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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studentendemo in Essen



Smarty
22. Juni 2005, 17:52
Zwar haben sich FDP und CDU in den Koalitionsverhandlungen darauf geeinigt "so früh wie möglich" Studiengebühren einzuführen in NRW. In trockenen Tüchern ist aber noch nichts.
Umso wichtiger, dass morgen in Essen so viele Leute (nicht nur Studenten) wie möglich auflaufen um ein deutliches Zeichen zu setzen.

Wer von euch ist dabei?

herrhund
22. Juni 2005, 17:58
leider bin ich für studiengebühren harhar

t3nn0
22. Juni 2005, 18:01
ban pls :flop:




















ich hoffe das "hrhr" heißt das war nur ein joke und nicht ich lach dich aus :mad: :frust: :evil:

Getraenkeautomat
22. Juni 2005, 18:02
Ich bin nich dabei
Für Studiengebühren !!!!!

t3nn0
22. Juni 2005, 18:03
ey wie seid ihr denn alle drauf ?_?

bitte erklärt mir eure Argumente :confused:

EinHerrMitHut
22. Juni 2005, 18:04
Obwohl (oder gerade weil) ich FDP Mitglied bin, unterstütze ich diese Aktion nur bei leistungsgebundener Komplettförderung in den meisten Fällen.

HERR 2FICKENDEHUNDE
22. Juni 2005, 18:05
Original geschrieben von _tènnó_
ey wie seid ihr denn alle drauf ?_?

bitte erklärt mir eure Argumente :confused:


ich zahl indirekt deine faulenzerei. sonst noch was?

t3nn0
22. Juni 2005, 18:07
"leistungsgebundener Komplettförderung" :confused:

wer soll denn noch gefördert werden wenn viele Studenten sich ein Hochschulstudium nicht leisten können? das mal echt lachhaft ... fördert die Geförderten und vergesst die Zurückgebliebenen :stupid:

super Sozial - echt mal Daumn nach oben :mad:

t3nn0
22. Juni 2005, 18:08
Original geschrieben von 2FICKENDEHUNDE



ich zahl indirekt deine faulenzerei. sonst noch was?


lol gehts um mich? es geht um Deutschland und dessen Bildung du musst mir nicht erzählen wofür du bezahlst !

HERR 2FICKENDEHUNDE
22. Juni 2005, 18:10
ist grundsätzlich aber richtig, dass studiengebühren erhoben werden. allein schon wegen der leeren kassen in land. willst du eine qualtitativ gute ausbildung oder deine zeit an der uni verplempern?

herrhund
22. Juni 2005, 18:10
kann nicht alles kostenlos sein
ihr geizhälse ihr

Getraenkeautomat
22. Juni 2005, 18:12
Original geschrieben von _tènnó_
ey wie seid ihr denn alle drauf ?_?

bitte erklärt mir eure Argumente :confused:
Studieren wird dann effizent.

t3nn0
22. Juni 2005, 18:17
sicher generell die Idee mehr Geld für Hochschulen ist richtig!

aber die Finanzierung ist falsch!

ich bin mit Sicherheit kein gOsU in der Finanzierungspolitik der Hochschulen in Deutschland aber aus sozialen Gründen bleibe ich gegen Hochschulgebühren! :hammer:

t3nn0
22. Juni 2005, 18:19
Original geschrieben von Getraenkeautomat

Studieren wird dann effizent.

studieren wird durch jeden Einzelnen effizient und nicht durch Studiengebühren!

Das will ich erstmal sehen, dass von den Falls-Studiengebühren die Uni wahrhafte Sprünge nach Vorne macht. Und ich rede da nicht von sporadischen Verbesserungen!

Polo
22. Juni 2005, 18:30
Bis jetz kam von jedem ein Argumente nur von tenno nit :elefant:

Getraenkeautomat
22. Juni 2005, 18:34
Original geschrieben von _tènnó_


studieren wird durch jeden Einzelnen effizient und nicht durch Studiengebühren!

Das will ich erstmal sehen, dass von den Falls-Studiengebühren die Uni wahrhafte Sprünge nach Vorne macht. Und ich rede da nicht von sporadischen Verbesserungen!
Was hast du denn für ein Problem :confused:
Wenn du studieren möchtest tu das doch.
Aber wenn du dich dann von 500 oder 1000 euro aufhalten lässt
kann man wohl nicht von überzeugung sprechen.
Btw es interessiert nicht wer du bist und warum du ein kostenloses Studium verdient hast.

Bezahle, oder lass es bleiben.´

Wenn du kein Geld hast bleiben dir 2 Möglichkeiten
a) du gehst arbeiten
b) geh zu ner Bank. Die verleihen Geld (vlt für studenten sogar zinslos O_o)
c) kein Luxus mehr

Natürlich mein ich mit meinem Post nicht direkt dich sondern alle studiengebührdemonstranten ;)

herrhund
22. Juni 2005, 18:34
wie soll das studieren denn sonst finanziert werden, außer durch mehr steuern

und da nicht jeder 3 kinder _kostenlos_ auf die uni schickt sind studiengebühren die einzige möglichkeit

t3nn0
22. Juni 2005, 18:46
Original geschrieben von Polo
Bis jetz kam von jedem ein Argumente nur von tenno nit :elefant:

ich sehs genau andersrum aber naja



und es geht darum, dass es beschissen unsozial ist Studiengebühren einzuführen wie sie vorgesehen sind! Das geht einfach nicht.

und wie arm ist es denn, wenn man für seine eigene Bildung mit der man Deutschland auch wieder Leistungen im Berufsleben zurückgibt extra drauflegt. Bin ich denn wirklich der einzige der das hier so sieht :confused:

t3nn0
22. Juni 2005, 18:50
Original geschrieben von herr hund
wie soll das studieren denn sonst finanziert werden, außer durch mehr steuern

und da nicht jeder 3 kinder _kostenlos_ auf die uni schickt sind studiengebühren die einzige möglichkeit

Bildung ist ein Wert in der Gesellschaft und wenn er erhalten bleiben soll muss diese ihn fördern.



und (damit bist du nicht gemeint herr hund)

Reicht der Egoismus so weit? :flop:

herrhund
22. Juni 2005, 18:59
ja wie soll bildung denn gefördert werden? ohne geld
eher der ist egoistisch, der nicht bereit ist, für erhaltene leistungen zu zahlen

daher ist es auch eher sozialer studiengebühren einzuführen. warum beschwert sich nur jeder über die ach so hohen lebenserhaltungskosten in deutschland, wenn man mal überlegt, wieviel man eigentlich durch den sozialstaat zurückbekommt.

es zählt nicht, dass du kostenlos erworbene leistungen im berufsleben zurückgibst, sondern dass du dafür dann mehr lohn erhältst.

t3nn0
22. Juni 2005, 19:01
auf den man wiederum höhere Steurern bezahlen müsen wird!

Getraenkeautomat
22. Juni 2005, 19:03
Original geschrieben von _tènnó_




es geht darum, dass es beschissen unsozial ist Studiengebühren einzuführen wie sie vorgesehen sind! Das geht einfach nicht.

und wie arm ist es denn, wenn man für seine eigene Bildung mit der man Deutschland auch wieder Leistungen im Berufsleben zurückgibt extra drauflegt. Bin ich denn wirklich der einzige der das hier so sieht :confused:

eigene Bildung= ...Wenn du dich bilden möchtest gerne! Niemand hindert dich daran. Geh doch mal in die Bücherei! :)


Leistungen im Berufsleben zurrückgeben:

Du erhälst doch auch was zurück, nämlich den Gehaltscheck am Monatsende. Soviel bist du deine Firma wert.


Reicht der Egoismus so weit?
Gute normen und Werte hören dann auf wenn man vor abzuwägenden Alternativen steht.


Natürlich mein ich dich jetzt nich speziell. Nich angesprochen fühlen ;)

Getraenkeautomat
22. Juni 2005, 19:07
Original geschrieben von _tènnó_
auf den man wiederum höhere Steurern bezahlen müsen wird!
was auch ungerecht ist weil man ja nicht zwangsweise leistungen in anspruch genommen hat aber für erfolg bestraft wird :rolleyes:
Man wird ja dadurch gerade zu ermutigt nicht zu studieren.. :elefant:

NuklearNudel
22. Juni 2005, 19:07
pro Studiengebühren.
Wenn ich mit meinem Studium fertig bin, werde ich alle hartschaffenden nicht-studierten ausbeuten und mein kapital ins Ausland verlagern.
Schließlich hab ich den Menschen und dem Staat hier nichts zu verdanken.


Alle die anderer Meinung sind, sollen sich mal hart fisten.
Ich glaub es geht los. Ich hab mit einem Gelegenheitsjob und Studium schon keine Zeit zum Atmen und nun soll ich auch noch wegen unfähiger Politiker mich zur Prostituierten machen. man...

Comeondieyoung
22. Juni 2005, 19:22
Als wenn es den Studenten finanziell derzeit so prächtig gehen würde, Bildung soll keinen Luxus darstellen!

Smarty
22. Juni 2005, 19:25
Die Pro-Studiengebührler, erwidert mir doch bitte etwas auf die folgenden Argumente
[list=1]
Deutschland hat jetzt schon stark unterdurchschnittlich viele Abiturienten. Von diesen Abiturienten gehen ebenfalls unterdurchschnittlich viele auf die Uni. Politiker aller Couleur sowie alle großen Unternehmenschefs die ich darüber habe reden hören, sagen, dass diese Zahlen unbedingt erhöht werden müssen, wenn Deutschland irgendwie Schritt halten möchte, da Deutschlands momentan einziges Argument gegen die immensen Lohnnebenkosten und sonstigen Produktionskosten "qualifiziertes Personal" ist. Sind Studiengebühren da nicht ein wenig kontraproduktiv?
Beispiel zwei meiner Mitbewohner: Sie sind gerade so im bafög drin (würden 3 bzw. 7 Euro kriegen), d.h. sie müssen wohl erstmal keine Gebühren bezahlen. Sobald sie aber kein Bafög mehr kriegen, werden sie aufhören zu studieren. Grund: Ihre Eltern können es nicht bezahlen, und sie selber möchten sich in ihren jungen Jahren nicht mit 3000 Euro + möglicherweise 1-jährige Doktorarbeit = 4000 Euro verschulden. Das würden sie vielleicht machen, wenn sie sicher wären hinterher einen Job zu bekommen. Aber zum Einen sieht der Arbeitsmarkt momentan sowieso nicht so rosig aus. Zum anderen studieren sie mit Landschaftsökologie und Geoinformatik nicht gerade "sichere" Berufe. 3000 Euro sind für die meisten Menschen in Deutschland ein großer Haufen Geld!
Daran anlehnend: Wenn ich als 10.-Klässler oder meinetwegen auch als Abiturient vor der Wahl stehe: Studium und ca. 5000 Euro Schulden und vielleicht hinterher einen einigermaßen bezahlten Job - oder aber eine Ausbildung, wo ich nach 2 Jahren fertig bin und die Chancen hinterher Arbeit zu finden auch nicht schlechter sind -- wofür entscheide ich mich?
Es gibt jetzt schon viel zu wenig Ausbildungsplätze. Natürlich wird der Anteil derjeniger, die eine Ausbildung statt eines Studiums machen, noch drastisch steigen, s.o. Infolge dessen wird die Jugendarbeitslosigkeit noch einmal drastisch steigen.
Im Grundgesetz ist verankert, dass jeder Mensch die gleichen Chancen in Bezug auf Bildung haben soll. Das BVG hat bereits entschieden, dass "sozialverträgliche" Studiengebühren okay sind. Glaubt irgendjemand wirklich, dass die Studiengebühren von Schwarz-Gelb in irgendeiner Weise "sozialverträglich" werden?
Stichwort "Man kann doch auch neben dem Studium arbeiten!": Laut einer Umfrage an unserer Fakultät arbeiten etwa zwei Drittel der Psychologiestudenten in Münster neben dem Studium. Ich glaube, ich brauche nicht zu erwähnen, dass Psychologie ein "eher anspruchsvolles" Fach ist, und es ist extrem lern-intensiv. Die meisten meiner Kommilitonen haben entweder wohlhabende Eltern oder eine 80+ Stunden-Woche und halten sich damit so gerade über Wasser. Das Studium selbst verschlingt - je nach dem ob man eine "4-Gewinnt"- oder eine "Alles-1"-Strategie hat - zwischen 40 und 70 Stunden in der Woche. Bitte wie zum Teufel soll man es anstellen dann auch noch 100 Euro mehr pro Monat zu bezahlen (um sich nicht zu verschulden), wenn die meisten jetzt schon eigentlich viel zu wenig haben? Ich denke mir, in einigen anderen Studiengängen sieht es nicht anders aus.
Es gibt etliche Studiengänge, die mit Studiengebühren komplett aussterben werden -- weil sie potentiell nicht genug Geld versprechen, als dass man sich dafür mehrere tausend Euro Schulden aufbürden würde. Ist das was Positives?
Viele Universitätsstätten "leben" von Studenten. Das beste Beispiel ist vielleicht Münster. Ich kenne keine Zahlen, aber ich bin mir sicher, dass ein großer Prozentsatz der Arbeitsplätze hier an den Studenten hängt. Studenten haben verhältnismäßig viel Kaufkraft. Verschwinden sie (oder geben ihr letztes Geld für Studiengebühren aus), dann werden dutzende Kneipen, Cafés, Supermärkte, Bekleidungsgeschäfte, uswusf zumachen müssen.
Argument: "Dann trödeln die Studenten wenigstens nicht mehr!" -- in NRW gibt es schon länger Studienkonten -- wer zu lange fürs Studium braucht, zahlt 650 Euro pro Semester. Diejenigen, die es irgendwie können (und nicht gerade reich sind), ziehen ihr Studium deswegen eh schon in der Regelstudienzeit durch. Allgemeine Studiengebühren würden daran rein gar nichts ändern.
Argument: "Dann haben die Unis wieder mehr Geld!" -- Münsters Uni geht es sehr viel schlechter, seit es Langzeitstudiengebühren gibt. Weil so viele Studenten abgegangen sind, die wenig Geld "verbraucht" haben, dass unterm Strich weniger übrig bleibt. So einfach ist das. Ganz nebenbei steht noch völlig in den Sternen, wie groß der Anteil der Gebühren sein wird, der den Unis auch wirklich zur Verfügung gestellt wird. Ich gehe jede Wette ein, dass er nicht über 50% liegen wird.
Ich persönlich habe keine großen Probleme damit 100 Euro mehr im Monat aufzubringen. Was hauptsächlich daran liegt, dass meine Großeltern eisern gespart haben um mir ein "schönes Studium ohne Arbeit" zu ermöglichen. Arbeiten gehen muss ich natürlich trotzdem, mach ich jetzt schon. Es gibt aber so einen Begriff... ich glaube, er hieß "Solidarität". Und auch deswegen bin ich gegen Studiengebühren.
Die meisten Unis sind gegen Studiengebühren. Warum wohl?
Finnland: Überhaupt keine Studiengebühren seit einigen Jahren; 80% der Studenten werden staatlich gefördert. Mit das beste Bildungsniveau Europas![/list=1]

So, liebe Studiengebühren-Befürworter. Ich erwarte Argumente, und nicht mehr diese ätzenden Parolen, die dem Lieblingspolitiker abgeschaut sind.

0Smacks0
22. Juni 2005, 19:26
Pro Studiengebühren, aber nur wenn sie niedrig bleiben. Denn was nichts kostet, ist nichts wert, dann würden sich wenigstens mal mehr Studenten darum kümmern, dass sie auch das interessiert, was sie belegen. Und das sie auch für ihr Geld was fordern.

Ich habe aber keine Lust darauf, dass wir eine Hochschullandschaft bekommen, in der man für Geld alles studieren kann. Oder so wie es heute schon oft diese bekloppten Tests gibt: "Sie sind durchgefallen? Wir haben für 699 € ein spezielles Angebot, in dem sie auf den Aufnahmetest für unsere Uni vorbereitet werden, für weitere 255€ dürfen sie ihn wiederholen ... "

Generell kann man sagen, dass in den nächsten Jahren sowieso mehr studieren wollen als die FHs und Unis überhaupt aufnehmen können, so dass es frech gesagt "nicht so schlimm wäre". Es ist einfach ein Kostensenkungsprogramm, wahrscheinlich wird es einige Länder geben, die dann den Hochschulen weniger Geld zur Verfügung stellen werden und die Hochschulen haben letzten Endes das gleiche Geld wie vorher, dank der Studiengebühren...

Ein bisschen Druck auf die Unis und FHs könnte aber auch nicht schaden, letztlich verschwenden die auch horrende Summen mit unnützen Zeug... Fast jede Uni könnte schon, wenn sie sich selbst mal umorganisiert, schon einiges sparen, weil es einfach schlechte Prozesse gibt, das ist die andere Seite.

t3nn0
22. Juni 2005, 19:31
Original geschrieben von Getraenkeautomat

Leistungen im Berufsleben zurrückgeben:

Du erhälst doch auch was zurück, nämlich den Gehaltscheck am Monatsende. Soviel bist du deine Firma wert.



ich meinte damit, dass man produktiv für den Staat etwas leistet. Dafür wird man entlohnt wie jeder Arbeitende.

Neben Bafög das man ohnehin zurückzahlt kommen höhere Steuern auf einen zu. Sicherlich wird da, je nach Beruf, noch etwas mehr rausspringen als nach Regelschulausbildung etc. Dazu kommt, dass man 2-3Jahre länger in die Schule gegangen ist.
Allerdings stellt sich auch noch das Problem, dass die Berufsaussichten generell im heutigen Deutschland nicht rosig sind. Jeder versucht noch irgendwo Nischen zu finden oder sich über seine Leistung vor dem Anderem zu qualifizieren. Also das ich mehr Geld verdiene für meine Ausbildung glaube ich erst wenn ich es sehe!

Zuletzt ist es doch auch so, dass man Waren und Güter konsumiert, die zum einen Lebenstandard ausmachen und zum anderen wieder in die Wirtschaft einmünden. Das Kapital des Staates sind meiner Meinung nach nicht seine Rohstoffreserven, Goldreserven oder andere Devisen sondern seine eigenen Kinder, die es zu fördern gilt.

Ich finde es nur traurig, dass sich mit der Kurzsichtpolitik der Parteien dieses Problem nicht lösen lässt. Die sich in Grundsatzfragen ohnehin nicht mehr untscheiden und von dem Gedanken ihre Wähler nicht zu verlieren sich in der Politik keine tiefgreifenden Änderungen leisten können. Das Parteiensystem Deutschlands befindet sich in einer Krise!
Keine Partei kann eine Lösung des Problems anbieten, weil es keine gibt. (dabei geht es jetzt um die gesamte politische Situation) Der Regierungswechsel vollzieht sich lediglich wenn sich der Zeitgeist im Wandel befindet. Nach 16 Jahren Kohl kam Schröder und im Herbst kommt eben jemand anderes. Die eine Partei/Regierung badet die Fehler der anderen aus. Die CDU/CSU wird genauso zu kämpfen haben wie die SPD/Grüne jetzt. Nur mit dem Unterschied, dass das Volk sie mit Mehrheit gewählt hat (laut Umfragen 60%) und deren Entscheidungen dann auch erst einmal verantworten muss.


oh man etwas abgeschweift -.-

t3nn0
22. Juni 2005, 19:34
Original geschrieben von @Smacks@
Pro Studiengebühren, aber nur wenn sie niedrig bleiben.


sozialverträgliche Studiengebühren eine Illusion !?

0Smacks0
22. Juni 2005, 19:39
Original geschrieben von _tènnó_



sozialverträgliche Studiengebühren eine Illusion !?

Tjo, so ist es aber nun mal 8[. Sie sind schon sinnvoll, aber nur wenn sie nicht überzogen hoch sind...

Comeondieyoung
22. Juni 2005, 19:51
Als ob die CDU die Steuer sozialverträglich einbringen wird.

skyhooked
22. Juni 2005, 20:18
Studentenlogik:

"Wir wollen alles für lau"

ende.

Lutz
22. Juni 2005, 20:32
Nehmen wir als Beispiel die RWTH Aachen - 30.000 Studenten, 1 Mrd. Etat.
1000€ Studiengebühren im Jahr decken also geile 3% des Etats und sind dabei schon für ärmere Studenten recht happig. Das ist ein Trade-Off, der sich nicht lohnt.

Lutz
22. Juni 2005, 20:39
Original geschrieben von G-Force
Studentenlogik:

"Wir wollen alles für lau"

ende.

Idiotisch - als ob Lebenshaltung und der Zeitaufwand, während dessen man ja nicht arbeiten kann, nichts kosten würden...

Ich habe absolut nichts gegen Studiengebühren fürs Zweitstudium und Langzeitstudenten, aber bei Regelstudienzeitstudenten ist das sowas von Scheisse...

Getraenkeautomat
22. Juni 2005, 20:45
Original geschrieben von Smarty
Die Pro-Studiengebührler, erwidert mir doch bitte etwas auf die folgenden Argumente
[list=1]
Deutschland hat jetzt schon stark unterdurchschnittlich viele Abiturienten. Von diesen Abiturienten gehen ebenfalls unterdurchschnittlich viele auf die Uni. Politiker aller Couleur sowie alle großen Unternehmenschefs die ich darüber habe reden hören, sagen, dass diese Zahlen unbedingt erhöht werden müssen, wenn Deutschland irgendwie Schritt halten möchte, da Deutschlands momentan einziges Argument gegen die immensen Lohnnebenkosten und sonstigen Produktionskosten "qualifiziertes Personal" ist. Sind Studiengebühren da nicht ein wenig kontraproduktiv?

Als Firmenchef würd ich das natürlich auch sagen. Dann könnt ich nich nur zwischen 2 Leuten wählen sondern zwischen 100. Trotzdem kriegt nur einer die Stelle
Beispiel zwei meiner Mitbewohner: Sie sind gerade so im bafög drin (würden 3 bzw. 7 Euro kriegen), d.h. sie müssen wohl erstmal keine Gebühren bezahlen. Sobald sie aber kein Bafög mehr kriegen, werden sie aufhören zu studieren. Grund: Ihre Eltern können es nicht bezahlen, und sie selber möchten sich in ihren jungen Jahren nicht mit 3000 Euro + möglicherweise 1-jährige Doktorarbeit = 4000 Euro verschulden. Das würden sie vielleicht machen, wenn sie sicher wären hinterher einen Job zu bekommen. Aber zum Einen sieht der Arbeitsmarkt momentan sowieso nicht so rosig aus. Zum anderen studieren sie mit Landschaftsökologie und Geoinformatik nicht gerade "sichere" Berufe. 3000 Euro sind für die meisten Menschen in Deutschland ein großer Haufen Geld!
Für Bodo den Baggerfahrer auch
Daran anlehnend: Wenn ich als 10.-Klässler oder meinetwegen auch als Abiturient vor der Wahl stehe: Studium und ca. 5000 Euro Schulden und vielleicht hinterher einen einigermaßen bezahlten Job - oder aber eine Ausbildung, wo ich nach 2 Jahren fertig bin und die Chancen hinterher Arbeit zu finden auch nicht schlechter sind -- wofür entscheide ich mich?

Ist das nich die Arbeitsmarkt situation. Was macht es für ein Unterschied ob du jetzt arbeitslos bist oder erst nach der Ausbildung? oder Studium? Das Problem Beschäftigung ist dadurch nur verschoben. und ja aaa aaaaa es ist schwer einen Job zu kriegen! ;-(
Es gibt jetzt schon viel zu wenig Ausbildungsplätze. Natürlich wird der Anteil derjeniger, die eine Ausbildung statt eines Studiums machen, noch drastisch steigen, s.o. Infolge dessen wird die Jugendarbeitslosigkeit noch einmal drastisch steigen.
Im Grundgesetz ist verankert, dass jeder Mensch die gleichen Chancen in Bezug auf Bildung haben soll. Das BVG hat bereits entschieden, dass "sozialverträgliche" Studiengebühren okay sind. Glaubt irgendjemand wirklich, dass die Studiengebühren von Schwarz-Gelb in irgendeiner Weise "sozialverträglich" werden?

Blaa, Wenn du jetzt kein Geld hast kannst du dir Bafög holen. Bekommst du keins zocken dich deine Eltern hab.
Zukunft? Was war im Gespräch :confused: Zinsloser Kredit? Ist doch super. Somit ist sichergestellt, dass jeder Zugang zu einem Studium hat ;-)
Stichwort "Man kann doch auch neben dem Studium arbeiten!": Laut einer Umfrage an unserer Fakultät arbeiten etwa zwei Drittel der Psychologiestudenten in Münster neben dem Studium. Ich glaube, ich brauche nicht zu erwähnen, dass Psychologie ein "eher anspruchsvolles" Fach ist, und es ist extrem lern-intensiv. Die meisten meiner Kommilitonen haben entweder wohlhabende Eltern oder eine 80+ Stunden-Woche und halten sich damit so gerade über Wasser. Das Studium selbst verschlingt - je nach dem ob man eine "4-Gewinnt"- oder eine "Alles-1"-Strategie hat - zwischen 40 und 70 Stunden in der Woche. Bitte wie zum Teufel soll man es anstellen dann auch noch 100 Euro mehr pro Monat zu bezahlen (um sich nicht zu verschulden), wenn die meisten jetzt schon eigentlich viel zu wenig haben? Ich denke mir, in einigen anderen Studiengängen sieht es nicht anders aus.

Bekommst doch wie oben geschrieben Bafög. Somit musst du nicht arbeiten und kannst den ganzen Tag studieren. Wenn du natürlich ein teueres privat leben führst kann Baggerfahrer Bodo (der gerade dein studium finanziert)auch nix dafür.
Es gibt etliche Studiengänge, die mit Studiengebühren komplett aussterben werden -- weil sie potentiell nicht genug Geld versprechen, als dass man sich dafür mehrere tausend Euro Schulden aufbürden würde. Ist das was Positives?

Was ist jetzt daran schlecht :confused: Soll das auf ein man überlegt 2mal was man studiert rauslaufen :confused: Finde ich jedenfalls sinvoll
Viele Universitätsstätten "leben" von Studenten. Das beste Beispiel ist vielleicht Münster. Ich kenne keine Zahlen, aber ich bin mir sicher, dass ein großer Prozentsatz der Arbeitsplätze hier an den Studenten hängt. Studenten haben verhältnismäßig viel Kaufkraft. Verschwinden sie (oder geben ihr letztes Geld für Studiengebühren aus), dann werden dutzende Kneipen, Cafés, Supermärkte, Bekleidungsgeschäfte, uswusf zumachen müssen.

Kneipen,Geld wtf:confused: Ich dachte Studenten haben kein geld und hätten nur Zeit zum lernen :(
Das mit den Arbeitsplätzen ist natürlich bedauerlich aber eine subvention wäre sicher auch alles andere als "sinvoll"



Argument: "Dann trödeln die Studenten wenigstens nicht mehr!" -- in NRW gibt es schon länger Studienkonten -- wer zu lange fürs Studium braucht, zahlt 650 Euro pro Semester. Diejenigen, die es irgendwie können (und nicht gerade reich sind), ziehen ihr Studium deswegen eh schon in der Regelstudienzeit durch. Allgemeine Studiengebühren würden daran rein gar nichts ändern.

Da hast natürlich recht! Aber nur wenn Studiengebühren sich nicht zu den 650 Euro aufsummieren ud wenn man davon ausgeht ein Studium <Regelstudienzeit nicht zu schaffen
Argument: "Dann haben die Unis wieder mehr Geld!" -- Münsters Uni geht es sehr viel schlechter, seit es Langzeitstudiengebühren gibt. Weil so viele Studenten abgegangen sind, die wenig Geld "verbraucht" haben, dass unterm Strich weniger übrig bleibt. So einfach ist das. Ganz nebenbei steht noch völlig in den Sternen, wie groß der Anteil der Gebühren sein wird, der den Unis auch wirklich zur Verfügung gestellt wird. Ich gehe jede Wette ein, dass er nicht über 50% liegen wird.
Ich persönlich habe keine großen Probleme damit 100 Euro mehr im Monat aufzubringen. Was hauptsächlich daran liegt, dass meine Großeltern eisern gespart haben um mir ein "schönes Studium ohne Arbeit" zu ermöglichen. Arbeiten gehen muss ich natürlich trotzdem, mach ich jetzt schon. Es gibt aber so einen Begriff... ich glaube, er hieß "Solidarität". Und auch deswegen bin ich gegen Studiengebühren.

Is ja nett das du so herzensgut bist. Nur sind es die anderen leider nicht.
Die meisten Unis sind gegen Studiengebühren. Warum wohl?

Meine ist dafür
Finnland: Überhaupt keine Studiengebühren seit einigen Jahren; 80% der Studenten werden staatlich gefördert. Mit das beste Bildungsniveau Europas!
Was soll ich dazu sagen. "Ausnahmen bestätigen die Regel? Oder keine macht den Grünen? Der Rest der Welt bezahlt für ein Studium(?) [/list=1]

So, liebe Studiengebühren-Befürworter. Ich erwarte Argumente, und nicht mehr diese ätzenden Parolen, die dem Lieblingspolitiker abgeschaut sind.

Hört sich alles bissl egoistisch an, aber mal ehrlich. Warum sollte jemand anderes mein Studium finanzieren. Damit ich nach 10 Jahren einen Bmw fahre und Bodo immer noch einen gelben Bagger. Wo isn da die soziale Gerechtigkeit :confused:
Also ich für meinen Teil möchte lieber für mein Studium selber aufkommen! Danach ist es auch meins und ich bin niemandem etwas schuldig.

0Smacks0
22. Juni 2005, 20:52
Original geschrieben von Comeondieyoung
Als ob die CDU die Steuer sozialverträglich einbringen wird.

Deswegen überlege ich ja die ganze Zeit, ob die Studentenproteste, obwohl ich ihre Zielsetzung nicht für richtig halte, nicht ganz so falsch sind. Denn dadurch ist öffentlicher Druck da, die Gebühren nicht über Gebühr zu erhöhen. Kommen werden sie wohl so oder so.

EinHerrMitHut
22. Juni 2005, 20:54
Original geschrieben von _tènnó_
"leistungsgebundener Komplettförderung" :confused:

wer soll denn noch gefördert werden wenn viele Studenten sich ein Hochschulstudium nicht leisten können? das mal echt lachhaft ... fördert die Geförderten und vergesst die Zurückgebliebenen :stupid:

super Sozial - echt mal Daumn nach oben :mad:

Gute Noten bzw. gute Prüfung = Stipendium

Dann können die, die sich das nicht leisten können schlicht und ergreifend dafür arbeiten. So sollte es generell sein.

Wer nur faulenzt und sich denke "Ach ich kack auf meine Bildung ich kann eh studieren" der hat selbiges nicht verdient.

Ich sehe dabei kein Problem - UND die Unis haben Kohle um die ausländischen wieder einzuholen, sodass Korn wieder zu uns zurück kommt und eifrig um sich debattiert.
Tja.

t3nn0
22. Juni 2005, 21:01
Original geschrieben von EinHerrMitHut


Gute Noten bzw. gute Prüfung = Stipendium

Dann können die, die sich das nicht leisten können schlicht und ergreifend dafür arbeiten. So sollte es generell sein.

Wer nur faulenzt und sich denke "Ach ich kack auf meine Bildung ich kann eh studieren" der hat selbiges nicht verdient.

Ich sehe dabei kein Problem - UND die Unis haben Kohle um die ausländischen wieder einzuholen, sodass Korn wieder zu uns zurück kommt und eifrig um sich debattiert.
Tja.

es gibt wohl solche und solche aber ich habe damit kein Problem und das soll nicht heißen, dass ich plane in den folgenden 20Semestern mein Studium abzuschließen.

Es bleibt die Frage: Sind es mehr Faulenzer, die bestraft werden oder mehr Studenten denen ihre Chance genommen wird?

Woher sollen die Stipendien kommen? (Parteien --> da muss man außerordentliche Leistungen haben und am besten in der Partei; Firmen? --> die suche Praxisorientiertere Zielgruppen zur Förderung, siehe Berufsakademie; und die Parallele zu Amerika hinkt gewaltig, da der Hochschulsport nicht das Geld hat mit dem in Amerika stipendiert wird, oder andere Randgruppenorganisationen wie für Afroamerikaner, Arbeiter, Chinesen, Indios,usw. ... fehlen) welche Organisation(en) bleib(t)en da noch übrig? Der Staat und die Banken. Bafög und weitere Kredite... (für die wohl jeder der es empfängt auch dankbar ist) Ich wiederhole mich wie arm muss ein Land sein, dass seine Bildung auf so einem System aufbaut?



und verzeihe mir meine Unwissenheit aber wer ist Korn? ^^

EinHerrMitHut
22. Juni 2005, 21:09
Original geschrieben von Smarty
Die Pro-Studiengebührler, erwidert mir doch bitte etwas auf die folgenden Argumente
[list=1]
Deutschland hat jetzt schon stark unterdurchschnittlich viele Abiturienten. Von diesen Abiturienten gehen ebenfalls unterdurchschnittlich viele auf die Uni. Politiker aller Couleur sowie alle großen Unternehmenschefs die ich darüber habe reden hören, sagen, dass diese Zahlen unbedingt erhöht werden müssen, wenn Deutschland irgendwie Schritt halten möchte, da Deutschlands momentan einziges Argument gegen die immensen Lohnnebenkosten und sonstigen Produktionskosten "qualifiziertes Personal" ist. Sind Studiengebühren da nicht ein wenig kontraproduktiv?

- Hä? Seit Jahrzehnten haben wir nicht so viele Abiturienten gehabt. Die Gymnasien sind völlig überfüllt! Die meisten Eltern schicken selbst ungeeignete Kinder dort hin: Studieren ist nämlich die Regel und schon fast ein Muss. Deine Informationen sind fehlerhaft.

Beispiel zwei meiner Mitbewohner: Sie sind gerade so im bafög drin (würden 3 bzw. 7 Euro kriegen), d.h. sie müssen wohl erstmal keine Gebühren bezahlen. Sobald sie aber kein Bafög mehr kriegen, werden sie aufhören zu studieren. Grund: Ihre Eltern können es nicht bezahlen, und sie selber möchten sich in ihren jungen Jahren nicht mit 3000 Euro + möglicherweise 1-jährige Doktorarbeit = 4000 Euro verschulden. Das würden sie vielleicht machen, wenn sie sicher wären hinterher einen Job zu bekommen. Aber zum Einen sieht der Arbeitsmarkt momentan sowieso nicht so rosig aus. Zum anderen studieren sie mit Landschaftsökologie und Geoinformatik nicht gerade "sichere" Berufe. 3000 Euro sind für die meisten Menschen in Deutschland ein großer Haufen Geld!

- Wie gesagt, Stipendien oder Kredite. Wenn sie das Risiko nicht eingehen wollen, sollten sie nicht studieren.


Daran anlehnend: Wenn ich als 10.-Klässler oder meinetwegen auch als Abiturient vor der Wahl stehe: Studium und ca. 5000 Euro Schulden und vielleicht hinterher einen einigermaßen bezahlten Job - oder aber eine Ausbildung, wo ich nach 2 Jahren fertig bin und die Chancen hinterher Arbeit zu finden auch nicht schlechter sind -- wofür entscheide ich mich?

- Ich halte es für völligen Schwachsinn dass der Großteil der Bevölkerung studieren soll. Das ist für die Wirtschaft völlig kontraproduktiv. Jeder Job in Deutschland soll belegt werden, und dafür muss man eben meistens nicht studieren. Wie gesagt, das Gefüge ist ausser Kontrolle geraten.
QUALIFIZIERTE ausgebildete Personen finden sich kaum noch! Wir haben nur Schulabgänger und Studenten ohne jegliche Berufserfahrung. Hier liegen die Jobs die belegt werden wollen!


Es gibt jetzt schon viel zu wenig Ausbildungsplätze. Natürlich wird der Anteil derjeniger, die eine Ausbildung statt eines Studiums machen, noch drastisch steigen, s.o. Infolge dessen wird die Jugendarbeitslosigkeit noch einmal drastisch steigen.

- Siehe oben.

Im Grundgesetz ist verankert, dass jeder Mensch die gleichen Chancen in Bezug auf Bildung haben soll. Das BVG hat bereits entschieden, dass "sozialverträgliche" Studiengebühren okay sind. Glaubt irgendjemand wirklich, dass die Studiengebühren von Schwarz-Gelb in irgendeiner Weise "sozialverträglich" werden?

- Natürlich sollen sie, liberal gedacht, den Wettbewerb fördern. Ich bin der Meinung dass Studiengebühren ABSOLUT 100% vom Staat finanziert werden müssen, wenn der Student in der Vergangenheit und Gegenwart sehr gute Leistungen gebracht hat. Dies ließe sich auch mit Tests überprüfen. Du kannst den "Reichen" ihr Geld nicht wegnehmen und eine Einstellung an Unis basierend auf Leistung ist zwar schön, löst aber keine Geldprobleme

Stichwort "Man kann doch auch neben dem Studium arbeiten!": Laut einer Umfrage an unserer Fakultät arbeiten etwa zwei Drittel der Psychologiestudenten in Münster neben dem Studium. Ich glaube, ich brauche nicht zu erwähnen, dass Psychologie ein "eher anspruchsvolles" Fach ist, und es ist extrem lern-intensiv. Die meisten meiner Kommilitonen haben entweder wohlhabende Eltern oder eine 80+ Stunden-Woche und halten sich damit so gerade über Wasser. Das Studium selbst verschlingt - je nach dem ob man eine "4-Gewinnt"- oder eine "Alles-1"-Strategie hat - zwischen 40 und 70 Stunden in der Woche. Bitte wie zum Teufel soll man es anstellen dann auch noch 100 Euro mehr pro Monat zu bezahlen (um sich nicht zu verschulden), wenn die meisten jetzt schon eigentlich viel zu wenig haben? Ich denke mir, in einigen anderen Studiengängen sieht es nicht anders aus.

- Sollte man kein Stipendium erhalten, ist eine Verschuldung in diesem Fall wohl notwendig. So ists die Regel auf der ganzen Welt.


Es gibt etliche Studiengänge, die mit Studiengebühren komplett aussterben werden -- weil sie potentiell nicht genug Geld versprechen, als dass man sich dafür mehrere tausend Euro Schulden aufbürden würde. Ist das was Positives?

- Ja. Man studiert etwas obwohl man es nicht braucht und nicht bereit ist dafür zu investieren? Ja, definitiv.

Viele Universitätsstätten "leben" von Studenten. Das beste Beispiel ist vielleicht Münster. Ich kenne keine Zahlen, aber ich bin mir sicher, dass ein großer Prozentsatz der Arbeitsplätze hier an den Studenten hängt. Studenten haben verhältnismäßig viel Kaufkraft. Verschwinden sie (oder geben ihr letztes Geld für Studiengebühren aus), dann werden dutzende Kneipen, Cafés, Supermärkte, Bekleidungsgeschäfte, uswusf zumachen müssen.
Argument: "Dann trödeln die Studenten wenigstens nicht mehr!" -- in NRW gibt es schon länger Studienkonten -- wer zu lange fürs Studium braucht, zahlt 650 Euro pro Semester. Diejenigen, die es irgendwie können (und nicht gerade reich sind), ziehen ihr Studium deswegen eh schon in der Regelstudienzeit durch. Allgemeine Studiengebühren würden daran rein gar nichts ändern.

- Wie gesagt, ich kann dir versprechend dass keine Uni wegen Studiengebühren menschenleer wird.


Argument: "Dann haben die Unis wieder mehr Geld!" -- Münsters Uni geht es sehr viel schlechter, seit es Langzeitstudiengebühren gibt. Weil so viele Studenten abgegangen sind, die wenig Geld "verbraucht" haben, dass unterm Strich weniger übrig bleibt. So einfach ist das. Ganz nebenbei steht noch völlig in den Sternen, wie groß der Anteil der Gebühren sein wird, der den Unis auch wirklich zur Verfügung gestellt wird. Ich gehe jede Wette ein, dass er nicht über 50% liegen wird.

- Die Langzeitstudenten wollte man beseitigen, die anderen werden zahlen oder nichts mehr Kosten. Der andere Teil des "Arguments" ist irrelevant in Bezug auf die Sache. Gib mir btw. Fakten zu den Behauptungen oben.

Ich persönlich habe keine großen Probleme damit 100 Euro mehr im Monat aufzubringen. Was hauptsächlich daran liegt, dass meine Großeltern eisern gespart haben um mir ein "schönes Studium ohne Arbeit" zu ermöglichen. Arbeiten gehen muss ich natürlich trotzdem, mach ich jetzt schon. Es gibt aber so einen Begriff... ich glaube, er hieß "Solidarität". Und auch deswegen bin ich gegen Studiengebühren.

- siehe oben.


Die meisten Unis sind gegen Studiengebühren. Warum wohl?

- siehe oben.

Finnland: Überhaupt keine Studiengebühren seit einigen Jahren; 80% der Studenten werden staatlich gefördert. Mit das beste Bildungsniveau Europas!

- Bitte hört auf Finnland mit Deutschland zu vergleichen.

[/list=1]

So, liebe Studiengebühren-Befürworter. Ich erwarte Argumente, und nicht mehr diese ätzenden Parolen, die dem Lieblingspolitiker abgeschaut sind.

Arwing2
22. Juni 2005, 21:14
#2 smarty und tenno.

bin zwar normaler arbeitnehmer, aber das wissen darf nun mal nicht aussterben, oder durch menschen mit nem abgeschlossenem studium aus dem ausland, ersetzt werden. wenn wir keine qualifizierten kräfte mit abgeschlossenem studium mehr haben, sehe ich schwarz für unser land. und wer geld hat, ist nicht automatisch schlau, oder fit für ein komplettstudium. was würde uns das denn in sagen wir 50 jahren fiktiv bringen, wenn nur noch an einer uni in deutschland so gerade eben maschinenbau gelehrt werden kann. nur weil damals mal studiengebühren die masse verschreckt haben?

mich kotzen faule studenten auch an, die für lau da relaxen wollen. nebenbei einen nebenjob führen, und pen and paper/pc zoggen 24/7.

ansonsten könnte man sozialverträgliche "gerechte" studiengebühren schon eher einführen. je nach finanzieller lage des studierenden und seiner familie.

Getraenkeautomat
22. Juni 2005, 21:26
Original geschrieben von Arwing
#2 smarty und tenno.


ansonsten könnte man sozialverträgliche "gerechte" studiengebühren schon eher einführen. je nach finanzieller lage des studierenden und seiner familie.
damit diejenigen bestraft werden die sich was auf die seite geschafft haben :confused: Diejenigen haben dafür auch geblutet..

Bin immer schokiert wie sozial hier die geliebte Solidarität ist.

BillyJean2
22. Juni 2005, 21:29
ich muss xantos zustimmen, so sinnvoll studiengebühren teilweise klingen, das opfer -stichwort chancengleichheit- ist zu groß für das wenige geld, was im endeffekt dabei rumkommt.

Getraenkeautomat
22. Juni 2005, 21:36
Original geschrieben von BillyJean
ich muss xantos zustimmen, so sinnvoll studiengebühren teilweise klingen, das opfer -stichwort chancengleichheit- ist zu groß für das wenige geld, was im endeffekt dabei rumkommt. "Opfer" :lol:

Chancengleichheit wird es nie geben solange menschen gefickt werden und nich per reagenzglas erschaffen werden.

ViperDK
22. Juni 2005, 21:53
pro studiengebuehren ABER: Die hoehe sollte den Unis absolut freistehen und sich nicht aus der farbe der landschaft (rot oder schwarz^^) ableiten. konkurrenz hat noch nie geschadet.

nen studium stellt nen wert da und es ist nicht einzusehen warum man ausgerechnet denen die dann eh mal gut verdienen auch noch das teure studium schenken sollte. wer studieren will und das zeug dazu hat, wird auch ne finanzieung wie nen kredit bekommen.

Smarty
22. Juni 2005, 23:47
Getränkeautomat hat wenigstens teilweise Argumente gebracht. eHmH hat es nichtmal versucht, deswegen geh ich auf ihn auch nicht ein.

Zu Getränkeautomat:
Nein. Genügend Firmen suchen qualifizierte Kräfte, finden aber weit und breit keinen einzigen. Frag mal meinen Vater, der dringend einen qualifizierten Oberarzt sucht.
Wenn ich sage "die meisten", dann ist Bodo der Baggerfahrer aber irrelevant, weil zu "den meisten" auch jene gehören, die die kognitiven Fähigkeiten für einen Studiengang hätten, aber die finanziellen Mittel nunmal nicht
Der Unterschied liegt darin, dass du ohne Ausbildung weniger Chancen auf einen Job hast als mit, und dass du mit Studium einen Haufen mehr Schulden hast, das war mein Punkt!
---
Du scheinst nicht zu wissen, wie streng die Bafög-Vergabe mittlerweile ist.
s.o. Bodo finanziert übrigens durch das Studium nebenher seine Rente, weil es ohne Leute die Geld verdienen auch keine Rente gibt.
Nein, es hat noch nie geschadet, wenn die Vielfalt draufgegangen ist. Richtig. Außerdem sind Menschen ausschließlich Maschinen, die arbeiten, und die Leistung und das Wohlsein eines Menschen hängt überhaupt nicht davon ab ob er etwas arbeitet, das ihm Spaß macht oder nicht.
Nenn mir eine nennenswerte Bevölkerungsschicht, die kein Geld für Hobbys ausgibt. Und dann mecker wieder.
---
---
Wie oben erwähnt. Das ist nicht nur Nettigkeit (an der es in dieser Gesellschaft imho auch fehlt), sondern auch die Finanzierung meiner REnte
Welche ist das?
Klar gibt es einen Unterschied zwischen Korrelation und Kausalzusammenhang. Aber es fällt schon auf, dass diejenigen Länder, bei denen mehr Leute studieren (bei denen es einfach ist zu studieren) auch die Länder mit hohem Bildungsniveau sind. Lies dir PISA & Co. durch. Und zum "Argument" 'hör auf Finnland mit Deutschland zu vergleichen' -- Warum? Weil das Bildungssystem eben nur ein Teil des Großen Ganzen ist? Genau das spricht aber dafür den Vergleich zu ziehen, weil nicht nur das Bildungssystem von anderen Faktoren abhängig ist, sondern gerade andersrum viele andere Faktoren vom Bildungssystem!

Übrigens:

Chancengleichheit wird es nie geben solange menschen gefickt werden und nich per reagenzglas erschaffen werden.
Wenn alle Menschen so denken würden, dann gäbe es heute noch die Sklaverei und viel mehr Totalitarismus, keine Wissenschaft und nichts.

HeatoR
23. Juni 2005, 00:19
achja der uralte kampf

gut gegen böse
nette gegen arschlöcher
soziala gegen menschenfeinde

das böse wird mal wieder gewinnen, mir solls wurscht sein meine eltern können mir das studium sponsorn, mir tut es nur für die vielen talente leid die dabei auf der strecke bleiben werden. denn nein, mit studiengebühren wird nicht jeder mensch der es könnte studieren.

Picard
23. Juni 2005, 00:28
ich muss hier sehr hart smarty rautieren.

jeder mensch, unabhängig vom sozialen rang, der geistig in der lage ist zu studieren sollte dies auch ohne weitere einschränkungen tun können

xScopi
23. Juni 2005, 01:32
ihr regt euch über das bischen auf ? in amiland oder sonst wo sind die leute in der regel mit 27,500 doller verschuldet na dem studium. zum anderen ist es eh bullshit hier zu studieren da man zu spät fertig ist, in anderen ländern biste mit 22-23 fertig mit der kacke! und kannst arbeiten! wenn ich hier immer solche freaks sehe die mit 30 noch studieren kann ich nur zustimmen zu den studiengeb.

ps: die gleicheit ist nie gegeben! aber mit genug ergeiz kann man es immer schafen egal woher man kommt! und ausserdem brauch man kein Studium um erfolgreich zu sein (wer nach fragt, was ich meine einfach sagen)

Lutz
23. Juni 2005, 01:36
Original geschrieben von Getraenkeautomat


Hört sich alles bissl egoistisch an, aber mal ehrlich. Warum sollte jemand anderes mein Studium finanzieren. Damit ich nach 10 Jahren einen Bmw fahre und Bodo immer noch einen gelben Bagger. Wo isn da die soziale Gerechtigkeit :confused:
Also ich für meinen Teil möchte lieber für mein Studium selber aufkommen! Danach ist es auch meins und ich bin niemandem etwas schuldig.

Wenn du selbst für dein Studium aufkommen wolltest, müsstest du eher mit 10.000€ Studiengebühren pro Jahr rechnen. Und das wäre dann wohl auch dir zuviel.
Von daher ist das Ganze eh nicht schwarz/weiss zu sehen... Ich finde es jedenfalls lächerlich im Weltvergleich so wenig Geld für Bildung & Forschung auszugeben und dann auch noch auf diese Weise an den Studenten sparen zu wollen.

Gegen Trödelstudenten gibt es wie gesagt das NRW-Modell der Studienkonten... Diese "Bodo mit dem Bagger"-Argumentation halte ich für kurzsichtige Polemik a la "die faulen Studenten" - wegen 10% faulen Studenten kann man sich nicht leisten, alle zu belasten und damit 10% andere begabte aber nicht wohlhabende Studenten vom Studium abzuschrecken... Würden wir jetzt 10% des BSP sinnlos für Bildung ausgeben - ok. Wir geben aber weniger als quasi alle EU- und G8-Länder für Bildung aus, da sollte man sich 20 Gedanken um die Unis machen, die erstmal um die Verwendung der aktuellen Gelder gehen und den Gesamtetat erhöhen, anstatt 2 Jahre die Bildungspolitik in den Medien ausschliesslich auf das populistische 3%-Fundraising mit Studiengebühren zu kaprizieren...

Smarty
23. Juni 2005, 09:40
Original geschrieben von GuteFragen
Leider stellst du überhaupt keine guten Fragen - bzw. Behauptungen auf.

ihr regt euch über das bischen auf ? in amiland oder sonst wo sind die leute in der regel mit 27,500 doller verschuldet na dem studium.
a) Bullshit. Nur die "Eliteunis" sind so teuer, und da hat man viel, viel mehr Chancen auf Stipendien.
b) Selbst wenn es so wäre, wäre das noch lange kein Grund, warum man es hier genauso weit kommen lassen müsste.




zum anderen ist es eh bullshit hier zu studieren da man zu spät fertig ist, in anderen ländern biste mit 22-23 fertig mit der kacke! und kannst arbeiten!
Bist du hier auch. Und wenn nicht, dann liegt es daran, dass du später aus der Schule gekommen bist als in anderen Ländern.




wenn ich hier immer solche freaks sehe die mit 30 noch studieren
Gibt's in anderen Ländern genauso, und wie gesagt, das ist die absolute Ausnahme, und ich behaupte mal, dass weniger als 5% der Studenten über 30 (und gleichzeitig unter 50) sind.



kann ich nur zustimmen zu den studiengeb.
Wieder Bullshit, wurde schon tausend Mal gesagt: Es gibt Langzeitstudiengebühren; Wegen Langzeitstudierender allgemeine Gebühren für jeden einzuführen ist also totaler Nonsens.



ps: die gleicheit ist nie gegeben! aber mit genug ergeiz kann man es immer schafen egal woher man kommt!
Bitte, in welcher Welt lebst du?

[pG]havok
23. Juni 2005, 11:24
Egal wie toll man Studiengebühren auch darstellt und "pro" Argumente sammelt: Studiengebühren sind schlicht und ergreifend hochgradig unsozial und führen nur zu noch stärkeren Milieu- und Schichtblindung, deren Druchbrechung, alle Statistiken zu diesem Thema geben mir Recht, jetzt schon allzu schwer erscheint.

xScopi
23. Juni 2005, 11:37
"Bitte, in welcher Welt lebst du?"

Wenn du es genau wisssen willst, habe ich mit 15 jahren auf der Strasse gelebt, und wer mir ankommt mir gleichheit lebt auf einer anderen Welt, da mensch subjektiv ist!! soeinfahc ist das, ich habe es selbst kennengelernt.

so, das ist ja intressant wie kann man mit 22-23 fertig damit sein wenn man erst mit 20 (ich geh mal von der regel aus) sein abitur haben kann, dazu kommen die viele arbeit usw das man ein Studium oder Semester wiederholen muss

so mal auf deine "Eliteunis" einzugehen;D In der regel bezahlst du in amerika für eine Privatuni (die meist 10x besser ist als eine Staatliche) ca. 26.000-36000 doller (www.bentley.edu), die Elite die du wahrscheinlich meinst sind ja nur ca 10-20 unis wo es ca. 47.000 doller pro jahr kostet:) und auf diese unis ist es sehr schwer drauf zu kommen, ausser man spendet 18mio. doller dann geht das auch ohne abitur.
ich sehe das grundproblem auch noch darin das das abi solange in ger dauert in anderen ländern ist man mit 16-18 jahren fertig, dadruch hat man gleichzeitig einen früheren berufseinstieg !


zum anderen muss man sehen das Ger keine natürlichen Rec. hat nur eine und das ist die Bildung.
Ein König von Dennmark der im 18. jhr. einen Krieg gegen Frankreich (glaube ich) verloren hat´, hat gesagt, wir sparen überall auser bei der Bildung, wir sollen schliessliche nicht dumm sterben;)

Smarty
23. Juni 2005, 12:08
Also, nochmal zum Thema "man kann alles schaffen, wenn man nur will":
1. Unser zweiter amerikanischer Austauschschüler hatte eine allein erziehende, arbeitslose Mutter. Er hat den Schüleraustausch komplett vom Parlamentarischen Partnerschaftsprogramm bezahlt gekriegt. Während er hier war, hat er die Nachricht gekriegt, dass er ein volles Stipendium für Boston University kriegt, plus Wohnung. Ich meine, das waren damals etwa 45.000 Dollar pro Jahr.
2. Eine weißrussische Bewerberin als Austauschschülerin bei unserer Organisation YFU (http://www.yfu.de) letzten Herbst. Sie kam vor 4 Jahren nach Deutschland, weil ihr Vater politisch verfolgt wurde und die meisten Freunde des Vaters bei "Unfällen" gestorben waren. Sie sprach damals kein Wort Deutsch. Das erste halbe Jahr zur Hauptschule gegangen, dann kapiert, dass sie aus dem Milieu raus will. Auf den Hosenboden gesetzt und geackert. Sport gemacht für die Integration. Nach anderthalb Jahren auf die Realschule gewechselt, nach noch einem halben aufs Gymnasium, wo sie jetzt eine der besten Schülerinnen ist. Nebenher hat sie gearbeitet um sich ihr Austauschjahr zu finanzieren. Sie hat ein Stipendium bekommen.
3. Sehr viele Austauschschüler arbeiten Jahre lang um sich ihr Austauschjahr zu finanzieren, etwa jeder 5., denke ich. Ganz ohne Stipendium geht es meist nicht, aber 2000-3000 Euro sparen sich die meisten von ihnen zusammen. Als 15-16jährige!!
4. Dieses Jahr auf einer Vorbereitungstagung gehabt: Am letzten Abend erzählt sie, dass sie von ihrem älteren Bruder regelrecht gequält wird. (Wir vermuten, dass der Vater es ähnlich macht.) In ihrem Dorf sind 2/3 der Jugendlichen nach ihren Erzählungen schon mit 14 dreimal die Woche volltrunken, rassistisch ist eigentlich jeder. Sie hat sich vor einem Jahr dazu entschieden da raus zu kommen, hat komplett mit Trinken und Rauchen aufgehört, sich gegen den Willen des Vaters fürs Austauschjahr beworben, finanziert es selbst. Die psychologisch geschulten Mitarbeiter der Geschäftsstelle unserer Organisation überprüfen, ob sie noch ein psychologisches Gutachten braucht, das ihr Stabilität bescheinigt, damit sie fahren darf. Außerdem wird geprüft ob Anzeige gegen Bruder und Vater erstattet wird.

Ich könnte dir noch dutzende solcher Geschichten erzählen, nicht nur von Austauschschülern. Die Wahrheit ist aber, dass diese Geschichten zwar vielleicht beeindruckend sind, aber eben nicht die Regel. Um sowas zu schaffen braucht man nicht nur den Willen (da hat man relativ wenig Einfluss drauf, ob man den hat oder nicht; der ist angeboren/bzw. durch die Umwelt anerzogen), sondern eben in den meisten Fällen auch noch eine ganze Menge Glück!

xScopi
23. Juni 2005, 12:15
Smarty was willst du uns eigentlich damit sagen T_T also ich bin der meinung das man alles schafen kann wenn man es will, eine frage der einstellung. natürlich spielen faktoren wie timing, aussehen, charakter usw eine sehr grosse rollen, aber im endeffekt kann man es immer schafen, nur die ausgangpositionen sind verschieden, das das was es ausmacht!


ps: smarty zeig mir mal eine schule wo man sein abi mit 16-18 jahren hat hier in ger T_T da haben ja manche noch nichtmal hier realschulabschluss T_T danach kommt noch 4 jahre uni dann würde deine tolle rechnung hinkommen;)

Smarty
23. Juni 2005, 12:28
Ich will sagen, dass man es eben nicht immer schaffen kann, auch wenn ich weiß, dass es viele Leute gibt, die es schaffen. Ich hätte auch einfach schreiben können "Schau dir die ganzen Leute an, die jeden Tag stundenlang beim Arbeitsamt anstehen und um Arbeit flehen, hunderte Bewerbungen schreiben usw."

Zum Schulabschluss: Ich war gerade 19 als ich Abi gemacht habe, älter ist niemand, der nie wiederholt hat und normal eingeschult wurde. Bei uns waren etwa 20% der Abiturienten zum Zeitpunkt der Abiklausur noch 18.
Es gibt afaik mittlerweile so einige Bundesländer, in denen es nur noch 12 Jahrgangsstufen gibt. Das heißt, Abi mit 17-18 ist dann normal. Nach 2 Jahren Studieren ein Bachelor. Wo ist das Problem?

Und wie gesagt, der Hauptpunkt ist: Das Studium dauert überall ungefähr gleich lange. Die Aussage "Wer in D studiert ist selbst schuld, weil das Studium hier so lange dauert" deswegen Nonsens!

mamamia
23. Juni 2005, 12:36
jetzt mal ehrlich: welcher student, der aus einer unteren sozialen schicht kommt, kann neben dem sagen wir mal naturwissenschafts-, jura- oder medizinstudium noch 500-1000 euro pro semester berappen? niemand.

es sei denn er besucht kaum vorlesungen, lernt wenig und studiert deshalb noch viel mehr semester.

das kommt doch nur wieder den bonzenkindern zugute, die sowieso als erstwagen nen neuwagen von papi bekommen, die erste wohnung komplett finanziert bekommen und denen studiengebühren egal sein können.

und bei diesen beträgen wirds doch auch nicht bleiben. ich kann einfach nicht begreifen wie man für soetwas sein kann.
jede milchmädchenrechnung geht doch in die gleiche richtung: sozial benachteiligte schichten werden aus den universitäten gedrängt (und das nicht wegen geringer bildung sondern allein wegen der finanziellen aspekte)

[pG]havok
23. Juni 2005, 13:21
Was man aber gerechterweise dazusagen muß: Viele Leute die hier schreiben Studium sei so anspruchsvoll und 50h pro Woche etc mit Vor- und Nachbearbeitung ... das ist übertriebener Käse. Vielleicht seid ihr gerade 3. Semester und das Grundstudium kommt euch so gigantisch vor, aber lasst euch gesagt sein, spätestens im HS hat man sowieso nur noch wenns hoch kommt und man noch ne Sprache nebenbei macht 14 SWS. Das kann auch jeder Laie nachvollziehen, man nehme einfach die Studienordnungen der Fakultäten und lese das Pensum nach. Da muss ich auch mal ne Lanze für die Kritiker brechen: Wenn man 8 oder 9 Semester studiert muss man unter Garantie NIEMALS 50h die Woche dafür arbeiten, nich mal für die Zwischenprüfung oder Examen (dipl oder M.A. Arbeit) etc... das ist wirklich quatsch.

Franzmann2
23. Juni 2005, 13:35
Smarty du laberst nur Kacke. Bitte tu mir einen Gefallen und nimm das Wort 'Argument' nicht mehr in den Mund. Und erzähl deine Geschichten über "John B. aus O." woanders.

Smarty
23. Juni 2005, 13:50
Ich verweise auf meine Signatur und füge hinzu "Diejenigen, die sich immer so sicher sind, brauchen nie Argumente, schreien aber am lautesten."

Picard
23. Juni 2005, 14:22
Original geschrieben von GuteFragen
Smarty was willst du uns eigentlich damit sagen T_T also ich bin der meinung das man alles schafen kann wenn man es will, eine frage der einstellung. natürlich spielen faktoren wie timing, aussehen, charakter usw eine sehr grosse rollen, aber im endeffekt kann man es immer schafen, nur die ausgangpositionen sind verschieden, das das was es ausmacht!


ps: smarty zeig mir mal eine schule wo man sein abi mit 16-18 jahren hat hier in ger T_T da haben ja manche noch nichtmal hier realschulabschluss T_T danach kommt noch 4 jahre uni dann würde deine tolle rechnung hinkommen;)

ich bin 3 tage vor dem letzten schultag 18 geworden...
thüringen, 12 klassen.
nen kumpl hat gleich nach der schule nen studium angefangen (regnerative energietechnik oder sowas)

Maestro6
23. Juni 2005, 14:28
Bin selber anner Uni. Hab nix gegen Gebühren. Bin sogar eher ein Befürworter, wenn die Gelder der Bildung zugute kommen würden!!!
Aber im gleichen Schritt müssten auf andere Ausbildungswege genauso Gebühren erhoben werden.
Jemand der eine Ausbildung zum Ind.kaufmann macht, bekommt noch Geld dafür?
By the way: muß man Gebühren zahlen, wenn man eine Berufsschule besucht? Meines Wissens nicht, aber das ist ja was gaaaanz anderes :rolleyes:

Franzmann2
23. Juni 2005, 14:59
Original geschrieben von Smarty

-Die meisten Unis sind gegen Studiengebühren. Warum wohl?

-Finnland: Überhaupt keine Studiengebühren seit einigen Jahren; 80% der Studenten werden staatlich gefördert. Mit das beste Bildungsniveau Europas!



+


Original geschrieben von Smarty



So, liebe Studiengebühren-Befürworter. Ich erwarte Argumente, und nicht mehr diese ätzenden Parolen, die dem Lieblingspolitiker abgeschaut sind.

= GGNORE

t3nn0
23. Juni 2005, 16:00
@ GuteFragen: Amerika ist zu einem Vergleich ungeeignet. Wie hoch die Prozentzahl der Stipendienträger ist weiß ich nicht, aber sie liegt wohl um mehrere 100% höher als in Deutschland (dabei verhältnismäßig berücksichtigt das es mehr Einwohner hat).

Außerdem: Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. (GG, Artikel 20§1) !

Wir, daß Volk der Vereinigten Staaten von Amerika, von der Absicht geleitet, unseren Bunde zu vervollkommnen, die Gerechtigkeit zu verwirklichen, die Ruhe im Innern zu sichern, für die Landesverteidigung zu sorgen, das allgemeine Wohl zu fördern und das Glück der Freiheit uns selbst und unseren Nachkommen zu bewahren, setzen und begründen diese Verfassung für die Vereinigten Staaten von Amerika. (Amerikanische Verfassung, Präambel)

Da steht nix von sozial! (auch nicht in den Amendments) Der Unterschied dürfte auffallen!?

In Deutschland ist dieser Punkt bei jeglichen Entscheidungen politischer Art zu berücksichtigen.

Und wie sozial können Studiengebühren sein? (kein Wort über Stipendien, dass teilweise als Argument auftaucht; siehe dazu Seite 1!)

Außerdem was soll denn bitte dieses Argument mit den 30jährigen Studenten? Ist natürlich ganz klar dies zum Anlass zu nehmen allen Studierenden Studiengebühren aufzudrücken. Super verständlich :stupid:

HERR 2FICKENDEHUNDE
23. Juni 2005, 16:55
Original geschrieben von Smarty
Die Pro-Studiengebührler, erwidert mir doch bitte etwas auf die folgenden Argumente
[list=1]
Deutschland hat jetzt schon stark unterdurchschnittlich viele Abiturienten. Von diesen Abiturienten gehen ebenfalls unterdurchschnittlich viele auf die Uni. Politiker aller Couleur sowie alle großen Unternehmenschefs die ich darüber habe reden hören, sagen, dass diese Zahlen unbedingt erhöht werden müssen, wenn Deutschland irgendwie Schritt halten möchte, da Deutschlands momentan einziges Argument gegen die immensen Lohnnebenkosten und sonstigen Produktionskosten "qualifiziertes Personal" ist. Sind Studiengebühren da nicht ein wenig kontraproduktiv?
Beispiel zwei meiner Mitbewohner: Sie sind gerade so im bafög drin (würden 3 bzw. 7 Euro kriegen), d.h. sie müssen wohl erstmal keine Gebühren bezahlen. Sobald sie aber kein Bafög mehr kriegen, werden sie aufhören zu studieren. Grund: Ihre Eltern können es nicht bezahlen, und sie selber möchten sich in ihren jungen Jahren nicht mit 3000 Euro + möglicherweise 1-jährige Doktorarbeit = 4000 Euro verschulden. Das würden sie vielleicht machen, wenn sie sicher wären hinterher einen Job zu bekommen. Aber zum Einen sieht der Arbeitsmarkt momentan sowieso nicht so rosig aus. Zum anderen studieren sie mit Landschaftsökologie und Geoinformatik nicht gerade "sichere" Berufe. 3000 Euro sind für die meisten Menschen in Deutschland ein großer Haufen Geld!
Daran anlehnend: Wenn ich als 10.-Klässler oder meinetwegen auch als Abiturient vor der Wahl stehe: Studium und ca. 5000 Euro Schulden und vielleicht hinterher einen einigermaßen bezahlten Job - oder aber eine Ausbildung, wo ich nach 2 Jahren fertig bin und die Chancen hinterher Arbeit zu finden auch nicht schlechter sind -- wofür entscheide ich mich?
Es gibt jetzt schon viel zu wenig Ausbildungsplätze. Natürlich wird der Anteil derjeniger, die eine Ausbildung statt eines Studiums machen, noch drastisch steigen, s.o. Infolge dessen wird die Jugendarbeitslosigkeit noch einmal drastisch steigen.
Im Grundgesetz ist verankert, dass jeder Mensch die gleichen Chancen in Bezug auf Bildung haben soll. Das BVG hat bereits entschieden, dass "sozialverträgliche" Studiengebühren okay sind. Glaubt irgendjemand wirklich, dass die Studiengebühren von Schwarz-Gelb in irgendeiner Weise "sozialverträglich" werden?
Stichwort "Man kann doch auch neben dem Studium arbeiten!": Laut einer Umfrage an unserer Fakultät arbeiten etwa zwei Drittel der Psychologiestudenten in Münster neben dem Studium. Ich glaube, ich brauche nicht zu erwähnen, dass Psychologie ein "eher anspruchsvolles" Fach ist, und es ist extrem lern-intensiv. Die meisten meiner Kommilitonen haben entweder wohlhabende Eltern oder eine 80+ Stunden-Woche und halten sich damit so gerade über Wasser. Das Studium selbst verschlingt - je nach dem ob man eine "4-Gewinnt"- oder eine "Alles-1"-Strategie hat - zwischen 40 und 70 Stunden in der Woche. Bitte wie zum Teufel soll man es anstellen dann auch noch 100 Euro mehr pro Monat zu bezahlen (um sich nicht zu verschulden), wenn die meisten jetzt schon eigentlich viel zu wenig haben? Ich denke mir, in einigen anderen Studiengängen sieht es nicht anders aus.
Es gibt etliche Studiengänge, die mit Studiengebühren komplett aussterben werden -- weil sie potentiell nicht genug Geld versprechen, als dass man sich dafür mehrere tausend Euro Schulden aufbürden würde. Ist das was Positives?
Viele Universitätsstätten "leben" von Studenten. Das beste Beispiel ist vielleicht Münster. Ich kenne keine Zahlen, aber ich bin mir sicher, dass ein großer Prozentsatz der Arbeitsplätze hier an den Studenten hängt. Studenten haben verhältnismäßig viel Kaufkraft. Verschwinden sie (oder geben ihr letztes Geld für Studiengebühren aus), dann werden dutzende Kneipen, Cafés, Supermärkte, Bekleidungsgeschäfte, uswusf zumachen müssen.
Argument: "Dann trödeln die Studenten wenigstens nicht mehr!" -- in NRW gibt es schon länger Studienkonten -- wer zu lange fürs Studium braucht, zahlt 650 Euro pro Semester. Diejenigen, die es irgendwie können (und nicht gerade reich sind), ziehen ihr Studium deswegen eh schon in der Regelstudienzeit durch. Allgemeine Studiengebühren würden daran rein gar nichts ändern.
Argument: "Dann haben die Unis wieder mehr Geld!" -- Münsters Uni geht es sehr viel schlechter, seit es Langzeitstudiengebühren gibt. Weil so viele Studenten abgegangen sind, die wenig Geld "verbraucht" haben, dass unterm Strich weniger übrig bleibt. So einfach ist das. Ganz nebenbei steht noch völlig in den Sternen, wie groß der Anteil der Gebühren sein wird, der den Unis auch wirklich zur Verfügung gestellt wird. Ich gehe jede Wette ein, dass er nicht über 50% liegen wird.
Ich persönlich habe keine großen Probleme damit 100 Euro mehr im Monat aufzubringen. Was hauptsächlich daran liegt, dass meine Großeltern eisern gespart haben um mir ein "schönes Studium ohne Arbeit" zu ermöglichen. Arbeiten gehen muss ich natürlich trotzdem, mach ich jetzt schon. Es gibt aber so einen Begriff... ich glaube, er hieß "Solidarität". Und auch deswegen bin ich gegen Studiengebühren.
Die meisten Unis sind gegen Studiengebühren. Warum wohl?
Finnland: Überhaupt keine Studiengebühren seit einigen Jahren; 80% der Studenten werden staatlich gefördert. Mit das beste Bildungsniveau Europas![/list=1]

So, liebe Studiengebühren-Befürworter. Ich erwarte Argumente, und nicht mehr diese ätzenden Parolen, die dem Lieblingspolitiker abgeschaut sind.

1) haste nen beleg? jeder fuzzi macht heutzutage abi
2) 4000€ ist doch nix, schau mal was leute für den meister in ihren berufen zahlen. arbeitsmarkt is irrelevant, man sollte schon das studieren, womit man auch was anfangen kann. wer sowas unsicheres studiert, selber schuld!
3) erst ausbilden, dann studieren, dann siehts auch mit nebenjob ganz gut aus
4) mit abi hat man durchaus gute chancen einen ausbildungsplatz zu bekommen. versuchs doch mal mit real oder hauptschulabschluss ;)
5) 500,- im halbjahr sind nicht wirklich ein problem
6) jede sau will psychologie machen, weils interessant ist. wieviel dann tatsächlich überhaupt arbeiten in diesem beruf ist eher fraglich. da stellt sich die frage nach dem sinn dieses studienganges bei einigen schon. und schulden machen fürs studium? lol, für die paar euros geht ihr nachher im berufsleben vielleicht 2jahre arbeiten, wo is das problem?
7) erläuterung pls
8) kein argument gegen studiengebühren
9) sieht in meinem bekanntenkreis trotzdem übel aus, es war zumindest mal sehr extrem, das mag sich jetzt geändert haben
10) spekulationen, das wird man erstmal abwarten müssen
11) es sind 84,- euro im monat (gerechnet auf 1 halbjahr) und die geben manche auch loker in kneipen aus, siehe argument 8)
12) es gibt genügend profs die dem wohlgesonnen gegenüberstehen
13) lol geil, der vergleich mit finnland, schau mal auf die einwohnerzahl finnlands und der prozentuale anteil der studenten und vergleich das mit deutschland

ahja
23. Juni 2005, 16:57
Studiengebühren ohne mögliche 0% Kreditaufnahme sind idiotisch. Und wer das bestreitet ist ebenfalls ein Idiot

Smarty
23. Juni 2005, 17:17
Franzmann: Null Wille sich mit etwas auseinander zu setzen. Du hörst etwas, legst es sofort in deine willkürliche Schublade, machst sie zu und schmeißt den Schlüssel weg.

- In Finnland gibt es ca. 2% Ausländer, und die Schere zwischen Arm und Reich ist noch so weit zusammen wie in kaum einem anderen Land (das durchschnittliche Einkommen ist afaik sehr viel niedriger)
- Finnland gibt afaik nicht mehr Geld für Bildung aus (Anteil des BIP) als Deutschland.
- Die Prioritäten werden woanders gesetzt: Statt sau viel Kohle in das Auffangen von sozialen Absteigern zu stecken; in Ausbildungsabbrecher oder solche, die gar keine Ausbildungsstelle finden; Schulabbrechern, die kein Deutsch können usw. wird dort dafür gesorgt, dass jedes Kind das eingeschult wird die Voraussetzungen erfüllt, die Schulen sind dort gesetzlich dazu verpflichtet für die Schulfähigkeit eines jeden Kindes zu sorgen! Frag mal irgendeinen Lehrer, der in einer Grundschule mit hohem Ausländeranteil arbeitet, wie viele Erstklässler oder gar Zweitklässler er überhaupt für "schulfähig" hält. Was die Eltern nicht können oder wollen, das muss der Staat machen. Die ersten 5-7 Lebensjahre sind essentiell. Man kann alleinig über das Schulverhalten eines 6-jährigen mit verblüffend hoher Wahrscheinlichkeit voraussagen, ob jemand später wegen Aggressionen auffällig wird oder nicht. Viel gute Forschung dazu haben z.B. Hoffmann, Schneewind und Farrington geleistet.

Und dann ist da noch der kleine Umstand, dass es in Finnland der Normalfall ist, dass ein Lehrer auf einen Schüler zugeht, wenn der schlechte Noten hat und auch nicht locker gelassen wird, bis derjenige bessere Noten schreibt. Stichwort "individuelle Förderung" - die natürlich nur geht, wenn es genug Lehrer dafür gibt (Finnland hat übrigens nur etwa halb so große Schulen wie Deutschland).

So, und dann ist da eben der finanzielle Aspekt. Es ist einfach nicht von der Hand zu weisen: Wenn für mich von jeher klar ist "ich kann es mir eh nicht leisten zu studieren", dann gehe ich von vornherein mit einer ganz anderen Einstellung ans Lernen. Dann finde ich mich damit ab, dass ich nur "Mittelmaß" bin und werde es auch. Und das erklärt, warum es afaik nur 6 OECD-Länder gibt, bei denen es weniger Abiturienten gibt als hier. Es liest sich ja sehr schwärmerisch, wenn man in der "Bildung auf einen Blick"-Analyse etwas von

In Deutschland hatten 1998 16 % eines Altersjahrgangs ein
Universitäts- oder Fachhochschulstudium abgeschlossen, im Jahr 2002 waren es bereits 19 %. Allerdings liegt Deutschland damit deutlich unter dem OECD-Mittel von 32 % (1998: 23 %). Auf Grund der sehr positiven Entwicklung bei den Studienanfängern wird auch die Zahl der Hochschulabsolventen in den nächsten Jahren weiter steigen und sich in einer höher Absolventenquote niederschlagen.
...liest. Aber wartet mal auf die Analyse von 2007.
Nuff said.

t3nn0
23. Juni 2005, 17:37
Original geschrieben von 2FICKENDEHUNDE


1) haste nen beleg? jeder fuzzi macht heutzutage abi
2) 4000€ ist doch nix, schau mal was leute für den meister in ihren berufen zahlen. arbeitsmarkt is irrelevant, man sollte schon das studieren, womit man auch was anfangen kann. wer sowas unsicheres studiert, selber schuld!
3) erst ausbilden, dann studieren, dann siehts auch mit nebenjob ganz gut aus
4) mit abi hat man durchaus gute chancen einen ausbildungsplatz zu bekommen. versuchs doch mal mit real oder hauptschulabschluss ;)
5) 500,- im halbjahr sind nicht wirklich ein problem
6) jede sau will psychologie machen, weils interessant ist. wieviel dann tatsächlich überhaupt arbeiten in diesem beruf ist eher fraglich. da stellt sich die frage nach dem sinn dieses studienganges bei einigen schon. und schulden machen fürs studium? lol, für die paar euros geht ihr nachher im berufsleben vielleicht 2jahre arbeiten, wo is das problem?
7) erläuterung pls
8) kein argument gegen studiengebühren
9) sieht in meinem bekanntenkreis trotzdem übel aus, es war zumindest mal sehr extrem, das mag sich jetzt geändert haben
10) spekulationen, das wird man erstmal abwarten müssen
11) es sind 84,- euro im monat (gerechnet auf 1 halbjahr) und die geben manche auch loker in kneipen aus, siehe argument 8)
12) es gibt genügend profs die dem wohlgesonnen gegenüberstehen
13) lol geil, der vergleich mit finnland, schau mal auf die einwohnerzahl finnlands und der prozentuale anteil der studenten und vergleich das mit deutschland

1. hast du nen Beleg?
2. 4000€ ist nix :stupid:
3. wie alt wird man da wohl sein? wie gut kann man sich da auf das Studium konzentrieren?
4. guter Abschluss egal wo ist immer berufsqualifizierend (die Müllabfuhr wird keinen Abiturienten einstellen nur weil er da unbedingt arbeiten will, weil er sich unterfordert fühlen wird, was schlechte Arbeit zur Folge haben kann = Risiko das keiner eingehen will)
5. mach doch mal ne Umfrage wer es bezahlen kann und wer nicht. Das kann ich so nicht glauben!
6. erstmal nicht jeder wenn dann tendenziell viele! und tendenziell viele studieren Fächer, in denen sie ihr Berufsfeld vor Augen haben. Das zurückzahlen ist bei geregeltem Einkommen durchaus kein Problem. Allerdings darf es durchaus nicht verwundern wenn dann die Familienplanung in Deutschland dürftig aussieht bzw. sich nach hinten verschiebt.
7. es geht wohl um die Studiengänge die der Gesellschaft und Wirtschaft konkretere Ergebnisse liefern können. (an meiner Uni werden z.B. 90%Förderungsgelder in Naturwissenschaften gesteckt und der Rest in die Geisteswissenschaften) Es könnte sich bei den Studiengebühren und deren Förderung ähnliches erweisen.
8. weniger Geld bei den Studenten bzw. weniger Studenten = weniger wirtschaftlicher Umsatz im Uniumfeld (sicher keiner der Hauptgründe aber dürfte für die betroffenen Stätten des Konsums^^ nicht überflüssig sein)
9. ist wohl geklärt. Langzeitstudiengebühren gibt es bereits!
10. das entspricht aber beiden Seiten. Und ist wohl eher eine mögliche Folge (a. es geht den Unis besser b. es bessert sich nicht viel c. halbherzige Kompromisse, die keine Studiengebühren rechtfertigen)
11. es gibt für jede Seite Beispiele. Die einen gehen nicht mehr in die Kneipen und die anderen verlassen die Uni. :stupid:
12. es gibt für beide Seiten Für- und Gegensprecher.
13. Finnland ist die eine Seite und Amerika/Australien die andere. Jeder hat seine Anhaltspunkte im Ausland.

HERR 2FICKENDEHUNDE
23. Juni 2005, 18:05
sorry aber 4000,- euro sind peanuts. vielleicht von deinem momentanen standpunkt aus gesehen, mag das viel sein aber du darfst nicht vergessen, das du als Doktor mit dem zu erwarteten einstiegsgehalt weit über dem schnitt des bruttojahreseinkommen in deutschland liegst. dh, solltest du schulden dafür machen, hast du die ratz fatz abbezahlt, mit dem was du dann verdienst. davon abgesehen, das dir mir nem Dr. ( ok mediziner mal abgesehen ) tür und tor offen stehen, sei es bei firmen oder bei banken, wenns um kredite geht zB.

angenommen du studierst sagen wir mal 5 jahre, dh, 10 x 500,- euro studiengebühren, + 4000,- euro für die doktorarbeit. das sind dann 9000 euro, auf 5 jahre. als Dr. ( abgesehen von Dr med da stellt sich noch ne andere problematik ) gehst du mit nem einstiegsjahresgehalt von locker über 35.000€ nach hause. tendenz rasch steigend. nach 3-4 jahren, hast du das locker abgezahlt, ohne das du wirklich nen finanzielles problem damit hast. vorausgesetz, du hast schulden gemacht, umd as studium zu finanzieren. wenn du für die studiengebühren direkt selbst aufkommst... reden wir über lächerlich 4000,- euro, den betrag den du dann vermutlich im monat verdienst, zumindest fast.

Teegetraenk
23. Juni 2005, 18:16
Also werden jetzt alle Studenten Doktor und das Problem ist gelöst. D:

SuicideSquad
23. Juni 2005, 18:17
Original geschrieben von 2FICKENDEHUNDE

als Dr. ( abgesehen von Dr med da stellt sich noch ne andere problematik ) gehst du mit nem einstiegsjahresgehalt von locker über 35.000€ nach hause. tendenz rasch steigend. nach 3-4 jahren, hast du das locker abgezahlt, ohne das du wirklich nen finanzielles problem damit hast. vorausgesetz, du hast schulden gemacht, umd as studium zu finanzieren. wenn du für die studiengebühren direkt selbst aufkommst... reden wir über lächerlich 4000,- euro, den betrag den du dann vermutlich im monat verdienst, zumindest fast. du hast vergessen, dass sich das finanzamt erstmal die hälfte unter den nagel reißt.

HERR 2FICKENDEHUNDE
23. Juni 2005, 18:23
anyway, immer noch mehr als viele angestellte ohne hochschulabschluss. zumal die aussichten schnell deutlich mehr zu verdienen, sehr hoch sind.

Beli2
23. Juni 2005, 18:34
Das deutsche Durchschnittsgehalt beträgt 1800 Euro, das von Akademikern liegt wahrscheinlich irgendwio zwischen 2,5 und 3,0 Tausend, allerdings ist das Einstiegsgehalt im Schnitt natürlich niedriger, trotzdem kann es doch wirklich nicht zuviel verlangt seine 4 zukünftige Monatgehälter für die eigene Ausbildung auszugeben.

Der Pessimus gegenüber Studiengebühren ist auch in der Angst der Deutschen vor dem Verschulden begründet. Allerdings ist es einfach so, dass im frühen Alter ein relativ höherer Aufwand zu machen ist, was gegenbenfalls mit einer Verschuldung verbunden ist. Und 5000 Euro zuzüglich Zinsen 5 p.a. sind angesichts der Erhaltenen Lesitung günstig.

Wer nicht bereit ist dieses Risiko zu tragen, soll auch die Konsequenzen tragen, so ist das nunmal im Leben, ein höherer Etrag winkt nur bei erhöhtem Risiko.
Und wer wirklich mit den derzeitigen Studienbedingungen zufrieden ist, ignoriert die renovierbedürftigen Gebäude und das Miese Betreuungsangebot in den meisten Studiengängen, in diesem Zusammenhang Deutschland mit Finnland zu vergleichen entbehrt jeglichem Sinn, Finnland hat keine Verschuldung in Höhe von 70% des BIP und die Bevölkerung hat seine Konsumquote wahrscheinlich auch nicht auf Rekordtief reduziert.

SuicideSquad
23. Juni 2005, 18:55
du tust ja so als würden die studiengebühren tatsächlich benutzt werden, um die unis zu verbessern und nicht dazu, haushaltslöcher zu stopfen.

HERR 2FICKENDEHUNDE
23. Juni 2005, 18:56
Original geschrieben von SuicideSquad
du tust ja so als würden die studiengebühren tatsächlich benutzt werden, um die unis zu verbessern und nicht dazu, haushaltslöcher zu stopfen.

naja, da du nicht rauchst muss der staat halt anders an dein geliebtes geld kommen :hammer:

Smarty
23. Juni 2005, 19:02
Boah jungs, wenn ihr nur mit Sachen um euch schmeißt, die mit 10 Sekunden googlen entkräftet sind, macht ihr euch lächerlich!

- 2% eines Jahrgang (Stand von 2001) machen in Deutschland momentan einen Dr. (was übrigens überdurchschnittlich ist)
- Einen Kredit kriegt heute auch ein Dr. nicht mal "eben so". Die Behauptung ist einfach frei erfunden.
- Wenn das Durchschnittsgehalt eines Deutschen bei 1,8k liegt, dann deckt das mal gerade eben so die alltäglichen Bedürfnisse eines Ehepaares, Kind nicht eingerechnet. Banken berechnen für eine Einzelperson an monatlichen Fixkosten (ohne Auto oder sonstigen Luxus) in einer Kleinstadt etwa 600-700 Euro.
Wenn man für den Job in eine Großstadt ziehen muss werden die Mieten geringfügig höher. Wenn man ein Kind haben will, kostet das ebenfalls (und ein Elternteil bleibt allermeistens zu Hause). Wenn man nicht in der Stadt wohnt, ist der Zwang sich ein Auto zu kaufen relativ groß (200-400€/Monat an Abbezahlung).
Und wenn das nicht überzeugend ist: Geh auf die Straße und laber Leute an. Leute, die längst mit beiden Beinen im Leben stehen und nicht mehr die vielen Unsicherheiten von direkt nach der Berufsausbildung haben. Frage sie, ob 4000 Euro für sie ein Pappenstiel sind.

Übrigens: Bei den 4000-5000 Euro bleibt es natürlich nicht. Schon im Wahlkampf hat Schwarz-Gelb gesagt, dass das Darlehen keinesfalls zinsfrei sein soll (wie oben schon jemand behauptet hat). Jeder soll zwar das Darlehen kriegen. Die Zinssätze sollen aber "übliche" Konditionen betragen. Also etwa 6% im Jahr momentan. Momentan, wo die Zinssätze extrem niedrig sind.


Achja, Beli:

Finnland hat keine Verschuldung in Höhe von 70% des BIP und die Bevölkerung hat seine Konsumquote wahrscheinlich auch nicht auf Rekordtief reduziert.
Weißt du, mit was die Entschuldung Finnlands korrelierte? U.a. mit mehr Investitionen in die Bildung.

HERR 2FICKENDEHUNDE
23. Juni 2005, 19:22
einen kredit bekommt man ganz easy, wenn man ein monatliches gehalt bezieht. mit dr. alleine kann man sich natürlich nichts kaufen. da aber die berufchancen eines dr titel trägers weit aus grösser sind, als die eines normalen angestellten, ist klar das die bank dem dr mehr finanziellen spielraum einräumt. aber gut, das ist nicht beweisbar...



und btw, die leute auf der strasse haben auch meisst keinen hochschulabschluss.

meine freundin zahlt 1800,- euro pro jahr studiengebühr in holland und geht samstags ganztägig und sonntags ab und zu arbeiten. in den ferien komplett. den rest der woche lernt sie. wir waren im urlaub dieses jahr. sie bezieht weder geld von ihren eltern noch vom bafögamt und fährt jeden tag von düsseldorf nach venlo mit dem auto. es ist nicht einfach aber es geht. die lacht über leute wie dich, die ihre gewohnheiten unter der woche einen trinken zu gehen und auch am wochenende auszugehen als "normales studentenleben" empfinden. ( bitte nicht persönlich nehmen )

mal abgesehen, von den günstigen krankenkassenbeiträgen, dem echt billigen bahntickets in deutschland, davon hat sie nix. vergünstigungen in den meissten öffentlichen einrichtungen für im ausland studierende ist kein problem

Teegetraenk
23. Juni 2005, 19:27
Original geschrieben von Beli

Wer nicht bereit ist dieses Risiko geringe zu tragen, soll auch die Konsequenzen tragen, so ist das nunmal im Leben, ein höherer Etrag winkt nur bei erhöhtem Risiko.
Und wer wirklich mit den derzeitigen Studienbedingungen zufrieden ist, ignoriert die renovierbedürftigen Gebäude und das Miese Betreuungsangebot in den meisten Studiengängen, in diesem Zusammenhang Deutschland mit Finnland zu vergleichen entbehrt jeglichem Sinn, Finnland hat keine Verschuldung in Höhe von 70% des BIP und die Bevölkerung hat seine Konsumquote wahrscheinlich auch nicht auf Rekordtief reduziert.

Richtig müsste es heißen: Ein höherer Ertrag winkt nur bei erhöhter Leistung - und genau das leisten Studenten und Akademiker, nämlich mehr.
Zur Konsumquote: Die steigt sicherlich nicht parallel mit dem Grad der Verschuldung der "Besserverdienenden".

Daszu kommt noch, dass Akademiker viel später ins Berufsleben einsteigen. Grad bei Sachen wie Altersvorsorge usw. ein enormer Nachteil. Von dem Einstieg ins Arbeitsleben und der damit verbundenen Ausbeutung durch Praktikas mal ganz abgesehen.

Wer sich hier außerdem auf 500€/Semester festlegt, hat eh einen Schaden. Das würde, wie in GB, innerhalb weniger Semester auf mehrere tausend Euro ansteigen. Ich kann mich jedenfalls nicht über meine Ausbildung beschweren. Die überfülllten Seminarräume -wayne. Über zu wenig Betreuung kann ich mich ebenfalls nicht beschwerden. Meine Dozenten haben immer ein offenes Ohr, wenn ich mit Problemen (z.B. wegen einer Hausarbeit) zu ihnen komme. Amerikanische Unis lecken sich die Finger nach deutschen Geisteswissenschaftlern, das Bildungsniveau kann also nicht so schlecht sein.

Ein fester, gut bezahlter und flexibler Arbeitsplatz (an den kaum zu beeinflussenden Stundenplan angepasst, jedes Semester neu), der dir trotzdem genug Freiraum gibt dein Studium ordentlich zu absolvieren, ist seltener als ein 6er im Lotto. Die meisten STudentenjobs sind kleine Nebenverdienste um sich das "Taschengeld" aufzubessern, oder einen Notnagel zurückzulegen. Mal eben 2000 oder 3000 €/Semester zusätzlich zu erwirtschaften - haha..

HERR 2FICKENDEHUNDE
23. Juni 2005, 19:31
Original geschrieben von PivoUser_R7


Ein fester, gut bezahlter und flexibler Arbeitsplatz (an den kaum zu beeinflussenden Stundenplan angepasst, jedes Semester neu), der dir trotzdem genug Freiraum gibt, dein Studium ordentlich zu absolvieren, ist seltener als ein 6er im Lotto. Die meisten STudentenjobs sind kleine Nebenverdienste um sich das "Taschengeld" aufzubessern, oder einen Notnagel zurückzulegen. Mal eben 2000 oder 3000 €/Semester zusätzlich zu erwirtschaften - haha..


wochenende, kellnern was weiss ich. wo ein wille ist, ist auch ein weg

Teegetraenk
23. Juni 2005, 19:37
Genau, und wieviel Nebenjobs hast du neben deinem Beruf? 7 Tage die Woche, 12h am Wochenende arbeiten, jedes Wochenende? Leicht gebrüllt, solang es einen nicht betrifft hm?

Das Problem ist hier doch ein ganz anderes: Der kaum zu übersehende Sozialneid gegenüber Studenten. Die Aufstiegsmöglichkeiten, das gesellschaftliche Prestige, das bessere Einkommen usw.
DENEN MUSS MAN ES 10X SCHWERER ALS ALLEN ANDEREN MACHEN.

So einen Schwachsinn hab ich echt noch nie gelesen.

Beli2
23. Juni 2005, 19:56
Original geschrieben von Smarty
Boah jungs, wenn ihr nur mit Sachen um euch schmeißt, die mit 10 Sekunden googlen entkräftet sind, macht ihr euch lächerlich!

- 2% eines Jahrgang (Stand von 2001) machen in Deutschland momentan einen Dr. (was übrigens überdurchschnittlich ist)
- Einen Kredit kriegt heute auch ein Dr. nicht mal "eben so". Die Behauptung ist einfach frei erfunden.
- Wenn das Durchschnittsgehalt eines Deutschen bei 1,8k liegt, dann deckt das mal gerade eben so die alltäglichen Bedürfnisse eines Ehepaares, Kind nicht eingerechnet. Banken berechnen für eine Einzelperson an monatlichen Fixkosten (ohne Auto oder sonstigen Luxus) in einer Kleinstadt etwa 600-700 Euro.
Wenn man für den Job in eine Großstadt ziehen muss werden die Mieten geringfügig höher. Wenn man ein Kind haben will, kostet das ebenfalls (und ein Elternteil bleibt allermeistens zu Hause). Wenn man nicht in der Stadt wohnt, ist der Zwang sich ein Auto zu kaufen relativ groß (200-400€/Monat an Abbezahlung).
Und wenn das nicht überzeugend ist: Geh auf die Straße und laber Leute an. Leute, die längst mit beiden Beinen im Leben stehen und nicht mehr die vielen Unsicherheiten von direkt nach der Berufsausbildung haben. Frage sie, ob 4000 Euro für sie ein Pappenstiel sind.

Übrigens: Bei den 4000-5000 Euro bleibt es natürlich nicht. Schon im Wahlkampf hat Schwarz-Gelb gesagt, dass das Darlehen keinesfalls zinsfrei sein soll (wie oben schon jemand behauptet hat). Jeder soll zwar das Darlehen kriegen. Die Zinssätze sollen aber "übliche" Konditionen betragen. Also etwa 6% im Jahr momentan. Momentan, wo die Zinssätze extrem niedrig sind.


Achja, Beli:

Weißt du, mit was die Entschuldung Finnlands korrelierte? U.a. mit mehr Investitionen in die Bildung.

Also da stand Durchschnittsgehalt und bekanntlich haben gerade Akademikerinnen eine höhere Erwebsquote und geringere Geburtenrate und auch ein höheres Durchschnittsgehalt, also weiss ich nicht, was du mit deiner Milchmädchenrechnung mit dem einen Einkommenbezieher erreichen willst und schließlich, kann man doch gerade von Akademikern erwarten, dass sie ihre Lebensplanung so ausrichten, dass es nicht zu finanziellen Engpässen kommt.
Bezüglich der Bildungsinvestitionen und Finnland kann das ja alles stimmen, nur man kann die Fehler, die in Deutschland in der Vergangenheit gemacht wurden heute nicht mehr wiedergutmachen.

@pivo
Verschuldung ist Konsum von zukünftigem Einkommen diskontiert auf die Gegenwart.
Ob es nun 5000 oder 10000 sind, man muss halt auf Urlaub und Auto verzichten, wenn man knapp bei Kasse ist, ich bin mir sicher, dass wenn man kein Langzeitstudent mit einem miesen Lebenslauf ist, diese Schulden mit einem normalen Job,in einem Jahr getilgt hat.

HERR 2FICKENDEHUNDE
23. Juni 2005, 20:10
Original geschrieben von PivoUser_R7
Genau, und wieviel Nebenjobs hast du neben deinem Beruf? 7 Tage die Woche, 12h am Wochenende arbeiten, jedes Wochenende? Leicht gebrüllt, solang es einen nicht betrifft hm?

Das Problem ist hier doch ein ganz anderes: Der kaum zu übersehende Sozialneid gegenüber Studenten. Die Aufstiegsmöglichkeiten, das gesellschaftliche Prestige, das bessere Einkommen usw.
DENEN MUSS MAN ES 10X SCHWERER ALS ALLEN ANDEREN MACHEN.

So einen Schwachsinn hab ich echt noch nie gelesen.

ich hab dreijahre berufsausbildung hinter mir, bei der ich nebenbei gearbeitet habe- jetzt verdiene ich genug, warum sollte ich?

ich habe keinen sozial neid, sondern sehe das ein fach aus einer ganz anderen perspektive. du erwartest eine leistung vom staat, nämlich ausgebildet zu werden, sprich studium. dieses studium, nutzt in erster linie dir selbst. und wenn du eine leistung beziehst, musst du auch was dafür zahlen, ganz einfach. natürlich ist das für die leute scheisse, die jetzt schon studieren, da sie jetzt zu etwas gezwungen werden, was ihnen vor antritt des studiums egal sein konnte ( zumindest relativ ) zukünftige studenten, werden dieses problem nicht haben, da sie von vorn herein bescheid wissen und das in ihre planung mit einbeziehen. ich glaube nicht das die qualität darunter leiden wird.

Getraenkeautomat
23. Juni 2005, 20:24
Original geschrieben von PivoUser_R7
Genau, und wieviel Nebenjobs hast du neben deinem Beruf? 7 Tage die Woche, 12h am Wochenende arbeiten, jedes Wochenende? Leicht gebrüllt, solang es einen nicht betrifft hm?

Das Problem ist hier doch ein ganz anderes: Der kaum zu übersehende Sozialneid gegenüber Studenten. Die Aufstiegsmöglichkeiten, das gesellschaftliche Prestige, das bessere Einkommen usw.
DENEN MUSS MAN ES 10X SCHWERER ALS ALLEN ANDEREN MACHEN.

So einen Schwachsinn hab ich echt noch nie gelesen.
Das mit Schwachsinn kann ich wirklich rautieren.

Warum redet ihr immer vom arbeiten :confused:
Bafög:confused: Wenn ihr keins bekommt hat papi vlt zu viel Geld. Dann müsstet ihr zu ihm gehen und wenn er sagt nee gibts nich dann muss man eben Konsequenzen ziehen.......
Habs oben schon geschrieben. Wenn jemand ein teures Privatleben führt WAYNE. Interessiert niemanden. Sorge bitte dann für dich selbst.
Natürlich kann das Geld knapp werden. Keine Frage.
Aber
1. Gibt es Semesterferien in denen man bequem 2-3 Wochen opfern kann
2. Kann man auch etwas vorsorgen. Die hälfte der Jammerer fahren ja sicher erstma im sommer für 4 wochen weg oder sind nach dem abi erstma da und dahin gefahren und führerschein und auto.....


Was mich soo ankotzt ist diese Mentalität. Ich bin Student. Ich bin wichtig. Supportet mich.

Dann wird hier imma gross das GG zitíert "PUUH Jeder hat eine Recht auf Bildung" Hat man doch auch. Niemand verbietet dir dich selbst weiterzubilden durch Bücherein und Internet.
Aber es geht wohl nicht um das fortbilden sondern nur um ein Zettel namens 'Diplom' der dich sozial höher stellt und dir ne tolle Gehaltsabrechnnung beschehren soll.

Ich kann euch einfahc nicht nachvollziehen. Man entscheidet sich doch nicht zum studieren wenn man nicht voll hinter der sache steht. Aber was sind dann bitte 500 Euro oder 1000 euro -xxxx im Monat.
Immerhin ist es mein Studiengang- Meine Basis für mein weiteres (Berufs)Leben. MEINE persönliche Investition in mich selbst und nich für Nachbars Lumpi und Allgemeinwohl oder son scheiss.
Warum soll hierfür die Allgemeinheit bezahlen? Sozialer ausgleich? Wohl eher sozial ungerecht gegenüber denen die diesen Dienst nicht in Anspruch nehmen.
(Bitte nicht wieder aber er bezahlt ja dann auch höhere Steueren und die Rente bla blalb al a . contra progressive Steuer!)

Klar ist für mich- Es werden jene auch bei Studiengebühren studieren die bereit sind den Preis dafür zu zahlen.
(Siehe oben Auto, Urlaub, Freizeit.......)

---------------------------------------------------------------------------------

Comeondieyoung
23. Juni 2005, 20:42
Studenten sind aber wichtig für Deutschland, wir brauchen qualifizierte Arbeitskräfte, in Globalisierungszeiten mehr denn je und ich sehe es nicht ein den Studenten derart hohe Hürden zu stellen. Außerdem ist es doch auch einfach falsch das jeder Student nur faulenzt oder das man das finanzieren des Studiums durch Einschränken der Freizeitsausgaben erreichen kann. Letztendlich werden lediglich wieder die Reichen bevorzugt, das ist doch das eigentlich erschreckende daran.

Getraenkeautomat
23. Juni 2005, 20:46
Ich werde noch auf Smartys Beitrag antworten, da er meinen nicht ignoriert hat.


1. Viele Firmen suchen auch garkeine.
Viele Firmen suchen die falsche und viele Firmen sind auch zu blöd Stellen auszuschreiben.
Wenn es zu wenig Ärzte gibt wird sich das durch das Gehalt regeln was wiederum Anreiz schafft sich für Medizin zu entscheiden...

2. Kognitive Fähigkeiten zum Studieren.
Ja aber worauf willst du hinaus? Das jeder der könnte auch studieren muss? oder es nicht möchte aber umsonst bekommt:confused:
Es darf auch nicht jeder Auto fahren der es könnte.
3. Man hat mit Studium mehr Chancen?Natürlich. Aber deswegen verstehe ich ja nich warum man nich bereit ist das auf sich zu nehmen:confused: Weils bisher auch so ging?
5. Bafög & Geld siehe oben.
7. Aussterbende Studiengänge
Für mich wieder eine Frage der Priorität. Kannst doch studieren was du willst. Sinvoll oder nicht. Du bezahlst wie jeder andere acuh und alles wird am Ende für dich gut. Du hast das studiert was für DICH richtig war.

8 Nenn mir eine nennenswerte Bevölkerungsschicht, die kein Geld für Hobbys ausgibt
Kommt wohl auf die Prioritäten an. Das Studium wird dann wohl aber nicht an erster stelle stehen....
11. Rente
50 Jahre in die Zukunft zu planen und daran noch an ein System denken, dass wohl nur noch eine handvoll Jahre halten wird erachte ich als nicht sinvoll.
Aber wie schon im Studium. Du kannst auch dort in dich selbst investieren.

Smarty
24. Juni 2005, 01:05
So, ich glaube wir haben eine ziemlich verfahrene Situation :ugly:

Ich möchte noch auf 2 ziemliche Offtopics eingehen:

1. Gibt es Semesterferien in denen man bequem 2-3 Wochen opfern kann
http://www.uni-muenster.de/Psychologie/studium/pruefungen_hf.html#allgemein
Schau dir mal die Prüfungstermine an. Ausschließlich in den "Semesterferien" (die heißt bei den Psycho-Grundstudierenden nicht ohne Grund auch wirklich nur "vorlesungsfreie Zeit"!) bzw. in den ersten Tagen des nächsten Semesters. Vielleicht 10% schaffen es bei uns schon während der Vorlesungszeit alles zu lernen. Bei uns gibt's über die ersten 4 Semester afaik durchschnittlich ~20 SWS, und die Zeit die man für Vor- und Nachbereitung braucht, ist höher als in den meisten anderen mir bekannten Studiengängen (Ausnahmen Physik und Tiermedizin).


Wenn es zu wenig Ärzte gibt wird sich das durch das Gehalt regeln was wiederum Anreiz schafft sich für Medizin zu entscheiden...
Das Problem ist vielmehr, dass die Krankenhäuser keine Kohle haben. Es gibt vielleicht noch ein paar qualifizierte Ärzte, aber diese wenigen suchen sich Jobs im Ausland oder bei den wenigen privaten Praxen die noch Kohle haben. Genug Geld bieten um einen Anreiz zu schaffen Medizin zu studieren kann momentan wohl kein deutsches Krankenhaus.

Beli2
24. Juni 2005, 01:32
wenn ich einen heulenden Psychostudenten höre, denke ich immer an diese Grafik:
http://img274.echo.cx/img274/3152/dipl7xp.jpg


also bitte 20 sws... die meiste Nachbearbeitungszeit...woher willst du bitte wissen wieviel man in Recht, BWL, Ing oder Mathe nacharbeiten muss?
Ehrlich bei so weltfremden Vorstellungen vom Studium allgemein, kein Wunder, dass du vor jeglichem Druck(hier in Form von Gebühren)gleich keinfst.
Psychologen sind für mich Geisteswissenschaftler und damit ganz unten auf der Akademikerleiter, aber auch immer ganz vorne, wenn es ums demonstrieren geht.

Smarty
24. Juni 2005, 02:07
Boah Beli, nutze dein Gehirn!!! Es möchte so gern benutzt werden!!!
1. http://www.zvs.de/NC/Ws2004/001/V_Psych.htm
Es gibt kaum einen Ort in Deutschland, in dem man Psychologie studieren kann wenn man ein schlechteres Abi als 1,5 hat. Gerade mal zwei noch mit 2,0 (Darmstadt und Mainz!), und keinen wenn man ein noch "schlechteres" Abi hat. Diejenigen, die über Wartesemester reinkommen, sind jedenfalls bei uns spätestens nach dem 1. Semester gegangen (ich kenne 3 von ihnen, die im 4. noch dabei sind - und ich kenne die meisten meiner Kommilitonen). Ich kann nur für Münster reden - aber wer hier studiert, ist tendentiell eine Oberstreberin. Hier machen sich die meisten den Stress schon im Vordiplom einen 1,x-Schnitt haben zu müssen, obwohl die Noten da wirklich völlig irrelevant sind. Es ist nunmal die "Elite" die übrig bleibt, und dass von denen so viele eine so gute Abschlussnote kriegen, wundert mich kein Stück!

2. Ob man ein 11-Punkte-Examen in Jura macht oder eine Eins mit Auszeichnung in Psychologie, das ist in etwa gleich viel "wert". Deswegen ist die Note im Endeffekt egal. Es kommt bei etwa gleich "schweren" Studiengängen darauf an, wie man gegen die Mitstudierenden aussieht, die Note ist irrelevant und die Grafik deswegen für deine "Argumentation" für den Arsch.

3. Meine beste Freundin studiert BWL, mein erster Bruder hat es studiert; Der beste Freund meines ersten Bruders ist Ing.; mein bester Freund und mein zweiter Bruder studieren Jura; Mein zweitbester Freund studiert Mathe und Physik; meine Schwester ist Tierärztin; ihr Verlobter Arzt, mein Vater ebenso. Ich habe viel Kontakt zu anderen ehemaligen Austauschschülern meiner Orga, und die studieren fast alle "schwierige" Studiengänge. Ich weiß wovon ich rede, wenn ich Psychologie mit Jura, Medizin & Co. vergleiche.

4. Mir fällt neben rein mathematischen Wissenschaften kein Studiengang ein, der methodisch so gewissenhaft ist wie Psychologie. Wer nicht glaubt, dass dem so ist, der soll mal in ein paar der besseren Psychologiezeitschriften reinschauen, die gibt's in fast jeder Unibibliothek. Die Methodik/Statistik ist in Münster mit Abstand auf Platz 1 der Gründe für Studienabbrecher. Weil Viele genauso glauben wie Beli.

5. Lies den verkackten Thread. Ich habe oben schon gesagt, dass es für mich kein großes Problem darstellt Studiengebühren von 500 Euro pro Semester zu zahlen.

6. Psychologen sind die allerletzten, wenn es um Studentenproteste geht.

So, wer ist hier jetzt weltfremd?

[pG]havok
24. Juni 2005, 07:18
lol hälfte mit sehr gut, ich lach mich schlapp, ist bestimmt HAMMERSCHWER das studium T_T

Smarty
24. Juni 2005, 10:58
Es tut mir leid für dich havi. Ich wünschte dir wirklich, der liebe Herrgott hätte dich auch nur mit einem kleinen bisschen Intelligenz ausgestattet, damit du wenigstens ganz einfache Erklärungen wie die in meinem letzten Posting verstehst :8[:

Llew Silverhand
24. Juni 2005, 11:57
Original geschrieben von haviii
lol hälfte mit sehr gut, ich lach mich schlapp, ist bestimmt HAMMERSCHWER das studium T_T


Irgendwie find ich den Typen klasse.
Von nix ne Peilung aber Fresse ist immer auf.



Psychologie ist eigentlich ziemlich anspruchsvoll. Smarty hat da schon recht mit dem was er sagt.

HERR 2FICKENDEHUNDE
24. Juni 2005, 12:05
Original geschrieben von Smarty


4. Mir fällt neben rein mathematischen Wissenschaften kein Studiengang ein, der methodisch so gewissenhaft ist wie Psychologie. Wer nicht glaubt, dass dem so ist, der soll mal in ein paar der besseren Psychologiezeitschriften reinschauen, die gibt's in fast jeder Unibibliothek. Die Methodik/Statistik ist in Münster mit Abstand auf Platz 1 der Gründe für Studienabbrecher. Weil Viele genauso glauben wie Beli.



tjo studienabrecher, geil geil, die ihr püschologie studium abrechen, weil sie mit den mathematischen anforderungen für statistik nicht klar kommen. das nenn ich dann ja mal verünftig durchdachter studiengang. wem nicht klar ist, das bei diesem studiengang auch derartige anforderungen gestellt werden, soll lieber gleich zum arbeitsamt gehen...

und bwl studium btw hast du ebenfalls Methodik/Statistik/Stochastik, weiss ich aus erster hand, da meine freundin es sutdiert und da auch ein paar probs hatte. immerhin, sie hats geschafft.

Smarty
24. Juni 2005, 13:09
weil sie mit den mathematischen anforderungen für statistik nicht klar kommen
Oder vielleicht einfach kein Bock drauf haben?!
Edit: Neben denjenigen natürlich, die über Wartesemester reingekommen sind und wirklich mit Mathe nicht klar kommen.

Getraenkeautomat
24. Juni 2005, 14:51
Hi

wollten wir nich über Studiengebühren reden :confused:

HeatoR
24. Juni 2005, 15:22
lol hälfte mit sehr gut, ich lach mich schlapp, ist bestimmt HAMMERSCHWER das studium T_T

du würdest nichtmal die aufnahme an der uni schaffen du dummbatz.

Family Guy
24. Juni 2005, 15:23
Dieser Thread ist soeben derbst geil geworden :top2:

mamamia
24. Juni 2005, 15:29
was fürn NC hat psychologie eigendlich ungefähr - davon abgesehen dass es von uni zu uni schwankt.

HeatoR
24. Juni 2005, 15:31
im groben wirst du mit einem schnitt der schlechter als 2.0 ist große probleme haben sofort einen studienplatz zu kriegen.

1.x sollte es also schon sein. das erklärt wie gesagt auch die guten quoten, während bwl halt jeder volldepp studiert der keine ahnung hat was er mal machen will und dementsprechend abscheidet ( ist bei jura auch so, bei BWL und jura gibt es meines wissens nach auch die meisten abbrecher, weil viele da einfach reingehen ohne es wirklich 100% zu wollen und weil man da auch mit nem miesen abi rein kann )

Swatch
24. Juni 2005, 15:33
So ein Unsinn. Bei mir (Jura, Münster) war der nc irgendwo bei 1,7. So schlecht ist das auch nicht.

HeatoR
24. Juni 2005, 15:37
ja aber es gibt auch unis wo du mit 3.5 noch reinkommst ohne wartesemester. die gibt es bei psycho nicht, weil das über zvs verteilt wird und zum ws 04/05 war das schlechteste 2.0

wieso eigentlich gleich so grob und groß UNSINN schrein? lies doch erstmal und verstehe.

Swatch
24. Juni 2005, 15:42
Du stellst eben Thesen auf, die leider in ihrer Allgemeinheit nicht vor der Realität bestehen. Wieso nicht Unsinn zu Unsinn sagen ;)

Aber nix für ungut, war gar nicht so gemeint =]

Beli2
24. Juni 2005, 15:42
Original geschrieben von Smarty
Boah Beli, nutze dein Gehirn!!! Es möchte so gern benutzt werden!!!
1. http://www.zvs.de/NC/Ws2004/001/V_Psych.htm
Es gibt kaum einen Ort in Deutschland, in dem man Psychologie studieren kann wenn man ein schlechteres Abi als 1,5 hat. Gerade mal zwei noch mit 2,0 (Darmstadt und Mainz!), und keinen wenn man ein noch "schlechteres" Abi hat. Diejenigen, die über Wartesemester reinkommen, sind jedenfalls bei uns spätestens nach dem 1. Semester gegangen (ich kenne 3 von ihnen, die im 4. noch dabei sind - und ich kenne die meisten meiner Kommilitonen). Ich kann nur für Münster reden - aber wer hier studiert, ist tendentiell eine Oberstreberin. Hier machen sich die meisten den Stress schon im Vordiplom einen 1,x-Schnitt haben zu müssen, obwohl die Noten da wirklich völlig irrelevant sind. Es ist nunmal die "Elite" die übrig bleibt, und dass von denen so viele eine so gute Abschlussnote kriegen, wundert mich kein Stück!

2. Ob man ein 11-Punkte-Examen in Jura macht oder eine Eins mit Auszeichnung in Psychologie, das ist in etwa gleich viel "wert". Deswegen ist die Note im Endeffekt egal. Es kommt bei etwa gleich "schweren" Studiengängen darauf an, wie man gegen die Mitstudierenden aussieht, die Note ist irrelevant und die Grafik deswegen für deine "Argumentation" für den Arsch.

3. Meine beste Freundin studiert BWL, mein erster Bruder hat es studiert; Der beste Freund meines ersten Bruders ist Ing.; mein bester Freund und mein zweiter Bruder studieren Jura; Mein zweitbester Freund studiert Mathe und Physik; meine Schwester ist Tierärztin; ihr Verlobter Arzt, mein Vater ebenso. Ich habe viel Kontakt zu anderen ehemaligen Austauschschülern meiner Orga, und die studieren fast alle "schwierige" Studiengänge. Ich weiß wovon ich rede, wenn ich Psychologie mit Jura, Medizin & Co. vergleiche.

4. Mir fällt neben rein mathematischen Wissenschaften kein Studiengang ein, der methodisch so gewissenhaft ist wie Psychologie. Wer nicht glaubt, dass dem so ist, der soll mal in ein paar der besseren Psychologiezeitschriften reinschauen, die gibt's in fast jeder Unibibliothek. Die Methodik/Statistik ist in Münster mit Abstand auf Platz 1 der Gründe für Studienabbrecher. Weil Viele genauso glauben wie Beli.

5. Lies den verkackten Thread. Ich habe oben schon gesagt, dass es für mich kein großes Problem darstellt Studiengebühren von 500 Euro pro Semester zu zahlen.

6. Psychologen sind die allerletzten, wenn es um Studentenproteste geht.

So, wer ist hier jetzt weltfremd?

Hier http://www.zvs.de/NC/Ws2004/001/V_bwl.htm die NC's für BWL und wie du siehst sind sie an fast allen halbwegs begehrten Unis zwischen 1,5 und 2,0. Dass du vom Abischnitt auf die Restqualifikation schließt zeigt deinen beschränkten Horizont, ein Plüschologe würde jetzt wahrscheinlich von Verdrängung sprechen, der Abischnitt hat so gut garnichts mit den späteren Studienleistungen zu tun, ich studiere an der FU Berlin und trotz des hohen NC's würde ich mir nie anmaßen zu behaupten, dass hier die Elite studiert, was auch garnicht mit meinen Beobachtungen einhergeht und die Noten sind alles andere als 50% sehr gut, obwohl der NC nur knapp unter deiner Münsteraner Eliteschmiede liegt. Besonders in solchen Fächern, wie Plüschologie vom Abischnitt auf die Studienleistungen zu schließen, entbehrt jeglicher Grundlage, da keinerlei Schulwissen abgefragt wird, abgesehen von Statistik, aber die gehört auch nicht überall zum Lehrprogramm. Und Statistik als Killerfach darzustellen ist ja wohl auch übertrieben, es ist ein reines Nachbearbeitungsfach und bei 20 sws hat man mehr als genug Zeit dafür.

HERR 2FICKENDEHUNDE
24. Juni 2005, 15:45
Original geschrieben von Smarty

Oder vielleicht einfach kein Bock drauf haben?!
Edit: Neben denjenigen natürlich, die über Wartesemester reingekommen sind und wirklich mit Mathe nicht klar kommen.

lol wie keinen bock? alter, da haben wir doch das problem. wieso fang ich was an, von dem ich weiss, das bestimmte themenbereiche nicht mein ding sind. es ist bekannt, das psychologie sich auch viel mit statistik beschäftigt. wem das erst im studium klar wird, ist selber schuld. sry das nenn ich eine nicht angemessene herangehensweise, wenn man ein studium plant.

ich mach mal psychologie, is bestimmt cool... :doh:

HeatoR
24. Juni 2005, 15:46
Du stellst eben Thesen auf, die leider in ihrer Allgemeinheit nicht vor der Realität bestehen.

äh?`bist du etwas...doof? wo stelle ich hier thesen auf? ich rede von fakten. der nc für das WS 04/05 lag nunmal bei schlechtestenfalls 2.0 in psycho, schau auf zvs.de nach

jura hatte dagegen sogar einige unis die nicht die volle studentenanzahl erreicht hatten, d.h gar keine zulassungsbeschränkung hatten. und ist es nicht FAKT, dass jura so wie BWL zunächst ein massenfach ist, weil viele es erstmal anfangen, wenn sie nichts besseres wissen und sehr viele diese beiden fächer in den ersten semestern abbrechen?

sag, was stimmt daran nicht? ich würde sagen, alles stimmt und deswegen siehe ein dass du unrecht hattest und nimm das mit dem unsinn zurück.


abgesehen von Statistik, aber die gehört auch nicht überall zum Lehrprogramm. Und Statistik als Killerfach darzustellen ist ja wohl auch übertrieben, es ist ein reines Nachbearbeitungsfach und bei 20 sws hat man mehr als genug Zeit dafür.
das stimmt so nun auch wieder nicht. statistik wird IMMER in psycho gelehrt.

überhaupt finde ich dieses däümmliche geprolle " mein studiengang ist aber besser als deine" ziemlich behindert und leider sehr typisch für arrogante bwl schnösel die sich für die krönung des universums halten.

allein die aussage dass geisteswissenschaften sich auf einer niedrigeren ebene befinden würden, zeigt doch die totale und unendliche dämmlichkeit.

Beli2
24. Juni 2005, 15:51
Ich hab hier vom Schulprogramm gesprochen und da hat nicht jeder Statistik.
Ich habe hier mit nichts angefangen, sondern habe nur Smartys jämmerliches Geheule aufgegriffen, der die anderen Studiengänge degradierte.

Smarty
24. Juni 2005, 15:56
Beli, abgesehen davon, dass alle deine Argumente schon in früheren Postings dieses Threads detailliert und einzeln entkräftet wurden, reicht mein von dir mitzitierter Punkt 2 aus um dein gesamtes Posting als sinnfrei dastehen zu lassen.

Getraenkeautomat
24. Juni 2005, 16:01
Original geschrieben von HeatoR

.

allein die aussage dass geisteswissenschaften sich auf einer niedrigeren ebene befinden würden, zeigt doch die totale und unendliche dämmlichkeit.
Niedrigeren Eben keinesweges.
Aber dafür meist auf ner sehr irrelevanten Ebene.
Damit mein ich jetzt nich Psychologie was durchaus sinvoll ist ;-)

Ich seh das mit Psychologie (Zulassung NC ) ähnlich wie Beli, behaupte aber auch nicht, dass es einfach wäre.
Wir könnten uns ja auch einfach darauf einigen, dass alle Studiengänge sscheisse sind und uns wieder wegen studiengebühren prügeln.

Swatch
24. Juni 2005, 16:10
Niemand bezweifelt, dass der NC für Psycho idR niedriger ist, als es gemeinhin in der Rechtswissenschaft der Fall ist. Jedoch kommt es eben maßgeblich auf den Jahrgang und die Uni an. So gibt es auch durchaus Semester, in denen man mal eben ein 1,2 Abi und besser braucht, um an der Uni seiner Wahl studieren zu können. Folgerichtig ist deine allgemeine Behauptung bestenfalls pauschal, um mal das schlimme, schlimme Wort Unsinn auszugrenzen.

Getraenkeautomat
24. Juni 2005, 19:10
Sterbt ihr stinkenden Ratten (http://www.spiegel.de/unispiegel/geld/0,1518,361915,00.html) :bored:

t3nn0
25. Juni 2005, 00:58
Dummheit ist eine weit verbreitete Krankheit unter dem Volk der Menschen :fu:


edit: obwohl es nicht immer Dummheit ist sondern manchmal auch einfach fehlende Intelligenz :hammer:

Korn2
25. Juni 2005, 02:41
1) Warum sollte der Bauarbeiter von nebenan denn anderen Leuten ihr Studium finanzieren?

2) Ein Studium ist eine Investition: Studenten verdienen nachher mehr Geld

3) Studiengebühren sind zudem Anreiz für ein schnelles und erfolgreiches Durchführen des eigenen Studiums

4) Sinkendes Niveau an den deutschen Unis durch Einführung von Studiengebühren? Sehr witzig, schaut mal in die USA, wo die Gebühren mit Abstand am höchsten sind.

Llew Silverhand
25. Juni 2005, 09:43
Original geschrieben von [pG]Korn
1) Warum sollte der Bauarbeiter von nebenan denn anderen Leuten ihr Studium finanzieren?

2) Ein Studium ist eine Investition: Studenten verdienen nachher mehr Geld

3) Studiengebühren sind zudem Anreiz für ein schnelles und erfolgreiches Durchführen des eigenen Studiums

4) Sinkendes Niveau an den deutschen Unis durch Einführung von Studiengebühren? Sehr witzig, schaut mal in die USA, wo die Gebühren mit Abstand am höchsten sind.


1.
Sehr kurzsichtig, wer bezahlt denn die Bauarbeiter, bzw wer baut denn. Zu welchem Arzt geht er mit seinem gebrochenen Arm? Zu welchem Anwalt wenn er ihn braucht?

2.
Und es ist nicht nur für den Studenten eine Investition die sich lohnt. Die Gesellschaft profitiert gesamt davon.

3. Da würden Gebühren für langzeit-studierende reichen, absolut.

4. Sinkendes Niveau würd ich nicht sagen. Ich würde eher sagen Bildung wird erblich.

Jesus0815
25. Juni 2005, 14:08
Original geschrieben von Llew Silverhand

1.
Sehr kurzsichtig, wer bezahlt denn die Bauarbeiter, bzw wer baut denn. Zu welchem Arzt geht er mit seinem gebrochenen Arm? Zu welchem Anwalt wenn er ihn braucht?

2.
Und es ist nicht nur für den Studenten eine Investition die sich lohnt. Die Gesellschaft profitiert gesamt davon.

3. Da würden Gebühren für langzeit-studierende reichen, absolut.

4. Sinkendes Niveau würd ich nicht sagen. Ich würde eher sagen Bildung wird erblich.

sehr richtig, #2

@_tènnó_: ignorier das gelaber von den meisten hier. sie sind zu dumm um selbst studieren zu dürfen und verstehen nicht wie der tatsächliche alltag eines studenten aussieht.

ihr geistigen nullen würdet jämmerlich untergehen...

@hunde: schön das du genug verdienst, wenn ich fertig bin mit studium verdiene ich ungleich mehr und zahle mit für deine rente...

edit: ich arbeite nebenbei 80h im monat und studiere. auf dein _jämmerliches_ geld bin ich nicht angewiesen. das ist kaum einer der studierenden. du und deine kollegen verstehen überhaupt nicht worum es geht. BILDUNG DARF NICHTS KOSTEN, denn sie ist die Zukunft und das Potntial eines Landes. Umso mehr menschen sie zugänglich gemacht wird umso mehr profitiert ein land letzlich davon. Mir ist klar das du das nicht verstehst. daher gehst du schon schön brav arbeiten und überlässt dieserlei gesitig anspruchsvolle dinge lieber anderen...

Getraenkeautomat
25. Juni 2005, 14:41
Original geschrieben von TE)Kain


sehr richtig, #2

@_tènnó_: ignorier das gelaber von den meisten hier. sie sind zu dumm um selbst studieren zu dürfen und verstehen nicht wie der tatsächliche alltag eines studenten aussieht.

ihr geistigen nullen würdet jämmerlich untergehen...

@hunde: schön das du genug verdienst, wenn ich fertig bin mit studium verdiene ich ungleich mehr und zahle mit für deine rente...

edit: ich arbeite nebenbei 80h im monat und studiere. auf dein _jämmerliches_ geld bin ich nicht angewiesen. das ist kaum einer der studierenden. du und deine kollegen verstehen überhaupt nicht worum es geht. BILDUNG DARF NICHTS KOSTEN, denn sie ist die Zukunft und das Potntial eines Landes. Umso mehr menschen sie zugänglich gemacht wird umso mehr profitiert ein land letzlich davon. Mir ist klar das du das nicht verstehst. daher gehst du schon schön brav arbeiten und überlässt dieserlei gesitig anspruchsvolle dinge lieber anderen...
hast den reply von der Bild zeitung ?

Getraenkeautomat
25. Juni 2005, 14:54
Original geschrieben von Llew Silverhand



1.
Sehr kurzsichtig, wer bezahlt denn die Bauarbeiter, bzw wer baut denn. Zu welchem Arzt geht er mit seinem gebrochenen Arm? Zu welchem Anwalt wenn er ihn braucht?
Der Bauarbeiter baut dein Haus nicht weil er dich mag sondern weil er dir dafür ne Rechnung ausstelt.

2.
Und es ist nicht nur für den Studenten eine Investition die sich lohnt. Die Gesellschaft profitiert gesamt davon.
Ja bei progressiver Steuer, was unglaublich Anreiz schafft zu studieren (und fürs Studium zu investieren). Ein hoch auf die Sozis :bored:

3. Da würden Gebühren für langzeit-studierende reichen, absolut.
Wenn du selbst für dein Handeln aufkommen musst wirst du zielstrebiger Handeln, falls nich auch egal es sind ja dann deine Unkosten und nicht die des Nachbarn

4. Sinkendes Niveau würd ich nicht sagen. Ich würde eher sagen Bildung wird erblich.
Wie war das mit den überfüllten Räumen, schlechte Betreung hohe Abbruchquote :confused:

Llew Silverhand
25. Juni 2005, 15:14
Ich weiss jetzt schon dass ich dich nicht mag... lern quoten...


1.
Trotzdem isser angeschissen ohne Arzt, Lehrer, usw.
Der Bauarbeiter wills Geld verdienen, ohne jemanden der sich es leisten kann zu bauen wird das auch nix. Was übrigens zu 2. führt.

2.
Du zahlst nicht nur deine Lohnsteuern. Du zahlst auch schon wieder Steuern wenn du etwas kaufst (Märchensteuer) und eben auch durch dienstleistungen die du bezahlst. Das nennt sich dann Kreislauf.
Zusätzlich hat die Gesellschaft eben die oben genannten Vorteile, sie hat Manager, Lehrer, Ärzte, Architekten, Juristen etc.
Ohne wärs doch wohl eher unpraktisch.


3. + 4.
Hast du eigentlich gelesen was da stand?
Damit werden lediglich Studenten abgeschreckt oder es ihnen unmöglich gemacht.

Würde man einfach nur dafür sorgen dass Langzeitstudenten zahlen wär man schon fein bei raus. Und die die effektiv studieren können immernoch ihren Abschluss machen ohne sich in Schulden zu stürzen, nur weil sie keine reichen Mamis und Papis haben, die ihnen alles finanzieren.

[pG]havok
25. Juni 2005, 16:43
ich hab meinen magister in pol. wiss. eher als du dein grundstudium fertig hast smarty und psychologie ist NIX wofür man so unendlich schlau sein müsste (wie jura) sondern nen fleißfach.

HeatoR
25. Juni 2005, 17:02
für jura muss man also unendlich schlau sein? ich dachte das wäre auch so ein reines lernfach ähnlich wie medizin?

und woher willst du so genau wissen wie schwer psychologie ist wenn du es nicht selbst studierst?

Llew Silverhand
25. Juni 2005, 19:12
Reines Fleißfach... soso....

[pG]havok
25. Juni 2005, 20:07
mein vater ist dipl. psychologe und theologe, mein einer bruder ebensfals theologe und mein anderer steht kurz vor dem freischuß.

ausserdem meinte ich das psychologie GENAUSO wie jura reines Fleißfach ist.


Ausserdem gibts es wphl zu recht keine mehr gehasste berufsgruppe als psychologen auf dieser welt (kinderfickerfreilasser).

SvenGlueckspilz
25. Juni 2005, 20:18
Original geschrieben von haviii
ich hab meinen magister in pol. wiss. eher als du dein grundstudium fertig hast smarty und psychologie ist NIX wofür man so unendlich schlau sein müsste (wie jura) sondern nen fleißfach.

Ich finds irgendwie witzig, wenn jemand politische Wissenschaften studiert und dann andere Fächer als Fleißfächer bezeichnet.

Jesus0815
25. Juni 2005, 20:36
Original geschrieben von Mithrandir


Ich finds irgendwie witzig, wenn jemand politische Wissenschaften studiert und dann andere Fächer als Fleißfächer bezeichnet.

pwned

[pG]havok
25. Juni 2005, 23:00
ich sag na nicht das mich hoffmann, moravcisk oder woyke einen überfordern, aber smarty tut so als sei pyschologie sowas wie die kunst der jedi ...

ist genauso pimmel einfach wenn man nicht gehirnbehindert ist wie alles andere ohne zahlen

SvenGlueckspilz
25. Juni 2005, 23:14
Naja, kommt drauf an, was man erreichen will. Wenn man nur einen einigermaßen guten Magister/Diplom/wasauchimmer machen will, ist das für die meisten Leute mit Abitur durch genug Fleiß zu bewältigen. Aber wenn man höher hinaus will und zum Beispiel eine Uni-Karriere anstrebt, dann weiß ich nicht, ob das ausreicht.

Llew Silverhand
26. Juni 2005, 00:03
havii, kümmer dich lieber wieder um deine schlachtaufstellung im kampf gegen böse Russen und Türkengangs.





So gesehen ist jedes Studium ne fleißangelegenheit, die frage ist nur wie aufwendig ist es wirklich.

Duracel2
26. Juni 2005, 18:33
Original geschrieben von Getraenkeautomat Warum sollte jemand anderes mein Studium finanzieren. Damit ich nach 10 Jahren einen Bmw fahre und Bodo immer noch einen gelben Bagger. Wo isn da die soziale Gerechtigkeit :confused:

Das ist keine Frage von Studiengebühren, sondern von Steuern. Derjenige, der später gut Geld verdient, dass er sich 'nen dicken BMW leisten kann, sollte natürlich mehr in den Steuertopf werfen, als Bodo der Baggerfahrer.



Original geschrieben von 2FICKENDEHUNDE 4) mit abi hat man durchaus gute chancen einen ausbildungsplatz zu bekommen. versuchs doch mal mit real oder hauptschulabschluss ;)
7) erläuterung pls

@4)
Ja, als Abiturient is es easy 'nen Ausbildungsplatz zu bekommen(sofern nicht das zutrifft was scho genannt wurde, dass man wegen "unterfordert" nicht eingestellt wird) - aber es gibt ja schon nicht genügend Ausbildungsplätze für Real- und Hauptschulabsolventen, umso weniger Abiturienten studieren, umso mehr Arbeitslose ohne jegliche Ausbildung.
Rentabel ist das sicherlich nicht, da Arbeitslose genauso vom Start finanziert werden müssen wie Studenten, und aber nichtmal auf lange Sicht dem Staate wieder zugute kommen.

@7)
Wenn du BWL/Jura o.ä. studierst, dann verdienst du am Ende idR. gut Kohle, sodass sich die Studienbegühren für dich als Einzelperson rechnen.
Aber es gibt auch durchaus Studienfächer, die weniger wirtschaftlichen als vielmehr kulturellen/wissenschaftlichen Wert haben.
Diese Berufe würden aber aussterben, weil sie kaum mehr einer studieren würde, weil der Schuldenberg da nicht so easy nebenbei abzubezahlen wäre.



Ein großes Problem an der Verschuldung ist doch auch, dass man ab einem gewissen Schwellenwert(kA, 30.000 Euro schulden oder so ungefähr) bei Banken als "nichtmehr kreditwürdig" gilt.
Und die 30.000 Euro sind ruckzuck erreicht, insbesondere, wenn die Gebühren steigen(und das werden sie, da seid euch gewiss!!!).
D.h., sobald man das Studium fertig hat, kann man Familie oder Selbstständigkeit quasi "vergessen".
Da is nixmehr mit "Hausbauen" oder "Firma gründen".


Dass das Geld den Hochschulen zugute kommt ist doch auch eine Lachnummer.
Selbst wenn 100% der Studiengebühren den Hochschulen zufließen würden, dann würde sich der Staat entsprechend aus der Hochschulfinanzierung zurückziehen und die Studiengebühren würden automatisch ansteigen müssen. Bestes Beispiel ist da Australien(und ja, da haben sie auch vesprochen, dass der Staat sich nicht aus der Finanzierung zurückzieht).
Problem an der Sache ist, dass der Landeshaushalt oberstes Recht hat und jedes Jahr neu beschlossen werden muß <- man kann also nicht einfach mal so per Gesetz festlegen, dass der Staat(respektive das Land) sich nicht aus der Finanzierung zurückziehen darf.
Das Australische-System, an dem sich das neue deutsche Studiengebühren-System mitunter orientiert ist übrigens mittlerweile Pleite.
(hab jetzt gerade nicht das Info-Heft zur Hand, wo auf die übrigen Länder-mit-Studiengebühren-vergleiche eingegangen wird -> aber die Argumente "in anderen Ländern gehts doch auch" sind herrlich unsachgemäß)



Original geschrieben von Getraenkeautomat Die hälfte der Jammerer fahren ja sicher erstma im sommer für 4 wochen weg oder sind nach dem abi erstma da und dahin gefahren und führerschein und auto.....
Die andere Hälfte nicht.
Und die eine Hälfte jammert nicht wegen sich, sondern wegen der sozialen Gerechtigkeit(z.B. Smarty, dessen Großeltern eisern gespaart haben).


Original geschrieben von Getraenkeautomat
Dann wird hier imma gross das GG zitíert "PUUH Jeder hat eine Recht auf Bildung" Hat man doch auch. Niemand verbietet dir dich selbst weiterzubilden durch Bücherein und Internet.
Aber es geht wohl nicht um das fortbilden sondern nur um ein Zettel namens 'Diplom' der dich sozial höher stellt und dir ne tolle Gehaltsabrechnnung beschehren soll.
Mal fett LOL.
Bildung isst man nicht gemütlich zum Frühstück.
Als ich zwischenzeitlich gejobbt habe ist meine Lernkurve entsprechend dazu deutlich sichtbar gesunken.
Und die Leute, die ich kenne, die 'ne Ausbildung gemacht haben, na, von denen bildet sich NIEMAND großartig weiter.
Aus-/Weiterbildung/Studium ist ein harter Job, und das kann man auchnicht 24/7 oder nach Feierabend.

Genauso ists auch mit dem "Luxus", den man sich als Student nebenher leistet; der hat überhaupt keinen Einfluss auf die Anzahl der Studenten; der Prozentsatz an Geld, der für Luxus ausgegeben wird, wird sich doch durchschnittlich nicht verändern.
Es gibt sicher diejenigen, die mit weniger Geld, sind einfach weniger leisten würden - aber genauso gibt es die Leute, die um einen gewissen Lebensstandard zu halten "mehr" nebenher jobben würden.
Und ab einem gewissen Schwellenwert springt man dann eben vom Studium ab, bzw. fängt erst garnicht an.




Original geschrieben von Comeondieyoung
Studenten sind aber wichtig für Deutschland, wir brauchen qualifizierte Arbeitskräfte, in Globalisierungszeiten mehr denn je und ich sehe es nicht ein den Studenten derart hohe Hürden zu stellen. Außerdem ist es doch auch einfach falsch das jeder Student nur faulenzt oder das man das finanzieren des Studiums durch Einschränken der Freizeitsausgaben erreichen kann. Letztendlich werden lediglich wieder die Reichen bevorzugt, das ist doch das eigentlich erschreckende daran.

#2



PS: Suche Zeitungsausschnitt - Süddeutsche vom Freitag.
Mir wurde heute aus 2. Hand berichtet, ich sei dort irgendwo recht groß drinn abgebildet bei einem Artikel zur Demonstration gegen Studiengebühren in Essen.
Wenn mir jemand das einscannen könnte wäre thx. :)

Smarty
27. Juni 2005, 00:32
Original geschrieben von haviii
smarty tut so als sei pyschologie sowas wie die kunst der jedi ...
Jaja, genau. Hab ich quasi wörtlich so gesagt.
Lesen > havi mal wieder.

20Rine05
27. Juni 2005, 18:30
Ich denk mal der strenge nc bei Psychologie hat mehr mit der hohen "Nachfrage" zu tun als direkt mit den geistigen Voraussetzungen, die dieser Studiengang verlangt. Die fairste Auswahl, wenn man wie die Unis aussieben muss, ist nun mal die über die Abiturnote.
Ansonsten werden eh fast nur noch Kuschelnoten verteilt!
Ausser in Jura natürlich.

:D

HeatoR
27. Juni 2005, 19:01
Ansonsten werden eh fast nur noch Kuschelnoten verteilt!

wollt ich grad meinen ^^
da kannst froh sein wenn du ne 3+ kriegst, gehörst du schon zu den besten.

BlackPanther3
29. Juni 2005, 20:53
Das Hauptargument pro Studiengebühren sollte doch sein, dass mehr Geld an die Universitäten fliesst.
Das ist bei läppischen 1000€ im Semester allerdings mitnichten der Fall. Bei einer Universität wie Münster mit knappen 40000Studenten von denen generell ~1/4 Bafögempfänger ausgenommen sind und wenn man davon ausgeht, dass ähnlich der Studienkonten nocheinmal 1/3 der Gebühren für den Verwaltungsakt draufgehen, bleiben am Ende grobgeschätzte 20Mio.€ über, bei einem Gesamtetat von 800Mio.€ ist das garnichts.

Zudem sieht der Koalitionsvertrag von CDU/FDP ja unter anderem soetwas vor wie, die Universitäten sollen Vermögen bilden.
Wer sagt euch eigentlich, dass diese 20Mio. € tatsächlich in das Lehrangebot fliessen.
Beispiel Studentenwerke hier in Münster haben sich für unser Geld ein teures Tagungshotel hingesetzt, dass zunächst auch noch defizitär lief.

Überfüllte Seminare bleiben also weiterhin Realitäten, die es VORHER abgeschafft gilt. Und dazu müsste ersteinmal eine Menge Geld fliessen.
Und wenn ich mir anschaue, wie Studenten schon heute ihre Situation an der Universität betrachten, dann frage ich mich, wo die geforderte "Kundenmentalität" denn bitte schön herkommen soll? Da beisst man lieber in den sauren Apfel und studiert noch mehr und arbeitet noch mehr nebenher.
Im Mittel arbeiten Studierende übrigens 34h in der Woche und 7,4h in Nebenjobs. Wobei allerdings auch 36% der Studierenden mehr als 45h die Woche arbeiten.

Hinzu kommt, dass die Studiengebühren möglicherweise nachgelagert gezahlt werden können. Eine Verbesserung der Studienqualität wird sich also erst nach deinem Studium ergeben, wenn man dran glauben mag. Also nochmal, "wo soll sich da Kundenmentalität entwickeln?"

Stattdessen müssen Studierende teure (denn günstige wird es nicht geben) Kredite aufnehmen.
Ich möchte nochmal betonen, insbesondere weil unser geehrter Herr Innovationsminister Pinkwart es ja nicht wusste, schon heute kommen Studierende die Bafög beziehen mit (gedeckelt) 10000€ Schulden aus dem Studium.
Die Rechnung, ein Studium lohne sich, geht nicht mehr unbedingt auf, wenn man Lebenshaltungskosten und Studiengebühren aufrechnet, wie es besonders das sogenannte Mittelstandsloch, der knapp über dem Bafög liegenden treffen würde.
Auch müssen ja offensichtlich "ehem. Bafögempfänger" über der Regelstudienzeit zahlen. Man bedenke Regelstudienzeit =/= Durchschnittsstudienzeit.
Auf diese Gruppierung käme nach Überschreiten eine Doppelbelastung von Lebensunterhalt und Studiengebühren ab dem 8.Semester zu.

Das Konzept ist also unausgereift, eigentlich ist es überhaupt kein Konzept.
Das Risiko für Abiturienten aus sozial schwächeren Schichten zu Studieren steigt ungleich höher an.

Während in schwierigen Fächern zwar die Berufsaussichten besser sind, gibt es auch ein grosses Risiko der "Nichteignung".

Andersherum gibt es "leichtere" Fächer in den die Berufsaussichten nahezu miserable sind. Bsp. Architektur (40% Arbeitslosigkeit nach dem Studium)
oder geringbezahlt, z.b. Sozialpädagogik.

Eine Frage, wer berät eigentlich Abiturienten in Kosten/Nutzen/Chancen - Rechnungen? Sollten Lehrer als Empfehlung demnächst eine ökonomische Einschätzung mitliefern?

Ach ja Stipendien, es gibt ja da sowas wie ein Stipendiensystem in Deutschland. 0,6%-2% (unterschiedliche Angaben) aller Studierenden bekommen ein Stipendium. Allerdings und das ist das entscheidende, kommen aus diesem Stipendientopf 90% aller Mittel aus staatlich anerkannten Stiftungen und sind STAATLICHE Gelder.
Es ist zwar schön, wenn Landespolitiker dank leerer Kassen ein Stipendiensystem fordern, dass auch der Bund hoch verschuldet ist, sollten sie wissen und derlei Scherze bitte unterlassen.

Es gibt Möglichkeiten, die Bildung in Deutschland zu aller Vorteil zu pushen, dazu gehören ganz besonders die Anhebung der Spitzensteuersätze und der Abbau von sinnlos Subventionen.
Insbesondere im Unternehmensbereich gibt es noch extrem hohe Subventionen die allein in NRW in Mrd. Bereichen liegen.
So bekommt allein das Unternehmen BASF in NRW ~4Mrd. SteuerSubventionen, müssen sich aber trotz sehr hohen Bedarfs nicht an der Ausbildung von Akademikern beteiligen.
Trotzdem fordern solche Unternehmen bessere und mehr ausgebildete Leute.


PS: noch eine kleine Anmerkung, in Amiland macht man sich langsam sorgen, dass 25% der Absolventen der Elitehochschulen aus China kommen und vor allem auch dorthin zurückwandern, nach ihrer Ausbildung.
In China widerum steigt der Bildungs u. Forschungsetat jährlich in zweistelligen % Zahlen auch im Bereich Grundlagenforschung.

BillyJean2
29. Juni 2005, 23:21
um mal auf die demo zurückzukommen, ich hörte, das rektorat wurde besetzt und mit polizeigewalt "befreit" ? :top:

HeatoR
29. Juni 2005, 23:26
yeah, wie damals 68