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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Protestwähler unter Euch ?



St3vE
13. Juni 2004, 12:54
wenn Wahlen anliegen wählt ihr wirklich nach Eurem reinsten Gewissen ? Ich wähle garnicht oder ich wähle mit absicht etwas wo ich weiss das es nichts bringt. Ich sehe keinen Sinn mehr in den Wahlen da sich sowiso nichts für mich ändern wird und wenn ich die Nachrichten richtig verfolge ist die Wahlbeteiligung wieder an einem Tiefpunkt angekommen. anscheind denken nicht wenige genauso wie ich.

Doomhammer_1
13. Juni 2004, 12:55
meine eltern sind heut wählen gegangen

FragmanXiC
13. Juni 2004, 12:59
Ich geh gleich auch nochmal los, aber noch keinen plan was ich wählen soll ;(

Brainbug
13. Juni 2004, 13:00
Ich habe das kleinere Übel gewählt.

Aber eigentlich ist es egal, welche Partei mich anlügt :8[:

Greg
13. Juni 2004, 13:01
ich bin protest-nicht-wähler!

Naja eigentlich wollte ich wählen gehen aber ich hab meine wahlbescheinigung verschlampt, also bin ich jetzt protest-nicht-wähler.

Turtur
13. Juni 2004, 13:02
dümmer bitte als nicht wähler 8-[

Turtur
13. Juni 2004, 13:05
neo, man kann auch ohne wahlbescheinigung wählen gehen
da muss man nur den perso mitnehmen

Drey
13. Juni 2004, 13:13
wer nicht mit wählt ist genauso schuld an der regierung, der diese wählt.

wählt die kleineren parteien 8[ ... zeigt euren protest gegenüber grossen, dass ihr mehr die kleineren unterstützt (und ja diese können wenig ändern)


just my 2 cents

VeGA
13. Juni 2004, 13:15
Ich habe heute keine Lust wählen zu gehen.

Kalash
13. Juni 2004, 13:17
meine mama hat letztes jahr die grauen panter gewählt. dieses jahr kA. wenigstens kann man dann sagen das man nicht mitschuld ist, wenns die regirung wieder verbockt :8[:

IPSZeRo
13. Juni 2004, 13:20
Ich war eben wählen und denke, dass es mehr bringt etwas zu wählen was einem vieleicht nich 100%ig zusagt als durch seine nichtwahl evtl. einer Partei die den Vorstellungen absolut nicht entspricht den sieg zu ermöglichen.

Laertes
13. Juni 2004, 13:31
Werde mich gleich auch noch auf den Weg machen...

TheDid
13. Juni 2004, 13:38
Original geschrieben von DTF-ZeRo
Ich war eben wählen und denke, dass es mehr bringt etwas zu wählen was einem vieleicht nich 100%ig zusagt als durch seine nichtwahl evtl. einer Partei die den Vorstellungen absolut nicht entspricht den sieg zu ermöglichen. war auch gerad waehlen (wir hatten btw doppelwahl), und kann dir absolut zustimmen.

Entwirker
13. Juni 2004, 13:39
naja, wenn letzte wahlen nur 60?% gewählt hatten, stell dir mal vor die 40% die nicht gewählt hatten, hätten eine kleine partei gewählt, rat mal wer dann sieger geworden wäre ...

Kalash
13. Juni 2004, 13:41
Original geschrieben von EnTi
naja, wenn letzte wahlen nur 60?% gewählt hatten, stell dir mal vor die 40% die nicht gewählt hatten, hätten eine kleine partei gewählt, rat mal wer dann sieger geworden wäre ...
lasst und SPD /CDU durch die Grauen Panter und Die Fraunen ersetzten :ugly2:

Pedder
13. Juni 2004, 13:48
13:46:43 Alex: Dr Axel Storck - lustiger Name - 3 Punkte
13:47:01 Alex: Marie-Luise Sippel - ebenfalls
13:47:35 Alex: Lehmann, Gisela - zur Zeit arbeitslos - 3 Punkte
13:48:42 Pedder: löl
13:49:49 Alex: Oberstleutnant Krug - im Sinne der Kameradschaft.
13:49:56 Alex: 1 Punkt
13:50:19 Alex: Rest PDS.
13:50:24 Alex: Das war der Gemeinderat.
13:50:56 Pedder: rofl
13:52:03 Alex: Kreistag nach dem Motto: Studenten an die Macht.
13:54:00 Alex: Ahh, der Oberstleutnant noch mal
13:54:06 Alex: hehe
13:54:56 Alex: Bernfried Streibert, Brandschutzfachmann
13:55:01 Alex: Sehr wichtiges Thema.
13:58:40 Alex: democracy is saved once again.

Supervisor3
13. Juni 2004, 14:07
ich find das immer so lustig, wenn die leute denken man könne mit einer einzelnen Stimme was verändern. Wenn man denen dann sagt, dass man nicht gewählt hat kommt der geile Spruch: "Aber wenn das alle so machen..." :x

Aber auch dann ist es recht egal, denn wenn 10000 Leute auch nicht wählen gehen, hängt es wiederum nicht von einer einzelnen Stimme ab. Und davon abgesehen sind ja selbst Wahlumfragen mit nur 1000 Leuten ziemlich repräsentativ für einen gesamten Wahl/Landkreis. Vor allen in den CDU/SPD-Hochburgen. Alles was darüber hinausgeht ändert das Ergebnis in der Regel vielleicht max. um 1%

Und das allergeilste sind sowieso die Ortschaftsräte, für die sich dann Hausfrau XY mit 20 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der Hauswirtschaft und des Gartenbaus zur Wahl aufstellen lässt.
Ich glaube ich mach meinen wahlschein ungültig, um meinen Missmut gegenüber den aufgestellten Persönlichkeiten deutlich zu machen :8[:

Aber ich will euch ja nicht eure Illusionen nehmen :)

Entwirker
13. Juni 2004, 14:25
dumm wenn man nicht mal merkt wie dumm man ist :(

SvenGlueckspilz
13. Juni 2004, 14:31
Original geschrieben von Supervisor
ich find das immer so lustig, wenn die leute denken man könne mit einer einzelnen Stimme was verändern. Wenn man denen dann sagt, dass man nicht gewählt hat kommt der geile Spruch: "Aber wenn das alle so machen..." :x

Aber auch dann ist es recht egal, denn wenn 10000 Leute auch nicht wählen gehen, hängt es wiederum nicht von einer einzelnen Stimme ab. Und davon abgesehen sind ja selbst Wahlumfragen mit nur 1000 Leuten ziemlich repräsentativ für einen gesamten Wahl/Landkreis. Vor allen in den CDU/SPD-Hochburgen. Alles was darüber hinausgeht ändert das Ergebnis in der Regel vielleicht max. um 1%


#2

Aber ich habe trotzdem gewählt und das wird auch in Zukunft so sein(denke ich zumindest jetzt noch).

FragmanXiC
13. Juni 2004, 14:36
Wie man an der letzten Bundestags wahl gesehen hat, können 1% schon ziemlich viel sein.

KoLa
13. Juni 2004, 14:38
Original geschrieben von Supervisor
ich find das immer so lustig, wenn die leute denken man könne mit einer einzelnen Stimme was verändern. Wenn man denen dann sagt, dass man nicht gewählt hat kommt der geile Spruch: "Aber wenn das alle so machen..." :x

Aber auch dann ist es recht egal, denn wenn 10000 Leute auch nicht wählen gehen, hängt es wiederum nicht von einer einzelnen Stimme ab. Und davon abgesehen sind ja selbst Wahlumfragen mit nur 1000 Leuten ziemlich repräsentativ für einen gesamten Wahl/Landkreis. Vor allen in den CDU/SPD-Hochburgen. Alles was darüber hinausgeht ändert das Ergebnis in der Regel vielleicht max. um 1%

Und das allergeilste sind sowieso die Ortschaftsräte, für die sich dann Hausfrau XY mit 20 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der Hauswirtschaft und des Gartenbaus zur Wahl aufstellen lässt.
Ich glaube ich mach meinen wahlschein ungültig, um meinen Missmut gegenüber den aufgestellten Persönlichkeiten deutlich zu machen :8[:

Aber ich will euch ja nicht eure Illusionen nehmen :)

denk mal nach..
die wählerschaft setzt sich theoretisch aus den stammwählern (die, die jedes jahr seit x jahren aus überzeugung partei x wählen) und den extremen zusammen.
wenn zu viele leute so denken wie du, kommt das auf ein paar hunderttausend raus, die nicht wählen, aber relevant sind. dadurch wird das wahlergebnis durchaus zu gunsten von extremisten verfälscht und repräsentiert nicht mehr den allgemeinen querschnitt der meinungen/interessen.

aus dem grund werde ich gleich auch mal meine stimme verfeuern, auch wenn ich relativ wenig ahnung habe. dieser wahl-o-mat hat mir da zumindest ein bisschen weitergeholfen.

Dhalsim
13. Juni 2004, 14:39
Original geschrieben von Ronin[XiC]
Ich geh gleich auch nochmal los, aber noch keinen plan was ich wählen soll ;(
geht mir genauso, ich hab wirklich keinen blassen schimmer wen ich ankreuzen soll.

ShAdOw.
13. Juni 2004, 15:16
Original geschrieben von Ronin[XiC]
Wie man an der letzten Bundestags wahl gesehen hat, können 1% schon ziemlich viel sein.


die letzte bundestagswahl wurde von türkischen stimmen aus berlin-kreuzberg entschieden; und nein das ist keine rechte propaganda; könnt ja gern mal googeln und schauen wieviel ausländer spd, bzw. grün gewählt haben...

eine schande.

shaoling
13. Juni 2004, 15:17
Original geschrieben von KoLa
denk mal nach..
die wählerschaft setzt sich theoretisch aus den stammwählern (die, die jedes jahr seit x jahren aus überzeugung partei x wählen) und den extremen zusammen.
wenn zu viele leute so denken wie du, kommt das auf ein paar hunderttausend raus, die nicht wählen, aber relevant sind. dadurch wird das wahlergebnis durchaus zu gunsten von extremisten verfälscht und repräsentiert nicht mehr den allgemeinen querschnitt der meinungen/interessen.
Was ist denn das bitte für eine obskure Rechnung?
Ich möchte mal behaupten, dass ein sehr viel größerer Anteil der Wähler relativ leicht beeinflussbar ist.

Ich will mich nicht prinzipiell für oder gegen das prinzipielle Nicht.Wählen aussprechen, aber man sollte einmal bedenken, inwieweit der einzelne Wähler wirklich den absoluten Einfluss auf die Zukunft unseres Landes hat.
Wenn ich jetzt beispielsweise die SPD wählte, weil sie in meinen Augen das kleinere Übel darstellt. Dann höre ich die Siegesansprache eines Europaabgeordneten und muss mir anhören, ich sei durch Einsicht oder Vernunft ins SPD-Lager übergelaufen. Das lasse ich mir natürlich nicht bieten und wähle bei der nächsten Wahl dann die Republikaner. Prompt folgt ein RTL-Bericht, in dem auf erstarkende rechte Tendenzen hingewiesen wird, die auf der Stelle unterbunden werden müssen. Na gut, gehe ich wieder etwas nach links und lande bei der CDU/CSU. Dann kommt Ede und sagt mir, dass ich es richtig gemacht habe, weil ich meine Stimme nicht an das linke Pack verkauft habe. Schön und gut, aber eigentlich bin ich doch gegen die Außen-, Umwelt- und Sicherheitspolitik der CDU/CSU. Was tue ich also?
Völlig resignierend enthalte ich mich bei der nächsten Wahl gänzlich...

Natürlich ist das etwas überspitzt dargestellt, aber letztendlich bleiben wir doch bei einem großen ungelösten und teilweise unlösbaren Problem unseres politischen Systems: Ich muss meine Stimme einem vorgefertigten Muster hinwerfen.
Wenn ich zu 53% mit der SPD und zu 47% mit der CDU übereinstimme, wähle ich die SPD und muss mit 47%, die mir überhaupt nicht zusagen, leben.
Das ist nun für den politikinteressierten, aufgeklärten Demokraten von heute ein Problem. Für den Durchschnittswähler, der zur Wahlerleichterung zweimal vor dem Wahlsonntag die Nachrichten schaut, ist es das einzige Rettungsboot: Er hat so wenig Ahnung, dass es wohl besser ist, wenn er gar nicht erst versucht, seine politische Meinung zu differenzieren.

Lange Rede, kurzer Sinn: Irgendwo hapert's gewaltig in unserer Demokratie.

Arwing2
13. Juni 2004, 15:17
Ich geh heute nicht wählen. die können mich alle mal.

Teegetraenk
13. Juni 2004, 15:19
Dann musst du eben selber Politik gestalten, wenn du keine Partei findest, die deine politischen Ansichten vertritt.

shaoling
13. Juni 2004, 15:20
Und auch noch mich selbst in ein Netz aus Intrigen, Machtgier und Verklärung einbinden lassen? Schönen Dank auch...

DoktorFaust
13. Juni 2004, 15:27
Hm so schönes Wetter heute da zock ich doch lieber ne Runde Starcraft, statt wählen zu gehen... weiß eh nicht, wo meine Wahlunterlagen rumfahren.

Entwirker
13. Juni 2004, 15:30
shao-ling, man kann ja wirklich alles schlechtreden, aber dann bitte noch mitn funken von realität bitte.

Arwing2
13. Juni 2004, 15:31
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Und auch noch mich selbst in ein Netz aus Intrigen, Machtgier und Verklärung einbinden lassen? Schönen Dank auch...

allerdings. selbst wenn man es unglaublicherweise schaffen würde. würde ich meine linie durchziehen folgte kurz darauf irgendwann ein unfall oder ähnliches...

Supervisor3
13. Juni 2004, 15:47
also ich geh mal davon aus, dass, wenn ich bspw. in münchen wohne, es wenig sinn macht für die SPD zu stimmen, auch wenn ich mir jetzt einbilde, dass ich dann mit meinen 1000 gleichgesinnten kumpels die CSU stürzen kann

Ich denke mal, dass weit mehr als 50% der Bevölkerung aus Stammwählern besteht, die von klein an von den Eltern oder bestimmten Medien beeinflusst wurden ohne sich eine eigene Meinung gebildet zu haben und darüber hinaus absolut kein Interesse am alltäglichen Politikgeschehen zeigen.

Und solange solche Leute in der Mehrheit sind hat das negative Einflüsse auf die Politik, da diese Leute ganz einfach die wirklich politikinteressierten Bürger mit ihren Stimmen überrollen.

Man sieht es doch auch hier im Thread:
Viele wissen überhaupt nicht, was sie jetzt wählen sollen, gehen aber trotzdem hin und kreuzen wahrscheinlich den Kandidaten der Partei an, die im wahlkreis sowieso die Mehrheit erlangen wird oder der Partei, über die man gerade irgendeine Erinnerung im Kopf hat ("Die sind doch für ne gute Auslands-, Steuerpolitik etc"; Stichwort: Beeinflussung durch MEDIEN)

cidos
13. Juni 2004, 15:59
Ja, ich bin Protestwähler.
Ich wähle aus Protest.

shaoling
13. Juni 2004, 16:04
Original geschrieben von EnTi
shao-ling, man kann ja wirklich alles schlechtreden, aber dann bitte noch mitn funken von realität bitte. Ich bitte dich. Sieh dir die oberen Etagen unserer politischen Eliten an. Findet sich darunter ein Mensch mit so etwas wie Weitblick, Wertvorstellungen oder sogar Weisheit?
Falls ja, sag mir bitte, wieviel derjenige wirklich zu sagen hat.

Sämtliche Tugenden, die einen wirklich idealen Politiker ausmachen, werden auf dem Weg nach oben korrumpiert.

ToDesRiTTeR
13. Juni 2004, 16:05
Wer nicht wählt, darf sich über nichts beschweren, so einfach ist das.

shaoling
13. Juni 2004, 16:06
Original geschrieben von [altschul]Grave
Wer nicht wählt, darf sich über nichts beschweren, so einfach ist das. So einfach ist es eben nicht. Guten Morgen!
Original geschrieben von Doktor Faust
Hm so schönes Wetter heute da zock ich doch lieber ne Runde Starcraft, statt wählen zu gehen... weiß eh nicht, wo meine Wahlunterlagen rumfahren. Die Sonne blendet auf meinen Monitor. :(

0Smacks0
13. Juni 2004, 16:14
Diesmal keine Protestwahl, denn was getan werden muss und welche Parteien, mit entsprechender Rückendeckung, sprich: einem dicken Stimmenpolster, schon in eine gute Richtung gehen werden, ist klar.

Wobei ich dennoch geschwankt habe zwischen zwei Parteien, aber das darf man ja.
Für die Protestwähler: Noch sind die Kandidaten fürs EU-Parlament etwas mehr losgelöst von der Linie der jeweiligen Parteien, so dass das momentan noch erträglich sein sollte und hoffentlich so bleibt oder sich verbessert. Wer nicht viel in den Medien beachtet wird bekommt auch keine Maulschellen aufgesetzt und hat mehr Freiheit bei der Umsetzung im EU-Parlament, während ja im Bundestag ein harter Fraktionszwang herrscht. Man tut den EU-Parlamentariern deswegen unrecht, weil sie sich ja eher besser verhalten können als Bundestagabgeordnete.

DoktorFaust
13. Juni 2004, 16:16
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Die Sonne blendet auf meinen Monitor. :(
:keks:

Einfach den Rolladen runterlassen, dann ist man von allerlei störenden äußeren Einflüssen abgeschirmt.

ToDesRiTTeR
13. Juni 2004, 16:18
Original geschrieben von sHaO-LiNg
So einfach ist es eben nicht. Guten Morgen!

Doch, ist es. Nette Diskussion. Tschüß, ich geh wählen.

Albstein
13. Juni 2004, 16:42
Supervisor, das Problem deiner Rechnung ist, daß wir eine 5% Hürde haben. Die Nichtwähler vergrößern die Chance, daß Extremisten in den Bundestag kommen.

St3vE
13. Juni 2004, 17:31
Original geschrieben von Albstein
Supervisor, das Problem deiner Rechnung ist, daß wir eine 5% Hürde haben. Die Nichtwähler vergrößern die Chance, daß Extremisten in den Bundestag kommen.

ist doch schön, vielleicht kommen die Spaggn von CDU und SPD endlich mal drauf daß das Volk sich nicht verarschen lässt.

BuG
13. Juni 2004, 17:51
in der schweiz ist man doch sogar verpflichtet wählen zu gehen oder? sollte man hier eventuell auch mal drüber nachdenken.

Devotika
13. Juni 2004, 17:55
ASDF was geht hier? o_O


Original geschrieben von KoLa

wenn zu viele leute so denken wie du, kommt das auf ein paar hunderttausend raus, die nicht wählen, aber relevant sind. dadurch wird das wahlergebnis durchaus zu gunsten von extremisten verfälscht und repräsentiert nicht mehr den allgemeinen querschnitt der meinungen/interessen.

Original geschrieben von Albstein
Supervisor, das Problem deiner Rechnung ist, daß wir eine 5% Hürde haben. Die Nichtwähler vergrößern die Chance, daß Extremisten in den Bundestag kommen.
Es kann nicht angehen, dass das als nachteilige Entwicklung betrachtet wird. Wenn es so viele Nicht-, Protest- und Extremrechtswähler gibt, sollte man das gefälligst Ernst nehmen. Politik und Medien flüchten sich dann auf einmal in Kritik an diesen Wählern ("OMG IHR BÖSEN REPUBLIKANER-WÄHLER WIE KÖNNT IHR BLOSS?"). Das ist die vollkommen falsche Reaktion. Diese rechten Tendenzen in der Wählerschaft haben vielerorts in den letzten Jahren drastisch zugenommen und das hat auch seine Gründe. Leider unternimmt immer noch niemand wirklich etwas, um die Ursachen zu bekämpfen, sondern stellt einfach alle DVU- und Reps-Wähler als Faschos dar. Dabei spiegeln diese Wählerstimmen die schlechten Zustände in einigen Stadtteilen wieder, wo nette kleine Ausländer-Ghettos heranwachsen.


Original geschrieben von Supervisor
Man sieht es doch auch hier im Thread:
Viele wissen überhaupt nicht, was sie jetzt wählen sollen, gehen aber trotzdem hin und kreuzen wahrscheinlich den Kandidaten der Partei an, die im wahlkreis sowieso die Mehrheit erlangen wird oder der Partei, über die man gerade irgendeine Erinnerung im Kopf hat ("Die sind doch für ne gute Auslands-, Steuerpolitik etc"; Stichwort: Beeinflussung durch MEDIEN)
Ich kann's niemandem verdenken, wenn er keinen Plan hat, was er bei der EU-Wahl wählen soll. Ich bin politisch sehr interessiert, aber bekomme kaum etwas davon mit, was in der EU abgeht. Die Medien berichten kaum darüber, man hat keine Ahnung, für was welche Partei dort steht und was sie durchsetzen will. Ich hätte auch fast nichts gewählt. Der Wahlkampf war mal wieder unter aller Sau. Den sollte man imho eh ganz abschaffen. CDU beschränkte sich auf die Türkeifrage und darauf, dass die Bundesregierung ihre Quittung bekommen solle, was mal rein garnichts mit der EU zu tun hat. Die restlichen Parteien ebenfalls nur auf Floskeln, weit und breit nichts von EU-Politik zu hören. Demnach kann ich's auch keinem Verdenken nichts zu wählen.


Original geschrieben von [altschul]Grave
Wer nicht wählt, darf sich über nichts beschweren, so einfach ist das.
Abfall. Politiker haben die Pflicht nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln und nicht nach Wählerstimmen. Wenn sie ersteres dann nicht schaffen, sollte man ein Recht darauf haben dieses einzufordern.


Original geschrieben von sHaO-LiNg
Ich will mich nicht prinzipiell für oder gegen das prinzipielle Nicht.Wählen aussprechen, aber man sollte einmal bedenken, inwieweit der einzelne Wähler wirklich den absoluten Einfluss auf die Zukunft unseres Landes hat.
Wenn ich jetzt beispielsweise die SPD wählte, weil sie in meinen Augen das kleinere Übel darstellt. Dann höre ich die Siegesansprache eines Europaabgeordneten und muss mir anhören, ich sei durch Einsicht oder Vernunft ins SPD-Lager übergelaufen. Das lasse ich mir natürlich nicht bieten und wähle bei der nächsten Wahl dann die Republikaner. Prompt folgt ein RTL-Bericht, in dem auf erstarkende rechte Tendenzen hingewiesen wird, die auf der Stelle unterbunden werden müssen. Na gut, gehe ich wieder etwas nach links und lande bei der CDU/CSU. Dann kommt Ede und sagt mir, dass ich es richtig gemacht habe, weil ich meine Stimme nicht an das linke Pack verkauft habe. Schön und gut, aber eigentlich bin ich doch gegen die Außen-, Umwelt- und Sicherheitspolitik der CDU/CSU. Was tue ich also?
Völlig resignierend enthalte ich mich bei der nächsten Wahl gänzlich...

Natürlich ist das etwas überspitzt dargestellt, aber letztendlich bleiben wir doch bei einem großen ungelösten und teilweise unlösbaren Problem unseres politischen Systems: Ich muss meine Stimme einem vorgefertigten Muster hinwerfen.
Wenn ich zu 53% mit der SPD und zu 47% mit der CDU übereinstimme, wähle ich die SPD und muss mit 47%, die mir überhaupt nicht zusagen, leben.
Das ist nun für den politikinteressierten, aufgeklärten Demokraten von heute ein Problem. Für den Durchschnittswähler, der zur Wahlerleichterung zweimal vor dem Wahlsonntag die Nachrichten schaut, ist es das einzige Rettungsboot: Er hat so wenig Ahnung, dass es wohl besser ist, wenn er gar nicht erst versucht, seine politische Meinung zu differenzieren.

Lange Rede, kurzer Sinn: Irgendwo hapert's gewaltig in unserer Demokratie.
Das Problem mit der Demokratie sind nicht die vorgefertigten Muster, auch genannt Parteien. Wie willst du eine Demokratie ohne Parteiensystem auf die Beine stellen? Soll jeder über jedes einzelne Ressort einzeln abstimmen, wo es dann ebenfalls wieder Meinungspakete gibt?

Das Prob ist, dass jede Partei heutzutage auf unpopuläre Programme verzichten muss, die aber leider notwendig sind. Das Prob ist, dass diese nur unpopulär sind, weil der Großteil des Volkes zu egoistisch und ungebildet ist, um zu begreifen welches die notwendigen Reformen für Deutschland wären.

Nun, dieses Problem sollte doch jede Demokratie haben. Das haben wir aber ganz besonders. Wir haben jedes Jahr zig Landtagswahlen, die die Popularität der Entscheidungen im Bundestag wiederspiegeln. Der Deutsche Durchschnittsbürger checkt es einfach nicht, dass Landtags- und EU-Wahlen nichts mit der Bundespolitik zu tun haben dürfen. Und der Deutsche Bürger ist zu arrogant, gibt sich wegen einem 30 Jahre zurückliegenden Wirtschaftswunder der Wohlstands-Illusion hin. Und die Medien machen brav mit. Meinungshetzende Drecksblätter wie die Bild-Zeitung dürfen weiterhin unter dem Deckmantel der Pressefreiheit mit ihrem Stuss einen Großteil der Wählerschaft befeuern, die dies irgendwann zwangsläufig schlucken müssen. Dass die Parteien sich diesem System schon längst unterworfen haben, sieht man allein daran schon, dass viele von ihnen wirklich für diese nichtsahnende Wählerschaft Volksabstimmungen über so wichtige Themen wie die EU-Verfassung fordern.

Mackiavelli
13. Juni 2004, 17:57
Nichtwählen ist undemokratisch.

Das Wahrecht ist ein kostabres Gut, das sollte man aus den Jahren 1933 bis 1945 gelernt haben und sollte auf jeden Fall in Anspruch genommen werden.

Devotika
13. Juni 2004, 18:07
Wählen ist undemokratisch.

Das Walhrecht ist kein kostbares Gut, das sollte man aus den Jahren 1950 bis 2004 gelernt haben und sollte auf keinen Fall in Anspruch genommen werden.

Kalash
13. Juni 2004, 18:08
Original geschrieben von Mackiavelli
Nichtwählen ist undemokratisch.

Das Wahrecht ist ein kostabres Gut, das sollte man aus den Jahren 1933 bis 1945 gelernt haben und sollte auf jeden Fall in Anspruch genommen werden.
lol warum sollte man das an diesen jahren gemekt haben? das ist nur das was dabei rauskam. hitler war davor auch schon ne weile an der macht.

Jesus0815
13. Juni 2004, 18:19
jeder soll nach bestem gewissen wählen - und wenn er kein bock hat, dann wählt er eben nicht!

es ist schlimmer unwissend zu wählen, als sich wissend zu enthalten!

Laertes
13. Juni 2004, 18:35
Stoiber wird aber mies synchronisiert...:D

0Smacks0
13. Juni 2004, 21:08
Original geschrieben von BuG[fisch]
in der schweiz ist man doch sogar verpflichtet wählen zu gehen oder? sollte man hier eventuell auch mal drüber nachdenken.
Na toll! Das ist doch bodenloser Schwachsinn in Deutschland!

Ich finde schon diese ganze Werbung die zum Wählen auffordert schlimm. Da werden nur Leut zum Wählen motiviert die überhaupt keine Ahnung von Politik haben und rein nach Bauchgefühl irgend was wählen. Das dabei dann natürlich nur Scheiße rauskommt ist klar. Wir haben ein saudummes Wahlvolk das sich genau die Politiker wählt die es mit Recht verdient. ´Noch mehr Dumme zum Wählen zu motivieren ist natürlich die Idee der Effekthascher der Politik. Die Idee der Fischers, Schröders und Meyers.

Das ist so ein grober Unfug! Ich bin für Wahlfähigkeitstests! Wer diese nicht besteht verliert das Recht, bei einer Wahl wählen zu dürfen, weil er mit Garantie zu Blöde ist die Politik einzuschätzen und sich im Endeffekt nur selbst schaden würde. Freilich es wäre ein ungeheurer bürokratischer Aufwand, aber man sollte sich überlegen ob die daraus gewonnene Qualität für die Politik es nicht wert wäre, weil man etwas die Spreu vom Weizen trennen könnte.

Entwirker
13. Juni 2004, 21:11
Original geschrieben von Kalash

lol warum sollte man das an diesen jahren gemekt haben? das ist nur das was dabei rauskam. hitler war davor auch schon ne weile an der macht.
klar, hitler hat als graue eminenz die welt schon seit jahrhunderten regiert :stupid:

BigBadWolf
13. Juni 2004, 23:45
Original geschrieben von Devotika
Dass die Parteien sich diesem System schon längst unterworfen haben, sieht man allein daran schon, dass viele von ihnen wirklich für diese nichtsahnende Wählerschaft Volksabstimmungen über so wichtige Themen wie die EU-Verfassung fordern. mann mann mann, über den weitblick von einigen hier könnte ich echt nur lachen.

@enti: jo, das gleiche hab ich auch gedacht :P

ich war bei ner podiumsdiskussion, ich war in den wahlkampfstätten der pds, fdp und grünen in berlin und habe mit den verantwortlichen für den wahlkampf gesprochen (bei grünen nur der stellvertreter). über das prozedere des wahlkampfes selber und über inhalte.

der spruch, das "kleinere übel" wählen, lässt sich in vielerlei hinsicht anwenden...aber das ist trotzdem besser als nicht zu wählen. wenn man republikaner aus überzeugung wählen kann (was mir unverständlich ist, aber gibt's ja solche leute), oder npd, dann soll man das auch gerne tun. diese parteien aber durch nicht-wählen zu unterstützen, ist schwachsinnig. lieber hingehen und den wahlzettel ungültig machen. ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass alle hier so waaaahnsinnig viel zu tun hatten heute.

die einzige sauerei bei der ganzen sache ist imho, dass die parteien 4,20€ für meine stimme bekommen, für jede stimme. artikel gab's da ja in letzter zeit genug darüber. aus berlin weiss ich die summen, die für den wahlkampf eingesetzt wurden:
spd: 12,5 mio.
cdu: 10 mio.
pds: 3 mio.
grüne: 1,2 mio.
fdp: 1 mio.

überlegt man sich, wieviele leute gewählt haben (gut, soviele waren es auch nicht) - 40% von den 64 mio. wahlberechtigten = 25,6 mio haben gewählt, davon 45% cdu = 11,5 mio. stimmen = knapp 50 mio. euro, die die cdu bekommt. das KANN eigentlich nicht sein. das wäre die einzige entschuldigung für's nichtwählen, die ich durchgehen lassen würde.

ich wollte eigentlich nochwas schreiben, aber irgendwie isses auch sinnlos, kA...wenn man sich wirklich interessiert und sich damit auseinandersetzt, findet man auch etwas, was einem mehr zusagt als primitives mediengeseiere. gut - durch 3 bild-leser, die gerad irgendwas gelesen haben, dass die spd scheisse is, wird ja jegliches engagement meinerseits mehr als nur wieder relativiert, aber es muss auch leute geben, die die fahne oben halten. dass einige parteien die europawahl als stimmungsbarometer für 2006 sehen oder dass einfach anti rot-grün gewählt wird, was null mit europa zu tun hat, kann natürlich auch nicht sein...ach, is schon scheisse. und dafür - für die möglichkeit der politischen mitbestimmung - sind soviele menschen in den tod gegangen - traurig traurig.

Vladi
15. Juni 2004, 14:10
Original geschrieben von Devotika
ASDF was geht hier? o_O

Abfall. Politiker haben die Pflicht nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln und nicht nach Wählerstimmen. Wenn sie ersteres dann nicht schaffen, sollte man ein Recht darauf haben dieses einzufordern.



Wer nicht wählt hat nichts zu meckern... so she ich das auch...

Shabazza
15. Juni 2004, 14:46
nicht zu wählen ist schlecht, da man damit einfach nur Ignoranz zeigt.
Wenn du etwas wie "Protest" bewirken willst, dann musst du gezielt falsch wählen, da du damit den Parteien in den Rücken fällst, die für jede Prozentzahl eine hübsche Summe bekommen, die eigentlich den Wahlkampf ausgleichen soll. Das Lustige daran ist aber, dass sie eine feste Summe bereits für den Wahlkampf bekommen.
Das ist u.a. auch der Grund warum sich jede Deppenpartei aufstellen lässt und sich das leisten kann bzw. sogar noch was in die eigene Kasse miteinbringt.

Durch das falsch wählen, fallen Prozente weg bzw. gehen ins Ungültige -> weniger Geld für die Parteien vom Staat.

Arwing2
15. Juni 2004, 15:54
das ist auch gut so. mit diesem staat bin ich eh fertig. von mir aus können se mir gerne das wahlrecht wegnehmen. die nehmen ja eh schon alles weg was geht. macht dann keinen unterschied mehr.

Entwirker
15. Juni 2004, 16:03
du redest, als würde es dir zu gut gehen. aber als neues staatsoberhaupt enteigne ich dich gern, und wennu was dagegen sagen willst können wir ja die alten öfen wieder auf vordermann bringen ...

Arwing2
15. Juni 2004, 17:00
zu gut eher weniger. schön wärs. und alte öfen anheizen ist ne scheiss idee. da ist man ja kein deut besser.

Entwirker
15. Juni 2004, 18:35
hast du eigentlich verstanden was ich dir zu sagen versuchte? :(

Arwing2
15. Juni 2004, 20:57
deine sig beantwortet dir die frage

Entwirker
16. Juni 2004, 02:58
du lebst in einem land, in dem du vor jeglicher staatlicher willkür, deiner person betreffen, geschützt bist und in dem du, auch wenn du alles verlierst, dennoch niemals um dein überleben kämpfen werden musst.
aber du schimpfst auf den staat, dass er dir alles nehmen würde und meinst indirekt, dass du lieber in einem staat leben würdest, der sich nen dreck um dein leben kümmert. das kann ich nun wirklich nicht verstehen.

Arwing2
16. Juni 2004, 06:51
ich will nicht in einem staat leben, der mich noch mieser behandelt. hab ich nirgendswo gepostet.

und wir sind hier in deutschland auf einem absteigenden ast. was mir auf den sack geht, und wut erzeugt, ist dieses ewige rumgeschupse in der arbeitswelt. von einer firma zur anderen, weil die wirtschaft es sich leisten kann bei den arbeitslosenzahlen. aussage meines derzeitigen chefs betreff übergang von zeitvertragsablauf und festem angestelltenverhältnis. und de regierung forciert das auch noch. kein wunder das man da auf den staat und wirtschaft sauer ist. man kann sich kein richtiges leben aufbauen, sondern läuft nur mit zeitverträgen durch die gegend, und hat dadurch keine stabilität. nicht das es schon schlimm genug ist, das der normale lebensunterhalt an sich durch hohe preise und billiglohnarbeiter sehr teuer ist. und ich hab keine lust vom staat durch arbeitslosengeld "beschützt " zu werden. da arbeite ich lieber richtig in einem richtigen arbeitsverhältnis, und leiste mir davon mein normales leben. aber das ist hier langsam schon zuviel verlangt. viele millionen deutsche arbeitslose haben denselben wunsch. doch gibt es für sie nicht genug arbeit hier. und das was vorhanden ist, müsssen sie sich noch mit horden einströmender billiglohnarbeiter aus dem ausland teilen. und dieses zusammenhängende uhrwerk ist mal wirklich:flop: und macht keinen spaß mehr zu leben.

Butterbrot
16. Juni 2004, 13:49
Original geschrieben von Kalash

lol warum sollte man das an diesen jahren gemekt haben? das ist nur das was dabei rauskam. hitler war davor auch schon ne weile an der macht.

halte dich bitte aus allen themen diesbezüglich heraus

thx.

hitler lebt auch heute noch!! :8[:

Entwirker
16. Juni 2004, 14:12
das ist keine sehr differenzierte betrachtungsweise arwing ....

wutvolta
16. Juni 2004, 15:02
@ bigbadwolf
bei der bundestagswahl vor ein paar jahren wurde auch nur schröder gewählt weil die leute den "dicken" kohl loswerden wollten. so ist das halt mit der stimmungsmache, auch wenn das dann mit der politik nichts zu tun hat.

@ grave
kann dir nur zustimmen: wer nicht wählen geht darf sich nicht beschweren

@ all
im vorletzten/letzten jahrhundert sind viele menschen gestorben um eine demokratie zu bekommen, und jetzt sehen das viele als ganz normal an, etwas wofür nichts getan werdne muss.
aber das ist völlig falsch, eines der wichtigsten privilegien ist das der freiheit.
und die haben wir in deutschland noch nichtmal so lange.
2,5 generationen grade mal.
denkt mal daran was euch eure freiheit bedeutet und vor allem auch was euch frieden bedeutet und dann sagt mir nochmal das es sich nicht "lohnt" wählen zu gehen.
Der preis der freiheit ist ewige wachsamkeit. und alle hier sollten die moralische verpflichtung haben wählen zu gehen.
nur zähl wohl für viele keine moral mehr...

Entwirker
16. Juni 2004, 16:08
volta, falls es dir nicht bewusst sein sollte, schröder wurde bereits einmal wiedergewählt ;)

wutvolta
17. Juni 2004, 15:09
jo weiss ich wohl enti aber damals sollte in erster linie der dicke abgewählt werden deswegen hat die spd viele viele wähler bekommen
die wiederwahl schröders war in meinen augen eher glückssache mit der flut und der zerstrittenheit der cdu.
meine meinung :)

Bier Bauch
17. Juni 2004, 15:16
ich wähle braun

Entwirker
17. Juni 2004, 18:13
Original geschrieben von wut)volta
jo weiss ich wohl enti aber damals sollte in erster linie der dicke abgewählt werden deswegen hat die spd viele viele wähler bekommen
die wiederwahl schröders war in meinen augen eher glückssache mit der flut und der zerstrittenheit der cdu.
meine meinung :)
was heisst da deine meinung? das sind ja wohl tatsachen ;)

TerrorPinky
19. Juni 2004, 13:42
wenn 1000 menschen sagen das ein einzelner nichts erreichen kann ist das unlogisch
letztens irgendwo gelesen - triffts irgendwo ganz gut

0Smacks0
19. Juni 2004, 14:52
Original geschrieben von wut)volta
@ all
im vorletzten/letzten jahrhundert sind viele menschen gestorben um eine demokratie zu bekommen, und jetzt sehen das viele als ganz normal an, etwas wofür nichts getan werdne muss.
aber das ist völlig falsch, eines der wichtigsten privilegien ist das der freiheit.
und die haben wir in deutschland noch nichtmal so lange.
2,5 generationen grade mal.
denkt mal daran was euch eure freiheit bedeutet und vor allem auch was euch frieden bedeutet und dann sagt mir nochmal das es sich nicht "lohnt" wählen zu gehen.
Der preis der freiheit ist ewige wachsamkeit. und alle hier sollten die moralische verpflichtung haben wählen zu gehen.
nur zähl wohl für viele keine moral mehr...
Freilich ist das Alles richtig, freilich war ich auch dieses mal wählen und habe sogar nur gültige Stimmzettel abgegeben, dennoch sollte niemand, der keine Ahnung hat, wählen gehen. Denn er lässt sich dann nicht mehr von Überlegungen lenken sondern eher von Sympathien, vom Lächeln, dem Bild und der Stimme des Kandidaten oder den Parolen/Werbespots der Partei.

Man kann nicht immer an abstrakte Dinge wie Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit appelieren wenn Wahlen sind. Klar, das will jeder, aber wenn die Leute nicht zu den Wahlen gehen, dann hat das seinen guten Grund. Das sollte man nicht erzwingen, man kann nur dafür sorgen, dass ein solides demokratisches FUndament mit einer hochwertigen Medienlandschaft entsteht. Das Zeitungen selbst recherchieren, dass man nachdenkt bevor man schreibt, dass nicht alles moralisiert sondern abgewogen wird, dass man Verblödungssendungen eine Abfuhr erteilt, dass das Buchpreisbindungsgesetz nicht ständig aufgeweicht wird, dass Verlage nicht Buchausgaben ständig verteuern, dass Politiker nicht ständig nur Presseterminen hinterherhetzen um möglichst omnipräsent zu sein und darüber das Tagsgeschäft vergessen, dass die KOnzentration der Medienlandschaft nicht fortschreitet, dass nicht nur die Nachrichten quasi Copy&Paste von den Presseagenturen übernommen werden, dass man Blätter mit eigenen Redaktionen unterstützt, dass man auch über gut gemachte Dinge in der Politik berichtet, dass man die kostenlos nutzbaren Dinge die der Staat zur Verfügung stellt: Bildung, Schule, Bibliotheken schätzt, dass man Kulturangebote wahrnimmt etc. pp.. Mir ist bewusst, dass man davon Vieles nicht erzwingen kann, dass es eben abhängig ist vom Einzelnen und damit ist es vermutlich wieder zu viel verlangt.