PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hartz IV geht nicht weit genug



Arwing2
07. Oktober 2004, 13:53
Sinn: Hartz IV geht nicht weit genug.

Wie sieht das hier die Bw-Community? vor allem diejenigen, die arbeiten, oder es bald werden?


Quelle: (http://onwirtschaft.t-online.de/c/25/60/68/2560688.html)


"Hans-Werner Sinn, dem Präsidenten des Münchner ifo-Instituts, gehen die Hartz-IV-Reformen nicht weit genug: Er will den Sozialhilfesatz generell um ein Drittel senken und im Gegenzug die Möglichkeiten des Nebenverdienstes erhöhen.

Steigende Bereitschaft bei Niedriglöhnen
Hans-Werner Sinn rechnet mit einem Erfolg der Hartz-IV-Reformen. "Die Leute werden bereit sein, Jobs zu niedrigeren Löhnen anzunehmen, und es wird dann auch mehr Jobs geben", sagte Sinn der "Passauer Neuen Presse". Der Wirtschaftsexperte sprach sich dennoch für eine Überarbeitung der Arbeitsmarktreform aus.

So kommt der Arbeitsmarkt in Gang
Bei Hartz IV seien die Zuverdienstmöglichkeiten unter anderem im Geringverdienerbereich mit 15 Prozent viel zu eingeschränkt. Sinn schlug vor, den Sozialhilfesatz generell um ein Drittel zu senken. Zum Ausgleich würde er die Hinzuverdienstmöglichkeiten sehr viel großzügiger ausgestalten. "Bis 400 Euro würde ich den Sozialhilfesatz nicht antasten. Bis 200 Euro würde ich einen Lohnzuschuss von 20 Prozent auf das selbst verdiente Einkommen zahlen, so dass der Einstieg in den Arbeitsmarkt in Gang kommt." Denen, die keine Arbeit finden, möchte Sinn kommunale Jobs anbieten, die in Höhe der heutigen Sozialhilfe entlohnt sind.

Sinn: EU-Beitritt der Türkei hat negative Folgen für Deutschland
Der Präsident des Münchner ifo-Instituts rät unterdessen von einer Aufnahme der Türkei in die EU ab. "So wünschenswert und sinnvoll ein Türkei-Beitritt ganz langfristig vielleicht sein mag - Finger weg: Wir verheben uns!", sagte er. Sinn warnte vor den negativen Folgen eines Beitritts für den deutschen Arbeitsmarkt.

Löhne in der Türkei ausschlaggebend
Ökonomisch seien die zweistelligen Milliardenbeträge, die der Türkei aus EU-Geldern zustehen würden, nicht das H"auptproblem. "Das wirkliche Problem liegt darin, dass die Türkei sehr groß ist: 70 Millionen Einwohner und in 10 bis 15 Jahren das bevölkerungsreichste Land Europas", erklärte Sinn. Die Löhne dort lägen noch unter dem Niveau von Osteuropa. "In einer Übergangszeit von mehreren Jahrzehnten werden im Hochlohnland Deutschland die Löhne im unteren bis mittleren Bereich bereits durch den EU-Beitritt der Ostländer unter Druck geraten. Wenn auch noch die Türkei beitritt, wird die Zahl der Verlierer unter den deutschen Arbeitnehmern noch größer", sagte Sinn."


ich bin der meinung, ein solches modell sollte erstmal über 1-2 jahre bei normalem sozialhilfesatz/arbeitslosengeld-2 erprobt werden. sprich die bezüge so lassen wie sie sind, und den nebenverdienst wie vorgeschlagen anheben. dann könnte man im positiven erfolgsfall noch immer die finanzielle unterstützung des staates für die oben genannten bezugsempfänger herunterdrehen. Nur muss man eine gerechte Lösung für diejenigen Bezugsempfänger finden, die aus Krankheit oder Alter wirklich nicht mehr in der Lage sind Geld durch einen Nebenjob dazu zu verdienen. Und ein solches Modell setzt natürlich genug seriöse Nebenjobs heraus. Also nicht diese Scheisse von 500€ - xxxxx€ die woche/monat als nebenverdienst. und ich schließe mich der Meinung von Sinn an, was die Folgen für einen Türkei EU-Beitritt, für Deutschland angeht.

Nun seid ihr gefragt:hammer:

Beli2
07. Oktober 2004, 13:58
Volkswirtschaftlich gesehen hat er recht, aber das sich kann sich vorerst kein Politiker leisten, die Leute müssen sich erst an die neuen Umstände gewöhnen, in ein paar Jahren kann man dann darüber reden. Allerdings steht es immer noch in den Sternen ob das politisch so durchsetzbar ist, wird die SPD an der Macht bleiben fürhcte ich, dass sie nicht den Mut haben wird diese Reformen anzugehen, wird die CDU regieren, werden die Gewerkschaften wahrscheinlich das Land mit einem Generalstreik überziehen, so dass die Regierung schließlich nachgeben wird, wenn sie denn überhaupt so weit gehen wird, da muss erst der CSU Widerstand gebrochen werden.

Der Beitritt der Türkei ist ein Projekt lanciert von der linken Meinungsdiktatur in der Außenpolitik, totaler Quatsch, die Türken haben weder kulturell noch öknomisch irgendwas in der EU zu suchen.

0Smacks0
07. Oktober 2004, 14:34
Erst mal sollten die anderen Reformen die ebenfalls nötig sind vollzogen werden. Ich könnte es mir sehr schwer vorstellen einen Arbeitslosen zu erklären warum man den Spitzensteuersatz wieder gesenkt hat und die Arbeitslosen noch härter angeht. ALles in allem gilt aber, dass man die Reformen lieber ruckartig und heftig durchzieht, wenn sie schmerzhaft sind, aber eben gut durchdacht. Wenn man die ganze Zeit nur einen kleinen Nadelstich um den anderen macht, führt das nur zu einer gefährlichen Stimmung und einen schlechten Politikerbild.

Übrigens, interessant wie schnell sich der Ruf unseres Kanzlers geändert hat. Hatte er bis 2002 noch diesen Ruf:

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,320263,00.html

Auf lange Sicht schaffen wir nur mit Niedriglöhnen keine neuen Arbeitsplätze, wir sind doch kein Entwicklungsland das mit China konkurrieren will. Es muss viel mehr Geld Forschung gesteckt werden, was durch die Zinslast und die steigenden SOzialausgaben leider fehlt.

@ Hans werner Sinn zur Türkei.
1.Die Türkei hat 65 Mio Einwohner. (Rechnet er Türken in Deutschland und Österreich mit? Oder wie kommt er auf 70 Mio)

2. Hat die Türkei nen BIP von 200 Mrd. €. Sie kann von der EU an Zuschüssen maximal 4% bekommen. Große Länder wie Spanien haben aber nie oder kaum über 2% bekommen. Nehmen wir an sie bekommen tatsächlich 4%, was sie nie bekommen werden, dann wären das 8 Mrd. €. Ich schätze mal grob das Deutschland dann ungefähr 2-3Mrd. € als Geberland zahlen müsste. Das wäre also gering(~ 0,15% unseres BIP). Wir zahlen übrigens heute noch mehr an Spanien als an alle Osteuropäischen Länder!

Ansonsten könnten wir natürlich in Bedrängnis kommen durch die Lohnsenkungen. Ich glaube das schlimme wäre nicht mal das die Türken nach Deutschland kommen könnten sondern das umgekehrte, dass deutsche Türken in die Türkei abhauen würden. Man stelle sich nur mal vor was das für ein Kapitaltransfer wäre wenn eine Million deutscher Türken mit Hab und Gut in die Türkei abhauen würden. Zudem haben wir noch kein Konzept wie wir die EU dann außenpolitisch führen müssen, wenn wir quasi in Asien, in die arabische Welt und in Europa tätig sind.

Aule2
07. Oktober 2004, 14:37
Lass es mich so ausdrücken

Die staatlichen Hilfen, sind im Verhältnis zum normalen Lohn zu hoch!
Also müssen wir die kürzen:
Kein Problem: 10 Eur/Monat für Klamotten
Jeden Tag 1kg Brot 1 E
Wasser gibt es in den Bächen und Flüssen
Miete: eine Tonne: INstandhaltung und Einrichtung: 10 EUr

alles in Allem denke ich auch, dass 50 Eur im Monat für das DrückebergerPack genug sind !!!!!

Volkswirtschftlich gesehen halt

Supervisor3
07. Oktober 2004, 14:54
tja, es geht bergab :8[:
wenn dann noch die 1-Euro-Jobs dazukommen ist die große Unterteilung der Gesellschaft in Reich und Arm, sprich: der Wegfall der Mittelschicht, nicht mehr weit weg.

Gesamtstaatlich und -wirtschaftlich gesehen wird eine Reform in Deutschland über kurz oder lang nicht vermeidbar sein, um den in den letzten ~15 Jahren entstandenen Schaden wieder auszugleichen.

Allerdings vergrault die Politik damit die eigene Bevölkerung, was sich vor allem auf hochqualifizierte Arbeitnehmer und kleinere Firmen auswirkt. Kleine und aufstrebende Firmen werden durch politische Entscheidungen stark eingeschränkt, müssen mehr (direkte und indirekte) Steuern zahlen als in nahezu jedem anderen Land der Erde und daraufhin Leute entlassen oder gleich Bankrott anmelden. Einige größere Firmen müssen wiederum überhaupt keine Steuern zahlen, bauen aber trotzdem Arbeitsplätze ab, um noch wirtschaftlicher zu arbeiten.

Da kommt der Niedriglohn gerade recht. "Dadurch entstehen mehr Arbeitsplätze". Natürlich entstehen neue Arbeitsplätze, wenn man den Mindestlohn um ~80% senkt, aber was hat das für Folgen auf den einfachen Bürger? Der Staat kann sich zwar etwas entlastet fühlen, wirft dafür den Bürger der Großwirtschaft zum Fraß vor. Man ist zwar arbeitslos, muss aber Billig-Jobs annehmen, um seine finanziellen Ansprüche weiterhin geltend machen zu können. Die Firmen freuen sich über billige Arbeitskräfte und die Politik steht finanziell besser da als vorher.

Aber wer gibt sich als arbeitsloser und studierter Akademiker mit 1-Euro-Jobs und womöglich noch total fachfremden, "primitiven" und aufgezwängten Arbeiten zufrieden? Das geht ja schon soweit, dass man Überlegungen angestellt hat, wobei man einem Chirurgen Arbeiten auf dem Bau aufzwängen will, der diese dann letztendlich nur nicht machen muss, weil seine Hände zu wertvoll sind. Und nur weil andere akademische Berufsgruppen nicht hauptsächlich auf ihre Finger angewiesen sind, kann man ihnen das aufzwängen?? Wo bleibt da die Selbstbestimmung?

Und nachher wundert man sich, wieso so viele qualifizierte Leute (arbeitslos oder nicht) ins Ausland abwandern...

Beli2
07. Oktober 2004, 15:03
Ich bin mir sicher, dass jeder, der Arbeit sucht auch Arbeit finden kann, vielleicht muss man dafür in ein anderes Bundesland ziehen oder ins Ausland gehen. Diese Beispiele von hochqualifizierten Akademikern ohne Job sind die Ausnahme, wieviele Akademiker gibt es in Deutschland? 10-15%, wieviele von denen sind arbeitslos, auch 10-15%, also ein verschwindend geringer Anteil der Bevölkerung. Die meisten Arbeitslosen sind nunmal niedrigqualifiziert und diese verdienen vielleicht auch nichts anderes als 1-Euro Jobs, im Leben muss nun mal Leistung gebracht werden.

ToDesRiTTeR
07. Oktober 2004, 15:04
Hartz IV geht mir persönlich auch noch nicht weit genug, aber das kann man als Politiker der deutschen Bevölkerung im Moment relativ schwer vermitteln. Hoffentlich wird die Sozialreform noch vorrangetrieben, wenn sich die Menschen einmal daran gewöhnt haben.

Arwing2
07. Oktober 2004, 15:08
@ supervisor: bezieh mal die normal gelernten arbeiter deutschlands, die den grossteil ausmachen mit in deine these ein, und es ist ok. soviele akademiker haben wir auch wieder nicht im verhältnis zum normalen arbeiter. und selbst wenn man einen beruf mit ausbildung etc. gelernt hat, steht man vor dem gleichen dilemma wie die von dir oben angesprochenen akademiker: fachfremde billige arbeitskräfte. mach mit oder stirb. ziemlich düstere aussichten für deutschland. beispiel die einsetzung neuer türen durch den vermieter in unserer wohnung. dort wo man erst beim jetzigen streichen/tapezieren hinsieht, sieht man die qualitative arbeit osteuropäischer einwanderer...:mad: die hälfte war pfusch hier bei uns. die riesenlöcher über und an den seiten hinter dem türrahmen in der wand sind nicht so einfach zu füllen gewesen. der vermieter war auch sauer über die handwerker. also gilt schon fast billiglohn + fachfremde idioten = qualitative minderwertige arbeit. auf arbeit laufen auch genug solcher spezies rum:mad:

Beli2
07. Oktober 2004, 15:15
Das hört sich fast so an, als wäre jeder billig Jobber unfähig seine Arbeit vernünftig auszuführen, ich bezweifle, dass man um Löcher zu stopfen und um Böden zu bohnern eine jahrelange Ausbildung braucht, alles eine Frage des Willens, vielleicht wollte es der Vermieter zu billig haben?

Arwing2
07. Oktober 2004, 15:26
Original geschrieben von Beli
Ich bin mir sicher, dass jeder, der Arbeit sucht auch Arbeit finden kann, vielleicht muss man dafür in ein anderes Bundesland ziehen oder ins Ausland gehen. Diese Beispiele von hochqualifizierten Akademikern ohne Job sind die Ausnahme, wieviele Akademiker gibt es in Deutschland? 10-15%, wieviele von denen sind arbeitslos, auch 10-15%, also ein verschwindend geringer Anteil der Bevölkerung. Die meisten Arbeitslosen sind nunmal niedrigqualifiziert und diese verdienen vielleicht auch nichts anderes als 1-Euro Jobs, im Leben muss nun mal Leistung gebracht werden.

du bist bestimmt schüler oder student, oder irgendwas anderes in einer möchtegernhochobenposition oder? das erklärt auch diesen mist, den du da von dir gibst. erzähl diesen post mal ner menge normal hart arbeitender leute, die sich wegen der schlechten wirtschaftlichen lage schon einschränken, und sich von den sinkenden löhnen und den immer höheren abgaben kaum was leisten können, um die wirtschaft anzukurbeln. erzähl das mal den schülern, die keinen ausbildungsplatz kriegen nach der schule, weil es nix gibt. die müsse neine richtige lehre machen um vernünftig einen einstieg ins berufsleben zu bekommen. da sind 1-€ jobs o. ä. nicht grad das richtige in so jungen jahren. erzähl das mal meinen beiden nachbarsjungen oben wohnend über uns. das sind zwei bäcker. haben ihre ausbildung in einem knüppelharten betrieb surchgezogen, der seine leute nur ausnutzt und schlecht behanderl. die durften nach der lehre nach hause gehen, und sind jetzt arbeitslos. und die haben ihre lehre gut abgeschlossen. nix mit faulheit. sind die beiden niedrigqualifizerit deienr meinung nach? solen die nix für ihre arbeit bekommen? am besten ein sklavenhalsband und nen akademiker dazu, der sie überwacht und das halsband in der hand hält? anscheinend verstehst du nix von der harten realität da draussen. aber nach dir können alle ja schön super hochverdienende abteilungsleiter und akademiker werden. kein thema. brötchen backen am besten roboter, und verkäuferinnen/friseure/logistiker/arzthelferinnen/imbissverkäufer usw usw. brauchen wir ja nicht. das geht ja von alleine. die leute tragen ja auch nix zur wirtschaft bei. diese leute arbeiten alle hart und bangen um ihren job. einige machen abends oder am we einen nebenjob um über die runden zu kommen, und dann langts grad mal die kosten zu decken, und sich ne kleinigkeit zu leisten. davon kann die wirtschaft eben nicht anspringen. und da diese normal arbeitenden bürger eben die masse in deutschland sind, die die wirtschaft mit ihrer kaufkraft ankurbeln "könnten", sollte man aufpassen, was man denen an den kopf wirft. vor allem wenn die oberen schichten alles verbocken...nur mal so am rande erwähnt.

und das die meisten leute dann auch in dispokredite reinrutschen, weil die kosten es nicht anderes erlauben ist auch nicht so der bringer. und genau diese finanzprobleme schaffen dann geburtenrückgang, weil die meisten es sich nicht leisten können/wollen ein oder mehrere kinder anzuschaffen. aus den schlechten finanziellen gründen eben, oder aus angst noch tiefer in die armut abzurutschen. oder aus angst, das ihr kind keine zukunft hat. und ich rede jetzt mal mit absicht von einem kind für eine normalfamilie. zwei oder mehr sind ja fast schon utopisch wie es den anschein hat? und jetzt komm mir auch nicht mit irgendwelchen statistiken von wegen das deutsche durchschnittseinkommen liegt bei 1700- 3000e netto. da wird das gesamte vermögen der deutschen auf jeden bürger aufgeteilt. ist also schon allein deswegen purer statistikwahn zum schönreden. die wahrheit liegt da draussen und sieht anders aus.

Arwing2
07. Oktober 2004, 15:28
Original geschrieben von Beli
Das hört sich fast so an, als wäre jeder billig Jobber unfähig seine Arbeit vernünftig auszuführen, ich bezweifle, dass man um Löcher zu stopfen und um Böden zu bohnern eine jahrelange Ausbildung braucht, alles eine Frage des Willens, vielleicht wollte es der Vermieter zu billig haben?

nein das wil ich nicht behaupten:angel: nur ist es nicht nur bei mir so der fall, was ich so gesehen habe. es gibt einem aber irgendwie zu denken:bored:

ToDesRiTTeR
07. Oktober 2004, 15:30
Klar Arwing, wir leben in dem Land mit dem mit Abstand großzügigsten Sozialsystem weltweit, aber hier schuften die Leute hart von morgens bis Abends um über die Runden zu kommen.
Komm mal auf den Boden der Realität zurück...

Beli2
07. Oktober 2004, 15:36
Ich erinnere mich letztens in einem Artikel gelesen zu haben, dass ein großer Anteil von Nebenjobs eben durch Schüler und Studenten ausgeführt werden, offenbar scheinen die von dir beschriebenen Berufsgruppen sich zu schade für Nebenjobs zu sein, so ist natürlich auch ein ankurbeln der Wirtschaft nicht möglich, stattdessen überziehen sie lieber ihr Konto, denn auch wenn man nicht genug schafft verzichtet man ungern auf den Luxus.

Und ja ich bin davon überzeugt, dass jeder Abteilungsleiter und Akademiker werden kann, wenn er sich anstrengt, sozial benachteiligte werden ja nicht ohne Grund durch das Bafög gefördert.

Arwing2
07. Oktober 2004, 15:36
klar tu nwir das. aber wer will schon freiwilig unser sozialsystem in anspruch nehmen, wenn er durch einen normalen festen arbeitsplatz besser leben kann? also ich nicht. und viele andere auch nicht. aber leider kenne ich auch ein paar schwarze schaffe, die keine lust haben, das ausnutzen. da komm ich echt nicht hinter. mit ner 40std. woche kannst du besser leben als ein sozialhilfe/harz-4 empfänger.

Pulex
07. Oktober 2004, 15:41
ich denke auch, dass man harz 4 erstmal testen sollte und später eventuell die arbeitslosenhilfe weiterkürzen, mit den gesammten oben genannten möglichkeiten geld zu verdienen.
und was die türkei betrifft... ich finde eine privelegierte partnerschafft sollte vorerst ausreichen. wenn sie das nicht akzeptieren wollen, pech gehabt. und sie haben eben nicht ganz alle anforderungen erfüllt, wie ihr obermacker immer behauptet. z.b. gibt es dort die todesstrafe noch...

Arwing2
07. Oktober 2004, 15:43
Original geschrieben von Beli
Ich erinnere mich letztens einen Artikel gelesen zu haben, dass ein großer Anteil von Nebenjobs eben durch Schüler und Studenten ausgeführt werden, offenbar scheinen die von dir beschriebenen Berufsgruppen zu schade für Nebenjobs zu sein, so ist natürlich auch ein ankurbeln der Wirtschaft nicht möglich, stattdessen überziehen sie lieber ihr Konto, denn auch wenn man nicht genug schafft verzichtet man ungern auf den Luxus.

Und ja ich bin davon überzeugt, dass jeder Abteilungsleiter und Akademiker werden kann, wenn er sich anstrengt, sozial benachteiligte werden ja nicht ohne Grund mit Bafög gefördert.

hm so einfach ist das auch net zu sehen. weil es eben nicht ohne ende stellen gibt für nen abteilungsleiter. und es werden ja auch mehr und mehr stellen abgebaut insgesamt, oder es stagniert. da sind dann also schon mal kaum solch höheren jobs zu kriegen. wie das nach dem studium aussieht mit einem guten job in dem entsorechenden fachbereich weiss ich nicht. da sollten sich hier mal die studenten zu wort melden. würde mich interessieren. naja und auf luxus sollte man schon verzichten, und das konto weitgehend schonen. da geb ich dir recht. da wollen die meisten aber nix dran ändern. zwar geht auch dieses dispogeld in die wirtschaft zum teil, aber die schulden bei der bank bleiben dennoch.

und viele firmen nehmen nur schüler und studenten für nebenjobs. als beispiel die firma dpd (deutscher-paket-dienst) bei mir in der ecke. nix anderes.


aber dennoch eine anregende diskussion:) kommt nur ein wenig vom thema ab. ich werd mich mal nicht so reinsteigern.

los leutz her mit den meinungen hier:hammer:

Beli2
07. Oktober 2004, 15:48
ich kenn nur die Arbeitslosenzahlen der Wiwis, bei BWL 3%, bei VWL 5%

Arwing2
07. Oktober 2004, 15:50
höt sich recht wenig an. scheint also ok zu sein für die sparte?

Beli2
07. Oktober 2004, 15:52
Welche Sparte meinst du?

Arwing2
07. Oktober 2004, 16:04
Original geschrieben von Beli
ich kenn nur die Arbeitslosenzahlen der Wiwis, bei BWL 3%, bei VWL 5%

auf diesen post von dir bezog ich mich grad mit "sparte":D

Beli2
07. Oktober 2004, 16:10
Ich finde schon, das ist quasi Vollbeschäftigung.

Pulex
07. Oktober 2004, 16:53
Original geschrieben von Arwing


hm so einfach ist das auch net zu sehen. weil es eben nicht ohne ende stellen gibt für nen abteilungsleiter. und es werden ja auch mehr und mehr stellen abgebaut insgesamt, oder es stagniert. da sind dann also schon mal kaum solch höheren jobs zu kriegen. wie das nach dem studium aussieht mit einem guten job in dem entsorechenden fachbereich weiss ich nicht. da sollten sich hier mal die studenten zu wort melden. würde mich interessieren. naja und auf luxus sollte man schon verzichten, und das konto weitgehend schonen. da geb ich dir recht. da wollen die meisten aber nix dran ändern. zwar geht auch dieses dispogeld in die wirtschaft zum teil, aber die schulden bei der bank bleiben dennoch.

und viele firmen nehmen nur schüler und studenten für nebenjobs. als beispiel die firma dpd (deutscher-paket-dienst) bei mir in der ecke. nix anderes.


aber dennoch eine anregende diskussion:) kommt nur ein wenig vom thema ab. ich werd mich mal nicht so reinsteigern.

los leutz her mit den meinungen hier:hammer:

ich hatte erst vor 3 wochen nen kurzzeitjob. war auf 3 monate begrenzt, musste halt freitags von 14-18 uhr un samstags von 7-13 uhr. waren zwar dumme arbeitszeiten, aber jobs sin knapp, da sagt man nich nein. hab den auch nur bekommen wegen meinem onkel, der in der firma arbeitet. jetzt geb ich wieder mehr geld aus als davor un hab mir erstmal neue boxen bestellt :D davor hab ich allerdings recht wenig geld ausgegeben und so ziemlich auf luxus verzichtet. z.b. hab ich atm immernoch kein handy, weil ich mir zwar momentan leisten könnte, aber nicht weiss, wies in zukunft mit nem job aussehen wird.

Devotika
07. Oktober 2004, 16:58
Lol wieso werden die Bäcker, wenn jeder weiß, dass die Arbeitslosigkeit von Beckermeistern total hoch ist? Toll, ich lass mich demnächst auch als Friseur für Orchideen ausbilden und behaupte dann hinterher die obere Bevölkerungsschicht wolle mich versklaven, weil ich natürlich keinen Arbeitsplatz damit finde. :stupid:

mamamia
07. Oktober 2004, 17:12
wer von euch, der hier so schlau redet, hat eigendlich schon mehrjährige berufserfahrung? oder beruht das ganze halbwissen auf euren rückschlüssen aus zeitung und tv?

2kewl4you
07. Oktober 2004, 17:38
Nur so hoch sind die Arbeitslosenzahlen von Wiwi´s ? Weil ich fang das gerade an zu studieren *g*

mfG
2k4u

PiZzA
07. Oktober 2004, 18:19
fakt ist AUCH, dass grade in den leuten mit niedriger bezahlung jede menge sich leute nicht engagieren und einfach kacke arbeiten - was auch EIN grund unserer aktuellen miserie ist - und JA ich weiß wovon ich rede ich habe jahrelang bei IKEA und im EDEKA geschafft!

Arwing2
07. Oktober 2004, 19:10
najo, wozu gibts probezeit. arbeiten die bei fairem lohn scheisse oder sind faul = raus damit. und nach der festanstellung wäre das ja wohl nur ne üble sauerei bei fairem lohn sich auszuruhen und nix zu tun. bei mir auf arbeit gibts einige viele, die könnten schneller, tun es aber nicht, weil der kacklohn so niedrig ist. und die firma siehts dann auch nicht ein den lohn zu erhöhen, weil das laut betriebsrat entweder für alle gilt, oder für niemanden in der abteilung. also würde man die faulen gleich mitbelohnen. schade das bei uns die leute nicht individuell nach einiger zeit mehr bekommen als die faulen wenn sie gut arbeiten. einige bei uns hätten eine eigene gehaltserhöhung echt verdient. aber arbeitest su nicht für niedriglohn, tuts eben ein anderer langzeitarbeitsloser, ein schüler/student, oder jemand aus dem ausland. durch die eu ja locker machbar.

SubTarvoc
07. Oktober 2004, 19:13
Stimmt ganz genau, Harz 4 geht nicht weit genug. Der Staat hat überhaupt nicht das Recht, sich irgendwie in die Wirtschaft einzumischen!

Heißt im Klartext: Es kann gerne jedes staatliche Sozialsystem beseitigt werden - allerdings nur, wenn dann auch sämtliche staatlich gesicherten Wirtschaftsprivilegien aufgehoben werden: als da sind: Zinserhebung, Wucher, Zoll, Steuern, Miete, Pacht, etc. etc. etc.

BigBadWolf
07. Oktober 2004, 19:58
wenn du dir nebenbei noch deinen eigenen lehrer oder prof bezahlen willst, kein problem...

oder wir machen's wie 45 - die schüler müssen immer nen paar kohlen oder was zu essen mitbringen, damit sie zuhören dürfen. u.ä.

btw - ich weiss, dein beitrag war ironisch, aber trotzdem saudämlich!

Grumel
07. Oktober 2004, 20:09
Bevor ich mich dazu äußere ob mir Hartz weit genug geht, möchte ich mal Vorweg, erwähnen was ich von Hartz selbst halte.

Hartz ansich Halte ich nicht nur für volkswirtschaftlich sinvoll, sondern auch für sozial gerecht.
Denn was bei dem Ganzen Anti-Harz Medien Hype untergegangen ist, ist das die Regelungen die nun auch für Arbeitlosenhilfeempfänger galten für Sozialhilfeempfänger schon immer galten. Ich bin mir sogar relativ sicher, das sie teilweise sogar etwas härter waren als der Hartz wie er jetzt wohl kommen wird.

Und um eines mal klar zu machen Arbeitlosengeld ist keine Versicherungsleistung mehr, sondern eine staatliche Sozialleistung. Absurderweise eine bei der leute die vor längerer Zeit einmal Arbeit haten gegenüber jenen die keine hatten bevorzugt werden.

Und man sollte bitte bedenken, das die bisherigen Sozialhilfeempfänger sicher nicht die noch Fauleren waren / sind, Sondern zu größerem Anteil die bei denen tatsächlich soziales Elend herrscht.
Also alleinerziehende Mütter, deren Kinder, Schwerkranke die nicht mehr arbeiten können .....

Am Hartz System gibt es meiner Ansicht nach nix zu erproben, denn es beseitigt ja in erster Linie eine soziale Ungerechtigkeit und Spart dabei noch eine Menge Geld. Arbeitsmarkteffekte dürften im bisherigen Modell eher sekundär sein. Will heissen, klar gibt es genug Leute die arbeiten könnten und auch würden wenn sie

Was nun den Vorschlag von Sinn betrifft, so halte ich ihn nur unter gewissen Einschränkungen für sinvoll, die Sinn aber sicher für selbstverständlich hielt.
Etwa das Arbeitsunfähige ( Krank zu Alt ), davon ausgenommen werden. Soweit noch völlig nachvollziehbar, an was aber sicher viele nicht denken ist ein garantierter, kostenfreier Kindergarten bzw ein Ganztagsschulplatz für die alleinerziehenden Eltern.
Oder zumindest Jobangebote, die sich auf die Schul usw Zeit der Kinder beschränken. Gleich zur ersten Lösung zu greifen halte ich aber aus diveresen anderen Gründen für besser. Erstens wegen der besseren Perspektive auf eine Vollzeitstelle und zweitens was die Ganztagsschulen Betrifft im Interesse der Kinder.

Wenn man etwa an die USA denkt mit ihrer scheinbaren totalen Sozialen Kälte, so ist dort etwa selbstverständlich das Kinderbetreuungsplätze gestellt werden, und den Leuten eine Stelle gesucht wird. Mal ganz abgesehn von der anderen Kultur, durch die es viel höhere private Zuwendungen im sozialen Bereich gibt.

Im großen und ganzen würde ich mich dem Vorschlag also anschließen. Sinn des ganzen ist es ja, zugegeben durch die Sozialhilfekürzung auch mit gewissem Druck, es jedem zu ermöglichen zu arbeiten. Denn bisher war das ja für jemanden der nur einen McDonalds Job bekommt zumindest irrational. Der ein oder andere hat ja bereits gejammert wie hart und ungerecht die Welt für den ist der einen schlecht bezahlten job hat. Etwas polemisch übertrieben meiner Ansicht übrigens. Denn es gibt in Deutschland kaum Jobs deren Entlohnung bei regulärer Vollzeitbetätigung unter dem Sozialhilfesatzliegt. Gesetzlich möglich ist dies aber in Deutschland im gegensatz zu vielen anderen Ländern, zu denen auch die USA zählt durchaus. Denn in Deutschland gibt es keinen Mindestlohn. Unsere Arbeitslosenpflichtversicherung + relativ hohe Sozialhilfe, sorgt aber schon dafür das keiner solche Jobs annimmt.

Genau bei solchen billig McDonalds Jobs liegt aber das einzige Potenzial den Arbeitsmarkt kurzfristig eher Richtung Gleichgewicht zu bringen. Dies funktioniert aber nur wenn man sich zur Sozialhilfe mehr dazuverdienen kann wie sinn es vorschlägt.

Allerdings bleibt eine solche Regelung nur ein Klitzekleiner Fortschritt. Sie schafft ja nur einige wenige Stellen im völlig unquaqlifizierten Bereich. Vorteil sähe ich dabei im ürigen in erster Linie nicht bei dem Geld das sich der Staat an Sozialhilfe Spart oder den billigen Arbeitskräften die mir die Schuhe putzen.
Vielmehr wichtiger ist es, das die Sozialhilfeempfänger sich sicher besser fühlen, wenn sie einen Objektiven Beitrag zu ihrem unterhalt erbringen können. Ausserdem dürfte für die Meisten auf längere sicht gesehn ein Leben mit 10 Stunden McDonalds angehmer als eines ganz ohne Arbeit sein. Zumal die Sozialhilfeempfänger ja auch kein Geld zur Verfügung haben um sich großartig zu vergnügen. Ebenfalls nicht unterschätzt werden darf, das man dadurch das Arbeiten ansich nicht verlernt.

Um unsere Probeleme wirklich zu lösen muss aber ganz woanders angesetzt werden. Etwa unserem Sozialversicherungsystem etwa. Und zwar leider bei allen Teilen, der Kranken genauso wie bei der Renten und Arbeitslosenversicherung. Ganz zu schweigen von der Pflegeversichrung die man unverschämter weise vor nicht alzulanger zeit auch noch einführte. Um präziser zu sein wieder im Umlageverfahren. Zwangsversicherungen ansich sind nicht das Problem. Aber wenn müssen sie a ) alle treffen b) nicht durch Umlage sondern durch Ansprung finanziert werden
c) Nicht zur Verwurschtelung von Sozialleistungen missbraucht werden, dafür ist der Staat direkt zuständig.

Auch unser Steuerrecht ist ein riesiges Problem.Dank der vielen verdeckten Subventionen, die nicht nur ungeheur verwaltungsaufwendig sondern auch im höchsten maase ungerecht sind. Wers nicht glaubt sollte mal gucken wiviele Sonderregelungen es etwa für die Landwirtschaft gibt. Was die direkten Subventionen betrifft, so will ich die nicht generell in jedem Fall ablehnen. Aber der größte Teil dieser direkten Subventionen geht leider nicht in die Förderung von Zukunftsprojekten sondern direkt in die Steinzeit. In die Landwirtschaft, in die Kohle weg damit. Auch Subventionen für Konsum/Freizeiteinrichtungen wie das Centro oder das Space Center in Bremen sind absurd. Das schafft wenn überhaupt nur Arbeitsplätze auf Kosten anderer deutscher Regionen.

Ein drittter Schwachpunkt ist unser Bildungssystem.
Die Dreigliederung mit kaum Wechselmöglichkeiten Aufwärts, die langen Studienzeiten und die Halbtagsschulen. All dies sorgt dafür das unser Schulsystem noch immer in erster linie sozial sortiert und nicht nach Leistung. Dazu die generelle finanzielle Unterversorgung. Da hilft auch kein Bafög mehr. Wir sortieren die Bildungsabschlüße nicht nur immer noch in erster Linie nach dem Vermögen der Eltern, wir ermöglichen es auch generell zu wenigen ein Studium abzuschließen. Die Arbeitswelt wird komplexer. Da tut es eine Lehre meist nichtmehr. Inwiefern das der Wirtschaft schadet ? Ganz einfach wenn unser Bildungsystem den geignetsten und nicht den reichsten die Spitzenjobs zuführt wird dort weniger effizient gearbeitet. Und wenn arme Verhältnisse immer noch massiv an einem Studium hindern herrscht generell Akademiker Mangel. Mangel an Akademikern die nicht wie bisher die absolute Elite darstellen, sondern Akademikern die etwa komplexe Fertigungsmaschinen Programmieren, bei denen ein normaler Meister aufgrund Seiner Ausbildung - nicht seiner intelligenz - hoffnungslos überfordert ist.

SubTarvoc
07. Oktober 2004, 22:48
Original geschrieben von BigBadWolf
ich weiss, dein beitrag war ironisch, aber trotzdem saudämlich!

Mein Beitrag war nicht nur ironisch, sondern guerilla-ontologisch, und aus diesem Gesichtspunkt war er nicht saudämlich, sondern nur dämlich!

Entwirker
08. Oktober 2004, 00:59
komisch, dass gerade diejenigen, die arbeit haben und gut davon leben können, fordern, dass die, die keine arbeit bekommen haben, von noch weniger leben sollen. (jaja ich weiss, alle arbeitslosen sind doch nur faule schmarotzer, deren einziger wunsch ist, auf kosten anderer zu leben :( )

Aule2
08. Oktober 2004, 17:47
Ich (Student) denke, dass Harz 4 ok ist!!
Ich muss mit Geringf@gig weniger Geld auskommen, aber ich bin ja Student, da ist das ja nurmal....
Was das Problem mit der Verf@gbarkeit von Jobs angeht, bezweifle ich, dass in den Regionen mit besonders hoher Arbeitslosigkeit viele Nebenjobs frei sind - weiss da einer was??
Das die Sozialhilfe/AG2 oder aehnliches fast Arbeitendes Gehalt entspricht, ist traurig, und aus meiner Sicht schlimm!! Aber man kann nicht kuerzen, was minimal ist...
Also muesste man den Niedriglohn erhoehen...
oder die Arbeitszeit verkuerzen, was meiner Ansicht nach am besten waere, weil die Deutschen ehh zu viel arbeiten - ich meine so um die 40 Stunden, lass es 30 sein, geb den Leuten das gleiche Geld stelle mehr ein und wir koennen wieder konsumieren, aber

die arme Wirtschaft wuerde leiden, dass ginge nicht, weil alle unsere Unternehmen vor der Pleite stehen, *heul*

P.S. Chancengleichheit in Bezug auf Ausbildung:
Sie ist nicht gegeben: WEIL Papi Baecker: Sohn du gehst Hauptschule und machst Baeckerlehre => Sohn wird Baecker
Um das zu kompensieren (2. Bildungsweg) muss betreffende Person derartig @berlgen sein, und sich aufrafffen koennen, um das zu kompensieren

Beli2
08. Oktober 2004, 17:56
Studierst du Sozialpädagogik oder wieso laberst du so einen scheiss?

n00dl
08. Oktober 2004, 19:41
mein vater ist vor halbem jahr arbeitslos geworden, weng gesucht und das arbeitslosengeld kassiert und jetzt ne arbeit gefudnen. die sache ist jetzt nicht die, dass ich zeigen will wie toll mein vater ist, sondern, dass sein neuer cheff schon 5 idioten eingestellt hat und alle wieder vor die tür setzten musste. die waren einfach "keine guten" arbeiter. wenn ich bänker werden will und keine prozentrechnung kann oder nen sanitärfutzie bin und bei meinen reperaturen mehr kaputt als ganz mach dann nimmt mich halt keiner.


Mein vater ist mit knapp 50 wohl in nem ziemlichen kack alter, aber berufserfahrung und auftritt/persöhnlichkeit machen doch einiges wett.

hätte er keine arbeit gefunden hätte er sich halt selbstständig gemacht (is ja keing roßes ding mehr). wenn man was erreichen will kann man das auch, dass man dafür manchmal was opfer muss is klar. (größerer arbeitsweg, andere berufssparte, risiko, etc)
viele arbeiter sind halt einfach unvermittelbar weil sie zu schlecht sind für die arbeit, die sie antreten wollen.

thema türkei. was hat die eu davon? ich finde das ist das größte gegenargument :)

aMrio
08. Oktober 2004, 19:43
was hat hartz4 bitte mit dem möglichen türkei - beitritt zu tun?