PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dieses Volk ist so blöde...



0Smacks0
26. Juni 2005, 19:51
UMVERTEILUNG

SPD nimmt Reichensteuer ins Wahlmanifest auf

Zum Auftakt des Wahlkampfes rückt die SPD nach links: Wie vorher schon die Grünen haben die Sozialdemokraten sich auf die Forderung nach einer "Millionärssteuer" festgelegt. Die Idee kommt bei über zwei Dritteln der Wähler gut an, so eine Umfrage.

Berlin - Franz Müntefering überbrachte die Nachricht am späten Nachmittag: In Berlin sagte der Parteichef, die SPD wolle in ihrem "Regierungsprogramm" auch die umstrittene Steuer für hohe Einkommen als Ziel festschreiben. Damit ist die Debatte über die Debatte über Sonderbesteuerung zu Gunsten der Parteilinken entschieden. Zuvor hatten Parteipräsidium und -vorstand in Berlin getagt. Gemeinsam mit Bundeskanzler Gerhard Schröder hatten beide Gremien über das Wahlprogramm diskutiert, das offiziell Anfang Juli verabschiedet werden soll.

Nach Angaben Münteferings läuft der Plan darauf hinaus, "Höchsteinkommen" mit drei Prozent höher zu besteuern, als es die normale Lohn- und Einkommenssteuer bisher vorsieht. Dieser Zuschlag zum Spitzensteuersatz soll ab einem Einkommen von 250.000 Euro pro Jahr bei Einzelpersonen und ab 500.000 Euro pro Jahr bei Verheirateten gelten. Damit werde es für die allermeisten Bürger beim Spitzensteuersatz von 42 Prozent bleiben. Müntefering erläuterte, die zusätzlich eingenommenen Gelder sollten für Bildung, Forschung und Technologie eingesetzt werden. Einer Erhöhung der Mehrwertsteuer erteilte die SPD-Spitze erneut eine Absage.

Beck: Außerdem wollen wir Mindestlöhne

Der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) konkretisierte, der Steuerzuschlag für Spitzenverdiener solle in der kommenden Legislaturperiode allerdings erst nach einer Unternehmenssteuerreform umgesetzt werden, so dass Betriebe nicht zusätzlich belastet würden.

Außerdem werde die SPD in ihrem Wahlprogramm Mindestlöhne festschreiben, die vor allem über die Tarife und ergänzend über gesetzliche Regelungen erreicht werden sollten. Steuerliche Erleichterungen solle es bei der Beschäftigung von Haushaltshilfen geben. Handwerkerrechnungen sollten künftig zu 20 Prozent steuerlich absetzbar sein, um die Schwarzarbeit zu reduzieren und die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt anzukurbeln.

Eichel: Die Reichen sollen sich nicht anstellen

Müntefering sagte, im SPD-Wahlmanifest wolle man darstellen, dass die rot-grüne Regierung "sieben gute Jahre für Deutschland" ermöglicht habe. Für die kommenden Jahre sollten "etwa 20 Ziele" im Wahlprogramm beschrieben werden, die von Arbeit und Aufbau Ost über Familienfreundlichkeit und soziale Gerechtigkeit bis zur inneren Sicherheit und der neuen Rolle Deutschlands in der Welt reichen sollen.

Schon in den vergangenen Tagen waren immer mehr SPD-Parteipromis auf "Millionärssteuer"-Kurs gegangen. "Wenn wir allen etwas wegnehmen, dann muss klar sein, dass wirklich alle dabei sind", hatte etwa Bundesfinanzminister Hans Eichel zur "Welt am Sonntag" gesagt. Es könne nicht angehen, dass Kürzungen bei kleinen Einkommen als notwendige Reform gelten, Belastungen höherer Einkommen aber als "neidgesteuert". Eichel weiter: "Es fällt keinem ein Zacken dadurch aus der Krone, dass er ein bisschen mehr für die Gesellschaft beiträgt, wenn er als Lediger ein Einkommen von 250.000 Euro hat."

Idee in Ost und West populär

Die Mehrheit der Deutschen unterstützt SPD und Grüne in ihrem Bestreben, hohe Einkommen gesondert zu belasten. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid zufolge befürworteten 69 Prozent der Befragten eine solche Millionärssteuer. 27 Prozent lehnten sie ab. Die Umfrage wurde im Auftrag der Nachrichtenagentur ddp durchgeführt.

Dabei zeigten sich zwischen Ost und West sowie bei den Parteipräferenzen der Befragten nur geringe Unterschiede. 69 Prozent der West- und 71 Prozent der Ostdeutschen wären dafür, Spitzenverdiener steuerlich stärker zu belasten. Bei den SPD-Wählern sprachen sich 72 Prozent und bei den Wählern der Union immerhin noch 62 Prozent für eine so genannte Millionärssteuer aus. Die Zustimmung zu einer solchen Steuer nimmt mit höherer Schulbildung leicht ab und steigt mit zunehmendem Alter der Befragten leicht an. Für die Erhebung befragte TNS Emnid im Auftrag von ddp am 23. Juni 502 Personen.



Quelle:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,362357,00.html

Da bleibt mir schlicht die Spucke weg, nicht wegen der Tatsache, dass die SPD aus verständlichen Gründen nach links rutscht, sondern weil tatsächlich in diesem Land, zumindestens scheinbar, 2/3 der Menschen glauben, dass eine Millionärssteuer gut ist und überhaupt keine Probleme damit haben. Und soll mir jetzt keiner mit "es sind ja nur 3%" kommen, allein schon die Tatsache, dass das Volk darauf anspringt... Dann natürlich gleich die nächste ökonomische Dummheit hinterher, Mindestlöhne! Ja wo leben wir denn?

Eigentlich gehört dieses Volk mal richtig in die Scheiße reingereitet, damit sie lernen was es bringt...

HeatoR
26. Juni 2005, 19:54
ja echt, wo leben wir denn....da will doch glatt jemand soziale gerechtigkeit, SCHEISSE!

erschiessen, SOFORT :elefant:

Hans333
26. Juni 2005, 19:57
Mercedes für alle!

HeatoR
26. Juni 2005, 19:59
Mercedes für alle!
verlangt doch keiner, aber eine solidarische gesellschaft in der sich jeder um seine mitbürger kümmert und soviel für das gemeinwohl gibt wie er entbehren kann ist doch ein zu begrüßendes idealbild, oder etwa nicht?

Picard
26. Juni 2005, 20:02
pro
aber die frage ist ob es auch durchgezogen wird, oder nur ein versprechen ist um wählerstimmen zu fangen.
von mir aus kann die steuer auch 50% betragen ...

ReDruM5
26. Juni 2005, 20:05
gerechtigkeit für alle?
lottomillionäre sollten vma eine dicke steuer zahlen.
leute, die ihr ganzes leben lang arbeiten und mit viel einsatz viel geld verdienen, sollten doch wohl verschont bleiben.

0Smacks0
26. Juni 2005, 20:06
Original geschrieben von HeatoR
ja echt, wo leben wir denn....da will doch glatt jemand soziale gerechtigkeit, SCHEISSE!

erschiessen, SOFORT :elefant:

Ja ich glaubs ja wohl? Was ist daran soziale Gerechtigkeit? Mal ganz abgesehen davon, dass am Ende erwiesenermaßen weniger rauskommen würde...

Ich bin fassungslos... Und dann noch diese heuchlerische Frechheit, diese bodenlose Unverschämtheit sich als Wohltäter aufzuspielen, als Philanthrop auf Kosten einer Bevölkerungsgruppe, zu der man ja glücklicherweise nicht gehört! Da fällt das Gutmenschsein wieder leicht, da lacht das Herz!

EDIT:
kann ein Admin mal plz noch nen Poll hinzufügen?
Frage: "Bist du für eine Millionärssteuer?"
Antwortmöglichkeiten: "Ja", "Nein", "Weiß nicht"

melaw
26. Juni 2005, 20:11
ich dachte wir hätten begriffen wie schlecht mindestlöhne sind?
immer noch nicht?
naja... hauptsache die renten sind sicher :mad:

HeatoR
26. Juni 2005, 20:12
Ich bin fassungslos... Und dann noch diese heuchlerische Frechheit, diese bodenlose Unverschämtheit sich als Wohltäter aufzuspielen, als Philanthrop auf Kosten einer Bevölkerungsgruppe, zu der man ja glücklicherweise nicht gehört!

woher willst du wissen dass ich dazu nicht gehöre. eine "millionensteuer" würde uns nicht ganz betreffen, aber die viel diskutierte vermögenssteuer würde meine familie schon betreffen, so what? ich finds gut, wer viel hat, hat viel abzugeben.

da ist es doch scheissegal ob er dafür gearbeitet hat oder ob jemand das geld gewonnen hat. es geht um ideale, nämlich um eines das solidarität heisst wobei das idealbild ist, dass alle menschen im land wohlhabend sind.
natürlich ist das unrealistisch, aber trotzdem ein ideal dem man versuchen sollte möglichst nahe zu kommen.

solche egoistischen gedankengänge wie du sie vollführst kann ich nicht ganz nachvollziehen. wer mehrere millionen auf dem konto hat und nicht ein paar tausender abdrücken will, der ist imho ein bisschen daneben. wir müssen auch monatlich zig tausend euro steuer zahlen, und das tuen meine eltenr und werde ich GERNE tun, weil wir dieses land lieben.

edit:
ausserdem ist deine panikmache einfach lachhaft. es geht um ganze 3% mehr. die tun keinem millionär weh, die tun mir auch nicht weh. was sind denn bitte 3% wenn ich damit meinen mitbürgern und meinem land helfen kann?

Beli2
26. Juni 2005, 20:13
Da ich von einem Keynsianer Makro gelesen bekam kann ich mich nur bedingt dazu äußern, zumindest nach Keynes hätte es durchaus Sinn das Einkommen der unteren Schichten auf Kosten der Reichen zu erhöhen, da die Konsumfunktion eine Wurzelfunktion ist und mit steigendem Einkommen die Konsumquote fällt. Aber wie gesagt so einfach ist es nicht, denn zu der betroffenen Zielgruppe zählen auch Unternehmer, deren Einkommen aus dem Betriebsgewinn geschöpft wird und deren direkte Besteuerung würde direkt die Investitionen treffen.

Aber wie gesagt das ist nur Keynes und so denken nunmal die ganzen SPD Wirtschaftberater, abgesehen von der populistischen Wirkung, derer sich die SPD bestimmt bewusst ist.

Getraenkeautomat
26. Juni 2005, 20:14
Wenigstens einer der mich versteht :cry:

aMrio
26. Juni 2005, 20:31
beli trifft es ganz gut: es ist halt so, daß geld aus ärmeren schichten viel öfters den wirtschaftskreislauf durchläuft als geld welches beispielsweise ein millionär auf seinem konto hat. denn letzterer legt es an und spart, während erstere es ausgeben.
so werden aus 100€ für 1000 arme leute schnell 100€ die beispielsweise 5 mal im ersten jahr irgendwo weiterwandern, und das 1000 mal. während aber 100000 für einen einzigen einmal ausgegeben oder einfach nur aufs konto gelegt werden.
zudem die meisten leute mit einem dicken bankpolster ihr geld eh viel häufiger im ausland oder zumindest bei ausländischen firmen investieren/ausgeben als die armen leutchen.

zudem muß man es auch mal so sehen: das einzige land welches zur zeit den usa mächtig wirtschaftlich druck macht ist china .. und in china gibt es nichtmal ansatzweise soviele superreiche menschen wie in europa/usa. da verdient selbst ein fabrikleiter oder parteifunktionär nicht allzuviel mehr als ein einfacher arbeiter. (also deutlich spürbar mehr schon, aber nicht in so extremen unterschieden wie bei uns)

eigentlich sind alle probleme die wir haben verteilungsprobleme; wenige prozent haben mehr geld als die anderen vielen prozent. 80% machen ständig unbezahlte überstunden und bekommen einmal jährlich ne rentenaltererhöhung und mehrarbeit ohne lohnausgleich aufgedrückt während 20% gar keine arbeit haben.

die einen wollen das nun lösen durch eine andere verteilung, während die anderen meinen, dies durch noch mehr kapitalismus (=noch ungünstigere verteilung für immer mehr betroffene) zu regeln.

HeatoR
26. Juni 2005, 20:33
beli trifft es ganz gut: es ist halt so, daß geld aus ärmeren schichten viel öfters den wirtschaftskreislauf durchläuft als geld welches beispielsweise ein millionär auf seinem konto hat. denn letzterer legt es an und spart, während erstere es ausgeben.
so werden aus 100€ für 1000 arme leute schnell 100€ die beispielsweise 5 mal im ersten jahr irgendwo weiterwandern, und das 1000 mal. während aber 100000 für einen einzigen einmal ausgegeben oder einfach nur aufs konto gelegt werden.
zudem die meisten leute mit einem dicken bankpolster ihr geld eh viel häufiger im ausland oder zumindest bei ausländischen firmen investieren/ausgeben als die armen leutchen.

zudem muß man es auch mal so sehen: das einzige land welches zur zeit den usa mächtig wirtschaftlich druck macht ist china .. und in china gibt es nichtmal ansatzweise soviele superreiche menschen wie in europa/usa. da verdient selbst ein fabrikleiter oder parteifunktionär nicht allzuviel mehr als ein einfacher arbeiter. (also deutlich spürbar mehr schon, aber nicht in so extremen unterschieden wie bei uns)

eigentlich sind alle probleme die wir haben verteilungsprobleme; wenige prozent haben mehr geld als die anderen vielen prozent. 80% machen ständig unbezahlte überstunden und bekommen einmal jährlich ne rentenaltererhöhung und mehrarbeit ohne lohnausgleich aufgedrückt während 20% gar keine arbeit haben.

die einen wollen das nun lösen durch eine andere verteilung, während die anderen meinen, dies durch noch mehr kapitalismus (=noch ungünstigere verteilung für immer mehr betroffene) zu regeln.




sehr guter und richtiger beitrag.

im übrigen hab ich von den "hilfe" schreier wie smacks noch keinen qualifizierten post mit hochwertigen argumenten zu diesem thema gelesen. nur bildmäßiges rumgeschreie und beschimfpungen.

Mackiavelli
26. Juni 2005, 20:34
Original geschrieben von Picard)STF
pro
aber die frage ist ob es auch durchgezogen wird, oder nur ein versprechen ist um wählerstimmen zu fangen.
von mir aus kann die steuer auch 50% betragen ...

Da sind sie mal wieder, die absoluten Dorftölpel und Gutmenschen, die von Politik keine und von Wirtschaft noch viel weniger Ahnung haben.

Ich kann bei den jetzigen Debatten um "soziale Gerechtigkeit" und "arbeitsschaffende Maßnahmen" nur den kopf schütteln.
Armes Deutschland.

Mackiavelli
26. Juni 2005, 20:37
Original geschrieben von aMrio
eigentlich sind alle probleme die wir haben verteilungsprobleme; wenige prozent haben mehr geld als die anderen vielen prozent. 80% machen ständig unbezahlte überstunden und bekommen einmal jährlich ne rentenaltererhöhung und mehrarbeit ohne lohnausgleich aufgedrückt während 20% gar keine arbeit haben.


Ich glaubs nicht. Das ist wirklich mein Ernst.
Ich kann diesen Schwachsinn nicht glauben, wo zur Hölle wird einem so eine Scheiße erzählt?

Ich bin hier gerade wirklich am verzwifeln, was dümmeres und weltfremderes habe ich schon lange, sehr lange nicht mehr gehört.

Picard
26. Juni 2005, 20:40
kuhl, fragt sich nur warum DU noch net bundeskanzler geworden bist, du bist ja DER Politikgosu und weist natürlich alles _immer_ besser als der rest der welt...

Getraenkeautomat
26. Juni 2005, 20:40
Was passiert wenn viel Geld auf den Banken gespart wird :confused:
Richtig Zins für Geld sinkt-> Investition werden attraktiv. -> Wachstum:confused:

aMrio
26. Juni 2005, 20:42
Original geschrieben von Mackiavelli

Ich kann bei den jetzigen Debatten um "soziale Gerechtigkeit" und "arbeitsschaffende Maßnahmen" nur den kopf schütteln.
Armes Deutschland.
was ist an gerechtigkeit kopfschüttelnswert?

nenne mir doch mal einen möglichst kapitalistischen staat, welcher die letzten 50 jahre gut überstanden hat, keine übermäßigen schulden anhäufte, dessen bevölkerung heute zu sehr großen teilen von dem wohlstand des staates profitiert _und_ der dies nicht auf kosten der bevölkerung eines oder mehrer anderer länder geschafft hat.

purer kapitalismus kann nur existieren wenn irgendjemand ausgebeutet / benachteiligt wird, wenn du das gut findest dann melde dich doch sofort bei der fdp an oder so :8[:


Original geschrieben von Mackiavelli


Ich glaubs nicht. Das ist wirklich mein Ernst.
Ich kann diesen Schwachsinn nicht glauben, wo zur Hölle wird einem so eine Scheiße erzählt?

Ich bin hier gerade wirklich am verzwifeln, was dümmeres und weltfremderes habe ich schon lange, sehr lange nicht mehr gehört.
ja verzweifel halt, mir doch latte.
"das ist scheisse" ist übrigens ein tolles argument, glückwunsch. neben dem fdp posten empfehle ich dir noch mitglied in der nächstverfügbaren kindergang zu werden, da wirst du dich schnell heimisch fühlen.


Original geschrieben von Getraenkeautomat
Was passiert wenn viel Geld auf den Banken gespart wird :confused:
Richtig Zins für Geld sinkt-> Investition werden attraktiv. -> Wachstum:confused:
80% aller menschen haben aufs leben gerechnet negative zinseinnahmen. interessant oder?

Getraenkeautomat
26. Juni 2005, 20:45
Original geschrieben von aMrio

was ist an gerechtigkeit kopfschüttelnswert?

nenne mir doch mal einen möglichst kapitalistischen staat, welcher die letzten 50 jahre gut überstanden hat, keine übermäßigen schulden anhäufte, dessen bevölkerung heute zu sehr großen teilen von dem wohlstand des staates profitiert _und_ der dies nicht auf kosten der bevölkerung eines oder mehrer anderer länder geschafft hat.

purer kapitalismus kann nur existieren wenn irgendjemand ausgebeutet / benachteiligt wird, wenn du das gut findest dann melde dich doch sofort bei der fdp an oder so :8[:
Wie definierst du gerechtigkeit und sozial?
Jemand sein Geld wegnehmen und jemand anderes geben:confused:
Vielleicht ist es dir nicht in den Sinn gekommen, aber demjenigen dem du das Geld wegnimmst hat etwas dafür getan. Er hatte seine "Opportunitätskosten"
Umverteilung sei gerecht? WTF

Getraenkeautomat
26. Juni 2005, 20:48
80% aller menschen haben aufs leben gerechnet negative zinseinnahmen. interessant oder?

Dsa bedeutet?

HeatoR
26. Juni 2005, 20:49
Jemand sein Geld wegnehmen und jemand anderes geben

finde ich gerecht, ja. solange es niemandem wehtut ( und willst du mir erzählen dass die konkret im raum stehenden 3% mehr einem wohlhabendnen menschen sehr weh tun? ) dafür aber anderen hilft, warum nicht?

ich würde freiwillig auch 10% mehr steuern zahlen wenn es meinem land und den menschen in meinem land helfen würde. kA was ihr für unpatriotische egoisten seid, mit so einer unpatriotischen und asozialen einstellung kann es mit deutschland ja nur bergab gehen.

aMrio
26. Juni 2005, 20:53
Original geschrieben von Getraenkeautomat

Wie definierst du gerechtigkeit und sozial?
Jemand sein Geld wegnehmen und jemand anderes geben:confused:
Vielleicht ist es dir nicht in den Sinn gekommen, aber demjenigen dem du das Geld wegnimmst hat etwas dafür getan. Er hatte seine "Opportunitätskosten"
Nun behauptest du Umverteilung sei gerecht?
dieser mensch hat einfach einen weg eingeschlagen der ihn viel geld verdienen läßt. was ihm zu einem großen teil unser staat (durch studium, entsprechende marktwirtschaftliche regelungen, subventionen etc) und zu einem anderen teil seine arbeiter ihm ermöglicht haben.

ein arzt verdient an den normalen menschen, jemand dem ein supermarkt gehört ebenso, selbiges gilt für besitzer von taxifirmen und und und. ein börsenspekulant arbeitet mit dem geld das normale menschen bei ihrer bank anlegen etc. und wenn nun so jemand einen teil des so erwirtschafteten geldes zurück an die gemeinschaft geben muß die ihm seinen wohlstand erst ermöglicht hat dann sehe ich da kein allzu großes problem.

jetzt hast du sicherlich die 2 hier üblichen argumente im kopf: 1. die reichen arbeiten mehr und 2. es steht ja jedem frei auch arzt etc zu werden.

nun, zu 1.:
ein kumpel im bergwerk, ein feuerwehrmann, die von den kunden total gestresste verkäuferin und und und, auch die arbeiten viel; sie bekommen aber leider sehr viel weniger zurück als jemand der vor seiner arbeit studiert hat und danach einen bestimmten weg einschlug.
zu 2.: es kann aber nunmal nicht jeder arzt werden weil unsere gesellschaft wie jede andere auch nunmal sehr viele einfache menschen braucht. nur gedankt wird es ihnen nicht.

ViperDK
26. Juni 2005, 20:53
was die idee mit dem mindestlohn soll, geht mir auch nicht in den kopf. spitzensteuersatz runter und dann eine neue spezialsteuer einfuehren. immer schoen beschweren ueber das komplizierte steuersystem aber dann jubeln wenn sonderregeln fuer verhasste gruppen eingefuehrt werden :stupid:

und nochmal @smacks:
du bist dir schon bewusst, dass mindestloehne in vielen laendern gang und gebe sind, unter anderem auch in den usa und grossbritanien?

Picard
26. Juni 2005, 20:56
wer mir hier erzählen will dass sich z.b. die fussballspieler ihre millionen hart ERARBEITEN der hat einen an der klatsche

Getraenkeautomat
26. Juni 2005, 21:03
Original geschrieben von aMrio

dieser mensch hat einfach einen weg eingeschlagen der ihn viel geld verdienen läßt. was ihm zu einem großen teil unser staat (durch studium, entsprechende marktwirtschaftliche regelungen, subventionen etc) und zu einem anderen teil seine arbeiter ihm ermöglicht haben.

ein arzt verdient an den normalen menschen, jemand dem ein supermarkt gehört ebenso, selbiges gilt für besitzer von taxifirmen und und und. ein börsenspekulant arbeitet mit dem geld das normale menschen bei ihrer bank anlegen etc. und wenn nun so jemand einen teil des so erwirtschafteten geldes zurück an die gemeinschaft geben muß die ihm seinen wohlstand erst ermöglicht hat dann sehe ich da kein allzu großes problem.

jetzt hast du sicherlich die 2 hier üblichen argumente im kopf: 1. die reichen arbeiten mehr und 2. es steht ja jedem frei auch arzt etc zu werden.

nun, zu 1.:
ein kumpel im bergwerk, ein feuerwehrmann, die von den kunden total gestresste verkäuferin und und und, auch die arbeiten viel; sie bekommen aber leider sehr viel weniger zurück als jemand der vor seiner arbeit studiert hat und danach einen bestimmten weg einschlug.
zu 2.: es kann aber nunmal nicht jeder arzt werden weil unsere gesellschaft wie jede andere auch nunmal sehr viele einfache menschen braucht. nur gedankt wird es ihnen nicht.
Also ich weiss ja nich.
Wenn ich zum Arzt gehe fängt es so an. Entschuldigen Sie haben sie die Krankenkarte dabei? Ja hier.
Mein Arzt behandelt mich also nicht weil er mich liebt oder weil wir freunde sind sondern weilich ihn dafür bezahle.
Das mit Gesellschaft wieder etwas zurückgeben ok. Vlt versteht jetzt irgendjemand warum ich für Studiengebühren bin.
Was du mit marktwirtschaftlichen Regelungen und Subventionen meinst weiss ich nicht.

Mindestlöhne verursachen außerdem Arbeitslosigkeit und verzerren den Markt.

Duracel2
26. Juni 2005, 21:04
Zum Thema - grundsätzlich halte ich diese Millionärssteuer für "sehr gut".

Immerhin kann ein Millionär besser auf die Hälfte seines Einkommens verzichten, als ein Geringverdiener.


Problem ist nur, dass es "national" nicht funktioniert. Die einzigen, die am Ende davon profitieren sind Steuerberater.
Ein Millionär ist ja nicht mal eben einfach so bereit, auf sein Geld zu verzichten - dazu ist er durchschnittlich viel zu kapitalistisch eingestellt - und er wird jede Möglichkeit nutzen, soviele Steuern wie möglich zu sparen. Und solange er die Möglichkeit hat, etwas von seinem Geld ins Ausland zu bringen, wo er weniger davon verliert, wird er es tuen.

Am Ende siehts so aus, wir können besser die Millionen zu dem derzeitigen geringen Steuersatz besteuern, als kein Geld(weil im Ausland) mit einem hohen Steuersatz zu besteuern.

Tjap, so siehts aus. :(

Aule2
26. Juni 2005, 21:14
ohne irgendwas gelesen zu haben:
Der Fairness halber hätte man den Artikel mit quoten müssen, in dem beschrieben wird, wie die FDP ihre Schulden abbaut, und gleichzeitig steuerzahlen abwendet.
Diese Scheiß Asozialen Säcke, denn das betrifft eben die anderen 97% ...

SuicideSquad
26. Juni 2005, 21:21
Original geschrieben von aMrio

ein arzt verdient an den normalen menschen, jemand dem ein supermarkt gehört ebenso, selbiges gilt für besitzer von taxifirmen und und und. ein börsenspekulant arbeitet mit dem geld das normale menschen bei ihrer bank anlegen etc. und wenn nun so jemand einen teil des so erwirtschafteten geldes zurück an die gemeinschaft geben muß die ihm seinen wohlstand erst ermöglicht hat dann sehe ich da kein allzu großes problem.
ich bezweifel einfach mal, dass ein arzt samt frau 500.000€ im jahr verdient

HeatoR
26. Juni 2005, 21:24
ich bezweifel einfach mal, dass ein arzt samt frau 500.000€ im jahr verdient
kommt auf die art von arzt an...ein notfallchirurg im KH sicher nicht, ein privatklinik-besitzer wahrscheinlich schon.

Swatch
26. Juni 2005, 21:35
Wo ist eigentlich dein Problem, smacks? Konkret wirst du nie. Den Nachteil einer Sondersteuer konnte mir bisher noch niemand verdeutlichen, also mal ganz konkret raus damit.

0Smacks0
26. Juni 2005, 21:58
Original geschrieben von SwAtCh-IrOnY
Wo ist eigentlich dein Problem, smacks? Konkret wirst du nie. Den Nachteil einer Sondersteuer konnte mir bisher noch niemand verdeutlichen, also mal ganz konkret raus damit.

1. Steuerflucht, dass darf nicht unterschätzt werden wie schon oben von jemanden gesagt. Es geht hier nicht um die, einigen doch lächerlich erscheinenden 3%, sondern um den psychologischen Effekt. Jede noch so kleine Verschlechterung kann schon bei so einer miserablen Lage sich ganz anders auswirken. Und das sich z.B. deutsche Reiche in der Schweiz wohl fühlen, wird ja wohl niemand leugnen wollen.

2. Mehr Aufwand mit Zusatzerfassung und Kontrolle (Wiegt die das überhaupt wieder auf?). Also wer muss denn nun 3% mehr zahlen, wie bemisst man das, dann muss das wieder extra kontrolliert werden, neue Leute werden im Finanzamt eingestellt usw.. Im Endeffekt verpufft hier auch wieder mehr und die Einkommenssteruererklärung usw. wird noch komplizierter.

3. Ist es Quark, dass die Reichen ihr Geld nur, wie es oben gesagt wird "anlegen und sparen". Schon für den Satz gehört einen auf die Griffel geschlagen, denn man kann nicht gleichzeitg sparen und anlegen... Nun, eher legt der Reiche an (und spart nicht) und genau dadurch werden erst wiederum viele neue Investitionen möglich. Bestimmte Projekte sind eben nur von großen Financiers überhaupt stemmbar. Und davon hat auch der kleine frustrierte IG-Metaller was...

4. Hat man in den USA mal in den 60ern ausgerechnet, dass ein Steuersatz von 23,5 % für alle genauso viel brächte wie das damals existierende Steuersystem. Und es wäre wohl unbestreitbar für alle eine Entlastung! Dennoch hat man unter Reagan ein dreigestaffeltes System eingeführt, das Reichere mehr besteuert, aber das Steuersystem ist immer noch gut. Was ähnliches schlägt auch Kirchhoff vor und ein ausgearbeiteter Entwurf liegt schon vor. Vor diesem Hintergrund ist jegliches Verschlimmbessern und noch besonders so dämliches, vollkommen fehl am Platze. Die Vorteile dieses Steuerentwurfs will ich nicht zum Hundertsten Male ausbreiten... Ich bitte darum Google zu bemühen. Nur soviel: Ein einfaches und klares Steuersystem bringt sehr viel mehr als ein kompliziertes. Vielleicht ist nicht mal die Höhe der Besteuerung entscheidend, wichtig ist wie effizient das Geld verwendet wird. Mit zig Sonderregelungen verpufft jedenfalls viel Geld in staatlichen Bürokratiemühlen, Steuerberaterbüros und frustrierten Steuerabteilungen.

HeatoR
26. Juni 2005, 22:01
ich will ja nicht immer mit der skandinavien-keule kommen, aber in schweden zahlen sie über 50% steuern....
warum ist in skandinavien eigentlich alles besser als überall sonst auf der welt? =/

0Smacks0
26. Juni 2005, 22:04
Original geschrieben von HeatoR
ich will ja nicht immer mit der skandinavien-keule kommen, aber in schweden zahlen sie über 50% steuern....
warum ist in skandinavien eigentlich alles besser als überall sonst auf der welt? =/

Dort werden die Steuergelder effizienter verwandt, aber mom, bevor ich zuviel sage, ich hatte dazu mal nen Artikel 8[. Evtl. finde ich den.

Ansonsten ist Schweden auch das Land der Neider, dagegen ist man hier noch harmlos...


Übrigens, warum wir sowas (Steuerreform) so nötig haben, hier mal ein paar interessante Ausschnitte:


14. Februar 2005, 16:23, NZZ Online
Schweiz bei Unternehmenssteuern im Mittelfeld
Deutschland europaweit am höchsten

Die Schweiz liegt bei den Unternehmenssteuern im europäischen Mittelfeld. Gemäss einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung beträgt die Steuerbelastung beispielsweise in Zürich 21,8 Prozent. Am stärksten belastet werden Unternehmen in Deutschland mit einem Durchschnittssteuersatz von 36,1 Prozent. Am tiefsten sind die Steuern in Litauen, Lettland und Irland.

Damit meine ich nicht, dass man stückchenweise für Unternehmen mal hier ne Abschreibungsmöglichkeit schafft und da nen Prozentpunkt bei der Körperschaftssteuer runter geht.

HeatoR
26. Juni 2005, 22:06
Ansonsten ist Schweden auch das Land der Neider, dagegen ist man hier noch harmlos...

in wiefern das land der neider? ich mein, sozialneid ist doch überall auf der welt relativ stark ( zumindest in den industriestaaten )

Maasl
26. Juni 2005, 22:09
Norwegen gehts ja auch hauptsächlich wegen seiner Ölverkommen so gut.

Und Smacks hat auf jeden Fall mit der Forderung Recht dass unser Steuersystem mal grundlegend vereinfacht werden muss.

HeatoR
26. Juni 2005, 22:10
vereinfacht habe ich auch nichts gegen.
natürlich ist es zu kompliziert. aber was ist dagegen einzuwenden dass jemand der viel hat auch mehr abgibt? das war schon bei den alten griechen so.

Beli2
26. Juni 2005, 22:15
Wie gsagt es ist nicht einfach so mit der Umverteilung und prinzipiell muss ich smacks rechtgeben, denn auf die Übertragungen, die der Armen Bevölkerung zugute kommen, müssen nochmals Steuern draufgeschlagen geschlagen werden, dadurch wird der Umverteilungsbonus sozusagen wieder verspielt und die Investitionen der Reichen sinken zu einem größeren Anteil, als, dass es der zusätzliche Konsum der armen kompensieren kann.
Und wie gesagt, wie weiter oben gesagt wurde leben wir in keiner geschlossenen Volkswirtschaft, wie es in Zeiten Ludwig Erhardts noch weitgehend der Fall war, Steuer- und Kapitalflucht sind heute ohne weiteres mögliches und die Kontrolle dieser Prozesse würde für den Staat mit enormen Kosten einhergehen.
Wenn Steuererhöhung überhaupt, dann sollte dieses Geld keinesfalls der geringverdienenden Bevölkerung zugute kommen, sondern sollte in die Bildung und Steuertilgung investiert werden. Die Mobilität auf dem Arbeitsmarkt muss erhöht werden und dieses kann man nur durch relativ geringere soziale Absicherung erreichen, ja USA und GB haben einen Mindesloohn, jedoch haben sie keinen Kündigungsschutz, das Arbeitslosengeld, welches dort auch gezahlt wird, ist sogar im Vergleich zu ALG II gering und wird nur über einen sehr kurzen Zeitraum gezahlt, Mindeslohn kann sinnvoll sein, aber nur dann, wenn das Arbeitslosengeld, weit genug unter dem Arbeitslosengeld liegt, so dass die Menschen genug Anreiz haben Arbeit zu suchen.
Zu Schweden habe ich übrigens letztens gelesen, dass sie ihre Arbeitslosenzahlen hochgradig frisieren.

0Smacks0
26. Juni 2005, 22:28
Original geschrieben von HeatoR
vereinfacht habe ich auch nichts gegen.
natürlich ist es zu kompliziert. aber was ist dagegen einzuwenden dass jemand der viel hat auch mehr abgibt? das war schon bei den alten griechen so.

Das ist im jetzigen System auch schon so! Falls dir das entgangen sein sollte, ich rege mich vor allem deswegen auf, weil man jetzt so tut als würde sich diese Bevölkerungsgruppe, die eh schon am meisten Steuern zahlt, geradezu darum drücken. Dann noch einmal die Steuern zu erhöhen ist Schwachsinn. Im Gegenteil, die Reichen die hier bleiben und Steuern zahlen, bestraft man nochmals zusätzlich!

HeatoR
26. Juni 2005, 22:38
gut aber warum muss denn das als strafe angesehen werden? wieso sieht man es nicht als privileg, einen besonders großen beitrag zum wohle des eigenen landes zu tun?

einerseits beklagen viele deutsche, dass man in deutschland nicht patriotisch sein darf, dann aber drücken sie sich wenn es darum geht etwas für den patriotismus zu tun?

ich denke das problem sind nicht die steuern an sich, sondern deren verwendung. wenn die menschen sehen würden dass sie zwar viele steuern zahlen, aber dass diese gut verwendet werden, ergo: kostenlose bildung für alle, kindergartenplätze für alle, hohe sicherheit, saubere städte, anständige renten, gute soziale absicherungen usw. dann würde sich auch keiner beschweren.

das problem liegt darin dass man sich dumm und dämmlich zahlt und von den steuern oftmals nur mist bezahlt wird und es dem land offenbar immer schlechter geht.

0Smacks0
26. Juni 2005, 22:50
Original geschrieben von HeatoR
gut aber warum muss denn das als strafe angesehen werden? wieso sieht man es nicht als privileg, einen besonders großen beitrag zum wohle des eigenen landes zu tun?

einerseits beklagen viele deutsche, dass man in deutschland nicht patriotisch sein darf, dann aber drücken sie sich wenn es darum geht etwas für den patriotismus zu tun?



Sry., diese Rhetorik finde ich schon unverschämt, du maßt dir an auf welchem Wege eine bestimmte Bevölkerungsgruppe patriotisch werden darf... Über den Geldbeutel...


Original geschrieben von HeatoR
ich denke das problem sind nicht die steuern an sich, sondern deren verwendung. wenn die menschen sehen würden dass sie zwar viele steuern zahlen, aber dass diese gut verwendet werden, ergo: kostenlose bildung für alle, kindergartenplätze für alle, hohe sicherheit, saubere städte, anständige renten, gute soziale absicherungen usw. dann würde sich auch keiner beschweren.


Tjo, dazu fehlt leider das Geld... Vielleicht wird es immer dazu fehlen... Denn du verlangst eine ganze Menge und wir leben jetzt schon über unsere Verhältnisse und verschulden uns täglich hemmungslos und ohne Reue...

HeatoR
26. Juni 2005, 22:53
Sry., diese Rhetorik finde ich schon unverschämt, du maßt dir an auf welchem Wege eine bestimmte Bevölkerungsgruppe patriotisch werden darf... Über den Geldbeutel...

wenn geld für diese menschen das wichtigste ist, dann ist es doch die größte aufopferung für das eigene volk etwas von diesem so wichtigen lebenselexier an sein vaterland weiterzugeben. ein echter patriot würde stolz darauf sein.

0Smacks0
26. Juni 2005, 23:03
Original geschrieben von HeatoR


wenn geld für diese menschen das wichtigste ist, dann ist es doch die größte aufopferung für das eigene volk etwas von diesem so wichtigen lebenselexier an sein vaterland weiterzugeben. ein echter patriot würde stolz darauf sein.

1. habe ich nicht soviel geld.
2. mag ich eigentlich keine patrioten, nur lokalpatrioten sind mir sympathisch. also sprech ich auf die schiene mal überhaupt nicht an.
3. siehe mein editiertes post.
4. denke ich, dass jeder sowas aus eigenen stücken machen sollte, es sollte ihn aber nicht aufgezwungen werden... da ist mir doch jemand, der z.B. aus seinem unternehmen eine stiftung macht, und so dem lande nachhaltig etwas gutes tut, lieber als wenn es eine unfähige regierung hin- und herschiebt.
5. steht es dir nicht an, festzulegen wie jemand für sein land etwas gutes tut. ich finde so liberal sollte man schon sein.

BillyJean2
26. Juni 2005, 23:18
22. Juni 2005 Der Zusammenschluß von der PDS und der „Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit” (WASG) würde bei der erstmaligen Teilnahme an einer Bundestagswahl die Fünf-Prozent-Hürde locker überspringen.

Benrath
26. Juni 2005, 23:21
hab nciht mehr alles gelesen , aber was manche schreiben ist schon echt etwas doof...

infomiert euch erst mal ein bsichen... maches hat ihr schon züge von planwirtschaftswünschen.... ziehzt ecuh mal ein semester nur grundzüge der vwl bzw vwl 1 rein... dann denken viele der sozial gerechtigkeitsschreier eventuell etwas anders...

General Mengsk
26. Juni 2005, 23:51
Das, was wirklich ein Skandal ist, daß zumindest Teile der SPD und auch Leute wie Oskar solche Forderungen wider besseren Wissens erheben. Denn eine Millionärssteuer ist psychologisch Gift und bringt nicht nennenswert viel. Eine Vermögenssteuer ist nicht nur verfassungswidrig, sondern kostet auch noch mehr Verwaltungsaufwand, als sie einbringt. Zumindest, wenn man wirklich nur Vermögende besteuert. Das ist durchgerechnet.

Es gibt in Deutschland leider noch ein gewaltiges Erkenntnisproblem, z.B. in dem Punkt, daß man mit niedrigeren Steuersätzen mehr Geld einnehmen kann, weil man mehr Einzahler hat. Das gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Privatpersonen. Je höher ich die Steuern mache, desto mehr lohnt es sich auch für geringere Verdiener zu tricksen, Auslandskonten zu haben, usw.

Ein einfaches Steuersystem, ja selbst ein einziger Einkommenssteuersatz für alle, ist auch nicht automatisch unsozial. Zum einen sind 20% von 1000€ immernoch weniger als 20% von 10000€ und zum anderen wird dieser Steuersatz bei Streichung aller Ausnahmetatbestände sogar bezahlt und das wäre schon eine gewaltige Neuerung. Mit einem guten Gesamtkonzept hat dann am Ende die berühmt berüchtigte Krankenschwester trotz Streichung der Nachtzuschläge nicht weniger auf dem Konto, sondern mehr. Und wer sich mal die Rechnung zum Prämienmodell vom Spiegel vor ca. 1 Jahr (also noch die in Reinform) durchliest mit einem Sozialausgleich übers Steuersystem, der ließt, daß Herr Ackermann 44000 Euro dann für seine Gesundheit zahlt, und zwar pro Monat. Eine Prämie macht außerdem deutlich, wie viel jeder an Kosten im Schnitt wirklich verursacht. Und wenn jeder versucht unter dieser zu bleiben, dann wird die Prämie auch sinken.

Es mag ja wirklich nicht leicht sein so "ungewöhnliche" Gedankengänge zu akzeptieren, aber es ist leider nicht alles sozial, was zunächst den Anschein hat. Und in einer globalisierten Welt gibt es keine wirkliche Alternative. Wer die Kapitalflucht bekämpfen will, dem bleibt ansonsten nur eine Wahl: Grenzen dichtmachen, damit keiner weg kann. Dann ist auch das Arbeitsplatzproblem gelöst, denn alle 100 Meter muß spätestens ein Posten stehen, um die Grenze zu bewachen. Denn für Hightech ist dann kein Geld mehr da und das meiste Zeug kriegt man dann hier auch gar nicht zu kaufen. Der Wohlstand würde erst langsam, dann immer schneller zurückgehen, denn es gibt ja keine Konkurrenz, jeder produziert also minimale Qualität. Und irgendwann bricht dann auch dieser "Sozialtraum" zusammen. Das ist die Alternative, die eigentlich keiner wollen kann!

Deshalb kann es nur ein Fazit geben: Wir müssen uns die Gesetze des Marktes zunutze machen. Wir müssen als rohstoffarmes Land ständig bemüht sein an der Spitze des Fortschrittes zu stehen. Wir müssen Eigeninitiative stärke und einfache, verständliche und zukunftssichere Systeme einführen und wir müssen aushören mit endlosen Neiddebatten und Denktabus. Es gibt eine Menge Chancen in diesen Reformen, die wir machen müssen, damit gerade auch eine soziale Sicherung erhalten bleiben kann.

Edit: @Smacks: Man kann keine Polls nachträglich zu einem Thread hinzufügen. Aber ich glaube es ist hier auch besser so. Denn das, was eigentlich diskutiert werden muß, das kann man nicht in 1 Satz sagen. Das zeigen gerade auch die Reaktionen hier.

Getraenkeautomat
27. Juni 2005, 06:04
Original geschrieben von Benrath[BN]
hab nciht mehr alles gelesen , aber was manche schreiben ist schon echt etwas doof...

infomiert euch erst mal ein bsichen... maches hat ihr schon züge von planwirtschaftswünschen.... ziehzt ecuh mal ein semester nur grundzüge der vwl bzw vwl 1 rein... dann denken viele der sozial gerechtigkeitsschreier eventuell etwas anders...
kann ich bestätigen.

aMrio
27. Juni 2005, 06:52
Original geschrieben von SuicideSquad
ich bezweifel einfach mal, dass ein arzt samt frau 500.000€ im jahr verdient
das hat auch niemand hier behauptet.


Original geschrieben von @Smacks@

Sry., diese Rhetorik finde ich schon unverschämt, du maßt dir an auf welchem Wege eine bestimmte Bevölkerungsgruppe patriotisch werden darf... Über den Geldbeutel...

über etwas anderes als den geldbeutel kann man sehr schlecht etwas für sein land tun, es sei denn man ist selbst angehöriger von feuerwehr/notarzt/bundeswehr/polizei etc oder investiert viel zeit in eine ehrenamtliche und sinnvolle arbeit. ich unterstelle jedoch 99,99% der reichen bis sehr reichen bewohner deutschlands, daß dies auf keinen von ihnen zutrifft.

es ist übrigens lustig wie ihr die bereits existente und bei höheren steuern noch stärkere kapital/steuerflucht der reichen als vorwand benutzt um diese zu verteidigen. schizophrener und unpatriotischer gehts kaum.

0Smacks0
27. Juni 2005, 08:56
Original geschrieben von aMrio
über etwas anderes als den geldbeutel kann man sehr schlecht etwas für sein land tun, es sei denn man ist selbst angehöriger von feuerwehr/notarzt/bundeswehr/polizei etc oder investiert viel zeit in eine ehrenamtliche und sinnvolle arbeit. ich unterstelle jedoch 99,99% der reichen bis sehr reichen bewohner deutschlands, daß dies auf keinen von ihnen zutrifft.


Manche sind eben gleicher als andere? Außerdem ist es eine unverschämte Frechheit, was du hier unterstellst! Wobei du das Wort unterstellen schon richtig gewählt hast...


Original geschrieben von aMrio

es ist übrigens lustig wie ihr die bereits existente und bei höheren steuern noch stärkere kapital/steuerflucht der reichen als vorwand benutzt um diese zu verteidigen. schizophrener und unpatriotischer gehts kaum.

Muss man das verstehen? Dir geht nicht in den Kopf, dass es einfach bodenlos dumm ist, etwas durchzuziehen, dass die Situation nur verschlimmert!

Und bleib mir mal mit dem elendigen Patriotismus weg! Obwohl ich ja interessant finde, dass auch die netten Herren Nazis im Grunde sehr sozial waren und viel mehr links als man ihnen rechts eigentlich zuschreiben möchte... Aber das kapieren ja Leute wie du nicht, im Grunde genommen stärken diese sich sammelnden radikalen Linken den rechten Rand... Und wenn ich zum Schluss ganz spitzfindig werden darf, dass man bestimmte Bevölkerungsgruppen besonders hart angeht, die einem besonders fremd sind, kenne ich auch irgend wo her...

Damit schwinge ich die Moralkeule mal wieder in deine Richtung!

Grumel
27. Juni 2005, 09:01
1. Steuerflucht, dass darf nicht unterschätzt werden wie schon oben von jemanden gesagt. Es geht hier nicht um die, einigen doch lächerlich erscheinenden 3%, sondern um den psychologischen Effekt. Jede noch so kleine Verschlechterung kann schon bei so einer miserablen Lage sich ganz anders auswirken. Und das sich z.B. deutsche Reiche in der Schweiz wohl fühlen, wird ja wohl niemand leugnen wollen.


--> Wie will man bitte vor der Einkommensteuer fliehen ?
Wegen 3% Einkommensteuer wird Niemand auswandern

2. Mehr Aufwand mit Zusatzerfassung und Kontrolle (Wiegt die das überhaupt wieder auf?). Also wer muss denn nun 3% mehr zahlen, wie bemisst man das, dann muss das wieder extra kontrolliert werden, neue Leute werden im Finanzamt eingestellt usw.. Im Endeffekt verpufft hier auch wieder mehr und die Einkommenssteruererklärung usw. wird noch komplizierter.


----> Lol ? is das gleiche degressive Steuersystem wie bisher, nur
eben weiter "Gestreckt", also null Mehr an Verwaltungsaufwand.
Es geht ja um ne höhere Einkommenssteuer nicht um ne Substanz oder Kapitalsteuer die mit hohem Verwaltungsaufwand/ Umgehungsmethoden zu kämpfen hätte.

4. Hat man in den USA mal in den 60ern ausgerechnet, dass ein Steuersatz von 23,5 % für alle genauso viel brächte wie das............


Das Problem sind doch die vielen Sondereglungen in unserem Steuersystem und nicht das Modell mit höheren Steuern für höhere Einkommen, also bitte nicht immer auf diesem Einheitssteuersatz rumreiten, sowas ist einfach ZU unsozial, und die Berechnung im Computerzeitalter wirklich kein Problem. Ich weis ja nicht, was du für Vorstellungen von ner Idealen Geselllschaft hast, aber ich finde Soziale Gerechtigkeit die über Chancengleichheit hinausgeht durchaus erstrebenswert.

Grumel
27. Juni 2005, 09:04
Original geschrieben von @Smacks@


Muss man das verstehen? Dir geht nicht in den Kopf, dass es einfach bodenlos dumm ist, etwas durchzuziehen, dass die Situation nur verschlimmert!

Und bleib mir mal mit dem elendigen Patriotismus weg! Obwohl ich ja interessant finde, dass auch die netten Herren Nazis im Grunde sehr sozial waren und viel mehr links als man ihnen rechts eigentlich zuschreiben möchte... Aber das kapieren ja Leute wie du nicht, im Grunde genommen stärken diese sich sammelnden radikalen Linken den rechten Rand... Und wenn ich zum Schluss ganz spitzfindig werden darf, dass man bestimmte Bevölkerungsgruppen besonders hart angeht, die einem besonders fremd sind, kenne ich auch irgend wo her...

Damit schwinge ich die Moralkeule mal wieder in deine Richtung!


Öhm, dass Rechts und Linksradikale mehr miteinander Gemeinsam haben als gemäßigte oder liberale Parteien sollte jedem klar sein. Dieses ganze Rechts/Links Schema im Grunde eh albern.

0Smacks0
27. Juni 2005, 09:22
Original geschrieben von Grumel

--> Wie will man bitte vor der Einkommensteuer fliehen ?
Wegen 3% Einkommensteuer wird Niemand auswandern

Danke, mein Gegenargument dazu in 1. hast du ja ignoriert.


Original geschrieben von Grumel
----> Lol ? is das gleiche degressive Steuersystem wie bisher, nur
eben weiter "Gestreckt", also null Mehr an Verwaltungsaufwand.
Es geht ja um ne höhere Einkommenssteuer nicht um ne Substanz oder Kapitalsteuer die mit hohem Verwaltungsaufwand/ Umgehungsmethoden zu kämpfen hätte.


Natürlich, jede kleine Regelung bedeutet eigentlich nicht soviel Verwaltungsaufwand... Nur, dass es zwischen den Menschen, die jetzt den Spitzensteuersatz zahlen, noch mal eine Unterscheidung geben muss. Dann muss geschaut werden, wer zwangsweise versucht sein Einkommen kleiner zu halten, damit er nicht von den 3% betroffen ist. Es werden einige versuchen weniger zu verdienen, um an der Schwelle nicht im Endeffekt später weniger raus zubekommen, nur weil sie ein paar € zuviel verdient haben. Vermutlich würde diese betroffene Gruppe auch mehr Energie in die Steuererklärung stecken oder notfalls versuchen, die paar € vor dem Fiskus zu verstecken.

Es wird definitiv zu einem Mehr an Verwaltungsaufwand führen, es müssen neue Fragebögen gedruckt werden, die Mitarbeiter müssen geschult werden, die EDV-Systeme müssen umgestellt werden, die Bürger müssen informiert werden usw. usf.


Original geschrieben von Grumel
Das Problem sind doch die vielen Sondereglungen in unserem Steuersystem und nicht das Modell mit höheren Steuern für höhere Einkommen, also bitte nicht immer auf diesem Einheitssteuersatz rumreiten, sowas ist einfach ZU unsozial, und die Berechnung im Computerzeitalter wirklich kein Problem. Ich weis ja nicht, was du für Vorstellungen von ner Idealen Geselllschaft hast, aber ich finde Soziale Gerechtigkeit die über Chancengleichheit hinausgeht durchaus erstrebenswert.
Ja genau, diese Sonderregelungen sind damit abgeschafft! Und natürlich kann man auch in einem Betrieb die kompliziertesten Kennzahlensysteme verwenden, alles EDV-technisch möglich! Aber es bringt nichts, rein gar nichts, da die Pflege viel zu aufwendig ist und man sowieso keinen Überblick bekommt. Was im Betrieb gilt, nämlich weniger ist mehr, gilt auch hier!

Und derjenige, der seine Steuererklärung ausfüllt ist eben kein EDV-System! Der Steuerberater hat auch kein EDV-System, dass die fertige Steuererklärung ausdruckt... Und mehr Daten führen auch zu mehr Fehlermöglichkeiten! Diese Gerechtigkeit, die man sich mit diesem komplizierten System erkauft, ist die größte Ungerechtigkeit überhaupt.

Und deine Soziale Gerechtigkeit kannst du dir sonst wohin schmieren, dieser Position ist doch immer, aber wirklich immer nur eines immanent: "Wir sind in Wahrheit diejenigen, die wirklich sozial sind, die anderen wollen euch natürlich nur den letzten Tropfen Blut aus den Adern ziehen." Auf diese unverschämte implizite Anmaßung spucke ich!

Apfelbaeumchen
27. Juni 2005, 09:33
ich hätte wirklich nicht gedacht dass in unserer heutigen informationsgesellschaft tatsächlich noch leute exisitieren die sich für aufgeklärt halten und trotzdem so einen wirtschaftlichen rohrkrepierer unstützten
T_T

Grumel
27. Juni 2005, 09:47
Achso, soll das Einkommen von Leuten mit über 250 T Euro vom ersten Euro an mit 3% mehr versteuert werden, und nicht nur der Einkommensteil über 250 T euro ? Das wäre in der Tat sehr schwachsinnig.

Aber nochmal zum Einheitssteuersatz. Um Stufensteuersätze Auszurechnen nimmt man ne Tabelle oder nen kleines Progi/exel und gibt ne Zahl ein, das ist wirklich kein Problem.

Wenn du aber wissen must mit welcher Ausnahmeregelung man wo wie was zu sparen ist, dann wirds kompliziert. Das kann man eben nicht automatisieren, da würde man ja vor lauters klicken wahnsinnige werden.
" zu welchem anteil besteht ihr Einkommen aus Nachtarbeitszuschägen"
" wie hoch ist ihre Verlustzuweisung aus Schiffsbeteiligungen"

" wie hoch ist ihre Verlustzuweisung aus amerikanischen Hollywood Schinken"

" ist ein Teil ihres Einkommens aus einem 630 Mark job ? Wenn ja ist es ein 630 Mark job in der Landwirtschaft" ( Allein 630 Mark Jobs brauchen 4 sehr klein geschriebene Seiten im Gesetz )
etc etc... selbst ich könnte die liste noch um das Doppelte verlängern, obwohl ich wenig Ahnung von steuern hab.

Bei all dem Mist - der im übrigen auch noch weder sozial noch wirtschaftsförderlich ist, finde ich es wirklich albern sich über unsere einkommensabhängig unterschiedlichen Steuersätze aufzuregen.

aMrio
27. Juni 2005, 10:49
Original geschrieben von @Smacks@

Manche sind eben gleicher als andere? Außerdem ist es eine unverschämte Frechheit, was du hier unterstellst! Wobei du das Wort unterstellen schon richtig gewählt hast...

also behauptest du, daß die meisten spitzenverdiener sich ehren- oder hauptamtlich sehr sozial betätigen? :ugly: :hammer:


Original geschrieben von @Smacks@

Muss man das verstehen? Dir geht nicht in den Kopf, dass es einfach bodenlos dumm ist, etwas durchzuziehen, dass die Situation nur verschlimmert!

und es geht nicht in deinen kopf, daß du selbst den leuten die du durch deine argumentation hier ständig schützt vorwirfst, steuerflucht etc zu tätigen und daß du es trotzdem verwerflich findest diese menschen stärker zur kasse zu bitten als bisher.
warum bitte soll der staat sich an steuerflüchtigen orientieren? man könnte ja auch ganz neue regelungen aufstellen die solch eine flucht sehr erschweren, zum beispiel eben durch direktbesteuerung von einkommen, ein extrem vereinfachtes steuerrecht und und und.
aber nein, die "ehrenwerten" spitzenfinder müssen ja geschützt werden weil sonst noch mehr ihr geld im ausland deponieren.
das ist eben schizophren.


Original geschrieben von @Smacks@

Und bleib mir mal mit dem elendigen Patriotismus weg! Obwohl ich ja interessant finde, dass auch die netten Herren Nazis im Grunde sehr sozial waren und viel mehr links als man ihnen rechts eigentlich zuschreiben möchte... Aber das kapieren ja Leute wie du nicht, im Grunde genommen stärken diese sich sammelnden radikalen Linken den rechten Rand...

Und wenn ich zum Schluss ganz spitzfindig werden darf, dass man bestimmte Bevölkerungsgruppen besonders hart angeht, die einem besonders fremd sind, kenne ich auch irgend wo her...

lol, wie kopflose leute es immer wieder schaffen irgendne nazikeule und bescheuerte vergleiche auszupacken und sich damit im argumentativen himmel wähnen.

BiBaButzemann
27. Juni 2005, 11:25
Ich finde die Richtung hart schwachsinnig.

Als Politiker sollte man versuchen, die Armen reicher zu machen und nicht die Reichen ärmer.

Wenn z.B. wegen dieser 3% ein paar Millionäre sich endgültig denken "auf Wiedersehen Deutschland - hallo Steuerparadies", dann geht damit eine ganze Menge drauf. Angefangen von der arbeitslosen Haushälterin und Gärtner, Modegeschäften mit einem kleinen "exquisiten" Kundenkreis, der Partyservice, der für die alle 4 Monate ne Feier ausrichtet, das Autohaus, wo sie Ihre Autos kaufen - usw. Die werden das alle zu spüren bekommen und vermutlich deswegen auch Leute entlassen müssen - welche dann auch wieder weniger Kaufkraft haben usw.

Man sollte eher versuchen, Millionäre im Land zu halten (seien es auch Lottomillionäre oder Fußballer), den die besitzen die Kaufkraft und an einem Miilionär, auch wenn er es sich nur den ganzen Tag in seiner Villa gutgehen lässt, hängen sehr viele Arbeitsplätze, welche vor Allem dem Mittelstand zugutekommen.

Aber der arbeitslose Sack, auf den sich die SPD ja nun "spezialisiert" hat (haben ja auch lange genug drauf hingearbeitet, sich da ein grösstmögliches Klientel zusammenzuholen), sieht halt nur bei "EXPLOSIV - das Magazin" irgendne verwöhnte Alte mit nem neuen 435435 Euro Klunkel in Ihrem Benz vorfahren und denkt sich "Drecks Millionäre - denen soll es genauso scheiße gehen wie mir"- und sonst keinen Zentimeter weiter...

BigBadWolf
27. Juni 2005, 11:40
Original geschrieben von General Mengsk
Es mag ja wirklich nicht leicht sein so "ungewöhnliche" Gedankengänge zu akzeptieren, aber es ist leider nicht alles sozial, was zunächst den Anschein hat. Und in einer globalisierten Welt gibt es keine wirkliche Alternative.genau hier liegt der hase im pfeffer, sehr guter post von mengsk


eine stärkere unterscheidung der volksparteien ist ja grundsätzlich nicht schlecht, aber sobald sich die spd so von ihrem linken rand (aus gutem grund - wählerfang eben) in die scheisse reiten lässt, kann das doch nix werden. man muss erkennen, dass die spd langsam zur opportunistischsten partei reift...und ich hatte gedacht, dass mit pds und wasg-zusammenschluss diese entwicklung etwas gebremst werden würde - augenscheinlich ein trugschluss :-/

mamamia
27. Juni 2005, 12:14
wir leben in einem land von sozialneidern und deshalb hat so ein vorschlag natürlich erfolg.

und wenn die spd nicht etwas nach links einschlägt hat die wasg im herbst vielleicht nicht mehr 8 sondern 12-14%.

BigBadWolf
27. Juni 2005, 12:23
würde ich zugegebenermaßen lieber sehen als eine spd, die sich vollends lächerlich macht und nicht mehr wirklich ernstzunehmen ist!

Arwing2
27. Juni 2005, 13:32
ach fängt die spd wieder vor den wahlen mit stimmenfang an, um die normalen leute wieder auf ihre seite zu ziehen, die sie jahrelang vorher ausgebeutet hat???:lol:

wer den versprechen jetzt noch glauben schenkt, wird sich nach der wahl in noch höheren steuern und abgaben für die kleineren leute wiederfinden.

General Mengsk
27. Juni 2005, 14:36
Original geschrieben von BigBadWolf
...und ich hatte gedacht, dass mit pds und wasg-zusammenschluss diese entwicklung etwas gebremst werden würde - augenscheinlich ein trugschluss :-/
Das liegt daran, daß einer Positionierung auch allzu oft eine Bilanzrechnung zugrunde liegt, d.h. wie viele Wähler verliert man auf der einen Seite, wenn man in die andere Richtung rückt und wie viele gewinnt man hinzu. Durch Unschärfe und verschiedene Charaktere kann man dieses Intervall möglichst groß halten.
Die Alternative zu dieser Strategie wäre der Versuch die "alten" Wähler vom "neuen" Kurs zu überzeugen. Und obwohl dieser Kurs, wenn es überzeugend gefahren wird, mindestens langfristig sinnvoller wäre, schlagen die meisten Parteien doch in der Regel den ersten Weg ein. :-/

Die neue Linkspartei droht Wählerschichten der SPD abzusaugen, zumindest glaubt sie das. Und so schadet die Linkspartei der Entwicklung mehr, als sie nützt. Denn nach dem bisherigen Schema sind immer weniger Leute wählen gegangen. Das heißt aber auch, daß die, die noch wählen gehen, recht genau auf die Inhalte achten. (Anhänger von Splitterparteien mal ausgenommen.) Das würde einen sachorientierteren Wahlkampf bedeuten, Ergebnis könnten konsequentere, weil sachlich durchdiskutierte und von den verbleibenden Wählern akzeptierte, Maßnahmen sein. Damit ginge es irgendwann wieder aufwärts und die Wahlbeteiligung würde wieder steigen. Nur durch genau dieses elegante Konzept macht die Linkspartei nun einen dicken Strich, weil sie mit dumpfen Schlagworten in eine Lücke stößt und damit mobilisiert, so daß die anderen Parteien nachziehen (müssen). :(
Besonders deutlich sieht man das momentan auch bei den Grünen, die nach links rücken und sich damit wieder einmal eine Perspektive verbauen. Würden sie in die Mitte rücken, wozu man ihre Klientel durchaus bringen könnte, gäbe es mittelfristig auch die Perspektive Schwarz-Grün, was die Grünen deutlich unabhängiger und damit stärker machen könnte. Denn Ihre Wähler, das sind zumeist gutsituierte Leute aus der Mittelschicht, die aber immer mit dem Tenor "Wir müssen verzichten, um zu retten" durch die Welt gelaufen sind. Ob nun direkt für die Umwelt oder allgemein für die Erhaltung der Sozialsysteme, das sollte dann nicht mehr so schwierig sein, denn der Grundgedanke ist lange da.

Fazit: Wir kriegen durch die Linkspartei einen u.U. richtig häßlichen Wahlkampf. Doch die Kosequenz muß eigentlich sein, daß man gerade da Gegenkonzepte vorstellt und durchrechnet, um diesen Milchmädchenrechnungen von Oskar und co. etwas entgegnen zu können. Wenn man glaubt, daß sich das nicht vermitteln läßt, dann kann das nicht nur den Wahlsieg kosten, sondern auch weiteres Geld der nächsten Generationen.

Sacknase
27. Juni 2005, 15:06
Hätte ich nie gedacht, aber amrios Gedanken würde ich so unterschreiben.


Was er da beschreibt ist einfach die umsetzung von Keynes.

Eine Mehrwertsteuererhöhung würde beispielsweise genau das umgekehrte bewirken. Kleine Leute würde belastet da das Kapital durch viel mehr hände läuft (wie amrio beschrieben hat)


Ich bin dafür das reiche besteuert werden, aber keinen Spitzensteuersatz. Eher so Kapitalertragssteuer. Leute die 300 Leute in miete haben und damit ne menge kohle machen, beispielsweise...


jemand der nen brutto einkommen im jahr von 250.000 hat... lol... ich verdiene im Jahr ~ 35.000 /Jahr

BigBadWolf
27. Juni 2005, 15:19
was ich eigentlich auszudrücken versuchte war, dass ich gehofft hatte, die spd würde sich eben _nicht_ mehr um die wähler am linken rand kümmern, da die ja eine alternative in dem zusammenschluss haben...und es sich nicht wirklich lohnen würde, um diese zu kämpfen (deswegen auch...lieber 12-14% für wasg und pds als spd mit linksruck). möglicherweise unterschätze ich das potential, das man dadurch gewinnen kann, aber auch.


deswegen hab ich auch gesagt, dass ich zwar einen sichtbareren unterschied zwischen spd und cdu befürworte, auf der anderen seite aber auch eine (großparteiliche) alternative zur cdu wünsche, die nicht mit (solchen) abstrusen ideen wahlkampf macht - ob sie dann umgesetzt würden, steht auf einem ganz anderen blatt.


naja, der linke flügel der spd hat mich schon immer zum wahnsinn getrieben. ich dachte, damit könnte jetzt möglicherweise schluss sein. sicherlich steht das s in spd für SOZIALdemokratisch, aber naja, solche ideen müssen der zeit angemessen sein.

Outsider23
27. Juni 2005, 15:22
"Die Bürgerschaft ist eine Haltung, eine Geistesverfassung, eine emotionale Überzeugung, daß das Ganze größer ist als das Teil ... und daß das Teil sich in stolzer Demut opfern sollte, damit das Ganze leben kann."
Robert A. Heinlein - Starship Troopers

Ich kenne mich mit Wirtschaft nicht wirklich aus. Ich kann nur von mir selbst ausgehen. Aber wenn ich mehr als 250000€ im Jahr verdiene und das für mich Privat und nicht für eine Firma. Dann machen mir diese 3% aka 7500€ bei 250k€ im Jahr nichts aus, wenn es dafür dem Staat wirklich besser geht.
Leuten die wegen soetwas ihr Vermögen in die Schweiz oder sonst wo hin absetzen sollte die deutsche Staatsbürgerschaft enzogen werden. Allen steuerflüchtlingen. Es sind schmarotzer. Wenn man in einem Staat lebt muss man auch dafür sorgen, dass der Staat die entsprechenden Mittel hat um weiter zu existieren.
Warum sind es denn immer die Reichsten, die sich um die steuen drücken? Nicht, weil die steuern so hoch sind, sondern weil sie einfach gierig sind. Wenn die Steuern 10% niedriger wären würden die reichsten trozdem ihr geld ins ausland schaffen, weil es dort noch niedrigere steuersätze gibt. Dieses ewige gierige noch reicher werden als man ehh schon ist ist eines der grössten fehler unserer Gesellschaft.

PS: Für Firmen müssen natürlich andere Maßstäbe gelten, da das Firmenkapital ja für Firmenerweiterungen und Expansion zur verfügung stehen muss...

SuicideSquad
27. Juni 2005, 15:26
Original geschrieben von Outsider²³
Dieses ewige gierige noch reicher werden als man ehh schon ist ist eines der grössten fehler unserer Gesellschaft. was hat das mit der gesellschaft zu tun? der mensch ist, wie die evolution ihn geschaffen hat.

Outsider23
27. Juni 2005, 15:30
Original geschrieben von SuicideSquad
was hat das mit der gesellschaft zu tun? der mensch ist, wie die evolution ihn geschaffen hat.

Was hat die kapitalistische Gier mit dem Kapitalismus zu tun?
Was die Mentalität immer Mehr zu wollen und nie zufrieden zu sein mit dem was man hat mit der "Erziehung" in unserer Gesellschaft zu tun?

Sacknase
27. Juni 2005, 15:30
Soziale Markwirtschaft in der heutigen welt ist eh nicht mehr möglich.


Achja, ich hab hier irgendwas von CHina und löhnen gelesen... ich weiss nun nicht wer das war: folgendes, China ist kommunistisch. Ziel bzw. Idee des Kommunismus ist der sturz der Bourgeoisherrschaft und darüber wacht das Poletariat.

Aus diesem Grund sind die Löhne in ihrer Differenz auch nicht so hoch... wenn man das mal wirklich total allgemein zusammenfassen kann.

BigBadWolf
27. Juni 2005, 15:33
@outsider: so funktioniert die welt aber. und man muss auch versuchen, das beste draus zu machen, vor allem "dank" der globalisierung.

so hirntot sind die politiker ja auch nicht...die müssen schon einige sachen bedenken. und hier haben sie ganz einfach versagt bzw. versuchen, den leuten zu implizieren, dass so etwas funktionieren könnte und gut wäre.

Outsider23
27. Juni 2005, 15:39
Original geschrieben von BigBadWolf
@outsider: so funktioniert die welt aber. und man muss auch versuchen, das beste draus zu machen, vor allem "dank" der globalisierung.

so hirntot sind die politiker ja auch nicht...die müssen schon einige sachen bedenken. und hier haben sie ganz einfach versagt bzw. versuchen, den leuten zu implizieren, dass so etwas funktionieren könnte und gut wäre.

Ich weiss, dass die Welt so funktioniert. Die Frage ist nur, ob es Wünschenswert ist die Welt in diesem Zustand zu belassen oder ob es erstrebenswert ist die Welt dahingehend zu verändern, dass es zu einer sozialeren Welt wird.

Dabei meine ich nicht Kommunismus oder ähnlichen schwachfug. Natürlich ist es auch gerecht, dass manche Leute mehr Geld verdienen als andere, weil harte oder bessere Arbeit auch belohnt werden sollte. Aber bei dieser Frage geht es mir wirklich um die Superreichen, deren Arbeitsaufwand oft in keinerlei Verhältnis zu ihrem persönlichen Profit steht. Bestes Beispiel Paris Hilton kann nichts, macht nichts, alles nur geerbt... :dead:

SuicideSquad
27. Juni 2005, 16:15
gier liegt in der natur aller lebewesen, da kannst du nichts dran ändern, außer du veränderst unsere gene o.0

0Smacks0
27. Juni 2005, 16:19
Original geschrieben von aMrio

also behauptest du, daß die meisten spitzenverdiener sich ehren- oder hauptamtlich sehr sozial betätigen? :ugly: :hammer:

[/b]


Jetzt hör mir mal zu Freundchen, ein Reicher ist schon allein durch seine schiere Existenz für den Sozialstaat gut, er bräuchte sich nicht mal in irgend einer weise wohltuend betätigen! Abgesehen davon gründen viele Reiche Stiftungen, unterstützen Projekte oder schaffen mit ihren Unternehmen Arbeitsplätze, stellen Kapital zur Verfügung etc.



Original geschrieben von aMrio

und es geht nicht in deinen kopf, daß du selbst den leuten die du durch deine argumentation hier ständig schützt vorwirfst, steuerflucht etc zu tätigen und daß du es trotzdem verwerflich findest diese menschen stärker zur kasse zu bitten als bisher.
warum bitte soll der staat sich an steuerflüchtigen orientieren? man könnte ja auch ganz neue regelungen aufstellen die solch eine flucht sehr erschweren, zum beispiel eben durch direktbesteuerung von einkommen, ein extrem vereinfachtes steuerrecht und und und.
aber nein, die "ehrenwerten" spitzenfinder müssen ja geschützt werden weil sonst noch mehr ihr geld im ausland deponieren.
das ist eben schizophren.

Du bist so saudumm, dass es unfassbar ist! Deine Argumenteresistenz ist schon schlichtweg fantastisch.

Nur drei Punkte:

1. vereinfachtes Steuerrecht habe ich in diesem Thread ja bis zum Erbrechen angesprochen.

2. Sollte ein Staat schon überlegen, was er falsch macht, wenn ihm die besten Leute abhauen und gierige Weltverbesserer mit ihren Griffeln nach Holzhammermethoden fuchteln...

3. zum Hundertsten mal, so ein hirntoter Wortverdreher wie du hätte natürlich am liebsten eine Zwangsenteignung, aber nirgends habe ich hier von schützen geredet! Es geht hier nicht darum Steuerhinterzieher zu schützen, sondern darum, die Reichen, die hier - noch - wohnen, im Land zu halten. Stattdessen willst du diese ehrlichen Reichen noch mehr beschneiden, was zu noch mehr Steuerflucht führen würde, folglich müssten nach deiner verqueren Logik noch härtere Restriktionen eingeführt werden, eine ständige positive Rückkoppelung, kurz ein Teufelskreis!

Nach der Grundschule lernt man außerdem etwas, das sich Prozentrechnen schimpft. Dir ist schon klar, dass im Moment Reiche im Verhältnis die meisten Steuern zahlen?



Original geschrieben von aMrio
lol, wie kopflose leute es immer wieder schaffen irgendne nazikeule und bescheuerte vergleiche auszupacken und sich damit im argumentativen himmel wähnen.

Natürlich, deine Forderungen sind die vernunftgeborene Gutmütigkeit und haben nicht einmal einen Keim der Radikalität in sich... Welchen Gesindel du damit das Wort redest ist dir natürlich nicht bewusst...



Original geschrieben von Sacknase
Soziale Markwirtschaft in der heutigen welt ist eh nicht mehr möglich.

Grober Unfug. Soziale Marktwirtschaft ist nichts anderes als ein liberales Wirtschaftssystem mit sozialen Ausgleich. Wir haben aber mittlerweile einen Staat der sich überall in die Freiheiten der Bürger einmischt, ihnen immer mehr abnehmen will und gleichzeitig natürlich nirgends stören darf, was ihn zur Zerreißprobe bringt. Stattdessen sollte wieder mehr die Freiheit des Einzelnen im Mittelpunkt stehen. Deswegen übernehmen auch weniger Menschen Eigenverantwortung, weil ja sowieso dieser Staat sich um alles kümmert, deswegen braucht man sich auch nicht mehr um seinen Nachbar kümmern, die Familie als stützende Hilfe wird überflüssig und die Oma schiebt man ins Altersheim ab...

Outsider23
27. Juni 2005, 16:50
Original geschrieben von SuicideSquad
gier liegt in der natur aller lebewesen, da kannst du nichts dran ändern, außer du veränderst unsere gene o.0

Das ist schwachsinn. Schau dich im Tierreich um. Dort gibt es keine "Gier" im menschlichen Sinne.

SuicideSquad
27. Juni 2005, 16:58
denk doch bitte nach, bevor du postest. wieso zerstört eine art, die in ein fremdes ökosystem eingeführt wird, seine umgebung und vermehrt sich, bis sie selbst keine nahrung mehr hat? wieso werden haustiere, wenn man ihnen so viel zu fressen gibt, wie sie wollen, so fett bis sie sich nicht mehr bewegen können? gier liegt in der natur aller lebewesen, nur dass sich bei menschen die gier eben nicht nur aufs essen beschränkt sondern auch für abstrakere dinge gilt.

Family Guy
27. Juni 2005, 16:59
Original geschrieben von Outsider²³


Das ist schwachsinn. Schau dich im Tierreich um. Dort gibt es keine "Gier" im menschlichen Sinne.

Wie falsch das ist muss ja nicht weiter erlaeutert werden, oder?

BigBadWolf
27. Juni 2005, 18:05
weiss nun eigentlich jemand genau, ob die einkünfte über 250k gesondert besteuert werden sollen oder alles, wenn sie 250k übersteigen (was _noch_ geistloser wäre)? gerad keinen bock, zu suchen.

naja, wird sicher noch nicht konkretisiert worden sein!?

Syzygy
27. Juni 2005, 19:03
Original geschrieben von SuicideSquad
denk doch bitte nach, bevor du postest. wieso zerstört eine art, die in ein fremdes ökosystem eingeführt wird, seine umgebung und vermehrt sich, bis sie selbst keine nahrung mehr hat? wieso werden haustiere, wenn man ihnen so viel zu fressen gibt, wie sie wollen, so fett bis sie sich nicht mehr bewegen können? gier liegt in der natur aller lebewesen, nur dass sich bei menschen die gier eben nicht nur aufs essen beschränkt sondern auch für abstrakere dinge gilt.

stop. hier hast du einen grossen denkfehler. "GIER" im menschlichen sinne gibt es im tierreich tatsächlich nicht. die tatsache, dass eine art in einem fremden ökosystem solange frisst und sich vermehrt bis das ökosystem vielleicht sogar zusammenbricht und die art selbst wieder bedroht wird beruht darauf, dass tieren die möglichkeit fehlt vorausschauend zu denken. und darauf dass es sich um ein "fremdes" ökosystem handelt, welches auf diese art überhaupt nicht eingestellt ist. es hat noch lange nichts damit zu tun, dass sie damit bewusst einer anderen art schaden zufügen wollen oder absichtlich mehr fressen als nötig wäre, nur um der tatsache des mehr fressens willen. die anhäufung von gütern, nur zu dem zwecke, einfach möglichst viele güter besitzen und kontrollieren zu können, ist definitiv rein menschlich.

im übrigen sind im gegensatz zur landläufigen meinung die meissten "reichen" menschen nicht "gierig". sie nutzen steuerschlupflöcher nicht, weil sie die paar € auch noch sparen wollen und sich die ganze zeit einen auf ihren kontostand runterholen - sie tun es weil das system es zulässt und reiche menschen eben unterbewusst "effektive" entscheidungen bevorzugen. den großteil des finanzkrames regeln für vielverdiener ohnehin spezialisierte steuerberater, die entsprechende lücken im regelwerk aufzeigen und ihre empfehlungen aussprechen. das hauptproblem ist also nicht, dass die "bösen reichen" gierigerweise so viel geld an der steuer vorbeischaufeln wollen wie eben geht, sondern dass das system es a) erlaubt und b) es eine ganze zunft von steuerfachleuten gibt die hier eine exzellente ausbildung genossen haben und nun ihr ganzes wissen und können dafür einsetzen, möglichst vielen einzelnen diese lücken zu nutze zu machen - auf kosten der gemeinschaft.

helfen tut nur eine komplette neugestaltung des gesamten steuerrechts, einheitlicher satz für alle bürger, dafür streichung ausnahmslos aller vergünstigungen, abschaffung von steuerklassen*. bindung der besteuerung an die staatsbürgerschaft und nicht an den wohnort.

*das was man heutzutage über umständliche steuergesetze regelt (bevorzugung von familien etc.) vollständig aus der besteuerungsfrage ausklammern und über familienzuwendungen wie kindergeld, kostenlose/subventionierte kindertagesstätten, bezuschussung von medizinischer versorgung für kinder usw... regeln, möglichkeiten um gezielt leute zu unterstützen, die sich für familie entscheiden gäbe es genug, das hat aber mit der besteuerung erstmal garnichts zu tun.

eine weiterverwendung, anpassung oder zurechtschusterung des bisherigen systems bringt exakt - nichts.

Arwing2
27. Juni 2005, 21:40
sagen wirs so: wir menschen sind elendige kreaturen.

Devotika
28. Juni 2005, 00:49
Statt superreichen ein paar Milliönchen wegzunehmen, sollten wir lieber weniger Geld für Scheiße ausgeben.

aMrio
28. Juni 2005, 01:07
Original geschrieben von BigBadWolf
weiss nun eigentlich jemand genau, ob die einkünfte über 250k gesondert besteuert werden sollen oder alles, wenn sie 250k übersteigen (was _noch_ geistloser wäre)? gerad keinen bock, zu suchen.

naja, wird sicher noch nicht konkretisiert worden sein!?
ganz konkret ist es so, daß eine familie mit einem jahreseinkommen von mind. 500.000 irgendwas bei 6000€ mehr im jahr an steuern zahlen müßte, ein alleinstehender ca 10000. die zahlen bei 250.000 hab ich nicht im kopf, natürlich sind sie noch weniger tragisch.

Grumel
28. Juni 2005, 04:23
Bitte nicht "ganz konkret" in Zahlen sondern einfach mal das System erklären. Smacks Argumentation macht nämlich irgendwo nur sinn wenn das ganze vom 1. Euro an gedacht ist.

0Smacks0
28. Juni 2005, 10:02
Original geschrieben von Grumel
Bitte nicht "ganz konkret" in Zahlen sondern einfach mal das System erklären. Smacks Argumentation macht nämlich irgendwo nur sinn wenn das ganze vom 1. Euro an gedacht ist.

Vielleicht weiß das die SPD noch nicht mal selbst...

waah11
28. Juni 2005, 15:55
Wie isses denn jetzt im Moment bei euch?

In der Schweiz zahlen Leute mit viel Kohle mehr, normale weniger...

Dann können die Gemeinden noch relativ frei Verfügen ob Sie denn ihren Grundsatz immer anwenden wollen, z.B. um Superreiche anzulocken, Hi Schumi, die dann zwar viel weniger Zahlen als Sie müssten, aber da 5-10 Millionen besser sind als 0 Millionen stört das auch niemanden wirklich.

20Rine05
28. Juni 2005, 19:41
Was ist eigentlich mit der Erbschaftssteuer?
In den nächsten Jahren werden doch € Billonen von den erfolgreichen Wirtschaftswunderväter und -müttern an diverse Schnösel verteilt? Da müssten doch ein paar Prozente für den Staat drinnen sein ? Ausnahmen nur für die , die einen Betrieb / Unternehmen fortführen natürlich eingeschlossen!



:confused: :D

kokett
29. Juni 2005, 17:45
ohne jetzt den ganzen blödsinn hier gelesen zu haben:

5% der Arbeitnehmer sind in der höchsten Steuerklasse.
Sie stellen 40% des Steueraufkommens bereit.

d.h. der Rest(!) stellt nur 60% des Steueraufkommens.

und eben diese 5%, die schon überdurchschnittlich viel für unser Land tun, werden jetzt also wieder "bestraft".

Jeder der nur nen Funken Gerechtigkeitssinn hat, KANN sowas doch nicht gut finden.

P.S.: meine Familie und ich gehören sicher nicht zu den og. 5% und ich freue mich dennoch, wenn ich jemand mit nem dicken Auto sehe.
Wenigstens einer, der noch nicht den letzten logischen schritt ergriffen hat. Nämlich einfach in die Schweiz (o.ä) ziehen und das sinkende Schiff verlassen.