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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krebs



DeCaY4
29. September 2004, 20:02
Moin,

hat wer das mitgekriegt: son Junge (war 8 Jahre alt!!!) hat Knochenkrebs diagnostiziert bekommen, dann hat sich ne Lungenmetastase gebildet, 2 Chemotheraphien. Dann haben ihn die Eltern zu sonem Wunderheiler geschickt (irgendwann Anfang des Jahres), hat natürlich alles verpfuscht, jetzt 6 Monate später ist der Junge kurz vor dem Tod... naja, könnt ihr alles in der Boulevardpresse nachlesen.

Grad in nem anderen Forum hab ich von einem gelesen, dessen Freundin mit 19 Verdacht auf Magenkrebs hat.

Und das hier hab ich im Sportforum gefunden:

http://www.n-tv.de/5258958.html

Und ich frage mich, was für ne dreckige Krankheit eigentlich Krebs ist? Dein scheiß Körper fault vor sich hin, Du merkst nichts, hast beispielsweise bisschen Kopfschmerzen. Dann gehst Du zum Arzt, und der diagnostiziert Hirntumor im Endstadium..
Ich meine es gibt ne Menge andere Krankheiten, aber sowas...
zum kotzen oder nicht? :(

Prof.Dr.Zwiebel
29. September 2004, 20:09
najo hast schon recht, aber was genau willst jetzt hörn? Passiert halt, man kann zwar heutzutage ne ganze menge machen, aber dazu muss man es halt rechtzeitig erkennen und selbst dann muss man noch glück haben, dass net die wichtigsten organe befallen sind

DeCaY4
29. September 2004, 20:15
Original geschrieben von Prof.Dr.Zwiebel
najo hast schon recht, aber was genau willst jetzt hörn? Passiert halt, man kann zwar heutzutage ne ganze menge machen, aber dazu muss man es halt rechtzeitig erkennen und selbst dann muss man noch glück haben, dass net die wichtigsten organe befallen sind

Ich weiß nicht, hast Du keine Angst? Ich versuche zwar, so gut es geht alle schädlichen Umwelteinflüsse zu minimieren, aber trotzdem.. ich meine der Junge war 8 ok, mir kann keiner erzählen, dass er sich den ganzen Tag Acrylamid oder Formaldehyd oder was weiß ich gespritzt hat... bei jedem verdammten Kopfschmerz kann es ein Hirntumor sein, bei jeder verdammten MagenDramGrippe ein Darmtumor, und jeder gottverdammte Leberfleck kann auch Hautkrebs sein..

und die Wahrscheinlichkeit, ihn zu entdecken, solange es noch nicht zu spät ist, ist so minimal.. :(

Getraenkeautomat
29. September 2004, 20:22
Original geschrieben von GuenterW


Ich weiß nicht, hast Du keine Angst? Ich versuche zwar, so gut es geht alle schädlichen Umwelteinflüsse zu minimieren, aber trotzdem.. ich meine der Junge war 8 ok, mir kann keiner erzählen, dass er sich den ganzen Tag Acrylamid oder Formaldehyd oder was weiß ich gespritzt hat... bei jedem verdammten Kopfschmerz kann es ein Hirntumor sein, bei jeder verdammten MagenDramGrippe ein Darmtumor, und jeder gottverdammte Leberfleck kann auch Hautkrebs sein..

und die Wahrscheinlichkeit, ihn zu entdecken, solange es noch nicht zu spät ist, ist so minimal.. :(
hätte nie gedacht, dass Güni so ein Sensibelchen ist :-(

Vystup
29. September 2004, 20:30
es gibt nur eins was im leben sicher ist - der tod.

sicherlich sind das beschissene schicksale (die allerdings sehr viel haeufiger sind, als man das aus der boulevardpresse mitbekommt), aber ich habe mich nach 5 jahren medizinstudium langsam daran gewoehnt.

im uebrigen fault beim krebs ueberhaupt gar nichts vor sich hin, es ist vielmehr ein unkontrolliertes wachstum von koerpereigenen zellen ;)
du kannst dich natuerlich auch in deinem zimmer einschliessen und die naechsten jahre da drin bleiben. dann kann dich kein auto ueberfahren, du hast weniger toxine (vielleicht), wenn du gut bist schottest du dich vielleicht auch noch von der ganzen elektromagnetischen strahlung, die von allen elektronischen geraeten ausgeht, ab. meinst du dass das deine lebensqualitaet ernsthaft verbessern wird?

DeCaY4
29. September 2004, 20:42
Original geschrieben von Vystup
es gibt nur eins was im leben sicher ist - der tod.

im uebrigen fault beim krebs ueberhaupt gar nichts vor sich hin, es ist vielmehr ein unkontrolliertes wachstum von koerpereigenen zellen ;)
du kannst dich natuerlich auch in deinem zimmer einschliessen und die naechsten jahre da drin bleiben. dann kann dich kein auto ueberfahren, du hast weniger toxine (vielleicht), wenn du gut bist schottest du dich vielleicht auch noch von der ganzen elektromagnetischen strahlung, die von allen elektronischen geraeten ausgeht, ab. meinst du dass das deine lebensqualitaet ernsthaft verbessern wird?

Ich weiß was Krebs ist ;).
Und die Frage, die man sich stellen muss, ist doch, ob die "Lebensqualität", wie Du es nennst, es wert ist, dass Menschen daran verrecken? Denk nur mal an diese Geschichte mit der Antibaby Pille, gut die hat keinen Krebs ausgelöst, aber wieviele Kinder kamen mit schwersten Behinderungen auf die Welt? Und so ist es ständig, wir erfinden irgendwas, das wird der Renner, hinterher steht es im Verdacht Krebs auszulösen oder macht unsere Atmosphäre kaputt..

Prof.Dr.Zwiebel
29. September 2004, 21:09
hm lebensqualität heisst für mich untere anderem keine angst zu haben, denn sonst verpasst man schöne momente bzw sie werden verdrängt
mehr als die üblichen vorkehrungen treffe ich auch nicht, komischer weise kam zwischen meiner mutter und mir heut auch das thema krebs zur sprache und ich hab erfahren, dass ca 95% meiner verwandtschaft an krebs erkrankt bzw gestorben sind, was auch für mich nichts gutes heissen wird, trotzdem mach ich mir da keine gedanken, vor allen dingen jetzt noch nicht.
dafür ist das leben zu kurz ;)

Core
29. September 2004, 21:17
Der Vater von nem Kumpel ist Dr., hat nen ziemlich hohen Job in der Autoglasindustrie (oft auf Dienstreisen, China etc). Sehr intelligenter Mann, super Organisationstalent, eigenes Haus, zwei Söhne. Er ist vor ein paar Wochen morgens am Frühstückstisch schreiend vor Schmerzen zusammengebrochen und ins Krankenhaus gebracht worden. Diagnose: Hirntumor.

Vystup
29. September 2004, 21:18
du verwechselst da glaube ich ein schlaf/ beruhigungsmittel (thalidomid = contergan) mit der antibabypille ;-)

und ja, fuer mich ist die moeglichkeit, meine wohnung verlassen zu koennen durchaus eine menge lebensqualitaet, die mir im zweifelsfall auch den tod wert ist.

frueher wurden die leute nicht so alt, dass sie ueberhaupt an krebs haetten erkranken koennen bzw. wurde das sicherlich auch haeufig genug nicht diagnostiziert. es mag sein, dass heute tatsaechlich mehr maligne tumoren auftreten, als das frueher (wobei die definition von frueher ein wenig problematisch ist) auftreten, im schnitt lebt die bevoelkerung aber besser und laenger. dass die leute trotzdem irgendwann sterben halte ich sogar fuer ganz sinnvoll, auch wenn manche sicherlich zu frueh dort ankommen.

versteh mich nicht falsch, ich bin durchaus ein freund von umweltschutz, muelltrennung, fckw-freien kuehlschraenken, fahrraedern und oeffentlichen verkehrsmitteln und bin auch nicht der meinung, dass der ganze bloedsinn der tagtaeglich erfunden wird, mein leben deutlich verbessert. du solltest aber trotz allem dankbar sein, dass es dir so gut geht, wie das derzeit der fall ist. falls du ein einfaches leben fuehren willst kannst du ja mal fuer ein paar jahre nach afrika, suedamerika oder auch nach vietnam, laos oder kambodia gehen. falls du nicht an aids erkrankst gibt es immer noch malaria, diverse haemorrhargische fieber und alles moegliche andere. krebs ist deren geringste sorge, elektrosmog sowieso.
du wirst dich damit abfinden muessen, dass der mensch trotz allem fortschritt ein zwar sehr widerstandsfaehiges aber trotzdem sterbliches lebewesen ist. die technik dafuer verantwortlich zu machen, halte ich aber doch fuer ein bisschen uebertrieben.

BigBadWolf
30. September 2004, 00:46
Original geschrieben von Prof.Dr.Zwiebel
hm lebensqualität heisst für mich untere anderem keine angst zu haben, denn sonst verpasst man schöne momente bzw sie werden verdrängt
mehr als die üblichen vorkehrungen treffe ich auch nicht, komischer weise kam zwischen meiner mutter und mir heut auch das thema krebs zur sprache und ich hab erfahren, dass ca 95% meiner verwandtschaft an krebs erkrankt bzw gestorben sind, was auch für mich nichts gutes heissen wird, trotzdem mach ich mir da keine gedanken, vor allen dingen jetzt noch nicht.
dafür ist das leben zu kurz ;) hab gehört, dass in 30 jahren _jeder_ mensch an krebs stirbt (oder vielleicht autounfall ;) )...ne, aber krebs ist jetzt schon eine der häufigsten todesarten. richtig durch altersschwäche wie meine oma und mein opa wird wohl keiner von uns mehr sterben. schade eigentlich :(

meine oma ist von krebs geheilt, meine mutter auch und meinem onkel haben sie einen _tennisballgroßen_ hirntumor (kein scheiss) entfernt und er kann immer noch mit beiden augen sehen. die ärzte haben gemeint, die chance, dass er nach der op noch auf _einem_ auge sehen konnte, hätte schon weit unter 50% gelegen. einige der sachen, für die ich mich _wirklich_ bedanken kann, bei wem auch immer :)

SuicideSquad
30. September 2004, 01:39
zum glück hat keiner meiner verwandten krebs:elefant:

Entwirker
30. September 2004, 01:50
~ ein viertel aller menschen in deutschland sterben an krebs (statistik stammte von 02). sagt zumindest der erste link von google ;(

aber schon interessant, dass dich ein bericht in der boulevardpresse darauf aufmerksam gemacht hat :bored:

Clawg
30. September 2004, 02:18
Ok, zum Thema:

Generell gilt: Der Koerper selbst ist der beste Heiler den es gibt, 'beschaeftigt' er sich ja schon seit Millionen von Jahren mit 'Medizin'. Sogenannte Wunderheiler heilen die Krankheiten nicht selbst durch irgendeine physische Einwirkung, sondern vermitteln dem Kranken positives Lebensgefuehl, Glauben, dass er wieder gesund wird.
Das Hirn steuert viele wichtige Dinge im Koerper, Atmung, Kreislauf, Herzschlag, Blutdruck, Gleichgewicht, Hormone etc. etc., geraet dieses ausser Gleichgewicht (z.B. Stress, Gedanken aus der Hirnrinde beeinflussen auch tiefere Schichten) erhoeht sich die Gefahr fuer alle Krankheiten, auch Krebs (bzw. dass der Krebs gefaehrlich wird). Es gibt sicher eine Vielzahl von Menschen, die Krebs hatten und es nicht mal bemerkten.

Wenn man das versteht, wird auch klar, dass der beste Schutz vor Krankheiten ist, mal salopp gesagt, ihnen ins Auge zu blicken und zu lachen. Eine positive Lebenseinstellung, Klarheit ueber die eigene Position und Grenzen und eine gesunde Ernaehrung/Bewegung sind die besten Mittel dazu.

Solches Wissen und der offene Umgang mit dem Thema hilft eine gesuendere Einstellung zu bekommen. Leider wird speziell im Bereich von Krankheiten von diversen Stellen Panik geschoben (man denke da an AIDS oder SARS hinter denen ausser Geldmacherei nichts steckt bzw. steckte), was insgesamt negative Auswirkung auf die Gesundheit ergibt :(

Deshalb: Informieren -> gg.

0Smacks0
30. September 2004, 02:36
Original geschrieben von [AMB]Claw
Ok, zum Thema:

Generell gilt: Der Koerper selbst ist der beste Heiler den es gibt, 'beschaeftigt' er sich ja schon seit Millionen von Jahren mit 'Medizin'. Sogenannte Wunderheiler heilen die Krankheiten nicht selbst durch irgendeine physische Einwirkung, sondern vermitteln dem Kranken positives Lebensgefuehl, Glauben, dass er wieder gesund wird.
Das Hirn steuert viele wichtige Dinge im Koerper, Atmung, Kreislauf, Herzschlag, Blutdruck, Gleichgewicht, Hormone etc. etc., geraet dieses ausser Gleichgewicht (z.B. Stress, Gedanken aus der Hirnrinde beeinflussen auch tiefere Schichten) erhoeht sich die Gefahr fuer alle Krankheiten, auch Krebs (bzw. dass der Krebs gefaehrlich wird). Es gibt sicher eine Vielzahl von Menschen, die Krebs hatten und es nicht mal bemerkten.

Wenn man das versteht, wird auch klar, dass der beste Schutz vor Krankheiten ist, mal salopp gesagt, ihnen ins Auge zu blicken und zu lachen. Eine positive Lebenseinstellung, Klarheit ueber die eigene Position und Grenzen und eine gesunde Ernaehrung/Bewegung sind die besten Mittel dazu.

Solches Wissen und der offene Umgang mit dem Thema hilft eine gesuendere Einstellung zu bekommen. Leider wird speziell im Bereich von Krankheiten von diversen Stellen Panik geschoben (man denke da an AIDS oder SARS hinter denen ausser Geldmacherei nichts steckt bzw. steckte), was insgesamt negative Auswirkung auf die Gesundheit ergibt :(

Deshalb: Informieren -> gg.
Absolut 2
Hätte es ähnlich formuliert.

Entwirker
30. September 2004, 03:23
is auch kein allheilmittel. krebs kann eben JEDER bekommen, das ist ja das, was so angst verursacht.

p.s. aids ist alles andere als harmlos, schau mal nach afrika ...

Clawg
30. September 2004, 04:36
Original geschrieben von EnTi
is auch kein allheilmittel. krebs kann eben JEDER bekommen, das ist ja das, was so angst verursacht.

Zum Glueck auch wieder heilen.



p.s. aids ist alles andere als harmlos, schau mal nach afrika ...

Jo, da verhungern und verdursten Menschen, haben ein schlechtes Immunsystem, es wimmelt an Krankheitserregern, die daraus erworbene Immunschwaeche koennte man AIDS bezeichnen.
In westlichen Laendern stopfen sich Menschen Gifte in den Koerper, wodurch Hunger-,Durst- und Muedigkeitsgefuehle ausgeschaltet und die Steuersysteme total umgekrempelt werden (ich rede hier von Drogen), was insgesamt das Immunsystem auch ueber kurz oder lang zerstoert. Auch das ist AIDS, der Koerper kann sich nur noch schlecht wehren.

Aber was hat das mit der Theorie 'HIV' zu tun was die Pharmafirmen propagieren, "gluecklicherweise" seit Jahren kein Heilmittel gefunden ist (wie auch), die angeblichen, den Tod angeblich herauszoegernden Mittel Unmengen an Profit bringen und ungeheure Mengen an Forschungsgelder in die HIV-Forschung investiert bekommen waehrend serioese Wissenschaftler die sich mit dem Thema intensiv beschaeftigen das als Unsinn abtun?

Weder Hunger noch ungesunden Lebensstil kann man durch Medikamente heilen, packt man alles Weltuebel in einen Krankheitserreger, praesentiert das Heilmittel in Pillenform und schon sieht die Welt wieder einfach aus! Wen interessieren schon die komplexen Zusammenhaenge, Drogen ungesund? Sicher nicht! Interessiert doch alles niemanden, Hauptsache die Pharmaindustrie bringt uns die Wunderpille die uns die Krankheiten nimmt!
Bewegung? Gesundes Essen? Nein! Es gibt Vitaminpillen! Es gibt cholesterinsenkende Mittel! Juchhee! Ein Dreifachhoch auf die neue Medizin! Ja, lasst uns alle feiern!

PS: In den letzten Abschnitt habe ich etwas Ironie benutzt
PPS: Hey, ich warte noch auf die Intelligenz-Schoenheits-Gesundheitspille... Ohja, GENTECHNIK! Niemand muss mehr Hungern! Arbeitsplaetze! Tolle Autos!

PPPS: Wie tief sind die Menschen gesunken, dass sie ihrem eigenen Koerper nicht mehr vertrauen?



:eek3:

thandor32
30. September 2004, 04:55
Erzählst du grad dass es den HI Virus gar nicht gibt oder was ?

Und @ Krebs: Sicher kannst du jetzt in ständiger Angst leben und bei jedem Zipperlein das du an dir feststellst zum Arzt laufen und auf alle möglichen schlimmen Krankheiten testen lassen, aber... willst du das wirklich ? Gib nich soviel auf den ganzen Scheiss, das Leben is eh sinnfrei und wenns dich erwischt dann biste halt dran :) früher oder später is das eh der Fall. Ach ja, falls du auf der Suche nach interessanten "trifft dich aus heiterem Himmel und ist unheilbar"-Krankheiten bist dann informier dich auch mal über Multiple Sklerose, sollteste grad im richtigen Alter dafür sein... hf :ugly:

Vystup
30. September 2004, 05:38
Original geschrieben von [AMB]Claw


Zum Glueck auch wieder heilen.

[B]

Jo, da verhungern und verdursten Menschen, haben ein schlechtes Immunsystem, es wimmelt an Krankheitserregern, die daraus erworbene Immunschwaeche koennte man AIDS bezeichnen.
In westlichen Laendern stopfen sich Menschen Gifte in den Koerper, wodurch Hunger-,Durst- und Muedigkeitsgefuehle ausgeschaltet und die Steuersysteme total umgekrempelt werden (ich rede hier von Drogen), was insgesamt das Immunsystem auch ueber kurz oder lang zerstoert. Auch das ist AIDS, der Koerper kann sich nur noch schlecht wehren.

Aber was hat das mit der Theorie 'HIV' zu tun was die Pharmafirmen propagieren, "gluecklicherweise" seit Jahren kein Heilmittel gefunden ist (wie auch), die angeblichen, den Tod angeblich herauszoegernden Mittel Unmengen an Profit bringen und ungeheure Mengen an Forschungsgelder in die HIV-Forschung investiert bekommen waehrend serioese Wissenschaftler die sich mit dem Thema intensiv beschaeftigen das als Unsinn abtun?

Weder Hunger noch ungesunden Lebensstil kann man durch Medikamente heilen, packt man alles Weltuebel in einen Krankheitserreger, praesentiert das Heilmittel in Pillenform und schon sieht die Welt wieder einfach aus! Wen interessieren schon die komplexen Zusammenhaenge, Drogen ungesund? Sicher nicht! Interessiert doch alles niemanden, Hauptsache die Pharmaindustrie bringt uns die Wunderpille die uns die Krankheiten nimmt!
Bewegung? Gesundes Essen? Nein! Es gibt Vitaminpillen! Es gibt cholesterinsenkende Mittel! Juchhee! Ein Dreifachhoch auf die neue Medizin! Ja, lasst uns alle feiern!

PS: In den letzten Abschnitt habe ich etwas Ironie benutzt
PPS: Hey, ich warte noch auf die Intelligenz-Schoenheits-Gesundheitspille... Ohja, GENTECHNIK! Niemand muss mehr Hungern! Arbeitsplaetze! Tolle Autos!

PPPS: Wie tief sind die Menschen gesunken, dass sie ihrem eigenen Koerper nicht mehr vertrauen?



:eek3:

Also was Du da schreibst zeugt ja wirklich von einer Menge Ignoranz Deiner Umwelt gegenueber. Sicherlich ist die auf schlechte Lebensbedingungen zurueckzufuehrende Immunschwaeche auch eine "acquired immuno-deficiency", das hat aber nichts mit der Krankheit AIDS zu tun, weil das ein fest definiertes Syndrom ist.

Zum Thema Heilmittel: HIV ist ein Retrovirus, d.h. er traegt sein Genom in Form von RNA, was durch eine reverse Transkriptase in eine DNA ueberschrieben wird, aus der dann wiederum die RNA fuer die Proteinsynthese transkribiert wird. Die reverse Transkriptase ist extrem fehleranfaellig, was dazu fuehrt, dass sich das Erbgut und damit auch die Proteine des Virus veraendern. Wenn sich die Proteinstruktur aendert, kann ein Antikoerper gegen die unveraenderte Proteinstruktur nicht mehr wirken, es muss also erst ein neuer, passender Antikoerper gebildet werden. Deswegen kommt das menschliche Immunsystem mit diesem Virus nicht klar. Das gleiche Problem hat natuerlich auch die Pharmaindustrie (der ich aber trotzdem nicht unbedingt positiv gesonnen bin). Wenn Du ein sich staendig veraenderndes Ziel hast, kannst Du machen, was Du willst - Du wirst immer hinterherlaufen. Das ist uebrigens auch der Grund, warum die Grippeschutzimpfung nicht laenger als ein oder zwei Jahre wirkt...

Das sind erstmal die Tatsachen, die kein serioeser Wissenschaftler abstreiten wird. Dass die Pharmaindustrie vielleicht nebenbei auch ein wenig mehr Interesse am Geld verdienen, als an der Gesundheit der Menschen hat, ist zwar abartig aber leider Teil unseres wirtschaftlichen Systems. Und noch was: die Virostatika wirken tatsaechlich, auch wenn sie nicht heilen koennen.

Wenn Du mir jetzt vielleicht noch erklaeren koenntest, warum die Lebenserwartung in einigen afrikanischen Laendern in den letzten Jahren auf 3x Jahre gesunken ist, obwohl der allgemeine Lebensstandard sich entweder nicht veraendert oder verbessert hat, dann waere ich Dir sehr dankbar. Ich geb Dir einen Tipp: HIV.

Ich bin auch der Meinung, dass eine positive Einstellung der Gesundheit foerderlich ist, was Du da allerdings betreibst ist konsequente Realitaetsverleugnung.

Majorsnake
30. September 2004, 10:25
Wegen Krebs sollte man öfters zum Arzt gehen. Zumindest 1mal im Jahr alles durchchecken lassen.
Und was dieser scheiss Wunderheiler da gemacht hat, is unter aller sau ! Der hat damit 1000enden Krebspatienten was vorgemacht und was glaubt ihr wie viele von den können ihn jez noch verklagen ? Maximal nur die Hälfte !

Smarty
30. September 2004, 10:35
Ich esse meine Pommes immer schön durchgebräunt, und Spekulatius sowie Knäckebrot für mein Leben gern (Acrylamid - genau, das Wort ist schon wieder aus der meisten Leute Köpfe verschwunden).
Meine Großeltern und sonstige ältere Verwandtschaft sind fast alle an verschiedenen Krebsformen gestorben (alle(!) Nichtraucher).

Ich ess Tomaten.
Und bin mir bewusst, dass alles und jedes in unserer Welt irgendwie krebserregend ist. Und für das Jetzt (= die nächsten Jahre mit Blick auf die langfristige Zukunft) Leben doch irgendwie sinnig ist.

Vystup
30. September 2004, 12:09
Original geschrieben von Majorsnake
Wegen Krebs sollte man öfters zum Arzt gehen. Zumindest 1mal im Jahr alles durchchecken lassen.
Ich glaube Du hast keine wirkliche Vorstellung davon, was "alles durchchecken" beinhalten wuerde. Zum Glueck wuerde das aber auch kein vernuenftig denkender Arzt bei Dir machen. Die Strahlenbelastung durch die ganzen CTs waere aber wahrscheinlich schon ein ordentliches Gesundheitsrisiko o_O

aMrio
30. September 2004, 13:04
letztens auf irgendnem kongress wurde gesagt: 2040 oder 2050 stirbt jeder zweite mensch weltweit an krebs, zu sehr hohen anteilen davon an den folgen von aktiv- oder passivrauchen.

die menschheit ist doch selbst schuld und ich wette auch hier im thread sind mehr als genug raucher, autofahrer die gerne mal zu schnell fahren, energieverschwender undundund vertreten. aber dann rumjammern :8[:

OnkelHotte
30. September 2004, 14:09
ok..um mal die essenz dieses sinnlosen threads zusammenzufassen!

ist krebs eine böse und gemeine krankheit?

ich denke, die community ist sich einig: JA!

Majorsnake
30. September 2004, 14:33
Naja, irgendwann wird man auch Krebs heilen können. Aber ich glaube das dauert noch :(

BigBadWolf
30. September 2004, 14:34
ich öffnete den thread, las und wusste - es ist claw's post...und ich hatte recht.

gott, wie dumm muss ein mensch eigentlich sein, um so eine scheisse zu glauben?

bitte versuche nicht, jetzt in jeden thread hier irgendein verschwörungsgesabbel hereinzubringen. es nervt!

GoLi3
30. September 2004, 14:48
was mich mehr beunruhigt ist die Tatsache, dass Krebs ja irgendwie vererbbar sein soll. Und da auch der eine oder andere Verwandte daran gestorben ist, weiß ich ja was mir in ein paar Jahren blühen könnte :8[:

Acryl
30. September 2004, 15:05
stimme claw teilweise zu. die moderne, sowie die alternative medizin haben beide ihre daseins berechtigung. das die moderne medizin die alternative oft schlecht redet und teilweise auch unterdrückt ist wohl nicht von der hand zu weißen und das die pharma industrie ihre finger mit im spiel haben wohl auch nicht, geht eben mehr oder weniger überall ums geld verdienen.

@bigbadwolf: erspar uns deinen scheiss spam doch einfach.

MasterControlProgram
30. September 2004, 15:35
claw lass dich bitte einweisen, auch dir kann geholfen werden.

ansonsten, seid froh, dass es euch nicht trifft oder einen geliebten menschen. :(

Pulex
30. September 2004, 15:39
ich weiss halt von nem kumpel der onkel war echt sportlich un top fit un so. und dann mit 45 gings ihm in zeitraum von paar tagen auf einmal abartig dreckig. er ging zum arzt un diagnose war knochenkrebs so ziemlich im ganzen körper, zwischen 5 - 10 monate hatte er noch zu leben. naja, nach 6 monaten ist er dann auch gestorben :/ schon ne dreckskrankheit. vor allem kommt die ziemlich häufig vor.

Clawg
30. September 2004, 15:57
Original geschrieben von Vystup
Also was Du da schreibst zeugt ja wirklich von einer Menge Ignoranz Deiner Umwelt gegenueber.

:(



Sicherlich ist die auf schlechte Lebensbedingungen zurueckzufuehrende Immunschwaeche auch eine "acquired immuno-deficiency", das hat aber nichts mit der Krankheit AIDS zu tun, weil das ein fest definiertes Syndrom ist.

Die Krankheitssymptome von AIDS sind NICHT fest definiert, das einzige Symptom ist die Immunschwaeche.



Zum Thema Heilmittel: HIV ist ein Retrovirus, d.h. er traegt sein Genom in Form von RNA, was durch eine reverse Transkriptase in eine DNA ueberschrieben wird, aus der dann wiederum die RNA fuer die Proteinsynthese transkribiert wird. Die reverse Transkriptase ist extrem fehleranfaellig, was dazu fuehrt, dass sich das Erbgut und damit auch die Proteine des Virus veraendern. Wenn sich die Proteinstruktur aendert, kann ein Antikoerper gegen die unveraenderte Proteinstruktur nicht mehr wirken, es muss also erst ein neuer, passender Antikoerper gebildet werden. Deswegen kommt das menschliche Immunsystem mit diesem Virus nicht klar.


Wenn der Virus daran schuld ist, wieso hat er dann eine so lange Inkubationszeit? Der HIV Virus ist, rein von seiner Erbinformation, nicht komplexer als andere Retroviren, gerade mal genug um sich selbst zu replizieren. Woher also diese 'Intelligenz'?



Das gleiche Problem hat natuerlich auch die Pharmaindustrie (der ich aber trotzdem nicht unbedingt positiv gesonnen bin). Wenn Du ein sich staendig veraenderndes Ziel hast, kannst Du machen, was Du willst - Du wirst immer hinterherlaufen. Das ist uebrigens auch der Grund, warum die Grippeschutzimpfung nicht laenger als ein oder zwei Jahre wirkt...

Das sind erstmal die Tatsachen, die kein serioeser Wissenschaftler abstreiten wird. Dass die Pharmaindustrie vielleicht nebenbei auch ein wenig mehr Interesse am Geld verdienen, als an der Gesundheit der Menschen hat, ist zwar abartig aber leider Teil unseres wirtschaftlichen Systems.
Und noch was: die Virostatika wirken tatsaechlich, auch wenn sie nicht heilen koennen.
Wenn Du mir jetzt vielleicht noch erklaeren koenntest, warum die Lebenserwartung in einigen afrikanischen Laendern in den letzten Jahren auf 3x Jahre gesunken ist, obwohl der allgemeine Lebensstandard sich entweder nicht veraendert oder verbessert hat, dann waere ich Dir sehr dankbar. Ich geb Dir einen Tipp: HIV


Naja, wenn du erwartest, dass die selbe Organisation die von AIDS profitiert (Unterstuetzung von diversen Laendern, Spenden etc.) die Zahlen nicht auch "schoen"redet (nach oben bzw. unten korrigiert), hast du dich gewaltig getaeuscht.

Nur nochmal zur Klarstellung, damit ich nicht spaeter falsch zitiert werde:
Es GIBT HIV-Retroviren, jedoch verursachen die kein Aids. Wenn auf HIV getestet wird, wird NICHT nach dem Virus geschaut, sondern nach den Antikoerpern (Da tritt natuerlich die Frage auf: Wenn sich HIV so schnell veraendern kann, wie kann man dann spezifische Antikoerper finden?).



Ich bin auch der Meinung, dass eine positive Einstellung der Gesundheit foerderlich ist, was Du da allerdings betreibst ist konsequente Realitaetsverleugnung.

Du meinst "Medienverleugnung".

Auch ganz nett was P.M. schreibt:

"HIV" (AIDS) amtlich nicht existent
http://www.pm-magazin.de/de/wissensnews/wn_id33.htm

Betrugsvorwurf gegen Entwickler von AIDSVAX
http://www.pm-magazin.de/de/wissensnews/wn_id735.htm

Eine kurze Beschreibung und eine Reihe von Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/HIV-Dissidenten

PS: Wer googelt findet auch einen Haufen Unsinn was zu diesem Thema geschrieben wird, z.B. dass AIDS ausschliesslich auf den AZT Medikamenten zurueckzufuehren ist etc., das ist Bloedsinn. Viele dieser "AIDS-Luegen" Seiten sind schlecht recherchiert bzw. schreiben nur voneinander ab.

@BigBadWolf: Dann suche dir ein anderes Forum in dem nur Leute zugelassen sind, die die Tageszeitung zitieren und den Politikern nachsprechen. Wenn dir meine Meinung nicht gefaellt, dann forsche nach anstatt hier off-topic rumzuspammen und rumzuflamen.

So, nach diesem kurzen Ausschweifen zurueck zum Thema:
@keks: Krebs direkt ist nicht vererbbar (waere es das, waere derjenige bereits als Zellhaufen gestorben), Krebs ist eine Erscheinung dafuer, dass die Reproduktionsmechanismen der Zellen nicht korrekt funktionieren. Was unter Umstaenden vererbbar ist, ist primaer, dass bestimmte Reperaturmechanismen nicht einwandfrei funktionieren bzw. die Chance auf Krebs steigt. Solche Fehler koennen aber auch wieder in der naechsten Generation durch Kombination der Erbinformation wieder behoben sein :)

Fakt ist, dass zur Krebsbildung mehrere Faktoren mitspielen:
- Erbgut zwecks Reperatur'einrichtungen' (die die Mutation repariert)
- Umwelteinfluesse (Mutagene Stoffe, also die Mutation selbst ausloesende Ursache)
- Effizenz der Reperatureinrichtungen (-> gesunde Lebensweise, Ernaehrung etc.)


Original geschrieben von Trashpilot
letztens auf irgendnem kongress wurde gesagt: 2040 oder 2050 stirbt jeder zweite mensch weltweit an krebs, zu sehr hohen anteilen davon an den folgen von aktiv- oder passivrauchen.

die menschheit ist doch selbst schuld und ich wette auch hier im thread sind mehr als genug raucher, autofahrer die gerne mal zu schnell fahren, energieverschwender undundund vertreten. aber dann rumjammern

Ich weiss nicht auf was du dich beziehst, aber was ich gefunden war, war lediglich, dass sich die Zahl der Krebsfaelle verdoppelt/verdreifacht:
http://www.klinikinfo.de/artikel/viewer-test2.cfm?do=30&site=2&id=8&aid=1180

Neben dem Tabakkonsum und ungesunder Lebensweise sind auch (v.a. in anderen Laendern) vergiftetes Wasser (z.B. Arsen), Industrieabgase, Radioaktivitaet (z.B. Irak) etc. schuld an der erhoehten Krebszahl.
edit: Flouridhaltiges Wasser soll auch an erhoehter Knochenkrebszahl schuld sein, jedoch habe ich mich damit noch nicht genug beschaeftigt um klares Urteil zu faellen. Grundsaetzlich ist zu sagen: Je weiter von der Natur bzw. der natuerlichen Lebensweise entfernt, desto groesser die Wahrscheinlichkeit fuer Krebs. Irgendwas ins Wasser zu mischen halte ich erst einmal fuer sehr gefaehrlich (schliesslich sind die Leute die das trinken nicht 'krank').

Interessant ist auch dieser Artikel:
http://www.klinikinfo.de/artikel/viewer-test2.cfm?do=30&site=2&id=8&aid=1378
Bekaempft wurde nicht der Krebs an sich sondern es wurde der 'Selbstmordmechanismus' aktiviert. Gibt zumindest Hoffnung.

edit: was mir noch eingefallen ist:

Wuerdet ihr einem 'Halbgott in Weiss' mehr trauen als einem Schamanen eines Naturvolks?
Natuerlich.
Aber warum? Ich denke der Grund dafuer liegt in der westlichen sehr rationalen Denkweise, vor allem in der Zerlegung des Problems in kleinere Probleme. Jemand hat Husten -> Hustensaft verschreiben. Die Symptome werden bekaempft, nicht die Ursachen.
Zum Glueck gibt es aber auch von Seiten der Schulmedizin z.T. ein langsames Umdenken, v.a. weil einige Mediziner gesehen haben, dass durch Aktivierung der koerpereigenen Abwehr/Heilungskraefte auch grosse Heilerfolge erziehlt werden koennen. Fuer die Pharmaindustrie ist die Heilung in Pillenform aber wesentlich profittraechtiger als ein vertrauensvolles Gespraech mit dem Arzt, also wird man von der Seite auch nichts hoeren.

0Smacks0
30. September 2004, 16:58
Original geschrieben von [AMB]Claw

Jo, da verhungern und verdursten Menschen, haben ein schlechtes Immunsystem, es wimmelt an Krankheitserregern, die daraus erworbene Immunschwaeche koennte man AIDS bezeichnen.
In westlichen Laendern stopfen sich Menschen Gifte in den Koerper, wodurch Hunger-,Durst- und Muedigkeitsgefuehle ausgeschaltet und die Steuersysteme total umgekrempelt werden (ich rede hier von Drogen), was insgesamt das Immunsystem auch ueber kurz oder lang zerstoert. Auch das ist AIDS, der Koerper kann sich nur noch schlecht wehren.

Aber was hat das mit der Theorie 'HIV' zu tun was die Pharmafirmen propagieren, "gluecklicherweise" seit Jahren kein Heilmittel gefunden ist (wie auch), die angeblichen, den Tod angeblich herauszoegernden Mittel Unmengen an Profit bringen und ungeheure Mengen an Forschungsgelder in die HIV-Forschung investiert bekommen waehrend serioese Wissenschaftler die sich mit dem Thema intensiv beschaeftigen das als Unsinn abtun?

Weder Hunger noch ungesunden Lebensstil kann man durch Medikamente heilen, packt man alles Weltuebel in einen Krankheitserreger, praesentiert das Heilmittel in Pillenform und schon sieht die Welt wieder einfach aus! Wen interessieren schon die komplexen Zusammenhaenge, Drogen ungesund? Sicher nicht! Interessiert doch alles niemanden, Hauptsache die Pharmaindustrie bringt uns die Wunderpille die uns die Krankheiten nimmt!
Bewegung? Gesundes Essen? Nein! Es gibt Vitaminpillen! Es gibt cholesterinsenkende Mittel! Juchhee! Ein Dreifachhoch auf die neue Medizin! Ja, lasst uns alle feiern!

PS: In den letzten Abschnitt habe ich etwas Ironie benutzt
PPS: Hey, ich warte noch auf die Intelligenz-Schoenheits-Gesundheitspille... Ohja, GENTECHNIK! Niemand muss mehr Hungern! Arbeitsplaetze! Tolle Autos!

PPPS: Wie tief sind die Menschen gesunken, dass sie ihrem eigenen Koerper nicht mehr vertrauen?

Erst schreibst du noch was vernünftiges und dann wieder nen bodenlosen Schwachsinn. OMG.

Ja, Vitamintabletten sind Schwachsinn, das weiß mittlerweile auch jeder, weil die Vitamine nicht unbedingt so synthetisiert werden können wie in den Verbindungen in denen sie in Gemüse oder Obst vorkommen.
Aber bloß weil Aids eine Krankheit ist die mit einer Schwächung des Immunsystems einher geht, ist nicht gleich jede irgend wie herbeigeführte oder durch falsche Lebensweise selbst verschuldete Immunschwäche Aids.

Es stimmt wiederum, dass Pharmakonzerne die Erforschung für die Medikamente besonders fördern, die Absatz versprechen. Das aber nicht an der Bekämpfung von Aids geforscht wird ist schlicht falsch. Das es widerum Patentkonflikte gibt ist richtig u.s.w. u.s.f.

Die Gentechnik wird auch jede Menge Vorteile bringen. Die sogenannten "Intelligenzpillen" sind, nach den neusten Sachen die ich 2004 gelesen habe alle Schwachsinn. Bestimmte Leistungsfördernde Medikamente sind auch nicht unbedingt besser als ein paar Tassen Kaffee, nur dass die Nebenwirkungen unbekannt sind. Das hat das amerikanische Militär schon ausgiebig erforscht.

Deine Technikfeindlichkeit überrascht mich. Um ein einfaches Beispiel von Arnold Gehlen dran zu bringen(evtl. hats schon wer anders gesagt kA). Die erste Speerspitze ist eine Technologie der genauso wie der Kernenergie die folgende Ambivalenz inne wohnt: Die nützliche Verwendung(jagen, Stromerzeugung) und die gefährliche (töten, bedrohen, Atombombe etc). Gleiches gilt für die Gentechnik und gleiches gilt für fast jede Technologie. Es geht daher nicht um ein Verbot der Gentechnologie sonder darum sie sinnvoll zu nutzen!´Da sie so kompliziert ist sind wir als Laien natürlich etwas ausgeschlossen und verstehen das ganze schwer und hier liegt das eigentliche Dilemma begraben. Daher blüht auch dieser ganze Verschwörungsmist, es versteht kaum einer mehr. Bloß weil wir es schwer verstehen können, können wir es nicht gleich verteufeln.

Btw deine Abneigung gegen die Schulmedizin teile ich teilweise, weil die Leute wirklich zuviel Zeug schlucken... Aber alles in allem bin ich mit ihr zufrieden, denn es liegt schließlich am Patienten selbst ob er wegen jedem Scheiß zum Arzt rennt...

Vystup
30. September 2004, 17:28
AIDS-Definition laut der CDC :

* Gruppe I: Akute HIV Infektion
* Gruppe II: Asymptomatische Infektion
* Gruppe III: Persistierende generalisierte Lymphadenopathie (LAS)
* Gruppe IV: Andere Erkrankungen
o Untergruppe A: Allgemeinsymptome: länger als 1 Monat Fieber, Gewichtsverlust von mehr als 10 Prozent des Körpergewichtes.
o Untergruppe B: Neurologische Erkrankungen (Demenz, Myelopathie, periphere Neuropathie).
o Untergruppe C: Sekundäre Infektionskrankheiten:
+ Kategorie C1: eine der sogenannten Indikatorerkrankungen, bei deren Auftreten laut CDC auch ohne nachgewiesener HIV-Infektion die Diagnose AIDS vorliegt (zu ihnen zählen u. a.: PCP, Toxoplasmose, Infektionen mit dem Herpes-Simplex-Virus und dem Zytomegalie-Virus, Candidiasis, Kryptosporidiose usw.
+ Kategorie C2: andere sekundäre Infektionskrankheiten, wie orale Haarleukoplakie, Herpes Zoster, Tuberkulose, Nokardiose, Mundsoor (Soor etc.).
o Untergruppe D: sekundäre Tumorerkrankungen, wie Kaposi-Sarkom, Non-Hodgkin-Lymphom (Hodgin-Krankheit), primäre Lymphome des Zentralen Nervensystems (ZNS).
o Untergruppe E: andere (bisher nicht angeführte) Veränderungen.

Die CDC-Klassifikation sieht auch dann Kriterien für die Diagnose AIDS vor, wenn sich trotz des Auftretens der für AIDS typischen Sekundärerkrankungen keine HIV-Infektion nachweisen läßt.


Somit ist AIDS sehr wohl klar definiert. Dass es noch andere Immundefizienzen gibt, bleibt davon unberuehert.


Wenn der Virus daran schuld ist, wieso hat er dann eine so lange Inkubationszeit? Der HIV Virus ist, rein von seiner Erbinformation, nicht komplexer als andere Retroviren, gerade mal genug um sich selbst zu replizieren. Woher also diese 'Intelligenz'?
Das ist keine Intelligenz, das ist schlichte Fehleranfaelligkeit. Im Uebrigen gibt es bis heute keinen Impfstoff gegen irgendein humanpathogenes Retrovirus, wobei mir da auch sowieso nur das HTLV einfaellt. Somit ist HIV da auch keine Ausnahme. Mein Grippebeispiel war schlecht gewaehlt, da Influenza kein Retrovirus ist, das Problem ist aber trotzdem aehnlich, wenn es auch auf andere Art und Weise entsteht.



Nur nochmal zur Klarstellung, damit ich nicht spaeter falsch zitiert werde:
Es GIBT HIV-Retroviren, jedoch verursachen die kein Aids.
Da oben zitierst Du noch einen (leider ziemlich schlecht geschriebenen) PM-Artikel, in dem die Existenz desselben in Frage gestellt wird)

Wenn auf HIV getestet wird, wird NICHT nach dem Virus geschaut, sondern nach den Antikoerpern (Da tritt natuerlich die Frage auf: Wenn sich HIV so schnell veraendern kann, wie kann man dann spezifische Antikoerper finden?).
Ja, es wird auf Antikoerper gegen die Virusoberflaechenantigene getestet. Das ist ein absolut gaengiges, wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, das auch in der Diagnostik anderer Erkrankungen angewandt wird. Die Frage, die Du stellst, ist ueberfluessig, der Koerper bildet gegen koerperfremde Proteine Antikoerper nach dem ersten Kontakt. Du solltest Dich eventuell mal ein wenig in der Immunologie einlesen.

Was den zweiten von Dir zitierten Artikel angeht: es wundert mich nicht, es ist auch nicht gut, allerdings stuetzt es Deine Argumente nicht.

Den Wikipedia-Artikel und einige der Links da drin habe ich gelesen. Die Erklaerung, das Krankheitsbild von AIDS sei auf die Medikamente zurueckzufuehren mag fuer die westlichen Laender moeglich sein. Tatsache ist aber, dass den meisten Menschen in Afrika eine solche Therapie nicht zur Verfuegung steht und sie trotzdem das gleiche Krankheitsbild entwickeln. Zufall? Wohl kaum. Wobei Du da schon selbst schreibst, das das wohl Bloedsinn ist.

Du bist sicher nicht dumm, allerdings wuerde ich Dir doch empfehlen, Dich mal etwas intensiver und wissenschaftlicher mit diesem Thema auseinanderzusetzen und Dich dabei auf Buecher, nicht nur auf das Internet zu stuetzen, weil man dort leider auch viel Nichtwissen findet. HIV kann man verleugnen, auf Kondome pfeifen, etc. Vielleicht hat man Glueck und es geht alles gut (die Chance ist gar nicht so gross), aber vielleicht steckt man sich doch an. Ich verstehe die Motivation, die Existenz von AIDS zu leugnen nicht wirklich. Fuehrt es dazu, dass sich Leute darauf berufen und dann anstecken, faend ich das fuer meinen Teil nicht wirklich angenehm.

Was den Rest Deines Beitrags angeht: wir leben heute laenger als vor 100, 500 oder auch 1000 Jahren. Das liegt bestimmt nicht nur daran, dass wir nicht mehr von den Baeren gefressen werden, nein, es hat auch mit dem hoeheren Lebensstandard zu tun. Dass der auch Kehrseiten hat, wird niemand verleugnen. Und ja, Krebs wird u.a. durch Umwelteinfluesse mit ausgeloest. Die Induktion der Apoptose ist sicherlich eine zukunftsweisende Therapie, aber auch hier wird es noch einige Jahre dauern. Und selbst wenn der Krebs besiegt sein sollte, gaebe es noch reichlich andere Krankheiten, an denen wir versterben koennen und werden. Der Mensch ist und bleibt sterblich.

Den letzten Absatz betreffend bin ich absolut Deiner Meinung.

Entwirker
30. September 2004, 17:31
Original geschrieben von [AMB]Claw

Auch ganz nett was P.M. schreibt:

"HIV" (AIDS) amtlich nicht existent
http://www.pm-magazin.de/de/wissensnews/wn_id33.htm

laut pm sind schwarze löcher tore zu anderen universen und überlichtgeschw. ist auch überhaupt kein problem, also bitte ...

Original geschrieben von [AMB]Claw

Die Symptome werden bekaempft, nicht die Ursachen.

falsch. die ursachen sind nur sehr sehr viel schwerer aufzufinden, weswegen man versucht aufgrund der symtome auf die ursache zu schließen. da aber aber unterschiedliche ursachen die gleichen symtome aufweisen können, sind falsche diagnosen nicht auszuschließen.
die symtome werden nur dann alleine bekämpft, wenn sie das einzige "schädliche" an dem zustand sind, oder wenn nicht bekannt ist, wie man die ursache bekämpfen könnte.




ich nehm an, dass es ein witz sein sollte, dass aids nicht existieren würde.

Clawg
30. September 2004, 17:56
Original geschrieben von @Smacks@

Erst schreibst du noch was vernünftiges und dann wieder nen bodenlosen Schwachsinn. OMG.

Ja, Vitamintabletten sind Schwachsinn, das weiß mittlerweile auch jeder, weil die Vitamine nicht unbedingt so synthetisiert werden können wie in den Verbindungen in denen sie in Gemüse oder Obst vorkommen.


Stichwort: Sekundaere Pflanzenstoffe:
http://www.bfa-ernaehrung.de/Bfe-Deutsch/Information/oekostatus.htm

Eben diese sekundaeren Pflanzenstoffe sorgen u.a. auch bestimmten Krebsarten vor, ich denke, dass die, ich nenne es mal "Vitaminbewegung" fast eher geschadet als genutzt hat. Da galt wieder: Weg von der Natur, hin zu einer simplen Pillenloesung. Die ganzen Stoffe wo man aber vergessen hat (die auch nicht akut lebenswichtig sind), waren eben alle sekundaeren Pflanzenstoffe. Anstatt teuer zu forschen hat man lieber billig zu produzierendes kuenstliches Vitamin ACE auf den Markt geworfen und in der Werbung vorgelogen, dass das doch so gesund sei.



Aber bloß weil Aids eine Krankheit ist die mit einer Schwächung des Immunsystems einher geht, ist nicht gleich jede irgend wie herbeigeführte oder durch falsche Lebensweise selbst verschuldete Immunschwäche Aids.


Exakt. Gleiches gilt fuer HIV. Das ist alles nur Korrelation (siehe unten).



Es stimmt wiederum, dass Pharmakonzerne die Erforschung für die Medikamente besonders fördern, die Absatz versprechen. Das aber nicht an der Bekämpfung von Aids geforscht wird ist schlicht falsch. Das es widerum Patentkonflikte gibt ist richtig u.s.w. u.s.f.


Natuerlich wird an der Bekaempfung von AIDS geforscht. Aber am falschen Ansatz, es werden die Symptome nicht die Ursachen bekaempft. Und HIV ist nicht die Ursache.



Die Gentechnik wird auch jede Menge Vorteile bringen. Die sogenannten "Intelligenzpillen" sind, nach den neusten Sachen die ich 2004 gelesen habe alle Schwachsinn. Bestimmte Leistungsfördernde Medikamente sind auch nicht unbedingt besser als ein paar Tassen Kaffee, nur dass die Nebenwirkungen unbekannt sind. Das hat das amerikanische Militär schon ausgiebig erforscht.

Deine Technikfeindlichkeit überrascht mich. Um ein einfaches Beispiel von Arnold Gehlen dran zu bringen(evtl. hats schon wer anders gesagt kA). Die erste Speerspitze ist eine Technologie der genauso wie der Kernenergie die folgende Ambivalenz inne wohnt: Die nützliche Verwendung(jagen, Stromerzeugung) und die gefährliche (töten, bedrohen, Atombombe etc). Gleiches gilt für die Gentechnik und gleiches gilt für fast jede Technologie. Es geht daher nicht um ein Verbot der Gentechnologie sonder darum sie sinnvoll zu nutzen!´Da sie so kompliziert ist sind wir als Laien natürlich etwas ausgeschlossen und verstehen das ganze schwer und hier liegt das eigentliche Dilemma begraben. Daher blüht auch dieser ganze Verschwörungsmist, es versteht kaum einer mehr. Bloß weil wir es schwer verstehen können, können wir es nicht gleich verteufeln.

Ich sage auch nicht, dass man Gentechnologie verbieten soll, es ist eine tolle Sache. Wir brauchen auch eine Pharmaindustrie fuer Medikamente und Forschung.

Was mich aber primaer stoert, ist dieses Versprechen von einem Wundermittel. Natuerlich KOENNTE man mit der Gentechnik viele Sachen machen, aber ein Blick auf die Realitaet zeigt etwas anderes.
Was glaubst du denn was fuer Pflanzen in Afrika eingesetzt werden? Sich stark vermehrende Pflanzen die den ganzen Kontinent uebersaehen und fuer Wohlstand und Glueck sorgen? Das ist zumindest die Botschaft diverser Gentechnikfirmen. In Wirklichkeit muessen die Bauern die diese Pflanzen einsetzen das Saatgut jedes Jahr neu kaufen und es wird ihnen verboten die Ernte des Vorjahres zu benutzen. Ein schoenes Geschaeft.
Auch werden Genpflanzen nur so in den Markt geworfen ohne sie ausgiebig zu testen. Sogar Greenpeace hat darueber etwas geschrieben: http://gruppen.greenpeace.de/aachen/gentechnik.html

Ich halte Gentechnik fuer DIE entscheidende Technologie der Zukunft. Aber eben nicht der Gegenwart.

Und jetzt kommt sowas wie AIDS, die Leute auf der Strasse fordern nach Forschungsgelder fuer ein Heilmittel und die Pharmaindustrie setzt sich in Gang. Eine nicht wissenschaftlich bestaetigte Studie (der normale Verlauf ist, dass eine Studie veroeffentlicht wird, damit andere Wissenschaftler versuchen koennen, sie zu falsifizieren bzw. zu bestaetigen) wird als Basis fuer die Theorie hergenommen, dass HIV als Verursacher der Krankheit ist und nicht etwa der Drogenkonsum der betroffenen Bevoelkerungsgruppe.

Ich persoenlich denke mir da: Hey, da ist was faul. Und wenn auch noch mehrere Nobelpreistraeger vom Fach das selbe behaupten, habe ich doch ernsthafte Zweifel daran. Blickt man in die Vergangenheit von dem Forscher der als erstes die HIV Theorie aufgestellt hat, entdeckt man, dass er vor HIV an einer Theorie gearbeitet hat, die Retroviren in Verbindung mit der Krebskrankheit setzten, die sich aber als Unfug herausstellte. Aha, ein sehr serioeser Wissenschaftler also.

Natuerlich kann es sein, dass HIV ein Supervirus ist, das allen bisherigen Erkenntnissen widerspricht, die Wissenschaftler und Institutionen die damit kraeftig Geld verdienen Recht haben und die anderen falsch liegen. Ich halte das jedoch fuer ziemlich abstrusse Vorstellung.

Wie im anderen Thread schon von jemand anderem gesagt: Wenn es zwei moegliche Theorien gibt, welcher sollte man dann eher vertrauen? Die komplizierte die ein Supervirus erfordert die alles bis dahin gesehene in den Schatten stellt oder die einleuchtende, dass AIDS nichts anderes als ein durch v.a. Drogen bzw. schlechte Ernaehrung hervorgerufene nicht funktionierendes Immunsystem ist?

Neben diesen Vorueberlegungen kann man natuerlich auch Statistiken betrachten. Der einzige Beweis fuer den Zusammenhang ist die Korrelation (!), dass in 40% der Faelle bei AIDS Kranken ein HIV Virus gefunden wurde. Es gibt aber auch viele viele andere (natuerlich harmlose, jeder letale/gefaehrdende Retrovirus koennte sich schlechter fortpflanzen/die Generationen ueberleben) Retroviren...
Das ist so als wuerde man eine erhoehte Geburtenzahl mit einer groesseren Storchenpopulation erklaeren. Klar, beide sind zeitgleich gestiegen, muss aber lang noch kein Beweis fuer die Abhaengigkeit sein.
http://www.rethinkingaids.de/duesberg/korr-txt.htm

Und ich moechte nochmal betonen (da bestimmte Leute wieder eben das behaupten, dass ich das behaupten wuerde): Es gibt AIDS. Es ist ein schlimmer Zustand, man muss dagegen etwas zu tun. Aber fuer die Immunschwaeche gibt es verscheidene Ursachen die man bekaempfen muss, nicht die eventuellen Symptome. U.a. Nach der Statistik liegen die Ursachen beim Drogenkonsum.

MasterControlProgram
30. September 2004, 18:01
es stellt sich die frage wer ihm ins gehirn schiss.
desweiteren bin ich der meinung, dass claw verstört sein muss.

OnkelHotte
30. September 2004, 18:14
also was die HIV-geschichten angeht, ist claw gar nicht so paranoid, wie es ihm einige unterstellen..

in diesem thread

http://forum.ingame.de/broodwar/showthread.php?threadid=74074

wurde vor kurzem erst kontrovers über HIV diskutiert

und ich habe mich auch mal etwas mit den neuesten publikationen beschäftigt.

in der tat scheinen direkte nachweise für das HI-Virus zu fehlen. es gibt anscheinend wirklich keine direkten aufnahmen und weitere unklarheiten konnten bis heute nicht beseitigt werden.

soll nicht heissen, dass es das virus nicht gibt. aber viele der heutigen daten, die der öffentlichkeit als knallharte fakten präsentiert werden, sind nicht so fundiert, wie man das vermuten möchte!

SuicideSquad
30. September 2004, 18:16
claw könnte bestimmt auch begründen, warum die welt als kugel eine lüge ist :8[:

shaoling
30. September 2004, 18:35
So langsam habe ich aber auch den Eindruck. ^^

@Topic:
Tja, so ist das Leben. Ich wünsche mir eigentlich nichts mehr, als mich Zeit meines Lebens guter Gesundheit erfreuen zu dürfen.

Trollkoenig
30. September 2004, 18:48
wir bleiben bitte beim Thema und gehen nicht wieder/weiter auf diese "HIV ist nur erfunden"-Geschichte ein ...

Clawg
30. September 2004, 19:02
Original geschrieben von Vystup


Somit ist AIDS sehr wohl klar definiert. Dass es noch andere Immundefizienzen gibt, bleibt davon unberuehert.

Das ist keine Intelligenz, das ist schlichte Fehleranfaelligkeit. Im Uebrigen gibt es bis heute keinen Impfstoff gegen irgendein humanpathogenes Retrovirus, wobei mir da auch sowieso nur das HTLV einfaellt. Somit ist HIV da auch keine Ausnahme. Mein Grippebeispiel war schlecht gewaehlt, da Influenza kein Retrovirus ist, das Problem ist aber trotzdem aehnlich, wenn es auch auf andere Art und Weise entsteht.


Naja, sie weiter unten, ich verstehe nicht so viel um damit mit dir fundamentiert ueber die Immunantwort des Koerpers im Detail zu diskutieren, da muss ich mich selber noch intensiver damit beschaeftigen.

Die Definition von AIDS sind meiner Meinung nach sehr vage (das wird offiziell ja auch nicht bestritten). Ich denke jemand der durch andere Weise sein Immunsystem zerstoert, haette die selben Symptome.



Da oben zitierst Du noch einen (leider ziemlich schlecht geschriebenen) PM-Artikel, in dem die Existenz desselben in Frage gestellt wird)


Der Artikel bezieht sich nur auf die Aussage eines Ministeriums, wonach HIV selbst bei Tests nicht nachgewiesen ist bzw. wird weil dies nach deren Aussage technisch schlecht durchfuehrbar ist. Was getestet wird ist das Vorkommen von Antikoerpern im Blut.
Das sagt natuerlich nichts ueber die Existenz eines HIV Retroviruses an sich (den es gibt, zumindest habe ich schon klare Photos davon gesehen).



Den Wikipedia-Artikel und einige der Links da drin habe ich gelesen. Die Erklaerung, das Krankheitsbild von AIDS sei auf die Medikamente zurueckzufuehren mag fuer die westlichen Laender moeglich sein. Tatsache ist aber, dass den meisten Menschen in Afrika eine solche Therapie nicht zur Verfuegung steht und sie trotzdem das gleiche Krankheitsbild entwickeln. Zufall? Wohl kaum. Wobei Du da schon selbst schreibst, das das wohl Bloedsinn ist.


Naja, es ist so, dass das Gegenmittel fuer den menschlichen Koerper sehr giftig ist, schlimmer als jedes Antibiotika. Das Immunsystem wird durch derartige Medikamente NICHT gestaerkt (was auch nicht der Zweck der Medikamente ist).

Afrika selbst als Argument aufzufuehren halte ich (sowohl auf der Pro als auch auf der Contra Seite) fuer heikel. Viele Zahlen sind Schaetzwerte, es besteht kaum Moeglichkeiten die Zahlen von unabhaengiger Stelle her zu ueberpruefen. Es eilt nicht zu jedem Toten ein Arzt der die Krankheitsursache feststellt. Ich bezweifle sogar, dass ueberhaupt korrekte Statistiken ueber Geburten- und Totenzahlen existieren. Dafuer existieren in vielen Gebieten einfach keine politischen bzw. gesundheitstechnischen Strukturen.



Du bist sicher nicht dumm, allerdings wuerde ich Dir doch empfehlen, Dich mal etwas intensiver und wissenschaftlicher mit diesem Thema auseinanderzusetzen und Dich dabei auf Buecher, nicht nur auf das Internet zu stuetzen, weil man dort leider auch viel Nichtwissen findet. HIV kann man verleugnen, auf Kondome pfeifen, etc. Vielleicht hat man Glueck und es geht alles gut (die Chance ist gar nicht so gross), aber vielleicht steckt man sich doch an. Ich verstehe die Motivation, die Existenz von AIDS zu leugnen nicht wirklich. Fuehrt es dazu, dass sich Leute darauf berufen und dann anstecken, faend ich das fuer meinen Teil nicht wirklich angenehm.


Du hast recht, vor allem im Bereich der Immunologie muss ich mich noch staerker einlesen. Ich habe bisher die Thesen der Molekularbiologen einfach so uebernommen, sie erscheinen mir logisch, passen ins Konzept und in mein Weltbild, dass ich aus anderen Quellen gebildet habe, die wissenschaftlichen Grundlagen seblst fehlen mir jedoch. Meine Motivation ist, dass ich bisher eigentlich so ziemlich vieles geglaubt habe, was so der 'Mainstream' an Nachrichten brachte, mich hat das ganze Zeugs auch nicht interessiert, weil die Handlungen vieler Institutionen/Politiker mir seltsam erschienen.

Ich moechte hier niemanden ueberzeugen, ich appeliere nur, dass jeder eine gewisse Kritikfaehigkeit behalten sollte, auch wenn es der Papst, der Praesident, das Gesundheitsministerium oder einfach 'die Mehrheit' sagt. Lest euch Meinungen beide Seiten kritisch durch. Auf beiden Seiten wird z.T. Unsinn erzaehlt oder uebertrieben. Ich verstehe den Abscheu vieler Leuten vor solchen "bunten Verschwoerungsseiten" die versuchen die ganze Welt zu erklaeren und dann auch noch zu Ufos, Mondluege und was weiss ich greifen. Ich halte davon auch nicht sehr viel, oft wird einfach gegen jegliche Art von Authoritaet gewettert und das wars.
Ich persoenlich halte, jetzt mal unabhaengig vom Wahrheitsgehalt der einzelnen solcher Meinungen, das aber als guten Spiegel um das ganze aus einem voellig anderen Blickwinkel zu betrachten. Die Welt ist nicht Schwarz/Weiss. Frueher war es die Kirche die in Anspruch genommen hat, die absolute Authoritaet zu sein, immer nur das beste will und immer die Wahrheit spricht. Heute sind es die Aerzte/die Wissenschaftler die so etwas behaupten.
Und schon in diesen beiden letzten Saetzen wurde wieder Schwarz/Weiss Malerei unternommen, es gibt nicht DIE Kirche, und es gibt nicht DIE Wissenschaftler/Aerzte, aber ich denke jeder wird mir zustimmen, dass eine solche Denkweise leider sehr sehr angenehm und leicht fuer jederman zu verstehen und akzeptieren ist.
MEIN Arzt hat mich geheilt und wollte nur das beste fuer mich, muss es dann also fuer alle gelten? MEINE Lokalzeitung berichtet ueber MEINEN Buergermeister der das und das gesagt hat und von dem ich bestaetigen kann, dass das stimmt. Muss es dann fuer andere Medien auch gelten?



Was den Rest Deines Beitrags angeht: wir leben heute laenger als vor 100, 500 oder auch 1000 Jahren. Das liegt bestimmt nicht nur daran, dass wir nicht mehr von den Baeren gefressen werden, nein, es hat auch mit dem hoeheren Lebensstandard zu tun. Dass der auch Kehrseiten hat, wird niemand verleugnen. Und ja, Krebs wird u.a. durch Umwelteinfluesse mit ausgeloest. Die Induktion der Apoptose ist sicherlich eine zukunftsweisende Therapie, aber auch hier wird es noch einige Jahre dauern. Und selbst wenn der Krebs besiegt sein sollte, gaebe es noch reichlich andere Krankheiten, an denen wir versterben koennen und werden. Der Mensch ist und bleibt sterblich.


Wobei man sagen muss, dass mit der beste Gesundheitsstandard des Menschen vor der Agrarrevolution war. Der war natuerlich primaer dadurch begruendet, dass es wenig andere Menschen gab und jeder Einzelne ein unueberschaubare Flaeche zum Nahrung sammeln oder Jagen hatte. Der Grund fuer die starke Bevoelkerungszunahme nach der Agrarrevoluton war primaer, dass die Frauen oefters Kinder gebaeren konnten.

Aber du hast recht, es wird immer wieder neue Krankheiten geben. Gibt es sie nicht, wird nach einfachen evolutionaeren Mechanismen (Selektionsdruck) das Immunsystem des Menschen sich abschwaechen.


PS: @Trollkoenig: Man kann Themen nicht immer inselartig diskutieren und alles andere ignorieren, die Welt haengt sehr stark zusammen. Das Thema Krebs hat sehr wohl etwas mit dem Thema HIV zu tun, es geht um die Behandlung der Schulmedizin was bestimmte Leiden betrifft. In den USA werden z.B. eben jene Naturheilverfahren von der Schulmedizin 'verteufelt'. Auch hierzulande werden Antibiotika sorglos gespritzt anstatt intensiv die Leute ueber gesunde Lebensweise aufzuklaeren.
HIV habe ich nur als Beispiel hergezogen, dass man nicht alles glauben soll, was die Medizin verspricht. Wichtig ist, dass man seinem eigenen Koerper vertraut und diesen hegt und pflegt anstatt auf ein Wunder von der Medizin zu hoffen. Ich haette auch Cholesterin hernehmen koennen.
Naja, zum Glueck ist zumindest bei Krebs die oeffentliche Meinung so, dass es keine Viren sind die das sicher verursachen, sondern die Lebensweise und die Umwelt :) Man sollte vertrauen in die Milliarden alte Immunabwehr haben und moeglichst natuerlich leben, dann ist man auch gut vor Krebs geschuetzt. Wuerde man das Image, dass die Gesundheitsindustrie aufbaut, 100% glauben, wer wuerde dann nicht auf Knien nach einem Heilmittel betteln und jede noch so kleine Hoffnung ergreifen? Das versperrt doch ein wenig die Sicht auf die Realitaet.
Ein baldiges Heilmittel von der Pharmacie zu erwarten halte ich fuer einen zu optimistischen Gedanken. Chemotherapie bringt mehr (Geld).

Entwirker
02. Oktober 2004, 06:26
Das sagt natuerlich nichts ueber die Existenz eines HIV Retroviruses an sich (den es gibt, zumindest habe ich schon klare Photos davon gesehen).
http://people.freenet.de/entwirker/predator.jpg
hilfe es gibt aliens!!! und potthässlich sind se auch noch!


du hast wo geschrieben, dass du _alles_ hinterfragst. aber ich musste leider feststellen, dass du weder deine eigene position (also alles zu hinterfragen) hinterfragst noch die ganzen fotos/videos/inetseiten die du zum hinterfragen benutzt.
irgendwie fällt mir dazu dieses bibelzitat ein: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht!“

Brzelius
02. Oktober 2004, 07:16
Also ich weiß ja echt nicht, wie ein intelligenter Mensch auf die Idee kommen kann, dass AIDS nicht von HIV ausgelöst wird. Es war ein ziemlich langer und schwerer Prozess, bis man endlich erkannt hat, was man für diese rätselhaften, unerklärlichen, vorher unbekannten und auch durch keine andere Krankheit so erreichbaren Symptome verantwortlich machen konnte.
Die Geschichte dazu (in Stichworten):

1980/81 Morbidity and Mortality weekly Report Vol 30 No 21, June 5
CDC
5 junge, ansonsten gesunde homosexuelle Männer (in 3 Hospitälern in Los Angeles, California) erkranken
an Pneumocystis-Pneumonie
2 sterben an Pneumozysten
alle 5 homosexuell - Spekulation über Zusammenhang
Morbidity and Mortality weekly Report Vol 30 No 25, July 4
Rare cancer seen in 41 homosexuals... Kaposi‘s Sarcoma and Pneumocystis pneumonia among homosexual
men.
1982 Mysteriöse Erkrankung wird zunächst Gay Related Immune Deficiency (GRID) genannt
CDC: „possible Transfusion Acquired Immune Deficiency Syndrome“
... injection drug user
... heteroxexual woman who had sex with men living with GRID...
... children born to iv drug abusers...
GRID renamed to AIDS: Acquired Immune Deficiency Syndrome
1983 Luc Montagnier et al Institute Pasteur, Paris:
Lymphadenopathy associated virus (LAV)
(damals wurde der Virus das erste mal nachgewiesen)
1984 Robert Gallo et al, National Cancer Institute: Human T-Lymphocyte Virus (HTLV-III) (haben den Virus unabhängig von Paris ebenfalls nachgewiesen, den Zusammenhang zu AIDS erkannt und ihn anders benannt)
CDC: 7699 Tote
Rock Hudson
Elizabeth Taylor
Ryan White, 13 Jahre
der hatte Hämophilie A und HIV und bekam dafür einen Schulverweis, Indiana USA
Damals wusste man eben noch nicht, wie die Krankheit übertragen wird; deshalb wurden HIV-Infizierte total
isoliert. Man wusste ja nicht, ob es nicht durch Blickkontakt auf 5m Entfernung oder wasweißich übertragen werden kann...
Das hält teilweise bis heute an; in manche Länder darf man als HIV-Positiver nicht einreisen, geschweige
denn dort arbeiten (z.B. USA, Thailand).
1985 1. HIV-Test wird zugelassen
Screening wird eingeführt
AIDS in 33 Ländern
1986 Umbenennung von HTLV in HIV (humane immunodeficiency virus)
1987 Einführung des ersten spezifischen Medikamentes AZT alias Zidovudine alias Retrovir
USA erlässt Einwanderungs- / Einreisebeschränkung für HIV-Positive
1990 Ryan White stirbt mit 19 Jahren an AIDS
Bedeutung der Prophylaxen wird erkannt
Cotrimoxazol - PcP / Toxoplasmose
1991 Freddy Mercury bestätigt HIV kurz vor seinem Tod
1992 erste Kombinationstherapie AZT und ddC (Hivid)
1994 „Philadelphia“ erhält den Oscar
Clinton: AIDS is a disease with a human face
ddc (zidovudine) reduziert mater-fetale Transmission
1996 Revolution in der Therapie: Einführung der Proteinase-Inhibitoren Ritonavir (Norvir) und Indinavir (Crixivan)
AART - HAART - Mega HAART (highly active antiretroviral therapy - Kombinationstherapie aus mindestens
drei Arzneimitteln, darunter immer ein Proteinaseinhibitor). Aber: stringente Einnahmemodalitäten, starke Nebenwirkungen.
Hoffnung auf Heilung, mit dem Therapieansatz auf zwei Stellen kann man die Erkrankung nicht nur anhalten,
sondern gut zurückdrängen
1999 Jahr der Ernüchterung
Viruseradikation auch durch HAART nicht erreichbar, Wirksamkeitsverlust durch Resistenz-Bildung
post-HAART-Ära - nur 3 Jahre nach Beginn
2000 Chronische Infektionskrankheit
Toxizität / Langzeitnebenwirkungen
Lipodystrophie / Fettstoffwechselstörungen
usw... werden durch die Therapie verursacht

Das Problem ist einfach, dass man das Virus nicht direkt angehen und nur seine Verbreitung im Körper behindern kann. Das führt leider nie zur Eradikation, da das Viech sich gerne inaktiv in T-Helfer-Zellen versteckt oder sich einfach in die DNA einer Zelle einbaut, ohne dass diese DNA abgelesen und damit das Virus gebaut und die Zelle zerstört wird. Diese inaktive Form ist praktisch unmöglich zu finden, auch für eine geschulte Körperabwehr. Das machen viele Viren, deshalb kann man viele Viruserkrankungen bis heute nie ganz loswerden (z.B. verschiedene Herpesviren, wie etwa Varicella, Zytomegalieviren usw.). Die Virusgene werden dabei natürlich auch bei Zellteilungen auf Tochterzellen vererbt und, wenn z.B. Spermozyten oder Oozyten betroffen sind, auch an die Kinder. Man vermutet z.B., dass ein Großteil der in der menschlichen DNA vorhandenen nichtkodierenden, oft repetitiven Introns tatsächlich nicht mehr funktionierende Virengene sind, die irgendwann mal eingebaut und nicht abgelesen wurden. Wodurch es genau zum Ablesen der Virengene in einer Zelle kommt, weiß man noch net genau. Unter anderem ist schon Stress in allen Formen (also Stress für die Zelle, z.B. oxidativer Stress) als Auslöser identifiziert.

Das Spezifische an einer HIV-Infektion ist einfach, dass ganz gezielt T-Helfer-Zellen betroffen werden. Deshalb wird die Schwere bzw. das Stadium einer Erkrankung zusammen mit Symptomen und opportunistischen Erkrankungen an der Zahl der verbliebenen T-Helfer-Zellen festgemacht (opportunistische Erkrankungen sind solche, die praktisch nur Immunschwache bekommen, z.B. Pneumocystis carinii-Infektion, Toxoplasmose, usw., also Erreger, die sonst in der Regel nicht gefährlich werden).

Und eben weil die Erkrankung anfangs völlig rätselhaft war, weil sie *keiner* anderen Immunschwäche sowohl im Verlauf als auch in den typischen Symptomen und opportunistischen Infektionen ähnelt, weil man die Antikörper nachweisen kann, weil gezielt nur T-Helfer-Zellen betroffen sind und weil das Virus auch schon seit 1983 nachgewiesen ist und mit diesem AIDS in Verbindung gebracht werden konnte... genau deswegen ist es Quark, zu behaupten, dass das HI-Virus da nix für kann.
Ich meine, das machen ja gewisse afrikanische Staatslenker, die dann auch behaupten, dass Kondome Unsinn sind, und manche glauben das dann und vergewaltigen unter anderem Jungfrauen, um AIDS wieder loszubekommen, weil es ja nicht an nem Krankheitserreger liegt... aber dass es tatsächlich so einige durchaus intelligente Menschen hier gibt, die das auch noch glauben, überrascht mich sehr. Aber man lernt nie aus, und das bw.de-Forum ist ja immer voller Überraschungen :D

Trotzdem halte ich das für eine sehr gefährliche Ansicht, denn es impliziert für manche sicher wieder, dass man sich nicht vor dem HI-Virus schützen muss. Also bitte glaubt mir das und verbreitet nicht überall, dass AIDS eigentlich so gar nichts mit HIV zu tun hat.

Ebenfalls für gefährlich halte ich es, wenn man Ärzten die Kompetenz absprechen will, mit Krankheiten irgendeiner anderen Sorte umzugehen und stattdessen Wunderheiler empfielt, die dir eine positive Lebenseinstellung und ein gutes Gefühl geben, was dir aber nix bringt, weil du nach ein paar Monaten an einer Krankheit (z.B. Krebs) gestorben bist, die sich einfach nicht von deinem Optimismus beeindrucken lassen wollte und oft anfangs konventionell noch gut behandelbar war.
Versteht das nicht falsch, Alternativmedizin ist nicht öfter schädlich als die Schulmedizin und manchmal durchaus auch mit geringeren Nebenwirkungen erfolgreich, auch wenn man sich vieles noch nicht erklären kann (z.B. Homöopathie), aber es ist sehr schädlich, im Ernstfall nur an die Alternativmedizin zu glauben und nicht einmal einen "normalen" Arzt zu konsultieren.
MfG,

Brezel


Edit:

Naja, zum Glueck ist zumindest bei Krebs die oeffentliche Meinung so, dass es keine Viren sind die das sicher verursachen, sondern die Lebensweise und die Umwelt
Man findet in letzter Zeit immer wieder Krebserkrankungen, die eindeutig mit Viren oder Bakterien in Zusammenhang gebracht werden können, und zwar allen Studien nach *sehr* eindeutig und absolut unzweifelhaft. Das wäre z.B. das Magenkarzinom oder Duodenumkarzinom in Zusammenhang mit Helicobacter pylori bzw. Helicobacter duodeni oder verschiedene Untertypen von Papillomaviren mit verschiedenen Karzinomen: Penis- und Vulvakarzinom, Zervixkarzinom (wichtig! häufig!), Larynxkarzinom und Zungenkarzinom.
Das geht sogar so weit, dass man Magentumoren meistens alleine durch eine vergleichsweise nebenwirkungsfreie Antibiotikatherapie gegen Helicobacter pylori zum völligen Verschwinden bringen kann und macht den Magenkarzinompatienten seit wenigen Jahren (solange man es weiß) das Leben *sehr* viel einfacher. Ebenso kann man das Entstehen von Zervixkarzinomen oft sehr früh erkennen und sogar voraussagen, wenn HPV - humane Papillomaviren und bestimmte Zellveränderungen (Vorstufen von Krebs, Präkanzerosen) vorhanden sind. Durch eine antivirale Therapie kann man genau solche Präkanzerosen wunderbar wieder verschwinden lassen.
Da das HPV inzwischen fast jeder Mensch hat und es viel zu häufig ist, kann man nicht jedem prophylaktisch diese antivirale Therapie geben, das wäre viel zu teuer... außerdem kriegt auch nicht jeder, der HPV hat, auch die assoziierten Tumoren, klar, deshalb schaut man nach Präkanzerosen. Die Nebenwirkungen hätte aber jeder, wenn man sie prophylaktisch bekämpfen würde, deswegen wartet man immer erst, bis es ernst zu werden anfängt (falls es so weit kommt) und bekämpft sie dann.
Außerdem ist die Entstehung von Krebs nicht nur Sache bestimmter Genveränderungen in Zellen durch ständige Reizung bei bestimmten Virus- oder Bakterieninfektionen, sondern auch eine Sache bestimmter Gendefekte in Zellen, die erblich sind (z.B. Mutation im BRCA1- oder BRCA2-Gen = fast sicher Brustkrebs). Natürlich spielen auch immer Umweltfaktoren eine Rolle, z.B. wird Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa nicht allein durch bestimmte Genkonstellationen ausgelöst, jedenfalls hat man noch keine eindeutigen gefunden, sondern wohl durch bestimmte Genkonstellationen plus bestimmte schädliche Umwelteinflüsse plus Zufall.
Du siehst, man kann das nicht einfach auf Lebensweise und Umwelt vereinfachen, auch wenn das eine sehr große Rolle spielt. Es bekommt auch nicht jeder, der 30 Jahre lang zwei Packungen Zigaretten täglich raucht, Lungenkrebs. Diese Leute hatten entweder einfach Glück oder eine gute Ausstattung mit Genen, die für defektreparierende Enzyme kodieren.

Naja. Was ich damit sagen wollte, ist, dass Krebs nicht gleich Krebs ist. Es gibt so viele verschiedene auslösende Faktoren, begünstigende Faktoren, protektive Faktoren, so viele verschiedene Arten, Verläufe und so viele verschiedenen betroffene Gewebe, in denen das jeweils anders abläuft, dass man eigentlich für jede "Krebsart" auf etwas anderes achten sollte, wenn denn inzwischen bekannt wäre, was es alles genau gibt und wie es jeweils genau abläuft :D

Und an unsern lieben Günther und alle, die Angst vor Krebs o.Ä. haben: Halbwegs vernünftig mit sich umgehen, so leben, dass man es als "gesund" bezeichnen" könnte, sich über das Wichtigste informieren und zu einem Arzt gehen, wenn man sich unsicher ist... das sollte Vorsorge genug sein, alles darüber hinaus führt nur zu Stress, übertriebener Vorsicht, Allergien und eingeschränkter Lebensqualität ;)

Clawg
02. Oktober 2004, 17:26
Original geschrieben von Brzelius
Also ich weiß ja echt nicht, wie ein intelligenter Mensch auf die Idee kommen kann, dass AIDS nicht von HIV ausgelöst wird. Es war ein ziemlich langer und schwerer Prozess, bis man endlich erkannt hat, was man für diese rätselhaften, unerklärlichen, vorher unbekannten und auch durch keine andere Krankheit so erreichbaren Symptome verantwortlich machen konnte.
Die Geschichte dazu (in Stichworten):
[...]

Hast du dir die Argumente von Peter Duesberg durchgelesen?
(http://www.rethinkingaids.de/duesberg/korr-txt.htm bzw http://www.duesberg.com/ )

Schwer wiegt eben, dass es nur eine Korellation, die Statistiken z.T. der AIDS-HIV Theorie widersprechen und die Korrelation Drogen-AIDS sehr hoch ist.



Trotzdem halte ich das für eine sehr gefährliche Ansicht, denn es impliziert für manche sicher wieder, dass man sich nicht vor dem HI-Virus schützen muss. Also bitte glaubt mir das und verbreitet nicht überall, dass AIDS eigentlich so gar nichts mit HIV zu tun hat.
Ebenfalls für gefährlich halte ich es, wenn man Ärzten die Kompetenz absprechen will, mit Krankheiten irgendeiner anderen Sorte umzugehen und stattdessen Wunderheiler empfielt, die dir eine positive Lebenseinstellung und ein gutes Gefühl geben, was dir aber nix bringt, weil du nach ein paar Monaten an einer Krankheit (z.B. Krebs) gestorben bist, die sich einfach nicht von deinem Optimismus beeindrucken lassen wollte und oft anfangs konventionell noch gut behandelbar war.
Versteht das nicht falsch, Alternativmedizin ist nicht öfter schädlich als die Schulmedizin und manchmal durchaus auch mit geringeren Nebenwirkungen erfolgreich, auch wenn man sich vieles noch nicht erklären kann (z.B. Homöopathie), aber es ist sehr schädlich, im Ernstfall nur an die Alternativmedizin zu glauben und nicht einmal einen "normalen" Arzt zu konsultieren.


Ich bin kein grossartiger Anhaenger der Alternativmedizin (zumindest was akute Krankheiten betrifft und nicht Krankheitsvorsorge), ich stehe aber kritisch gegenueber bestimmten Behandlungsmethoden der Schulmedizin, die auf wackligem Boden stehen. Zumindest sollte man mal hergehen und die Argumente von z.B. Duesberg entkraeften.

Ob ich AZT nehmen wuerde, wenn ich AIDS haette? Nein. Ob ich eine Chemotherapie ueber mich ergehen lassen wuerde wenn ich Krebs haette? Schwere Frage. Ich denke (am besten vorher) informieren ist das beste. Krebs kann man wie gesagt nicht als einzelne Krankheit einkreisen, es gibt viele moegliche Ursachen und viele moegliche Behandlungsweisen, je nach dem welche Organe betroffen sind...

Sehr interessant fand' ich diesen Bericht:
http://www.buck.gmxhome.de/Mein-Hodenkrebs-Christoph-Buck.html
Hier wird auch mehr die Psychologie betrachtet und er beschreibt seine Ansichten gegenueber der neuen Medizin und Schulmedizin.
Natuerlich ist das nur eine Krebsart unter vielen...



Man findet in letzter Zeit immer wieder Krebserkrankungen, die eindeutig mit Viren oder Bakterien in Zusammenhang gebracht werden können, und zwar allen Studien nach *sehr* eindeutig und absolut unzweifelhaft. Das wäre z.B. das Magenkarzinom oder Duodenumkarzinom in Zusammenhang mit Helicobacter pylori bzw. Helicobacter duodeni oder verschiedene Untertypen von Papillomaviren mit verschiedenen Karzinomen: Penis- und Vulvakarzinom, Zervixkarzinom (wichtig! häufig!), Larynxkarzinom und Zungenkarzinom.
Das geht sogar so weit, dass man Magentumoren meistens alleine durch eine vergleichsweise nebenwirkungsfreie Antibiotikatherapie gegen Helicobacter pylori zum völligen Verschwinden bringen kann und macht den Magenkarzinompatienten seit wenigen Jahren (solange man es weiß) das Leben *sehr* viel einfacher. Ebenso kann man das Entstehen von Zervixkarzinomen oft sehr früh erkennen und sogar voraussagen, wenn HPV - humane Papillomaviren und bestimmte Zellveränderungen (Vorstufen von Krebs, Präkanzerosen) vorhanden sind. Durch eine antivirale Therapie kann man genau solche Präkanzerosen wunderbar wieder verschwinden lassen.
Da das HPV inzwischen fast jeder Mensch hat und es viel zu häufig ist, kann man nicht jedem prophylaktisch diese antivirale Therapie geben, das wäre viel zu teuer... außerdem kriegt auch nicht jeder, der HPV hat, auch die assoziierten Tumoren, klar, deshalb schaut man nach Präkanzerosen. Die Nebenwirkungen hätte aber jeder, wenn man sie prophylaktisch bekämpfen würde, deswegen wartet man immer erst, bis es ernst zu werden anfängt (falls es so weit kommt) und bekämpft sie dann.


Ja, war mir auch neu, jedoch laeuft da auch noch die Forschung. Gibt es Ergebnisse auf welche Weise diese Viren den Krebs ausloesen? Ich bezog mich primaer auf Retroviren, die also die jeweilige Zelle am Leben lassen (andere Viren verursachen ja z.B. Entzuendungen, schwachen das Immunsystem etc. was die generelle Wahrscheinlichkeit in dem Gebiet fuer Krebs erhoeht). Denkbar ist auch, dass bestimmte Zelltypen von bestimmten Viren staerker betroffen sind (sonst haette man ja auch am ganzen Koerper Krebs bei einer Infektion) und kein universelles Virus existiert, dass ueberall Krebs ausloesen koennte, sondern eben nur vereinzelt Schwachstellen finden kann.



Du siehst, man kann das nicht einfach auf Lebensweise und Umwelt vereinfachen, auch wenn das eine sehr große Rolle spielt. Es bekommt auch nicht jeder, der 30 Jahre lang zwei Packungen Zigaretten täglich raucht, Lungenkrebs. Diese Leute hatten entweder einfach Glück oder eine gute Ausstattung mit Genen, die für defektreparierende Enzyme kodieren.

Ja, aber es ist mit ein Hauptfaktor. Der beste Arzt sitzt im eigenen Koerper. Wenn man diesen beschaedigt bzw. behindert durch z.B. Stress oder mangelhafte Ernaehrung kann er nicht vernuenftig arbeiten. Natuerlich ist auch dieser 'Arzt' nicht unfehlbar und man muss in dem Fall einen echten Arzt aufsuchen :)



Naja. Was ich damit sagen wollte, ist, dass Krebs nicht gleich Krebs ist. Es gibt so viele verschiedene auslösende Faktoren, begünstigende Faktoren, protektive Faktoren, so viele verschiedene Arten, Verläufe und so viele verschiedenen betroffene Gewebe, in denen das jeweils anders abläuft, dass man eigentlich für jede "Krebsart" auf etwas anderes achten sollte, wenn denn inzwischen bekannt wäre, was es alles genau gibt und wie es jeweils genau abläuft :D

*zustimm*
Ein Virus das ueberall Krebs ausloesen koennte und fuer viele verschiedene Krebsarten verantwortlich ist, gibt es (noch?) nicht. Jede Krebsart ist unterschiedlich, hat meist andere Ursachen und Heilungsmethoden.

Dass auch dies aber in der Wissenschaft nicht so anerkannt ist, war mir neu und ich werde mich damit auch mal intensiver beschaeftigen, v.a. hinsichtlich aktueller Forschungen.
Hier auch noch ein Papier das es nicht als bewiesen ansieht, dass bestimmte Viren bestimmte Krebsarten ausloesen:
http://www.duesberg.com/papers/ch5.html
Liefert aber leider keine eigene bessere Antwort...

Am besten betrachtest du dir die Argumente von Duesburg und ich werde mich mit den Viren beschaeftigen, die Krebs verursachen.

Brzelius
02. Oktober 2004, 19:44
Jo, ich les mal die ganzen Sachen durch, die du hier und im Quecksilber-Thread gepostet hast, aber Zeit hab ich erst wieder nächste Woche. Das wird ja ein richtiger Zeit- und Energiefresser hier *g*

Clawg
02. Oktober 2004, 20:06
Original geschrieben von Brzelius
Das wird ja ein richtiger Zeit- und Energiefresser hier *g*
Das ist der Sinn dieses Forums ;)

Clawg
02. Oktober 2004, 21:38
Original geschrieben von Sonnenrad
Krebs ist geil!

Die Krankheit ist ein Schutzmechanismus unserer Mutter Natur um die Menschheit auf natürliche Weise zu reduzieren.

:stupid: Ich antworte trotzdem mal ernsthaft:

Weshalb Krebs ueberhaupt existiert, liegt daran, dass sich die Zellen teilen koennen. Um jedoch ein gezieltes Wachstum durchfuehren zu koennen, muessen in der Entwicklung zum erwachsenen Menschen an vielen Stellen Zellen absterben bzw. duerfen sich nciht weiter entwickeln. Ansonsten wuerden wir nur ein bunter Zellhaufen sein in dem sich unterscheidbare Organe ueberhaupt nicht bilden koennen.
Krebs ist nichts weiter als eine Fehlfunktion dieses Stoppmechanismusses. Von der Natur gewollt kann dies, zumindest in erster Linie, aus zweierlei Gruenden nicht sein:
- Jedes Lebewesen dessen genetische Struktur Krebs bevorzugt hat einen Nachteil und wird sich schwerer fortpflanzen koennen
- da Krebs nur den Phaenotyp (also das Lebewesen selbst, nicht dessen vererbbare Genstruktur) betrifft, sorgt dies auch nicht fuer einen eventuellen Vorteil einer durch Krebs entstandenen Mutation

Was klar ist, dass je groesser eine Population ueber die Normalgroesse (der Groesse an die sich das Lebewesen Millionen von Jahre angepasst hat) waechst, steigt die Bereitschaft jedes Einzelnen zu Risiko, weil so viele Konkurrenten (Partnersuche, Essen, Revier etc.) existieren. Dies ist evolutionstechnisch gesehen eine sinnvolle 'Entscheidung' und zeigt sich auch am erhoehten Stresslevel. Als 'Verlierer', also untergeordnetes Mitglied der Population ist dieser Stress durchaus schaedlich, das Immunsystem und evtl auch die Schutzmechanismen vor Krebs stehen nicht mehr so gut da.
Ein Tierversuch der mir in Erinnerung geblieben ist, ging um ein (kA wie das Tier hiess, Eichhoernchen oder eine Maus kA) Paerchen zu dem man ein weiteres Maennchen in den Kaefig setzte. Nach einigen Rangkaempfen hat sich der Verlierer in die Ecke verzogen, hat kaum noch gegessen und getrunken und ist einige Zeit spaeter durch den hohen Stresslevel gestorben.
Im Koerper wird es anscheinend so gehandhabt, dass zwischen gutem (Erfolg) und schlechtem (Misserfolg) Stress unterschieden wird.
Ueber die Spieltheorie bzw. ueber logisches Nachdenken kommt man dann zu der Erkenntnis, dass ein solches Verhalten fuer die ganze Population sogar von Vorteil ist (wuerden die Rangkaempfe weiter gehen und sich beide weiter bekaempfen, haette keiner etwas davon), wobei mir momentan noch nicht der logische Schritt fehlt, weshalb das dieser schlechte Stress tatsaechlich schlecht ist. Ich koennte mir vorstellen, dass 'Verlierer' in dem Fall in ein anderes Gebiet auswandern um dem Stress zu entgehen und dort vielleicht einen Partner zu finden und der Koerper nicht programmiert ist, auf laengere Zeit dem Stress ausgesetzt zu sein.

Summa sumarum wuerde ich es, speziell im Fall der relativ ueberbevoelkerten Menschheit als Fehlkonstruktion ansehen bzw. als etwas auf das der Mensch nicht vorbereitet war, aber nicht als direktes Populationskontrollinstrument. Ok, man koennte sagen, dass es nach wie vor funktioniert, der letzte Schritt, das Auswandern, aber nicht mehr moeglich ist, leben doch in heutiger Zeit fast ueberall Menschen...

edit: oh, der Kommentar von Sonnenrad wurde schon geloescht :hammer:

ArT
02. Oktober 2004, 23:11
lol die therorien werden immer geiler

claw du bist echt immer für nen lacher gut

erklär das bitte mal nen onkulogen ich möchte sehn wie der reagiert

muahah

Clawg
02. Oktober 2004, 23:51
Original geschrieben von ~ArT~
lol die therorien werden immer geiler

claw du bist echt immer für nen lacher gut

:)

edit: ich koennte noch viel wildere Sachen auftischen, aber wenn ich solche Threads aufmache werden sie wahrscheinlich schnell geclosed :(



erklär das bitte mal nen onkulogen ich möchte sehn wie der reagiert

muahah

Auf was speziell beziehst du dich?
Falls du dich auf meine Aussagen ueber Chemotherapie beziehst:
Chemotherapie ist eine sehr starke Belastung des Koerpers. Wenn man sich dafuer entscheidet ist es wichtig einen gesunden Koerper zu besitzen, das erhoeht die Heilungschancen betraechtlich.

Was die Position der Okologen gegenueber der alternativen Medizin (z.B. chinesische Medizin) angeht, denke ich, dass man sich der 'neuen' Medizin bzw. z.B. chinesischen Medizin weiter aufschliesst. Ich denke, dass dies auch von Vorteil ist, am Patienten selbst darf man nicht nur seine Krankheit sehen und nur die Krankheite behandeln. Wenn ein Mensch (schwer) krank wird, hat dies meist vielfaeltige weitere Ursachen, es muessen ja in den meisten Faellen eine ganze Reihe von Schutzmechanismen versagt haben, ich denke die Psychologie spielt da auch eine sehr sehr grosse Rolle.

Achja, wo ich gerade google, so sicher, dass Blutkrebs generell von Viren ausgeloest werden koennen ist es bei weitem nicht. Zumindest was ich so gefunden habe wurde ein Zusammenhang mit einem Virus bisher nur bei der sogenannten 'Erwachsenen-T-Zell-Leukämie' festgestellt werden, die aber eher in der Karibik/Suedjapan auftritt.

SuicideSquad
03. Oktober 2004, 03:16
Original geschrieben von [AMB]Claw

- da Krebs nur den Phaenotyp (also das Lebewesen selbst, nicht dessen vererbbare Genstruktur) betrifft, sorgt dies auch nicht fuer einen eventuellen Vorteil einer durch Krebs entstandenen Mutation
anfälligkeit für krebs ist aber erblich

Clawg
03. Oktober 2004, 06:08
Original geschrieben von SuicideSquad
anfälligkeit für krebs ist aber erblich

Ja, habe nirgends das Gegenteil behauptet. Fehler in den Reperaturmechanismen und eine genetische Genkombination die weniger Mutationen benoetigt um einen Krebs tatsaechlich auszuloesen sind natuerlich erblich.
Aber: Besitzt man eine hoehere Krebsanfaelligkeit koennen daraus keinerlei evolutionaere Vorteile entstehen.

Das einzige was man sagen koennte, ist, dass die Wahrscheinlichkeit fuer Krebs nicht auf 0 sinken kann, weil die Zellen sich ja zwangslaeufig teilen muessen, es also ein (zwangslaeufig fehleranfaelliger) Mechanismus existieren muss, der Teilungen an- und abschaltet.

Generell muss aber auch gesagt werden, dass Krebs evolutionstechnisch keine grosse Rolle spielt/gespielt hat, Menschen wurden einfach nicht so alt wie heute.

MasterControlProgram
03. Oktober 2004, 16:12
für dich claw: http://www.klinikum-karlsruhe.de/klin_psych_klin.html

den lieben menschen da kannst du ganz viel erzählen und das sind auch ganz ganz viele leute, die genauso denken wie du.

ruf da mal an!
und: gute besserung! :)

Clawg
03. Oktober 2004, 18:24
Original geschrieben von MasterControlProgram
für dich claw: http://www.klinikum-karlsruhe.de/klin_psych_klin.html

den lieben menschen da kannst du ganz viel erzählen und das sind auch ganz ganz viele leute, die genauso denken wie du.

ruf da mal an!
und: gute besserung! :)

Huhu MasterControlProgram :wave:

:)

"The wise man questions the wisdom of others because he questions his own, the foolish man, because it is different from his own."
Leo Stein

Clawg
30. Oktober 2004, 13:53
Ich habe in die Richtung noch etwas nachrecherchiert und bin zu ein paar interessanten Ergebnissen gekommen:

Sehr viele Menschen haben Tumore, wissen jedoch nichts davon. Tumore ist nicht toedlich, der Koerper kann die Naehrstoffzufuhr von Krebszellen abschnueren und ihm so Einhalt gebieten. Problematisch wird es erst, wenn der Tumor sich ausbreiten und v.a. Blutgefaesse bilden kann.
In der sueddeutschen Zeitung (21.10.04, "Mein Gast, der Krebs", Judah Folkman) gab es letztens einen Artikel. In die Richtung forscht Folkman auch momentan.



Es geht darum, dass der Wissenschaftler Dr.Judah Folkman an einem Krebsmittel forscht, das den Krebs einfach aushungern soll (natürlich total chemisch). Und dazu schreibt die Zeitung Folgendes: "Er glaubt, dass man seine Idee eines Tages zur Vorbeugung von Krebs nutzen kann. Was ihn dabei so sicher macht: 'In den allermeisten Menschen schlummmern Tumore', sagt Folkman. Bei mehr als einem Drittel der Leichen von Frauen zwischen 40 und 50 Jahren findet man einen wintzigen Brustkrebs, wenn man genau hinguckt. Aber nur ein Prozent dieser Frauen hat wirklich unter Krebs gelitten. Ähnlich ist es bei Männern und dem Prostata-Karzinom. Und noch drastischer verhält es sich beim Schilddrüsenkrebs: Fast alle 50- bis 70-Jährigen haben kleine Tumore, aber nur 0,1 Prozent von ihnen eine Krebsdiagnose."

Das lasse man sich einmal auf der Zunge zergehen. Das ist sozusagen die offizielle Bestätigung dafür, dass 97 Prozent aller älteren Menschen Krebs haben (http://www.web-hoster.com/~zoe/krebs.html). Die offizielle Erklärung von Herrn Judah Folkman, warum diese Menschen nicht alle an Krebs sterben, ist, dass sie durch körpereigene Moleküle geschützt sind, die eine "bessere Nährstoffversorgung der Tumore verhindern". Auf Grundlage dieser Annahme will er ja auch eine Medikament entwickeln.

http://f25.parsimony.net/forum63351/messages/30897.htm

Dies laesst also den Schluss zu, dass das Immunsystem selbst bereits entstandene Tumore wirksam bekaempfen kann und erst wenn das Immunsystem laengere Zeit durch Infektionen/Stress/Drogen/Mangelernaehrung am Boden liegt es zu gefaehrlichen Krebsausbildungen kommt.

Es wuerde auch seltsam anmuten wenn in Milliarden von Jahren in denen es Mehrzellige Lebewesen gibt die Natur nicht einen Weg gefunden haette, wie man derartige Wucherungen unter Kontrolle bringt. Dies wuerde auch erklaeren, warum bei z.B. AIDS seltene Krebsformen auftreten.

Naja, ein sehr interessantes Thema wie ich festgestellt habe, kann nur jedem empfehlen sich damit zu beschaeftigen. Ich denke solches Wissen hilft auch die Angst vor der Krankheit zu verlieren. Es muss nicht eine von Millionen Zellen mutieren und es ist aus. Wenn wo ein Tumor auftritt wird aktiv vom Koerper dagegen vorgegangen.

Entwirker
30. Oktober 2004, 15:47
selbstverständlich versucht der körper was gegen derartige ungereimtheiten im system vorzugehen. aber wenn der erfolg ausbleibt, dann entsteht etwas, wogegen wir mit unserer medizin vorgehen müssen. oft werden in der medizin vorgänge genutzt, die schon der körper im geringeren ausmase versucht hatte, aber sehr oft benötigt es eben auch brachialere methoden.
wenn sich jemand dafür interessiert, dann sollte er in der nächstgelegenen uni ne grundlagenvorlesung über anatomie, physiologie und pathologie besuchen.

Apfelbaeumchen
31. Oktober 2004, 06:29
ich hatte schon krebs, war ein übler hodenmischtumor, der eine hoden war ungelogen faustgroß --> rausschneiden lassen, 3 zyklen chemotherapie , gg ..

doch kann gut sein dass das dann nicht die härteste form der chemo war, denn ich fand das krankenhausessen härter zu ertragen als die chemie ....

@claw: deine ichdenkimmerwasanderesalsderrestderwelt-einstellung ist schon irgendwie unterhaltsam....


btw: kennen haie nicht kein krebs, war da nicht irgendwaS?

[falls es einen interessiert der gemeine hodenkrebs gewährt einem immerhin heutzutage eine 98% überlebenschance ... ]

Clawg
31. Oktober 2004, 13:03
@claw: deine ichdenkimmerwasanderesalsderrestderwelt-einstellung ist schon irgendwie unterhaltsam....


Ja, ich zerbreche mir immer jeden Tag lang den Kopf was ich denn als naechstes Tolles ins Broodwar Forum schreiben koennte.
Aber schoen zu hoeren, Lachen ist gesund.




btw: kennen haie nicht kein krebs, war da nicht irgendwaS?

Ein blinder Griff in die Googlekiste:
http://www.gwup.org/skeptiker/archiv/2000/2/haie.html

# Retikulumzellsarkom (malignes Lymphom)
# Schwannom (Neurinom)
# Choroidpapillom (Hirnkarzinom)
# Cholangiom (Gallengangkarzinom)
# Chondrom (Knorpelsarkom)
# Renales Adenokarzinom (Nierenkarzinom)
# Epidermalpapillom (Hautpapillom)
# Seminom (Hodentumor)
# Hepatozytenadenom (Leberzellkarzinom)

Apfelbaeumchen
01. November 2004, 19:55
Original geschrieben von [AMB]Claw


Ja, ich zerbreche mir immer jeden Tag lang den Kopf was ich denn als naechstes Tolles ins Broodwar Forum schreiben koennte.
Aber schoen zu hoeren, Lachen ist gesund.


[B]


jop, schön dass es dich gibt :)

NaturalBornFarmer
01. November 2004, 20:51
Im Grunde genommen, hat die Gefahr an Krebs zu erkranken abgenommen. Wenn vor 50 Jahren beispielsweise jemand Krebs hatte, ist er nach einer kurzen Zeit gestorben und weg war er. Aber heutzutage leben Krebspatienten erheblich länger und logischerweise gibt es deshalb auch mehr Patienten die aktuell an Krebs leiden.

Hier noch eine kleine Statistik darüber, wie viele von 100.000 Männern einer Altersklasse Krebs bekommen:

Alter | 1970 | 1995
1 - 4 | 8 | 4
5 - 9 | 7 | 3
10 - 14 | 4 | 2
15 - 19 | 8 | 4
20 - 24 | 10 | 6
25 - 29 | 15 | 8
30 - 34 | 20 | 11
35 - 39 | 30 | 24
40 - 44 | 80 | 59
45 - 49 | 111 | 118
40 - 54 | 211 | 230
55 - 59 | 381 | 376
60 - 64 | 670 | 609
65 - 69 | 1087 | 948
70 - 74 | 1549 | 1346
75 - 79 | 1968 | 1856
80 - 84 | 2295 | 2502
85 - 90 | 2458 | 3289

In den meisten Altersklassen ist die Krebsrate sogar gesunken. Da aber die Menschen immer älter werden (1970 gab es etwa 280.000 über 85 Jährige in den Alten Bundesländern, heute gibt es in Deutschland mehr als eine Million) und das Krebsrisiko im Alter zunimmt, ist es klar das die Krebszahl steigt. Chemikalien sind daran nur teilweise Schuld.

Des weiteren würden Menschen ohne Krebs auch nicht viel länger leben, im Schnitt nur 3 Jahre. Denn wenn uns nicht der Krebs dahinrafft würde es eine andere Krankheit tun.

Ich persönlich hatte noch keinerlei Erfahrungen mit Krebs, weder bei mir noch in der Familie und hoffe, dass es auch dabei bleibt.