicklung umgerechnet. Sicher, SC macht dich nicht dümmer, aber auch nicht klüger im Vergleich zu Büchern.

@bionic:
deiner letzten schlußfolgerung stimme ich dir ganz zu, aber ich finde in deiner Gesellschaftskritik verallgemeinerst du einige Dinge.

Noch nie war es so einfach der Realität zu entfliehen und selten so schwer Mensch zu sein - seine Aufgabe zu erkennen und anzuerkennen.
Was aber ist die Aufgabe des Menschen?

Wir müssen immer schneller immer mehr verbrauchen um unser Wirtschaftsmodell aufrecht zu erhalten.
Da sehe ich nicht im Wirtschaftsmodell die Hauptursache für den Konsumzwang. Freie Marktwirtschaft funktioniert auch mit weniger Kaufkraft, das Wachstum ist dann eben gedämpft und Arbeitsplätze gehen verloren, aber das tolle am System ist ja, dass es sich selbst reguliert und deshalb kaum kaputtgehen kann. Wenn die Leute zuviel Geld vom Konsumverzicht haben, dann können sie es in andere Sachen investieren wie z.B. Kunst, Forschung, Bildung, dementsprehcend werden neue Arbeitsplätze geschaffen und das Wachstum verlagert sich in andere Bereiche.

Wir haben einen vieleicht notwendigen Schritt getan und die letzten Rituale, Instinkte abgeschüttelt und alle Tabus gebrochen die uns zum Teil vor der Selbstzerstörung bewahrt haben - Jetzt stehen wir vor einem Scherbenhaufen und unsere Gesellschaft droht auseinander zu brechen.
Wir haben immer noch zugenüge Rituale, vor allem Instinkte und die Selbstzerstörung ist nicht gerade jetzt wahrscheinlich, wenn du z.B. an die Weltkriege denkst. Im Grunde genommen geht es uns gut und unsere Gesellschaft ist relativ stabil, es gibt öffentliche Sicherheit und die Menschen haben Spaß. Soweit das auch für einen verwerflich sein mag, es zeugt von Wohlstand.

Die Menschen werden sich auf Dauer nicht durch zum Teil noch willkürliche und fragwürdige Gesetze zusammen halten lassen! Wir brauchen einen Ethisch - sozialen Hintergrund der uns verbindet, eine nachhaltige Perspektive. Uns müssen wieder WERTE erfahrbar gemacht werden.
Was für willkürliche Gesetze denn? Wir können froh sein, eine Verfassung und Menschenrechte zu haben. Ein Ethisch-sozialer Hintergrund birgt die Gefahren von Dogmas mit sich - mit der Zeit müssen sie überholt werden. Man sollte keinem seine Werte aufzwängen, das ist Ideologie, aber ich stimme dir zu, dass wir Werte brauchen. Nur müssen wir uns überlegen, was für Werte es sein sollen, wir dürfen sie nicht für jeden Einzelnen fordern, aber wohl sollten wir diese Werte verteidigen und verbreiten.

(Jemand der nur desswegen nicht klaut weil es das Gesetz verbietet und ihm Strafe droht, der hat die Regeln, die Zusammenhänge nicht verstanden und ist leider unheimlich kurzsichtig)
Ja, aber die meisten tun kein Unrecht, weil sie Angst vor der Bestrafung haben. Vieles basiert wohl leider auf dieser Kurzsichtigkeit.

Wörter wie Moral, Nächstenliebe Fürsorge und Barmherzigkeit sind unmoderne, verstaubte Begriffe aus vergangenen Zeiten. Während sich die Technik in dem Zeitraum von 200 Jahren in einem atemberaubenden Tempo entwickelt hat und Erungenschaften wie Mikroprozessoren, Autos und Sateliten hervorgebracht hat ist unsere soziale Kompetenz auf der Strecke geblieben.
Moral, Nächstenliebe und Fürsorge - all das müsste konkret definiert werden und das Maß festgelegt werden, ansonsten reden wir von verschiedenen Sachen. Dass sich die "materielle Welt" schneller weiterentwickelt als die soziale sehe ich auch so, aber muss man deswegen die technische Welt dämpfen oder sollte man sozial mehr machen?

Heute ist höher weiter schneller besser die Devise. Ganz nach der Motto "Jeder ist seines Glückes Schmied" spielen sich die Menschen heute gegeneinander aus. Jeder ist um seinen eigenen Vorteil bedacht. Der Schwächere wird ausgebeutet, misshandelt und abgedrängt bis er er eingeht und dem Stärkeren platz macht. Uns müssen die Konsequenzen unseres Handelns bewusst werden.
Na, das ist aber übertrieben. Zweifellos leben wir in einer Leistungsgesellschaft, aber wir haben auch den sozialen Wohlfahrtsstaat, so dass kein Arbeitsloser verhungern muss. Wir haben keinen politischen Sozialdarwinismus. Dass jeder egoistisch handelt ist zum Teil sehr vorteilhaft, denn jeder weiß am Besten selbst, was für ihn das Beste ist. Der Staat hat dann die Aufgabe diese Millionen Egoismen zum Gemeinwohl zu organisieren. Auf den eigenen Vorteil bedacht sein, ist also grundsätzlich nichts Falsches.

Wir sind im Moment dabei mit atemberaubender Geschwindigkeit unsere eigenen Lebensgrundlagen zu zerstören WIR tragen die Verantwortung für Auswirkungen die vieleicht erst unsere Kindeskinder mit voller Härte treffen werden. Überschwemmungen,Eiszeiten,Trinkwasser und Nahrungsknappheit, Epedemien und Ressourcenmangel sind mögliche Folgen unseres rücksichtslosen Raubbaus.
Zumindestens hat man aber in den letzten Jahrzehnten ein Umweltbewusstsein entwickelt, und einige Sachen müssen global geändert werden, so z.B. die globale Erwärmung. Da müsste vielmehr international organisiert werden, deshalb sehe ich da nicht primär die Schuld bei "uns".

Ist es nicht unsere Fähigkeit neue Wege zu denken, unsere Möglichkeit Entscheidungen zu treffen und unsere Befähigung sich über vermeintliche "Naturgesetze" hinwegzusetzten die uns von der Tierwelt abhebt???
Ja, in der Tat, was aber längst nicht die Korrektheit unserer Entscheidungen gewährleistet...


@kerri, deadeye:


Im grunde hast du Recht mit dem "Zeitverschwenden",aber sag mir, was ist nicht "Zeitverschwenden" ?
Erfahrungen,Entdeckungen oder Ähnliches ?
Zeitverschwenden ist das, was du so nennst. Du wertest selber, was für dich Zeitverschwendung ist. Mein Standpunkt ist nun, dass keiner Spaß als den Sinn des Lebens ansehen sollte, dafür habe ich Argumente angeführt, dagegen gibt es Argumente.
Für irgendetwas muss man sich jedoch entscheiden.


Da wir nicht wissen,was nach dem Tode kommt,ist es doch am sinnvollsten so zu leben wie man es selbst will und nicht nach irgendwelchen Richtlinien oder?
Du lebst immer nach irgendwelchen Richtlinien, es fängt bei simplen Sachen wie dem gesellschaftlichen Leben an: du gehst in die Schule, machst deine Hausaufgaben etc. Vielleicht erkennst du (bzw. man, sei nicht persönlich angesprochen), dass es z.T zu deinem eigenem Nutzen ist, aber letztendlich spielst du z.B. dieses Bildungsspiel Schule-Uni-Prof mit um etwas für dich zu erreichen, z.B. Geld & Ruhm.
Auch Ruhm ist eine Art Richtlinie, sie mag dir von dir selbst auferlegt worden sein, aber dein Wille fällt ja die Entscheidungen nach irgendwelchen Kritierien - er ist nicht absolut frei - insofern lebst du nach Richtlinien.
Du holst dir auch Anregung aus deiner Außenwelt für "Richtlinien" und so versuche ich eure "Richtlinien" zu beeinflußen, weil ich es für sinnvoller halte. Ich will sie niemandem aufzwängen, aber dass sie ein paar der Leute damit auseinandersetzen und wenn sie es tun, bin ich ganz zufrieden, weil ich eine meiner eigenen "Richtlinien" erfüllt habe.


Für mich gibt es keinen wirklichen "Sinn des Lebens",lediglich einen biologischen Sinn !
Dann wäre es doch zumindest naheliegend, dir einen Sinn zu geben, wodurch es diesen gäbe. Und zweifellos hast du das schon getan, denn sonst würden deine Handlungen zufällig oder ganz anders als jetzt verlaufen.
Auch der biologische Sinn ist kein "objektiver" Sinn, es gibt im Grunde genommen keinen objektiven Sinn. Wenn es ihn gäbe, wäre er ein Dogma, dass aber vom freien Menschen immer hinterfragt werden kann und sich als falsch erweisen kann. Im Grunde genommen gibt es ja nicht mal die objektive Welt. Jeder hat seine eigene subjektive Welt und nur dadurch dass wir uns geeinigt haben, dass z.B. 2+2 = 4 entsteht eine "objektive" Welt. Auch das unsere Wahrnehmungen von der Welt größtenteils übereinstimmen, mag hier äußerst hilfreich sein, aber letztendlich könnten wir alles anzweifeln oder anders benennen. Was wohl doch noch objektiv sein könnte, ist die Logik, aber frage mich nicht, wie diese funktioniert.


Ich verstehe deine These nicht,dass wir unseren Verstand nicht nutzen würden,weil wir aus Spass Starcraft spielen oder was meinst du damit ?
Ich will damit sagen, dass Starcraft den Verstand nicht weiterentwickelt, man spielt dasselbe, man perfektioniert vielleicht seine HAnd-Auge-Koordination, aber viel mehr auch nicht. Wenn ich ein Buch lese, und fortwährend neue Information in mich aufnehme, werden mir mehr Zusammenhänge klar, ich verstehe mehr. Der Verstand wird eben bei Starcraft zum 10.Mal nicht soweit gefordert. Vergleichbar wäre, wenn ich ein Buch zum 10.Mal lese, ich kenne es schon, es bietet mir nichts Neues, nichts, was mich weiterentwickelt, mein Bewußtsein, Wissen, meine Fähigkeiten erweitert.

Xargonis2
17. Februar 2004, 00:12
@starcraft-elite:


du musst dich erst in einer art perfektionieren um eine neue anfangen zu können
Was heißt perfektionieren? Man kann nie etwas perfekt machen. Es ist einfach unmöglich. Es würde unendlich lange dauern, geschweige denn dass ich nicht für alles den perfekten Zustand definieren kann.


StarCraft ist nur ein hobby wenn nich nur zeitvertreib wenn gerade nix im fernsehen kommt. wenn du mehr darin siehst, warum nicht?
Nur ein Hobby, aber ein schlechteres Hobby als andere aus meiner Sicht.


kannst andere sachen immer noch machen.es nimmt ja nich deine GANZE zeit in anspruch.
natürlich nicht, aber genug, um es als Verschwendung betrachten zu können.


nur weil du es ( anscheinend ) übertrieben hast mit BW musst du es nicht schlecht machen...
doch, muss ich, weil ich es will. Es ist meine Sicht eben. Nimm sie an oder nicht, aber bemerke, dass es Gründe für diese Sicht gibt, die du für ausreichend finden könntest, um den bw-konsum zu dämpfen.


du hattest anscheinend einen grund es zu tun... und wenn du etwas besseres vorgehabt hättest als bw zu spielen hättest du es auch getan
Dass ich einen Grund hatte, rechtfertigt nicht, dass es "gut" oder nützlich war in Bezug auf andere Dinge. Nun hab ich eben was besseres vor, nämlich euch meine Sicht zu schildern, und wömöglich ein-zwei Denkanstöße zu liefern und bw zu deinstallieren und zu denken.

Xargonis2
17. Februar 2004, 00:14
@enti:

spielt es überhaupt eine Rolle, ob ich es ehrlich meine, oder nicht?
Der Inhalt von dem Thread bleibt gleich, egal ob es meine oder nicht meine Meinung ist.

Leinad
17. Februar 2004, 00:19
BW hat mich vor vielen Stunden schlechten Fernsehprogramms bewahrt.

Entwirker
17. Februar 2004, 03:53
was hat glauben mit ehrlichkeit zu tun???

DEFMagic
17. Februar 2004, 09:10
@Xargonis:
Zu den Spielen, insbesondere Schach. Ich finde es erstaunlich, wieso ausgerechnet Schach als positiver hingestellt wird. Ich habe Hochachtung vor der Leistung guter Schachspieler. Allerdings beeindruckt mich z.B. ein Slayers Boxer deutlich mehr. Beim Schach ist der Zeitdruck deutlich geringer und es entscheidet viel mehr die reine Übung und Wiederholung. Wenn ich z.B. gegen einen guten Schachspieler spiele, dann wird das fast immer ein langes Spiel in dem ich am Ende verliere. Da ich eben keine Erfahrung habe, kurzfristige Fehler vermeide und langfristige Stellungen einfach nicht einschätzen kann. Und bevor das Argument der "fast unendlichen Möglichkeiten" kommt. Die gibt es bei SC/BW erst recht. Im Verhältnis ist Schach eine verlangsamte, vereinfachte Simulation.
Was ich SC/BW an weiteren positiven Eigenschaften - neben dem Training der Hand-Auge-Koordination - zugestehe ist z.B. die Fähigkeit Entscheidungen unter Zeitdruck zu fällen. Beim Spielen bist Du praktisch permanent unter dem Druck, Dich zu entscheiden - angreifen oder noch nicht, exen, wieviel tech, langfristige gegen kurzfristige Pläne usw. und die Entscheidungen müssen immer wieder überdacht und wiederholt werden. Hinzu kommt die Stresssituation direkter Konfrontation (wohingegen viele Gesellschaftsspiele das vermeiden), psychologisches Training (wenn der Gegner glaubt, Du seist überlegen, wird er fast sicher verlieren, usw.).
Man kann das ganze jetzt noch ausweiten auf die Ligen, Turniere, Clans, usw. deren "Erfahrungswert" ich nicht unterschätzen würde.

Und noch zum Chatten:
Die Geschwindigkeit als Nachteil anzusehn ist einseitig. Wenn jemand sich beim Chat nicht die Zeit nimmt, zu überlegen, dann ist das sein Fehler und nicht der des Mediums Chat. Ich persönlich bemerke, daß ich mich im Chat normal deutlich exakter und gewählter ausdrücke, als im Gespräch. Einfach deshalb, weil ich es im Chat für normal halte, daß eine kleine Verzögerung bis zur Antwort eintritt, wohingegen es im Gespräch unsicher bzw. unfreundlich wirkt, wenn ich immer erst zögere und dann antworte. Im Übrigen sollte man unterscheiden, ob man über den Umgang mit einer Sache diskutiert oder über die Sache selbst. So wie viele vielleicht den Chat aufgrund seiner Anonymität nutzen, Dinge loszulassen, die ihnen im Gespräch nie über die Lippen kämen oder sich im BNet profilieren wollen, indem sie stumpfsinnig erlernte BOs "runterspielen", genauso bemängele ich die Leute, die jeden Tag 8 Stunden vorm Fernseher sitzen und sich Talkshows reinziehen oder sich jedes Wochenende vollsaufen oder wie wahnsinnige mit dem Auto durch Wohngebiete rasen oder oder oder...
Und trotzdem ist weder das Internet, noch das Fernsehen, noch Alkohol, noch ein Auto an sich böse oder schlecht. Der Umgang der Menschen damit ist der kritische Punkt. Und manche Sachen sind so "gefährlich", daß sehr viele Menschen "schlecht" damit umgehn können, so daß ich diese Medien kontrollieren oder gar verbieten würde. Welche der oben genannten das z.B. sind, darf jeder gerne für sich entscheiden ;-)

Xargonis2
17. Februar 2004, 13:28
@enti:
Dann habe ich wohl deine Antwort falsch verstanden, ich dachte dass du gläubig hier umgangsprachlich für "glaubwürdig" verwendet, tut mir leid.

@leinad:
ansichtssache - bw hat dich vor vielen lese-stunden guter bücher bewahrt.

@magic:


Allerdings beeindruckt mich z.B. ein Slayers Boxer deutlich mehr. Beim Schach ist der Zeitdruck deutlich geringer und es entscheidet viel mehr die reine Übung und Wiederholung. Wenn ich z.B. gegen einen guten Schachspieler spiele, dann wird das fast immer ein langes Spiel in dem ich am Ende verliere. Da ich eben keine Erfahrung habe, kurzfristige Fehler vermeide und langfristige Stellungen einfach nicht einschätzen kann. Und bevor das Argument der "fast unendlichen Möglichkeiten" kommt. Die gibt es bei SC/BW erst recht. Im Verhältnis ist Schach eine verlangsamte, vereinfachte Simulation.
Dadurch dass beim Schach der Zeitdruck geringer ist, gibt es mehr Strategiegehalt, denn man hat Zeit zu denken. Diese Zeit ist in BW begrenzt, du sagtest bereits, in BW müssen schnell Entscheidungen gefällt werden.
Ist dies aber ein Vorteil gegenüber Schach?
Dadurch, dass ich unter Zeitdruck stehe, fälle ich mehr zufällige, intuitive Entscheidungen. Man kann es nun bewundern, wie einige Spieler reagieren, oder man "verachtet" den Zufall und die unbestimmte Intuition die hinter sowas steckt.
Schach ist dagegen völlig rational, wenn ich genug Zeit habe. Zumindestens setzt dann die Zeit nicht die Grenzen meiner psychischen Leistung.
Letztendlich ist es Geschmackssache, was man mehr verehrt.

Dann nennst du noch Stresssituation und psychologisches Training, Ligen etc.
Das ist aber nun das Gleiche wie im Schach. Wenn ich ernsthaft den Sport betreibe, so ist jedes einzelne Spiel eine psychische Belastung - einer besonderen anderen Art:
In BW bin ich unter Zeitdruck, im Schach kann ich mich automatisch selber unter Druck setzen, wenn z.B. der Gegner besser steht. Dann habe ich zwar die Zeit, doch nicht unbedingt die Klarheit.
Es ist also ebenso Stress und Psychologie, "Clans", Ligen, Turniere gibt es beim Schach ebenso...
Außerdem solle in Schach der Erfahrene Vorteile haben. Dies ist in BW ebenso - die Topspieler haben doch immens viele Erfahrung aus 1on1s, beim Schach kommt aber hinzu, dass gute Schachspieler über ein gutes Gedächtnis verfügen - d.h. also dass es trainiert wird, und nur dann ist es auch möglich, Standardsituationen in komplexen Zusammenhängen zu erkennen.

Thema Chatten

Wenn jemand sich beim Chat nicht die Zeit nimmt, zu überlegen, dann ist das sein Fehler und nicht der des Mediums Chat. Ich persönlich bemerke, daß ich mich im Chat normal deutlich exakter und gewählter ausdrücke, als im Gespräch. Einfach deshalb, weil ich es im Chat für normal halte, daß eine kleine Verzögerung bis zur Antwort eintritt, wohingegen es im Gespräch unsicher bzw. unfreundlich wirkt, wenn ich immer erst zögere und dann antworte.
Gewiss! Jedes Medium ist nicht schlecht und man muss es zu nutzen wissen, aber die Medien haben praktische Konsequenzen:
Im Chat drückst du dich also deutlicher aus - im Gespräch würdest du das auch, wenn es kein Chat gebe. Dadurch dass die Situation, sich im Gespräch redegewandt zu verhalten, seltener eintritt, da man seinen Kommunikationsdrang andersseitig auslebt, verkommt diese Fähigkeit. Man kann z.B. Dialoge von Menschen zu Shakespeare's Zeit (ein anderes Beispiel habe ich gerade nicht)vergleichen: Die Sprache ist reich an Metaphern, Wörtern und Bildern. Die Leute konnten außerdem ohne heutige Medien viel mehr durch Vorstellungskraft beim Theater wegmachen. Wer reden wollte, musste eine laute starke Stimme haben und Aufmerksamkeit erregen können - durch das Mikrofon und Fernübertragung kann der Redner zwar heute zu mehr Leuten reden, aber andere Qualitäten fallen aus.
=> Dadurch dass wir uns Dinge einfacher machen, verlieren wir die Fähigkeit, komplexe Dinge zu vollbringen. Die Komplexität ist jedoch gerade das, was das Leben durch Vielfalt und Abwechslung bereichert.
=> Wenn wir nicht die neuen Medien nicht nutz-bringend zu verwenden wissen, sollten wir auf sie erst verzichten, oder bewusst ihre Handhabung lernen.

Und trotzdem ist weder das Internet, noch das Fernsehen, noch Alkohol, noch ein Auto an sich böse oder schlecht. Der Umgang der Menschen damit ist der kritische Punkt. Und manche Sachen sind so "gefährlich", daß sehr viele Menschen "schlecht" damit umgehn können, so daß ich diese Medien kontrollieren oder gar verbieten würde. Welche der oben genannten das z.B. sind, darf jeder gerne für sich entscheiden ;-)
Da bin ich ganz deiner Meinung, aber man kann es nicht jedem überlassen, für sich zu entscheiden was er benutzen will. Es muss generelle Verbote geben, wie es z.B. Waffengesetze gibt und an dieser Stelle wären wir bei der Frage, wie der Staat sich in dieser Hinsicht zu organisieren habe, um den Menschen vor dem falschen Umgang mit seinen Werkzeugen zu bewahren...
Natürlich sind Sachen wie der Chat harmlos, aber trotzdem könnte eine Kontrolle sich letztendlich zu dem Nutzen aller erweisen, die nächste Frage wäre dann, ob diese Kontrolle dann rechtfertigt wäre und inwieweit jeder das tun darf, was er will...

Kerri
17. Februar 2004, 14:05
Leute eine Bitte: vergleicht nicht BW mit Schach ;)

da kann man gleich Synchronschwimmen mit Blobbey Volley vergleichen (dies war ein nicht ernst gemeinter Vergleich) :D

und xarg hm ich habe früher mehr Bücher gelesen,allerdings auch nur Stephen King verschlungen - ich habe einfach nicht das interesse manche Bücher zu lesen von denen du meinst dass sie mich "bilden" würden - du kannst nicht alle Leute über einen Kamm scheren,es gibt da einfach zu viele Interessenskonflikte durch die die Tätigkeiten beeinflusst werden.Ich habe einfach 0 Interesse an Politik weil sich im groben eh nie was ändert also werde ich nicht ein Buch lesen,das sich mit dieser Materie beschäftigt.

Wenn einige Menschen weniger gebildet erscheinen dann kannst du das nicht daran festmachen dass sie sc/bw spielen bzw andre Spiele.Da spielt oft das Umfeld,der Freundeskreis/Familie eine grosse Rolle ;)

DEFMagic
17. Februar 2004, 15:37
@Xargonis:
Wie ich bereits schrieb halte ich Deine Ansätze für "bedenkenswert". Allerdings stellst Du Deine Meinung/Einschätzung ein bisschen zu sehr als "die richtige" dar ;-)
Ob strategische Fähigkeiten ohne Zeitdruck "reiner" oder "wertvoller" sind, kann man wohl kaum beantworten. Ich finde sie ohne Zeitdruck etwas realitätsfern. Und keine Frage, Schach hat Qualitäten, die SC/BW nicht hat - aber eben auch umgekehrt.
Zur "Verurteilung" des Chats - natürlich ist es schlecht, sich ausschliesslich auf ein Medium zu beschränken. Aber genauso ist es schlecht sich nur Wissen aus Büchern anzueignen ohne Diskussionen zu führen. Genauso ist es schade, wenn nur jemand seine Meinung äußern kann, der biologisch bedingt über eine laute Stimme verfügt.
Und durch neue Medien wie das Internet und Hilfsmittel wie Computer sind überhaupt erst Forschungen in einer komplexität möglich, wie sie heute betrieben werden. Das hat natürlich den Preis, daß wir andere (veraltete?) Fähigkeiten verlieren. In wie weit man den "gnadenlosen Fortschritt" möchte ist natürlich eine philosophische Frage.
Und zu guter letzt sind wir uns ja recht einig. Das der Staat jedoch chatten verbietet oder kontrolliert wäre dann doch etwas übertrieben ;-) ich glaube da gibt es vorher andere, deutlich gravierendere Dinge zu regeln.

KamoKam
17. Februar 2004, 16:08
Ja, Xargonis, spannendes Thema:

Nun hast Du ja im Grunde in allem recht. Ich hoffe nur, dass Du Dich jetzt nicht *Besser* fühlst, weil Du nunmal andere Hobbies als BW gefunden hast. Ansonsten stellst Du irgendwann fest, das Du zwar alles von Camus und Satre gelesen hast, allerdings coole Existenzialistenpartys in schwarzen Anzügen mit Rotwein und Diskutieren bis tief in die Nacht auch nicht rocken. Der Eine lebt halt so, der Andere anders, so ist das auf der Welt...
:elefant: :Prost:

Svinder
17. Februar 2004, 16:36
Ich denke das nichts wirklich gut oder schlecht, richtig oder falsch ist, jeder defeniert diese Begriffe anders, jeder hat seine Meinung. Nur sollte man sich gut überlegen, wie man etwas sieht, einfach mal eine entscheidung ausm Bauch heraus zu fällen, kann sehr oft nach Hinten losgehen.

Butterbrot
17. Februar 2004, 16:43
wirklich guter text aber es einfach nur auf bw oder inet zu schieben ist wohl etwas fehl am platz.

egal von was man zuviel "spaß" hat, es passiert immer das gleiche: andere bereiche werden vernachlässigt.

DoGMa2
17. Februar 2004, 17:41
ich hatte keine lust mich mit eurem langweiligem "zitatkrieg" zu beschäftigen deswegen mach ich das einfach mal mit deinem text...


Original geschrieben von Xargonis
[B]Über Starcraft und Spaß

Starcraft! Wieviele Stunden habe ich in diesem Spiel verloren? Wieviele Gedanken habe ich daran verschwendet? Und wie wenig ist dabei rausgekommen?
verdammt viel
ich habe mich beschäftigt und meine zeit für etwas verwendet das mir freude bereitet hat und was sich nicht im geringsten auf mein rL bezieht (bis auf die leute die ich mittlerweile rL kennengelernt hab)
was daran gut ist?
mein rL ist was anderes als mein vL
ich habe ne band, gehe zur schule und lese bücher in fremdsprachen und dazu hab ich mich daran erfreut meine geschicklichkeit in etwas unterhaltsamen verbessert zu haben
also ich habe ein voll funktioneriendes leben und habe nebenbei spaß
wo ist das problem?
nur weil du einer dieser leute bist die einfach nich zwischen spaß und realität unterscheiden können musst du nicht anderen vorwerfen genauso unverantwortlich zu sein



Starcraft war meine Droge und das bodenlose Faß, in das eine beträchtliche Menge meines Lebens gefloßen war, und vor allem der Beweis von mangelnder Selbstdisziplin.
da steht dein gesamtes problem, du hast/hattest keine selbsdisziplin und weil du jetz "die große erkenntnis" hattest musst du uns mit solchen schlecht durchdachten texten belästigen



Drogen sind Suchtmittel, wir nehmen sie, weil sie uns Spaß für den Augenblick bereiten, manchmal ist es sogar die Abkehr von unserem langweilig gewordenen Alltag in eine scheinbar bessere Welt. In der heutigen Spaßgesellschaft gibt es einen Überfluß an gesellschaftlich akzeptierten Drogen, niemand ist eine Ausnahme, jeder fröhnt dem Konsum und dem
Unterhaltung macht psychisch sozusagen abhängig (kein wesentlicher Unterschied zu echten Drogen...), es ist ihr Wesen, dass sie uns Spaß bereitet, doch je öfter wir sie haben, desto mehr Gewöhnung bekommen wir daran. Irgendwann wird es sogar zum Alltag, also nehmen wir höhere Dosen
DAS ist das problem
DU hast probleme mit dir selbst und bist jetz zum pseudocoolen philosoph geworden
DU allein hast diese probleme, leute wie du machen einen geringen anteil aus
leute mit GERINGER bildung haben nich annähernd solche probleme wie du (ich kenn genug hauptschulgänger und bevor irgendwas kommt: ich geh auf ein gymnasium --;)

ich hoffe du zitierst mich und ich hab nochmal zeit mich 15min lang über dich zu ärgern
thx

-=bionic=-
17. Februar 2004, 19:44
da steht dein gesamtes problem, du hast/hattest keine selbsdisziplin und weil du jetz "die große erkenntnis" hattest musst du uns mit solchen schlecht durchdachten texten belästigen

Also wirklich Xargonis, ich würde auch vorschlagen das du dich bei uns allen entschuldigst, das ist jawohl das mindeste! Es ist wirklich eine Zumutung solche problematischen Grundsatzfragen hier zu veröffentlichen. Wir sind schließlich hier um Spaß zu haben..... :ugly:

alexxpainn
17. Februar 2004, 19:54
Es ist traurig, dass ein solcher Text verfasst wurde; umso mehr, dass er von einem der kreativsten Starcraftstoryschreiber stammt !

Jesus0815
17. Februar 2004, 20:02
ich habe auch knapp 5,5 jahre in das game investiert. na und? ich bereue nichts. finde nicht das ich dadurch sozial eingeschränkt war, auch wenn ich ne zeitlang täglich 4-5 stunden gedaddelt hab. wenn bw tatsächlich für dich eine droge war, dann war es das falsche spiel für dich. und wenn es falsch ist spaß zu haben, ist das leben ebenfalls falsch für dich, denn das macht noch viel mehr spaß :/

mfg

p.s.: finde den text auch wenn ich nich 100%-ig zustimme sehr gut gelungen

Svinder
17. Februar 2004, 20:58
Ich bin auch der meinung, das wir alle, die Zeit in das Spiel investiert haben, unseren Spaß damit gehabt haben, oder ihn immernoch haben. Es geht ja nur darum was wir hätten staddessen machen können. Oder eher womit wir sonst unsere zeit hätten verschwenden können. Es ist ja wohl kaum genau zu sagen was Sinnvolle und was unnütze Tätigkeiten sind.

Xargonis2
17. Februar 2004, 23:47
@kerri:

Wieso darf man nicht Schach mit BW vergleichen?
Und Blobbey Volley ist ein tolles Spiel ;)

und xarg hm ich habe früher mehr Bücher gelesen,allerdings auch nur Stephen King verschlungen - ich habe einfach nicht das interesse manche Bücher zu lesen von denen du meinst dass sie mich "bilden" würden - du kannst nicht alle Leute über einen Kamm scheren,es gibt da einfach zu viele Interessenskonflikte durch die die Tätigkeiten beeinflusst werden.Ich habe einfach 0 Interesse an Politik weil sich im groben eh nie was ändert also werde ich nicht ein Buch lesen,das sich mit dieser Materie beschäftigt.
na ja, Stephen King ist ja auch nicht so das Bildende. Ich fand seine Bücher ganz spannend, aber nach dem dritten habe ich irgendwie gemerkt, dass er mit Copy'n'Paste sich seine 2-3 Charaktere in neue Situationen verfrachtet und denen neue Namen gibt...
Klar, Politik ist nicht jedermanns Sache, aber es gibt sicherlich außer BW für jeden Gebiete, die für ihn interessant wäre, wenn er genügend Einblick in sie hätte. Politikbücher sind außerdem sehr unterschiedlich, schließlich gibts Verfassungensformen, Beschreibungen, Analysen etc. Mich interessiert auch weniger das Geschehen gerade, sondern andere Sachen wie z.B. die besagten Verfassungen und Gesamtkonzepte. Bei Politik ist es außerdem so, dass das Desinteresse sich gefährlich auswirken kann - wenn man nicht kompetent ist, zu wählen, wählt man eben falsch... Das wirkt sich auf einen selbst aus.

@magic:
Du hast wohl recht, ich zwänge zuviel auf...
Der Vergleich von Schach und BW war eher "subjektiv" gemeint, aber objektiv gibt es eben oben genannte Unterschiede. Letztendlich landen wir immer bei Grundsatz- & Philosophiefragen, ob wir diese hier erlörtern wollen?
Damit, dass Wissen allein nichts Gutes sein muss, hast du auch recht, es ist ja auch wie ein Werkzeug dass ich für vielerlei benutzen kann.

@kamokam:
Gegen Existentialistenpartys mit nächtelangen Diskussionen hätte ich überhaupt nichts einzuwenden. Besser fühle ich mich aber, weil ich nun andere Hobbys habe, aber BW habe ich z.B. nicht ganz beiseite geschoben, ich schreibe noch einiges Story-Zeugs, vllt mach ich auch irgendwannmal ne Kampagne fertig (wobei ich eben das als etwas grundlegend anderes als das Spielen an sich, sehe). Letztendlich sind aber auch Kampagnen nicht das Beste, was man machen kann, wenn man kreativ sein will - Bücher schreiben fordert mehr und hat einen größeren Interessenkreis...

@butterbrot:
Ich schiebe ja nicht alles auf bw& inet sondern das meiste auf mich selbst, wobei aber einige Sachen es mir erleichtert haben, Zeit zu verschwenden.

@sexpistols:

also ich habe ein voll funktioneriendes leben und habe nebenbei spaß wo ist das problem?
Wenn du nicht genug Ehrgeiz oder genug Selbstdisziplin hast, siehst du darin natürlich kein Problem. Für Leute wie mich, stellt es ein Problem dar. Ich hab den Thread gemacht, weil ein paar andere vielleicht dann ein wenig früher zu der gleichen Erkenntnis kommen werden.

da steht dein gesamtes problem, du hast/hattest keine selbsdisziplin und weil du jetz "die große erkenntnis" hattest musst du uns mit solchen schlecht durchdachten texten belästigen
Was ist denn an meinem Text schlecht durchdacht?

DAS ist das problem DU hast probleme mit dir selbst und bist jetz zum pseudocoolen philosoph geworden DU allein hast diese probleme, leute wie du machen einen geringen anteil aus leute mit GERINGER bildung haben nich annähernd solche probleme wie du (ich kenn genug hauptschulgänger und bevor irgendwas kommt: ich geh auf ein gymnasium -- ich hoffe du zitierst mich und ich hab nochmal zeit mich 15min lang über dich zu ärgern thx
Ich kann dich beruhigen, ein pseudocooler Philosoph war ich schon immer *g*
Ob es wenige meiner Art sind, können wir beide schlecht beurteilen, solange wir keine Umfragen anstellen. Wenn du aber beachtest, wieviel Leute aus ähnlichen Gründen mit Pro-Gaming aufgehört haben, wirst du wohl den Anteil höher schätzen. Dass hier die meisten Leute eine andere Meinung haben, liegt eben daran, dass sie noch BW spielen und nicht aufhören wollen - hätten sie das bräuchten sie kaum das Forum.
Leute mit geringer Bildung haben keine Probleme wie ich - was ich völlig ersichtlich finde. Unwissenheit ist ein Segen.
Bildung bringt wohl Probleme mit sich, nichtsdestotrotz habe ich lieber dieser Probleme als mich in Unwissenheit zu suhlen. Gewiss, bei entsprechender relativer Betrachtung bin auch ich "unwissend" und habe nicht die Probleme, die man als gebildeterer Mensch hat, aber davon kann ich nur ahnen.

Auch ich hoffe, dass du deine weitere Zeit für meine Wenigkeit verschwendest :)

@bionic:
ganz deiner meinung :) aber ich schäme mich zu sehr, um mich jetzt schon zu entschuldigen. Lieber halte ich stur an meinem Kurs fest...

@alexxpainn:
Du meinst doch nicht etwa mich, oder?
Und was ist daran so traurig?

@kain:
Es ist ja nicht falsch Spaß zu haben, aber 4-5 h daddeln... also da muss ich wirklich nichts mehr zu sagen, nur auf das Thema verweisen... Wenn du glücklich damit bist, okay, ob du unglücklich damit wirst, mal sehen, aber eben deshalb könnte man nochmal vernünftig darüber reflektieren, ob 4-5h daddeln am Tag für dich wirklich den Sinn des Lebens erschließen...
Danke fürs Feedback :)

@svinder:
Es geht nicht nur darum, was man stattdessen hätte machen können, sondern was man nun machen wird, wenn man eine alternative zu BW sieht...
Jeder kann für sich selbst definieren, was für ihn sinnvoll ist...
und ich wollte nicht mit meinem Beitrag euch nicht zu meiner Sicht sondern zum Nachdenken bringen... (sapere aude...)

Kerri
18. Februar 2004, 00:47
ich gehe nicht wählen xarg ;)

und sicher habe ich interessengebiete in denen ich mich auch weiterbilde - da wäre Geographie und Meteorologie ,das ich später auch studieren werde :)

Leinad
18. Februar 2004, 02:16
eins kann ich sagen, sich Gedanken darüber zu machen, ob man seine Zeit mit etwas erledigtem verschwendet hat ist die einzige wirkliche Verschwendung.

Xargonis2
18. Februar 2004, 13:16
@kerri:
Wo wirst du denn studieren?

@leinad:
Meiner Meinung nach ist das absoluter Unsinn, der aus meiner Sicht die Wiederholungen der Geschichte sehr passend erklärt. Wenn sich niemand mit Vergangenheit beschäftigt (da man ja die Vergangenheit sowieso nicht ändern kann) bzw. über verschwendete Zeit nachdenkt wird sich natürlich auch in der Zukunft nichts ändern, gleiche Fehler, gleiche Ergebnisse, und nochmal wiederholen...
Wieso verschwendest du dann eigentlich deine Zeit darauf, mir zu antworten? - Schließlich habe ich den Thread schon erstellt und viel Gedanken und Zeit darauf verschwendet, über verschwendete Zeit nachzudenken und darüber zu schreiben...

DuDie
18. Februar 2004, 14:41
mal im ernst, ich denke nicht das es irgendeinen sinn macht, seine meinung hier über dieses thema abzugeben, weil egal ob sie absolut sinnlos oder sinnvoll ist, es wird darauf von dir geantwortet und abgeschossen und zwar meist einfach durch einen absolut subjektiven text..

StarCraft-Elite
18. Februar 2004, 14:48
langsam kommt es mir so vor als ob du Xargonis hier irgendwie den helden spielen und uns retten willst oda so was...

...ich finde du übertreibst es ein wenig..immerhin ist es nur ein spiel... was man halt ma zockt..um zu entspannen ,um nicht über etwas nachzudenken oda ähnliches... du stellst BW dar als ob es der Teufel höchstpersönlich ist und uns das ganze leben versaut... von mir aus kannste weiterhin an deiner THESE! festhalten und probieren sie zu beweisen...


hierrauf musst du keine antwort geben denn ich werde höchstwahrscheinlich nicht mehr in diesem thread vorbeischauen und die anderen interessieren sich nicht dafür... denk einfach noch mal über alles nach und auch WARUM du BW gezockt hast .vielleicht hast du es ja wirklich gebraucht..aber lass mich damit in ruhe warum es so schlecht sei...

rnd0
18. Februar 2004, 15:35
Sehr geehrter Herr Xargonis,

sobald Ihre Bemühungen Chats zu verbieten, erfolgreich abgeschlossen sind, bitte ich um die Errichtung von Konzentrationslagern für Drogensüchtige.

Mit freundlichen Grüßen.

:top2:

StarCraft-Elite
18. Februar 2004, 16:20
meine schwester möchte auch was dazu schreiben:
interessante thesen, die du so vertrittst, v.a. für jemanden, der 1000 jahre damit verbracht hat bw zu spielen. tja, hinterher kann man immer alles schlecht machen, ne?!? aber wahrscheinlich denkst du eher, hinterher ist man halt schlauer... du musst ja wohl zugeben, dass deine argumentation "leicht" leckt. irgendwie kommst du wie der große bekehrer rüber: bw/ das i-net/ feiern/ comics lesen meinetwegen ist alles so scheiße, weil es spaß (?!?)bringt und keine "freude"... man kann doch nicht jede einzelne minute damit zubringen, sich in deinem sinne weiterzubilden... wo käme man denn dann hin? 13 jahre alte freaks, die sartre zitieren und den ganzen tag schach spielen??? keine ahnung warum genau, aber dein beitrag hat mich voll aufgeregt. sowas gehört ins "philosophie heute" forum oder auf ne lehrerfortbildung. bw ist doch nicht schlecht, nur weil du festgestellt hast, dass du zu viel zeit daran verschwendet hast. diese schwarz-weiß-malerei ist doch fürn arsch. vor diesem bewussten samstag nachmittag -da würd ich sonst was drauf verwetten- hättest du, wenn dir einer so gekommen wäre, bw mit deinem leben verteidigt, 1000 dinge aufzählen können, die dir das spielen bringt etc., aber auf einmal kommst du in die sinnkrise and everthing sucks. an deiner stelle würd ich mich mal fragen, was wirklich der auslöser für deine frustablasse war...
übrigens bist du -ohne dir zu nahe treten zu wollen- furchtbar ignorant.
mfg

Xargonis2
18. Februar 2004, 16:23
@dudie:
zumindestens hatten wir bisher genug nebenaspekte hier, die für die meisten diskussionswürdig waren...

@rnd:
na ja da hast du mich wohl mißverstanden /bzw. hab ich mich für dich zu unklar ausgedrückt: Ich sehe es als eine Möglichkeit, Drogen zu verbieten, harte Drogen sind bereits verboten, wieso sollten aber Sachen wie Marihuana oder Alkohol erlaubt sein (ja, ich weiß, Gras ist hier noch illegal).
Aber ich kann dich beruhigen, wenn ich erstmal die Weltherrschaft an mich gerissen habe, werde ich hier schon für Weltfrieden und Ordnung sorgen :)
Wenn es dann außerdem keine Drogen gibt, dann gibts auch keien Drogensüchtige... Dann würde ich mehr Geld für Bildung ausgeben, nur in der Fortentwicklung liegt das Glück / der Machtzuwachs. Und große militärische Kontingente sind bei einem Weltreich ohne Feinde ja unnötig. Genau daher kommt also das gesamte Geld für Forschung, Bildung, Wissenschaft & Kultur. Nachdem der Planet weitgehend technisiert ist, können wir eine "Demokratie" über Internet starten, in der es technisch ermöglicht wird, dass jeder viel mehr politische Macht erhält. Durch die Bildung ist er dann außerdem kompetent genug.
Die Demokratie ist jedoch auf Ebenbürtige beschränkt. Unter ungleichen funktioniert das ganze nicht, das müsste dann anders geregelt werden. Außerdem ließe sich dann endlich ein Versuch einer dynamischen zentralen Wirtschaft machen, da keine Außenfaktoren das innere Gleichgewicht stören können. Im Grunde genommen wirds keine Planwirtschaft sondern das Aufstellen von ideologischen Rahmenbedingungen (wie Wissen, Technik) für die Wirtschaft, auch das tut der Staat bereits heute (aber nicht sonderlich stark).
Natürlich mittelbare Wahlen mit Kandidaten, die eine lange Ausbildung genossen haben, mit Schwerpunkt auf Philosophie, Geschichte und Politologie.
Außerdem werden durch ein Begabtenerfassungssystem genügend Talente für jeglichen Bereich gefunden, aus 6 Mrd Menschen lässt sich was machen.
Dazu leite ich dann die Zweite Industrialisierung ein - Die Arbeitskraft im sekundären Sektor wird komplett auf den Tertiären verlagert, in dem die nötigen Investitionen und Maschinisierung und Automatisierung der Fabriken vorgenommen werden. Wenn dann noch im tertiären Sektor ein Überfluss an Arbeitskraft besteht, so wandern alle in den "quartiären", d.h. in die Forschung, Kultur und Wissenschaft. Das maximiert den menschlichen Fortschritt.
Bei inneren Konflikten wird die Überlegenheit der robotisierten Armeen irgendwann so hoch sein, dass Kriege ohne menschliche Opfer geführt werden können...
Statt fossiler Energie wird erneuerbare verwendet werden - Solarzellen & geothermische Quellen (indem ein paar Kilometer in die Erde reingegraben wird). All diese heute teuren Vorhaben werden aufgrund des durch die Zweite Industrialisierung erhöhten Lebensstandards möglich sein.
Und natürlich wird Blizzard staatlich subventioniert werden, damit es schneller Starcraft 2 rausbringt und das in einem Jahrzehnt angeborene Grundbedürfnis des SC-Universums decken wird...
Wie du siehst, braucht es zu dem allem wenig Gewalt... die ungebildeten Schichten werden sich lediglich mit weniger politischer Partizipation begnügen müssen, das wird kein Problem sein, solange sie SC2 bekommen werden...
Im Grunde genommen kann dann jeder tun, was er will, wenn er es kann.

Xargonis2
18. Februar 2004, 16:35
dann richte deiner Schwester folgendes aus:

- ich sage nicht bw ist schlecht, sondern dass die meisten es mit bw übertreiben
- ihr sagt, ich übertreibe mit meiner kritik
=> beide seiten sind gleichermaßen ignorant, wir werden uns auf nichts einigen, sondern höchstens so tun, als würden wir den anderen ein wenig verstehen und dann jeder das tun, was er schon immer getan hat...
- man kann nicht jede sekunde nutzen, aber man kann die vielen bw-stunden in der zukunft nutzen...


man kann doch nicht jede einzelne minute damit zubringen, sich in deinem sinne weiterzubilden... wo käme man denn dann hin? 13 jahre alte freaks, die sartre zitieren und den ganzen tag schach spielen???
in eine bessere welt :) ohne viel wissen besteht zumindestens kaum die möglichkeit, dass sich gesellschaft schneller weiterentwickelt...

sowas gehört ins "philosophie heute" forum oder auf ne lehrerfortbildung.
du schreibst mir vor, wohin das gehört, was ich sage, womit du dich genauso subjektiv und ignorant machst...

diese schwarz-weiß-malerei ist doch fürn arsch.
mit grau-malerei kommt man in diskussionen meistens nicht weiter... dann hätte ich so etwas geschrieben wie:
"hallo, ich bin der subjektive, fehlbare xargonis und möchte ich euch meine sicht der dinge schildern - bitte behaltet in euren köpfen, dass dass nur evtl. vllt. möglicherweise meine meinung ist, die zu 99%iger wahrscheinlichkeit kein anderer außer mir hat und weshalb diese gar nichts wert ist..."
hätte sowas genügend aufmerksamkeit erzeugt, um eine diskussion zu starten? (achtung... rhetorische frage...)

an deiner stelle würd ich mich mal fragen, was wirklich der auslöser für deine frustablasse war...
na ja, ich bin 19, werde wohl kaum in irgendeinem, auch nur metaphorischen sinne, die weltherrschaft an mich reißen können, weil ich zuviel zeit verschwendet habe...
was dir unklar sein sollte, was ich mit metaphorischer weltherrschaft meine, frage; ich erläutere das gerne...

Xargonis2
18. Februar 2004, 16:43
...ich finde du übertreibst es ein wenig..immerhin ist es nur ein spiel... was man halt ma zockt..um zu entspannen ,um nicht über etwas nachzudenken oda ähnliches... du stellst BW dar als ob es der Teufel höchstpersönlich ist und uns das ganze leben versaut... von mir aus kannste weiterhin an deiner THESE! festhalten und probieren sie zu beweisen...
@starcraft-elite:
Auch du kannst an deiner These!, dass ich hier übertreibe, in dem ich BW anders bewerte, festhalten, denn beide unsere Aussagen sind subjektiv. Ich versuche nicht, meine These zu beweisen, du scheinst aber deine Meinung aber für mehr als eine These zu halten - auch hier möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich "du scheinst" verwendet habe, nicht dass mir wieder einer vorwirft subjektives für objektives ausgegeben zu haben...

Kerri
18. Februar 2004, 18:17
Original geschrieben von StarCraft-Elite
meine schwester möchte auch was dazu schreiben:
interessante thesen, die du so vertrittst, v.a. für jemanden, der 1000 jahre damit verbracht hat bw zu spielen. tja, hinterher kann man immer alles schlecht machen, ne?!? aber wahrscheinlich denkst du eher, hinterher ist man halt schlauer... du musst ja wohl zugeben, dass deine argumentation "leicht" leckt. irgendwie kommst du wie der große bekehrer rüber: bw/ das i-net/ feiern/ comics lesen meinetwegen ist alles so scheiße, weil es spaß (?!?)bringt und keine "freude"... man kann doch nicht jede einzelne minute damit zubringen, sich in deinem sinne weiterzubilden... wo käme man denn dann hin? 13 jahre alte freaks, die sartre zitieren und den ganzen tag schach spielen??? keine ahnung warum genau, aber dein beitrag hat mich voll aufgeregt. sowas gehört ins "philosophie heute" forum oder auf ne lehrerfortbildung. bw ist doch nicht schlecht, nur weil du festgestellt hast, dass du zu viel zeit daran verschwendet hast. diese schwarz-weiß-malerei ist doch fürn arsch. vor diesem bewussten samstag nachmittag -da würd ich sonst was drauf verwetten- hättest du, wenn dir einer so gekommen wäre, bw mit deinem leben verteidigt, 1000 dinge aufzählen können, die dir das spielen bringt etc., aber auf einmal kommst du in die sinnkrise and everthing sucks. an deiner stelle würd ich mich mal fragen, was wirklich der auslöser für deine frustablasse war...
übrigens bist du -ohne dir zu nahe treten zu wollen- furchtbar ignorant.
mfg

wo wohnt deine schwester und wie alt ist sie? :thumb:

[TGF]Eraser2
18. Februar 2004, 19:30
Original geschrieben von Leinad
eins kann ich sagen, sich Gedanken darüber zu machen, ob man seine Zeit mit etwas erledigtem verschwendet hat ist die einzige wirkliche Verschwendung.
#2

Und Xargons: Man soll schon analysieren welche Fehler man in der Vergangenheit gemacht hat. Aber du hast das längst getan. Aber du gehst weit darüber hinaus und heulst rum wieviel Zeit du verschwendet hats.
Diese Phase sollte mal langsam enden.

Vermutlich brauchst du nur mal einen guten Fick und dann wird die Welt wieder in Ordnung sein. ^°

Xargonis2
19. Februar 2004, 11:14
Leute, die lesen können und es tun sind klar im Vorteil...

Hättest du die gesamten Texte gelesen, anstatt sie zu überspringen, weil sie ja soo lang sind, dann hättest du möglicherweise bemerkt, dass die Diskussion über Rumgeheule seit den ersten 2-3 Beiträgen längst vorbei ist.
Aber das ist schon zuviel verlangt, ich wäre ja zufrieden, wenn du meine Antwort auf Leinads Beitrag gelesen hättest.
Das hast du wohl nicht, sonst stände da nicht dummerweise diese Raute mit der 2...

Da diese Diskussion kaum noch etwas bringt, verabschiede ich mit einem Zitat von Duran:


Your violence, young prodigal, is typical. As is your inability to comprehend the greater scheme of things.

"have fun"
cu

W13-W.Hawkins
19. Februar 2004, 12:24
Hab den Thread nur überflogen, vertrete aber überwiegend die Meinung von Xargonis, da ich finde, jez wo mir bw kein spass mehr macht, war alle investierte Zeit Zeitverschwendung und geblieben ist in Relation dazu nix...

Es ist einfach nur stress geworden sich von lingen nerven zu lassen...

Octa[BNWT]2
19. Februar 2004, 14:26
Eins kann ich sagen, sich Gedanken darüber zu machen, ob man seine Zeit mit etwas Erledigtem verschwendet hat ist die einzige wirkliche Verschwendung...klingt interessant Leinad. Halt ich trotzdem für falsch.
Sich über sowas Gedanken zu machen kann einem nämlich u.U. immerhin dazubringen, nicht noch einmal den selben Fehler zu begehen und meinetwegen Warcraft wie blöde zu zocken.

ddv
19. Februar 2004, 16:18
"Du willst noch leben, irgendwann, doch wenn nicht heute, wann denn dann?"

Svinder
20. Februar 2004, 08:18
Habe mitlerweile neue Meinung zu dieser sache:
Siehe immer nach vorne, und blicke bloß nie zurück, doch steigere dich nierendwo zu sehr rein, das kann schlimme folgen haben (erst am eigenem leib erfahren :( )

Octa[BNWT]2
20. Februar 2004, 11:59
Rien...rien de rien....rien...je ne regrette rien....:elefant:

[TGF]Eraser2
21. Februar 2004, 10:05
Original geschrieben von Xargonis
Leute, die lesen können und es tun sind klar im Vorteil...

Hättest du die gesamten Texte gelesen, anstatt sie zu überspringen, weil sie ja soo lang sind, dann hättest du möglicherweise bemerkt, dass die Diskussion über Rumgeheule seit den ersten 2-3 Beiträgen längst vorbei ist.
Aber das ist schon zuviel verlangt, ich wäre ja zufrieden, wenn du meine Antwort auf Leinads Beitrag gelesen hättest.
Das hast du wohl nicht, sonst stände da nicht dummerweise diese Raute mit der 2...

Da diese Diskussion kaum noch etwas bringt, verabschiede ich mit einem Zitat von Duran:



"have fun"
cu
Ich 'hab alles gelesen.
Und es war nichts weiteres mehr als Rumgeheule.

GORywwyN
22. Februar 2004, 20:16
sry irgend nen bug....

GORywwyN
22. Februar 2004, 20:41
Ein wie ich finde sehr interessantes Thema, das mich auch selbst viel beschäftigt - und wohl auch viele anderen, nicht zuletzt die Philosophie.


Spass gegen Wissen, kurzfristige Freude gegen lang anhaltende Bildung, Emotio gegen Ratio, was sollte überwiegen, worauf kommt es an? Oder vielleicht besser: Sollte überhaupt etwas überwiegen?

Ich vertrete hier inzwischen eine sehr moderate Meinung und möchte mich weder in das eine noch das andere Extrem wagen.

Es gab bei mir eine lange Zeit, in der ich eindeutig in Xargonis' Richtung argumentiert hätte. Ich war der Meinung, dass man durch eine gute Allgemeinbildung etc. profilieren sollte und sich auch dementsprechend verhalten sollte, sich also "bilden" sollte. Bücher und Zeitungen lesen. Die Schule als Lehrinstitut akzeptieren und schätzen. Einen disziplinierten, zielgerichteten Tagesablauf verfolgen.
Um es gleich vorweg zu sagen: Daran glaube ich immer noch. Wir sind vernunftbegabte Wesen und sollten uns auch dementsprechend verhalten.

Doch es wäre falsch, den Menschen auf seinen Kopf zu beschränken.
Wenn man an diesem gerade beschriebenen Kurs radikal festhält, wird man sehr schnell merken, dass einem etwas fehlt. Es wird immer schwieriger werden, die selbst auferlegte Disziplin aufrecht zu halten, irgendwann wird es unmöglich werden und es passiert ein "Ausrutscher". Man bleibt am Abend ewig auf, anstatt sich für die Schule vorzubereiten, bleibt dann am nächsten Tag eben gleich zu Hause, zockt/schaut fern, ist faul - kurz, lässt sich, ohne es anfangs wirklich zu merken, so richtig gehen. Innerlich kämpft man die ganze Zeit dagegen an - man will sich doch Disziplin beweisen -, und ist dann am Ende dieses Tages so richtig schlecht drauf.
Was ist falsch gelaufen? Muss man sich in Zukunft einfach noch besser zusammenreißen und derartiges tunlichst verhindern?

Nein, definitiv nicht, dann der Bauch gehört genauso zum Menschen wie der Kopf.
Ganz im Gegenteil: Man muss sich immer wieder "Disziplinlosigkeit" gönnen, um danach die Disziplin wieder schätzen zu können - und anders herum.


Ich denke, wir befinden uns alle zwischen diesen beiden Extremen von Ratio und Emotio. Welches Extrem einem mehr zusagt, welches Prinzip man sich zum Ideal setzt, wird jeder für sich selbst entscheiden müssen - aber man muss sich immer wieder vor Augen führen, dass es eben - in Reinform unerreichbare - "Ideale" sind.

"A standard maxim [...], which could be constantly looked to, constantly labored for, and even though never perfectly attained, constantly approximated."
- Abraham Lincoln

Dieses Zitat verwende ich hier zwar im falschen Kontext, aber ich finde es passt sehr gut. Das Leben besteht nunmal aus nichts als Kompromissen.
Es gibt kein Schwarz und kein Weiß, nur helles und dunkles Grau.



Ich kann diesen Standpunkt immer wieder für mich persönlich bestätigen - auch z.B. bei StarCraft/im Internet. Es bereitet mir große Freude, wenn ich sehe, dass meine Kampagne nach zwei Jahren immer noch von rund 40 Leuten pro Monat gezogen wird. Ich freue mich wenn ich von mir erstellte Websites besuche.
Aber ich freue mich ebenso wenn ich nach einem anstrengenden (Schul-) Tag bei ein paar Stunden Broodwar entspannen kann oder am Wochenende Spass auf einer Party habe.

Zweimal Freude, einmal ausgelöst durch Wissen, das andere Mal durch Spass. Und ich will keines von beiden missen.


GORywwyN

flothefreak
22. Februar 2004, 21:44
Original geschrieben von BWD-GORywwyN
Ein wie ich finde sehr interessantes Thema, das mich auch selbst viel beschäftigt - und wohl auch viele anderen, nicht zuletzt die Philosophie.


Spass gegen Wissen, kurzfristige Freude gegen lang anhaltende Bildung, Emotio gegen Ratio, was sollte überwiegen, worauf kommt es an? Oder vielleicht besser: Sollte überhaupt etwas überwiegen?

Ich vertrete hier inzwischen eine sehr moderate Meinung und möchte mich weder in das eine noch das andere Extrem wagen.

Es gab bei mir eine lange Zeit, in der ich eindeutig in Xargonis' Richtung argumentiert hätte. Ich war der Meinung, dass man durch eine gute Allgemeinbildung etc. profilieren sollte und sich auch dementsprechend verhalten sollte, sich also "bilden" sollte. Bücher und Zeitungen lesen. Die Schule als Lehrinstitut akzeptieren und schätzen. Einen disziplinierten, zielgerichteten Tagesablauf verfolgen.
Um es gleich vorweg zu sagen: Daran glaube ich immer noch. Wir sind vernunftbegabte Wesen und sollten uns auch dementsprechend verhalten.

Doch es wäre falsch, den Menschen auf seinen Kopf zu beschränken.
Wenn man an diesem gerade beschriebenen Kurs radikal festhält, wird man sehr schnell merken, dass einem etwas fehlt. Es wird immer schwieriger werden, die selbst auferlegte Disziplin aufrecht zu halten, irgendwann wird es unmöglich werden und es passiert ein "Ausrutscher". Man bleibt am Abend ewig auf, anstatt sich für die Schule vorzubereiten, bleibt dann am nächsten Tag eben gleich zu Hause, zockt/schaut fern, ist faul - kurz, lässt sich, ohne es anfangs wirklich zu merken, so richtig gehen. Innerlich kämpft man die ganze Zeit dagegen an - man will sich doch Disziplin beweisen -, und ist dann am Ende dieses Tages so richtig schlecht drauf.
Was ist falsch gelaufen? Muss man sich in Zukunft einfach noch besser zusammenreißen und derartiges tunlichst verhindern?

Nein, definitiv nicht, dann der Bauch gehört genauso zum Menschen wie der Kopf.
Ganz im Gegenteil: Man muss sich immer wieder "Disziplinlosigkeit" gönnen, um danach die Disziplin wieder schätzen zu können - und anders herum.


Ich denke, wir befinden uns alle zwischen diesen beiden Extremen von Ratio und Emotio. Welches Extrem einem mehr zusagt, welches Prinzip man sich zum Ideal setzt, wird jeder für sich selbst entscheiden müssen - aber man muss sich immer wieder vor Augen führen, dass es eben - in Reinform unerreichbare - "Ideale" sind.

"A standard maxim [...], which could be constantly looked to, constantly labored for, and even though never perfectly attained, constantly approximated."
- Abraham Lincoln

Dieses Zitat verwende ich hier zwar im falschen Kontext, aber ich finde es passt sehr gut. Das Leben besteht nunmal aus nichts als Kompromissen.
Es gibt kein Schwarz und kein Weiß, nur helles und dunkles Grau.



Ich kann diesen Standpunkt immer wieder für mich persönlich bestätigen - auch z.B. bei StarCraft/im Internet. Es bereitet mir große Freude, wenn ich sehe, dass meine Kampagne nach zwei Jahren immer noch von rund 40 Leuten pro Monat gezogen wird. Ich freue mich wenn ich von mir erstellte Websites besuche.
Aber ich freue mich ebenso wenn ich nach einem anstrengenden (Schul-) Tag bei ein paar Stunden Broodwar entspannen kann oder am Wochenende Spass auf einer Party habe.

Zweimal Freude, einmal ausgelöst durch Wissen, das andere Mal durch Spass. Und ich will keines von beiden missen.


GORywwyN

das einzige was ich dazu sagen kann:
ich stimme dem voll und ganz zu
gor, du hast dir grade ne menge respekt von mir eingefahren *g*
:)

GORywwyN
25. Februar 2004, 02:07
Original geschrieben von flothefreak

das einzige was ich dazu sagen kann:
ich stimme dem voll und ganz zu
gor, du hast dir grade ne menge respekt von mir eingefahren *g*
:)
:) thx, aber leider bin ich wohl zu spät gewesen, die diskussion is anscheinend schon ad acta gelegt...

uLti_inaktiv
25. Februar 2004, 17:45
Philosophische Frage:

Gilt Zeit, in der man Spaß gehabt hat, aber nichts sinnvolles gemacht hat und nichts fürs Leben gelernt hat als verlorene Zeit?

Diese Frage sollte sich jeder selbst beantworten.

Dazu sollte man vielleicht noch hinzufügen, dass man bei bw durchaus sinnvolle Aspekte sehen kann:

-Kombinationsvermögen (Strategie)
-Soziale Umgangsformen (Clans, Ligen)
-Verantwortlichkeit (Clans, Ligen)
-Fremdsprachen
-Organisation (Clans, Ligen)
-Die Fähigkeit des Artikulierens (z.B. hier in diesem Forum)
-Koordination von vielen Fertigkeiten am PC
-Kontakte zu vielen PC-Profis, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen
-Das Internet zu kennen und sich dieses zu Nutze zu machen
-evtl. Webdesign + Photoshop Kenntnisse
-Spannung (Liga, etc.)

Ob die Zeit verschwendet war, kann letztendlicher nur jeder selbst entscheiden. Ich allerdings, finde man verschwendet eher damit Zeit, so einer dämlichen Diskussion nachzugehen, bei der es vermutlich mehr um die subjektive Einstellung geht als um irgendwas sonst.

gruss, ulti

Syzygy
27. Februar 2004, 16:20
sehr interessanter thread, obgleich ich den stil von xargonis etwas zu bekehrend finde. ich teile seine meinung zu gewissen aspekten, denke jedoch dass keine allgemeingültige "wahrheit" zu finden ist. allein die "wertigkeit" verschiedener tätigkeiten ist rein subjektiv. willst du wagen zu behaupten dass das lesen der "utopia" mehr "wert" ist als ein guter abend mit freunden? ich glaube die wenigsten user gehen ins Bnet und machen 20 1on1s hinternander nur "um des spielens willen" (oder "weil die sucht das fordert"). zocken ist kommunikation pur, das spielen selbst nimmt eigentlich bemerktenswert wenig raum ein. ich selbst zocke sc seit dem tag an dem es erschienen ist und habe (LAN mitgerechnet) sicher etliche zehntausend games gemacht, es gab phasen da hab ich 12h/tag im bnet verbracht und es gab wochen und monate ohne ein einziges game. es gab zeiten mit freundin, zeiten ohne, ich hab sicher 200 bücher gelesen trotz der zockerei, ich hab mein abi gemacht, hab ne firma gehabt... sag mir was hab ich verpasst? andere leute gehen in 'ne kneipe, ich zock halt abends mit paar kumpels, andere lernen stricken, ich schau ein paar reps oder bastel ein paar maps, andere ham ihren kaninchenzuchtverein ich hab meinen clan/meine liga etc. pp.

wenn du die zeit mit bw bereust, dann tut mir das für dich sehr leid, ich bereue sie nicht und denke man sollte anderen leuten nicht einreden wollen dass sie das was sie tun bereuen sollen denn es sei angeblich nichts wert. also thx für deine meinung, aber lasses gut sein mit überzeugungsarbeit, jeder wird seine eigene wahrheit finden, früher oder später.