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Smarty
23. Mai 2005, 00:43
Wenn heute Bundestagswahl wäre, würde das broodwar.de-Forum wen wählen?

Clawg
23. Mai 2005, 00:55
Andere.

Eine Mischung aus extrem-links und extrem-rechts wuerde mir zusagen, bin noch auf der Suche :)

Nicht-waehlen geht leider nicht (ausser man waehlt die Nichtwaehlerpartei und ein echter Platz im Bundestag bleibt frei ;) ), was verstehst du unter 'boykottieren'?

shaoling
23. Mai 2005, 00:58
Welcher Sinn steckt genau hinter deiner Wahl? Also was versprichst du dir davon?

Ich werde mir meine Stimme bis morgen aufheben und noch etwas überlegen.^^

Smarty
23. Mai 2005, 01:10
ganz boykottieren = nicht hingehen. Aber nicht, weil man noch keine 18 ist, sondern weil man nicht wählen will. Eine "bin onch keine 18"-Option hab ich bewusst nicht hinzugefügt, hier soll jeder wählen dürfen.

Benrath
23. Mai 2005, 01:48
das hier ist sowieso irrelevant, ich geh mal davon aus dass die meisten hier abitur user sind, und viele eventuell auch reichere eltern haben werden...

daher wird der anteil für dei kleinen parteien höher sein...
vor allem grün denk ich sogar mal...

Clawg
23. Mai 2005, 01:53
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Welcher Sinn steckt genau hinter deiner Wahl? Also was versprichst du dir davon?

Ich werde mir meine Stimme bis morgen aufheben und noch etwas überlegen.^^

Versprechen tu' ich mir davon garnichts, aber es ist besser als nicht waehlen.

Welche Partei meine Stimme bekommt, weiss ich noch nicht, von den groesseren Parteien gefaellt mir keine. Mit 'extrem-links' bis 'extrem-rechts' meinte ich weniger die politische Ausrichtung als das Parteienspektrum. Das Parteiprogramm von der NPD bietet einige meiner Meinung nach wichtige Schritte, das Gesamtpaket ist aber nicht akzeptabel. Selbiges auf der linken Seite des Spektrums.


Wichtige Punkte fuer mich waeren:

Pro Souveraenitaet Deutschland (bzgl. Europa)
Pro Souveraenitaet Laender (bzgl. Deutschland)
Pro Souveraenitaet Staedte/Landkreise (bzgl. der Laender)
Nach Vorbild USA, dadurch Staerkung der Demokratie da der Einzelne die 'Fruechte' seines politischen Engagements noch zu seiner Lebzeit miterleben kann

Staerkung der Demokratie durch intensive Foerderung von freien Medien nach Vorbild USA (lokale Radio, TV Stationen, Druckereien etc., Unterstuetzung zur Sendung eigener Programme), freie Meinungsaeusserung fuer alle.

Bildung fuer alle, aber radikale Aenderung der Lehrinhalte, v.a. Einfuehren von einem Hauptfach namens 'Demokratie'.

Alles weitere soll sich dann demokratisch selbst entscheiden, die Kosten fuer die Umstrukturierung/Aufbau der Strukturen wird ueber flexiblere Entscheidungen vor Ort wieder hereingeholt.

Gibt recht wenige Parteien die das anbieten ;)

@Smarty: Wenn du nicht hingehst waehlst du 40% SPD, 40% CDU, 20% Rest. :p

Getraenkeautomat
23. Mai 2005, 06:27
Cdu/csu

Weil sie arbeitgeberfreundlicher sind.
Alles andere ist Lötzinn

Sacknase
23. Mai 2005, 11:14
Ich würde irgendwas extremes wählen. Irgendwas, was den Euro abschaffen wird und die grenzen schließt! Am besten noch den geldhahn in richtung osten abdreht.


---
Die Europäische union sehe ich derzeit als das größte krebsgeschwür in unserer Geschichte an. Zumindest sehe ich die entwicklung dahin. Persönliche meinung, auf die hier bitte keiner eingehen soll

Picard
23. Mai 2005, 11:50
würde erstmal dafür plädieren das die npd verboten wird..

trung
23. Mai 2005, 12:14
naja, aber dass wäre wiederum ziemlich undemokratisch und gg die meinungsfreiheit.. :8[:

p.s. bin ausländer und darf net wählen :cry:

Greg
23. Mai 2005, 13:10
CDU, net weil die ein besseres programm oder bessere leute haben, oder ich ihnen mehr zutrauen würde... aber sie haben schon die mehrheit im landtag und wenn sie jetzt noch ne mehrheit im bundestag kriegen, hat deutschland endlich ma wieder ne handlungsfähige regierung...

Jesus0815
23. Mai 2005, 13:13
Original geschrieben von Greg
CDU, net weil die ein besseres programm oder bessere leute haben, oder ich ihnen mehr zutrauen würde... aber sie haben schon die mehrheit im landtag und wenn sie jetzt noch ne mehrheit im bundestag kriegen, hat deutschland endlich ma wieder ne handlungsfähige regierung...

das hatte deutschland unter kohl 16 jahre lang - die folgen sind ja hinlänglich bekannt.

Greg
23. Mai 2005, 13:15
ich weiß, aber besser als 4 weitere jahre politischer stillstand wärs trotzdem

Sacknase
23. Mai 2005, 13:32
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4365834_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html

Na dann viel glück...

Wäre jetzt Bundestagswahl, bin ich davon 100 %tig davon überzeugt das die SPD die absolute mehrheit bekommt... weiss nicht wieso, aber nen tipp isses. Der typische CDU u. CSU wähler ist zu konservativ um eine Frau an die macht zu bringen. Egal welches konzept die CDU zur Bundestagswahl hat.

Franzmann2
23. Mai 2005, 13:40
TE)Kain, Sacknase, verschont mich bitte mit euren neunmalklugen Weisheiten. Danke.

stroggo2
23. Mai 2005, 14:09
Original geschrieben von Greg
CDU, net weil die ein besseres programm oder bessere leute haben, oder ich ihnen mehr zutrauen würde... aber sie haben schon die mehrheit im landtag und wenn sie jetzt noch ne mehrheit im bundestag kriegen, hat deutschland endlich ma wieder ne handlungsfähige regierung...

#2, da gehe ich mit, den nur so kann sich hier wieder was bewegen. nicht mit spd / cdu mehrheitsverhältnissen in BT und BR.

tja nicht leicht sich da zu entscheiden =(

mamamia
23. Mai 2005, 14:39
ich tendiere immer mehr dazu spd zu wählen.

10110
23. Mai 2005, 17:18
Den Schwachköpfen(mit Verstand kann das ja nichts zutun haben), die hier für die Grünen gestimmt haben, würde ich doch mal dringend empfehlen, von der nächsten Brücke zu springen. Das ist doch das beste an der Neuwahl: keine Grünen mehr, die auch nur irgendwo etwas zu sagen haben. Wenn die Wahl für Rot-Grün verloren geht, sind sie total abgemeldet, was besseres kann Deutschland gar nicht passieren. Das würde mich richtig mit Genugtuung erfüllen.

SvenGlueckspilz
23. Mai 2005, 17:24
Original geschrieben von Sacknase
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4365834_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html

Na dann viel glück...

Wäre jetzt Bundestagswahl, bin ich davon 100 %tig davon überzeugt das die SPD die absolute mehrheit bekommt... weiss nicht wieso, aber nen tipp isses. Der typische CDU u. CSU wähler ist zu konservativ um eine Frau an die macht zu bringen. Egal welches konzept die CDU zur Bundestagswahl hat.

Soll das in irgendeiner Art und Weise witzig sein oder ist das ernst gemeint?

Tribe
23. Mai 2005, 17:34
In diesem Thread geht es aber nun einmal nicht darum, was dich mit Genugtuung erfüllt. Dies scheinst du leider noch nicht verstanden zu haben.

shaoling
23. Mai 2005, 18:07
Original geschrieben von [AMB]Claw
Wichtige Punkte fuer mich waeren:

Pro Souveraenitaet Deutschland (bzgl. Europa)
Pro Souveraenitaet Laender (bzgl. Deutschland)
Pro Souveraenitaet Staedte/Landkreise (bzgl. der Laender)
Nach Vorbild USA, dadurch Staerkung der Demokratie da der Einzelne die 'Fruechte' seines politischen Engagements noch zu seiner Lebzeit miterleben kann

Staerkung der Demokratie durch intensive Foerderung von freien Medien nach Vorbild USA (lokale Radio, TV Stationen, Druckereien etc., Unterstuetzung zur Sendung eigener Programme), freie Meinungsaeusserung fuer alle.

Bildung fuer alle, aber radikale Aenderung der Lehrinhalte, v.a. Einfuehren von einem Hauptfach namens 'Demokratie'.

Alles weitere soll sich dann demokratisch selbst entscheiden, die Kosten fuer die Umstrukturierung/Aufbau der Strukturen wird ueber flexiblere Entscheidungen vor Ort wieder hereingeholt.

Gibt recht wenige Parteien die das anbieten ;)Ich hatte nicht erwartet, dass wir hier auf so etwas wie einen gemeinsamen Nenner kommen könnten. Dazu unterscheiden sich unsere Grundannahmen zu sehr. Dennoch muss ich dir dazu ein paar Fragen stellen:
Wie soll diese intensive Förderung von freien Medien aussehen? Wer soll fördern? Wer bestimmt im konkreten Fall, was gefördert wird? Mit welchen Mitteln soll gefördert werden? Wie sehen diese freien Medien aus?
Für eine erhebliche Veränderung der Lehrinhalte bin ich auch, aber wie soll das konkret aussehen? Was soll gelehrt werden und wer soll bestimmen, was gelehrt wird?
Welchem Zweck soll dieses Fach Demokratie dienen? Ich habe da so meine Zweifel, weil es von vornherein eine Bewertung enthält. Dadurch ist schon mal erneut der Weg geebnet für eine Anleitung und Lenkung der Meinung.
Wie soll diese Umstrukturierung überhaupt vonstatten gehen? Inwiefern glaubst du, dass sich politische Probleme mit diesem besser Kurs bewältigen lassen? Wie sieht im Idealfall deine Machtverteilung aus?

Clawg
23. Mai 2005, 18:54
Original geschrieben von sHaO-LiNg

Wie soll diese intensive Förderung von freien Medien aussehen? Wer soll fördern? Wer bestimmt im konkreten Fall, was gefördert wird? Mit welchen Mitteln soll gefördert werden? Wie sehen diese freien Medien aus?


http://www.openchannel.se/cat/accesstv.htm

Das Problem sind die Erstinvestitionen, sprich: der eigentliche Sender, Kameras, Schneidesoftware/Computer etc.
Deshalb staatliche Foerderung.



Für eine erhebliche Veränderung der Lehrinhalte bin ich auch, aber wie soll das konkret aussehen? Was soll gelehrt werden und wer soll bestimmen, was gelehrt wird?

Vor allem wuerde ich das Schulkonzept um 'Heimschulen' ergaenzen (also Unterricht zuhause, wie es in anderen Laendern der Fall ist). Wenn die Kinder entsprechende staatliche Tests schaffen, wieso sollte dem dann ein Riegel vorgeschoben werden.
Im Fach Demokratie sollte alles bezueglich einer Demokratie behandelt was nicht mit der Wahl an sich zu tun hat. Es gibt genug weitere Themen auf dem Gebiet, die man auch mit im Lehrplan bereits bestehenden Faechern/Themen verknuepfen kann. Vor allem in Verbindung mit oben genannten freien Zugang zu Medien sollte hier erlaeutert werden, wie man sich in der Demokratie selbst ein Sprachrohr schafft. Es sollten ausserdem Grundrechte diskutiert werden und wie die Verwaltung funktioniert (um sie z.B. zu ueberpruefen, um staatliche Untersuchungsergebnisse anzufordern etc.). Das muss dann auch die Grundlage sein fuer die erweiterten lokalen Kompetenzen.

Nader (http://www.alciada.net/dload.php?action=file&id=94) (Praesidentschaftskandidat Gruene in den USA, avi, 478mb) hat da einen interessanten zweistuendigen Vortrag ueber Demokratie gehalten, sehr zu empfehlen :)

Natuerlich kann man sich das auch jeweils selbst erkundigen, aber wenn man in der Schule damit in Verbindung gekommen ist, geht die Sache doch wesentlich einfacher - und dazu soll die Schule ja da sein.



Welchem Zweck soll dieses Fach Demokratie dienen? Ich habe da so meine Zweifel, weil es von vornherein eine Bewertung enthält. Dadurch ist schon mal erneut der Weg geebnet für eine Anleitung und Lenkung der Meinung.

Tja, Lehrplan sollte eben auch eher auf lokaler Ebene als auf Bundeslandebene festgesetzt werden. Der Staat kann zwar die Pruefungen vorgeben, aber nicht die Inhalte.



Wie soll diese Umstrukturierung überhaupt vonstatten gehen? Inwiefern glaubst du, dass sich politische Probleme mit diesem besser Kurs bewältigen lassen? Wie sieht im Idealfall deine Machtverteilung aus?

Zuerst die freien Medien zusammen mit Lehrplanaenderung um ueber Medien als Sprachrohr staerker zu informieren. Fernsehen/Radio sind so starke demokratische Mittel, aber befinden sich fast ausschliesslich in den Haenden grosser Konzerne mit eigenen Interessen. Lokale Bemuehungen habe ich bisher hoechstens in Form von Flugblaettern o.ae. gesehen.

Ich glaube allein dadurch ergibt sich z.B. eine staerkere Konzentration auf lokale Kompetenzen, weil sich die Leute lokal dann einfach besser organisieren koennen. Benoetigt werden dazu weder grosse zwangsweise gesellschaftliche Umschwuenge oder Verfassungsaenderungen, nur eben intensive Subvention und Aufbau der Kommunikationsmittel.

Der Idealfall der Machtverteilung sieht so aus, wie es das Volk will. Aber wenn sich das Volk nicht mal mit 'sich selbst' bereden kann, und die Informationen hauptsaechlich von oben nach unten fliessen, wie soll dann eine Demokratie moeglich sein?

shaoling
23. Mai 2005, 19:23
Ich hoffe jetzt einfach mal, dass ich die Gedanken dahinter richtig erkenne, zumindest klingt es für mich relativ nachvollziehbar. Über ein annähernd total föderalistisches System für Deutschland hatte ich mir selbst mal Gedanken gemacht und es als Option im Hinterkopf behalten.
Der Name "Demokratie" für ein Schulfach widerstrebt mir aber immernoch.^^
Der Knackpunkt an der Geschichte ist für mich die abstrakte Form, die dem ganzen innewohnt. Das Volk ist schon mal für sich ein recht schwammiger Begriff und wenn es dann an den Willen und diese Geschichten geht, wird es ganz haarig.
Ich weiß nicht, ob sich dieses Konzept in eine funktionstüchtige Form verpacken lässt.

ViperDK
23. Mai 2005, 20:05
Fest steht, sollte irgendeine demokratische Partei sich die Abschaffung des Bundesrats auf die Fahnen schreiben, waere ihr meine stimme sicher.

Bis dahin bleib ich bei B90/G und traeume von Schwarz/Gruen

Clawg
23. Mai 2005, 20:06
Man koennte es auch 'Selbstbestimmung' nennen.

Fakt ist nun mal, dass nicht einmal die grundlegenden Regelungen gelehrt werden (und schon gar nicht ein 'demokratischer' Gedanke). Zumindest wars bei mir so...
z.B. lernt man irgendwelche Gedichte auswendig, aber nicht die Verfassung!
Nirgends habe ich gelernt, wie ich mich waehlen lassen koennte, wie ich Demonstrationen anmelde, wie ich gegen Gesetze Einspruch erheben kann usw.

Mich beschleicht das Gefuehl, dass nur deshalb viele Menschen 'Demokratie' wollen, weil dadurch die verhaeltnismaessig kleine Zahl an Leuten die sich in positiver Weise fuer z.B. die Rechte einsetzt verstummen, aber nicht deshalb, weil die Masse selbst mitbestimmen will.

Das ist der Grund weshalb man die 'Demokratie' wieder direkt vor die Haustuer bringen muss, die Schwelle bei der sich die Leute dafuer einsetzen wird kleiner.
Natuerlich geht das ganze, zumindest auf den ersten Blick, auf Kosten der Effizienz, eine zentralisierte Gesetzgebung, eine zentralisierte Armee etc. sind in bestimmten Bereichen einfach effektiver als ein lose zusammenhaengender Staatenbund mit unterschiedlichen Gesetzen. Andererseits werden Entscheidungen schneller umgesetzt und passen auch besser in die jeweilige Region, Korruption wird reduziert und die Ausgaben koennen optimiert werden. Man denke sich nur mal wie lange es von einem tatsaechlichen Problem in einer Region bis in die hohe Politik nach Berlin und dann wieder zurueck in die Region dauert, das sind einige Jahre.

Die einzige Erklaerung die ich mir dafuer geben kann, ist, dass 'die Politik' es einfach nicht will, dass es aufgeklaerte Buerger gibt, dass 'die Wirtschaft' mit einheitlichen Maerkten bessere Absaetze hat und dass durch Gefahren von aussen wie auch innen (z.B. Mafia) eine Tendenz zur Zentralisierung herrscht.

skyhooked
23. Mai 2005, 20:19
Original geschrieben von 10110
Den Schwachköpfen(mit Verstand kann das ja nichts zutun haben), die hier für die Grünen gestimmt haben, würde ich doch mal dringend empfehlen, von der nächsten Brücke zu springen. Das ist doch das beste an der Neuwahl: keine Grünen mehr, die auch nur irgendwo etwas zu sagen haben. Wenn die Wahl für Rot-Grün verloren geht, sind sie total abgemeldet, was besseres kann Deutschland gar nicht passieren. Das würde mich richtig mit Genugtuung erfüllen.

#2

Ich kann mich ja wirklich mit vielem abfinden aber niemals mit diesen weltfremden alternativfotzies von den grünen.

shaoling
23. Mai 2005, 21:12
Original geschrieben von [AMB]Claw
Man koennte es auch 'Selbstbestimmung' nennen.

Fakt ist nun mal, dass nicht einmal die grundlegenden Regelungen gelehrt werden (und schon gar nicht ein 'demokratischer' Gedanke). Zumindest wars bei mir so...
z.B. lernt man irgendwelche Gedichte auswendig, aber nicht die Verfassung!
Nirgends habe ich gelernt, wie ich mich waehlen lassen koennte, wie ich Demonstrationen anmelde, wie ich gegen Gesetze Einspruch erheben kann usw.Das findet beinahe meine uneingeschränkte Zustimmung. Politikwissenschaft ist z.B. jetzt in Berlin wieder Pflichtfach, aber die Inhalte lassen wie in allen anderen Fächern (und daran krankt unser Bildungssystem wirklich) mehr als zu wünschen übrig.
Allerdings sollte man auch auch nicht zu sehr vermischen: Der Deutschunterricht verfolgt andere Ziele als der PW-Unterricht und dieser wiederum andere als der Geschichtsunterricht.
Dass jedoch niemand sein Abitur erhalten sollte, ohne erwiesenermaßen über eine gute politische Bildung zu verfügen, würde ich sofort unterschreiben. Und dass Lehrer an Hochschulen sowieso über eine ausgezeichnete verfügen sollten, steht ohnehin außer Frage, obschon die Wirklichkeit leider anders aussieht.
Einzig was diesen "demokratischen Gedanken" angeht, wäre ich etwas vorsichtig. Ich kann es nicht leiden, wenn schon in der Schule mit Dogmatismen um sich geworfen wird, eh die Kinder überhaupt die wesentlichen Hintergründe durchblicken. Ein wertfreier Unterricht ist natürlich weder durchführbar noch erstrebenswert, aber ein gesundes Maß an Neutralität sollte schon gewahrt werden.
Original geschrieben von [AMB]Claw
[...]Alles hat seine Vor- und Nachteile. Ich bin ungerne mit Patentrezepten bei der Hand und halte es lieber mit der Möglichkeitsform. Es ist wohl richtig, sich darüber Gedanken zu machen, welche grundlegenden Veränderungen man am aktuellen politischen System vornehmen könnte, aber für viel wichtiger erachte ich das ständige Bedürfnis danach, ohne Unterlass alles, was möglich ist, aus den vorhandenen Gegebenheiten herauszuholen. Selbst das durchdachteste und bestgemeinte System ist keinen Pifferling wert, wenn die Ausführung mangelhaft bleibt.
Dass ein gutes System sich auch dadurch auszeichnet, dass es unter einer großen Zahl wahrscheinlicher Umstände möglichst gut funktioniert, versteht sich von selbst.

ddv
23. Mai 2005, 21:14
Original geschrieben von ViperDK
Bis dahin bleib ich bei B90/G und traeume von Schwarz/Gruen

Ja ne is klar! Und wie soll die Politik dann Aussehen? Atomenergie aus Windkraftwerken oder wie darf ich mir das Vorstellen?

striptease
23. Mai 2005, 23:02
gogo spd! ;):top2:

Smarty
23. Mai 2005, 23:12
Original geschrieben von ViperDK
Fest steht, sollte irgendeine demokratische Partei sich die Abschaffung des Bundesrats auf die Fahnen schreiben, waere ihr meine stimme sicher.

Bis dahin bleib ich bei B90/G und traeume von Schwarz/Gruen
Fest steht, dass ich alles in meiner Macht stehende tun würde um einen Einfluss dieser Partei zu verhindern. Das wäre ein riesiger Schritt weg von der Demokratie, der Macht des Volkes.

SvenGlueckspilz
23. Mai 2005, 23:22
Ich kann die Leute, die immer noch SPD oder Grüne wählen, einfach nicht verstehen. Ganz offensichtlich hats Rot-Grün nicht gebracht. Ja, als sie angefangen haben, gab es schon riesige Schulden usw... Aber es ist ja in keinster Weise bergauf gegangen. Ich finde jetzt könnte man mal wieder die CDU versuchen lassen. Kann ja nur schiefgehen. Aber nochmal 4 Jahre Rot-Grün währen wirklich eine Katastrophe. Die bewegen einfach nichts.

0Smacks0
23. Mai 2005, 23:39
@ Claw

Was ist an einer klaren Kompetenzverteilung zwischen Länder, Kommunen und Bund so neu? Es spricht ja kaum was gegen mehr Dezentralisierung wie z.B. in den USA. Das wird ja überall eigentlich gefordert. Gegen mehr basisdemokratische Dinge hätte ich aber etwas einzuwenden...

Für dein Fach "Demokratie" sollte ja eigentlich das Fach Gemeinschaftskunde stehen, das scheint halt nicht so ausgereift zu sein... Für Wirtschaftskunde wäre ich auch schon früher in der Schule.

Clawg
24. Mai 2005, 00:14
Original geschrieben von @Smacks@
@ Claw

Was ist an einer klaren Kompetenzverteilung zwischen Länder, Kommunen und Bund so neu? Es spricht ja kaum was gegen mehr Dezentralisierung wie z.B. in den USA. Das wird ja überall eigentlich gefordert.


NIchts ist neu, aber das Gegenteil wird gemacht, schau dir die EU an.
Ein System wie in den USA wuerde ich begruessen (mal abgesehen von den Befugnissen von 'Heimatschutz', 'Verfassungsschutz' und Geheimdienst)



Für dein Fach "Demokratie" sollte ja eigentlich das Fach Gemeinschaftskunde stehen, das scheint halt nicht so ausgereift zu sein... Für Wirtschaftskunde wäre ich auch schon früher in der Schule.
Mmh... das ist wohl von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, wahrscheinlich haben wir deshalb in Bayern ein Ein-Parteiensystem :D
In meinem hypothetischen Staat, als hypothetischer Vater wuerde ich in den hypothetischen Stadtrat gehen, eine Versammlung bezueglich Umstrukturierung des Lehrplans an den Schulen vor Ort einberufen, der dann ueber die lokalen Radio und Fernsehkanaele, ueber Internetmailvertailer und Anschlaege kund gemacht wird, dort jeder 30 Sekunden (an anderen weitergebbare) Redezeit erhaelt, dann abgestimmt und eine bezahlte Komission gewaehlt wird die einen Plan ausarbeitet.

DAS stelle ich mir unter Demokratie vor. So aehnlich laeuft es in den USA ab, und nur durch ein solches System war es moeglich, dass z.B. 400 Staedte den 'Patriot Act' lokal abgewaehlt haben.
In Deutschland leider ein Ding der Unmoeglichkeit, sowohl von der Kompetenzverteilung als auch von den demokratischen Strukturen.



Gegen mehr basisdemokratische Dinge hätte ich aber etwas einzuwenden...

Mit demokratischen Mittel meine ich nicht unbedingt Vetorechte/Volksentscheide (die letztendlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss sind) etc. sondern Meinungsaeusserung. Das ist die Basis, solange alle moeglichst effizient und uneingeschraenkt miteinander kommunizieren koennen, hat eine Demokratie nichts zu befuerchten.
Aber letztlich muss die Zahl der Menschen reduziert werden auf die sich Entscheidungen auswirken. Zum einen wie schon angesprochen um die politische Motivation zu staerken, zum anderen um Entscheidungen flexibler zu machen. Zusaetzlich gibt es dadurch Konkurrenz zwischen den Systemen.

Praktisch alle Punkte in den einzelnen Parteiprogrammen existieren schon, die Frage ist nur was man betont. Ich sehe keine der 2-4 Parteien die aktiv in die Richtung etwas tut. Um aus der aktuellen Lage zu kommen sehe ich nur den Weg ueber Staerkung der demokratischen Mittel des Einzelnen.

Sehen wir es doch realistisch, der Medienmarkt IST kontrolliert. Zwar gibt es einige erfreuliche Gegenbeispiele (v.a. das Internet, weil dort das aufzuwendende Anfangskapital minimal und das zu erreichende Publikum maximal ist), jedoch ist und bleibt der Hauptmarkt Fernsehen/Radio/Zeitung, und der ist in der Hand von grossen Firmen.

SuicideSquad
24. Mai 2005, 00:31
Original geschrieben von @Smacks@

Für dein Fach "Demokratie" sollte ja eigentlich das Fach Gemeinschaftskunde stehen, das scheint halt nicht so ausgereift zu sein... Für Wirtschaftskunde wäre ich auch schon früher in der Schule. es gibt bei euch fächer namens gemeinschaftskunde und wirtschaftskunde? klingt interessant

ViperDK
24. Mai 2005, 00:57
Original geschrieben von Smarty

Fest steht, dass ich alles in meiner Macht stehende tun würde um einen Einfluss dieser Partei zu verhindern. Das wäre ein riesiger Schritt weg von der Demokratie, der Macht des Volkes.

Ich sehe nicht, wo der Bundesrat zur Demokratie beitraegt. Der Bundestag ist demokratisch gewaehlt und damit die legitime Vertretung des Volkes. Eine harte Trennung von Landes und Bundespolitik wuerde die Regierung - egal ob gerade rot oder schwarz - wieder handlungsfaehiger machen. Als Kontrollinstanz ist der Bundesrat ohnehin nicht zu gebrauchen. In der Hand der Regierung kontrolliert sich die Regierungspartei selbst - sinnlos - und in der Hand der Opposition wird blockiert was geht - ebenso sinnlos. Es ist ja nicht von der Hand zu weisen und auch logisch stimmig, dass die Opposition stets davon profitiert, wenn es mit Deutschland bergab geht und ihr machtpolitisch(und darum gehts realistischerweise vor allem) absolut nichts daran liegt, dass die Regierungspolitik erfolgreich ist.

Und zu der Sache mit den Gruenen oben von jemand anderem:
Ich bin nicht der ansicht, dass was schlecht fuer die Umwelt ist, automatisch Arbeitsplaetze schafft wie es sich hier einige immer wieder einreden.
Ich halte mich fuer wirtschaftsliberal, progressiv, erachte die umwelt fuer wichtig und lege starken wert auf buergerrechte. Da passen die Gruenen noch am besten hin. Die naechste alternative waere eigentlich dem namen nach die FDP aber die sind imho weniger liberal als vielmehr das maximum an opportunismus und zu rueckgradlos(mal von ausnahmeerscheinungen wie leutheusser-schnarrenberger abgesehn).
Mit der SPD kann ich so wenig anfangen wie mit den Gewerkschaften die dort ja durchaus noch einigen Einfluss haben und die CDU... mit der koennnte ich zwar wirtschaftspolitisch besser leben als mit der SPD, aber ihre frontthemen wie den abbruch des atomausstiegs, den ich fuer ne farce der kategorie "was schlecht fuer die umwelt ist verkauft sich als gut fuer die wirtschaft" halte kann ich schon wieder garnicht ab. Mal ganz zu schweigen davon, dass CDU & FDP nen scheiss auf Buergerrechte geben und ich es den Gruenen schon ankreide, in der hinsicht zu viel mitzumachen.

Aule2
24. Mai 2005, 03:01
Ich bin durchaus der Meinung, dass ein Bundesrat seine Berechtigung hat.
Insb. ist er ein wohl gewaltiger Schutz vor vielerlei Verfassungsfeindlichen Tendenzen.
Insgesammt ist unser System sehr stabil, was eine stärke gegen Bedrohungen ist, aber leider leider tendiert unser System dazu, in Stagnation zu verfallen, was mE das schlimmste in den letzten Jahren ist.

Nur leider kann ich eine möchtige Konservative Regierung aus einigen Gründen (Bildung, Soziales vs Wirtschaft) nicht wohlheißen, und daher muss ich genau überlegen, wie es schaffbar ist, den Einfluß der CDU zu minimieren und den der FDP auszuschalten...

Ach ja: Aus menschlichen Gesichtspunkten hätte die CDU/FDP wohl einiges in der letzten Zeit anders gemacht, nämlich schlechter!

pericolum
24. Mai 2005, 08:53
@claw

du weißt hoffentlich warum es in deutschland nicht so ein system gibt, welches du favorisierst.

die deutsche verfassung wurde unter dem aspekt erworfen, dass die demokratie vor der willkür der bürger geschützt sein sollte.

deshalb kannst du in deutschland nicht unabhängig irgendwas mal eben schnell einberufen und den lehrplan ändern. z.b.

außerdem gibt es auch in den usa einen vom bundestaat verordneten lehrplan den eine stadt nicht eben mal schnell umändern kann.

ich bin fest davon überzeugt, wenn jeder in deutschland sein eigenes süppschen kochen könnte, dann hätten wir schnell verhältnisse wie vor 70 jahren. und darauf kann ich gut verzichten. es tut mir ja leid, aber ich halte den allgemeinen deutschen für dumm und leicht manipulierbar. deshalb ist es in meinen augen absoluter schwachsinn was du da vorschlägst

Greg
24. Mai 2005, 13:33
Original geschrieben von Mithrandir
Ich kann die Leute, die immer noch SPD oder Grüne wählen, einfach nicht verstehen. Ganz offensichtlich hats Rot-Grün nicht gebracht. Ja, als sie angefangen haben, gab es schon riesige Schulden usw... Aber es ist ja in keinster Weise bergauf gegangen. Ich finde jetzt könnte man mal wieder die CDU versuchen lassen. Kann ja nur schiefgehen. Aber nochmal 4 Jahre Rot-Grün währen wirklich eine Katastrophe. Die bewegen einfach nichts.

doch, verstehen kann ich die leute ganz gut, weil Schröder wenigstens überhaupt irgendwas macht, die CDU aber wirklich garnix ausser kritisieren und blockieren... der letzte wirklich interessante vorschlag aus den CDU Reihen war die Steuerreform von März und der ist mittlerweile nichtmal mehr dabei.

Tatsache ist dass für die verwässerung der ganzen Reform nur die CDU verantwortlich ist, da auf einer seite Merkel noch tiefere einschnitte ins sozialnetz fordert und in der Bild schreibt "Rot Grün schafft es nicht die nötigen reformen zu machen", sobald es aber dann an genau diese geht stellt sie sich im Bundesrat quer und holt erneut die Bildzeitung damit sie schreibt "Rot Grün kürzt euch dies und das und wir die CDU setzen uns für euch ein"

und leider scheint auch der großteil der bevölkerung zu dumm bzw naiv zu sein um das zu verstehen... aber hey, immerhin ist das die erste langfristige strategie der CDU die überhaupt aufgegangen ist, vieleicht haben sie ja auch welche für Deutschland statt für die eigene Partei, und sind grad nur zu faul diese zu veröffentlichen...

mamamia
24. Mai 2005, 13:58
gibt es eigendlich ne möglichkeit spd zu wählen ohne indirekt die schwulen müslifresser mit in die regierung zu wählen?

shaoling
24. Mai 2005, 21:45
Original geschrieben von [AMB]Claw
In meinem hypothetischen Staat, als hypothetischer Vater wuerde ich in den hypothetischen Stadtrat gehen, eine Versammlung bezueglich Umstrukturierung des Lehrplans an den Schulen vor Ort einberufen, der dann ueber die lokalen Radio und Fernsehkanaele, ueber Internetmailvertailer und Anschlaege kund gemacht wird, dort jeder 30 Sekunden (an anderen weitergebbare) Redezeit erhaelt, dann abgestimmt und eine bezahlte Komission gewaehlt wird die einen Plan ausarbeitet.Damit kann ich mich nicht anfreunden.
Was für tolle Bildungspläne Komissionen so zustande bringen, erlebe ich gerade seit diesem Jahr wieder neu. Da kann man als vernunftbegabter Mensch nur den Kopf schütteln.
Die Idee an sich gefällt mir schon nicht. Da kannst du auch gleich den Elternvertretungen die Bestimmung über die Lehrpläne zuteilen. Ich bezweifle, dass die Mehrheit der Menschen in der Lage ist, so gute Entscheidungen zu treffen. Woher willst du wissen, dass das, was deine Gemeinde sich da zusammenreimt, eine gute Sache ist? Denk doch nur mal über die sozialen und kulturellen Gegebenheiten in so einer kleinen Gruppe von Menschen nach, die Einfluss auf die Entscheidungen hätten. Was ist mit Ballungszentren bestimmter kultureller, ethnischer, religiöser oder sozialer Gruppierungen? Darf man so elementare Gebiete wie die Bildung einer solchen Willkür überlassen?
Original geschrieben von [AMB]Claw
DAS stelle ich mir unter Demokratie vor. So aehnlich laeuft es in den USA ab, und nur durch ein solches System war es moeglich, dass z.B. 400 Staedte den 'Patriot Act' lokal abgewaehlt haben.
In Deutschland leider ein Ding der Unmoeglichkeit, sowohl von der Kompetenzverteilung als auch von den demokratischen Strukturen.400 Städte von 10.000 oder 100.000 haben also vernünftig gehandelt?
Original geschrieben von [AMB]Claw
Mit demokratischen Mittel meine ich nicht unbedingt Vetorechte/Volksentscheide (die letztendlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss sind) etc. sondern Meinungsaeusserung. Das ist die Basis, solange alle moeglichst effizient und uneingeschraenkt miteinander kommunizieren koennen, hat eine Demokratie nichts zu befuerchten.In dem Punkt der Kommunikation stimme ich dir durchaus zu. Jedoch neigst du mir ein bisschen dazu, den Weg über das Ergebnis zu stellen, die Mittel über den Zweck. Dem mag ich mich so pauschal nicht anschließen. Woher willst du so genau wissen, wozu das führt, was du hier vorschlägst? Wir haben keinerlei praktische Vergewisserung darüber. Es ist bisweilen eine blanke Theorie, die sich genauso wie jede andere Theorie als falsch erweisen könnte.
Original geschrieben von [AMB]Claw
Aber letztlich muss die Zahl der Menschen reduziert werden auf die sich Entscheidungen auswirken. Zum einen wie schon angesprochen um die politische Motivation zu staerken, zum anderen um Entscheidungen flexibler zu machen. Zusaetzlich gibt es dadurch Konkurrenz zwischen den Systemen.Nicht jede politische Motivation wirkt sich positiv aus. Natürlich baust du auf die funktionstüchtigere Möglichkeit der Korrektur, aber ob sich alle Menschen als so gute Schüler ihrer selbst erweisen werden...
Grundsätzlich stimme ich jedoch mit diesem Ansatz überein, solange man die Medaille nicht einseitig betrachtet.
Original geschrieben von [AMB]Claw
Sehen wir es doch realistisch, der Medienmarkt IST kontrolliert. Zwar gibt es einige erfreuliche Gegenbeispiele (v.a. das Internet, weil dort das aufzuwendende Anfangskapital minimal und das zu erreichende Publikum maximal ist), jedoch ist und bleibt der Hauptmarkt Fernsehen/Radio/Zeitung, und der ist in der Hand von grossen Firmen. Darüber haben wir schon einmal gesprochen, doch haben wir die Sache nie richtig ausdiskutiert. Ich bin nach wie vor nicht davon überzeugt, dass diese großen Konzerne, diese wenigen Gebieter über die Medien ihre Macht wirklich so ehrgeizig für all das einsetzen, was du ihnen unterstellen willst. Da liegt mir noch zuviel offen, als dass ich mich zu einem einseitigen Urteil hingerissen fühlte.
Original geschrieben von pericolum
@claw

du weißt hoffentlich warum es in deutschland nicht so ein system gibt, welches du favorisierst.

die deutsche verfassung wurde unter dem aspekt erworfen, dass die demokratie vor der willkür der bürger geschützt sein sollte.

deshalb kannst du in deutschland nicht unabhängig irgendwas mal eben schnell einberufen und den lehrplan ändern. z.b.Ja, dem deutschen Volk wird also eine Herrschaft aufgezwungen, die es nicht antasten darf, und die dann auch noch von sich behauptet, durch das Volk legitimiert zu sein.
Das ist nach meiner Auffassung eine zutiefst unwürdige Grundlage für einen Staat.
Original geschrieben von pericolum
ich bin fest davon überzeugt, wenn jeder in deutschland sein eigenes süppschen kochen könnte, dann hätten wir schnell verhältnisse wie vor 70 jahren. und darauf kann ich gut verzichten. es tut mir ja leid, aber ich halte den allgemeinen deutschen für dumm und leicht manipulierbar.Womit ihn genau was vom allgemeinen Menschen dieser Welt unterscheidet?
Du wirfst hier ohne Sinn und Verstand eine gedroschene Phrase hin.
Was bedeutet denn für dich, dass jeder in Deutschland sein eigenes Süppchen kocht? Wie sollten auf diese Weise schnell Verhältnisse wie vor 70 Jahren zustande kommen? Wer sagt dir so genau, dass du nicht dumm und leicht manipulierbar bist? Wer, wenn nicht der Deutsche, soll denn deiner Ansicht nach entscheiden, was für den Deutschen am besten ist?

Jesus0815
25. Mai 2005, 11:23
Original geschrieben von Franzmann
TE)Kain, Sacknase, verschont mich bitte mit euren neunmalklugen Weisheiten. Danke.

lol, stfu du idiot!

sacknase hat recht; kein erzkonservativer wählt eine frau. was meinst du warum die konservativ genannt werden? ganz sicher nicht weil sie frauen gleiche rechte zu sprechen.

nur mal ganz nebenbei: das c im parteinamen steht für christlich. damit sind die christlichen werte gemeint (ich erklärs dir lieber extra detailiert...). und bis heute hat der vatikan die menschrechte nicht anerkannt, da sie die gleichstellung zwischen mann und frau vorsehen.
wers nicht glaubt, sei gebeten nachforschungen anzustellen und nicht dumm zu sterben.

arbeiten und werbung machen darf eine frau innerhalb der partei. sie darf auch hohe ämter bekleiden. aber kein konservativer wird die merkel wählen - zumindest nicht genug. so einfach ist das. so gut ist das!

melaw
25. Mai 2005, 11:41
apropos ungültig oder ganz boykottieren...

eine partei die dort ansetzen würde könnte (laut dem poll)
die 5% hürde packen :ugly:

ddv
25. Mai 2005, 12:20
Original geschrieben von meLAW
apropos ungültig oder ganz boykottieren...

eine partei die dort ansetzen würde könnte (laut dem poll)
die 5% hürde packen :ugly:

omg nicht nur laut dem poll. Wenn die Wahlbeteiligung bei zb 68% liegt, bedeutet das, dass 32% "boykottieren/ungültig" wählen würden, was wohl deutlich stärker wäre als gerade die 5% hürde gepackt... Denkst du eigentlich ab und zu mal nach?

shaoling
25. Mai 2005, 12:23
Wenn die Wahlbeteiligung bei 68% liegt, dann bedeutet das, dass 32% überhaupt nicht zur Wahl gehen. Das ist etwas anderes, als zur Wahl zu gehen und seine Stimme ungültig zu machen.
Denkst du eigentlich ab und zu mal nach?

melaw
25. Mai 2005, 12:37
omg das war doch nurn witz...

wie könnte man eine "nichtwählerpartei" auch wählen?

ddv
25. Mai 2005, 12:47
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Wenn die Wahlbeteiligung bei 68% liegt, dann bedeutet das, dass 32% überhaupt nicht zur Wahl gehen. Das ist etwas anderes, als zur Wahl zu gehen und seine Stimme ungültig zu machen.
Denkst du eigentlich ab und zu mal nach?

Geh doch bitte mal an das Bücherregal deiner Eltern. Dort holst du dir ein Nachschlagewerk deiner Wahl heraus und schlägst das Wort "Boykottieren" nach.

GG no re.

Smarty
25. Mai 2005, 13:00
Um mal zum Topic zu kommen: Ich finde das Ergebnis hier ziemlich interessant: FDP und Grüne kaum weniger als SPD und CDU. Nazis würden in den Bundestag kommen. Rot-grün hätte eine genauso knappe Mehrheit wie jetzt.

Grumel
25. Mai 2005, 13:03
Grade für eine konservative Partei könnte es (taktisch) Sogar klug sein eine Frau wie Merkel aufzustellen die dem konservativem Familienideal nicht entspricht.

Denn die Konservativen wählen eh CDU/CSU, glaube kaum das die dann garnicht oder rechtsradikal wählen.

aMrio
25. Mai 2005, 13:24
Original geschrieben von TE)Kain

nur mal ganz nebenbei: das c im parteinamen steht für christlich. damit sind die christlichen werte gemeint (ich erklärs dir lieber extra detailiert...). und bis heute hat der vatikan die menschrechte nicht anerkannt, da sie die gleichstellung zwischen mann und frau vorsehen.
wers nicht glaubt, sei gebeten nachforschungen anzustellen und nicht dumm zu sterben.
!

würde es der cdu wirklich um werte des vatikans gehen wäre sie nicht so arg pro irakkrieg gewesen. die cdu ist einfach nur erzkonservativ, und zwar _schlimmer_ als der vatikan es ist.
klüngelei -> kapital > konservative werte > menschlichkeit. das ist die cdu in meinen augen.

shaoling
25. Mai 2005, 13:53
Original geschrieben von KöniG_RaVeN_I.
Geh doch bitte mal an das Bücherregal deiner Eltern. Dort holst du dir ein Nachschlagewerk deiner Wahl heraus und schlägst das Wort "Boykottieren" nach.

GG no re. Dort steht ungültig oder boykottieren, und mal gesetzt den Fall, dass meLAWs Vorschlag auch nur einen Funken Ernstes besessen hätte, müssten die Wähler einer solchen imaginären Partei wohl dennoch zur Wahl gehen, um ihre Stimme für diese Partei abzugeben, womit die 32%, die nicht zur Wahl gingen, wohl nicht unmittelbar in Betracht kämen, sondern eher die paar Prozent, die zur Wahl gingen und ihren Simmzettel ungültig machten.
Von oben herab sollte man nur mit jemandem sprechen, dem man auch gewachsen ist, sonst macht man sich lächerlich.
Original geschrieben von Grumel
Grade für eine konservative Partei könnte es (taktisch) Sogar klug sein eine Frau wie Merkel aufzustellen die dem konservativem Familienideal nicht entspricht.

Denn die Konservativen wählen eh CDU/CSU, glaube kaum das die dann garnicht oder rechtsradikal wählen. Klingt wesentlich logischer in meinen Ohren...

ddv
25. Mai 2005, 14:39
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Dort steht ungültig oder boykottieren, und mal gesetzt den Fall, dass meLAWs Vorschlag auch nur einen Funken Ernstes besessen hätte, müssten die Wähler einer solchen imaginären Partei wohl dennoch zur Wahl gehen, um ihre Stimme für diese Partei abzugeben, womit die 32%, die nicht zur Wahl gingen, wohl nicht unmittelbar in Betracht kämen, sondern eher die paar Prozent, die zur Wahl gingen und ihren Simmzettel ungültig machten.
Von oben herab sollte man nur mit jemandem sprechen, dem man auch gewachsen ist, sonst macht man sich lächerlich.Klingt wesentlich logischer in meinen Ohren...

Pass mal auf du Pimpf, bevor du noch keine Haare am Sack hast solltest du aufpassen, wie du redest. Dort oben war KEINE WAHL, sondern eine Abfrage, in der es den Punkt "Boykottieren" zur Auswahl gab. Dieser Punkt sollte für alle diejenigen sein, die den Thread zwar lesen, aber NICHT WÄHLEN gehen würden. Somit bezieht sich meLaws Aussage schon mal auf einen Teil, der NICHT REAL NACHVOLLZIEHBAR ist. Das weiß er auch, denn er hat mit seinem ugly Smilie deutlich erkennbar ein Signal dafür gegeben, dass er es als Scherz meinte.

Er ging in seinem Scherz jedoch von dem POTENZIAL dieser Leute aus, welche in diesem Forum mehr als 5%, in meinem Beispiel 32% ausmachen. Ein POTENZIAL ist keine reale Masse, sondern ein THEORETHISCHES Konstrukt.

Infolgedessen kann man auch nur in der THEORIE weiter mit diesem Konstrukt arbeiten. Das Potenzial beinhaltet in meinem Beispiel 32%, wie eine Partei dieses Potenzial für sich gewinnen will steht in den Sternen und ist NICHT realisierbar, aber darum geht es hier überhaupt gar nicht.

Es geht hier lediglich um das THEORETISCHE POTENTIAL, da kannst du dich quer stellen, dich auf den Kopf stellen und nach Mama rufen, es wird dir alles nichts nützen!

shaoling
25. Mai 2005, 15:19
Worauf ich aufpasse, obliegt wohl meiner Entscheidung, aber keine Sorge: Wenn du dir auf deine Sackhaare soviel einbilden magst, dann habe ich nichts dagegen.

Ich werde jetzt ein letztes Mal versuchen, dir den Fehler in deiner Argumentation vor Augen zu führen, wenn du es dann nicht verstehst, soll es mir auch recht sein.
Was wäre denn an meLAWs Aussage ironisch zu verstehen, wenn er einfach nur kundtun wollte, dass das Stimmpotential der Nichtwähler enorm ist? Das ist eine Tatsache, die aber überhaupt nichts mit dem Thread hier zu tun hat.
Wenn er aber sagt, dass eine Partei dort ansetzen solle, wo hier im Forum für "ungültig oder ganz boykottieren" gestimmt wurde, dann ist das wohl lediglich als scherzhafte Anspielung, und nicht als direkter, ernstgemeinter Aufruf zu verstehen, mehr Nichtwähler an die Urne zu locken. Er hat es ja selber gesagt: Eine Nichtwählerpartei könnte schlecht gewählt werden, weil die Nichtwähler gar nicht zur Wahl gehen. Eine "Ungültige Partei" könnte aber gewählt werden, weil die Menschen, die ihre Stimme ungültig machen, dennoch an der Wahl teilnehmen.
Einig sein dürften wir uns zumindest darüber, dass es ein recht sinnloser und auch nicht allzu gescheiter Beitrag war...

Franzmann2
25. Mai 2005, 15:54
Original geschrieben von TE)Kain


lol, stfu du idiot!

sacknase hat recht; kein erzkonservativer wählt eine frau. was meinst du warum die konservativ genannt werden? ganz sicher nicht weil sie frauen gleiche rechte zu sprechen.

nur mal ganz nebenbei: das c im parteinamen steht für christlich. damit sind die christlichen werte gemeint (ich erklärs dir lieber extra detailiert...). und bis heute hat der vatikan die menschrechte nicht anerkannt, da sie die gleichstellung zwischen mann und frau vorsehen.
wers nicht glaubt, sei gebeten nachforschungen anzustellen und nicht dumm zu sterben.

arbeiten und werbung machen darf eine frau innerhalb der partei. sie darf auch hohe ämter bekleiden. aber kein konservativer wird die merkel wählen - zumindest nicht genug. so einfach ist das. so gut ist das!

hehe. wenn du eine nachvollziehbare position beziehen würdest, würde ich dir wohl fundiert antworten. so bleibt nur ein "halt die fresse".
GG

synterius
25. Mai 2005, 16:03
Mein Kreuzchen gehört den Grünen.

SvenGlueckspilz
25. Mai 2005, 16:19
Original geschrieben von Greg


doch, verstehen kann ich die leute ganz gut, weil Schröder wenigstens überhaupt irgendwas macht, die CDU aber wirklich garnix ausser kritisieren und blockieren... der letzte wirklich interessante vorschlag aus den CDU Reihen war die Steuerreform von März und der ist mittlerweile nichtmal mehr dabei.

Tatsache ist dass für die verwässerung der ganzen Reform nur die CDU verantwortlich ist, da auf einer seite Merkel noch tiefere einschnitte ins sozialnetz fordert und in der Bild schreibt "Rot Grün schafft es nicht die nötigen reformen zu machen", sobald es aber dann an genau diese geht stellt sie sich im Bundesrat quer und holt erneut die Bildzeitung damit sie schreibt "Rot Grün kürzt euch dies und das und wir die CDU setzen uns für euch ein"

und leider scheint auch der großteil der bevölkerung zu dumm bzw naiv zu sein um das zu verstehen... aber hey, immerhin ist das die erste langfristige strategie der CDU die überhaupt aufgegangen ist, vieleicht haben sie ja auch welche für Deutschland statt für die eigene Partei, und sind grad nur zu faul diese zu veröffentlichen...

Wenn es so wäre, selbst dann würde ich es kaum verstehen. Denn es ist trotzdem klar, dass es so weitergehen wird, wenn Schröder am drücker bleibt. Die Landtagswahlen werden dann immer von der CDU gewonnen, weil die Leute die Schnauze voll haben und die SPD kann nichts machen.

Mal abgesehen davon: Wenn man etwas glaubt und aber eigentlich wissen müsste, dass das zumindest umstritten ist und nicht jeder zustimmen würde, dann fängt man nicht an mit "Tatsache ist" oder "Fakt ist". Das ist eines der Dinge, die mich an diesem Forum am meisten nerven.

Clawg
25. Mai 2005, 16:22
Original geschrieben von meLAW
omg das war doch nurn witz...

wie könnte man eine "nichtwählerpartei" auch wählen?

Naja, Nichtwaehlerpartei kann man schon waehlen, die Stimme verfaellt dann aber nicht, sondern der Sitz im Bundestag bleibt leer :p
Wenn du dagegen ueberhaupt nicht waehlst, zaehlen die anderen Stimmen einfach mehr.

Benrath
25. Mai 2005, 16:27
wei lachhaft grün und fdp naha an den 20 % wie ichs gesagt habe... wir sind halt ne elite hier o_O

0Smacks0
25. Mai 2005, 16:34
Weniger radikale Wähler als sonst. Das verstehe ich als mehr Vertrauen in die Parteien... Es ist noch gar nicht so lange her, da hatten wir für Außenseiterparteien enorme Werte...

shaoling
25. Mai 2005, 16:36
Original geschrieben von [AMB]Claw
Naja, Nichtwaehlerpartei kann man schon waehlen, die Stimme verfaellt dann aber nicht, sondern der Sitz im Bundestag bleibt leer :p
Wenn du dagegen ueberhaupt nicht waehlst, zaehlen die anderen Stimmen einfach mehr. Oder die Nichtwählerpartei zieht in den Bundestag ein. :p
Original geschrieben von @Smacks@
Weniger radikale Wähler als sonst. Das verstehe ich als mehr Vertrauen in die Parteien... Es ist noch gar nicht so lange her, da hatten wir für Außenseiterparteien enorme Werte... Da wäre ich nicht so voreilig. Eine kleine Partei zu wählen, ist immerhin die einzige Möglichkeit des wirksamen Protests gegen die etablierten Parteien, wie Claw schon festgestellt hat.
Ich führe den geringeren Stimmanteil kleiner Parteien auf eine stärkere Polarisierung zurück.

WandMannWand
25. Mai 2005, 16:58
Mei wofür soll man sich da entscheiden. Wirklich prickelndes haben beide nicht zu bieten wo man sagen kann, ja das isses.
Sollte es zu Neuwahlen kommen gehts eh mit dem Turnus weiter: CDU/CSU: Unser Programm is gut. SPD: Ach so ein Käse unseres is viel besser. und andersrum.
Zu Merkel muss ich sagen, ein Charisma vergleichbar mit einer amerikanischen Streubombe. Wenn ich mir denke das die Deutschland repräsentieren soll wirds mir ganz flau. Wenn dann auch noch Westerwelle ins Kabinett kommen sollte sag ich na servus. Zu den möglichen kandidaten muss ich sagen, da hat die CDU durch den Sturz von Merz und Seehofer gewaltig an gewichtig eingebüst. Beide fand ich nich sympathisch aber man hatte das Gefühl die haben nen Plan. Von Glos als möglichen Verteidungsminister und Gerhard als Aussenminister kann ich das persöhnlich nicht behaupten.
Die SPD hat meiner Meinung einfach den Fehler gemacht sich von der usprünglichen Idee Partei der Arbeitnehmer zu sein, verabschiedet. Man wollte Freund von jedem sein, ist aber auch jedem mal gewaltigst auf die Füsse getreten.
Insgesamt halte ich die CDU/CSU für keinen deut besser. Entscheidende Reformen:Gesundheit/Hartz hat auch sie mitgetragen.
Es wär eigentlich schon lange an der Zeit das sich die Damen und Herren mal zusammenraufen und sich hinsetzten und sagen, wir müssen was machen und zwar gemeinsam. Unabhängig von irgendwelchen Parteibüchern.
Insgesamt wär ich glaub ich für ne Koalition aus CDU/CSU und SPD. Mit Schröder und Stoiber an der Spitze. Stoiber bin ich
von der sympathie her auch nich der Fan aber er versteht sein Handwerk. Aber Merkel als Kanzlerin kann ich nur sagen:Oh Gott

0Smacks0
25. Mai 2005, 17:04
Original geschrieben von sHaO-LiNg

Ich führe den geringeren Stimmanteil kleiner Parteien auf eine stärkere Polarisierung zurück.

Eine stärkere Polarisierung spielt auf alle Fälle auch rein!

Jesus0815
25. Mai 2005, 18:47
Original geschrieben von Gaethaa
Mei wofür soll man sich da entscheiden. Wirklich prickelndes haben beide nicht zu bieten wo man sagen kann, ja das isses.
Sollte es zu Neuwahlen kommen gehts eh mit dem Turnus weiter: CDU/CSU: Unser Programm is gut. SPD: Ach so ein Käse unseres is viel besser. und andersrum.
Zu Merkel muss ich sagen, ein Charisma vergleichbar mit einer amerikanischen Streubombe. Wenn ich mir denke das die Deutschland repräsentieren soll wirds mir ganz flau. Wenn dann auch noch Westerwelle ins Kabinett kommen sollte sag ich na servus. Zu den möglichen kandidaten muss ich sagen, da hat die CDU durch den Sturz von Merz und Seehofer gewaltig an gewichtig eingebüst. Beide fand ich nich sympathisch aber man hatte das Gefühl die haben nen Plan. Von Glos als möglichen Verteidungsminister und Gerhard als Aussenminister kann ich das persöhnlich nicht behaupten.
Die SPD hat meiner Meinung einfach den Fehler gemacht sich von der usprünglichen Idee Partei der Arbeitnehmer zu sein, verabschiedet. Man wollte Freund von jedem sein, ist aber auch jedem mal gewaltigst auf die Füsse getreten.
Insgesamt halte ich die CDU/CSU für keinen deut besser. Entscheidende Reformen:Gesundheit/Hartz hat auch sie mitgetragen.
Es wär eigentlich schon lange an der Zeit das sich die Damen und Herren mal zusammenraufen und sich hinsetzten und sagen, wir müssen was machen und zwar gemeinsam. Unabhängig von irgendwelchen Parteibüchern.
Insgesamt wär ich glaub ich für ne Koalition aus CDU/CSU und SPD. Mit Schröder und Stoiber an der Spitze. Stoiber bin ich
von der sympathie her auch nich der Fan aber er versteht sein Handwerk. Aber Merkel als Kanzlerin kann ich nur sagen:Oh Gott

#2

Greg
25. Mai 2005, 20:09
Original geschrieben von Mithrandir


Wenn es so wäre, selbst dann würde ich es kaum verstehen. Denn es ist trotzdem klar, dass es so weitergehen wird, wenn Schröder am drücker bleibt. Die Landtagswahlen werden dann immer von der CDU gewonnen, weil die Leute die Schnauze voll haben und die SPD kann nichts machen.

Mal abgesehen davon: Wenn man etwas glaubt und aber eigentlich wissen müsste, dass das zumindest umstritten ist und nicht jeder zustimmen würde, dann fängt man nicht an mit "Tatsache ist" oder "Fakt ist". Das ist eines der Dinge, die mich an diesem Forum am meisten nerven.

Dass die CDU eine Blockadepolitik betreibt und durch den Vermittlungsauschuß in dem die CDU die Mehrheit hat kompromisse eingegangen werden, die die Reform nutzlos machen ist eine Tatsache und als beleg dafür kannst du die Bundespolitik der letzten anderthalb bis 2 jahre nehmen, in denen die CDU mit jedem bundesland was dazukam diese blockade aggresiver durchsetze.

Aber ich stimme dir zu dass es im moment keinen sinn macht die SPG wieder zu wählen da es damit die selbe ausgangslage wie im moment wäre... ich kann aber leute die rot grün wählen trotzdem verstehen

Aule2
25. Mai 2005, 20:28
Die Frage, die jeder halt für sich selber stellen muss ist:

Ist das kleinere Übel eine blockierte SPD oder eine Union am Drücker

Greg
25. Mai 2005, 21:17
was schlimmeres als ne vollkommen blockierte regierung kanns net geben... also wohl oder übel CDU wählen

shaoling
25. Mai 2005, 21:39
Lol, ihr tut ja gerade so, als hätte Rot-Grün sich in den letzten sieben Jahren durch umfangreichste Reformvorhaben hervorgetan. Natürlich war eine Behinderung durch die Opposition da, aber es gab keine Ansätze oder konkrete Pläne, die wirklich so vielversprechend waren, als dass es wirklich schade darum gewesen wäre.
Die Behauptung, die Opposition träfe an der miserablen Politik mehr Schuld als die Regierung, ist etwas sehr weit hergeholt.

melaw
25. Mai 2005, 22:31
nein eine nichtwählerpartei kann man auch theoretisch betrachtet nicht wählen. das geht nicht. denn um seine stimme der nichtwählerpartei zu geben, muss man am wahltag zuhause bleiben. das "wählen" beschreibt allerdings das [x]. also kann man die nichtwählerpartei nicht wählen, weil man dann ja ein wähler wäre. die nichtwählerpartei bezieht ihre stimmen dagegen aus dem anteil der bevölkerung die zuhause bleibt. somit kann man sich für die NWP nur entscheiden, nicht sie wählen. und das ganze erinnert mich zunehmend an die jüdäische volksfront JVV , ääh, ich meine, die Volksfront von Judäa VVJ.
also, schluss damit.

Jesus0815
25. Mai 2005, 23:35
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Lol, ihr tut ja gerade so, als hätte Rot-Grün sich in den letzten sieben Jahren durch umfangreichste Reformvorhaben hervorgetan. Natürlich war eine Behinderung durch die Opposition da, aber es gab keine Ansätze oder konkrete Pläne, die wirklich so vielversprechend waren, als dass es wirklich schade darum gewesen wäre.
Die Behauptung, die Opposition träfe an der miserablen Politik mehr Schuld als die Regierung, ist etwas sehr weit hergeholt.

ach immer dieses gerede über die reformen. sie taugen den meisten natürlich nicht, da die sie einsparungen erzwingen. das volk hat noch immer nicht begriffen das es weit über dem eigenen standard lebt. fast jeder haushalt hat mittlerweile 2 pkws um nur ein beispiel zu nennen. die reformen sind trotzdem gut! aus egoismus sie als untauglich zu bezeichnen ist schlicht und ergreifend falsch.

außerdem nerven mich vorallem die leute die nun von der spd abwandern. ihr habt schröder vor 4 jahren erneut zum kanzler gemacht. und nun wo schwere zeiten anbrechen entsagt ihr ihm eure loyalität und unterstützt ihn nicht? schande über euch elendes gesindel!!!!1111

shaoling
25. Mai 2005, 23:42
Original geschrieben von TE)Kain
ach immer dieses gerede über die reformen. sie taugen den meisten natürlich nicht, da die sie einsparungen erzwingen. das volk hat noch immer nicht begriffen das es weit über dem eigenen standard lebt. fast jeder haushalt hat mittlerweile 2 pkws um nur ein beispiel zu nennen. die reformen sind trotzdem gut! aus egoismus sie als untauglich zu bezeichnen ist schlicht und ergreifend falsch.

außerdem nerven mich vorallem die leute die nun von der spd abwandern. ihr habt schröder vor 4 jahren erneut zum kanzler gemacht. und nun wo schwere zeiten anbrechen entsagt ihr ihm eure loyalität und unterstützt ihn nicht? schande über euch elendes gesindel!!!!1111 Mann, du laberst echt mal wieder eine Scheiße, du Hirnspastiker...
Ich kritisiere die Reformen der Bundesregierung nicht, weil sie mich persönlich tangieren, sondern weil sie mir noch lange nicht weit genug gehen.
Und zum Kanzler habe ich Schröder auch nie gewählt.
Original geschrieben von meLAW
nein eine nichtwählerpartei kann man auch theoretisch betrachtet nicht wählen. das geht nicht. denn um seine stimme der nichtwählerpartei zu geben, muss man am wahltag zuhause bleiben. das "wählen" beschreibt allerdings das [x]. also kann man die nichtwählerpartei nicht wählen, weil man dann ja ein wähler wäre. die nichtwählerpartei bezieht ihre stimmen dagegen aus dem anteil der bevölkerung die zuhause bleibt. somit kann man sich für die NWP nur entscheiden, nicht sie wählen. und das ganze erinnert mich zunehmend an die jüdäische volksfront JVV , ääh, ich meine, die Volksfront von Judäa VVJ.
also, schluss damit. Wer hat denn behauptet, dass man Nichtwähler sein muss, um die Nichtwählerpartei zu wählen?

SuicideSquad
25. Mai 2005, 23:42
Original geschrieben von TE)Kain


ach immer dieses gerede über die reformen. sie taugen den meisten natürlich nicht, da die sie einsparungen erzwingen. das volk hat noch immer nicht begriffen das es weit über dem eigenen standard lebt. fast jeder haushalt hat mittlerweile 2 pkws um nur ein beispiel zu nennen. die reformen sind trotzdem gut! aus egoismus sie als untauglich zu bezeichnen ist schlicht und ergreifend falsch.
ich bezweifel, dass hartz4 empfänger 2 pkws besitzen.

aMrio
25. Mai 2005, 23:58
ich kenne fast keine familie mit mehr als 1 auto ..

Picard
26. Mai 2005, 00:49
ich auch nicht. aber recht hast du kain, wir leben in der tat besser als z.b., ka... kambodschaner

Steep
26. Mai 2005, 07:51
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Mann, du laberst echt mal wieder eine Scheiße, du Hirnspastiker...
Ich kritisiere die Reformen der Bundesregierung nicht, weil sie mich persönlich tangieren, sondern weil sie mir noch lange nicht weit genug gehen.



omfg was du für eine scheisse laberst .. dir is schon aufgefallen das die ursprünglich geplanten Reformen ein sehr guter schritt und auch recht einschnittig waren... und die verschissene CDU solange Blockade betrieben hat bis von diesen Reformen nur noch ein kümmerlicher unützer Scheiss übrig war. (siehe Hartz IV) Und somit is die Behauptung die CDU sei an dem Unglück der letzten 6 Jahre schuld gar nicht so falsch..

ALLsTaR
26. Mai 2005, 11:59
Ich find gut das die FDP hier viel Stimmen bekommen hat... Aber es ist komisch.... Und was mich sehr sehr wundert... DIE ABSTIMMUNG SIEHT SO AUS WIE DIE WEIMARER REPUBLIK LEUTE!!!.... So kurz bevor sich die NSDAP abgsetzt hat... und in wenigen Jahren die Mehrheit erobert hat.

Aber zurück zur FDP, die Grundsätze sagen mir zu...

-Vier Fundamente für den modernen Liberalismus

1. Freiheit ist Verantwortung
2. Freiheit ist Vielfalt
3. Freiheit ist Fortschritt
4. Freiheit ist Zukunftsverträglichkeit
+

-Die FDP trägt Verantwortung für das, was war, was ist und für das, was wird.

Finde ich gut... Die andere Frage ist ob die Partei das auch umsetzen kann...

Smarty
26. Mai 2005, 12:03
Original geschrieben von aMrio
ich kenne fast keine familie mit mehr als 1 auto ..
Ich kenne fast keine Familie, die nicht mehr als ein Auto hat. Aus allen "Schichten".

[pG]havok
26. Mai 2005, 12:06
Ich müsste sogar überlegen welche 4 Köpfige Familie mit Kinder über 18 nur zwei und nicht drei Autos hat.

Familienkutsche
Zweitwagen
Fürn Vater und die Kinder bissel was sportliches.

ALLsTaR
26. Mai 2005, 12:17
Aber ich wette das kein einziges Auto der Familie gehört!

Sondern der Bank, Leasing, usw...

Franzmann2
26. Mai 2005, 12:18
Wir ham 4 Autos. :dead:

SuicideSquad
26. Mai 2005, 14:42
kommt jetzt der schwanzvergleich wie viele autos euer umfeld hat? sind wir schon so tief gesunken? kenne niemanden mit mehr als einem auto, darutner auch ärzte usw.

shaoling
26. Mai 2005, 16:30
Original geschrieben von Ia[mG]odOfLag
omfg was du für eine scheisse laberst .. dir is schon aufgefallen das die ursprünglich geplanten Reformen ein sehr guter schritt und auch recht einschnittig waren... und die verschissene CDU solange Blockade betrieben hat bis von diesen Reformen nur noch ein kümmerlicher unützer Scheiss übrig war. (siehe Hartz IV) Und somit is die Behauptung die CDU sei an dem Unglück der letzten 6 Jahre schuld gar nicht so falsch.. Ich habe Hartz IV überhaupt nicht erwähnt. Das ist eine Arbeitsmarkt-Reform, aber kein Allheilmittel. Wenn das Ergebnis von sieben Jahren Regierungspolitik sein soll: "Seht mal her, wir haben hier diese Arbeitsmarktreform", dann ist das mehr als schwach. Diese Reform war nötig und längst überfällig, aber sie verleitet mich ganz sicher nicht dazu, die Regierung mit Lob zu überhäufen, denn das ist das Pflichtprogramm, keinesfalls eine Kür. In der Schule wird man auch nicht ständig getätschelt, weil man seine Hausaufgaben gemacht hat.

aMrio
26. Mai 2005, 16:56
hartz 4 war keine pflicht sondern einfach nur geldverschwendung.

btw würde bw.de die npd in den bundestag stecken, jetzt frage ich mich nun wer die npd angeklickt hat .. die deutschlandfahnenfraktion halte ich teilweise fast schon für zu klug dafür leider. :8[:

petersilieistgeil
26. Mai 2005, 17:05
Original geschrieben von Getraenkeautomat
Cdu/csu

Weil sie arbeitgeberfreundlicher sind.
Alles andere ist Lötzinn
außerdem fördern sie die automatisierung und garantieren überstundenausgleiche für automaten

SeBaSS
26. Mai 2005, 20:57
Original geschrieben von [AMB]Claw

[...]
Staerkung der Demokratie durch intensive Foerderung von freien Medien nach Vorbild USA (lokale Radio, TV Stationen, Druckereien etc., Unterstuetzung zur Sendung eigener Programme), freie Meinungsaeusserung fuer alle.

Bildung fuer alle, aber radikale Aenderung der Lehrinhalte, v.a. Einfuehren von einem Hauptfach namens 'Demokratie'.
[...]


Darf ich mal fragen wie du dir das vorstellst? Freie Meinungsaeuserung klingt ja erstmal ganz gut, allerdings finde ich hat Deutschland in dieser hinsicht keine Probleme.
Was du forderst wuerde in meinen Augen mehr Probleme ausloesen als beseitigen. Zum Beispiel koennte ich dann morgen mit meiner Hackenkreuz Flagge auf die Strase gehen und sagen: Hitler war ein grosartiger Fuehrer, Juden sind eine minderwertige Rasse, etc. ohne das mir jemand etwas anhaben kann, da wir ja freihe Meinungsaueserung haben. Genauso koennte ich dafuer werben, das unsere Demokratie abgeschafft werden solle, aus welchen Gruenden auch immer.
Die Idee ein Hauptfach 'Demokratie' einzurichten halte ich fuer unmoeglich, da wir a) uns das Lehrpersonal nicht leisten koennen b) es den Lehrplan sprengen wuerde bzw. noch mehr Unterricht bedeuten wuerde und c) es absolut den Akzent unserer Bildung verschieben wuerde, wenn auf einmal Mathematik und Deutsch genauso wichtig sind wie 'Demokratie'.

Edit:
omg das hab ich ja ganz uebersehn:


Original geschrieben von aMrio
hartz 4 war keine pflicht sondern einfach nur geldverschwendung.


ich hoffe das du die naechsten 5 jahre noch nicht waehlen darfst!

1. Wenn du schon solche sachen loslaesst, dann bitte mit begruendung.
2. Deiner Aussage zufolge ist es also richtig, das 1/3 aller Arbeitslosen es sich gemuetlich machen auf dem Ruecken der Steuerzahler, indem sie einfach von Sozialhilfe+Arbeitslosengeld leben, ja?
3. Findest du es falsch Alleinerziehende Eltern besser zu unterstuetzen? Den das bewirkt Hartz IV unter anderem!

Ich koennte noch lange so weiter machen, aber ich belasse es jetzt mal bei diesen Beispielen.
Ob Hartz IV nun eine gloreiche oder eine laengst ueberfaellige Reform war, steht auf einem anderen Blatt.

SuicideSquad
26. Mai 2005, 21:21
Original geschrieben von Cyber_Terrorist

Freie Meinungsaeuserung klingt ja erstmal ganz gut, allerdings finde ich hat Deutschland in dieser hinsicht keine Probleme. darf ich da mal einwerfen, dass man in deutschland sobald man das thema ausländer anschneidet in der öffentlichkeit als nazi angesehen wird? davon, dass man als politiker nur das wort jude in den mund nehmen muss, um eine moderne hexenjagd auszulösen, ganz zu schweigen.

Steep
26. Mai 2005, 22:12
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Ich habe Hartz IV überhaupt nicht erwähnt. Das ist eine Arbeitsmarkt-Reform, aber kein Allheilmittel. Wenn das Ergebnis von sieben Jahren Regierungspolitik sein soll: "Seht mal her, wir haben hier diese Arbeitsmarktreform", dann ist das mehr als schwach. Diese Reform war nötig und längst überfällig, aber sie verleitet mich ganz sicher nicht dazu, die Regierung mit Lob zu überhäufen, denn das ist das Pflichtprogramm, keinesfalls eine Kür. In der Schule wird man auch nicht ständig getätschelt, weil man seine Hausaufgaben gemacht hat.

Du hast meinen Beitrag nicht ganz verstanden... ich rede nicht von Hartz 4 ICh Rede von sämtlichen Reformen die in den letzten 7 jahren so durchgesetzt wurden.. und alleine schon die Tatsache das dir ausser HArtz 4 nichts weiter einfällt zeigt noch mehr wie toll es die CDU mit ihrer Blockade politik es geschafft hat jeden ansatz einer Reform zu verkrüppeln oder gänzlich zu verhindern... und dabei nie Alternativen aufzeigen konnte sondern immer nur auf Kindergarten niveau "die anderen sind doo" "argumentierten". Und unter CDU wird sich noch weniger ändern wie unter SPD.. es heisst nicht umsont KONSERVATIV (vom ERZ mal ganz zu schweigen) und dazu dann sicherlich acuh eine Blockade Politik von der SPD sollte die CDU doch mal überraschdnerweise Ideen einbringen... Deswegen gibt es nur ein Fazit CDU/CSU gleich STillstand und Stillstand ist auf Dauer tötdlich

SuicideSquad
26. Mai 2005, 22:43
Original geschrieben von Ia[mG]odOfLag


Du hast meinen Beitrag nicht ganz verstanden... ich rede nicht von Hartz 4 ICh Rede von sämtlichen Reformen die in den letzten 7 jahren so durchgesetzt wurden.. und alleine schon die Tatsache das dir ausser HArtz 4 nichts weiter einfällt zeigt noch mehr wie toll es die CDU mit ihrer Blockade politik es geschafft hat jeden ansatz einer Reform zu verkrüppeln oder gänzlich zu verhindern...und dass bis auf hartz4 keine großen reformen gemacht wurden liegt natürlich daran, dass die böse cdu alles blockiert hat und nicht etwa daran, dass ansonsten nicht viel von der spd auf die beine gestellt wurde.

Original geschrieben von Ia[mG]odOfLag

es heisst nicht umsont KONSERVATIV (vom ERZ mal ganz zu schweigen) und dazu dann sicherlich acuh eine Blockade Politik von der SPD sollte die CDU doch mal überraschdnerweise Ideen einbringen... Deswegen gibt es nur ein Fazit CDU/CSU gleich STillstand und Stillstand ist auf Dauer tötdlich die cdu erzkonservativ zu nennen macht dich nicht gerade glaubwürdig.

shaoling
26. Mai 2005, 23:09
Original geschrieben von Cyber_Terrorist
Darf ich mal fragen wie du dir das vorstellst? Freie Meinungsaeuserung klingt ja erstmal ganz gut, allerdings finde ich hat Deutschland in dieser hinsicht keine Probleme.
Was du forderst wuerde in meinen Augen mehr Probleme ausloesen als beseitigen. Zum Beispiel koennte ich dann morgen mit meiner Hackenkreuz Flagge auf die Strase gehen und sagen: Hitler war ein grosartiger Fuehrer, Juden sind eine minderwertige Rasse, etc. ohne das mir jemand etwas anhaben kann, da wir ja freihe Meinungsaueserung haben. Genauso koennte ich dafuer werben, das unsere Demokratie abgeschafft werden solle, aus welchen Gruenden auch immer.Ja, und? Was glaubst du denn, wieviele Menschen das machen würden? Wenn die Ausübung der öffentlichen Meinung auf Vernunft basieren würde, wäre sie auch besser gegen Parolen gefeiht. Man sollte den Menschen nur soviele Freiheiten nehmen, wie es unbedingt notwendig ist. Und auf einen Versuch würde ich es doch gerne ankommen lassen.
Original geschrieben von Cyber_Terrorist
Die Idee ein Hauptfach 'Demokratie' einzurichten halte ich fuer unmoeglich, da wir a) uns das Lehrpersonal nicht leisten koennen b) es den Lehrplan sprengen wuerde bzw. noch mehr Unterricht bedeuten wuerde und c) es absolut den Akzent unserer Bildung verschieben wuerde, wenn auf einmal Mathematik und Deutsch genauso wichtig sind wie 'Demokratie'.Das ist doch Schnickschnack. Bildung kostet nun mal Geld und die vorhandenen Lehrpläne sind schlecht. Bei der Orientierungslosigkeit im Bildungssystem von Akzentuierung zu sprechen, halte ich für etwas gewagt.
Dass ich so ein Fach auch für unsinnig halte, habe ich bereits gesagt, jedoch aus anderen Gründen.
Original geschrieben von aMrio
hartz 4 war keine pflicht sondern einfach nur geldverschwendung.

btw würde bw.de die npd in den bundestag stecken, jetzt frage ich mich nun wer die npd angeklickt hat .. die deutschlandfahnenfraktion halte ich teilweise fast schon für zu klug dafür leider. :8[: Hartz IV oder so etwas in der Richtung war mehr als bitternötig, und dass die Reform makellos geplant oder umgesetzt war, behauptet niemand.

Und was das andere angeht, so denk doch mal einen Augenblick lang nach. Erstmal ist die NPD nicht die einzige Partei rechts der CDU und die Wenigsten, die hier abgestimmt haben, dürften sich eine NPD-Regierung wünschen, aber darum geht es auch überhaupt nicht, sondern darum, den etablierten Parteien zu zeigen, dass man nicht mehr hinter dem Mist steht, den sie verzapfen.
Wenn die Politik so hundserbärmlich läuft, dann sollte man sich nicht über Protestwahlen wundern und sie schon gar nicht verurteilen, sondern sich an den Kopf fassen und darüber im Klaren werden, was man verbockt hat.
Original geschrieben von Ia[mG]odOfLag
Du hast meinen Beitrag nicht ganz verstanden... ich rede nicht von Hartz 4 ICh Rede von sämtlichen Reformen die in den letzten 7 jahren so durchgesetzt wurden.. und alleine schon die Tatsache das dir ausser HArtz 4 nichts weiter einfällt zeigt noch mehr wie toll es die CDU mit ihrer Blockade politik es geschafft hat jeden ansatz einer Reform zu verkrüppeln oder gänzlich zu verhindern... und dabei nie Alternativen aufzeigen konnte sondern immer nur auf Kindergarten niveau "die anderen sind doo" "argumentierten". Und unter CDU wird sich noch weniger ändern wie unter SPD.. es heisst nicht umsont KONSERVATIV (vom ERZ mal ganz zu schweigen) und dazu dann sicherlich acuh eine Blockade Politik von der SPD sollte die CDU doch mal überraschdnerweise Ideen einbringen... Deswegen gibt es nur ein Fazit CDU/CSU gleich STillstand und Stillstand ist auf Dauer tötdlich Ich habe ihn in der Tat etwas missinterpretiert.
Schau, ich habe niemals behauptet, dass ich die CDU für eine vernünftige Wahl halte und das tue ich auch nicht und für vernünftiger als die SPD, die Grünen oder die FDP oder sonst eine Partei halte ich sie auch nicht. Das ist für mich alles eine Mischpoke, allesamt unfähig.
Was du hier machst, knüpft genau an das an, was die die meiste Zeit über machen: "Die Opposition hat das gemacht, die Regierung ist daran schuld, die Grünen wollen dies, das von der FDP da und überhaupt und wäh und bla, bla, bla, bla..." Das will ich überhaupt nicht hören und ich halte auch nichts von Politikern, die ein Drittel ihrer Zeit damit verschwenden, andere zu kritisieren, ein weiteres Drittel, um die eigenen Hände in Unschuld zu waschen und das letzte Drittel, um irgendeinen anderen Schwachsinn daherzureden, der niemandem wirklich weiterhilft.
Die gesamte politische Klasse unseres Landes ist in meinen Augen völlig verkommen. Das kann ich natürlich nicht ändern und wahrscheinlich kann es überhaupt niemand ändern; vielleicht ist es sogar ein notwendiges Opfer an die Demokratie, ich weiß es nicht.

Nur mal so: Ich habe in diesem Poll hier noch keine Stimme abgegeben, weil ich einfach keine gute Entscheidung treffen kann. Und was ich dann erst bei den Bundestagswahlen machen werde, weiß der Kuckuck...

Clawg
27. Mai 2005, 01:50
Original geschrieben von Cyber_Terrorist

Darf ich mal fragen wie du dir das vorstellst? Freie Meinungsaeuserung klingt ja erstmal ganz gut, allerdings finde ich hat Deutschland in dieser hinsicht keine Probleme.

Es geht bei der Bewertung der Meinungsfreiheit nicht nur um die theoretische Moeglichkeit seine Meinung zu aeussern sondern auch um die praktische Umsetzung. Der Markt selbst wird durch wenige, grosse Anbieter kontrolliert.



Was du forderst wuerde in meinen Augen mehr Probleme ausloesen als beseitigen. Zum Beispiel koennte ich dann morgen mit meiner Hackenkreuz Flagge auf die Strase gehen und sagen: Hitler war ein grosartiger Fuehrer, Juden sind eine minderwertige Rasse, etc. ohne das mir jemand etwas anhaben kann, da wir ja freihe Meinungsaueserung haben. Genauso koennte ich dafuer werben, das unsere Demokratie abgeschafft werden solle, aus welchen Gruenden auch immer.

Ja... und? Wenn du die Mehrheit findest, bitte, ich habe nichts dagegen (solang du nicht aktiv z.B. zum Gesetzesbruch (Mord, Sachbeschaedigung etc.) aufrufst oder Meinungsfreiheit anderer einschraenkst). Wenn du mit der Fahne herumlaufen darfst, duerfen andere ueber dich frei berichten und dann kannst du mal sehen, wieviele Leute du dann noch ueberzeugen kannst :)
Probleme gibts in deinem Szenario nur, wenn die Meinungsfreiheit eingeschraenkt ist, wenn die Bevoelkerung schon desinformiert ist, weil in der Vergangenheit die Meinungsfreiheit eingeschraenkt war.



Die Idee ein Hauptfach 'Demokratie' einzurichten halte ich fuer unmoeglich, da wir a) uns das Lehrpersonal nicht leisten koennen b) es den Lehrplan sprengen wuerde bzw. noch mehr Unterricht bedeuten wuerde und c) es absolut den Akzent unserer Bildung verschieben wuerde, wenn auf einmal Mathematik und Deutsch genauso wichtig sind wie 'Demokratie'.

zu a): Es ist eine Zukunftsinvestition, wenn dadurch z.B. 10% mehr Korruption aufgedeckt wuerde, waere es doch schonmal eine feine Sache. Dass die Umstellung des Lehrplans soviel kosten wuerde, bezweifle ich aber eh, man fuehrt ja keine komplett neuen Dinge ein.
zu b) 13. Schuljahr einfuehren :p
Naja, dass man etwas optimieren muesste ist schon klar. 'Sport' in 'Gesundheit' aendern (wer Leistungssport betreiben will, der kann es als Fach waehlen), aus Deutsch alles was mit Medien zu tun hat in das neue Fach stecken, aus Geschichte alles was mit Demokratie zu tun hat in das neue Fach stecken, Sozialkundestunden (naja, heisst je nach Bundesland anders) in das neue Fach umwandeln usw.
zu c) Stimmt, Demokratie sollte noch wichtiger sein als Mathematik. Wobei ich dann bezweifle, ob das dann noch so wertfrei weitergegeben wird.




Original geschrieben von sHaO-LiNg
In dem Punkt der Kommunikation stimme ich dir durchaus zu. Jedoch neigst du mir ein bisschen dazu, den Weg über das Ergebnis zu stellen, die Mittel über den Zweck. Dem mag ich mich so pauschal nicht anschließen. Woher willst du so genau wissen, wozu das führt, was du hier vorschlägst? Wir haben keinerlei praktische Vergewisserung darüber. Es ist bisweilen eine blanke Theorie, die sich genauso wie jede andere Theorie als falsch erweisen könnte.

Naja, ich sehs in den USA, wo es, zumindest in einigen Bereichen, prima funktioniert.



400 Städte von 10.000 oder 100.000 haben also vernünftig gehandelt?

Wieviel Prozent der Bevoelkerung es darstellt weiss ich nicht, es haben aber auch z.B. 4 Staaten (Alaska, Hawaii, Maine and Vermont) dagegen gestimmt. Groessere Staedte (z.B. Austin, 650000 Einwohner) sind auch dabei.



Die Idee an sich gefällt mir schon nicht. Da kannst du auch gleich den Elternvertretungen die Bestimmung über die Lehrpläne zuteilen. Ich bezweifle, dass die Mehrheit der Menschen in der Lage ist, so gute Entscheidungen zu treffen. Woher willst du wissen, dass das, was deine Gemeinde sich da zusammenreimt, eine gute Sache ist? Denk doch nur mal über die sozialen und kulturellen Gegebenheiten in so einer kleinen Gruppe von Menschen nach, die Einfluss auf die Entscheidungen hätten. Was ist mit Ballungszentren bestimmter kultureller, ethnischer, religiöser oder sozialer Gruppierungen? Darf man so elementare Gebiete wie die Bildung einer solchen Willkür überlassen?

Das ist durchaus ein Problem, man denke an z.B. die Schule in Berlin in dem kein einziger deutschstaemmiger Schueler mehr ist. Da ist die Frage, wuerden die Eltern dann eine tuerkische Schule draus machen?
Wie gesagt, wie die Pruefungen aussehen sollen die uebergeordneten Laender bestimmen (etwa wie jetzt). Geht man davon aus, dass die Eltern im Interesse ihrer Kinder handeln, duerfte es nicht passieren, dass die Kinder dann das komplett falsche gelehrt bekommen.
Aber wer wenn nicht die Eltern haben ein groesseres Interesse daran, dass das Kind Erfolg in der Schule hat? Betrachtet man die Realitaet gibt es natuerlich Faelle bei denen sich die Eltern nicht um ihre Kinder kuemmern. Das ist durchaus ein Problem. Genauso ist es ein Problem wenn sie Kinder das falsche zu Essen geben, oder wenn Leute Zigaretten rauchen oder viel Alkohol trinken. Die Frage ist: Soll der Staat dann fuer die Leute einzeln bestimmen was richtig und was falsch ist?
Ausserdem: Falls Eltern meinen, dass ihre Meinung bezueglich des Lehrplans unterdrueckt wird, koennen sie ja ihr Kind an eine andere Schule schicken oder selbst unterrichten.



Darüber [Kontrollierte Medien] haben wir schon einmal gesprochen, doch haben wir die Sache nie richtig ausdiskutiert. Ich bin nach wie vor nicht davon überzeugt, dass diese großen Konzerne, diese wenigen Gebieter über die Medien ihre Macht wirklich so ehrgeizig für all das einsetzen, was du ihnen unterstellen willst. Da liegt mir noch zuviel offen, als dass ich mich zu einem einseitigen Urteil hingerissen fühlte.

Falls du es noch nicht gesehen hast, 'Myth of Liberal Media (http://download.alciada.net/Media/myth_of_the_liberal_media.rm)' (Realmedia, 37MB) fasst meine Meinung gut zusammen.
Das primaere Problem ist erstmal, dass die Werbetreibenden abspringen, wenn der Inhalt des Mediums nicht mehr ihrer eigenen Meinung entspricht. Ein Grosskonzern wird kaum auf einer Seite Werbung machen wollen, deren Ziel es ist Korruption zu bekaempfen und zum Widerstand gegen das System aufzurufen - dem Konzern haengt einfach vieles daran, dass der Status Quo erhalten bleibt, weil er nicht so flexibel reagieren kann um groessere Veraenderungen in der Struktur verkraften zu koennen (bzw. er macht dann eine Menge Verlust).
Davon abgesehen haben insbesondere die Besitzer der grossen Medien nicht nur Anteile an diesem einen Medium, sondern auch an anderen Firmen/Medien. Wieso sollte jemand dem z.B. eine Fabrik fuer Zigaretten und eine Zeitung gehoert es den Editoren der Zeitung erlauben, negativ ueber Zigaretten zu schreiben?
Bewegt man sich in diesem oberen Bereich kommt auch die Frage nach dem Kapital. Nach welchen Kriterien vergeben die Banken Kapital? Speziell wenn man Medien finanziert, schneidet sich die Bank da nicht ins eigene Fleisch wenn das Medium 'antikapitalistisch' ausgerichtet ist?
Ein letzter Punkt betrifft den inhaltlichen Wert, ohne Interviews, Expertenmeinungen und 'Insiderwissen' hat das Medium einen schweren Stand in Konkurrenz mit anderen. Ein 'konformes' Medium kommt moeglicherweise viel leichter an ein Interview mit einem Firmenchef oder einem Politiker. Auch ist die Frage wer denn als 'Experte' gilt wichtig. Wer bildet denn Experten aus? Die Wirtschaft und der Staat, welche Meinung werden diese Experten dann wohl haben? Braver Ja-Sager bis zum Erreichen der hoechsten Stellung und dann ploetzlicher Umschwung zum Systemgegner?
Das alles sind Ansatzpunkte der Kontrolle 'von oben' die keinerlei direkten Einfluss auf die Nachrichten ausueben. Stattdessen wird die Medienlandschaft so geformt, dass sie der jeweiligen Meinung entspricht. Natuerlich gibt es vereinzelt auch direkte Einflussnahme, dass z.B. ein Artikel herausgenommen wird, dass zu einem bestimmten Thema eine feste Linie vorgegeben wird oder dass ein vorgefertigter Bericht direkt uebernommen wird, aber primaere Kontrolle besteht durch die Punkte weiter oben.

[buendig]2
27. Mai 2005, 02:19
ich finde viele deiner vorschläge nicht verkehrt, auch wenn teilweise etwas seltsame detailfragen in den vordergrund stellst.
was mir allerdings gar nicht einleuchtet ist, was in deiner dezentralisierten und basisdemokratischen vision das grosskapital davon abhalten sollte, wie bisher ja auch, massiv einfluss zu nehmen.
du redest viel davon den staat zurückzustutzen und auf selbstorganisation
zu setzen, was ja auch nicht schlecht ist.
aber wie soll die macht des kapitals, die ja nun gar keiner demokratischen kontrolle unterliegt, gezügelt werden?

Clawg
27. Mai 2005, 02:50
Original geschrieben von [buendig]
ich finde viele deiner vorschläge nicht verkehrt, auch wenn teilweise etwas seltsame detailfragen in den vordergrund stellst.
was mir allerdings gar nicht einleuchtet ist, was in deiner dezentralisierten und basisdemokratischen vision das grosskapital davon abhalten sollte, wie bisher ja auch, massiv einfluss zu nehmen.
du redest viel davon den staat zurückzustutzen und auf selbstorganisation
zu setzen, was ja auch nicht schlecht ist.
aber wie soll die macht des kapitals, die ja nun gar keiner demokratischen kontrolle unterliegt, gezügelt werden?

Die Frage ist, ob es im bestehenden System nicht wesentlich mehr Einfluss hat. Natuerlich bleiben einige Fragen offen, was macht man z.B. mit begrenzt vorhandenen Fernseh- und Funkkanaelen? Was macht man mit Militaer, wie regelt man Beziehungen zu anderen Staaten, was ist mit der Kartellbehoerde usw.

Der primaere Vorteil des Grosskapitals ist, dass es in einem homogenen Markt sehr leicht agieren kann, wenn das Konzept steht muss ja (vereinfacht betrachtet) nur eine weitere Filiale mit dem selben Geschaeftsplan aufgestellt werden. In einem nicht homogenen System mit freiem Informationsfluss haben aber lokale Anbieter bessere Praeferenzen. Wo wir gerade bei dem Thema sind:
Wo gibt es denn mediale Plattformen (ausser dem Internet) um z.B. Produkte/Firmen zu bewerten? Mal abgesehen von Skandalen kann ich nur ueber Mundpropaganda verbreiten, dass meine Zwiebeln die ich in dem Laden gekauft habe schimmelig waren. (ok, es gibt Zeitschriften wie z.B. Stiftung Warentest, aber nichts wirklich lokales, was dem kleinen Anbieter hilft). Wenn ein Grossanbieter auf diese Weise staerker kontrolliert wird, betrifft das alle seine Fillialien.


Man hat die Wahl auf einer Skala von absoluter Diktatur bis Basisdemokratie. Bei der Diktatur ist man zwar gegenueber Einfluessen von aussen gefeit (wenn man mal davon ausgeht, dass der Diktator sich zum Ziel gesetzt hat, das eigene Land moeglichst gut dastehen zu lassen), hat jedoch als Individuum den Staat selbst zu fuerchten. In einer in kleine Gebiete eingeteilte absolut basisdemokratischen Gesellschaft ist dagegen der Einfluss von aussen sehr schwer abzuwehren.

Drei Probleme sehe ich persoenlich in dem Ganzen:
- Was macht man gegen das Grosskapital wenn es z.B. da es in unserem Land nicht Fuss fassen kann ein diktatorisches Nachbarland mit Geld zur Aufruestung unterstuetzt um hier wiederum eine staerkere Zentralisierung durchzusetzen? Genauso koennen auslaendische Geheimdienste Anschlaege durchfuehren um Angst (und dadurch Zentralisierung) herbeizufuehren.
- Was macht man gegen Ghettoisierung und Abschottung von Stadtteilen mit grossem Auslaenderanteil?
- Was macht man gegen die nationale und internationale Mafia? Da denke ich, dass das (primaer Polizei) auf Bundeslandebene geregelt werden muss. Ziel des Staates muss sein, die Systeme der freien Meinungsaeusserung zu erhalten. Wenn lokal durch groessere Strukturen die Bevoelkerung unterdrueckt wird, muss von weiter oben eingegriffen werden.

Eine optimale (von oben bzw. der Masse festgesetzte) Gesellschaftstruktur gibt es nicht, egal wie man es anfasst.
Wenn ich das alles ueberblicke ist eine informierte Gesellschaft die alles daran setzt, dass Meinungsfreiheit gewahrt ist und alle Leute moeglichst gut sich anderen mitteilen koennen das einzige und beste Mittel ist. Basisdemokratischere Strukturen kommen dann von selbst.

Lutz
27. Mai 2005, 02:54
FDP, da:

1) Ein Wechsel sein muß, auch wenn ich ihn nicht als Wundermittel sehe und die Wahl des kleineren Übels verachte - doch gescheiterte Politik muss abgewählt werden, so ist das Spiel
2) Ich aufgrund ihres widerlichen Lobbyismus _keine_ der beiden großen Volksparteien für auch nur ansatzweise wählbar halte.Grüne und FDP sind zumindest nicht von 200 verschiedenen Lobbys abhängig, was ihre Politik m.E. nach rationaler macht.
3) Die FDP in letzter Zeit die Tendenz zeigt, wieder eine liberale Partei sein zu wollen - in den letzten 10 Jahren hat diese ureigene Eigenschaft nicht mehr gestimmt, weswegen ich öfter Grün als rational-liberale Partei gewählt habe

aMrio
27. Mai 2005, 02:55
Original geschrieben von Cyber_Terrorist

ich hoffe das du die naechsten 5 jahre noch nicht waehlen darfst!

1. Wenn du schon solche sachen loslaesst, dann bitte mit begruendung.
2. Deiner Aussage zufolge ist es also richtig, das 1/3 aller Arbeitslosen es sich gemuetlich machen auf dem Ruecken der Steuerzahler, indem sie einfach von Sozialhilfe+Arbeitslosengeld leben, ja?
3. Findest du es falsch Alleinerziehende Eltern besser zu unterstuetzen? Den das bewirkt Hartz IV unter anderem!

Ich koennte noch lange so weiter machen, aber ich belasse es jetzt mal bei diesen Beispielen.
Ob Hartz IV nun eine gloreiche oder eine laengst ueberfaellige Reform war, steht auf einem anderen Blatt.

thx für den flame, ich darf aber leider schon seit 7 jahren wählen. darf ich jetzt gegenflamen und dich für einen vom politikunterricht gehirngewaschenen 18/19 jährigen halten?

zu 1. ich bin davon ausgegangen daß die meisten hier ab und an mal ein paar nachrichten lesen, und damit sind nicht die rtl 2 news gemeint.

zu 2. ich weiß nicht wo du diese zahlen her hast, soweit ich weiß sind lediglich knapp 2,5% der arbeitslosen von hartz4 derart betroffen, daß sie beispielsweise umziehen _müssen_. dafür sind aber die kosten für hartz 4 zig milliarden höher als ursprünglich geglaubt, und selbst clements redet von mindestens einem jahr verzögerung bis sich erste erfolge einstellen.
wie also kannst du dich jetzt hinstellen und von einer erfolgreichen reform sprechen wenn selbst clemens dies nicht tut? bewirb dich doch selbst als minister herr oberschlau, offenbar hast du voll den durchblick :o.

zu 3. toll, ein kleiner vorteil und unmengen nachteile. die software ist scheisse, die nahezu starren grenzen für quadrameter/person sind scheisse und und und. und das wichtigste: hartz 4 schafft keine arbeitsplätze, außer in den arbeitsagenturen selbst. kostet aber mindestens 15 milliarden. was ist nun daran gut? los sags mir.

jeder arbeitsvermittler vermittelt im schnitt pro monat (!) ca 2 stellen (und ich glaube nur jeder 2. oder 3. in den arbeitsämtern ist gerade mal vermittler, die anderen verwalten nur), und du stellst dich hier ganz begeistert hin und freust dich total darüber, daß diese total wirklose einrichtung arbeitsamt noch weiter mit personal und kosten aufgebläht wird. ganz toll! ich empfehle dir wärmstens eine politische karriere in diesem tollen land, du scheinst dafür wie geschaffen zu sein.

edit: lol, du bist in der tat erst 17/18 :ugly:


Original geschrieben von sHaO-LiNg

Und was das andere angeht, so denk doch mal einen Augenblick lang nach. Erstmal ist die NPD nicht die einzige Partei rechts der CDU und die Wenigsten, die hier abgestimmt haben, dürften sich eine NPD-Regierung wünschen, aber darum geht es auch überhaupt nicht, sondern darum, den etablierten Parteien zu zeigen, dass man nicht mehr hinter dem Mist steht, den sie verzapfen.
Wenn die Politik so hundserbärmlich läuft, dann sollte man sich nicht über Protestwahlen wundern und sie schon gar nicht verurteilen, sondern sich an den Kopf fassen und darüber im Klaren werden, was man verbockt hat.Ich habe ihn in der Tat etwas missinterpretiert.

ja, so lautet der mögliche gedankengang eines protestwählers am wahltag. aber das hier ist ein internetforum, man zeigt hier keinem politiker seinen protest indem man auf die npd klickt ~~. dennoch haben 7% dies getan. erstaunlicherweise hat auch keiner der 7% sich hier offen dazu bekannt.

Grumel
27. Mai 2005, 04:30
Original geschrieben von ~XantoS~
FDP, da:

1) Ein Wechsel sein muß, auch wenn ich ihn nicht als Wundermittel sehe und die Wahl des kleineren Übels verachte - doch gescheiterte Politik muss abgewählt werden, so ist das Spiel
2) Ich aufgrund ihres widerlichen Lobbyismus _keine_ der beiden großen Volksparteien für auch nur ansatzweise wählbar halte.Grüne und FDP sind zumindest nicht von 200 verschiedenen Lobbys abhängig, was ihre Politik m.E. nach rationaler macht.
3) Die FDP in letzter Zeit die Tendenz zeigt, wieder eine liberale Partei sein zu wollen - in den letzten 10 Jahren hat diese ureigene Eigenschaft nicht mehr gestimmt, weswegen ich öfter Grün als rational-liberale Partei gewählt habe

Ich will dir ja deine Träume nicht nehmen, aber auch FDP und Grüne werden von Lobbygruppen massiv beeinflusst^^.

Lutz
27. Mai 2005, 09:12
Dass ich das kleinere Übel wähle, habe ich bereits oben erwähnt.
Und ich sprach auch nicht davon, dass FDP und Grüne von KEINEN Lobbys "beeinflusst" werden, sondern davon, dass es bei ihnen keine 200 verschiedenen ist.
Also pack dir deinen väterlichen Ratschlagston und troll wen anders damit.

Der akademische Anteil unter den Wählern ist bei FDP und Grünen höher, und tendentiell sind Akademiker _eher_ (NEIN, das heisst nicht, zu hohen Anteilen) bereit, vernünftig statt egozentrisch zu wählen/fordern.

shaoling
27. Mai 2005, 16:51
Original geschrieben von aMrio
ja, so lautet der mögliche gedankengang eines protestwählers am wahltag. aber das hier ist ein internetforum, man zeigt hier keinem politiker seinen protest indem man auf die npd klickt ~~. dennoch haben 7% dies getan. erstaunlicherweise hat auch keiner der 7% sich hier offen dazu bekannt. In dem Poll ist gefragt, wie man wählen würde, wenn heute Wahltag wäre. Wo liegt jetzt eigentlich dein Problem?
Original geschrieben von [AMB]Claw
[...]Mir erscheint es ein bisschen so, als wolltest du die Basisdemokratie zu sehr, weil du sie für zu unschuldig hältst. Den meisten deiner allgemeinen Forderungen, gerade betreffend die Freiheit innerhalb des Staates, kann ich tendentiell meine Zustimmung aussprechen, aber in diese Regierungsform, wie sie dir vorschwebt, lege ich nicht viel Hoffnung. Zunächst einmal erscheint mir die Organisation zu vage, und du sagst zwar, dass ein Großteil von allein kommen werde, aber besonders sicher erscheint es mir nicht. Es ist einfach zuviel Spekulation und zuviel Wunschdenken dabei.
Du überbetonst mir die Eigenständigkeit eines Gleichgewichts, das es so nicht geben kann.

aMrio
27. Mai 2005, 16:57
mein problem liegt eben darin, daß hier 7% npd wähler sind. und ich finde es derbst lächerlich, daß sich keiner davon zu erkennen gibt.

ich selbst werde übrigens am wahltag die partei von cdu / spd wählen, die laut prognosen hinter der anderen liegt; in der hoffnung daß es wenigstens eine große koalition gibt.

wegen claws basisdemokratie:
ich finde das auch sehr bedenklich, irgendwie geht claw davon aus daß die masse der bevölkerung an sich weniger beeinflußbar ist / falsche entscheidungen trifft als die jetzigen politiker. entweder habe ich da was falsch verstanden oder claw ist zur abwechslung mal viel zu gutgläubig :o

Scarab
27. Mai 2005, 18:32
Original geschrieben von aMrio
mein problem liegt eben darin, daß hier 7% npd wähler sind. und ich finde es derbst lächerlich, daß sich keiner davon zu erkennen gibt.

"Zu erkennen geben", lol, wie das schon klingt. Warum sollte man das hier nochmal extra erwähnen? Vergleich mal die Anzahl der Votes und der Anzahl der Leute die sich hier überhaupt zu Wort gemeldet haben.

Ich poste eigentlich generell nichtmehr auf bw.de, lese manchmal nur noch passiv mit, aber dafür muß ich wohl doch noch mal eine Ausnahme machen und mich hier kurz melden.

Hatte auch schon damals, als es hier das letzte mal intenstiver um Wahlen ging (ist schon eine Weile her), diese Position vertreten und sie auch argumentativ untermauert. Ich werde mich jetzt aber auf keine neue Diskussion einlassen und mich gleich wieder zurückziehen, da ich kein Interesse mehr an der aktiven Teilnahme an politischen Debatten in Spieleforen wie diesem habe.

Wollte dir nur einen Gefallen tun, da du ja scheinbar dem Irrglauben unterliegst, die 7% NPD Voter würden sich für ihre Wahl "schämen" oder was auch immer du damit eigentlich andeuten wolltest, dem ist nicht so. :wave:

SeBaSS
27. Mai 2005, 18:55
Original geschrieben von aMrio
zu 1. ich bin davon ausgegangen daß die meisten hier ab und an mal ein paar nachrichten lesen, und damit sind nicht die rtl 2 news gemeint.

Ich verstehe nicht ganz wie das zu Punkt 1 beitraegt...


Original geschrieben von aMrio
[...]wie also kannst du dich jetzt hinstellen und von einer erfolgreichen reform sprechen wenn selbst clemens dies nicht tut?[...]

Was ich damit aufzeigen wollte ist nicht der Erfolg der Reform, (ob es diesen gibt oder nicht ist hier nicht das Thema), sondern die Tatsache das sich etwas aendern muss, denn so wie es vor Harzt IV war kann es nicht bleiben!


Original geschrieben von aMrio
jeder arbeitsvermittler vermittelt im schnitt pro monat (!) ca 2 stellen (und ich glaube nur jeder 2. oder 3. in den arbeitsämtern ist gerade mal vermittler, die anderen verwalten nur), und du stellst dich hier ganz begeistert hin und freust dich total darüber, daß diese total wirklose einrichtung arbeitsamt noch weiter mit personal und kosten aufgebläht wird. ganz toll!

Noch einmal: Ich sage nicht das Harzt IV eine geniale Idee oder ein Erfolg war, sondern lediglich das sich in diesem Land bezueglich Arbeitsmarkt, Arbeitslosengeld, etc. etwas aendern muss, denn so kann es nicht weitergehn!


Original geschrieben von aMrio
edit: lol, du bist in der tat erst 17/18 :ugly:


Ich glaube kaum das mein Alter eine Rolle spielt...




Original geschrieben von SuicideSquad
darf ich da mal einwerfen, dass man in deutschland sobald man das thema ausländer anschneidet in der öffentlichkeit als nazi angesehen wird? davon, dass man als politiker nur das wort jude in den mund nehmen muss, um eine moderne hexenjagd auszulösen, ganz zu schweigen.

Das ist kein juristisches sondern ein kulturelles Problem und kann somit wohl kaum durch Gesetzesaenderungen behoben werden.


Original geschrieben von sHaO-LiNg
Ja, und? Was glaubst du denn, wieviele Menschen das machen würden? Wenn die Ausübung der öffentlichen Meinung auf Vernunft basieren würde, wäre sie auch besser gegen Parolen gefeiht. Man sollte den Menschen nur soviele Freiheiten nehmen, wie es unbedingt notwendig ist. Und auf einen Versuch würde ich es doch gerne ankommen lassen.

Was ich hier zum Ausdruck bringen will ist, das wir kein juristisches Problem bezueglich der Meinungsaeuserung haben und dieser Vorschlag ein Loesung ist, die ein Problem sucht.




Original geschrieben von [AMB]Claw

Ja... und? Wenn du die Mehrheit findest, bitte, ich habe nichts dagegen (solang du nicht aktiv z.B. zum Gesetzesbruch (Mord, Sachbeschaedigung etc.) aufrufst oder Meinungsfreiheit anderer einschraenkst).

Wenn ich eine Mehrheit finde um die Demokratie abzuschaffen? Das klingt paradox : ).

Clawg
27. Mai 2005, 22:23
Original geschrieben von Cyber_Terrorist

Wenn ich eine Mehrheit finde um die Demokratie abzuschaffen? Das klingt paradox : ).

Ich sage nirgends, dass ich eine absolute Basisdemokratie moechte. Eine solche Herrschaftsform waere auch nur eine andere Form der Tyrannei. Was ich will, ist, dass lokal mehr Befugnisse existieren.
Das System das ich mir vorstelle, waere, dass z.B. Gesetzesaenderungen zwar auf Bundes- bzw. Landesebene entschieden werden, ob sie dann lokal durchgefuehrt werden entscheidet der jeweilige lokale Rat.
Das muesste man natuerlich genau regeln, auf welche Bereiche das zutrifft und inwieweit von unten basisdemokratisch Gesetze lokal eingesetzt werden koennen.

Ausserdem wird das ja durch die uebergeordnete Verfassung gestuetzt, sodass die zugrunde liegenden Entscheidungssystem nicht einfach auf Grund der aktuellen Stimmung geaendert wird (leider macht es die Politik trotzdem).
Natuerlich ist es auch in einer normalen Demokratie moeglich, vollkommen verfassungsrechtlich die Verfassung abzuschaffen. Jedoch muss dazu der entsprechende Paragraph (falls er denn vorhanden ist) existieren, bei dem 'das Volk in freier Entscheidung' dafuer stimmt. Eben das ist ja die letzten Wochen mit der deutschen Verfassung passiert.

Grumel
27. Mai 2005, 22:46
Man kann nicht einfach jedem Gemeinderat überlassen ob er gesetze Durchführt oder nicht. Schon aus rein praktischen überlegungen heraus. Dort hat keiner die Zeit auch nur einen bruchteil der 1000 en gesetze auch nur mit ja Nein abzunicken ohne sich damit zu befassen. Ausserdem braucht man Als Mensch/Firma auch ne gewisse Planungssicherheit. Kann ja net angehn das man 40 Km umzieht und sich 1000 neuen Regelungen Anpassen mus.

Clawg
27. Mai 2005, 23:03
Original geschrieben von Grumel
Man kann nicht einfach jedem Gemeinderat überlassen ob er gesetze Durchführt oder nicht. Schon aus rein praktischen überlegungen heraus. Dort hat keiner die Zeit auch nur einen bruchteil der 1000 en gesetze auch nur mit ja Nein abzunicken ohne sich damit zu befassen.

Meinst du nicht, dass du ein wenig uebertreibst?
Und falls es so waere - umso eher sollte man einer solchen Regelungswut einen Riegel vorschieben.
Und wenn eine Gemeinde mit der Linie des Landes/der Regierung zufrieden ist, kann sie ja einfach alles bejahen ohne gross zu debatieren.



Ausserdem braucht man Als Mensch/Firma auch ne gewisse Planungssicherheit. Kann ja net angehn das man 40 Km umzieht und sich 1000 neuen Regelungen Anpassen mus.

Aha, wirtschaftliche Aspekte. Tja, wenn wir eine Gesellschaft haben wollen die sich an die Interessen der Grosskonzerne orientiert, brauchen wir ja nichts zu veraendern :o

Ausserdem, dass Deutschland so inhomogen ist, dass sich dann die Gesetze so stark unterscheiden wage ich zu bezweifeln. Und wenn eine Gemeinde 'wirtschaftsfeindliche' Gesetze beschliesst bzw. sich nicht an Standards haelt, wird sie doch automatisch abgestraft. Wenn eine Gemeinde dies vielleicht aufgrund sozialer Gruende entscheided - warum sollte sie daran gehindert werden?

Grumel
28. Mai 2005, 00:51
Ich übertreibe garnicht. Dir ist glaube ich garnet klar wie kompliziert so ein Staat doch ist. Und ja diese tausende gesetze sind oft auch sinvoll.
Von denen kriegt man nur nix mit da sie größtenteils einstimmig beschlossen werden und für den einzelnen kaum bedeutung haben.
( Hier ein Grenzwert hoch/runter dort eine kleine Formulierungsverbesserung im BGB etc ).


Und claw es geht nicht nur darum wie gut/schlecht eine Regelung ist, sondern darum, das sie eben auch überall gleich ist. Anpassung an regionale gegebenheiten ist ja gut und schön, aber nicht bis zum erbrechen in jedem Bereich. Und ja natürlich geht es auch um Großkonzerne, die wären natürlich am stärksten betroffen. Einzelpersonen und kleine 5 Mann betriebe aber auch.....
Vorteile hätte davon sicher keiner.

Farbkasten
01. Juni 2005, 19:40
Die WASG als "radikal links" zu bezeichnen ist eine Frechheit. Einer Studie von Prof. Dr. Grande(LMU, Lehrstuhl für vergleichende Systemlehre) zufolge vertritt die WASG in weiten Teilen nichts anderes als die SPD vor 10 Jahren.
Hättest Du die damals auch als radikal links eingeschätzt?

Grumel
01. Juni 2005, 20:11
Löl ja ne is gut.....
Natürlich ist die Wasg radikal links. Auf deinen Prof Hinkunz sei in dem Zusammenhang mal geschissen. Ausserdem möchte ich das "in weiten Teilen" zu bedenken geben :-). Denk doch nur daran das sie mit der PDS zusammen antreten möchten. Und natürlich sind auch Teile der SPD radikal links. Und was die "ofzizielllen" Positionen (Parteitagsbeschlüsse ) betrifft setzen die sich halt oft durch.

Ich persönlich hab mich richtig gefreut als Lafontain damals den Hut nahm, und mit ihm die ideologische Befürwortung von Rekordschulden
und wilkürlicher Kapitalumverteilung.

Farbkasten
01. Juni 2005, 20:17
Dann sag mir doch mal genau welche Forderungen der WASG Du als radikal links charakterisierst.

Smarty
01. Juni 2005, 20:21
Mit so radikalen Parolen ausgestattet wie das Flugblatt der WASG, das ich am Wahltag in meinem Briefkasten hatte, war noch kein PDSler, mit dem ich je ein Gespräch geführt habe. Und das sind einige. Wer mit radikalen ("Lasst euch nicht verarschen", sinngemäß "wir machen alles anders") Sprüchen um sich wirft, ist nach meiner Definition radikal. Außerdem ist es egal welche Partei vor wie vielen Jahren wo stand, gemessen wird immer an heutigen Zuständen.

Arwing2
01. Juni 2005, 21:24
ich habe die npd auf dem wahlzettel in nrw letztens angekreuzt, und habe hier beim poll für sie gestimmt. und bei der bundestagswahl denächst wird es auch wieder so sein.

Grumel
01. Juni 2005, 23:15
Original geschrieben von Farbkasten
Dann sag mir doch mal genau welche Forderungen der WASG Du als radikal links charakterisierst.

http://www.wasg-nrw.de/uploads/media/WahlProgramm2005_Kurz.pdf

Öhm lol ?
Was ist da bitte nicht Radikal ?


Da wird faktisch nichts anderes gefordert als die Abschaffung der Marktwirtschaft.

Picard
02. Juni 2005, 21:37
nazis raus aus bw.de -.-

Clawg
02. Juni 2005, 21:55
Original geschrieben von Picard)STF
nazis raus aus bw.de -.-

Meinst du die Leute die pro-USA, pro-EU und pro-UN sind?

[buendig]2
02. Juni 2005, 22:22
ouuuu, ganz schön edgy claw^^ ein weiteres mal hat der streitbare bw.de-querdenker unbequeme fragen aufgeworfen und fordert zum überdenken liebgewonnener positionen auf. alex würde eine 1+ mit sternchen geben. kein fussbreit den illumianten^^

Picard
02. Juni 2005, 23:13
Original geschrieben von [AMB]Claw


Meinst du die Leute die pro-USA, pro-EU und pro-UN sind?

nein, ich meine npd wähler. vor allem die glatzköpfigen mit lalla ohren und springerstiefeln.

Clawg
03. Juni 2005, 03:28
Mei, Problem in der deutschen Parteilandschaft ist halt, dass die CDUSPD Partei recht alleine da steht, Gruene und Gelbe denen hinterherdackeln um zumindest auch noch was sagen zu haben. Aber Opposition ist nicht vorhanden. Zwar ist dieses starre Einparteiensystem recht effektiv hinsichtlich schneller Entscheidungen, aber demokratisch laeuft da recht wenig.
Ich haette nichts dagegen, wenn anstatt dass die Leute schauen, wen sie NICHT wollen, sie genau die Partei waehlen, deren Programme sie voll vertreten koennen. Nur das kleinere Uebel zu waehlen *weil kleine Parteien eh keine Chance haben*, finde ich Quatsch.
Wir haben zwei Volksparteien (tolles Wort) die sich gegenseitig den Ball zuwerfen.
Ich frage die Leute die vorhaben eine der vier grossen Parteien zu waehlen (vor allem FDP/CDU Waehler): Warum? Weil die das besser macht? Warum? Geht doch nur immer hin und her, bei jedem Regierungswechsel denken die Menschen, juhu die alte Regierung ist weg, die neue machts besser. Wann war das denn je der Fall? Das einzige was erreicht wird, ist, auf die bestehende Regierung indirekt Druck ausueben zu koennen. "Macht was ihr wollt, wenns mir nicht gefaellt, waehl ich die andere Partei" :)
Als ich bei der letzten Wahl die CSU gewaehlt habe, dachte ich auch, dass die CDU/CSU es besser kann. Mittlerweile sehe ich da keine Unterschiede zwischen den Parteien.

Um bischen wieder Diskussionsstoff zu geben:
Ich habe mich gerade durch die Parteien (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_politischen_Parteien_in_Deutschland) geklickt (empfehle ich jedem :o ) und bin zu dem Ergebnis gekommen:

- Jegliche nationalen Parteien (DVU, NPD, REP etc.) besitzen zwar einige recht brauchbaren Punkte (v.a. gegen Globalisierung, gegen Europa, pro Deutschland), jedoch geht mir diese Abschottung einfach zu weit.
- Mit KPD kann ich ehrlich gesagt wenig anfangen
- Bei der feministischen Partei (http://de.wikipedia.org/wiki/Feministische_Partei_DIE_FRAUEN) frage ich mich ehrlich gesagt, wie sie es schaffen sollen, das Grundgesetz so zu aendern, dass z.B. eine Frauenquote auf 52% eingesetzt wird - dazu muesste sie ja erstmal eine solch hohe Quote im Bundestag erreichen :bored:
- Christliche Mitte (http://de.wikipedia.org/wiki/CHRISTLICHE_MITTE_-_F%C3%BCr_ein_Deutschland_nach_GOTTES_Geboten) und die Partei Bibeltreuer Christen (http://de.wikipedia.org/wiki/Partei_Bibeltreuer_Christen) waeren zwar in dieser Welt recht vernuenftig, eine gefestigte Moralbasis ist Schutz gegen viel Uebel, aber koennen meiner Meinung nach die Probleme nur sehr langfristig loesen.
- ödp (http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologisch-Demokratische_Partei) bringt zwar auch ein paar sinnvolle Punkte, ist mir aber insgesamt zu konservativ
- Die Grauen (http://de.wikipedia.org/wiki/DIE_GRAUEN_-_Graue_Panther) und die Partei fuer Rentner (http://de.wikipedia.org/wiki/Partei_f%C3%BCr_RentenGerechtigkeit_und_Familie) sind wohl mehr eine Art Lobby
- Die Tierschutzpartei (http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tierschutzpartei) sind Traeumer, ohne die dahinterliegenden Probleme anzufassen, nuetzen die vorgeschlagenen Punkte recht wenig.
- Bürgerrechtsbewegung Solidarität (http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerrechtsbewegung_Solidarit%C3%A4t) : Stimme hier zwar mit einigen Zielen ueberein, jedoch sind diese einfach zu hochgesteckt. Ohne ein gesundes Fundament lassen sich diese grossen Probleme nicht anpacken.
-Aufbruch für Bürgerrechte, Freiheit und Gesundheit (http://de.wikipedia.org/wiki/Aufbruch_f%C3%BCr_B%C3%BCrgerrechte%2C_Freiheit_un d_Gesundheit) Die Partei waere sicher *gesund fuer Deutschland* wenn sie zumindest in den Bundestag einziehen koennte (Parteien im Bundestag bekommen einfach wesentlich mehr Medienanteile).

- Bayernpartei (http://de.wikipedia.org/wiki/Bayernpartei) : Mein bisheriger Favorit
Gegen Auslandseinsaetze, fuer kommunale Selbstverwaltung, Oekosteuer weg, keine 'deutsche Leitkultur', Abschaffung der Ganztagsschulen, pro-Familie, Abspaltung von Deutschland ( :ugly: ) etc. :love:

:wave2:

Benrath
03. Juni 2005, 17:50
lol jetzt haben die grünen ja glatt mehr als die spd

Clawg
03. Juni 2005, 21:04
u.a. aus Gruenden der Uebersicht habe ich einen "Diskussions"faden entfernt. :mad:

edit: Ich sehe 1. da keine Moeglichkeit zur Aufloesung, falls nicht auf anderer Ebene sachliche Punkte besprochen werden und 2. gegenseitig beschimpfen kann man sich auch per pn :rolleyes: 3. wer posts zurueckhaben will -> mir PN schreiben

SuicideSquad
04. Juni 2005, 01:35
Original geschrieben von Picard)STF


nein, ich meine npd wähler. vor allem die glatzköpfigen mit lalla ohren und springerstiefeln. eine ernsthafte frage: glaubst du den spätpubertären möchtegernweltverbesserer unsinn, den du hier von dir gibst, oder willst du einfach nur etwas aufmerksamkeit erhaschen?

[buendig]2
04. Juni 2005, 01:52
glaubst du etwa, dass die npd leute keine nazis sind?
sie hüten sich zwar strafbare aussagen zu machen und es mag unter ihren wählern viele spacken geben, die einfach nur diese protestwahl nummer tatsächlich ernstnehmen, oder irgendwie glauben, dass die nur patriotische konservative sind, aber davon sollte man sich nicht blenden lassen.

Picard
04. Juni 2005, 02:11
Original geschrieben von SuicideSquad
eine ernsthafte frage: glaubst du den spätpubertären möchtegernweltverbesserer unsinn, den du hier von dir gibst, oder willst du einfach nur etwas aufmerksamkeit erhaschen?

lol, bei dir tickt ja wohl was nicht richtig inner birne wa...
aber ich denke DU willst hier eher aufmerksamkeit erhaschen.

SuicideSquad
04. Juni 2005, 03:12
Original geschrieben von [buendig]
glaubst du etwa, dass die npd leute keine nazis sind?
sie hüten sich zwar strafbare aussagen zu machen und es mag unter ihren wählern viele spacken geben, die einfach nur diese protestwahl nummer tatsächlich ernstnehmen, oder irgendwie glauben, dass die nur patriotische konservative sind, aber davon sollte man sich nicht blenden lassen. ahso, dann glaubst du also allen ernstes, dass springestiefel tragende glatzen im bw.de forum abhängen, ja? wer alle npd wähler für dumpfe glatzen hält macht sich ebenso lächerlich wie jene, die npd wirklich wählen, um sie im bundestag zu sehen (nein, ich habe nicht npd angeklickt).


Original geschrieben von Picard)STF


lol, bei dir tickt ja wohl was nicht richtig inner birne wa...
ajo, jeder der nicht pds wählt muss verrückt sein.

Original geschrieben von Picard)STF
.
aber ich denke DU willst hier eher aufmerksamkeit erhaschen. schlecht gekontert, denn wenn du ganz genau nachdenkst, wirst du feststellen, dass deine aussage keinerlei sinn macht, da ich lediglich auf deine geistigen ergüsse eingehe und nicht die initiative ergreife.

Picard
04. Juni 2005, 03:19
ajo, jeder der nicht pds wählt muss verrückt sein


nicht jeder, der gegen die npd ist ist auch pds wähler. hab ich z.b. auch nicht angeklickt.



nein, ich habe nicht npd angeklickt

gut, sorry, kam ein falscher eindruck über dich zustande.
siehs mal so:

die npd hat nun wirklich keinerlei politisches programm außer wirklich hirnlose phrasen. Ich entsinne mich da eines Wahlplakates vor der letzten BTW. "1000€ Kindergeld." - das tut den staatskassen __sicher__ gut...
auf einem anderen war afair eine asylbewerberin mit kopftuch und alditüten. "Und tschüss" stand drunter. Meine güte, leute die so eine partei ERNSTHAFT wählen sollten in eine klapse gesperrt werden, schon schlimm genug das die immer noch agieren darf...

SuicideSquad
04. Juni 2005, 04:35
wenn du von wahlplakaten ausgehst sind die der anderen parteien ebenso platt