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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hallo Studiengebühren!



Swatch
26. Januar 2005, 14:38
Wie es nicht anders zu erwarten war, hat heute das BVerfG Artikel 1 Nr. 3 und 4 des 6. HRGÄndG für nichtig erklärt. Somit ist der Weg für Studiengebühren ab dem ersten Semester frei.

Pressemitteilung und Entscheidung (http://www.bundesverfassungsgericht.de/cgi-bin/link.pl?aktuell)

Wen betrifft es und was haltet ihr davon?

wutvolta
26. Januar 2005, 14:46
wohne in NRW damit betrifft es mich ERSTMAL nicht
studienkonten gibt es ja schon, andere regelung ist in nrw ja zzt nicht geplant
die unionsländer werden dadurch ganz schön an stimmen verlieren bei studenten würde ich sagen, und wenn sich nichts ändert sind die unis und fh´s bald total überlaufen weils sich in niedersachsen keiner mehr leisten kann.
es betrifft direkt paar bekannte von mir die in osnabrück studieren, mal sehen was die so sagen.
eine schöne scheisse is das

Vystup
26. Januar 2005, 14:49
naja, mich wird es wohl nicht mehr wirklich betreffen, bin ja demnächst fertig und studiere eigentlich in sachsen.

falls mit den studiengebühren eine verbesserung des studienablaufs vergesellschaftet ist bin ich nicht dagegen, leider befürchte ich, dass daraus so schnell nichts wird...

DerTotmacher
26. Januar 2005, 14:49
http://portale.web.de/Finanzen/Beruf_Bildung/?msg_id=5660203



ja genau, welche 5 Bundesländer sind das jetzt?? Und in welcher Größenordnung sollen sich diese (monatl ??) Gebühren bewegen??

Vystup
26. Januar 2005, 14:52
500 euro / semester

OnkelHotte
26. Januar 2005, 14:54
Original geschrieben von DerTotmacher

Und in welcher Größenordnung sollen sich diese (monatl ??) Gebühren bewegen??

im radio war die rede von 500€ pro semester!

also um ehrlich zu sein: warum in aller welt MUSS eine universität kostenlos sein?

warum regen sich alle darüber auf, dass man evt bald für die uni zahlen muss.

aber warum kräht kein hahn danach, dass ein kindergartenplatz in der regel MEHR kostet, als die 500€ pro halbjahr?

Swatch
26. Januar 2005, 14:55
"Bayern will laut Goppel vielleicht schon zum kommenden Wintersemester loslegen, spätestens zum Sommersemester 2006. Baden-Württemberg wird folgen, in einer nächsten Stufe könnten dann Niedersachsen und das Saarland nachziehen. Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) kündigte an, das Land wolle spätestens in zwei Jahren Studiengebühren einführen."

Artikel bei Spiegel.de (http://www.spiegel.de/unispiegel/geld/0,1518,338599,00.html)

TheDid
26. Januar 2005, 15:24
ich bin fuer studiengebuehren...also ne gute entscheidung.

DuNe
26. Januar 2005, 15:29
sach mal habt ihr sie noch alle ?

war doch das erschreckenste an der PISA studie, dass es in Deutschland still entscheidend ist, welche soziale Herkunft man hat ?
Dass Kinder der "gehobenen" Klassen TROTZ GLEICHER Leistung eher einen Abschluss wie zb. Abitur erreichen, als Kinder von Handwerkern
oder ungelernten Arbeitern ?

500 Euro sind ja bereits hier in Hessen Pflicht, wenn die Regelstudienzeit + 2/3 Semester überschritten wird, was auch in Ordnung ist.

ach und sollte das wirklich bei den Union Ländern durchgezogen werden, was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, dann gibts mit sicherheit große Studentenstömungen ~~~~~

ForJJ
26. Januar 2005, 15:30
Begründe deine Meinung?


Mich wird es wohl direkt betreffen und ich finde es nicht gut.
Und zwar weil dadurch ärmere Leute es sich nicht mehr Leisten können zu studieren. Und das Kapital der Eltern sagt ja nichts über die Inteligenz / "Studierfähigkeit" ;) eines STudenten aus...
Ich finde das erst Studium sollte für die Regelstudienzeit umsonst sein aber danach soll es richtig Geld kosten.

Gruß JJ

Getraenkeautomat
26. Januar 2005, 15:56
Ich finde es aus dem Grund gut, weil ich Studenten alle hasse.
Gilt das als Begründung :confused:
Ansonsten Studium ist nicht kostenlos. Jeder Student kostet dem Staat in der Ausbildung etwas und da man auf der ganzen Welt etwas für eine solide Ausbildung zahlen muss könnte man hier nun endlich auch mal........
For jj ich dachte du bist der fht softwaretechnikstudent? Du wirst doch sicher nicht im ersten Semester sein. Damit ist doch die Sache für dich auch schon so gut wie gelaufen? Welches Semester bist denn?

OnkelHotte
26. Januar 2005, 15:59
Original geschrieben von [For]JJ
Begründe deine Meinung?


Mich wird es wohl direkt betreffen und ich finde es nicht gut.
Und zwar weil dadurch ärmere Leute es sich nicht mehr Leisten können zu studieren.

das ist einfach so nicht richtig!

wir reden hier nicht von havard mit >30k $ im jahr oder so.

500€ pro semster = paarund80 € pro monat. soviel geben so manche fürs fitnessstudio aus oder jeder raucher für ziggis. 80€ im monat kann man sehr wohl aufbringen, auch wenn mans nicht so dicke hat.

diese 500€ sind wohl eher symbolisch, denn die decken vllt grad 10% der kosten der unis.

also solange das geld wirklich den unis zugute kommt, dann find ich das nicht so schlimm, wenn die gebühren eingeführt werden.

ich habe allerdings auch gut reden ich weiss, den uni habe ich schon hinter mir...dennoch bin ich sicher, dass ich auch so argumentieren würde, wenn ich die uni noch vor mir hätte!

HERR 2FICKENDEHUNDE
26. Januar 2005, 16:15
ich finde das ganz hervorragend. meine freundin studiert in Holland und muss pro jahr 1800€ bezahlen. das deutsche bildungssystem wird wohl kaum darunter leiden. wohl eher die zahlreichen langzeitstudenten, die plötzlich wie wild anfangen zu lernen oder aber als Hartz 4 user auf dem arbeitsamt landen. have fun

Aule2
26. Januar 2005, 17:07
edit: Kennzeichnung dieses widerlichen Etwas, genannt Ironie (um Verwechselungen zu meiden)


*Standing Ovations*

Genau das, was Dtl braucht, genau das richtige!

Das verfuckte faule Studentenpack soll gefälligst dafür blechen, wenn se schon nix tun ....



Naja eigentlich müssten alle Studenten ihr Studium abbrechen, und sich ein Jahr lang nach Hartz 4 bezahlen lassen - ich weiß ja nicht, wie der Durchschnitt aussieht, aber ich hätte dann immerhin etwa das 1.5 Fache an Geld zur Verfügung ....

Sagt mal, zahlt man eigentlich was für einen Ausbildungsplatz, oder wenn man in der Lehre ist, weil ich fordere, dass man da auch was zahlt !

Dann was mich weiter ankotzt: Fortführung der Stärkung des Föderalismus, wobei ich eigentlich immer der Meinung war es sei an der Zeit diesen Hirnverbrannten Unsinn (insb. bei der Bildungspolitik) abzuschaffen!

Was das angeht mit Geld kommt den Unis zu Gute:

AUFWACHEN! Nun, also, die Unis bekommen nun ca. 10% Ihrer Gelder zusätzlich von den Studenten, also künnen wir ja ohne Einbußen den UniEtat um ca. 30% Kürzen ......
(Geht jamand ne Wette, ein: Ich bin überzeugt, das die Unis nicht mehr Geld haben werden)


Was ich sagen will, Unabhängig von dem Sinn von Studiengebühren (den ich nicht annehme!) finde ich das Procedere und die momentane Vorgehensweise, mal hier ein bischen, mal hier weniger, wenn man seinen 1. Wohnsitz in ne Stadt verlegt vllt. Ermäßigung, usw. richtig gosu ausgedacht!

DerTotmacher
26. Januar 2005, 17:19
Da zahlt der Arbeitgeber einen großen Teil der anfallenden Kosten.


Was jetzt mal interessant wäre:

1. Trifft die Studiengebühr jeden?? Oder nur die die dann anfangen werden?

2.Der Baföganspruch müsste sich doch mit 80 Euro Pflichtmehrabgabe auch erhöhen, oder?

3. Studiegebühren sind scheiße! Der Großteil der Studenten bis jetzt auch. Man gestern war ich auf ner Demo- Würzburg hat gut 22000 STudenten. Aber keine 2000 waren da... :(

Hutzefutz
26. Januar 2005, 17:23
Original geschrieben von Aule

Sagt mal, zahlt man eigentlich was für einen Ausbildungsplatz, oder wenn man in der Lehre ist, weil ich fordere, dass man da auch was zahlt !


seit wann zahlt man für einen Ausbildungsplatz was?
Man produziert ja schliesslich auch was für das Unternehmen! Also bekommt man auch Kohle. : )

Entelechy
26. Januar 2005, 17:32
Wieso nicht gleich wie in den USA, dort zahlen sie pro Semester 30.000$ für ne gute Uni.:stupid:

Swatch
26. Januar 2005, 17:33
Aule, was du mit so freudigem Klatschen aufnimmst, ist eine Bestärkung des Föderalismus. Das Urteil nimmt nicht inhaltlich Stellung sondern zieht schlicht klare Linien in die einzelnen Kompetenzen.

NeDfLaNdErS
26. Januar 2005, 17:37
Sauerei...


Naja mir egal, ich bin fertig. Juckt mich nicht wenn Ihr nu latzen müsst :fu:

DerTotmacher
26. Januar 2005, 17:42
Original geschrieben von Hutzefutz


seit wann zahlt man für einen Ausbildungsplatz was?
Man produziert ja schliesslich auch was für das Unternehmen! Also bekommt man auch Kohle. : )

Und jemand der jetzt eine "akademische Ausbildung" absolviert, produziert später nichts für Unternehmen??? :stupid:

Achja wo wir schon dabei sind, man sollte eigentlich auch die Hauptschulen, Gymis, und Realschulen überhaupt jeglich Bildung bar verkaufen !!! :8[:

NaturalBornFarmer
26. Januar 2005, 17:52
Naja, ich kann verstehen, dass ein gewisses Maß an Geld für das Studium bezahlt werden muss, andererseits meinte der Anwalt bei dem ich heute Rechtskunde hatte, dass er bei diesen Gebüren zum Beispiel nicht hätte studieren können und eine Lehre hätte machen müssen. Das kann es doch auch nicht sein, oder? In dem Moment, in dem Studieren nur für "reiche" ist, bin ich dagegen - Bildung als Luxusgut?

Ansonsten kann ich als Schüler nicht beurteilen, wie viel Geld einem als Student zur Verfügung steht und daher nicht sagen inwieweit die Summe okay ist.

GoLi3
26. Januar 2005, 18:09
Selber find bin ich nicht besonders glücklich drüber, und werd es mir dann auch überlegen noch weiter zu studieren. Zwar zahlen meine Eltern mir das noch alles, aber wenn meine 2 Geschwistern anfangen zu studieren im nächsten W, wären das für sie 3000€ im Jahr :/

viedion
26. Januar 2005, 18:18
Wenn:
- keine anderen Fördermittel die an die uni gehen mit meinen gebühren verrechnet werden (also einfach nur mehr Geld für meine Uni da ist)
- es ein sinnvolles Nachfinanzierungsmodell gibt (ab 35k€/jahr Rückzahlung des Studiumskredites o.ä.)

Verursacherprinzip halt - wer studiert und nachher mehr verdient soll auch für das Studium zahlen (andererseits könnten wir auch höhere Einkommen direkt höher besteuern, dann zahlt auch der gut verdienende Schreiner...)

€: Niemand kann verlangen, dass man wärend des Studiums schon solche Summen zur Verfügung hat!

HERR 2FICKENDEHUNDE
26. Januar 2005, 18:37
Original geschrieben von Aule

Sagt mal, zahlt man eigentlich was für einen Ausbildungsplatz, oder wenn man in der Lehre ist, weil ich fordere, dass man da auch was zahlt !



bekommt man als Auszubildener Steuerliche Vergünstigung, SPOTBILLIGE Bahntickets, sonstige vergünstigenungen in allen möglichen öffentlichen einrichtungen ect? man werd mal wach.

es ist nun mal so, das es ohne ende leute gibt, die sich in ihrer studienzeit so richtig bedienen lassen. ich kann dir aus dem stehgreif eine handvoll leute in meinem näheren bekanntenkreis aufzählen, die sich nen richtig lauhes leben machen.

studier doch mal in Holland, da wirst du dumm schauen, da gibts nämlich anwesenheitspflicht, sonst wird man für bestimmte prüfungen nicht zugelassen und man bezahlt dort richtig dicke Euros für sein studium.

natürlich gibt es eine grosse anzahl von studierenden, die sich reinhängen und gas geben während dem studium. gegen die sag ich gar nichts. aber gegen diese studenten mentalität die von einigen hier in deutschland seit jahrzehnten praktiziert wird ( geh ich heut nicht, vielleicht übermorgen) sollte man was tun, zB durch studiengebühren oder halt anwesenheitspflicht.

Getraenkeautomat
26. Januar 2005, 18:39
Ihr immer mit eurem dummen gelaber von wegen dann dürfen nur die reichen studieren.
Ein Studium ist deine persönliche Investiton in dich selbst um einen besseren Job zu kriegen. Wenn du dir dazu zu schade bist 3 Wochen im Jahr zu arbeiten solltest du es bleiben lassen.
Warum sollte Otto, mein Nachbar, für mein Studium etwas zahlen? Damit ich in ein paar Jahren ein dickes Auto fahren kann und er immer noch Fiat Panda fährt :mad:

Ferner glaub ich diejenigen die am meissten das Maul aufreissen sind diese Klische-Party Studenten =/

Levu
26. Januar 2005, 18:47
mich wirds betreffen, da ich erst noch studium anfang und in BW leb

die 500 öcken pro semester find ich da schon ziemlich happig - etwas weniger wäre angemessen und man könnte es sich leisten

Aule2
26. Januar 2005, 18:49
ob man dadurch ein besserer Student ist, dass man alle Vorstellungen warnimmt, sei freilich einfach mal so dahin gestellt ...

Nun, es war von mir eigentlich auch nicht ernst gemeint, dass ein Azubi Geld zahlen soll, nur ist das meines Erachtens eben genauso idiotisch, wie das ein Student Geld zahlen soll...

*Spotbillige* Bahntickets, meines Wissens ist die einzige Ermäßigung dass die Bahncards genau die Hälfte kosten (was auch für Schüler gillt) spotbillig nennst, dann bitte!

Warum sollte Oma Lieschen's Sohn, der KFZler ist, was für mein Studium zahlen? - Nun, ich denke dafür bin ich dann sein Arzt, und er braucht mich ja auch, oder ich bin sein Ingenieur und sorge dafür, dass er eine Hebebühne für sein Auto hat, damit er sich wenig er oft den Arm einklemmt -- aber es gibt eigentlich ein System Solidarität.

Aber was ganz anders treibt mich so im Moment um: Es wird ja immer gebracht, dass die Unis "Kundenorientierter" werden sollen - aber wenn ich Kunde bin, und den Laden kaufe, dann will ich auch Rechte: Risikoversicherung, wenn die Prüfung nicht klappt, Einfluss auf Stundenplan, (in den Supermarkt geh ich ja auch, wenn ich Lust und Zeit habe), Verwaltungsbestimmungen, Abschaffung unnützer Verwaltung, ...
Da würde einiges Sinn machen, aber auch viel Unfug bei sein, aber ich lass es mir doch nicht bieten, in schlechte Vorlesungen zu gehen, wenn ich dafür Zahle!

Naja, ihr meint im Übrigen sicher alle deutlich mehr als 600 Euro ?

weil wir haben bereits Studentenwerksbeitrag und Verwaltungsgebühr, was so in etwa (zumindest in bayern, und BW, Hessen) 100 Euro sind, und dann additiv (10:1 Wett ich) die 500 neuen, und schon simma bei gut 100 Euro im Semestermonat!
Da ein Student natürlich einen HiWi Job machen soll, geht dieses ganze Geld wohl komplett für die Uni drauf, also braucht er noch nen zweiten Job, um sich ein wenig Geld zum Leben zu verdienen ...

Naja, das ist alles sehr durchdacht und nur zum Wohle des deutschen Studenten und des deutschen Volkes im Allgemeinen ...
Endlich mal wieder ein Punkt, wo man stolz auf Dtl sein kann *seufz

Sas~iN~LoVe
26. Januar 2005, 18:52
Ich studiere in Baden-Württemberg, noch bis einschließlich Sommersemester 2006, könnte mich also auch betreffen. Aber für mich persönlich ist es halb so wild; kann sogar sein, dass meine Firma mir da entgegen kommt.
Allerdings bin ich mal gespannt, wie die einzelnen Länder die Möglichkeit Studiengebühren zu erheben sozialverträglich wahrnehmen wollen.

HERR 2FICKENDEHUNDE
26. Januar 2005, 18:54
Original geschrieben von Aule

*Spotbillige* Bahntickets, meines Wissens ist die einzige Ermäßigung dass die Bahncards genau die Hälfte kosten (was auch für Schüler gillt) spotbillig nennst, dann bitte!




ich weiss nicht genau wie der aktuelle stand ist, vor 5 oder 6 jahren war es aber so, das Studenten in Düsseldorf, die da im übrigen auch wohnten, im viertel Jahr 50 gute deutsche mark bezahlt haben. damit konnten sie im kompletten VRR durch die gegend reisen. ein monatsticket, für den gleichen bereich, hat für einen nichtstudierenden so ca 150-170 DM gekostet, im Monat, versteht sich.

Entelechy
26. Januar 2005, 19:03
Für so was zahlt man hier schon nen riesigen Steuersatz. Braucht man nicht noch für jeden Fetz extra Gebühren einzahlen.

Apfelbaeumchen
26. Januar 2005, 19:14
ich halte studiengebühren für totalen schwachsinn, durch den überproportionale steuersatz werden ja schon personen die durch ihr studium später besserverdiener sind stärker vom staat belastet. im land der dichter und denker ist unsere hauptresource die bildung/wissenschaft und sollte daher vom ganzen volk getragen werden, denn auch ein arbeiter bei basf profitiert ja letztendlich davon
dass da mal jmd eine gute idee hatte.
für mich stehen studiengebühren auch im absoluten wiederspruch mit dem von der regierung erklärten ziel mehr studierende zu wollen.
und selbst wenn alle studierenden 500 euro pro semester zahlen würden, wäre das auch nur rund 10% vom staatlichen beitrag, jedoch eine erhebliche belastung für den studierende(n) persönlich.
wenn man dann noch bedenkt dass 50% der ausgaben des deutschen staates rein für die verwaltung flöten gehen, sollte doch klar sein dass man das geld für die bildung lieber auf anderem weg eintreibt...

überhaupt dieses ganze kommunenregierungskagge gehört doch eigentlich auch der vergangenheit an, besser fände ich da ein stabiles onlinesystem wo sich interessierte bürger einfach einbringen könnten. ...

ehm wieder zurück zum thema ich studier in bawü und hab kein bock 500 euro zu zahlen ...

IPSZeRo
26. Januar 2005, 20:10
Ich hab evlt. vor nach dem abi in Osnabrück zu studieren, daher betrifft es mich auch.
Also ich finde die idee auch nich sonderlich gut, da so auf jedenfall weniger Leute studieren werden.

Es ist ja eben nicht so, dass alle studenten nachher auch wirklich viel verdienen.

Sicher verdient jemand mit einem universitären abschluss nachher meist mehr als jemand der eine lehre gemacht hat.
Allerdings beginnt ersterer mit ca. 25 zu arbeiten, während der mit der lehre schon mit 16 beginnen kann.
Und wenn man z.b. kfz gelernt hat und evtl. dort noch seinen meister macht ist der verdienst so viel schlechter auch nicht.
Der Student hat sich nun aber evtl. wegen der studiengebüren und so verschuldet und muss dies über mehrere Jahre zurückzahlen.

D.h. man hat von seinem studium im Endeffekt evtl. garkeinen finanziellen vorteil und entscheidet sich evtl. gegen ein studium.
Durch dies und durch die Tatsache das es auch Studenten gibt die sich die 500€ wirklich nich leisten können, wird es somit wohl leider weniger studenten geben, und ob es das ist was deutschland braucht, naja...

Dae
26. Januar 2005, 20:15
Ihr Möchtegers meint also, dass nur ihr ach so tollen Superstudenten von den Massenunis neue Erfindungen macht, durch die die Welt besser wird...

Da wurde reichlich nachgedacht, jorr :elefant:

Die KfW hat jetzt schon angekündigt, dass Sie spezielle Kredite ausgeben wird...wer die nach dem Studium aufgrund von Arbeitslosigkeit nicht zurückzahlen kann ist für mich ein Vollhorst, Arbeit findet man immer...kommt mir nun jar nicht mit "schau mal die Arbeitslosenzahlen an", ihr seid nach dem Studium qualifizeirt genug, und wenn's nicht für den Traumjob langt müsst ihr eben wa sanderes machen...das ist dann sowas wie Realität.

Ich zahle für mein gesamtes Studium an die 17000 €...ja ich finanziere es selbst da es bekanntlich ja noch so etwas wie berufsbegleitendes Studium gibt ;)

Dadurch ist mir eine höhere Anstellung nicht mal sicher, aber ohne Fleiß kein Preis, deshalb werden sich die Kosten höchstwahrscheinlich irgendwann rentieren...und wenn es nicht klappt muss ich mir wenigstens nicht mein ganzes restliches Leben lang Vorwürfe machen, warum ich es nicht wenigstens probiert hätte...lange Rede kurzer Sinn: Maybe merken einige von euch dann ( durch die Gebühren), dass studieren auch ein wenig mit eurer Zukunft zu tun hat...und durch die Gebühren wirds nicht schwerer, ihr könnt euch halt nur noch 3 mal in der Woche Koma saufen weil ihr etwas mehr arbeiten müsst :8[:

IPSWiZarD
26. Januar 2005, 20:35
zero komm nach münster dann wird alles gut ;)


zu rush:

sicher werden dann einige aufwachen und es ist auch tatsache das viele studenten sich ein wirklich extrem lockeres leben machen!
einer bei mir im wohnheim studiert philosophie und er gammelt nur rum und besäuft sich ... klar sollte man sowas versuchen zu unterdrücken!

aber ich zB könnte mir das wohl kaum/schwer finanzieren und ich studiere an ner fh ... da is nix mit 11 uhr aufstehen und erstmal kater auskurieren

ich muss jeden tag um 5:45 aufstehen und ich hab erst 2 oder 3 tage verpasst. jetzt bin ich auch noch extrem am lernen tag und nacht weil halt mathe und etechnik und physik schon reinhauen.

nun ja und andere gammeln nur rum und lernen kaum

vielleicht sollte man auch da nochmal unterscheiden aber in wie fern das gerecht ist weiss ich nicht

ich jedenfalls gammel nicht nur rum, klar hat man viel spass und trinkt sich auch öfter mal einen, aber das machen leute in ner ausbildung genau so



was mich interessiert: wie sieht das nun mitm bafög aus? geht das normal weiter? weil da verschulde ich mich zB auch schon durch ...

naja noch hab ich ja keine studiengebühren in münster aber wer weiss was in zukunft ist denn nun werden ja alle hier hin strömen :(

DerTotmacher
26. Januar 2005, 20:41
Original geschrieben von DerTotmacher
Da zahlt der Arbeitgeber einen großen Teil der anfallenden Kosten.


Was jetzt mal interessant wäre:

1. Trifft die Studiengebühr jeden?? Oder nur die die dann anfangen werden?

2.Der Baföganspruch müsste sich doch mit 80 Euro Pflichtmehrabgabe auch erhöhen, oder?

3. Studiegebühren sind scheiße! Der Großteil der Studenten bis jetzt auch. Man gestern war ich auf ner Demo- Würzburg hat gut 22000 STudenten. Aber keine 2000 waren da... :(

Ich wiederhol mich einfach nochmal... :(

enOr
26. Januar 2005, 20:49
ich bin dagegen, aus zwei einfachen gründen.
1. ich finde 500€/pro semester bzw 1000€/pro sind auch schon eine ganze stange geld. aber noch einigermaßen erträglich. bei dieser summe wird es aber unter garantie nicht bleiben. das soll nur der erste schritt sein, es ist ja schon im gespräch die gebühren in einem weiteren schritt auf eine höhere summe, in der diskussion stehen 2000-3000€, zu erhöhen. diese summe finde ich dann schon um einiges heftiger. angedachtes sozialverträgliches finanzierungssystem hin oder her. viele aus den einkommenschwächeren haushalten wird ein so hoher betrag einfach abschrecken. zum ausgegebenen ziel, die studentenzahlen signifikant anzuheben werden die gebühren sicherlich nicht beitragen.
2. kann keiner garantieren, dass das geld auch wirklich in voller höhe an die universitäten fließt und zur verbesserung der studienbedingungen beitragen wird. die finanzminister reiben sich ja schon jetzt kräftig die hände. nämlich auch wenn der erhobene betrag vollständig an die unis geht, werden den unis einfach an anderer stelle die mittel zusammengekürzt. ganz einfach, da kann es noch so viele beteuerungen von seiten der zuständigen politiker geben. mittel und wege dies möglichst unauffällig zu gestalten werden sich schon finden. und ich schätze mal, dass auf längere sicht die hochschulfinanzierung zu einem noch größeren teil auf die studentenschaft abgewälzt werden soll, was dann wohl auch gebühren in entsprechender höhe mit sich bringen würde. das möchte ich, auch aus eigeninteresse, eigentlich nicht.
ps. mich wirds es wohl auch betreffen. studiere in bayern/würzburg.

Whcttyh
26. Januar 2005, 21:05
ich weiss nicht genau wie der aktuelle stand ist, vor 5 oder 6 jahren war es aber so, das Studenten in Düsseldorf, die da im übrigen auch wohnten, im viertel Jahr 50 gute deutsche mark bezahlt haben. damit konnten sie im kompletten VRR durch die gegend reisen.

ich zahl fast 200 euro. nennenswerte verguenstigungen fuer studenten sind mir irgendwie noch nie aufgefallen.

Aule2
26. Januar 2005, 21:11
damit sich der totmacher nicht ignoriert fühlt:

1. prinzipiell jeden ab WS 05/06 oder SS 06
eventuell (ist halt Bundeslandsregel) sozial schwache nicht, wobei das zu bewerten mit sicherheit keine Bürokratie nach sich ziehen wird

2. Warum sollte sich der BafÖg Anspruch (meines Wissens Bundesdeutsche Aktion) verändern ? Nur weil die Studis mehr Geld brauchen und es richtig wäre ?

3. Ja das mit dem Demonstrieren, das passt nicht so zu unserer Spießer Studi Gesellschaft: Wie soll man auch protestieren können, wenn man in die Uni gehen muss, weil da hat man in sehr vielen Fächern ja Anwesenheitspflicht und in manch anderen kann man es sich auch einfach nicht leisten weg zu bleiben, weil man muss ja an seine Zukunft denken, und überhaupt, auf Demos gehen, überleg mal wie das aussieht, wenn man da dann in vorläufigem Gewarsam genommen und aktenkundig wird -- ich mein früher, da war das wurscht, da brauchte man auch nix zu bestehen, und konnte immer noch Aussenminister werden, aber die Zeiten sind vorbei, traurig aber wahr :D
(Wobei ich damit nicht davon ausgehen wollte, dass in ferner Zukunft nur fähige Leute Politiker werden werden, so Optimistisch bin nicht mal ich! )

P.S. In dem Spiegel Online Artikel wurde etwas angemerkt, dass nach der Einführung von 360 Euros Studiengebühr in Österreich die Studienanfängerzahlen zurückgegangen waren!
Das das nciht jene waren, deren Eltern 3 Prosche vor der Tür stehen haben (könnten) ist ja wohl naheliegend

Was das mit den Langzeitstudenten angeht: Kaum einer regt sich darüber auf, dass jemand nach 5 Semestern über Regel, falls kein Härtefall, zahlen muss, weil man einfach davon ausgehen kann, dass er das selber verbockt hat!

Und das ein Philospohiestudi nix zu tun hat, naja, das ist halt so, aber das liegt in dem Fach mein ich mal, aber das ist doch kein Grund zu motzen?

P.S. ich würde wahrscheinlich auch unter die Ecke Gammelstudent fallen, weil ich um die 20 SWS habe, und zusätzlich gelegentlich mal eine Vorlesung schlechten Gewissens verschlafe, aber zum Glück kann auch jeder, der meine Stundenzahl oder mich ab Mittag meistens wieder daheim sieht abschätzen wie viel ich tu ...

DerTotmacher
26. Januar 2005, 22:20
@ Aule thx-jetzt fühl ich mich nicht mehr ignoriert :D,....aber mano auch schon studierenden in die Tasche greifen... oh man wo soll das noch hinführen.

Und gegen Philsophie und dergleichen braucht gar nicht gewettert zu werden. Sowas ist wichtig!

Außerdem ist und war es schon immer ein wichtiger Indikator dafür, wie hoch eine Gesellschaft entwickelt ist.
Sprich nur eine Hochkultur kann es sich leisten solche "arbeitstechnisch unproduktiven" Menschen mit durchzufüttern. Die Griechen konnten sichs leisten... und dank Ihnen kennen wir jetzt die Zahl 3,14 ...

Was ich sagen will Geisteswisssenschaften sind keine Gammelstudiengänge!!

ach ja studiere BWL und füttere gerne später ein paar Philos durch :D

@
[LoT]eNiAC

und warste am Dienstag demonstrieren?

was studierste denn so? und überhaupt :D komme auch aus Würzburg vielleicht mal treffen?

Greets

ViperDK
26. Januar 2005, 22:43
pro studiengebuehr.

sollte die entscheidung der uni/fh sein, ob und wieviel gebuehren sie verlangt.

Getraenkeautomat
26. Januar 2005, 22:44
Studenten wird überall auf der Welt in die Tasche gegriffen. Nur hier im "schönen" deutschland nicht.
Was würde es mich freuen, Studiengebühren zu bezahlen um mir dann eine Leistungsgerechtes Studium einfordern zu können (richtige Studiengebühren ;), richtige Ranginks der Unis).
Was natürlich noch viel geiler wäre, wenn man dann das erbrachte nicht zu xxx% versteueren müsste sondern für sein Handeln/tun selber die Verantwortung übernehmen darf.


Ach ja geht doch nix über die wohl gelobte Solidarität, Nächstenliebe (wie oben einer schreibt.) Achtung I........

....die wohl in Zukunft für manche garnicht so "sozial" aussehen wird.

GoLi3
26. Januar 2005, 23:09
Original geschrieben von Getraenkeautomat

Warum sollte Otto, mein Nachbar, für mein Studium etwas zahlen? Damit ich in ein paar Jahren ein dickes Auto fahren kann und er immer noch Fiat Panda fährt :mad:

Nein, damit ich das Studium seiner Kinder bezahlen kann zum Beispiel :mad:
Bin mal gespannt, was sich unsere Politiker ausgedacht haben, wenn in den nächsten Jahr der Drang nach Ausbildungsplätzen schlagartig steigen wird :cool:

[USJ]LuNaTiC'
26. Januar 2005, 23:56
ich fang im oktober in karlsruhe oder heidelberg an, YAY ;/
kann ich nur beten dass ich meinen nebenjob bei der bergbahn krieg, sonst wirds eng.

Apfelbaeumchen
27. Januar 2005, 03:26
Original geschrieben von Lunatic
ich fang im oktober in karlsruhe oder heidelberg an, YAY ;/
kann ich nur beten dass ich meinen nebenjob bei der bergbahn krieg, sonst wirds eng.

wieso frankenberg gibt dir doch gern kredit :S

Drey
27. Januar 2005, 11:04
Original geschrieben von Getraenkeautomat
Ich finde es aus dem Grund gut, weil ich Studenten alle hasse.
Gilt das als Begründung :confused:
Ansonsten Studium ist nicht kostenlos. Jeder Student kostet dem Staat in der Ausbildung etwas und da man auf der ganzen Welt etwas für eine solide Ausbildung zahlen muss könnte man hier nun endlich auch mal........

ein Hochschulabsolvent verdient bei der Arbeit (da auf ihn teils die verantwortung übertragen wird) um einiges mehr in der Industrie -> dabei gehen 48% an den Staat + 16% von Distribution von Produkten.
Für den Staat Lohnt es sich 6 Jahre in einen Studenten zu inverstieren, weil er dann bei der Arbeit, die ragulär 30~40 Jahre ausgeübt wird, 48% für den Staat arbeitet. Von Arbeitgeberregelungen ganz zu schweigen.

:fein: aber kurzsichtigkeit ist ok

enOr
27. Januar 2005, 11:16
Studiengebühren von rund 500 Euro pro Semester seien auch für ärmere Studenten problemlos ohne Kredite zu finanzieren, sagt Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel. Sie müssten lediglich "jeden Monat für hundert Euro auf etwas verzichten oder zwei Nachhilfestunden geben".
wie ich den typen hasse....

Drey
27. Januar 2005, 11:34
Michael Hartmann, Professor für Soziologie an der TU Darmstadt
Mit den Studiengebühren fließen nicht, wie viele denken, zwangsläufig zusätzliche Mittel an die Hochschulen. Bisher hat sich gezeigt, dass überall dort, wo Studiengebühren eingeführt wurden, also zum Beispiel in Australien, USA oder in Großbritannien, die staatlichen Mittel für Hochschulen im Gegenzug gestrichen wurden. Das Geld kommt zwar an die Unis, aber dieselbe Summe wird dann vom Staat auf der anderen Seite wieder abgezogen. Den Unis bleibt also nicht mehr Geld.


+

http://www.studentenpresse.com/apsp/index.php?page=news&show=01350 ist auch ganz interresant

+ um gegen irgendwelche pro's von Politikern vorzugehen

http://www.refrat.hu-berlin.de/aktion/frame.php3?datei=hintergrund/abs-argumente

Bildung muss sein. Erst dadurch kann sich das Land entfalten und es kommen innovative Ideen und Erfindugen die möglich machen, dass deutsche Wirtschaft floriert, indem sie diese Ideen/Erfindungen exportieren oder aber auch im inneren Arbeitsplätze schaffen.

DrOhnE7
27. Januar 2005, 11:56
Original geschrieben von Vystup
500 euro / semester

das kann sich ein student, der fuer seine eigene Kohle, evtl Wohnung, essen, auto etc aukommen muss doch fast gar nicht mehr leisten...

wo soll ein student denn bitte monatlich 80e absparen???

ohne reichen daddy... naja.

Find es nicht richtig, eine solche (hohe) Studiengebuehr einzufuehren.


Es wird sicher ein teil, abgeschreckt durch die studiengebuehr, kein Studium beginnen. Das waere aus Sicht von Bildung, Wirtschaft und a. der falsche Weg.

Wie schon o.g. sind dt. Schueler lt. pisa ned die hellsten.

Wieso keine Gebuehr fuer allg Schulen?

zb X€

fueher Hauptschulen 35%x
realschulen 30%x
gym. 20%x
Studium 15%x

dann wuerden vllt auch eltern ihre kinder mehr animieren, zu lernen.

siehe einmal mitbuerger von anderen kulturkreisen an.... viele gammeln auf hauptschulen rum machen nix, und haben am ende keine lehrstelle gescheige denn sonst was.

Wieso denn nur fuer Studium was zahlen??

aufteilen! dies finde ich den besseren, wenn auch nicht optimalen schritt. aber dass am ende nur studenten bluten sollen... naja, wie gesagt, der falsche weg, was aber nicht heißen soll, dass Bildung kostenlos zu haben sein soll.

DrOhnE7
27. Januar 2005, 12:03
Original geschrieben von [LoT]eNiAC
ote:Studiengebühren von rund 500 Euro pro Semester seien auch für ärmere Studenten problemlos ohne Kredite zu finanzieren, sagt Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel. Sie müssten lediglich "jeden Monat für hundert Euro auf etwas verzichten oder zwei Nachhilfestunden geben".


wie ich den typen hasse....

was labert der trottel bitte muell???
100€... verzichten? als student??

der solle mir mal eine solche haushaltsrechnung eines Studenten vorlegen, bei dem das dann auch klappt.
aber bitte nur ein student der fuer sein geld selber aufkommen darf, und nicht von pappi verwoehnt wird....

DrStrumpf
27. Januar 2005, 12:25
ach ist das süß wie hier manche den vergleich mit den usa suchen. ich würde auch gerne 30 000 dollar pro jahr an gebühren bezahlen, wenn ich nachher 200 - 300 000 sollar im jahr verdiene(und nahezu keine szoialabgaben). jedoch verdient der durchschnittliche akademiker in deutschland nach dem studium keine 40 000 euro im jahr (BRUTTO), was nach abzug aller abgaben doch recht bescheiden ist, wenn man davon noch leben soll und dann noch einen kredit abzahlen soll.
gott sei dank kann man noch auswandern :fu:

Ketama)Djin(
27. Januar 2005, 12:33
Original geschrieben von Drey

Bildung muss sein. Erst dadurch kann sich das Land entfalten und es kommen innovative Ideen und Erfindugen die möglich machen, dass deutsche Wirtschaft floriert, indem sie diese Ideen/Erfindungen exportieren oder aber auch im inneren Arbeitsplätze schaffen.

Feiner Kommentar. Btw ist am 3.2. eine größere Demonstration gegen Studiengebühren in Mannheim.

Aule2
27. Januar 2005, 13:38
Naja, der Goppel...

Willkommen in Bayern, dem Bundesland mit dem besten schulischen System überhaupt, und sollten Ihre Kinder zu dumm für unsere hohen Ansprüche sein, bekommen sie Nachhilfe von qualifizierten Studenten zum sozialverträglichen Schnäppchenpreis von nur 50 Euro pro Stunde - greifen Sie sofort zu und kommen Sie nach Bayern!
Und sollten Sie weder Geld haben, und Ihre Kinder nach der Geburt 3 mal hochgeworfen, aber nur 2 mal aufgefangen worden sein, und schwere Gehirnschäden davongetragen haben, so macht das nichts, Ihre Kinder sind damit besten qualifiziert für den Posten des Wissenschaftsministers!

Dann noch mal eine kleiner Ausflug in die Geschichte der Wirtschaftstheorie:
Im 18. Jhd gab es Gedanken einiger Adeliger, die Steuer retziprok zu den Einkünften zu verteilen, also das die Armen am meisten und die Reicheren am wenigstens Steuern zahlen, um das Pack zu ermutigen, sich mehr anzustrengen....

Tja jetzt würde eigentlich nur noch helfen exzessive Anti Konservativen Wahlkampf zu führen, sodass deren Mehrheit im Bundesrat kippt, und dann darauf hoffen, dass die nicht Konservative Mehrheit endlich den Unsinn mit Bildung und Föderalismus kippt (per GG Änderung) und dann ein rechtlich abgesichertes Gesetz gegen Studiengebühren erlässt!

Alternativ kann man auch Auswandern, die Abgeordneten erschießen (ziemlich unfair) oder zur allgemeinen Revolution aufrufen!


P.S. Wo blieben eigentlich die Verschwörungstheorien? (@ Claw)
Da wir ja davon ausgehen müssen, dass unsere gesammte Gesellschaft von einigen wenigen gesteuert wird, muss ja die Frage heißen, wem das ganze nützt, und da fällt mir so auf die schnelle eigentlich nur die GroßWirtschaft ein, denn: Wirtschaft: Ich finanziere Dir Dein Studium leiber Student, dafür musste dann nur lächerliche 20 Jahre bei uns arbeiten, bevor Du auf der Straße landest und dann Hartz 9 kassierst... Oder ?

Beli2
27. Januar 2005, 13:38
Finde es irgendwie amüsant, dass gerade in Mannheim demonstriert wird, wer geht denn da auf die Strasse, doch nicht wirklich die BWLer?

Laertes
27. Januar 2005, 13:49
http://www.reuters.de/newsPackageArticle.jhtml?type=topNews&storyID=661573&section=news

Tja, viel Spaß dann...

OnkelHotte
27. Januar 2005, 13:57
also erstmal fand ich von aule z.b. den vergleich mit azubis irgendwie :stupid:

der azubi bringt unter anderem auch eine definierte leistung für ein definiertes unternehmen, was sich letztlich auf das BSP auswirkt. im gegensatz zu studenten, die ausgebildet werden, ohne einer firma eine gegenleistung zu erbringen (falls vorhanden bitte jez keine seltenen ggbeispielausnahmen nennen).

und @ xyz: ein preisstufe C ticket für ca 18€ im monat halte ich schon für eine derbe vergünstigung. und auch sonst in sportvereinen aller art und sonstigen eintrittsveranstltungen gibts fast überall studentenrabatt. wenn du das nicht wahrnimmst, musst du eben deine interessen etwas weiter fächtern oder die aufen was weiter aufmachen!

und zu den gebühren. prinzipielle finde ich 500€ in ordnung unter der voraussetzung, dass der uni damit zusätzliche mittel zu verfügung stehen. wenn das der fall wäre, fände imho auch keine bundeslandflucht zum studieren statt, weil sich die zusätzliche qualität der unis langfristig durchsetzen würde.

wenn es aber in der tat so kommen sollte, dass den staatlichen zuschüsse gesenkt werden und netto den unis nicht mehr geld bleibt, dann wäre das ganze prinzip mit allem, was an propagierten ideen dahintersteckt eine riesige farce, verarschung und frechheit ggüber jedem studenten und jedem deutschen bürger.

desweiteren finde ich 500€ pro semester noch aufbringbar. und mich würde immer noch interessieren, ob diese 500€ zusätzlich zu dem betrag fürs studentenwerk erhoben wird, oder ob das zusammen auf 500€ aufgestockt wird. in diesem punkt schätze ich aber auch, dass das ganze additiv sein wird.

aber wenn die 500€ hier wirklich nur als einstieg benutzt wird, um die gemüter zu beruhigen, aber in wirklichkeit von anfang an auf beträge im höheren 4stelligen bereich angepeilt werden, dann findet auch hier erneut eine täuschung bzw verharmlosung statt, was ich als oberfrechheit empfinden würde.

darum meine ich, dass 500€ als ZUSÄTZLICHE mittel für die angemessen sind. sollte sich hinter diesem einstieg aber nur ein wolf im schafspelz verbergen, dann vllt besser wirklich vin anfang an dagegen dicht machen!

mercy
27. Januar 2005, 14:04
Naja der Staat ist eh zu einer Irrenanstalt geworden. Ich frage mich, was ein Jugendlicher der 2007/2008 Abitur machen will und aus einer finanziell schwachen Famlie kommt machen will: Zivildienst abgeschafft, Bundeswehr stark abgebaut und Semestergebühren nicht bezahlbar. Mit welcher Motivation soll er bitteschön noch Abitur machen? Dann lieber gleich Realschulabschluss und Ausbildung. Aber erstmal eine Stelle finden... Die Politiker fordern ein besseres Bildungssystem, aber wer soll es bitte nutzen, wenn es sehr viele nicht bezahlen können?

Swatch
27. Januar 2005, 14:16
Es kommt doch maßgeblich auf das System der Studiengebühren an.

Es fordert ausnahmslos jede Fraktion im BT, dass jeder, der die geistigen Qualifikationen mitbringt, auch studieren können muss. Soweit kann Konsens angenommen werden. Demnach werden Familien, die nicht genügend Geld zur Verfügung haben, keine Gebühren entrichten müssen.

Fraglich ist doch vielmehr, was diese Studiengebühren genau bezwecken sollen. Hotte wirft diesbezüglich doch viele wichtige Punkte auf. 500 Euro sind - zumindest soweit ich das überschauen kann - mehr eine Geste, wenn es um die Finanzierung der Hochschulen geht. Da muss mit offenen Karten gespielt werden, denn alles andere verunsichert junge Menschen und ist überdies unfair.

Auch sollten alternative Konzepte zu Studiengebühren diskutiert werden. Sichwort: Studienkonten!

Apfelbaeumchen
27. Januar 2005, 14:16
viele hier raffen auch ganz offensichtlich nicht dass wenn der bauer hans die hälfte verdient wie der student xy aber dafür doppelt so lang arbeitet zahlt er viel weniger geld an den staat (und somit auch für bildung^) und für den studenten kommt in der zeit in der er studiert jetzt auch noch die finanzielle belastung hinzu....

btw : eben les ich dass der deutsche präsident für wirtschaftsforschung die 500e nur für den anfang hält und gebühren von 2500e fordert/erwartet....

http://artpad.art.com/?iaz8uv14gyp0

DrOhnE7
27. Januar 2005, 14:31
DIW-Chef Klaus Zimmermann rechnet mittelfristig mit Studiengebühren in Höhe von 2500 Euro pro Semester in Deutschland.

dann gute nacht Deutschland.

Bildung wird dann in Deutschland nur den Reichen zugaenglich sein, der Luxus kann mit einem Wort, Bildung, ersetzt werden...

:stupid:

Getraenkeautomat
27. Januar 2005, 15:18
Hier sind doch auch nur Bonzen. Tut bitte nich so als ob ihr nicht zu den reicheren gehört. Mit inet Anschluss und (dickem) Pc ;-)
Bei euch trifft wohl eher "gebt eben nicht soviel kohle für klingetöne, handy, wöchtentliches besäufniss und auto aus.......

Malagant
27. Januar 2005, 15:36
Original geschrieben von OnkelHotte

wir reden hier nicht von havard mit >30k $ im jahr oder so.

500€ pro semster = paarund80 € pro monat. soviel geben so manche fürs fitnessstudio aus oder jeder raucher für ziggis. 80€ im monat kann man sehr wohl aufbringen, auch wenn mans nicht so dicke hat.


LOL was bist denn du fürn Snob? Stell dir mal vor, es gibt Leute, die kriegen nicht von Mami und Papi alles hinten eingeschoben...

Swatch
27. Januar 2005, 15:48
Es gibt dazu allgemeine Statistiken, Mala. Wie sachlich oder hilfreich die sind, will ich nicht bewerten, aber scheinbar sollte als tatsächlich möglich sein.

Jedoch sieht man schon heute, dass sich einige Studenten in extremen Lernphasen verschulden müssen, weil sie ihren Jobs nicht nachgehen können. So eine Freundin von mir, die vergangenes Semester ihr Staatsexamen gemacht hat.

MegaVolt
27. Januar 2005, 15:55
Mist, wenn ich wirklich 80€ im Monat für Studiengebühren zahlen müsste, dann hätte ich von meinem Bafög jeden Monat (nach Wohnung, Auto, Motorrad, Verpflegung + regelmäßige abendliche Veranstaltungen) nurnoch 100€ übrig zum sparen. Weltuntergang!
Von wegen arme Studenten ...
Dank Sozialstaat kann einfach niemand, der halbwegs mit Geld umgehen kann, so arm sein, dass er sich die 500€ nicht leisten kann.

OnkelHotte
27. Januar 2005, 17:17
Original geschrieben von (nSK)MalagaNt


LOL was bist denn du fürn Snob? Stell dir mal vor, es gibt Leute, die kriegen nicht von Mami und Papi alles hinten eingeschoben...

ich hab von mami und papi während meines studiums kein geld bekommen.

und das hat nix mit dem wort snob zu tun, was ich da geschrieben habe!:bored:

elaida
27. Januar 2005, 17:27
ähm megavolt? der bafög -höchstsatz liegt doch gerade mal bei etwas über 500 euro. also erzähl mir nicht du könntest allein von diesen 500 euro wohnung, auto, motorrad, verpflegung und unterhaltung bezahlen und dabei noch 100 euro sparen.

zum thema : bin generell gegen die einführung von studiengebühren, da sich das ganze sehr schnell in die falsche richtung entwickeln könnte (uni-etats werden gekürzt, beitrag wird unangemessen hoch usw.)

wohne zum glück in berlin und bin in ca. 5 semestern fertig. bis dahin sollte sich heir noch nicht allzuviel bewegt haben.

OnkelHotte
27. Januar 2005, 17:33
€:bla doppelpost8[

Aule2
27. Januar 2005, 17:39
vllt meine er ja auch nicht mit Geld umgehen sondern mit Urkundenfälschung und kleineren Bafög Betrügereien ...
wer weiß das schon!

Was das mit der Solidarität angeht:
Da könnte der Schuss leider auch inner studentisch nach hinten losgehen:
Warum sollte ich als ein Student, dessen Profs nicht mehr als Tafel, Kreide, Papier und Bleistift brauchen, soviel zahlen, wie jemand der zB Physik studiert, und sehr teure Experimente machen muss, oder ein Informatiker, der von der Uni MS Lizenzen für alle MS Produkte ohne Office nachgeschmissen bekommt?
Ich mein, für allen Möglichen Stuss haben Unis Geld, aber wenn festgestellt wird, das gespart werden soll, werden Tutorien gekürzt, Geld von den Studis verlangt, aber keiner käme auf die Idee, in diesen obskuren Verwaltungsapparaten wie dem Studentenwerk abzubauen...

Und weil wir gerade von Sachen wie dem Geld reden, geb ich mal meine Schätzung der Kosten für nen Studi ab:

Wohnung: 200 Euro (warm, auch Untergrenze, also insb Wohnheim)
Lebensmittel: 150 Euro (ist denke ich Untergrenze mit 5 Euro/ Tag)
Studienkosten: 40 Euro (20 Beitrag, und 20 Bücher)

Also alles etwas, was man sich, durch nen 400 Euro Job finanzieren kann, was aber nicht mehr geht, wenn noch 80 Euro pro Monat draufkommen...
Naja, und da ist noch nix mit feiern dabei, und dafür kann man ja fast beliebig viel Ausgeben, weiter fehlen Aktionen wie Heimfahren, Urlaub, Hobbies, uvm.
Wenn man das abschätzt, landet man wohl auch bei dem Bafög Höchstsatz.

Wie man da dann noch mehr zahlen oder was sparen will, weiß ich nicht wirklich -- ausser man hat Bafög, geht jobben, und bekommt von den Eltern

Whcttyh
27. Januar 2005, 17:52
und @ xyz: ein preisstufe C ticket für ca 18? im monat halte ich schon für eine derbe vergünstigung. und auch sonst in sportvereinen aller art und sonstigen eintrittsveranstltungen gibts fast überall studentenrabatt. wenn du das nicht wahrnimmst, musst du eben deine interessen etwas weiter fächtern oder die aufen was weiter aufmachen!

du solltest dir darueber im klaren sein, dass die preise in deutschland nicht einheitlich sind. wenn bei dir alles billig ist, gut fuer dich, hilft mir aber nicht weiter.
uebrigens, meine mitgliedschaft in einer sportschule habe ich vor einem jahr gekuendigt. gruende: zu teuer (ein paar euro studentenrabatt ist fuer mich eben keine nennenswerte verguenstigung) und nicht genuegend zeit wegen uni.

Clawg
27. Januar 2005, 18:31
Original geschrieben von Aule
P.S. Wo blieben eigentlich die Verschwörungstheorien? (@ Claw)

"The most dangerous man, to any government, is the man who is able to think things out for himself... Almost inevitably, he comes to the conclusion that the government he lives under is dishonest, insane and intolerable."
H.I. Mencken, amerikanischer Schriftsteller, 1880-1956

Kleiner Kommentar von mir:
Das freie Studentenleben wo man ungehindert ohne Zwang seine Studien nachgehen kann, das, was einem selbst interessiert, wird immer weiter abgebaut. Man denke an Scheine, Klausuren, Leistungsdruck und jetzt auch noch Druck durch die Finanzen. Es ist im Gespraech, dass man sich zu jeder Vorlesung 'einchecken', also praesent sein muss usw. Das ganze System wird unter dem Mantel der Privatisierung immer weiter verschult.

Drey
27. Januar 2005, 18:43
Original geschrieben von Getraenkeautomat
Hier sind doch auch nur Bonzen. Tut bitte nich so als ob ihr nicht zu den reicheren gehört. Mit inet Anschluss und (dickem) Pc ;-)

~.~ ... es geht nicht um uns sondern um alle. Das recht auf neusete Technik muss vor dir niemand rechtfertigen, es gibt Studiengänge für es sinnvoll ist Informatik/Luft und Raumfahrttechnik/Physik/Elektrotechnik. ... Allein die Luftis haben ausgaben von 300€/Semester für Lernmittel (Tech.Zeichnen/Presentations etc.)

Bitte verallgemeinere nicht einge auf alle.

OnkelHotte
27. Januar 2005, 18:49
Original geschrieben von [UEP]Xyz


du solltest dir darueber im klaren sein, dass die preise in deutschland nicht einheitlich sind. wenn bei dir alles billig ist, gut fuer dich, hilft mir aber nicht weiter.
uebrigens, meine mitgliedschaft in einer sportschule habe ich vor einem jahr gekuendigt. gruende: zu teuer (ein paar euro studentenrabatt ist fuer mich eben keine nennenswerte verguenstigung) und nicht genuegend zeit wegen uni.

ja die preise variieren in den bundesländern? aus welchem bist du?

ich bin aus NRW und hier kostet der beitrag pro semester zur zeit irgendwas zwischen 110-120€.

ich bin zum beispiel im billardverein und auch als promotionsstudent habe ich einen studentenausweis. ich zahle dort statt 35€ nur 18€ im monat mitgliedsbeitrag. dies entspricht einer ersparnis 204€ pro jahr.

gibts bei euch kein bahnticket als als student? und keine sportvereine oder fitnessteile, die für studenten günstiger sind?

hier in düsseldorf hat ein kumpel von mir für seine flat im studententarif nur die hälfte gezahlt.

ich will nur sagen, dass es hier in düsseldorf für studenten doch ein vielfältiges angebot an vergünstigungen gibt. wenn das bei dir nicht so ist, dann könnte das vllt wirklich regionalbedingt sein.

aber nimmst du viele angebote gar nicht wahr und nutzt sie demnach nicht...maybe!;)

Boromir4
27. Januar 2005, 20:05
500€ sind so lächerlich.
Wieso nicht gleich Ausweis für arm und reich. Dann dürfen nur noch die Reichen studieren.

Die hälfte des bafögs ist doch sowieso schon geliehen, semestergebühren sind momentan eh schon auf ~100€.
Wozu noch mehr geld kassieren?
Die sollen mal lieber die Arbeitslosen penner kastrieren.
Ich krieg immer mehr Wut auf den Staat und auf die Spacken hier die für so etwas sind.

DuNe
27. Januar 2005, 20:12
#2 @ claw

der staat ist primär nur an "technischen" eliten interessiert, keine "geistigen"


aber wir schweifen ab

edit

ich muss übrigens 175€ für semesterticket und so zahlen was ja auch nicht ganz ohne ist

Whcttyh
27. Januar 2005, 20:26
ja die preise variieren in den bundesländern? aus welchem bist du?

muenchen, bayern.


ich bin aus NRW und hier kostet der beitrag pro semester zur zeit irgendwas zwischen 110-120?.

das ist hier sogar guenstiger, 85 euro glaub ich.


gibts bei euch kein bahnticket als als student?

etwas billiger gibts das schon, aber dennoch muss ich im monat ueber 60 euro dafuer zahlen.


und keine sportvereine oder fitnessteile, die für studenten günstiger sind?

ehrlich gesagt weiss ich das nicht, denn das was mich interessiert kann man nicht im verein machen und kostet, auch wenn man student ist, relativ viel geld.


aber nimmst du viele angebote gar nicht wahr und nutzt sie demnach nicht...maybe!

ja, schon moeglich, aber dann helfen einem verguenstigungen auch nichts :-)

damit ich nicht falsch verstanden werde, ich habe keinen grund mich zu beschweren. man sollte jedoch verstehen, dass 500 euro an mehrausgaben manche leute durchaus stark treffen koennte, wenn ich nur mal an die kosten fuer miete, essen usw. hier in muenchen denke. ausserdem wird es eben NICHT bei 500 euro bleiben und das geld wird den universitaeten NICHT zu gute kommen, sondern nur dem staatshaushalt, denn dieser faehrt investitionen in die universitaeten schliesslich schon zurueck und das wird sich im falle von studiengebuehren meiner meinung nach noch verstaerken. also wird sich die bildung nicht verbessern und es werden vermutlich weniger (bestimmt nicht mehr) studieren, wobei die wirtschaft aber unbedingt auf gut qualifizierte leute in deutschland angewiesen ist. meiner ansicht nach sinnvoller waere es z.b., dass man nur dann zahlen muss, wenn man bestimmte leistungsnachweise nicht erbringt. dies wuerde dann nur die "faulen" studenten treffen.

drogenkotzbart
27. Januar 2005, 20:46
Original geschrieben von [UEP]Xyz


ich zahl fast 200 euro. nennenswerte verguenstigungen fuer studenten sind mir irgendwie noch nie aufgefallen. ???

du warst wohl noch nie im theater, in museen oder auf ausstellungen, im schwimmbad, in einer bücherei oder so? du hast auch noch von einem semesterticket gehört? studierst du zuhause?

Aule2
27. Januar 2005, 21:05
Natürlich gibt es für Studenten einiges billiger, und zwar aus dem einfachen Grund, dass Studenten weniger arbeiten und damit weniger Geld haben!
Ob man das so haben sollte oder eher abschaffen aufgrund der Fairness ist eigentlich egal, aber ich sehe da den Zusammenhang mit der Diskussion um Studiengebühren nicht!

Nun, wär für Studenten alles genauso teuer wie für jeden normalen Menschen auch, dann würde das einfach auch dazu führen, dass eben in den Sportvereinen noch weniger Studenten wären, weil die dann alle nur noch Uni Sport machen würden, weil es unnötige Geldausgabe ist. Die Theater wären um ein vielfaches leerer, und Dissenbesitzer könnten großenteils unter der Woche dicht machen!

Apropos Demo: Morgen ist eine spontan Demo in Karlsruhe am Marktplatz, in erster Linie von Schülern, aber werden erwartet und sonstige Menschen sind auch willkommen - Es wird mit der regen Teilnahme von mehreren hundert Personen gerechnet :/ Ich glaub in Kalrsruhe sind alleine an der TH 18000 Studis eingeschrieben - Kein Wunder das da gemacht wird, was passiert.

Übrigens, ohne bösartig sein zu wollen, aber Argumentationen wie wenn es nicht mehr wird, oder trifft ja nicht alle, usw. sind mE immer schlecht, weil sie an der Realität vorbeigehen!
Es sind doch nur die Juden, die nicht mehr frei rumlaufen dürfen, was macht das mir schon ... (Weil im Mom ja weider die Jahresfeier von Ausschwitz ist)

Ich weiß der Vergleich ist scheiße und hinkt derbest, aber die Mentalität "ich kümmer mich eigentlich nur um mich" ist genau die gleiche!

SchlumpfVI
27. Januar 2005, 21:56
Hum, das ist irgendwie ein Grund mehr gleich zur FH Wedel zu gehen, die sowieso privat ist :(

nyron
27. Januar 2005, 22:03
ich bin der auffassung das kosteloses studieren in diesem staat ein privileg aus zeiten is, in denen man sich derartiges noch leisten konnte... das deutsche studium hat imens an qualität verloren, besten beispiele sind ja zu volle hörsääle, zu wenig dozenten und professoren, es mangelt an aktuellen biblotheken etc...

ich glaube das studiengebühren einen enormen beitrag zur verbesserung dieses zustands führen würden, sofern die gebühren auch bei den unis landen, und nich in den leeren länderkassen.

vielleicht sollte man auch nur den leuten stud. gebühren aufdrücken die auch über erfolgvaussichten im späten berufsleben verfügen. dazu zählt mit sicherheit das "handwerk" des arztes und des anwalts... pädagogen, bwl'er sollten , wenn nich vollkommen befreit, einen geringeren satz an gebühren zahlen

gim~li
27. Januar 2005, 22:06
Original geschrieben von Aule
[...]Die Theater wären um ein vielfaches leerer, und Dissenbesitzer könnten großenteils unter der Woche dicht machen![...]

wäre vielleicht mal sinnvoll - denn statt bis um 3 im club rumzugammeln würden dann manche leute vielleicht bis 23°° lernen und dann am nächsten morgen um 8 in die vorlesung gehn.
mann, wie ich sie hasse diese "12 SWS und erst um 11 aufstehn" studenten!

drogenkotzbart
27. Januar 2005, 22:08
Original geschrieben von gImLi

wäre vielleicht mal sinnvoll - denn statt bis um 3 im club rumzugammeln würden dann manche leute vielleicht bis 23°° lernen und dann am nächsten morgen um 8 in die vorlesung gehn.
mann, wie ich sie hasse diese "12 SWS und erst um 11 aufstehn" studenten! wer saufen kann, kann auch morgens zur vorlesung gehen. so ist es jedenfalls bei uns. alle anderen sind weicheier, die sowieso nix werden.

Cutthroat1
27. Januar 2005, 22:17
vollkommen bescheuert.

einsparungen ja, aber wo:

1. leute über 40 dürfen nicht mehr studieren

2. wer über das doppelte studiert, fliegt raus.

fertig. dann könnten wir uns die gebühren sparen.

enOr
27. Januar 2005, 22:18
Original geschrieben von DerTotmacher

@
[LoT]eNiAC

und warste am Dienstag demonstrieren?

was studierste denn so? und überhaupt :D komme auch aus Würzburg vielleicht mal treffen?

Greets

ich studiere sinologie / jura / politik
yo können uns gerne mal treffen. allerdings habe ich zz überhaupt keine zeit für ausseruniversitäre aktivitäten, bin gerade im absoluten lernstress. noch 6 prüfungen in den nächsten 2 wochen. und gleich nach den prüfungen gehts höchstwahrscheinlich für ein halbes jahr nach asien~
danach vllt mal? ;)
bzw war nicht demonstrieren :8[:

ddv
27. Januar 2005, 22:56
Original geschrieben von [LoT]eNiAC

und gleich nach den prüfungen gehts höchstwahrscheinlich für ein halbes jahr nach asien~


ProGaming Karriere in Korea ? t.t

enOr
27. Januar 2005, 22:59
naja nicht ganz :p

HeatoR
28. Januar 2005, 11:26
also sorry aber ich finde es einfach dreist.
in meinen augen wird das recht auf bildung mit füßen getreten.
eine familie aus unteren sozialen schichten KANN sich keine 500-1000 euro im semester leisten. und wenn sie auch noch 2 kinder haben die studieren wollen und dazu noch wohnung usw. zahlen müssen... das GEHT einfach nicht.

ich könnt echt schreien vor wut, erst wird der unteren schicht das geld mit hartz & co. aus der tasche gezogen während in den oberen schichten steuergeschenke in milliardenhöhe verteilt werden und dann wird den armen auch noch die möglichkeit der bildung entzogen, was sie daran hindert unten rauszukommen. tolles system.

ich bin wohl davon betroffen, auch wenns mir nicht viel ausmachen wird. meine eltern werden mir das schon sponsorn, für die sind tausend in nem halben jahr nicht wirklich viel geld, aber ich will echt nicht wissen wie es bei menschen aussieht die nicht das glück haben aus einer akademikerfamilie zu kommen.

bildung MUSS kostenlos sein, alles andere ist in meinen augen menschenverachtend.


ich bin der auffassung das kosteloses studieren in diesem staat ein privileg aus zeiten is, in denen man sich derartiges noch leisten konnte... das deutsche studium hat imens an qualität verloren, besten beispiele sind ja zu volle hörsääle, zu wenig dozenten und professoren, es mangelt an aktuellen biblotheken etc...
das ist QUATSCH. würde man die umverteilung der finanzmittel mal in die richtige richtung lenken ( reiche zahlen VIEL arme WENIG - im verhältniss zu ihrem einkommen)
dann wäre es auch kein problem. aber diese ewig gleiche scheisse die von der politik vorgebetet wird :" Wir sind nun leider arm, wir können uns nichts mehr leisten. wir müssen leider sparen. wir müssen leider den totalen kapitalismus wollen. wir müssen leider jedes soziale elemt in unserer gesellschaft ausschalten und eine rücksichtslose elenbogengesellschaft hochziehe. wir sind so dumm. wir sind so schlecht. wir müssen unbedingt so wie die tollen usa sein wo man 5 000 dollar pro semster blechen darf und wenn man keinen job hat auf der strasse leben muss."

GOTT wir haben mehre HUNDERT TAUSEND arbeitslose! wo sollen diese das geld hernehmen um ihren kindern bildung zu ermöglichen?

Getraenkeautomat
28. Januar 2005, 12:10
das ist QUATSCH. würde man die umverteilung der finanzmittel mal in die richtige richtung lenken ( reiche zahlen VIEL arme
immer die gleiche standartphrasen.
Reiche Leute haben Alternativen. Sie sind NICHT drauf angewiesen für dich irgend etwas zu machen
unreiche Menschen haben keine Alternativen und sind auf andere angewiessen


Jo und der sozial engagierte geht jetzt also her und holt es vom Reichen.......

denk bitte noch ein schritt weiter


und denk jetzt darüber nach was passiert wenn es nur noch leute gibt die auf andere angewiesen sind................

Recht auf Bildung hat jeder. Man kann sich in die Bibliotheck allen möglichen scheiss ausleiehen und das lernen lesen oder was auch immer.
Wenn du aber ein Studium machen möchtest um später Money zu verdienen musst du halt bezahlen.
Woher das geld kommt ist irrelevant.
Niemand kann isch ein Porsche kaufen wenn er kein Geld hat.

Chanchengleichheit gibt es nicht.
Wenn ein hässlicher zu ner schnitte geht kann er auch nich sagen mach die beine breit ich will auch mal

HeatoR
28. Januar 2005, 13:05
entschuldige aber du bist in meinen augen nicht qualifiziert um mit mir zu diskutieren.

wenn du schon von der these ausgehst dass es keine chancengleichheit gibt, dann zieh bitte auf eine einsame insel und leb dort nach deinem recht des stärkeren.

übrigens hast du dich bereits vorher ein paar mal disqualifiziert mit total behidnerten aussagen, also kannst du auf meine posts antowrten oder es lassen, was du sagst hat für mich keine bedeutung.
danke für die aufmerksamkeit und leute mit hirn : plz weiter diskutieren.

OnkelHotte
28. Januar 2005, 13:24
Original geschrieben von HeatoR
entschuldige aber du bist in meinen augen nicht qualifiziert um mit mir zu diskutieren.

wenn du schon von der these ausgehst dass es keine chancengleichheit gibt, dann zieh bitte auf eine einsame insel und leb dort nach deinem recht des stärkeren.

übrigens hast du dich bereits vorher ein paar mal disqualifiziert mit total behidnerten aussagen, also kannst du auf meine posts antowrten oder es lassen, was du sagst hat für mich keine bedeutung.
danke für die aufmerksamkeit und leute mit hirn : plz weiter diskutieren.

tzz arroganter idiot! :no:

ich halte zwar automats argumentation ebenfalls für unschlüssig, aber du solltest mal nicht so tun, als ob du die weisheit mit löffeln gefressen hast!

ich bin nur froh, dass ich mein studium schon hinter mir habe, so dass ich solchen fatzkes wie dir nicht aufm campus oder gar im hörsaal über den weg laufen muss!

HeatoR
28. Januar 2005, 13:43
naja sorry wenn er am anfang schreibt : " ich hasse studenten, reicht das?"
dann brauch ich doch mit ihm nicht weiter reden. soll er weiter seine studenten hassen, ne objektive argumentation kann man von ihm ja kaum erwarten.

ausserdem ist seine argumentation etwas mehr als nur "unschlüssig" wenn wir ehrlich sind ^^

Getraenkeautomat
28. Januar 2005, 13:53
Original geschrieben von HeatoR
entschuldige aber du bist in meinen augen nicht qualifiziert um mit mir zu diskutieren.

wenn du schon von der these ausgehst dass es keine chancengleichheit gibt, dann zieh bitte auf eine einsame insel und leb dort nach deinem recht des stärkeren.

übrigens hast du dich bereits vorher ein paar mal disqualifiziert mit total behidnerten aussagen, also kannst du auf meine posts antowrten oder es lassen, was du sagst hat für mich keine bedeutung.
danke für die aufmerksamkeit und leute mit hirn : plz weiter diskutieren.
die einzige scheisse die ich hier glaub geschrieben hab ist "such dir neue eltern spassti"
Ansonsten ging es mir darum, wenn Papi/mami genug Kohle haben und der Bafög anspruch deswegen wegfällt und auch nicht bereit sind für dein Studium aufzukommen, kann/musst/solltest du vor Gericht ziehen um dir deinen Pflichtteil einzuklagen.

Über das wohl gelobte Recht auf Bildung hab ich mich schon hier ausgelassen.

Recht auf Bildung hat jeder. Man kann sich in die Bibliotheck allen möglichen scheiss ausleiehen und das lernen lesen oder was auch immer.
Wenn du aber ein Studium machen möchtest um später Money zu verdienen musst du halt bezahlen.

Eine gewisse Grundbildung sollte wirklich jedem zu gute kommen. Aber studium ist keine Grundbildung. Es ist deine persönliche Investiton in dich selbst um später einen besseren Job zu bekommen.
Vhs Kurse an der Volkshochschule kosten auch Geld!
Punkt 2 Investitonen kosten Geld und dauern bis sie sich amortisieren.
Punkt 3. Jemand der nicht bereit ist für seine Investiton zu zahlen, der kann auch keine Erträge aus einer Investiton erwirtschaften.
Punkt 4. 500 Euro sind lächerlich. Bei 2000 aufwärts lass ich mit mir reden aber 500 Euro sind wirklich nicht viel.
Macht bei 8 Semestern regelnstudienzeit 4000 Euro. +-2000 Euro.
Ich gehe mal davon aus, das der Studienanfänger mitte 20 ist. Dann hat er bereits Zivildienst geleistet und dort jeden Monat300-400 Euro dazu verdient(damit hast du doch das erste Studienjahr schon in der Tasche). Ferner gibt es sicher auch einige engagierte Schüler, die in den Ferien gearbeitet haben?
(wieviel war das bei mir 380/woche?...).
Wenn du das Geld deswegen trotzdem nicht zusammenkriegst gibt es immer noch die Alternative 1 Jahr zu jobben und sich so das Geld zusammenzusparen.
Das Problem liegt wohl bei LEuten wie dir eher an den "Opportunitätskosten". Handy, Party, Urlaub, pc, videospiele, dvd....Wenn dir das alles wichtiger ist, lass es eben mit dem Studieren.
Zum schluss soll es ja meines wissens nach immer noch den Kredit(sogar ZINSLOS(?)) geben, der es den Studierenden ermöglicht sich voll auf ihr Studium zu konzentrieren.....

Über deine VWL Krams Umverteilung von Finanzmitteln und die scheiss reichen kapitalismus und überhaupt menschen bruachen liebe hab ich mich hier ausgelassen

immer die gleiche standartphrasen.
Reiche Leute haben Alternativen. Sie sind NICHT drauf angewiesen für dich irgend etwas zu machen
unreiche Menschen haben keine Alternativen und sind auf andere angewiessen


Jo und der sozial engagierte geht jetzt also her und holt es vom Reichen.......

denk bitte noch ein schritt weiter


und denk jetzt darüber nach was passiert wenn es nur noch leute gibt die auf andere angewiesen sind................


zu Onkel Hotte fällt mir nur das ein : :)

Was mich noch interessieren würde. Wie alt bist du?
Was studierst du? In Welche Klasse gehst du?


edit ohoh. Stimmt ich hab ja geschrieben ich hasse Studenten. naja das sind meine persönlcihen Erfahrungen aus meinem Studi Alltag. Wenn du Fragen hast zu meiner Argumentation kannst du die gerne stellen :)

HeatoR
28. Januar 2005, 13:58
du verstehst einfach diese grundlage falsch : grundrecht auf bildung bedeutet dass JEDER mensch JEDE bildung bekommen können MUSS, sofern er das geistige potential dazu hat. egal wo er herkommt und wieviel geld er besitzt.
auf diesen grundwerten der gleichheit basiert unser staat nunmal. und das studium ist nicht nur eine berufsausbildung sondern auch eine persönliche weiterbildung.

500€ war ja nur die mindestsumme, wenn es dazu erstmal gekommen ist werden die summen immer und immer höher, bis wir zustände wie in den usa haben wo 35% der highschool bsolventen einfach schon nicht mal aufs COLLEGE ( abi) gehen können, weil ihre eltern leider nicht zum mittelstand gehören.
das kann einfach nicht angehen, so verdummt unsere gesellschaft noch schneller als sie es jetzt schon tut.



Ach ja geht doch nix über die wohl gelobte Solidarität, Nächstenliebe (wie oben einer schreibt.) Achtung I........
das war der einzige vernünftige gedanke von dir, nur leider nicht ernstgemeint. in einer anständigen gesellschaft wäre solidarität aber tatsächlich eines der höchsten werte. wenn man viel hat, aknn man auch viel geben. wenn man wenig hat, sollte man nehmen und versuchen mit dem was man bekommt auf die beine zu kommen und dann selbst zu geben. so hat bisher unser sozialsystem funktioniert und würde es auch noch tun, wenn da nicht solche leute wie du wären.

Getraenkeautomat
28. Januar 2005, 14:25
Dann liegt wohl da der Unterschied unserer Betrachtung:
Studieren ist für mich Luxus.
und jeder Mensch kann Jede Bildung bekommen in dem er den entsprechenden Preis dafür zahlt. Kurz und schmerzlos -Preis.
Wie man das schafft den preis zu bezahlen ist jedem das seine.
Der eine muss ein Jahr arbeiten, der andere hat glück, der andere hat ein Trichter auf seinem Arsch und Papi schaufelt dort geld, glück und liebe rein. -Wie bei allen dingen im Leben.


Gesellschaftsverdummung.
Chinesen bezahlen auch für ihr Studium. dort sind die Unterschiede noch grösser. Sie stehen ferner unter viel höherem Leistungszwang als wir deutschen. Trotzdem sind die schlitzaugen überall weit vorne dabei.
Aber hier in Deutschland ist das wohl wie mit dem Trichter. Sobald Papi nur noch Geld oder liebe in den Arsch reinschaufeln kann, gehen die Studenten auf die Strasse und demonstrieren.

Du hast somit vollkommen Recht die deutschen verblöden. Ich schäme mich echt ein deutscher zu sein. Ich würde auch viel lieber ein chinesen einstellen, die sind ehrgeiziger und lassen sich von 500 Euro nicht ein Studium verbieten.
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das war der einzige vernünftige gedanke von dir, nur leider nicht ernstgemeint. in einer anständigen gesellschaft wäre solidarität aber tatsächlich eines der höchsten werte. wenn man viel hat, aknn man auch viel geben. wenn man wenig hat, sollte man nehmen und versuchen mit dem was man bekommt auf die beine zu kommen und dann selbst zu geben. so hat bisher unser sozialsystem funktioniert und würde es auch noch tun, wenn da nicht solche leute wie du wären.
Ich glaube dir fehlt einfach die nötige Lebenserfahrung.
Du wirst auch nochmal in die Situation kommen, in der du auf Solidarität hoffst und nix bekommst, da es für die anderen keinen Anreiz gibt dir zu helfen.

Ich schätze ma du bist 16-17 und gehst ganz brav aufs Gymnasium ........

Swatch
28. Januar 2005, 14:31
Die Ausbildungsfreiheit umfasst ganz sicher kein kostenloses Universitätsstudium, Heator. Und ein Grundrecht auf Bildung wäre mir auch neu.

HeatoR
28. Januar 2005, 14:32
Chinesen bezahlen auch für ihr Studium. dort sind die Unterschiede noch grösser. Sie stehen ferner unter viel höherem Leistungszwang als wir deutschen. Trotzdem sind die schlitzaugen überall weit vorne dabei.
gott meinst du das ernst?
natürlich stehen sie unter einem viel höheren leistungsdruck -> geld verdienen oder verrecken. sozialhilfe gibts da nicht.
willst du wirklich so eine gesellschaft?

und mit lebenserfahrung hat das nichts zu tun, es hat etwas mit idealen zu tun, welche einen menschen ausmachen. im übrigen bin ich 19 und mach in ein paar wochen mein abi.

unser staat ist nunmal auf den prinzipien der chancengleichheit gegründet, da kannst du mit deiner egoistischen sichtweise nichts dran rütteln.
wenn du so auf leistungsdruck und aussortierung von sozial schwächeren stehst, wieso dann nicht gleich schulgeld wieder einführen?`wenn man es sich halt nicht leisten kann, dann macht man kein abi....wie wär es damit? ist in china ja auch nicht anders. dort kann sich nicht jeder das abitur leisten. möchtest du in so einem land leben? ich nicht,


Die Ausbildungsfreiheit umfasst ganz sicher nicht ein kostenloses Universitätsstudium.
sagt wer? fakt ist einfach : ein land lässt sich sehr gut an dem grad seiner bildung messen. während in finnlad 80% eines jahres abitur machen sind es bei uns gerademal 20%. ich finde das einfach nur traurig.

Swatch
28. Januar 2005, 14:36
Das sagt das BVerfG (E 115, 32/36).

HeatoR
28. Januar 2005, 14:37
kenne ich leider nicht, könntest du das bitte zitieren? der genaue wortlaut wäre interessant.

Getraenkeautomat
28. Januar 2005, 14:38
Ich hab ja oben geschrieben, Grundbildung sollte umsonst sein, um ein gewissen Standart zu sichern. Dazu gehört sicher auch das Gymnasium.
Aber warum sollen andere für dein Studium bluten?
Was ist daran bitte nicht egoistisch.
Wenn Bodo Baggerfahrer Baggerfahrer werden will ist es seine persönliche Entscheidung. Aber warum zur Hölle sollte er noch was von seinem Lohn abgeben damit ein paar trantüten das machen können worauf sie Lust haben?
Warum wird Bodo bestraft? Bodo will doch nur Bagger fahren um sich Bier zu kaufen :-(
ist das solidarisch? Nein, es ist höchst ungerecht
Ungerechter als von jemand zu erwarten er solle für seine eignen Taten selbst aufkommen.

Swatch
28. Januar 2005, 14:43
Klar, Sekunde, ich flitze eben ins Semiar, schreibe die Entscheidung ab, radeln wieder nach Hause und tippe die Entscheidung kurz ein. Kein Problem ;)

Blindzitat aus dem Lehrbuch und Blindzitat aus dem Skript von meinem Prof.

HeatoR
28. Januar 2005, 14:45
Wenn Bodo Baggerfahrer Baggerfahrer werden will ist es seine persönliche Entscheidung. Aber warum zur Hölle sollte er noch was von seinem Lohn abgeben damit ein paar trantüten das machen können worauf sie Lust haben?
du denkst nicht weit genug. zu anfang muss der baggerfahrer für mein studium blechen, ja. dafür bezahle ich aber naher das dreifache von ihm an die staatskasse aus der SEINE rente und SEINE sozialleistungen bezahlt werden.so funktioniert das hier, willkommen in deutschland.
wäre jeder nur noch bodo baggerfahrer, könnte sich bodo mit 50 die kugel geben.

zum thema gymnasium, ich weiss ja nicht ob du eins besucht hast, aber der stoff der in der oberstufe vermittelt wird ist darauf ausgelegt die schüler auf eine akademische ausbildung vorzubereiten. das hat dort NICHTS mehr mit allgemein oder grundbildung zu tun, sondern ist einfach vorbereitung aufs studium.also wenn nicht mehr jeder der es könnte studieren darf, wieso sollte dann noch jeder abitur machen?

For[Roxanne]
28. Januar 2005, 14:49
Es sollen nicht _andere_ für dein Studium blechen, sondern der Staat.
Denn im Interesse des Staates liegt eine weit höhere Akademikerquote.
Mit mehr Intelligenzia wird es Gesamtdeutschland besser gehen, auch finanziell, was auch die soziale Sicherheit für Handwerker Otto von nebenan erhöht. Ausserdem geht es ja auch um Ottos Kinder, nicht wahr?
Das Ganze ist eben nicht nur eine Frage von Idealismus, sondern von Gesamtgesellschaftlicher Vernunft.
Bildungsausgaben sind eine Investition für die Zukunft, debattiert werden sollte also durchaus, WIE man das Geld investiert, aber DASS es vom Staat kommt und auch in größerer Menge kommen sollte als aktuell, sollte absolut selbstverständlich sein.
Nur leider wird halt auch hier Politik gemacht, um gewählt zu werden, und nicht, damit es Deutschland in 20 Jahren maximal gut geht.

HeatoR
28. Januar 2005, 14:55
Es sollen nicht _andere_ für dein Studium blechen, sondern der Staat.
Denn im Interesse des Staates liegt eine weit höhere Akademikerquote.
Mit mehr Intelligenzia wird es Gesamtdeutschland besser gehen, auch finanziell, was auch die soziale Sicherheit für Handwerker Otto von nebenan erhöht. Ausserdem geht es ja auch um Ottos Kinder, nicht wahr?
Das Ganze ist eben nicht nur eine Frage von Idealismus, sondern von Gesamtgesellschaftlicher Vernunft.
Bildungsausgaben sind eine Investition für die Zukunft, debattiert werden sollte also durchaus, WIE man das Geld investiert, aber DASS es vom Staat kommt und auch in größerer Menge kommen sollte als aktuell, sollte absolut selbstverständlich sein.
Nur leider wird halt auch hier Politik gemacht, um gewählt zu werden, und nicht, damit es Deutschland in 20 Jahren maximal gut geht.
absolute zustimmung.
nur eine sache : als solches hat der staat ja kein geld. das geld welches der staat hat, sind einnahmen die er aus zahlungen seiner bürger erhält. von daher ist es schon so dass "andere" für mein studium zahlen. aber ebend nur indirekt. würde ich NICHT studieren würde sie das gleiche zahlen, deswegen zählt das argument von automat nicht.

Sas~iN~LoVe
28. Januar 2005, 18:49
Das wäre doch mal ein Modell: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19334/1.html

TenakaKhan
28. Januar 2005, 19:28
Original geschrieben von 2FICKENDEHUNDE
ich finde das ganz hervorragend. meine freundin studiert in Holland und muss pro jahr 1800€ bezahlen. das deutsche bildungssystem wird wohl kaum darunter leiden. wohl eher die zahlreichen langzeitstudenten, die plötzlich wie wild anfangen zu lernen oder aber als Hartz 4 user auf dem arbeitsamt landen. have fun

ganz genau, und viele studieren ja einfach deswegen, nur weil sie noch nicht wissen was sie eigentlich mal machen wollen

HeatoR
28. Januar 2005, 19:36
achja? fein, warum lassen sie dann millionen "normaler" studenten drunter leiden?

dann sollen sie, so wie es teilweise jetzt schon ist, gebühren für langzeitstudenten einführen und für studenten über 40 die wohl kaum noch auf dem arbeitsmarkt landen werden sondern einfach nurnoch just 4 fun studieren.
aber lasst die anderen studenten da doch raus.

MortisRex
28. Januar 2005, 19:51
Hmm, also erstmal, ich bin eigentlich für ein Gebührenfreies Studium. Aber ich glaube, ihr seid hier größtenteils ein bissl kurzsichtig.

In Deutschland heißt es immer wieder, wieviele Akademiker doch fehlen. Aber in jedem Land, indem Studiengebühren in der Vergangenheit eingeführt worden sind, sind die Anfängerzahlen erstmal nach unten gegangen. Hier in NRW ist die Zahl der Studienanfänger schon nach Einführung der Langzeitstudiengebühren runtergegangen, und das wird mit allgemeinen Studiengebühren eher zunehmen. Wo liegt denn dann die Zukunft, denn ein Teil der qualifizierten Fachkräfte wandert im Normalfall ins Ausland ab.

Ist euch Bewusst, daß es in verschiedenen Bundesländern Entwürfe gab, tatsächlich wieder das Schulgeld für weiterführende Schulen einzuführen? Findet ihr das auch noch ok, oder hört es bei euch da auf? Wo seht ihr den Unterschied, wenn nach Studiengebühren auch wieder Schulgeld eingeführt würde?

Bisher wurde ein Finanzausgleich auch über höhere Spitzensteuersätze geregelt. Wenn ich als Student jetzt aber meine Ausbildung selber übernehmen muss, werde ich da nicht ungleich mehr belastet? Der Staat hat ganz definitiv auch etwas davon, wenn ich einen qualifizierten Job annehme, bei dem ich gut verdiene. Insofern ist eine qualifizierte Ausbildung kein Luxus, den man sich gönnt oder auch nicht.

Thema Solidarität: Naja, klar kann man Argumentieren, daß der Nachbar nicht für mein Studium bezahlen muss. Aber ich hab weder Führerschein noch Auto, und trotzdem werden mit meinen Steuer Autobahnen finanziert (aber keine Angst, die PKW-Maut kommt über kurz oder lang ganz ganz sicher...). Und nochmal die Schulgebühren: Warum zahlen nicht nur die, die Kinder haben? Und überhaupt, warum bekommen die von meinen Steuern Kindergeld? (Und kommt mir nicht mit" Die zahlen später deine Rente", das mit dem Generationenvertrag zieht nimmer, wer nicht privat vorsorgt hat verloren). Ganz genau, weil wir ein Solidarisches System sind. Und wenn es einen Mangel an Akademikern gibt (der ja eh schon beklagt wird) hat die gesamte deutsche Volkswirtschaft und die Bundesrepublik einfach ein Interesse daran, daß sich dieser Mangel auf Dauer beheben lässt.
Und wenn Bodo der Baggerfahrer seinen Job verliert, wird er froh sein, daß ich einen Job habe und ihm sein Harz IV finanzieren kann.

Studiengebühren gibt es in anderen Ländern, das ist wahr. Aber dort gibt es andere Finazierungssysteme. In den USA gibt es Stipendien für Leute, die qualifiziert sind. In den Niederlanden ist es meines Wissens so (habs von einem Niederländer), daß die gesamten anfallenden Studiengebühren sowie ein Teil des Lebensunterhaltes vom Staat übernommen wird. Und je nachdem, wie schnell und gut du dein Studium schaffst, wird dir das ganze dann Erlassen. Wenn du allerdings nicht in der Regelstudienzeit durchkommst, trittst du mit einem Berg von Schulden ins Berufleben ein. Aber in Deutschland gibt es noch keine angemessenen Finanzierungsmethoden, und solange die fehlen, kann es keinen Platz für Studiengebühren geben.

Zum Thema 500€ sind lächerlich: Ich habe mein Studium bisher selbst finanziert, habe keine Eltern im Rücken, die mich finanziell unterstützen könnten. Meine Eltern sind geschieden, mein Vater wer weiß wo, seine Einkommensverhältnisse konnten nicht geprüft werden ->vergiss Bafög (nagut, die ersten 3 Semester hab ich was bekommen, aber weder genug, noch lange genug).
Im Moment ist aber die allgemeine Wirtschaftslage so, daß man in einer Studentenstadt wie Bonn oder Köln nicht besonders gut an einen Studijob rankommt. Ich verdien im Moment grad mal so um die 400-450 Euro. Miete und Krankenversicherung, -> 300€weg, dazu kosten für Telefon (ohne daß ich gar nicht Arbeiten kann), Bücher, und Nahrung, Wäsche will auch hin und wieder gewaschen werden. Und jetzt sag mir, wo du 80€ im Monat einsparen willst. Das Bonner Arbeitsamt hat übrigens die Studentische Jobvermittlung eingestellt, weil es zuviele Arbeitslose gibt, denen man vorher einen Job gibt. Übrigens würde ich derzeit gern ein Urlaubssemester nehmen, um Geld für mein Studium zu verdienen, aber das wurde bisher abgelehnt, weil finanzielle Gründe nicht ausreichen. Und Langzeitstudiengebühren gibts hier schon.

@Megavolt: Was meinst du denn mit dem Scheiß?


Dank Sozialstaat kann einfach niemand, der halbwegs mit Geld umgehen kann, so arm sein, dass er sich die 500€ nicht leisten kann.

Was gibt es denn für einen Studenten für Gelder, falls er kein Bafög bekommt? Sozialhilfe kriegt er schonmal nicht, was dann?

Ausserdem: Glaubt ihr ernsthaft, es wird bei den 500€ pro Semester bleiben? In einigen Bundesländern wird jetzt schon über höhere Gebühren nachgedacht. Also solltet ihr euch wirklich nicht zusehr an diesem Betrag aufhalten, bei dem wirds nämlich ganz sicher nicht bleiben.

Aule2
28. Januar 2005, 20:02
@Rex:
Netter Beitrag!

Zu Sas in Love's Beitrag:
Jo, da wird auch wieder mal ein typischer Fehler gemacht, nämlich, dass Leute Sachen bewerten, aber dabei die Hälfte des Systems ausser auch lassen!
Wobei ich dem Autor Zustimme, dass eine Form des Streikes nix taugt, und auch das falsche Mittel ist!
(Aus dem Grunde werde ich auch nicht demnächst nach Mannheim fahren)

@Khan, Fickenhunde
und fast alle die so einfach drauflos studieren landen danach in der Statistik der Studienabbrecher, weil mit der Einstellung auch im Studium kein Blumentopf zu gewinnen ist!

@ andere Länder, andere Sitten
Nun, weil in anderen Löndern Bildung die Privatpersonen kostet, heißt das ja wohl nicht, dass hier sie ebenfalls die Privatpersonen kosten muss.

Studieren, als höhere Form der Bildung ist natürlich ein Luxus, aber halt nun mal im Unterschied zu nem Auto ein nötiger Luxus, sowohl für einen Saat, wie auch für die Menschheit an sich!

Und was das mit dem Preis der Bildung angeht, nun, man kann es nicht oft genug wiederhohlen: Jeder Student zahlt nach seinem Studium viel zurück, da er (als Besserverdiener) höhere Abgaben hat!

Man soltle es einfach mal so sehen:

Jemand dessen Eltern kein Geld haben:
Dieser muss alles Geld zum Studieren von Irgendwoher bekommen, aufgrund der Interessenslage (als näheste Wahl) vom Staat.
Dieses muss er dann halt zurückzahlen, aber ob das daruch funktioniert, dass er mehr Steuern zahlt, oder sich direkt nach seinem Studium zu Tode schindet, weil er eine Art Kredit abzahlen muss, ist eigentlich unerheblich.

Jemand, dessen Eltern genug Geld haben. / oder Viel
Diesem Jemanden muss zum Leben kein Geld vom Staat gezahlt werden.

Wenn man nun direkte Studiengebühren erhebt, dann würde man mal wieder so zur Abwechslung einen bürokratischen Überbau benötigen, in dem kontrolliert wird, wer wann wieviel abzugeben hat.
Weil, dazu muss man offensichtlich unterscheiden zwischen den Leuten!

ReFinanziert man das Studium durch höhere Steuergelder der besserverdienenden ExStudis, spart man sich den ganzen Overhead, was somit das bessere, weil einfacherer System darstellt.
Die Schwierigkeit hierbei ist eigentlich nur die Liquidität zu gewährleisten!
Was aber meines Erachtens für den Staat mit der 2. oder 3. stärksten Wirtschaft ein Klacks sein _sollte_

Aber leider ist es ja im Moment in Dtl so, dass Leute mit Geld immer weniger zahlen müssen, während die weniger Betuchten sich stärker einschränken müssen! (Achtung: Pauschalverallgemeinerungssatz)

ViperDK
28. Januar 2005, 20:11
Also erstens mal gibt es ja das schoene Bafoeg. Wenn du der einzige in Deutschland bist, der das nicht bekommt weil sein Vater abgehauen ist und du das nicht einklagen kannst ist das scheisse fuer dich, aber kein ausgangspunkt fuer eine diskussion ueber den regelfall.

ansonsten duerfte wohl stark damit zu rechnen sein, dass sich auch finanzierungsmodelle auftun. die moeglichkeit gebuehren zu erheben ist ja recht ploetzlich gekommen, dass da noch nichts fertig ausgearbeitet ist, duerfte wohl klar sein.
ein wichtiger punkt, der mich bei den studiengebuehren stoert ist, dass die kompetenz das zu entscheiden nun wohl bei den laendern liegt und von denen genutzt wird. Das sollte imho auf die Unis selbst uebergehen so das jede fuer sich entscheiden kann, was einem das studium bei ihr wert sein muss und nicht ein reiner imagekampf der bundesparteien daraus wird. frei nach dem motto "wir sind die cdu und das faule studentenpack soll zahlen" vs. "wir sind die spd und alles soll sozial umsonst usw sein, das geld faellt ja schliesslich vom himmel". die unis wird aber wohl keiner fragen.

Entelechy
28. Januar 2005, 20:15
Ich zahl gerne Studiengebühren wenn ich später 5% weniger Steuern zahlen muss. Aber so komm ich mir wie eine Bitch vor, ich werd am einen und am anderen ende gefickt. Ich muss Studiengebühren zahlen und trotzdem später hohe Steuern. Der Staat profitiert schließlich, wie viele hier schon gesagt haben von meinem vermutlich höheren Beruf später.

Vielleicht sollten sie Hauptschulgebühren einführen, da diese später (%) dem Staat sehr auf der Tasche liegen.

MortisRex
28. Januar 2005, 20:26
@ Viper: Wie sieht der Regelfall denn aus? Und damit meine ich REAL, nicht in der Theorie und auf dem Papier. Mag sein, daß ich da ein Einzelfall bin, aber wieviele gibts davon noch? (z.b. ein Kumpel von mir, der unverhofft während des Studiums Vater geworden ist. Glaubst du der bekommt länger Bafög, weil er ein Kind hat? Ne, der muss neben dem Studium Arbeiten gehen.) Es sind einfach mehr "Einzelfälle" als man so denkt, weil die Bafög-Regelungen einfach sehr eng und unflexibel sind.

ViperDK
28. Januar 2005, 22:01
also wenn ich mir den regelfall unter meinen freunden z.b. anschaue, dann studieren die mal mit mal ohne bafoeg an der fh aber keiner hat wirklich nen nennenswertes geldproblem. in den semesterferien machen die halt teilweise noch nen job und wuerden sicher auch mit ein paar euro semestergebuehren klarkommen, erst recht wenn man sie mit zinslosen darlehen o.ae. finanzierungsmethoden dabei unterstuetzen wuerde was so ein system ja mit sicherheit mit sich bringt.

bei den studentenprotesten koennte man manchmal meinen das abendland wuerde unter gehen.... oder eine interessengruppe wuerde wie jede andere mal wieder den untergang propagieren, sobal sich bei ihr irgendwas aendern soll.

ein klein wenig ot aber mir faellt da gerade nen fall ein wo ich mir denke "muss wirklich jeder trottel kostenlos studieren koennen": nen typ der angefangen hat informatik zu studieren mit der begruendung (sinngemaess): "meine freundin ist an die fh und da bin ich auch hier hin. da ich den NC fuer bwl allerdings nicht schaffe und Info hier keinen NC hat, studiere ich halt info".

edit: ich bin hart bw geschaedigt. die rede war natuerlich von bwl studieren, nicht bwcl :)

Clawg
28. Januar 2005, 22:13
ein klein wenig ot aber mir faellt da gerade nen fall ein wo ich mir denke "muss wirklich jeder trottel kostenlos studieren koennen": nen typ der angefangen hat informatik zu studieren mit der begruendung (sinngemaess): "meine freundin ist an die fh und da bin ich auch hier hin. da ich den NC fuer bwcl allerdings nicht schaffe und Info hier keinen NC hat, studiere ich halt info".

Naja, dazu gibt es ja Orientierungspruefungen. Wenn man die nicht besteht kann man gleich wieder einpacken :-)

wutvolta
29. Januar 2005, 02:49
also um mal was klarzustellen:
jemand, dessen eltern von hartz 4 betroffen sind, kann auch bafög beantragen und wird dieses auch bekommen.
wenn dieselbe person noch finanzmittel hat muss sie diese halt erstmal ausgeben.
das ist wohl absolut legitim.
ums klar zu sagen, ich bin auch absolut GEGEN studiengebühren, allerings kann man in zeiten von bafög und kindergeld zumindestens von einer grundversorgung ausgehen.
daher halte ich modelle von zinslosen krediten die bei der ersten arbeit nach dem studium abbezahlt werden für genau die richtige art.
wenn dann so !

für mich persönlich würden studiengebühren auch einiges durcheinanderwirbeln, trotzdem würde ich weiterstudieren....
ich lebe noch bei meinen eltern, die ein eigenes haus haben, deshalb und wegen dem verdienst meiner eltern bekomme ich kein bafög.
ich kann zuhause umsonst wohnen, (was mir viel bedeutet...) und zahle daher nicht viel geld zuhause.
bekomme mein kindergeld + geld was ich mir erarbeite, habe also 300-350e pro monat.
davon abzuziehen 60? wegen telefon und 50? bausparen, nochmal 27 ? bausparen....
es würde für mich eng 100? pro monat aufzutreiben, aber es würde noch gehen.
nur sollte es niemals noch mehr werden......
naja gn8 jungs

OnkelHotte
29. Januar 2005, 12:26
Original geschrieben von MortisRex
Hmm, also erstmal, ich bin eigentlich für ein Gebührenfreies Studium. Aber ich glaube, ihr seid hier größtenteils ein bissl kurzsichtig.

In Deutschland heißt es immer wieder, wieviele Akademiker doch fehlen. Aber in jedem Land, indem Studiengebühren in der Vergangenheit eingeführt worden sind, sind die Anfängerzahlen erstmal nach unten gegangen. Hier in NRW ist die Zahl der Studienanfänger schon nach Einführung der Langzeitstudiengebühren runtergegangen, und das wird mit allgemeinen Studiengebühren eher zunehmen. Wo liegt denn dann die Zukunft, denn ein Teil der qualifizierten Fachkräfte wandert im Normalfall ins Ausland ab.

Ist euch Bewusst, daß es in verschiedenen Bundesländern Entwürfe gab, tatsächlich wieder das Schulgeld für weiterführende Schulen einzuführen? Findet ihr das auch noch ok, oder hört es bei euch da auf? Wo seht ihr den Unterschied, wenn nach Studiengebühren auch wieder Schulgeld eingeführt würde?

Bisher wurde ein Finanzausgleich auch über höhere Spitzensteuersätze geregelt. Wenn ich als Student jetzt aber meine Ausbildung selber übernehmen muss, werde ich da nicht ungleich mehr belastet? Der Staat hat ganz definitiv auch etwas davon, wenn ich einen qualifizierten Job annehme, bei dem ich gut verdiene. Insofern ist eine qualifizierte Ausbildung kein Luxus, den man sich gönnt oder auch nicht.

Thema Solidarität: Naja, klar kann man Argumentieren, daß der Nachbar nicht für mein Studium bezahlen muss. Aber ich hab weder Führerschein noch Auto, und trotzdem werden mit meinen Steuer Autobahnen finanziert (aber keine Angst, die PKW-Maut kommt über kurz oder lang ganz ganz sicher...). Und nochmal die Schulgebühren: Warum zahlen nicht nur die, die Kinder haben? Und überhaupt, warum bekommen die von meinen Steuern Kindergeld? (Und kommt mir nicht mit" Die zahlen später deine Rente", das mit dem Generationenvertrag zieht nimmer, wer nicht privat vorsorgt hat verloren). Ganz genau, weil wir ein Solidarisches System sind. Und wenn es einen Mangel an Akademikern gibt (der ja eh schon beklagt wird) hat die gesamte deutsche Volkswirtschaft und die Bundesrepublik einfach ein Interesse daran, daß sich dieser Mangel auf Dauer beheben lässt.
Und wenn Bodo der Baggerfahrer seinen Job verliert, wird er froh sein, daß ich einen Job habe und ihm sein Harz IV finanzieren kann.

Studiengebühren gibt es in anderen Ländern, das ist wahr. Aber dort gibt es andere Finazierungssysteme. In den USA gibt es Stipendien für Leute, die qualifiziert sind. In den Niederlanden ist es meines Wissens so (habs von einem Niederländer), daß die gesamten anfallenden Studiengebühren sowie ein Teil des Lebensunterhaltes vom Staat übernommen wird. Und je nachdem, wie schnell und gut du dein Studium schaffst, wird dir das ganze dann Erlassen. Wenn du allerdings nicht in der Regelstudienzeit durchkommst, trittst du mit einem Berg von Schulden ins Berufleben ein. Aber in Deutschland gibt es noch keine angemessenen Finanzierungsmethoden, und solange die fehlen, kann es keinen Platz für Studiengebühren geben.

Zum Thema 500€ sind lächerlich: Ich habe mein Studium bisher selbst finanziert, habe keine Eltern im Rücken, die mich finanziell unterstützen könnten. Meine Eltern sind geschieden, mein Vater wer weiß wo, seine Einkommensverhältnisse konnten nicht geprüft werden ->vergiss Bafög (nagut, die ersten 3 Semester hab ich was bekommen, aber weder genug, noch lange genug).
Im Moment ist aber die allgemeine Wirtschaftslage so, daß man in einer Studentenstadt wie Bonn oder Köln nicht besonders gut an einen Studijob rankommt. Ich verdien im Moment grad mal so um die 400-450 Euro. Miete und Krankenversicherung, -> 300€weg, dazu kosten für Telefon (ohne daß ich gar nicht Arbeiten kann), Bücher, und Nahrung, Wäsche will auch hin und wieder gewaschen werden. Und jetzt sag mir, wo du 80€ im Monat einsparen willst. Das Bonner Arbeitsamt hat übrigens die Studentische Jobvermittlung eingestellt, weil es zuviele Arbeitslose gibt, denen man vorher einen Job gibt. Übrigens würde ich derzeit gern ein Urlaubssemester nehmen, um Geld für mein Studium zu verdienen, aber das wurde bisher abgelehnt, weil finanzielle Gründe nicht ausreichen. Und Langzeitstudiengebühren gibts hier schon.

@Megavolt: Was meinst du denn mit dem Scheiß?



Was gibt es denn für einen Studenten für Gelder, falls er kein Bafög bekommt? Sozialhilfe kriegt er schonmal nicht, was dann?

Ausserdem: Glaubt ihr ernsthaft, es wird bei den 500€ pro Semester bleiben? In einigen Bundesländern wird jetzt schon über höhere Gebühren nachgedacht. Also solltet ihr euch wirklich nicht zusehr an diesem Betrag aufhalten, bei dem wirds nämlich ganz sicher nicht bleiben.

gutes post!

ich komme mir ja immer so heuchlerisch vor, weil ich nich mehr studieren werde und leicht reden habe....aber letztlich haben mich jetzt doch einige beiträge überzeugt, meine einstellung "eher pro" zu "eher contra" zu ändern!

good job leude!:top:

MegaVolt
29. Januar 2005, 19:40
Zum Thema 500€ sind lächerlich: Ich habe mein Studium bisher selbst finanziert, habe keine Eltern im Rücken, die mich finanziell unterstützen könnten. Meine Eltern sind geschieden, mein Vater wer weiß wo, seine Einkommensverhältnisse konnten nicht geprüft werden ->vergiss Bafög (nagut, die ersten 3 Semester hab ich was bekommen, aber weder genug, noch lange genug).

wenn dein vater untergetaucht ist und nichts zahlt steht dir afaik bafög zu als hätte er kein einkommen (musst aber evtl ne klage gegen ihn einreichen wegen unterhaltspflicht etc)
wieso hast dus nur 3 semester lang bekommen? was heißt nicht genug? wieviel verdient die mutter? irgendwie kommt mir das komisch vor ;) ich bleib dabei: 500 euro tun keinem wirklich weh
natürlich ist ein gebührenfreies studium schöner und toller aber es geht auch mit gebühren

OnkelHotte
30. Januar 2005, 10:28
Original geschrieben von MegaVolt


ich bleib dabei: 500 euro tun keinem wirklich weh
natürlich ist ein gebührenfreies studium schöner und toller aber es geht auch mit gebühren

das hab ich ja auch immer gesagt...aber es ist imho dennoch offensichtlich, dass diese 500€ nur ein startschuss sind, damit man mit den gebühren überhaupt mal einen fuss in die tür bekommt. und wenn es dann -wie viele es voraussehen- erstmal bei >1000€ angekommen ist, dann finde ich es in der tat einen schwer aufzubringenden beitrag!

Drey
30. Januar 2005, 11:54
Original geschrieben von Getraenkeautomat

Aber warum sollen andere für dein Studium bluten?


Dafür bluten die Ex-Studies in vielen Berufen. DU aber blutest fast gar nicht, da du bestimmt nicht < 80.000 im Jahr verdienst und dadurch keine 48% an den Staat zahlst.

Dies hab ich aber schon früher in meinen Posts erwähnt. Ich habe so das Gefühl du hast sie nicht einmal überflogen.

Allgemein beoachte ich den Thread und muss leider feststellen, dass du eigentlich ziemlich intolerant mit andersgesinnten umgehst. Du versuchst gar nicht erst die Argumente anderer zu verstehen, sondern schreibst einfach deine Meinung (fast) ohne jegilches Fundament nieder.

Ich finde das schade. So bringt eine Diskussion mit dir nichts.
Verbleiben wir also einfach bei unseren Ansichten und hoffen wir, dass später wir toleranten und einsichtiger werden

Drey
30. Januar 2005, 11:59
Original geschrieben von Tenaka Khan


ganz genau, und viele studieren ja einfach deswegen, nur weil sie noch nicht wissen was sie eigentlich mal machen wollen

:hammer: stimmt, doch diese stunden fliegen meist nach dem 2ten semester raus. Ich kenne keinen Studenten der ein Dimplom hat, weil er nicht wusste was er machen soll -.-

Franzmann2
30. Januar 2005, 12:58
Original geschrieben von MortisRex


In Deutschland heißt es immer wieder, wieviele Akademiker doch fehlen. Aber in jedem Land, indem Studiengebühren in der Vergangenheit eingeführt worden sind, sind die Anfängerzahlen erstmal nach unten gegangen. Hier in NRW ist die Zahl der Studienanfänger schon nach Einführung der Langzeitstudiengebühren runtergegangen, und das wird mit allgemeinen Studiengebühren eher zunehmen.


Wow, tolle Sätze, leider ist die Aussagekraft gleich Null. Ist es denn schlecht wenn die Anfängerzahlen nach unten gehen? Sind Anfängerzahlen=Abschliesserzahlen? Überlegen sich die Leute vielleicht besser ob sie das Studium wirklich wollen?

Getraenkeautomat
30. Januar 2005, 14:02
Original geschrieben von Drey


Dafür bluten die Ex-Studies in vielen Berufen. DU aber blutest fast gar nicht, da du bestimmt nicht > 80.000 im Jahr verdiesnt und dadurch keine 48% an den Staat zahlst.

Dies hab ich aber schon früher in meinen Posts erwähnt. Ich habe so das Gefühl du hast sie nicht einmal überflogen.

Allgemein beoachte ich den Thread und muss leider feststellen, dass du eigentlich ziemlich intolerant mit andersgesinnten umgehst. Du versuchst gar nicht erst die Argumente anderer zu verstehen, sondern schreibst einfach deine Meinung (fast) ohne jegilches Fundament nieder.

Ich finde das schade. So bringt eine Diskussion mit dir nichts.
Verbleiben wir also einfach bei unseren Ansichten und hoffen wir, dass später wir toleranten und einsichtiger werden



Geschrieben von mir auf Seite 2 grosses :Rolleyes:
Studenten wird überall auf der Welt in die Tasche gegriffen. Nur hier im "schönen" deutschland nicht.
Was würde es mich freuen, Studiengebühren zu bezahlen um mir dann eine Leistungsgerechtes Studium einfordern zu können (richtige Studiengebühren , richtige Ranginks der Unis).
Was natürlich noch viel geiler wäre, wenn man dann das erbrachte nicht zu xxx% versteueren müsste sondern für sein Handeln/tun selber die Verantwortung übernehmen darf.


Ach ja geht doch nix über die wohl gelobte Solidarität, Nächstenliebe (wie oben einer schreibt.) Achtung I........

....die wohl in Zukunft für manche garnicht so "sozial" aussehen wird.



Du wirst es nicht glauben, ich bin selber Student :bored:
Btw ist 80 000 Euro eine ganz schön happige Gehaltsvorstellung.
Vlt solltest du mal wieder etwas realistischer denken so im Bereich 30-50-60.... und wenn ich mich recht erinnere gibt es doch eine bemessungsgrenze die gerade bis standartgehalt (30-60)zieht, danach ist es fast scheiss egal.
Naja ich bin kein Steuerrechtler...

HeatoR
30. Januar 2005, 14:58
Du wirst es nicht glauben, ich bin selber Student
sagtest du nicht dass du studenten hasst, oder hab ich da was falsch gelesen? O_o

Getraenkeautomat
30. Januar 2005, 15:25
Original geschrieben von HeatoR

sagtest du nicht dass du studenten hasst, oder hab ich da was falsch gelesen? O_o
Was hat das eine mit dem anderen zu tun :confused:
Aber das wird irgendwie zu ot...

dieser thread in dem du auch gepostet hast wird dir vlt die Antwort geben.... (http://forum.ingame.de/broodwar/showthread.php?s=&postid=1605169#post1605169)

Drey
30. Januar 2005, 16:46
Original geschrieben von Getraenkeautomat



Du wirst es nicht glauben, ich bin selber Student :bored:
Btw ist 80 000 Euro eine ganz schön happige Gehaltsvorstellung.


rofl, ja :ugly: ich meinte natürlich < 80000

Getraenkeautomat
30. Januar 2005, 17:48
Original geschrieben von Drey


rofl, ja :ugly: ich meinte natürlich < 80000
jaja und zum andern sagst überhaupt nix.
Gibs zu du warst der noob :mad:

Dae
30. Januar 2005, 18:29
Trotz der (mehr oder weniger vorhandenen) Brisanz des Themas will ich nur mal nebenbei anemerken, dass dieser Thread nett zu lesen ist...
pro und contra wechseln sich schön ab, und dank der höchstwahrscheinlich fleißigen Mods (die die dummen Comments löschen) ist der Thread echt informativ....mag daran liegen dass es hierbei um etwas geht was viele von uns direkt betrifft....



Bitte mehr Threads dieser Art, auch wenn es nicht um Studiengebühren geht...

Drey
30. Januar 2005, 23:17
Original geschrieben von Getraenkeautomat

jaja und zum andern sagst überhaupt nix.

:confused: :confused: :confused:

was auch immer du gesagt hast... ich hoffe du hast dafür argumente (und hoffetlich haltbare)

mamamia
31. Januar 2005, 09:54
hatten wir nicht letztens einen thread über die deutsche unterschicht, die ihr meistes geld für elektronik ausgibt, nur trash im fernsehen schaut und nie bücher liest?
waren damals nicht alle der ansicht, diesen menschen weniger geld für unnütze dinge zu geben und einen besseren zugang zu bildung zu verschaffen?

mit 500 euro im monat erleichtert man diesen menschen es nicht gerade an höhere bildung zu gelangen. manche sagen 500 euro pro semester tun keinem weh - euch vielleicht nicht, es gibt aber auch menschen aus anderen gesellschaftsschichten. und wer sagt überhaupt, dass es bei diesen 500 euro bleibt?

und was es bringen soll, wenn cdu-bundesländer gebühren einführen und es spd-bundesländer nicht machen, bleibt mir weiterhin schleierhaft.

ein deutscher grundsatz war doch immer die soziale frage, dh jeder hat anrecht auf grundbedürfnisse (essen, trinken, kleidung, wohnung, medizinische versorgung UND auch bildung).
wenn wir diese zweige privatisieren wie es viele andere länder machen, dann müssen wir auch bereit sein die konsequenzen zu tragen. und die kann sich ja jeder ausmalen.

HeatoR
31. Januar 2005, 10:08
ein deutscher grundsatz war doch immer die soziale frage, dh jeder hat anrecht auf grundbedürfnisse (essen, trinken, kleidung, wohnung, medizinische versorgung UND auch bildung).
wenn wir diese zweige privatisieren wie es viele andere länder machen, dann müssen wir auch bereit sein die konsequenzen zu tragen. und die kann sich ja jeder ausmalen.
ganz genau. und gegen diese privatisierung werde ich mich bis zum bitteren ende wehren.
wenn ich schon höre dass studium ja nicht zum recht auf bildung gehören soll, ist das doch nur der erste schritt. es fanden bereits einschnitte in der gesundheitssystem statt. ich sehe einfach katastrophale zustände wie in den usa auf uns zukommen, eine gesellschaft in der auf den anderen geschissen wird. in dem arme weder kranken noch sozialversichert sind und ohne job einfach auf der strasse laden. im krankheitsfall nur unzureichende medizinische behandlung bekommen usw.

in so einem land will ich einfach nicht leben,da zahl ich lieber 60% steuern.

Getraenkeautomat
31. Januar 2005, 19:01
Original geschrieben von Drey


:confused: :confused: :confused:

was auch immer du gesagt hast... ich hoffe du hast dafür argumente (und hoffetlich haltbare)
Du hast mir vorhin unterstellt ich würde den Thread nicht durchlesen, da du unter anderem das Argument gebracht hast
doppelbestrafung für Studenten, da sie später durch hohe Steuerabgaben bestraft werden.
Daraufhin hab ich verneint und von mir ein Post quotiert bei dem ich das schon vor dir geschrieben hab, deine Aussage ich würde den Thread nicht mal überfliegen wäre somit hinfällig.

Aber lassen wir das :8[:

Entelechy
31. Januar 2005, 19:47
Original geschrieben von HeatoR
ja gott es war halt früh..aber wenn dich solche dinge aufregen solltest du echt mal an deiner inneren ruhe arbeiten ^^

Warst du nicht mal der Einzerschüler mit dem BMW 6er? Oder verwechsel ich da etwas?

HeatoR
31. Januar 2005, 20:35
und deswegen darf man keine rechtschreibfehler machen?
nur so als info, man kriegt sogar wenn man JEDES wort falsch schreibt höchstens 2 punkte abzug in einer klasur. d.h es reicht immernoch für 13 ^^
und nun hängt euch mal nicht an einem dummen fehler auf, als ob ihr immer in internetforen fehlerfrei schreibt.
(übrigens war das mit dem bwm ein jucks wie ich damals schon im thread gesagt hatte, ich fahre nen ganz normalen ford focus)

Jack
01. Februar 2005, 17:19
Original geschrieben von Da_DaVe


Warst du nicht mal der Einzerschüler mit dem BMW 6er? Oder verwechsel ich da etwas?

btw: Einserschüler ;)

Drey
01. Februar 2005, 20:28
Original geschrieben von Getraenkeautomat

Du hast mir vorhin unterstellt ich würde den Thread nicht durchlesen, da du unter anderem das Argument gebracht hast
doppelbestrafung für Studenten, da sie später durch hohe Steuerabgaben bestraft werden.
Daraufhin hab ich verneint und von mir ein Post quotiert bei dem ich das schon vor dir geschrieben hab, deine Aussage ich würde den Thread nicht mal überfliegen wäre somit hinfällig.

die "das wäre geil wenn" Annahme bringt aber nichts, weils nicht so ist, die Studiengebühren sind aber ein reales "Ding", was auf uns zukommt. Und ich bin dagegen und habe versucht auch in der Richtung zu argumentieren.
Und ich wollte eben deine Aussage, dass dem Stundenten alles leicht fällt, weil er nichts zahlen muss, und deswegen sich nicht beschweren soll (o.ä. im Zusammenhang) entkräften.

Teegetraenk
09. Februar 2005, 18:14
Gibt neues (http://www.stern.de/politik/deutschland/index.html?id=536317&nv=hp_rt) - hört sich gut an!

Getraenkeautomat
09. Februar 2005, 18:18
jo das wär cool.

Aber wayne bis das durch is ist jetzt schon jeder erstsemester durchs halbe studium O_o

NeDfLaNdErS
09. Februar 2005, 18:22
Es soll Kindergeld, Bafög und Ausbildungsfreibetrag ersetzen

Aeehhja... Hoert sich so an als ob der normale Student dann auch nicht mehr in der Tasche hat als vorher.


Durch beide Instrumente könnten Gebühren von maximal 1250 Euro pro Semester bei Bachelor-Studiengängen (Master: 1500) sozial abgesichert werden

Ich korrigiere mich.. Er hat dann sogar noch weniger als vorher.

Guter Plan :hammer:

Aule2
09. Februar 2005, 18:37
Naja, Arbeitgeberpräsident ^_°

Was mich eprsönlich in den letzten Tagen am meisten an Modellen erfreut hat, war das man es als Darlehen finanziert, was bei Zahlungsunmöglichkeit der Staat übernimmt (soweit zwar vertretbar als Modell), wo dann überlegt wird, wer die Schulden eintreiben soll, bei Ausländioschen Studis, und so weiter und so fort ^_°
Was mich daran verwirrte:
Warum soll Dtl Ausbildung für Ausländische Studis zahlen?
Wie soll sich etwas rechnen, wo man ewig nachträglich refinanzierungsprobleme hat?


Mal wieder allgemeiner:
Meine Ansicht nach passieren wird bei einem Gebührenmodell in Dtl:
Reiche Eltern => nix, weil denen auch 5000 Euros pro Semester Jacke wärn

Arme Eltern => wenig - nix, weil Staat 100% übernimmt

Mittelstand => echte Mehrbelastung => Verschlechterung des Mittelstandes, zB bei Darlehen: Refinanzierung von Ausbildungskredit anstelle von Aufbau eigenem Haus, uvm => Erhöhte Abhängigkeit des Mittelstandes von besser Gestelltem => Proletarisierung der Gesellschaft.

Nach dieser Kette ist eine Einführung ein Vorgehen, dass im absoluten Sinne der Nutznießer des Kapitalismusses steckt!

Teegetraenk
09. Februar 2005, 18:47
Original geschrieben von NeD---fLaNdErS


Aeehhja... Hoert sich so an als ob der normale Student dann auch nicht mehr in der Tasche hat als vorher.



Ich korrigiere mich.. Er hat dann sogar noch weniger als vorher.

Guter Plan :hammer:
Lies doch mal den ganzen Text Ned.

NeDfLaNdErS
09. Februar 2005, 18:54
Getan.

Das Ganze basiert darauf das die Studenten zu dem "Zuschuss" vom Staat (aufgrund dessen die obrigen Zuschüsse und Steuererleichterungen wegfallen) noch Darlehen aufnehmen.

Darlehen die zurückgezahlt werden müssen. Selbst wenn das zu niedrigen Zinssaetzen geschehen kann, ist es denoch demotivierend und bedrückend (imo) wenn dein Studium zu Ende ist, Du noch keinen Job hast (gerade heute ist ein Abschluss noch lange kein Job Garant), aber schon tausende Euro an Schulden zu tilgen hast...

Halbseidener Plan denke ich.

DaNcInGgOoN2
10. Februar 2005, 12:56
du bekommst 15000€ vom staat geschenkt, musst dabei aber auf Kindergeld und bafög verzichten udn zahlst 1250€ pro semesterfür den bachelor = 7500€
und 1500€ für den master = 6000€ = 13500€
das heißt man hat noch 1500€ zur freien verfügung??

aber da man ja auf kindergeld + bafög verzichtet, wären das bei ~150€ kindergeld im monat, bzw. 9000€ in 5 Jahren (Zeit bis zum Master)
und in vielen Fällen Bafög zwischen 100-600€ = 6000-36000€ in 5 Jahren

man bekommt 15000€ vom staat gechenkt, verzichtet im Gegenzug aber auf 15000 bis 41000€ die man im Laufe der 5Jahre Master vom staat über Kindergeld + bafög bekommen würde.

Gerade für leute die relativ viel Bafög bekommen is das doch die größte Schweinerei

Teegetraenk
10. Februar 2005, 13:19
15.000€ + sehr günstiges Darlehen. Mit dem Kindergeld stimmt auch nicht. Der Reporter schreibt das zwar oben, aber im Interview sagt er dann, dass das Kindergeld bestehen bleibt. Also 15.000€ geschenkt + Kindergeld + Darlehen. Damit könnte ich leben. Auf jeden Fall sinnvoller als dieser CDU Schmutz nach dem Motto: "Seht selbst zu wie ihr damit klar kommt".

NeDfLaNdErS
10. Februar 2005, 13:25
Schoen in der Theorie. Nur in der Praxis werden die Studiengebühren sich im Laufe der Jahre an die Nachbarländer angleichen und dann ist von den 15.000 bald nix mehr übrig. 500 ist spottbillig. In 4-5 Jahren liegen die bei min. den 4-5fachen.

Ausserdem wird dieser Plan nicht durchkommen. Der Staat schenkt keinem Studenten einfach so 15.000 Euro...

Klingt zwar hart aber ist eine Tatsache das alle die im Moment studieren so schnell wie möglich fertig werden sollten. Das ist im Moment nur der Anfang, bald wird es richtig richtig teuer.

Kannst Dir gar nicht vorstellen wie happy ich bin noch vor dem ganzen Sch... fertig geworden zu sein...

Teegetraenk
10. Februar 2005, 13:38
Das glaub ich dir :) Und ich bin froh in nem SPD regierten Bundesland zu leben, dass erst letzten Herbst gewählt hat :P
Wieso sollte der Bund nicht 15.000€ verschenken? Er schenkt dir im Moment in den meisten Fällen doch übers Bafög weit mehr (musst ja nur einen Bruchteil zurückzahlen). Dort wird auch nicht von 500 sondern von 1250 Euro Studiengebühren ausgegangen. Was mich aber interessiert, ob da die Unkosten für Semesterticket, Rückmeldegebühr usw. schon enthalten sind, ansonsten würde ich z.B. bei 500 Euro Studiengebühr schon 725€ zahlen.
Imo ist das hier diskutierte Modell auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und mit dem ich leben könnte.

ToDesRiTTeR
10. Februar 2005, 17:19
Studiengebühren sind meiner Meinung nach nichts schlechtes, solange sie im einigermaßen erträglichen Rahmen erhoben werden, zu 100% den Unis zugute kommen und man sie später im Berufsleben mit einem an die Inflationsrate gekoppelten Zins zurückzahlen muss.

OnkelHotte
10. Februar 2005, 17:25
ich kann mich nur wiederholen:

3!!! kreuze, dass mein studium bereits hinter mir liegt!:p

NeDfLaNdErS
10. Februar 2005, 17:37
Original geschrieben von OnkelHotte
ich kann mich nur wiederholen:

3!!! kreuze, dass mein studium bereits hinter mir liegt!:p

Dafür sind wir aber auch schon richtig alt gegenüber den Jungspunden wie Pivo hier, Hotte :8[:

Edit: Aaaarggg, ich sogar noch 2 Monate älter als Du :8[: :8[: :8[: :8[:

Teegetraenk
10. Februar 2005, 19:47
FU :p