PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unionspolitik



Jesus0815
11. Juli 2005, 18:41
Ich beziehe mich auf das Wahlmanifest der Union.

Ich hab das so nicht ganz verstanden; die Union hält an einer Kopfpauschale fest. Hinzu kommt die Senkung der Beiträge der Arbeitgeber auf 20%. Woher kommt dann aber die Finanzierung? Bleibt als einizge Möglichkeit die Steuererhebung, oder nicht?

Was haltet ihr außerdem von dem "Atomprogramm"? Will man also - entgegen der Beschlüsse der vergangen Jahre - wieder verstärkt auf Atomenergie setzen, bräuchte man in Deutschland etwa 60-70 Atomkraftwerke. Wie sollen auch diese finanziert werden?

Der Transrapid hingegen ist ein klarer Scherz, anders kann ich mir nicht erklären warum dieser wieder (zum bereits elften mal? Ich weiß es nicht mehr) versprochen/erwähnt wird.

Die Kinderbetreuung wird schön anteilnahmslos an die Länder abgeschoben; das das nicht richtig funktioniert ist jedoch hinlänglich bekannt.

Die Reaktion von Rot-Grün war ebenfalls wie zu erwarten. "Blabla, schlecht, etc". Jedoch gabs zumindest Argumente warum man dieses behauptete.

Jetzt wo wir beide Programme kennen, was ist die "beste" Alternative? Ich bitte euch bei eurer Entscheidung auf die Programme zu beziehen, ich würde es gerne nachvollziehen können.

Grüße

Quelle: http://www.cducsu.de/

Beli2
11. Juli 2005, 18:44
hervorragende Analyse

aMrio
11. Juli 2005, 19:02
cdu/csu sind absolut bescheuert. sie belasten alle die keine lohnsteuern zahlen durch zusätzliche und dann unausgeglichene mehrwertsteuern.
gerade dadurch werden die extremgruppen mal wieder getroffen: arme studenten, hausfrauen, arbeitslose, rentner. und die rennen jetzt zum linksbündnis, gehen erst recht schwarz arbeiten vor frust oder machen noch mehr streß.
beim arbeitsamt bzw der hartz4 zweigstelle hier ist fast jeden tag ein polizeiauto vor der tür und holt jemanden ab der rumrandaliert, macht der staat so weiter brennen irgendwann die ersten arbeitsämter.

die menschen die mit jedem euro rechnen müssen werden getroffen, und sowas ist ein unding.

Majorsnake
11. Juli 2005, 19:05
Original geschrieben von TE)Kain
Quelle: http://www.cducsu.de/


Ich vermisse das Gästebuch in dem ich Spammen kann :8[:

Steep
11. Juli 2005, 19:33
Dieses Wahlprogramm erinnert mich an die letzt amtszeit von Kohl .. einfach nur umverteilung der Kosten ohne eine wirkliche Lösung zu bringen... gott segne die konservativen ...

Swatch
11. Juli 2005, 20:17
Bei der Mehrwertsteuer muss man wohl einfach auf die FDP hoffen. Wobei sich der gute Niebel heute bei der Pressekonferenz auf Nachfrage doch deutlich zurückhaltender geäußert hat. Das ist schon interessant, wenn man den Standpunkt von Gerhardt gestern bei Christiansen als Maßstab anlegt.

Jesus0815
11. Juli 2005, 20:32
Gerade eben spricht Angela Merkel im ZDF. Ich empfehle mal reinzuschauen.

@Swatch:

Könntest du das bitte etwas ausführen? Habe es gestern nicht gesehen - danke.

[pG]havok
11. Juli 2005, 20:52
Ich bin nun ja bei Leibe keine linke Socke aber was die Union da aufbietet für Deutschland ist einfach nur _grotten_ schlecht. Von den Persönlichkeiten Merkel (Ossi-Pomeranze mit Hundegesicht und der Erlaubnis in der DDR zu studieren), Westerwelle (schwuler Berliner Yuppie der gerne auf dem Straßenstrich wildern geht) und Stoiber (ultrakonservativer Bayer mit Alzheimer und Gebirgsjägerkompaniehut) als "Spitzentrio" gar nicht zu reden.

Ich werde mich auf jedenfall für die SPD einsetzen und mir ein Parteibuch hohlen.

SuicideSquad
11. Juli 2005, 20:57
ich werd wohl spd wählen in hoffnung auf eine große koalition zwecks verhinderung der mwst. erhöhung.

Majorsnake
11. Juli 2005, 21:26
ich darf wahrscheinlich noch nich wählen, wenn die Wahlen vorgezogen werden, aber wenn die Deutschen CDU wählen, dann gg no re thx
sry was soll denn der Wix ? Was denken denn die Arbeitslosen ? CDU wählen weil dann alles besser wird ? Manchmal frage ich mich, ob viele Menschen wirklich so dumm sind !

shaoling
11. Juli 2005, 21:30
Nur gut, dass die SPD sich in den vergangenen sieben Jahren durch ihre fortschrittliche Politik ausgezeichnet hat. :x
Als erwarte Deutschland unter einer CDU-Regierung schlimmeres...

Suicide,
ich hör wohl schlecht? Eine große Koalition würde nur zu noch mehr Kompromissbrei und Wischiwaschi-Politik führen. Da wäre es klüger, die FDP zu stärken. Und überhaupt, seine Wahl von den zwei Mehrwertsteuer-Prozenten abhängig zu machen, wäre wohl ein bisschen bekloppt.

BigBadWolf
11. Juli 2005, 21:42
Original geschrieben von SwAtCh-IrOnY
Bei der Mehrwertsteuer muss man wohl einfach auf die FDP hoffen. Wobei sich der gute Niebel heute bei der Pressekonferenz auf Nachfrage doch deutlich zurückhaltender geäußert hat. Das ist schon interessant, wenn man den Standpunkt von Gerhardt gestern bei Christiansen als Maßstab anlegt. jo, Gerhardt hat gestern einige sehr clevere Sachen gesagt. Imho hat der Mann sehr was drauf!

Ich frag mich sowieso immer, warum denn die Politiker so offensichtliche Lösungen erkennen und aussprechen, aber keiner sich für ihre _wirkliche_ Umsetzung einsetzt. Nicht halbe Scheisse, Umverteilungen.

Mich würde mal interessieren, was Niebel dazu gesagt hat - hab's leider nicht gehört. Man muss sich natürlich dem großen Partner unterwerfen, aber 2 % Mwst-erhöhung, kA, ob die FDP das mitmachen würde. Deswegen stärken!

shaoling
11. Juli 2005, 21:45
Es ist wirklich eine Schande, dass die FDP in diesen Zeiten nur einen so schwachen Koalitionspartner stellen kann. Wenn ich mir relativ dazu ansehe, mit welchen Prozentzahlen die Grünen noch herumgurken, schauderts mir erst recht...

wutvolta
11. Juli 2005, 21:50
Original geschrieben von aMrio
cdu/csu sind absolut bescheuert. sie belasten alle die keine lohnsteuern zahlen durch zusätzliche und dann unausgeglichene mehrwertsteuern.
gerade dadurch werden die extremgruppen mal wieder getroffen: arme studenten, hausfrauen, arbeitslose, rentner.


äääähhhhhmm ja unausgeglichene mehrwertsteuern belasten extremgruppen...
ich war immer der meinung mehrwertssteuern belasten ALLE, und dann die, die mehr konsumieren, auch mehr.
dadurch für leute die weniger konsumieren (studenten, arbeitslose,rentner) auch weniger belastung.
klar regen sich alle auf wenn es sie mal trifft bei mehrbelastungen, nur, irgendwen MUSS es treffen.
ich bin da auch kein freund von, aber so wird unter allen aufgeteilt.
besser als wenns NUR den mittelstand trifft oder ?

shaoling
11. Juli 2005, 21:59
Diese Erhöhung dürfte gar kein Problem darstellen, wenn sie in ein anständige Steuer-Reform verpackt wäre.

aMrio
11. Juli 2005, 22:05
Original geschrieben von wut)volta

ich war immer der meinung mehrwertssteuern belasten ALLE, und dann die, die mehr konsumieren, auch mehr.

wenn nun jemand der statt 1000€ zum leben plötzlich effektiv nur noch 995€ hat (weil für ihn das meiste der mehrwertsteuererhöhung ja kompensiert wird durch anderweitige steuersenkungen) dann ist das also deiner meinung nach eine ähnliche belastung wie wenn ein arbeitsloser der gerade so auskommt mit seinen paar kröten nun unterm strich 20€ weniger _nutzen_ kann?


Original geschrieben von wut)volta

dadurch für leute die weniger konsumieren (studenten, arbeitslose,rentner) auch weniger belastung.

LOL
ok, also wenn ein student der durch die steuerreform NICHTS spart nun 2% mehr mehrwertsteuern zahlt, wo wird er nun weniger belastet?

=======

eine senkung der lohnnebenkosten bringt dem deutschen volk überhaupt nichts wenn es dann doch nicht mehr geld hat zum ausgeben. dann werden IN deutschland auch keine arbeitsplätze geschaffen weil hier noch mehr konsum wegbricht. das was unsere firmen dann an lohnnebenkosten sparen wird im ausland investiert, so wird das imho geschehen.
das ist genau derselbe scheiss wie bei der jüngsten krankenkassengeschichte: die leute zahlen 0,45€% mehr und die arbeitgeber sparen geld. ganz toll, die einen können weniger konsumieren und die anderen mehr dort investieren wo noch konsumiert wird.

Comeondieyoung
11. Juli 2005, 22:19
Gegen Atomkraftwerke bin ich strikt dagegen, wenn Deutschland es verplant naturfreundliche Energiebereitstellung zu erbringen dann wird es Deutschland sicherlich hart treffen. Mal ganz ausgeschlossen davon was passieren würde wenn es einen Unfall in einem dieser Kraftwerke geben sollte...
Generell kommt es bei der CDU gar nicht darauf an welches Konzept sie bringen, sie werden halt als die Alternative dagestellt und das Volk wählt sie, völlig egal ob das zu ihren Ungunsten beiträgt.
Ich will eine andere Frage in den Raum werfen, was ist so schlimm an den Grünen, oder bezieht sich diese Kritik an Rot-Grün insgesamt?

Swatch
11. Juli 2005, 22:55
Niebel ist mehrfach gefragt worden, ob die FDP von ihrer Position bzgl. der Mehrwertsteuer abrücken würde, wenn es zu Koalitionsverhandlungen mit der Union kommen würde. Dazu könne er momentan nichts sagen....
Für mich riecht das schwer nach Umfaller.

Outsider23
11. Juli 2005, 22:55
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Nur gut, dass die SPD sich in den vergangenen sieben Jahren durch ihre fortschrittliche Politik ausgezeichnet hat. :x
Als erwarte Deutschland unter einer CDU-Regierung schlimmeres...


Zum Glück hat die CDU in den 16 jahren davor ja eine absolute Glanzleistung hingelegt. :x

Swatch
11. Juli 2005, 22:58
Was ist das eigentlich für eine dämliche Rechtfertigung. Es geht doch um die Bewertung der Politik der Regierung Schröder. Willst du nun leugnen, dass eben diese Regierung in einigen Punkten grundsätzlich gescheitert ist?

Aule2
11. Juli 2005, 23:07
Eigentlich überhaupt nicht!

Bei einer Wahl geht es darum, denjenigen zu wählen, von dem man ausgeht, dass er in der Zukunft alles am Besten machen wird!
(OK, in Dtl: am wenigsten Schlecht)

Und ob das die Konservative/ Spass Schiene sein kann, ist Imho sher zwofelhaft!

General Mengsk
11. Juli 2005, 23:08
Ich hätte mir auch mehr vom CDU-Programm erhofft, aber es ist sicher ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung.
Aber was hier zum Teil einige aus dem Programm machen, ist schon aberwitzig. Da wird von längeren Lautzeiten für Atomkraftwerke geredet und hier wird prompt ein Neubau draus. Dann diese difuse Angst vor einem GAU, der bei einem deutschen Kraftwerk zwar überhaupt nicht die Dimensionen von Tschernobyl haben würde, aber zur Stimmungsmache taugt es ja allemal.

Und dieses Herumstochern auf Aussagen zur Koalition ist irgendwie auch dämlich. Natürlich wird man sich irgendwo einigen müssen, was brächte es also sich auf diverse Punkte total zu versteifen. Da kann der Politiker doch nur doppelt verlieren, denn zum einen glaubt es ihm keiner und wenn er es dann am Ende für den Kompromiß doch aufweichen muß, ist er nochmal der Dumme. Das ist doch nicht anders als im kleinen bei jedem, der sich irgendwann mal einigen muß. Jeder muß halt irgendwo nen Stück verzichten, da ist nichts ehrenrühriges dran, das ist auch gesunder Menschenverstand.

Und natürlich hätte ich mir mehr Reformen, schneller und das ganze besser erklärt gewünscht, aber es ist immerhin ein Fortschritt zu der 180°-Wende des SPD und dem Wahlkampf der Grünen, die z.T. Scheindebatten ins Feld führen. (Was nützt es z.B. die Gebührenfreiheit des Erststudiums zu versprechen, wenn das Ländersache ist? Das ist nichts als der Versuch Stimmen zu fangen, obwohl man nichts dran ändern kann.)

Die Senkung der Lohnnebenkosten ist absolut notwendig, gerade auch um was gegen die Schwarzarbeit zu tun. Natürlich ist die MwSt.-Erhöhung nicht optimal, aber eine indirekte Steuer ist allemal besser als Arbeit so teuer zu lassen und damit Einstellungen schwer zu machen, weil eben auf den Lohn selber fast nochmal genau so viel an Zusatzkosten kommen. Und das sage nicht nur ich, das sagen nun wirklich Experten aller Seiten.

Gegenüber dem SPD-Programm, das wieder mal viel verspricht und sicher nicht halten wird und die alten Neiddebatten weiter führt, ist es auf jeden Fall die bessere Alternative. Allerdings muß ich auch denen hier zustimmen, die sich eine starke FDP-Position in der Regierung wünschen, denn das könnte in der Tat die Reformen strukturell sauberer machen und auch einige Bürgerrechte betonen, denn das gefällt mir bei der CDU auch nicht in allen Punkten.

Edit: Weil ich es gerade noch lese. Es kann doch nicht ersthaft fast 2 Legislaturperioden später noch darum gehen, was die Kohl-CDU gemacht hat. Es war ja völlig richtig, daß die 1998 abgewählt wurde, eigentlich wäre es schon 1994 nötig gewesen. Aber diese Partei hat sich nach der Lösung vom damaligen Übervater auch zumindest in Teilen neu ausgerichtet, etwas, das die SPD in den 16 Jahren Opposition nicht geschafft hat und was auch zu ihrem schlechten Regierungsergebnis sicher ernorm beiträgt. Und nun nach 7 Jahren und Reformanstrengungen scheinen viele dort in der Partei den Gong noch immer nicht gehört zu haben.

Und zu guter letzt kann man noch ganz pragmatisch sein: Klare Mehrheiten in BR und BT, das kann Wege zügig frei machen und Zeit ist ja genau das, was wir nicht haben.

BigBadWolf
11. Juli 2005, 23:52
Original geschrieben von General Mengsk
Und natürlich hätte ich mir mehr Reformen, schneller und das ganze besser erklärt gewünscht, aber es ist immerhin ein Fortschritt zu der 180°-Wende des SPD und dem Wahlkampf der Grünen, die z.T. Scheindebatten ins Feld führen. (Was nützt es z.B. die Gebührenfreiheit des Erststudiums zu versprechen, wenn das Ländersache ist? Das ist nichts als der Versuch Stimmen zu fangen, obwohl man nichts dran ändern kann.)aber absolut! Das muss auch mal gesagt werden. Imho wird die SPD schon dadurch so gut wie unwählbar, was mich dann an den Aussagen einiger hier leicht zweifeln lässt. Das Problem sind eben Alternativen, da sieht es ganz düster aus. Die beiden Volksparteien bekleckern sich sicher nicht mit Ruhm.

Muss aber nochmal deinem letzten Punkt beipflichten. Bin eigentlich auch jemand, der "taktisch" wählt und das Wahlprogramm max. an die gleiche Stelle setzt (außer es ist total abstrus und so sieht es bei der SPD im Moment leider aus).


Principle of lesser...undsoweiter. Wie so oft.

General Mengsk
12. Juli 2005, 00:06
Natürlich ist es nicht optimal, aber jemanden, der z.B. Kirchhoff in Reinform umsetzt, den wirst du nicht finden, schon gar nicht vor einer Wahl. Es ist immer ein Eiertanz ein relativ breites Spektrum abzudecken. Und da mindestens die Linkspartei immer eine Neiddebatte ins Feld führen wird, wird der wahlkampf nicht so sachlich, wie man ihn sich angesichts der Situation wünschen würde und wie er wahrscheinlich auch nötig wäre. Und wenn ihr hier einiges lese, denn merkt man ganz deutlich, daß wir nicht nur ein Umsetzungsproblem, sondern auch ein Erkenntnisproblem haben. Da aus letzterem auch ersteres resultiert, ist der Eiertanz quasi perfekt. :(

Edit: Jetzt bei Beckmann kommt nochmal das Gespräch mit Helmut Schmidt von Dez. 04. Paßt aber sicher noch recht gut zur Thematik. ;)

EinHerrMitHut
12. Juli 2005, 00:07
Ich stärke die FDP.
Eine starke FDP an der Seite der CDU ist das beste was Deutschland passieren kann.


Nochmal Rot/Grün und ich zieh aus. Ich arbeite nicht um mein Geld in Umweltschutz und Sozialnetze zu vergeuden.

Jesus0815
12. Juli 2005, 00:50
Original geschrieben von General Mengsk
Aber was hier zum Teil einige aus dem Programm machen, ist schon aberwitzig. Da wird von längeren Lautzeiten für Atomkraftwerke geredet und hier wird prompt ein Neubau draus.

Ich glaube du hast es nicht vollends verstanden was in dem Manifest steht. Für eine sicher Versorgung bedarf es noch mehr Atomkraftwerke. Ich bin grundsätzlich nicht gegen diese Art der Energiegewinnung, mich stimmen nur die Kosten unwohl.



Original geschrieben von General Mengsk
Dann diese difuse Angst vor einem GAU, der bei einem deutschen Kraftwerk zwar überhaupt nicht die Dimensionen von Tschernobyl haben würde, aber zur Stimmungsmache taugt es ja allemal.

Ein halbes oder gar viertel Tschernobyl ist für mich schon genug, wobei ich die Gefahr auch gering einschätze. Aber das ein "Unionler" von Stimmungsmache spricht ist unglaubwürdig - was tut denn "ihr" seit 7 Jahren?


Original geschrieben von General Mengsk
Und dieses Herumstochern auf Aussagen zur Koalition ist irgendwie auch dämlich. Natürlich wird man sich irgendwo einigen müssen, was brächte es also sich auf diverse Punkte total zu versteifen. Da kann der Politiker doch nur doppelt verlieren, denn zum einen glaubt es ihm keiner und wenn er es dann am Ende für den Kompromiß doch aufweichen muß, ist er nochmal der Dumme. Das ist doch nicht anders als im kleinen bei jedem, der sich irgendwann mal einigen muß. Jeder muß halt irgendwo nen Stück verzichten, da ist nichts ehrenrühriges dran, das ist auch gesunder Menschenverstand.

Es wäre aber von unschätzbarem Vorteil solcherlei Dinge im Vorfeld zu wissen. Nach der Wahl ist es dann nämlihc bereits zu spät. Darum geht es.


Original geschrieben von General Mengsk
Und natürlich hätte ich mir mehr Reformen, schneller und das ganze besser erklärt gewünscht, aber es ist immerhin ein Fortschritt zu der 180°-Wende des SPD und dem Wahlkampf der Grünen, die z.T. Scheindebatten ins Feld führen. (Was nützt es z.B. die Gebührenfreiheit des Erststudiums zu versprechen, wenn das Ländersache ist? Das ist nichts als der Versuch Stimmen zu fangen, obwohl man nichts dran ändern kann.)

Aha, noch mehr Reformen? Die meisten Punkte der Reformen sind Dinge die die Union in ihrer Rolle als Opposition vehement geblockt hat; und natürlich sprechen sich die Grünen gegen Sutdiengebühren aus. Das taten sie aber bevor es schon in den Wahlkampf ging, noch bevor Schröder die Vertrauensfrage überhaupt angekündigt hat. Ich bin kein "Grüner", aber zumindest fahren diese eine zumindest in der Basis klare politische Linie. Die Union hingegen nicht, erst werden Abschiede mitgeformt die für den Abbau von A-Kraftwerken sind, nun wollen sie aber selber welche errichten/"renovieren". Mal spricht man sich gegen die MwSt-Erhöhung aus (anno 2001), nun will man sie doch erhöhen - oder auch nicht, "man erfährt das als Wähler ja nicht..."


Original geschrieben von General Mengsk
Die Senkung der Lohnnebenkosten ist absolut notwendig, gerade auch um was gegen die Schwarzarbeit zu tun. Natürlich ist die MwSt.-Erhöhung nicht optimal, aber eine indirekte Steuer ist allemal besser als Arbeit so teuer zu lassen und damit Einstellungen schwer zu machen, weil eben auf den Lohn selber fast nochmal genau so viel an Zusatzkosten kommen. Und das sage nicht nur ich, das sagen nun wirklich Experten aller Seiten.


Nein, Erhebung von Steuern kann einem Standpunkt der ohnehin unter hoher Steuerbelastung steht nicht helfen - dann haben wir ja noch weniger Investoren. Zumal es rückwirkend jene Betriebe/Firmen mit zurückgehendem Konsumverhalten noch stärker schädigt als es ohnehin schon der Fall ist. Das bescheinigen ebenfalls Experten.


Original geschrieben von General Mengsk
Gegenüber dem SPD-Programm, das wieder mal viel verspricht und sicher nicht halten wird und die alten Neiddebatten weiter führt, ist es auf jeden Fall die bessere Alternative..

Was genau macht die SPD denn falsch? Zeig mir bitte detailiert, mit entsprechender Argumentation was dich an deren Manifest stört? Nicht das ich finde es gäbe keine Fehler, vielmehr glaube ich du hast gar keinen Blick reingeworfen.


Original geschrieben von General Mengsk
Edit: Weil ich es gerade noch lese. Es kann doch nicht ersthaft fast 2 Legislaturperioden später noch darum gehen, was die Kohl-CDU gemacht hat. Es war ja völlig richtig, daß die 1998 abgewählt wurde, eigentlich wäre es schon 1994 nötig gewesen. Aber diese Partei hat sich nach der Lösung vom damaligen Übervater auch zumindest in Teilen neu ausgerichtet, etwas, das die SPD in den 16 Jahren Opposition nicht geschafft hat und was auch zu ihrem schlechten Regierungsergebnis sicher ernorm beiträgt. Und nun nach 7 Jahren und Reformanstrengungen scheinen viele dort in der Partei den Gong noch immer nicht gehört zu haben.

Gegenwartsphänomene beruhen auf Ereignissen aus der Vergangenheit. Sowohl in der Politik, als auch in der Gesselschaft. Die Schulden und Arbeitslosen sind ein ehrloses Erbe von Kohl. Wenn du das leugnest, sind dir politisch kausale Zusammenhänge nicht gänzlich bekannt.


Original geschrieben von General Mengsk
Und zu guter letzt kann man noch ganz pragmatisch sein: Klare Mehrheiten in BR und BT, das kann Wege zügig frei machen und Zeit ist ja genau das, was wir nicht haben.

Das ist sowieso die Krönung. Die Union hat in ihrer Funktion (ich erwähnte es bereits weiter oben) nichts als dieses getan. Blocken, blocken, blocken, ... Ja, mittlerweile hat dieses Spiel uns wenig zeitlichen Raum gelassen. Das stimmt wohl :8[:

General Mengsk
12. Juli 2005, 01:06
Ich bin kein CDUler, ich habe oben bereits geschrieben, daß ich die Abwahl 1998 für überfällig gehalten habe. Ich bilde mir meine Meinung und komme zu dem Schluß, daß das CDU-Programm ein Schritt in die richtige Richtung ist. Genau das war die Fragestellung des Threads, inbes. im Bezug auf das SPD-Programm, wo mir diese Neiddebatte ala Reichensteuer nicht gefällt, die Idee eine Bürgerversicherung halte ich nicht für zukunftsweisend. Es ist doch bemerkenswert, daß sowohl Herr Metzer von den Grünen als Haushaltsexperte als auch z.B. Herr Rührup, immerhin von der Bundesregierung gern zu Rate gezogener, Experte ein Prämienmodell favorisieren. Natürlich in Reinform und nicht in irgendeinem Kompromiß.

Ein GAU in D wäre im Übrigen auch kein Vierteltschernobyl. Und welche Art von Kraftwerken man baut, muß man dann jeweils vom Stand der Technik abhängig machen. Da gibt es durchaus interessante Möglichkeiten, aber eine Verteufelung der Kernenergie ist nicht sinnvoll. Und wenn ich sehe wie einige Grüne sogar die Ansätze der Fusionsenergie verteufeln, da kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln.

Koalitionsverhandlungen sind immer nach einer Wahl. Wenn man das eine oder andere will, muß man halt die Partei stärken. Das könnte man wohl nur durch ein Mehrheitswahlrecht ändern.

Eine MWSt-Erhöhung ist nicht optimal, das hab ich schon gesagt, aber das wichtige ist, daß sie in diesem Fall eben nicht einfach als Haushaltslochstopfen dienen soll, wie der sogenannte "Subventionsabbau" von Rotgrün. Man braucht solche Etatposten, um Strukturreformen zu machen und genau das ist der Tenor, nach dem es gehen sollte.

Und das Kohl nicht richtig gehandelt hat, ist sicher in vielen Punkten richtig, aber auch er hat damit nicht angefangen, das zieht sich seit Jahrzehnten durch. Im Prinzip ist Schmidt über das gestürzt, was Schröder nun in seiner Partei ebenso Schwierigkeiten macht. Das Problem ist nicht neu und alle Parteien hängen da drin. Das kann aber doch nicht heißen, daß man dann eine Abkehr davon nicht honoriert.

Swatch
12. Juli 2005, 01:10
Kain, könntest Du eine detaillierte Liste aller Gesetze vorlegen, die von der Union im Bundesrat blockiert worden sind? Und könntest Du dann eventuell noch eine Liste aller Gesetze vorlegen, die ohne Begründung im Bundesrat blockiert worden sind?

Sacknase
12. Juli 2005, 02:10
Das einzige was ich der CDU empfehlen kann.
In den Kellern der FDP liegen noch Plakate mit: "Projekt 18"...
wäre doch nicht schlecht dort ein CDU logo drüber zu kleben.

so schwachsinnig mein vorschlag ist, genauso schwachsinnig sind Angelas pläne.

Comeondieyoung
12. Juli 2005, 02:33
In der Rede zur Vertrauensfrage kritisierte doch Schröder, dass die CDU im Bundesrat 29Gesetzeinwürfe abgeblockt hat, soviel hätte es in der Geschichte nicht annähernd gegeben.

aMrio
12. Juli 2005, 02:56
mengsk, wenn vor 2 oder 3 jahre quasi alle atomexperten einstimmig sagten, bei einem terroranschlag in deutschland könnte auch hier durchaus ein tschernobylähnlcher gau entstehen, warum sagst du jetzt, nur kurze zeit später daß so etwas nicht möglich ist?
weißt du mehr als die experten? dann rück raus mit deinem wissen.

Outsider23
12. Juli 2005, 03:34
Also ich bitte euch. Ich wollte mit meiner aussage nur diese "Mit der CDU wird alles besser" mentalität, die gerade in deutschland herrscht etwas relativieren. Ich bin mir nämlich sicher, dass mit der CDU an der Macht nicht mehr passiert als in den 16 jahren davor.
Und wenn ich die leute auf der strasse immer höre mit ihrem "die hatten jetzt 7 jahre zeit und nichts ist passiert, desswegen wähl ich jetzt die cdu..." gewäsch kommt mir die galle hoch...

Clawg
12. Juli 2005, 04:29
Sehr einfallsreich finde ich den Vorschlag von Stoiber das Militaer als Polizei einzusetzen.
Quelle (http://www.finanzen.de/nachrichten/ap-news/stoiber_will_bundeswehr_im_inland_fuer_objektschut z_einsetzen/)

Picard
12. Juli 2005, 05:10
also spätestens seit dem ich das gelesen habe bin ich noch weniger für die cdu/csu :x
große koalition wäre auch schwachsinnig, in meinen augen braucht ne gute regierung auch eine gute opposition. werde wohl spd wählen.

mamamia
12. Juli 2005, 09:08
das einzig gute an dem cdu vorschlag ist, wie ich finde, die absenkung des eingangssteuersatzes auf 12%.

was bringt eine mehrwertsteuererhöhung? die leute die am existenzminimum kriechen müssen 2 % auf alle ihre konsumgüter mehr bezahlen und sind noch ärmer dran.
reiche werden davon nicht wirklich betroffen.

desweiteren macht es sinn bei unserer schwachen binnenkonjunktur (export super, im land flaute) die mehrwertsteuer zu erhöhen?

ich bin mit der spd auch nicht in vielen punkten einverstanden und hasse die grünen, aber schröder ist derzeit deutschlands einziger staatsmann mit format -> [x] spd

shaoling
12. Juli 2005, 09:25
Original geschrieben von aMrio
mengsk, wenn vor 2 oder 3 jahre quasi alle atomexperten einstimmig sagten, bei einem terroranschlag in deutschland könnte auch hier durchaus ein tschernobylähnlcher gau entstehen, warum sagst du jetzt, nur kurze zeit später daß so etwas nicht möglich ist?
weißt du mehr als die experten? dann rück raus mit deinem wissen. Achso, das hast du vor zwei oder drei Jahren irgendwo gehört, verstehe. Wie wäre es mit ein paar harten Fakten?
Original geschrieben von Comeondieyoung
In der Rede zur Vertrauensfrage kritisierte doch Schröder, dass die CDU im Bundesrat 29Gesetzeinwürfe abgeblockt hat, soviel hätte es in der Geschichte nicht annähernd gegeben. Mit solchen tollen Zahlen brauchst du gar nicht anzukommen. Es geht darum, was blockiert wurde und die wirklich großen Würfe befanden sich, soweit ich weiß, nicht darunter.
Eine Regierung, die aufgrund der starken Opposition ihre Politik nicht durchsetzen kann, ist eine schlechte Regierung.
Original geschrieben von Outsider²³
Also ich bitte euch. Ich wollte mit meiner aussage nur diese "Mit der CDU wird alles besser" mentalität, die gerade in deutschland herrscht etwas relativieren. Ich bin mir nämlich sicher, dass mit der CDU an der Macht nicht mehr passiert als in den 16 jahren davor.
Und wenn ich die leute auf der strasse immer höre mit ihrem "die hatten jetzt 7 jahre zeit und nichts ist passiert, desswegen wähl ich jetzt die cdu..." gewäsch kommt mir die galle hoch... Lol, so läuft es aber nun mal, was erwartest du? Wenn eine Regierung es nicht bringt, wird sie abgewählt und wenn die nächste es auch nicht bringt, wird diese auch abgewählt und so geht es immer weiter. Das ist parlamentarische Demokratie in Reinform.
Original geschrieben von TE)Kain
Was genau macht die SPD denn falsch? Zeig mir bitte detailiert, mit entsprechender Argumentation was dich an deren Manifest stört? Nicht das ich finde es gäbe keine Fehler, vielmehr glaube ich du hast gar keinen Blick reingeworfen.Was die SPD falsch macht, willst du wissen? Wenn sie wenigstens das täten, wäre ich schon zufriedener, aber sie tun nichts. Versteh mich nicht falsch, die CDU wird wahrscheinlich auch nicht viel mehr tun, aber das sehen wir dann. Die SPD sollte es gar nicht nötig haben, ein "Wahlmanifest" vorlegen zu müssen. Die sind die Regierung, Herrgott nochmal, begreifst du das nicht? Die hätten längst tun müssen, wovon sie jetzt reden. Sie haben es nicht getan und dafür verdienen sie die Abwahl, Ende der Laube.
Original geschrieben von mamamia
ich bin mit der spd auch nicht in vielen punkten einverstanden und hasse die grünen, aber schröder ist derzeit deutschlands einziger staatsmann mit format -> [x] spd Lol, wo hat Schröder bitte jemals in wichtigen Fragen Format bewiesen?
Nene, tut mir leid, aber auf den Medien-Kanzler und seine Spaß-Fraktion kann ich gerne verzichten.
Original geschrieben von [AMB]Claw
Sehr einfallsreich finde ich den Vorschlag von Stoiber das Militaer als Polizei einzusetzen.
Quelle (http://www.finanzen.de/nachrichten/ap-news/stoiber_will_bundeswehr_im_inland_fuer_objektschut z_einsetzen/) Au Mann Claw, du gehst mir auf den Keks mit dieser Scheiße. Wenn dich was stört, dann sag das gefälligst und komm mir nicht mit so schmalspurigen Andeutungen à la "oh, das find ich ja sehr interessant".
Wer die letzten paar Wehrpflicht-vs-Berufsarmee-Debatten mitverfolgt hat, wird sich vielleicht daran erinnern, dass ich diese Maßnahme schon seit ziemlich langem fordere - in Zusammenhang mit einer großangelegten Reform der Wehrpflicht, versteht sich.

[pG]havok
12. Juli 2005, 10:42
Ihr lammentiert hier rum bla bla spätestens wenn Schröder gegen Merkel TV Duell macht ist der spasti Unionsspuck weg.

BiBaButzemann
12. Juli 2005, 11:30
Ich hab mir gestern Angie auch im ZDF angeschaut.

Zur MwSt: "Normale" Waren betrifft die ja nicht, wie Nahrung und Zeitungen, da diese die unter die "weiche" (oder wie die 7% MwSt hiess) MwSt fallen und diese auch unangetastet bleibt. Und das macht bei ärmeren Familien ja nun das meiste aus, so dass die effektive MwSt Erhöhung (also auf Klamotten usw) bei vielleicht (von mir jetzt mal geschätzen) 1% liegt. Und da zZ Geiz geil ist und mit 30% Rabatten um sich geworfen wird, sollten die 1% Mehrbelastung mal nun echt kein Problem darstellen.
Für kleinere Unternehmen (wie meins z.B.) ist es aber eigentlich ganz geil, da ich zumindest kurzfristig (bis Ende des Jahres, wo ich sie auch wieder an Vater Staat abführen darf) Mehreinnahmen hab, die ich z.B. anlegen könnte und damit etwas Gewinn erwirtschaften könnte. Ist jetzt zwar nicht die Riesensumme, die dabei rausspringt (meine Ausgaben sind ja dann auch höher), aber Kleinvieh macht auch Mist.

Zu den AKWs: Wir haben in Deutschland die höchste Windkraftraddichte (und ich glaube auch Anzahl) der Welt (oder lass es Europa sein, weiss nimmer). Zumindest: Obwohl man hier im Norden keine 100m mehr weit schaun kann, ohne son häßliches Ding vor der Nase zu haben (und oft sind es ja ganze "Parks" an Rädern), ersetzen alle Räder gesamt in Deutschland nicht 1 AKW von der Leistung her. AKWs sind jetzt zwar nicht die ultimative Lösung, aber solange es mit der Kernfusion noch dauert, sollte man schon auf sie bauen.


Allgemein ist zu sagen:
Eigentlich ist es ja so, dass der Geldumfang in einem Land ja recht konstant ist, n bisschen was verschwindet von mir aus ins Ausland, aber darauf kommt es jetzt mal nicht an.
In Zeiten von Rezensionen haben die Menschen halt nur Angst, es auszugeben, weil sie nicht wissen, ob sie ihren Job behalten, ob ihre Rente sicher ist, usw. Und das wichtigste, was die Politik tun muss, ist eigentlich die Leute wieder dazu zu bewegen, das gesparte Geld wieder in die Wirtschaft fließen zu lassen, also den Konsum wieder anzuregen und quasi ein "Vertrauen" in die Zukunft zu schaffen. Ob dazu jetzt ne Mehrwertsteuer erhöht wird oder andere Steuern gesenkt ist eigentlich meiner Meinung nach scheissegal, hauptsache die Politiker bringen es den Leuten so rüber, dass es nun aufwärts geht.
Psychologisch gesehen ist jetzt natürlich die Fixierung auf die MwSt Erhöhungjetzt nicht so das Optimale, ist halt ein gelungenes Fressen für die Presse. Es wäre besser gewesen, die (laut Merkel gestern) 2% gesamte Entlastung zu propagieren (scheiss egal, ob die nun wirklich da sind oder nicht - 2% sind bei nahezu jedem Einkommen Peanuts), um einfach wieder eine "Hurra, ich habe wieder mehr Geld - und mein Arbeitsplatz scheint mit der neuen Regierung auch wieder gefestigt zu sein - ich kauf mir doch ne neue Kücheneinrichtung" Stimmung zu verbreiten. Denn Leute werden entlassen, weil die Unternehmen nicht genug verkaufen und nicht, weil deren Bosse geldgeile Säcke sind (ich rede von mittelständischen Unternehmen - und ja, Ausnahmen bestätigen die Regel).


Und zu Havii: Larry Flint ist auch ein verkrüppelter alter Sack im Rollstuhl und vertreibt deine Lieblingsmagazine. Also lass die Leute schwul und häßlich sein - solange sie ihren Job ordentlich machen, sollte das doch mal hart egal sein, oder nicht?

aMrio
12. Juli 2005, 12:34
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Achso, das hast du vor zwei oder drei Jahren irgendwo gehört, verstehe. Wie wäre es mit ein paar harten Fakten?

- die reaktorsicherheitskommision des bundes mahnte vor 4 jahren an, daß sich noch niemand ernsthaft gedanken gemacht hat, was passiert wenn ein flugzeug auf ein akw fällt (fiel unter restrisiko und wurde vernachlässigt) -> also hat auch niemand ein akw unter berücksichtigung dieses risikos konstruiert -> also nicht sicher. logisch oder? (taz 15.9.01)
- die Internationale Atomenergiebehörde ist ebenso überzeugt, daß kein deutsches AKW einem flugzeuganschlag standhalten könnte (19.9.01). und das wo die deutschen schon mit die sichersten sind.
- expertenaussage im monitor vom 27.9.91: "ein absturz auf ein deutsches akw mit einem vollbetankten passagierflugzeug hätte einen GAU zur folge"
- der atomtechnikexperte prof klaus traube in der taz vom 11.10.01: "KT: Keiner hat das World Trade Center-Szenario durchgespielt. Es liegt aber auf der Hand, dass die Hülle durchschlagen wird. Es ist auch klar, dass ein Kerosinbrand eine so zerstörerische Wirkung hätte, dass es an ein Wunder grenzte, wenn die Kühlsysteme für den Reaktorkern intakt bleiben." --> GAU


außerdem benötigt man in deutschland nichtmal passagierflugzeuge wie folgender fall zeigt:

13.1.2003: "Am Montag haben 19 Greenpeace-Aktivisten das Atomkraftwerk Sizewell B gestürmt. Ohne größere Probleme gelang es den Aktivisten in das Atomkraftwerk hinein zu spazieren und sogar Zugang zum Kontrollraum und zum Reaktorblock des Meilers zu erlangen. Die Aktion war bereits die zweite derartige Erstürmung dieser Atomanlage. Im vergangenen Oktober trafen 140 Aktivisten, verkleidet als ‚Homer Simpson' nur auf geringe Sicherheitsschranken, indem sie lediglich die Grenzumzäunung aufbrachen. ... Die Sicherheitsbeamten brauchten 25 Minuten, bis sie an Ort und Stelle waren. ‚Wir zeigen diese Mängel auf friedlichem Weg auf, aber sollten Terroristen ein solches Atomkraftwerk stürmen, kann dies tödlich enden', meinte der Greenpeace Aktivist Rob Gueterbock."
wenn die das schaffen schaffen das auch ein paar durchgeknallte terroristen mit teppichmessern. und wer ist dann da um den reaktor richtig zu bedienen? ein paar sprengladungen hier und da, und schon geht kein sicherheitssystem mehr und es knallt.

Picard
12. Juli 2005, 12:43
Original geschrieben von BiBaButzemann
Zu den AKWs: Wir haben in Deutschland die höchste Windkraftraddichte (und ich glaube auch Anzahl) der Welt (oder lass es Europa sein, weiss nimmer). Zumindest: Obwohl man hier im Norden keine 100m mehr weit schaun kann, ohne son häßliches Ding vor der Nase zu haben (und oft sind es ja ganze "Parks" an Rädern), ersetzen alle Räder gesamt in Deutschland nicht 1 AKW von der Leistung her. AKWs sind jetzt zwar nicht die ultimative Lösung, aber solange es mit der Kernfusion noch dauert, sollte man schon auf sie bauen.

die franzosen bauen auch schon ein fusionskraftwerk: http://www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/meldung/61156&words=Kraftwerk




Au Mann Claw, du gehst mir auf den Keks mit dieser Scheiße. Wenn dich was stört, dann sag das gefälligst und komm mir nicht mit so schmalspurigen Andeutungen à la "oh, das find ich ja sehr interessant".
Wer die letzten paar Wehrpflicht-vs-Berufsarmee-Debatten mitverfolgt hat, wird sich vielleicht daran erinnern, dass ich diese Maßnahme schon seit ziemlich langem fordere - in Zusammenhang mit einer großangelegten Reform der Wehrpflicht, versteht sich.

sorry, aber was hat claw denn geschrieben? er hat eine fundierte quelle gebracht und die in 8 wörtern zusammengefasst, und angemerkt dass er sie "einfallsreich" finde.
aber ich finds sehr schön von dir das du nen polizeistaat forderst! :uglyup:

€:
ach und raute 2 an amrio

Clawg
12. Juli 2005, 13:15
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Au Mann Claw, du gehst mir auf den Keks mit dieser Scheiße. Wenn dich was stört, dann sag das gefälligst und komm mir nicht mit so schmalspurigen Andeutungen à la "oh, das find ich ja sehr interessant".


Ok: Mich stoert das. Sehr sogar. Ich finde das sehr beunruhigend. Ich war geschockt als ich das gelesen habe und konnte es nicht glauben. Ich finde das so beunruhigend, dass ich sogar einen Moment lang mir ueberlegt habe, SPD zu waehlen. Aber da sieht es auch nur nach Katastrophe aus wenn man sich mal Schilys Machenschaften betrachtet. Ich frage mich, welche der beiden Parteien denn mehr 'rechts' ist.

Wenn ich mal die Vorschlaege der einzelnen Parteien zusammenwerfe, dann haben wir:
- Enge Zusammenarbeit Polizei und Geheimdienst
- Buergerpolizei (http://193.22.36.128/nachrichten/thueringen/1663200.html) (das heisst: Buerger ueberwachen Buerger)
- Eine Bundespolizei (ok, die haben wir schon, Grenzschutz wurde einfach umbenannt)
- Zusammenarbeit des Militaers mit der Polizei

Dazu haben wir ein ueber die Jahre aufgebautes Feindbild, das mitten unter uns wohnt (Islamisten/Araber). Diese Mischung ist sehr gefaehrlich.
Ich habe nichts gegen Polizei, ich finde es gut, dass es ausgebildete Polizisten gibt. In meinem Bekannten/Verwandtenkreis arbeiten einige bei der Polizei und ich kenne deren Meinung zu dem Thema. Aber alles zu zentralisieren, alle Informationen auf einen Punkt zusammenzutragen (sogar europaweit) ist ein viel zu maechtiges Instrument in den Haenden einiger weniger Menschen...

Auch wenn ich sehr ungerne ueber andere Menschen urteile, bleibt mir bezueglich dieser Sache keine Wahl:
Wer das nicht beunruhigend findet, dem muss ich sagen, dass er aus der Geschichte Deutschlands leider nichts gelernt hat oder gegenueber dem, was im Innenministerium so besprochen wird ziemlich ignorant ist.
Warum hat man denn bei der Gruendung Deutschlands die Regelungen zur klaren Abgrenzung von Militaer / Polizei / Geheimdienst und die Regelungen zur Dezentralisierung von Polizei (-> Bundeslaender) eingefuehrt? Welches Regime davor konnte sich denn nur aufgrund eines hochentwickelten "Sicherheits"apparates an der Macht halten und Minderheiten einzeln herausgreifen?

mamamia
12. Juli 2005, 13:20
ich fass es nicht, ich bin einer meinung mit claw.

hätte die spd keinen bigbrother schily, sondern würde mehr die bürgerrechte stärken, hätte ich gar keine bedenken mehr spd zu wählen. auch wenn man den grünen scheisshaufen indirekt mitwählt.

Picard
12. Juli 2005, 13:25
jap, sehr gut zusammengefasst, claw
spd is in meinen augen das kleinere übel

wutvolta
12. Juli 2005, 13:40
ich habe mich da heute morgen mal mit meinem vater drüber unterhalten über die punkte der cdu.
da er geschäftsführer eines kleinen beriebes ist kennt er sowohl arbeitnehmer als auch arbeitgeberseite gut.
und er setzt sich damit auseinander.
er hat das gestern durchgerechnet und ist zu folgendem schluss gekommen: Der arbeitnehmer hat im endeffekt +- 0
Das was er spart , wo die cdu kürzen will, gibt er sehr genau wieder an mehrwertsteuer aus.
das hat aber noch 1 punkt :
wenn er im ausland kauft hat er mehr kaufkraft
also das wäre eher positiv für den arbeitnehmer, auf keinen fall ist sowas also negativ.(wenn dann nur für den staat)
zusätzlich sparen die arbeitgeber zuzahlungen, ergo die lohnnebenkosten sinken.
Da mein Vater ein hohes maß an kompetenz hat (und mein vertrauen) kann ich mich auf sein wort verlassen.
vor 7 jahren hat er übrigens tatsächlich so gewählt ,daß der dicke endlich wegkommt...
Was ich damit sagen will: Mein dad weiß wovon er spricht, ich habe das gefühl viele die hier labern tuen das nicht. Ich wüsste jetzt auch nicht im detail wer wieviel % vom bruttolohn wofür ausgeben muss (krankenkasse, rente, osthilfe, arbeitslosendingens....), unde ich gehe davon aus das es verdammt viele hier auch nicht wissen.
Deswegen vertraue ich auch eher leuten die schon xx jahre am arbeiten sind UND kenne haben als das ernstzunehmen was manche hier schreiben.

vor allem wenn ich lese militär und polizei, am besten auch noch geheimdienst...
sry aber von mir aus kann das militär der polizei helfen bei gebäudebewachungen wie zb Türkisches Konsulat, Synagogen....
dann hätten die polizisten auch mal mehr zeit um "Kriminalfälle" zu untersuchen.
Glaubt mir ich kenne genügend Polizisten (bruder, freund, nachbar .....) und diese "tollen" bewachungsmaßnahmen sind sehr sehr wichtig und sehr sehr beliebt bei polizisten...
und das ist nur ein beispiel wo hilfe durchaus positiv wäre.
klar muss man aufpassen das kein schindluder getrieben werden kann, aber im vorfeld alles zu verteufeln, das ist nur eins: Typisch deutsch. und immer wenn mir sowas unterkommt dann könnte ich kotzen.

und die deutschen atomkraftwerke mit dem tschernobyl typ gleichzusetzen ist an sich schon eine frecheit. zu sagen das atomkraft unsicher und unsauber sei ist noch eine viel größere frecheit wenn man sich die alternativen anschaut.

Clawg
12. Juli 2005, 13:41
Original geschrieben von Picard)STF
spd is in meinen augen das kleinere übel

Genau diese Denkweise hat uns in unsere momentane Situation gefuehrt. 50 Jahre lang das (kleinere) Uebel gewaehlt anstatt mal Parteien zu waehlen die den eigenen politischen Ueberzeugungen voll uebereinstimmen.

Das hatte ich schonmal in meiner Signatur, aber ich poste es mal nochmal:
http://wso.williams.edu/~rcarson/lizards.html (HHGG, Douglas Adams)

Picard
12. Juli 2005, 13:57
ja bitte, welche partei gibts denn die wenigstens den hauch einer chance hat wenigstens in eine koalition zu kommen und net schon an der 5% klausel scheitert?
k, wasg/pds gibts noch, aber bei manchen programmpunkten divergiere ich zu stark.
und mit kleineres übel - das war doch eher auf den "geheimdienst aspekt" bezogen ;)

und volta
"aufpassen, dass kein schindluder betrieben wird"? wenn die gesetze durch sind bringt dir "aufpassen" auch nix mehr. in der weimarer republik hatte man auch versucht, hitler an die kurze leine zu nehmen...

und nenn mir bitte eine methode der energieerzeugung, die UNSICHERER ist als atomenergie.

SlannesH
12. Juli 2005, 14:18
Original geschrieben von Picard)STF
und nenn mir bitte eine methode der energieerzeugung, die UNSICHERER ist als atomenergie.

ich gehe davon aus, das das auf "unsauber" bezogen war.

Im Grunde finde ich das Manifest von cdu/csu nicht so prickelnd... es ist aber definitiv eine alternative. Die Frage ist aber bei den MwSt erhöhung/LNK senken wieviel das unterm Strich bringt. Bringt es soviel, das es eine merkbare entlastung der AG ist, oder nicht.

Über die Sachlage des durchfinanzierens kann hier wohl keiner mitreden... keiner hat auch nur annährend eine Ahnung wieviel durch die MwST erhöung eingenommen bzw durch die LNK senkung ausgegeben werden muss... von dem her ist es als "normalbürger" imo recht schwer dies in Relationen zu sehen.

Zu den AKW: tjo was soll man dazu sagen.... das sie unsicher sind ist weithin bekannt. Bzw sollte man "unsicher" relativieren, nur falls etwas passiert, sind die Auswirkungen extrem. Die Chance dsa etwas passiert ist hingegen geschwindend gering (Terrorakte ausgenommen).

Und ich bin der Meinung das viele Reformen der SPD langsam zu greifen beginnen, seitdem es Hartz4 gibt, sind die Arbeitslosenzahlen am schwinden. Das liegt zwar auch an Saisonalen Gründen, dennoch (wenn ich mich recht entsinne, hab grade nicht viel zeit alles zu überprüfen) ist die Zahl der gesunken Arbeitslosenzahlen zwischen den Monaten höher, als es letzes Jahr der Fall war. Die AL zahlen sind zwar höher, das liegt aber an der anderen, "ehrlicheren" Berechnungsgrundlage die es auchnur durch rot-grün gibt. Inwieweit allerdings das Wahlmanifest der SPD durchsetzen ist (falls sie denn gewählt werden), bleibt abzuwarten... da wird wohl einiges nicht so durchkommen wie sie sich es jetzt vorstellen.

@shao:

Eine Regierung, die aufgrund der starken Opposition ihre Politik nicht durchsetzen kann, ist eine schlechte Regierung.
lol? was kann bitte die Regierung dafür, das die Opposition alles blockiert. Die Regierung könnte dann nur noch Politik machen, die auch für die Opposition "OK" ist, und dann wäre eine Regierung leicht überflüssig. Deshalb finde ich es auch gut, das Schröder die Vertrauensfrage gestellt hat, da er einfach nichtmehr in der Lage war, seine Politik zu machen. Er hat schon allein damit Deutschland ein Jahr der Politischen Handlungsunfähigkeit erspart.

MfG

Devotika
12. Juli 2005, 14:35
Soso, der Forenwahlkampf ist also schon eröffnet.

Dass die Mehrwertsteuererhöhung in Verbindung mit einer Absenkung der Lohnnebenkosten ökonomisch richtig ist, wurde ja bereits geklärt.
Wer ist davon betroffen?
Vor allem Rentner, Arbeitslose, arme Studenten und Alleinerziehende (vielleicht habe ich auch noch ein paar Grüppchen vergessen).
Rentner bekommen definitiv genug Geld zum Leben und sind in diesem Land der größte Kostenfaktor. Für Arbeitslose gilt das selbe. Also finde ich es in Ordnung beiden Gruppen das Geld zu kürzen. Wenn man die Generationengerechtigkeit beachten würde, müsste man Rentnern sogar noch wesentlich mehr kürzen.
Studenten und z.B. alleinerziehende Mütter trifft es meiner Meinung nach zu Unrecht. Aber das diese Gruppen zu wenig Geld haben liegt nicht an der Mehrwertsteuer, sondern allgemein daran dass der Asozialsstaat mit seiner Lobbypolitik den finanziellen Bedürfnissen dieser wählerschwachen Gruppen nicht gerecht werden möchte.


Original geschrieben von aMrio


- die reaktorsicherheitskommision des bundes mahnte vor 4 jahren an, daß sich noch niemand ernsthaft gedanken gemacht hat, was passiert wenn ein flugzeug auf ein akw fällt (fiel unter restrisiko und wurde vernachlässigt) -> also hat auch niemand ein akw unter berücksichtigung dieses risikos konstruiert -> also nicht sicher. logisch oder? (taz 15.9.01)
- die Internationale Atomenergiebehörde ist ebenso überzeugt, daß kein deutsches AKW einem flugzeuganschlag standhalten könnte (19.9.01). und das wo die deutschen schon mit die sichersten sind.
- expertenaussage im monitor vom 27.9.91: "ein absturz auf ein deutsches akw mit einem vollbetankten passagierflugzeug hätte einen GAU zur folge"
- der atomtechnikexperte prof klaus traube in der taz vom 11.10.01: "KT: Keiner hat das World Trade Center-Szenario durchgespielt. Es liegt aber auf der Hand, dass die Hülle durchschlagen wird. Es ist auch klar, dass ein Kerosinbrand eine so zerstörerische Wirkung hätte, dass es an ein Wunder grenzte, wenn die Kühlsysteme für den Reaktorkern intakt bleiben." --> GAU


außerdem benötigt man in deutschland nichtmal passagierflugzeuge wie folgender fall zeigt:

wenn die das schaffen schaffen das auch ein paar durchgeknallte terroristen mit teppichmessern. und wer ist dann da um den reaktor richtig zu bedienen? ein paar sprengladungen hier und da, und schon geht kein sicherheitssystem mehr und es knallt.
Wenn dem so ist, frage ich mich, warum wir keine vernünftigen Energiesparprogramme haben. Ein konsequentes Setzen auf Alternativenergien wäre so teuer, dass es sofort die Abwahl der jeweiligen Regierung zur Folge hätte. Und die Bevölkerung möchte weiterhin Energie in Massen verschwenden. Also verbleiben wir nunmal beim Status Quo.


Original geschrieben von SlannesH

Und ich bin der Meinung das viele Reformen der SPD langsam zu greifen beginnen, seitdem es Hartz4 gibt, sind die Arbeitslosenzahlen am schwinden. Das liegt zwar auch an Saisonalen Gründen, dennoch (wenn ich mich recht entsinne, hab grade nicht viel zeit alles zu überprüfen) ist die Zahl der gesunken Arbeitslosenzahlen zwischen den Monaten höher, als es letzes Jahr der Fall war. Die AL zahlen sind zwar höher, das liegt aber an der anderen, "ehrlicheren" Berechnungsgrundlage die es auchnur durch rot-grün gibt.
Die Arbeitslosigkeit wird weiterhin zunehmen, weil Hartz IV nur minimalst beschäftigungsfördernde Maßnahmen beinhaltet. Alles andere ist Humbug.

Picard
12. Juli 2005, 15:04
zumal die statistik der ALQ nur den ersten arbeitsmarkt betrifft, nicht jedoch den 2.

als ich mich arbeitslos melden musste (für die zeit zwischen schulende und zivi)... naja - der typ am arbeitsamt hat mit nem frustrierten ton gemeint ("es kann passieren dass sie zu einem job herangezogen werden - aber die chance ist extrem... gering. ") ^^

shaoling
12. Juli 2005, 20:03
Original geschrieben von aMrio
- die reaktorsicherheitskommision des bundes mahnte vor 4 jahren an, daß sich noch niemand ernsthaft gedanken gemacht hat, was passiert wenn ein flugzeug auf ein akw fällt (fiel unter restrisiko und wurde vernachlässigt) -> also hat auch niemand ein akw unter berücksichtigung dieses risikos konstruiert -> also nicht sicher. logisch oder? (taz 15.9.01)
- die Internationale Atomenergiebehörde ist ebenso überzeugt, daß kein deutsches AKW einem flugzeuganschlag standhalten könnte (19.9.01). und das wo die deutschen schon mit die sichersten sind.
- expertenaussage im monitor vom 27.9.91: "ein absturz auf ein deutsches akw mit einem vollbetankten passagierflugzeug hätte einen GAU zur folge"
- der atomtechnikexperte prof klaus traube in der taz vom 11.10.01: "KT: Keiner hat das World Trade Center-Szenario durchgespielt. Es liegt aber auf der Hand, dass die Hülle durchschlagen wird. Es ist auch klar, dass ein Kerosinbrand eine so zerstörerische Wirkung hätte, dass es an ein Wunder grenzte, wenn die Kühlsysteme für den Reaktorkern intakt bleiben." --> GAU


außerdem benötigt man in deutschland nichtmal passagierflugzeuge wie folgender fall zeigt:

wenn die das schaffen schaffen das auch ein paar durchgeknallte terroristen mit teppichmessern. und wer ist dann da um den reaktor richtig zu bedienen? ein paar sprengladungen hier und da, und schon geht kein sicherheitssystem mehr und es knallt. Aus diesen Meldungen geht lediglich hervor, dass auch ein deutsches Atomkraftwerk keinen Flugzeugeinsturz unbeschadet überstehen würde. Da steht nichts über Tschernobyl.
Weißt du eigentlich, wie der GAU in einem deutschen Atomkraftwerk aussieht? Das ist eine durch ein Leck im Primärkühlkreislauf hervorgerufene Kernschmelze.
Sowas könnte beim Absturz einer Passagiermaschine durchaus passieren, aber das bedeutet noch lange nicht, dass radioaktives Material direkt nach außen dringt. Die Spaltprodukte selbst sind in ihren Brennstäben eingeschlossen, die sich wiederum in einem Druckbehälter befinden, der durch Beton abgeschirmt ist; das ganze wird umschlossen von einem stählernen Sicherheitsbehälter und darüber nochmal einer ein Meter dicken Hülle aus Stahlbeton.
Das bietet natürlich alles keine absolute Sicherheit, die kann es auch niemals geben, aber zieht man noch in Betracht, wie verdammt unwahrscheinlich ein wirklich gezielter Absturz im günstigsten Aufprallwinkel ist, geht mir diese Panikmache doch ein wenig zu weit.
Und Terroristen, die direkt bis in das Kernkraftwerk vordringen, hätten es da auch nicht unbedingt viel einfacher. Oder glaubst du, die haben da den Knopf "Wenn sie ein Terrorist sind, drücken sie bitte hier für den Super-GAU"?
Sollte wirklich mal eine erhöhte Gefahr eines Terroranschlags auf nukleare Anlagen bestehen, gäbe es durchaus auch noch weitere Möglichkeiten, davor zu schützen. Ob es nötig ist, solche Möglichkeiten jetzt schon auszuschöpfen, sollte aber in der Tat abgewogen werden. Dass die Verantwortlichen sich um eine sachliche Diskussion dieser Thematik so drücken, missfällt mir ebenfalls. Aber auch das ist allenfalls ein Ärgernis und keine Katastrophe.
Also bewahren wir doch alle erstmal kühlen Kopf.
Original geschrieben von SlannesH
lol? was kann bitte die Regierung dafür, das die Opposition alles blockiert. Die Regierung könnte dann nur noch Politik machen, die auch für die Opposition "OK" ist, und dann wäre eine Regierung leicht überflüssig. Deshalb finde ich es auch gut, das Schröder die Vertrauensfrage gestellt hat, da er einfach nichtmehr in der Lage war, seine Politik zu machen. Er hat schon allein damit Deutschland ein Jahr der Politischen Handlungsunfähigkeit erspart.Oooh, die arme Regierung tut mir ja so leid. Hat die pöse, pöse Opposition ihr den Schnuller geklaut?
Wie lächerlich ist das bitte? Vielleicht sollte sich diese Regierung einfach mal fragen, warum ihr die nötigen Sitze im Bundesrat fehlen. Wenn sie sich nämlich alle Mühe gegeben hätte und geben würde, eine effektive Politik zu betreiben und diese gegenüber dem Wähler mit aller Mühe durchschaubar und nachvollziehbar zu gestalten, dann hätte sie dieses Schlamassel auch nicht. Aber wozu, schließlich ist es ja viel einfacher, sich in politische Schlammschlachten zu vertiefen, das Vertrauen der Wähler nach Herzenslust zu untergraben und sich nebenher auch noch in Klagelieder über die kooperationsunwillige Opposition zu ergehen. So lässt es sich wahrhaft leben in der politischen Landschaft Deutschlands und zwar viel zu lange schon.



Claw, du willst den richtigen Weg finden, aber das nützt überhaupt nichts, wenn du dich nicht traust, durch den Wald zu gehen, weil du bereits auf eine Meile Entfernung hinter jedem Baum ein Gespenst vermutest. Gleiches gilt, wenn du jemand anderem den Weg weisen willst. Was ich damit sagen will: Die Geschichte, die du mir da erzählst, kenne ich bereits. Wenn du sie mir wieder und wieder erzählst, dann langweilst du mich nicht nur, sondern bringst mich auch auf den Gedanken, dir gehe es gar nicht um die Geschichte an sich, sondern darum, sie zu erzählen - oder du hältst mich einfach für selten bescheuert, was ungefähr genauso unangenehm wäre.
Tatsache ist nun einmal, dass von diesen ganzen Punkten, die du da (mal wieder) aufzählst, überhaupt keine Rede ist. Ich habe nicht gesagt, dass ich eine Bundespolizei, eine Bürgerpolizei oder einen Geheimdienst als Polizei haben will. Du weißt sogar, zumindest solltest du es inzwischen wissen, dass ich das nicht will, was dein Verhalten noch unverständlicher Erscheinen lässt.
Es geht hier einzig um die praktische Erwägung, dass ausgebildete Polizisten sich mit Arbeiten herumschlagen müssen, für die sie überqualifiziert sind und die sie von anderen, womöglich wichtigeren Aufgaben abhalten. Auf der anderen Seite haben wir ein Heer von Wehrpflichten, die den Großteil ihrer Dienstzeit als solche nichts tun, als in der Kaserne herumzusitzen und Däumchen zu drehen. Nun gibt es Menschen, zu denen auch ich zähle, die entschieden dafür eintreten, die Wehrpflicht zu behalten. Dass das in der gegenwärtigen Form nicht mehr lange funktionieren wird, bezweifelt kaum jemand, dass trotzdem niemand etwas dagegen tut, passt ins Gesamtbild. Auf jeden Fall aber bin ich der Meinung, dass man Wege finden sollte, die Wehrpflicht wieder nützlicher zu gestalten. Da ich es überhaupt nicht gerne sehe, dass unsere Soldaten in der Weltgeschichte herumgurken und Friedenspolizei spielen, wäre es günstig, wenn sich andere Aufgabenbereiche auftäten, die dem ganzen so etwas wie einen praktischen Zweck verliehen. Ein möglicher Weg könnte ähnlich wie der aussehen, den Edmund Stoiber da angesprochen hat, obwohl ich auch der Meinung bin, dass dieser Vorschlag aus einem völlig falschen Zusammenhang heraus kommt und es mich auch nicht gerade freudig stimmt, mal wieder zu lesen: "Edmund Stoiber hat sich nach den Anschlägen in London für einen Einsatz der Bundeswehr bei besonderen Gefahrenlagen im Inland ausgesprochen."
Ich bin mir, offengestanden, selbst nicht mal im Klaren darüber, ob das ein ratsamer Schritt sein könnte. Doch ich halte es für falsch, die Diskussion gar nicht erst aufzunehmen, sondern gleich mit dem Verweis auf Gefahren für die Demokratie Klappe die xte einen Deckel draufzutun. Und ein bisschen mehr Objektivität als "Vorschlag von Stoiber das Militaer als Polizei einzusetzen" würde ich mir gerade von dir schon wünschen. Es ist nicht immer so schlimm, wie es auf den ersten Blick aussieht. :)

General Mengsk
12. Juli 2005, 21:51
Original geschrieben von aMrio
mengsk, wenn vor 2 oder 3 jahre quasi alle atomexperten einstimmig sagten, bei einem terroranschlag in deutschland könnte auch hier durchaus ein tschernobylähnlcher gau entstehen, warum sagst du jetzt, nur kurze zeit später daß so etwas nicht möglich ist?
weißt du mehr als die experten? dann rück raus mit deinem wissen.
In GAU steckt das Wort "Unfall" und genau auf mögliche "normale" Unfälle bezog ich mich. Natürlich können alle möglichen Arten von Terroranschlägen irgendwelche schrecklichen Ereignisse herbeiführen, aber der totale Ausstieg aus der Kernenergie würde auch keinen wirklichen Sicherheitsgewinn bedeuten, da man ja immer noch mit einer schmutzigen Bombe oder einem Angriff auf eine Forschungseinrichtung o.ä. rechnen müßte. Ganz abgesehen davon gäbe es ein verheerendes Bild sich von Terroristen vorschreiben zu lassen, welche Technik man nutzt.

Und wer hier um seine Bürgerrechte besorgt ist, der sollte die FDP stärken, die eigentlich immer einen Flügel hatte, der sich sehr dafür eingesetzt hat. Eigentlich ist das auch jetzt wieder wieder eine Chance für die FDP, die ja schon fast durch die Grünen überflüssig gemacht worden wäre, wenn diese eben in die Mitte, statt nach links gerückt wären.

Und was diesen Blockadevorwurf angeht. Eine Regierung soll doch nicht untätig rumsitzen und sich über die Opposition beschweren sondern Konzepte vorstellen und die versuchen durchzusetzen. Wenn sie dann an anderen Mehrheitsverhältnissen scheitern, ok, dann kann man aber wenigstens mal ihre _Arbeit_ bewerten, anstatt nur ihre Worthülsen. Guckt euch mal ne Bundestagsdebatte nur nen halbes Stündchen an, da bringen Oppositionsparteien konkrete Gesetzentwürfe ausformuliert ein, obwohl die erwartungsgemäß abgeschmettert werden. Das mag etwas komisch erscheinen, aber da hat man wenigstens mal was ausgearbeitet. Als Anfang des Jahres es immer hieß wir müssen jetzt mal abwarten und das begonnene Zeug umsetzten, das war ja eine geradezu abenteuerliche Begründung. Sonst macht das nämlich auch nicht der Minister persönlich. Die Ministerien haben eigentlich gute Apperate mit erfahrenen Leuten und da liegt auch garantiert einiges in der Schublade. Nur ich erwarte von einer Regierung auch, daß sie ein Gesamtkonzept hat und entsprechend auch Gesetzentwürfe bringt. Gerade in unserer heutigen "Mediendemokratie" macht das nämlich schon einen unglaublichen Druck, wenn was vorgelegt und vernünftig vertreten wird. So einfach zu blockieren ohne öffentlich dumm da zu stehen, das ist eben gar nicht so ohne weiteres möglich. Und genau deshalb kann man auch von einer Regierung eben erwarten, daß sie ihn ihrer Regierungszeit ihre Ziele vorstellt, in Gesetzesentwürfe gießt und versucht diese durchzusetzen, anstatt sich alles bis zum nä. Wahlkampf "aufzuheben".

Swatch
12. Juli 2005, 22:15
Zumal wir von immerhin 47 Prozent Einspruchsgesetzen reden. Ohne qualifizierte Mehrheit im Bundestag lässt sich da gar nichts blockieren.

Majorsnake
12. Juli 2005, 22:48
Lieber Rot als Tot!

Comeondieyoung
12. Juli 2005, 23:46
Die CDU/FDP sind nun mal Parteien die vor allem den Reichen zu Gute kommen, von daher werde ich niemals konservativ wählen gehen. Und soweit ich weiss sind die Gesetzentwürfe nicht daran gescheitert weil sie nicht gut genug formuliert waren, sondern weil die Opposition einfach geblockt hat um bei der nächsten Wahl gut abzuschneiden, was anscheinend geglückt ist.
Kann mir außerdem jemand den Zweck der Spitzensteuersatzsenkung erklären?

General Mengsk
13. Juli 2005, 00:52
Original geschrieben von Comeondieyoung
Die CDU/FDP sind nun mal Parteien die vor allem den Reichen zu Gute kommen, von daher werde ich niemals konservativ wählen gehen. Und soweit ich weiss sind die Gesetzentwürfe nicht daran gescheitert weil sie nicht gut genug formuliert waren, sondern weil die Opposition einfach geblockt hat um bei der nächsten Wahl gut abzuschneiden, was anscheinend geglückt ist.
Kann mir außerdem jemand den Zweck der Spitzensteuersatzsenkung erklären?
:lol: Also das sind nu wirklich alle Vorurteile zusammen. Du weißt aber schon, daß es z.B. die CDU war, die einen Teil der heutigen Sozialsysteme geschaffen hat, oder? Damit auch mit deren Probleme, aber das steht wieder auf einem anderen Blatt.
Es ist eben nicht alles sozial bzw. unsozial, was auf den ersten Blick so scheint. Und genau ist eine Erkenntnis, die viel zu oft nicht gesehen wird. Es geht z.B. bei den Steuern darum, daß man die Sätze, die auf dem Papier steht auch wirklich zahlen muß, da es heute so viele Ausnahmetatbestände gibt, daß man sich darum erfolgreich drücken kann. Und dann kann man diese Sätze auch senken. Und von einem einfachen Steuersystem hättest gerade du etwas, wenn du direkte Steuern zahlst, denn der, der reich ist, der kann sich Problemlos den Steuerberater leisten.
Es besteht auch kein einfacher, linearer Zusammenhang zwischen Steuersatz und Einkünften für den Staat in unserer globalisierten Welt. Such mal bei Google, mit wenigen Schlagworten findest du gleich eine Fülle von Angeboten, wo du dein Geld, deine Firmengewinne, usw. in welchem Inselstaat vor der Steuer am besten schützt. Je höher man die Steuersätze macht (und den Spitzensteuersatz zahlen beileibe nicht nur Millionäre), desto eher lohnt es sich auch für mittlere und irgendwann auch geringere Einkommen Geld woanders hin zu verschieben, das ist ganz legal und praktisch nicht zu unterbinden, wenn du nicht um Deutschland eine Mauer bauen willst. Das gilt in analogerweise für Firmen. Mit z.B. 25% Steuersatz kann man also durchaus mehr Einnahmen haben als mit 45%, schon dadurch, weil dieser Satz hier dann auch bezahlt wird und sich der Aufwand für die "Auslagerung" nicht lohnt.
Von einer Anhebung hätte hingegen keiner etwas, da weniger den Satz zahlen würden, es damit weniger Einnahmen gäbe und auch weniger Geld für die Sozialsysteme da wäre, so daß diese irgendwann zusammenbrechen.

Ganz abgesehen davon brauchen wir gerade auch gut verdienende Leute, die hier investieren und mit ihrem Geld der Konjunktur zusätzlichen Anschub geben. Und selbst bei gleichem Steuersatz zahlt jemand, der das 100-fache verdient auch das 100-fache an Steuern, dafür sind das ja Prozentsätze und keine absoluten Beträge.

Es mag sich ja schnell so anhören als wäre diese oder jede Maßnahme gerecht bzw. nicht, aber so ist unsere heutige Welt nicht. Man muß auch offen sein für ungewöhnlich klingende Ansätze und Ideen, die sich u.U. als viel tragfähiger erweisen als das, was immer so schön klang, aber vielleicht elegant ein Problem eine Zeit lang verdeckte ohne es zu lösen.

Aule2
13. Juli 2005, 00:53
Nun, wenn wir den Spitzensteuersatz auf Null senken würden, würden alle normalen angehlaten, einfach mehr Geld zu verdienen, und ausserdem würde es bewirken, dass mehr Reichere in unser schönes Dtl kommen, und dadurch würden Arbeitsplätze entstehen

TriloByte
13. Juli 2005, 01:14
Also ich halte zur Zeit unsere Steuerpolitik auch für einen der größten Knackpunkte. Würde die Steuerflucht und "Steuergestaltung" härter und konsequenter bekämpft, wäre es Großkonzernen und -unternehmen nicht mehr in dem Maße wie heute möglich, hohe Summen an Geldern am Finanzamt vorbei zu transferieren. Ständig wird überlegt, wo man im sozialen Bereich, in Bildung oder Kultur noch einsparen und kürzen kann, dabei sind die größten Steuerverluste den Konzernen und Großverdienern zuzuschreiben, die mit zahlreichen steuerschonenden Maßnahmen den Staat ausplündern. Geld und fachliche Unterstützung, um entsprechende Lücken im Gesetz gewinnbringend auszunutzen, sind schließlich zur Genüge vorhanden. So können Konzerne staatliche Subventionszahlungen mißbrauchen, sich eine doppelte Buchführung leisten (für Aktionäre werden Gewinne hoch, fürs Finanzamt heruntergerechnet), ihren Hauptsitz ständig in neue Steueroasen verlegen, oder die Firmenstruktur stets steuerschonend anpassen. Oder auch auf Tricks zurückgreifen wie Tochterunternehmen zu gründen, die dann auf Kreditbasis (steuersparend - Neuverschuldung spart Steuern) die Muttergesellschaft aufkaufen. Alles auf ganz legalem Wege. Dass derartige Machenschaften funktionieren können, wird von der Regierung gebilligt, weil man hofft, die Entlastung der Unternehmen könne neue Konzerne anlocken, die Geld in die leeren Staatskassen spülen und das Wirtschaftswachstum positiv beeinflussen. Dass dieser Effekt leider nicht eintritt sehen wir ja. Und wenn ich dann von der Union höre, diese Unternehmen weiterhin bzw. noch mehr zu begünstigen, anstatt strengere Auflagen für Subventionen und die Schließung von Steuerschlupflöchern zu fordern, fehlt mir dafür jegliches Verständnis. Ich habe ja auch gewisse Zweifel, dass ein höherer Spitzensteuersatz die gewünschten Erfolge bringt, aber die Unternehmensentlastungsschiene zu fahren halte ich erst recht für den falschen Weg.

Outsider23
13. Juli 2005, 01:16
OMG Ich bin grösstenteils einer Meinung mit Claw! :eek:

[pG]havok
13. Juli 2005, 08:13
Wenn du so anfängst Mengsk:

Die CDU hat im damaligen Reichstag für Hitler gestimmt...


Sicherlich unstrittig ist das die SPD die patriotischste Geschichte hat und die größten Köpfe dieses Landes hervor gebracht hat (Adenauer, Kohl als Außnahme). Wenn ich mir jetzt Merkel anschaue und dann an Leute wie Schmidt oder Brandt denke, dann schleicht sich ein leises Grinsen in mein Gesicht.

Firefield
13. Juli 2005, 09:04
in sachen energiefrage bin ich für akwneubauten:

hatte ich ind m thread http://forum.ingame.de/broodwar/showthread.php?s=&threadid=89020&perpage=40&pagenumber=4
schonmal gesagt

General Mengsk
13. Juli 2005, 10:40
Original geschrieben von TriloByte
Also ich halte zur Zeit unsere Steuerpolitik auch für einen der größten Knackpunkte. Würde die Steuerflucht und "Steuergestaltung" härter und konsequenter bekämpft, wäre es Großkonzernen und -unternehmen nicht mehr in dem Maße wie heute möglich, hohe Summen an Geldern am Finanzamt vorbei zu transferieren.
Das ist eben nicht so ohne weiteres möglich. Du kannst Ausnahmetatbestände und Absetzungsmöglichkeiten streichen und genau das soll ja für eine große Steuerreform auch passieren. Aber du kannst die Gründung von Tocherunternehmen, die Verlagerung eines Firmensitzes und einiges mehr nicht verhindern, es sei denn durch totalen Protektionismus, der weder mit der EU vereinbar wäre, noch mit unserem Export, der für uns nunmal verdammt wichtig ist und ohne den es sicherlich noch viel schlechter laufen würde. Steuerflucht kannst du nur mit niedrigeren Sätzen verhindern, so daß sich Tricks eben finanziell nicht lohnen.
Im Subventionsbereich muß man sicher besser kontrollieren und solche Dinge vor allem befristen, d.h. etwas auch nur dann auf Zeit fördern, wenn es wirklich förderungswürdig ist und eben nicht noch Jahre danach. (So macht eine Eigenheimzulage in Zeiten von Wohnungsknappheit durchaus Sinn, aber nicht mehr, wenn Wohnungen leer stehen.) Aber das ist kein parteispezifisches Problem, das ist eine Sache, wo die Politiker insgesamt den Kampf mit mancher Lobby wagen müßten.

Und haviii diskretitiert sich nicht nur durch seine aberwitzigen Kriterien und seine Wortwahl, sondern auch durch Unwissenheit oder schlichte Falschbehauptungen. Die CDU wurde nämlich erst nach dem 2. Weltkrieg überhaupt gegründet.
Ganz abgesehen davon geht es mir überhaupt nicht darum, wer mehr getan hat, sondern es ging nur darum deutlich zu machen, daß es keine Verteilung auf Partei der Reichen, Armen, etc. im aktuellen politischen Spektrum gibt. Parteien versuchen zwar sich zuweilen so zu geben, aber sie handeln nicht so, allerdings sollen sie das als Volkspartei auch gar nicht wirklich.

aMrio
13. Juli 2005, 11:05
Original geschrieben von General Mengsk

Und haviii diskretitiert sich nicht nur durch seine aberwitzigen Kriterien und seine Wortwahl, sondern auch durch Unwissenheit oder schlichte Falschbehauptungen. Die CDU wurde nämlich erst nach dem 2. Weltkrieg überhaupt gegründet.

es geht doch nicht darum WANN sie gegründet wurde, sondern von WEM.



Ein wesentlicher Teil ihrer Mitgliederschaft (unter anderem Konrad Adenauer) entstammt der vor dem Zweiten Weltkrieg existierenden katholisch und westdeutsch / süddeutsch geprägten Zentrumspartei. Aber auch führende Mitglieder der Deutschnationalen Volkspartei, der rechtsliberalen Deutschen Volkspartei und der liberalen DDP traten der CDU bei, insbesondere in Norddeutschland. Auch ehemalige NSDAP-Mitglieder wie z.B. Gerhard Schröder, Kurt Georg Kiesinger und Hans Filbinger wurden eingebunden.

zentrumspartei: stimmte ermächtigungsgesetz zu
deutsche volkspartei: generell hilterunterstützer
ddp: grundverschiedene mitglieder aber politisch gegen 33 eh bedeutungslos
nsdap: nc ..

havii ist nicht unwissend, DU bist ignorant und siehst nur das was du sehen willst.

General Mengsk
13. Juli 2005, 11:18
Ich hab doch nicht seine Sätze so zu interpretieren, daß sie irgendwie haltbar sind. Wenn er sagt, daß die CDU für Hitler gestimmt hat, dann stimmt das schlicht nicht. Wenn er gesagt hätte, daß da auch Leute drin waren, die für ihn gestimmt haben, dann ist das inhaltlich ein völlig andere Aussage, denn die bezieht sich auf Personen und nicht auf Parteien.

Aber die eigentliche argumentative Armut ist, daß man überhaupt in einer Diskussion über die Entwicklungen in der Bundesrepublick diese Hitlerkeule rausholt. Und daß du mir Ignoranz unterstellst, haviiis entweder unverschämte oder unpräzise Wortwahl aber für völlig akzeptabel hälst, sagt auch schon einiges.

[pG]havok
13. Juli 2005, 11:20
danke amiro


mengsk hat bloss ein legitimitätsproblem. er hasst rot, will schwarz. sein problem jetzt: schwarz ist knochenmarkserschütternd peinlich, was nun?

General Mengsk
13. Juli 2005, 11:32
Original geschrieben von haviii
danke amiro


mengsk hat bloss ein legitimitätsproblem. er hasst rot, will schwarz. sein problem jetzt: schwarz ist knochenmarkserschütternd peinlich, was nun?
Du hast scheinbar meine Beiträge weder gelesen, noch verstanden, sonst wüßtest du, daß ich je nach eigener Einschätzung wähle. Ich würde es ja begrüßen, wenn die SPD ein sinnvolles Reformprogramm vorlegen würde und man als Wähler sich wirklich zwischen zukunftsweisenden Modellen für Steuern, Gesundheit, Rente, etc. entscheiden könnte.
Peinlich ist hier vor allem eines, dein Auftritt.

[pG]havok
13. Juli 2005, 11:36
Jeder poster hier der sich mit seinen Aussagen nur in die Nähe von Schwarz/Geld stellt ist einfach nur _strunz_ dumm. Inkl. Dir mein junger Padawan.

omg is des arm
13. Juli 2005, 11:39
Original geschrieben von haviii
danke amiro


mengsk hat bloss ein legitimitätsproblem. er hasst rot, will schwarz. sein problem jetzt: schwarz ist knochenmarkserschütternd peinlich, was nun?
wieder admin werden und bescheuerte regeln wie "mensk hat immer recht" aufstellen :>

General Mengsk
13. Juli 2005, 11:43
Was heißt wieder? Ich war nie explizit Forenadmin, habe als Webby aber natürlich Adminrechte hier.
Und wenn haviii natürlich solche Sätze allen Ernstes hier postet, dann muß man auch jeden weiteren Beitrag dieser Richtung mind. als Spam werten.
Also laßt den Spam und kommen wir mal zurück zu den Inhalten, um die es bei der nächsten Wahl geht.

mamamia
13. Juli 2005, 11:44
ich glaube es spricht für die momentanen verfassung des bürgerlichen lagers, wenn uns ein schwuler yuppie (mit 5 stelligem jahreseinkommen, der den sozialstaat kürzen will wo es nur geht und insgeheim gewerkschaften abschaffen will) und eine kinderlose ostdeutsche werte der familie und probleme des demographischen wandels erläutern wollen.

ich mein würde das vielleicht ein christian wulff tun, hätte ich dafür ja noch verständnis. aber so ist das einfach nur noch peinlich.

[pG]havok
13. Juli 2005, 11:55
das kommt noch dazu!

General Mengsk
13. Juli 2005, 11:55
Original geschrieben von mamamia
ich glaube es spricht für die momentanen verfassung des bürgerlichen lagers, wenn uns ein schwuler yuppie (mit 5 stelligem jahreseinkommen, der den sozialstaat kürzen will wo es nur geht und insgeheim gewerkschaften abschaffen will) und eine kinderlose ostdeutsche werte der familie und probleme des demographischen wandels erläutern wollen.

ich mein würde das vielleicht ein christian wulff tun, hätte ich dafür ja noch verständnis. aber so ist das einfach nur noch peinlich.
Es spricht unheimlich für den Verfasser des Beitrags, wenn er auf Argumente mit Verunglimpfungen reagiert.

Und haviii, jetzt laß den Spam.

wutvolta
13. Juli 2005, 13:08
lol havoc macht sich wieder freiwillig zum affen, ich liebe solche threads.
kommt mir vor wie dumm und dümmer manchmal, denn es gibt ja noch leute die auf dieses geschwätz positiv reagieren und ihm zustimmen
arme welt sag ich da.
achja ich könnte jetzt sagen das jeder der sich mit seinen aussagen in die nähe von grün/rot stellt noch um einiges dümmer ist als derjenige der sich in richtung schwarz/gelb stellt.
nur das habe ich garnicht nötig
mengsk hat zur genüge erläutert wie er auf seine meinung kommt, warum er diese hat und warum er in diese richtung wählt.
havoc hat 1 ganzes argument vorgetragen was auch nur die absolute minderheit der deutschen tangiert : evtl kriegseinsätze.
und dann zu sagen jeder der anderer meinung ist, ist dumm...
lassen wir das einfach, es wurden argumente vorgetragen doch kaum gegenargumente gebracht, billiges flamen ersetzt diese auch nicht.
würde vorschlagen das jeder der politische argumente hat hier reinschreibt, jeder der vorurteile gegen PERSONEN hat soll doch bitte ins OT gehen, da gehören vorurteile und vorverurteilungen zum guten ton.
hier eher noch nicht.
danke

Devotika
13. Juli 2005, 14:07
Original geschrieben von mamamia
ich glaube es spricht für die momentanen verfassung des bürgerlichen lagers, wenn uns ein schwuler yuppie (mit 5 stelligem jahreseinkommen, der den sozialstaat kürzen will wo es nur geht und insgeheim gewerkschaften abschaffen will) und eine kinderlose ostdeutsche werte der familie und probleme des demographischen wandels erläutern wollen.

ich mein würde das vielleicht ein christian wulff tun, hätte ich dafür ja noch verständnis. aber so ist das einfach nur noch peinlich.
Stimmt genau!

Die politische Bildung aus der Bunten zu beziehen ist cool!

[pG]havok
13. Juli 2005, 14:21
ja lol mir würde das auch keinen spass machen eure spitzenpolitiker zu verteidigen. wenn ihr ehrlich seid wünscht ihr denen doch nen fallschirmsprungunfall damit ma fähige leute an die macht kommen (mit wulff wäre es gg).

Devotika
13. Juli 2005, 14:31
Ich denke mal, du weißt überhaupt null von Wulff und seiner Politik in Niedersachsen, außer dass er mal die KMK gebasht hat. Der einzige Grund, warum dieser Politiker so beliebt ist, ist sein Image. Und das scheint auch das Hauptkriterium zu sein, nach dem du wählen gehst - dem Image der politischen Führungspersonen.

Damit bist du bei der SPD natürlich gut beraten. Die hatten schon immer symphatische Leute an der Spitze, Medienleute, die im Fernsehen gut rüber kommen, die keinen Sprachfehler haben und auf die politische Korrektheit achten.

Nur leider ist das auch schon das einzige, dass die SPD heutzutage auszeichnet. Steinbrück und Schröder kommen ganz gut rüber, leider führt ihre Politik inhaltlich aber in den Staatsbankrott.

Da wähle ich lieber den schwulen Juppie und die kinderlose Merkel und sorge dafür für mehr Arbeitsplätze statt nach meinen anmaßenden, kleinkarierten Vorstellungen, wie ein Politiker als Privatperson sein Leben zu Leben hätte mein Kreuz zu machen.

Outsider23
13. Juli 2005, 14:39
Original geschrieben von Devotika
Steinbrück und Schröder kommen ganz gut rüber, leider führt ihre Politik inhaltlich aber in den Staatsbankrott.

Da wähle ich lieber den schwulen Juppie und die kinderlose Merkel und sorge dafür für mehr Arbeitsplätze...

:rofl: Und du glaubst es Wirklich nicht war?

Majorsnake
13. Juli 2005, 14:40
spd hat gute ideen, nur da stellt sich CDU + FDP einfach dagegen und nix kommt durch
Mengsk in meinen Augen schreibst du irgendwie Müll...
Die 4 Millionen Arbeitslosen kommen afaik nich von der SPD
:fu:

@havii #2 :)

Swatch
13. Juli 2005, 16:51
Ne, genau, die Opposition ist grundsätzlich allein für die Entwicklung in einem Land verantwortlich. Vollkommen richtig analysiert und zweifelsohne brilliant formuliert, Glückwunsch.

Picard
13. Juli 2005, 18:00
Original geschrieben von haviii
Wenn du so anfängst Mengsk:

Die CDU hat im damaligen Reichstag für Hitler gestimmt...


Sicherlich unstrittig ist das die SPD die patriotischste Geschichte hat und die größten Köpfe dieses Landes hervor gebracht hat (Adenauer, Kohl als Außnahme). Wenn ich mir jetzt Merkel anschaue und dann an Leute wie Schmidt oder Brandt denke, dann schleicht sich ein leises Grinsen in mein Gesicht.

omg
ich war noch nie mit haviii groß einer meinung. aber in dieser diskussion stimme ich ihm zu :eek:

zur weimarer republik nochmal zurück:

zentrum (daraus wurde später größtenteils die cdu) - stimme für hitler
spd: politisch verfolgt, illegal, sozialistengesetze.

aMrio
13. Juli 2005, 18:14
Original geschrieben von wut)volta

havoc hat 1 ganzes argument vorgetragen was auch nur die absolute minderheit der deutschen tangiert : evtl kriegseinsätze.
wieso tangiert so etwas nur einen kleinen teil der deutschen? wahlberechtigt sind immerhin alle ab 18, und wer eine kriegstreiberische partei wählt bzw zuläßt daß so etwas an die macht kommt sollte schon "tangiert" werden wenn diese partei dann unsere soldaten in einen möglichen angriffskrieg schickt, und die dort sterben UND noch andere menschen killen.
wenn dich sowas nicht tangiert bist du ein spack.

und wenn es dir sonstwie stark ums geld oder irgendwelche wirtschaftlichen versprechen geht, humanes denken ist NIE fehl am platz. und die eigenen soldaten bereitwillig übergehen / potentiell opfern bzw bei einer wahl sowas nicht irgendwo ganz oben auf die persönliche wunschliste zu setzen ist nicht human. ergo bist du kein mensch bist du ein spack.

mamamia
13. Juli 2005, 18:22
ne ich könnt keine leute wählen die nicht hinter dem stehen, was sie sagen.

guido macht einen auf superprofessionell und seriös, vor 3 jahren war es noch spaß-guido in seinem schwuchtelmobil der durch deutschland tourte und gelbe luftballons verschenkt hat.
dessen klientel sieht ja auch so aus: alleinstehend oder kinderlos, atheistisch, hohes einkommen und danach bestrebt sich aus der steuerlichen solidarität zu befreien.

frau dr. merkel, kinderlos, die karrierefrau schlechthin. in den letzten 2 jahrzehnten damit beschäftigt konkurrenten in ihrer eigenen partei auszubooten und die eigene machtposition zu stärken, jüngste opfer friedrich merz und horst seehofer. schwinkt dennoch große reden über den werteverfall der deutschen und den bedarf einer veränderung in der familienpolitik.

ich mein schröder ist ja auch kein unbeschriebenes blatt (4. ehe), aber der gibt sich ja auch nicht so als arschverkniffener moralapostel mit mehreren leichen im keller - wie die ganzen schlipstragenden saubermänner in der cdu. ich mein schaut euch mal die leute an, die in der jungen union rumrennen.

Cutthroat1
13. Juli 2005, 18:22
Original geschrieben von aMrio
cdu/csu sind absolut bescheuert. sie belasten alle die keine lohnsteuern zahlen durch zusätzliche und dann unausgeglichene mehrwertsteuern.
gerade dadurch werden die extremgruppen mal wieder getroffen: arme studenten, hausfrauen, arbeitslose, rentner. und die rennen jetzt zum linksbündnis, gehen erst recht schwarz arbeiten vor frust oder machen noch mehr streß.

amrio ist ein vertreter der leute, die sagen: sparen ja, aber nicht bei uns. aber dass er ein idiot ist, stellt er ja gerne unter beweis.

randgruppen werden von einer mehrwertsteuererhöhung am meisten betroffen: studenten: studiengebühren> mehrwertsteuer
arbeitslose: hartz 4 > mehrwertsteuer
renter: rentenkürzung > mehrwertsteuer

also diese dinge sollten diesen gruppen wohl mehr sorgen machen als die mehrwertsteuer. selten sone milchmädchen- argumentation gelesen. wenn man keine ahnung hat, einfach mal die fresse halten.

und dass sie dafür die lohnnebenkosten senken wollen, erwähnst du garnicht. das führt nämlich zu der hohen schwarzarbeit. nicht die mehrwertsteuer. österreich hat auch 20% oder so und denen geht es besser.

aMrio
13. Juli 2005, 18:37
vielleicht hättest du meinen ganzen text lesen sollen anstatt nur die hälfte zu zitieren, dann wäre dir sicherlich aufgefallen daß ich davon überzeugt bin, daß das, was die arbeitgeber an lohnnebenkosten sparen werden niemals ein deutscher arbeitnehmer bekommen wird. denn da wo kein bzw schwindender konsum ist wird auch niemand eingestellt, das gesparte geld wird stattdessen im ausland investiert, da wo wirtschaft und kaufkraft noch wachsen.

offenbar siehst du das ganz anders, sonst hättest du das nicht ignoriert, also erkläre doch bitte, wie du das siehst und vor allem wieso.

angeblich geht es zudem bei der steuerreform nicht ums sparen sondern um umverteilen auf vorteil der arbeitgeber, also wie kommst du jetzt auf das schlagwort "sparen"?
und warum denkst du nicht soweit, daß es auch genug abgaben gibt die JEDER zahlt, egal ob arbeitnehmer, arbeitgeber, rentner, student oder arbeitsloser? und daß es schon sehr seltsam ist, daß gerade dann aber nur die arbeitnehmer den ausgleich zur mehrwertsteuererhöhung bekommen, nicht aber der rest?

0Smacks0
13. Juli 2005, 19:27
Das Wahlprogramm ist ein Armutszeugnis. Vermutlich, weil man nicht die Leute mit einem wirklich radikalen Reformkurs verunsichern will.

Wir brauchen eine Schrumpfung des Staates, ein einfaches Steuerkonzept und das muss am Beginn eingeführt werden, radikale Reformen macht man nicht zwei Jahre vor Wahlbeginn sondern sofort, wohlüberlegt und hart! Vor allem wenn sie schon in der Schublade liegen.

Die Freiheit des Einzelnen muss wieder im Vordergrund stehen, bestehende Regulierungen der Wirtschaft müssen aufgehoben werden (Wobei sich da ja schon durch Privatisierungen von Staatsbetrieben was getan hat) . Warum ist der Gaspreis ans Öl gekoppelt? Warum mischt sich der Staat in soviele Angelegenheiten des Einzelnen ein?

Das größte liegt aber vermutlich im vereinfachen und zusammenstreichen vieler Gesetze, damit würde man viele Prozesse in diesen Land vereinfachen und unnötige Wasseköpfe platzen lassen...

shaoling
13. Juli 2005, 19:41
aMrio,
was hast du eigentlich für verquerte Vorstellungen: Deutschland als Arbeitgeberparadies? Schön wärs ja...
Wenn du die CDU schon deswegen verabscheust, weil sie eine kriegstreibende Partei sei, wüsste ich ja gerne, wie du es mit deinem Gewissen vereinbaren kannst, die SPD zu wählen, die es mit dem Kosovo und Afghanistan auf ganze zwei Kriege in der ersten Legislaturperiode gebracht hat - nicht schlecht für eine pazifistische Partei, wenn du mich fragst.
Bei Deppen wie dir scheinen Gerds gewisse Wahlkampagnen ja wirklich Spuren hinterlassen zu haben.

Picard)STF,
das Expertenwissen, mit dem du uns hier überhäufst, ist wirklich erstaunlich. Schlag doch am besten nochmal nach, welcher Kanzler der Weimarer Republik die Sozialistengesetze erlassen hat.

mamamia,
stimmt, Schröder ist kein Moralapostel. Er bekennt sich offen zur Spaß-Fraktion und dem Medienkanzlertum.
Wenn du hier schon mit so hübschen Schlagworten um dich wirfst, wüsste ich doch ganz gerne, was du dir unter "steuerlicher Solidarität" im Detail vorstellst.

Majorsnake,
welche Ideen der SPD findest du denn gut und warum?

haviii,
ich als Erstwähler bin, offen gesagt, in meiner Entscheidungsfindung noch völlig unentschlossen. Im Verlaufe dieses Threads habe ich viele Gründe gehört, warum ich mich für die FDP entscheiden sollte. Vielleicht kannst du dem etwas entgegensetzen, indem du mir ein paar inhaltliche Argumente nennst, die für die SPD sprechen?

Smacks,
das ist genau das, worüber hier zumindest einige seit Beginn des Threads reden.
Aber eigentlich rede ich auch gar nicht mit verurteilten Flamern... :ugly:

Picard
13. Juli 2005, 20:01
mein fehler, ich bring geschichtlich gern ma was durcheinander :8[:

0Smacks0
13. Juli 2005, 20:13
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Smacks,
das ist genau das, worüber hier zumindest einige seit Beginn des Threads reden.
Aber eigentlich rede ich auch gar nicht mit verurteilten Flamern... :ugly:
Glaubst ich hab mir jetzt den ganzen Dreck durchgelesen? Außerdem war das kein Flame, es war eine Tatsache ^^ und seit wann ist denn ein die Wirklichkeit beschreibender Ausdruck ein Vergehen?

Cutthroat1
13. Juli 2005, 21:09
smacks hat recht.

aber: die lohnnebenkosten zu senken ist doch eigentlich ein weng hin zum schlankeren staat.
nur für die finanzierung sollten stattdessen dinge wie pändlerpauschale und eigenheimzulage abgeschafft werden. wollte die union da nicht auch etwas unternehmen?

aber wählen werde ich merkel trotzdem nicht. gute und sinnvolle ansätze lassen sich überall finden, die umsetzung ist wie immer fraglich. aber immerhin ist es eins der wenigen male, wo vor der wahl negative dinge bekanntgegeben wurden.

Comeondieyoung
13. Juli 2005, 22:48
Was ist der Sinn der Spitzensteuersatzsenkung? Wenn die Spitzensteuersatzerhöhung der SPD dem Staat immerhin 1,2Milliarden(laut Experten vom Fernseher)bringt, was bewirkt dann die Senkung? Die Reichen werden doch nicht sofort von Österreich zu Deutschland zurückkehren deswegen, genausowenig wie Deutschland für Reiche besonders anziehender würde.
Bezüglich der Kriege in Afghanistan und im Kosovo, die zwar sicherlich umstritten sind, allerdings gab es da auch Gründe, der Kampf gegen den Terror(kann man sehen wie man will) und Milosevicz, für den Irakkrieg sah die Regierung keinen Grund sich einzumischen.
Weiterhin ist ein Grund für mich warum ich nicht die CDU wählen würde(bin noch nicht wahlberechtigt) die Studiengebühren, mit denen ich absolut nicht einverstanden bin, Erhöhung der Mehrwertssteuer soll doch ebenfalls nach Meinung von Experten eher schaden als nützen.
Auch bin ich gegen die verstärkte Nutzung der Atomkraft, die Zukunft liegt in der natürlicheren Energiegewinnung.
Und bezüglich der Gesetzesblockaden im Bundesrat, wenn derartig viele Gesetze blockiert wurden dann muss da doch System dahinterstecken.

aMrio
14. Juli 2005, 01:16
Original geschrieben von sHaO-LiNg
aMrio,
was hast du eigentlich für verquerte Vorstellungen: Deutschland als Arbeitgeberparadies? Schön wärs ja...

wo hab ich das bitte geschrieben? ich schrieb daß durch die geplante steuerreform und die jüngste krankenkassenbeitragsgeschichte größtenteils die arbeitnehmer und durch die steuerreform noch die arbeitnehmer entlastet werden. und daß ich nicht denke daß der kleine mann von der straße irgendwas davon haben wird. wo liest du da "deutschland ist ein arbeitgeberparadies" heraus? ich hab so dermaßen die schnauze voll von leuten wie dir, ständig legt ihr einem worte in den mund die man so überhaupt nicht gesagt habt und das nur weil ihr auf diese zurechtgelegten worte eine tolle antwort parat habt, zu 99% aus dem politikunterricht in der schule oder vom spiegel.de lesen.


Original geschrieben von sHaO-LiNg

Wenn du die CDU schon deswegen verabscheust, weil sie eine kriegstreibende Partei sei, wüsste ich ja gerne, wie du es mit deinem Gewissen vereinbaren kannst, die SPD zu wählen, die es mit dem Kosovo und Afghanistan auf ganze zwei Kriege in der ersten Legislaturperiode gebracht hat - nicht schlecht für eine pazifistische Partei, wenn du mich fragst.

du dumer august weißt doch nichtmal was pazifismus bedeutet und nimmst das wort dennoch in den mund. wie kann bitte eine partei die für die wehrpflicht eintritt deiner meinung nach angeblich vorgeben pazifistisch zu sein?
außerdem ignorierst du gekonnt, daß auch die cdu für die anderen beiden kriege war, aber nicht daraus gelernt hat daß es immer schlimmer statt besser wurde mit den kriegen und vor allem den kriegsgründen. von mal zu mal ne steigerung der unmoral, die spd hat dann vor irak die notbremse gezogen, die cdu hätte es nicht und wird die bremse auch sicher lockern nach einem wahlsieg.


Original geschrieben von sHaO-LiNg

Bei Deppen wie dir scheinen Gerds gewisse Wahlkampagnen ja wirklich Spuren hinterlassen zu haben.

nun, ich habe ihn noch nie in einer bundestagswahl gewählt und das wird dieses jahr auch so bleiben, und jetzt? du wirfst einfach etwas vor daß du gar nicht weisst und nur vermutest anstatt dich an fakten zu halten. das ist eine absolut lächerliche diskussionsbasis. ist ja schön daß du in der schule damit klarkommst, aber das hier ist bw.de und du bist sicherlich einer der jüngsten hier. also kein grund deinen mund soweit aufzureissen.


Original geschrieben von Cut_throat

aber: die lohnnebenkosten zu senken ist doch eigentlich ein weng hin zum schlankeren staat.
[
wieso ist das ein schlankerer staat? ein schlankerer staat würde sich aus weniger gesetzen, einem total vereinfachten steuerrecht, einem extrem reduzierten arbeitsamt, einer kleineren und rein beruflichen bundeswehr, einem einheitlichen bildungskonzept, einer abschaffung / verschlankung der 16 landtage und dem ganzen dazugehörigen verschiedenheitskram und und und ergeben, aber doch nicht daraus, daß die eine steuer ein wenig herunter- und die andere ein wenig heraufgedreht wird.

shaoling
14. Juli 2005, 03:10
Original geschrieben von aMrio

wo hab ich das bitte geschrieben? ich schrieb daß durch die geplante steuerreform und die jüngste krankenkassenbeitragsgeschichte größtenteils die arbeitnehmer und durch die steuerreform noch die arbeitnehmer entlastet werden. und daß ich nicht denke daß der kleine mann von der straße irgendwas davon haben wird. wo liest du da "deutschland ist ein arbeitgeberparadies" heraus? ich hab so dermaßen die schnauze voll von leuten wie dir, ständig legt ihr einem worte in den mund die man so überhaupt nicht gesagt habt und das nur weil ihr auf diese zurechtgelegten worte eine tolle antwort parat habt, zu 99% aus dem politikunterricht in der schule oder vom spiegel.de lesen.Natürlich hast du das nicht gesagt. Das war auch nur eine Anspielung auf deine Kritik an den Lohnnebenkosten, aber dennoch ziemlich unangebracht und voreilig von mir, entschuldige bitte.
Original geschrieben von aMrio
nun, ich habe ihn noch nie in einer bundestagswahl gewählt und das wird dieses jahr auch so bleiben, und jetzt? du wirfst einfach etwas vor daß du gar nicht weisst und nur vermutest anstatt dich an fakten zu halten. das ist eine absolut lächerliche diskussionsbasis. ist ja schön daß du in der schule damit klarkommst, aber das hier ist bw.de und du bist sicherlich einer der jüngsten hier. also kein grund deinen mund soweit aufzureissen.Ob du SPD gewählt hast oder nicht, ist mir doch völlig egal. Es geht lediglich darum, dass du dieselben fehlebehafteten Argumente anführst wie es die SPD beim letzten Wahlkampf getan hat.
Übertrieben habe ich wohl trotzdem, entschuldige bitte noch einmal.
Original geschrieben von aMrio
du dumer august weißt doch nichtmal was pazifismus bedeutet und nimmst das wort dennoch in den mund. wie kann bitte eine partei die für die wehrpflicht eintritt deiner meinung nach angeblich vorgeben pazifistisch zu sein?
außerdem ignorierst du gekonnt, daß auch die cdu für die anderen beiden kriege war, aber nicht daraus gelernt hat daß es immer schlimmer statt besser wurde mit den kriegen und vor allem den kriegsgründen. von mal zu mal ne steigerung der unmoral, die spd hat dann vor irak die notbremse gezogen, die cdu hätte es nicht und wird die bremse auch sicher lockern nach einem wahlsieg.Was soll das denn bitte für ein dummer Vorwurf sein? Und wieso sollte sich eine Haltung für die Wehrpflicht nicht mit einer pazifistischen Gesinnung vereinbaren lassen?
Darüber, was die Parteien von sich selbst halten, habe ich kein Wort verloren. Dass es mehr sein wird, als sie in Wahrheit sind, setze ich mal voraus, aber das ist mir eigentlich auch egal.
Ob die CDU für die anderen beiden Kriege war, spielte für mein Argument doch gar keine Rolle. Und selbst wenn, dann hätte ich es nicht weniger gekonnt ignoriert als du die andere Tatsache. Du hast nämlich einseitig die CDU als kriegstreibende Partei verunglimpft und es zur Gewissensfrage erhoben, eine solche Partei nicht zu wählen, woraufhin ich gegengeworfen habe, wie man eine Partei wählen können sollte, die als Regierung zwei Kriege zu verantworten hatte. Und soweit mir bekannt ist, hat sie dafür niemals öffentlich Reue gelobt, ihre Entscheidung nachträglich als Fehler gestanden oder die Folgen behoben. Also kann man von einem Lerneffekt wohl weder auf der einen noch der anderen Seite sprechen. Dass die SPD beim Irakkrieg die Notbremse gezogen hat, stimmt allerdings, nur wäre ich mir da nicht so sicher, ob es die Notbremse gegen den Krieg oder gegen die Abwahl war. Insgesamt komme ich jedenfalls zu dem Schluss, dass keine der beiden es sich erlauben sollte, die andere der Kriegstreiberei zu bezichtigen.
Original geschrieben von Comeondieyoung
Was ist der Sinn der Spitzensteuersatzsenkung? Wenn die Spitzensteuersatzerhöhung der SPD dem Staat immerhin 1,2Milliarden(laut Experten vom Fernseher)bringt, was bewirkt dann die Senkung? Die Reichen werden doch nicht sofort von Österreich zu Deutschland zurückkehren deswegen, genausowenig wie Deutschland für Reiche besonders anziehender würde.Die Theorie sieht so aus, dass man Steuerschlupflöcher schließt, wodurch man Einsparungen erzielt, und im Gegenzug die Steuersätze senkt. Die Sätze sollen übrigens allgemein fallen, nicht nur der Spitzensatz.
Original geschrieben von Comeondieyoung
Weiterhin ist ein Grund für mich warum ich nicht die CDU wählen würde(bin noch nicht wahlberechtigt) die Studiengebühren, mit denen ich absolut nicht einverstanden bin, Erhöhung der Mehrwertssteuer soll doch ebenfalls nach Meinung von Experten eher schaden als nützen.Mit den Studiengebühren hat die Bundestagswahl überhaupt nichts am Hut, weil das Bundesverfassungsgericht längst entschieden hat, dass sie aus der Bundes-Kompetenz fallen.
Über die Mehrwertsteuererhöhung gibt es ebenso wie über die Senkung der Lohnnebenkosten geteilte Ansichten. Ich könnte dir das wohl nicht mal in Kurzform erklären, wenn ich selbst in der Lage wäre, es vollständig zu durchschauen...
Original geschrieben von Comeondieyoung
Auch bin ich gegen die verstärkte Nutzung der Atomkraft, die Zukunft liegt in der natürlicheren Energiegewinnung.Verstäkrung der Atomkraft bedeutet verlängerte Laufzeit der vorhandenen AKWs. Neben den bekannten Nachteilen bietet das auch einige Vorteile, aber diese Diskussion gab es hier schon oft genug.
Original geschrieben von Comeondieyoung
Und bezüglich der Gesetzesblockaden im Bundesrat, wenn derartig viele Gesetze blockiert wurden dann muss da doch System dahinterstecken. Ich finde dieses Blockade-Argument immer ein wenig scheinheilig. Es gibt nun mal den Bundesrat und den Bundestag und keine Opposition unterliegt irgendeiner moralischen Verpflichtung, den Gesetzentwürfen der Regierung im Rat zuzustimmen.
Dem ganzen Argument fehlt auch ein bisschen die Logik: In einer Demokratie, in der die Wählerschaft aufgeklärt genug ist, um zu durchblicken, ob die Gesetzentwürfe, die die Regierung macht, so sinnvoll sind, dass sie von der Opposition mitgetragen werden sollten, wäre die Wählerschaft dann sicher auch aufgeklärt genug, um dieses parteipolitische Spiel der Opposition zu entlarven.
In Deutschland scheint entweder beides nicht der Fall zu sein, oder die Vorschläge der SPD waren doch nicht so wild, oder aber sie hat es einfach versäumt, den Wähler darüber aufzuklären. So oder so, die SPD hats vergeigt.

TriloByte
14. Juli 2005, 09:39
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Natürlich hast du das nicht gesagt. Das war auch nur eine Anspielung auf deine Kritik an den Lohnnebenkosten, aber dennoch ziemlich unangebracht und voreilig von mir, entschuldige bitte.

Ich teile zwar deine Meinung ganz und gar nicht, aber dass du im Gegensatz zu einer Mehrheit hier im Forum die Größe hast, dich für einen gemachten Fehler zu entschuldigen, erkenne ich hoch an. Das sieht man hier wahrlich nicht oft.

Cutthroat1
14. Juli 2005, 14:30
Original geschrieben von aMrio
wieso ist das ein schlankerer staat? ein schlankerer staat würde sich aus weniger gesetzen, einem total vereinfachten steuerrecht, einem extrem reduzierten arbeitsamt, einer kleineren und rein beruflichen bundeswehr, einem einheitlichen bildungskonzept, einer abschaffung / verschlankung der 16 landtage und dem ganzen dazugehörigen verschiedenheitskram und und und ergeben, aber doch nicht daraus, daß die eine steuer ein wenig herunter- und die andere ein wenig heraufgedreht wird. [/B]

kannst du überhaupt lesen? ich meinte, dass das ein weg hin zum schlankeren staat ist. nur für die finanzierung dessen sollten stattdessen subventionen (eigenheimzulage und pändlerpauschale) abgeschafft werden. aber die lohnnebenkosten zu senken, ist dennoch dringen notwendig.

Outsider23
14. Juli 2005, 18:23
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Ich finde dieses Blockade-Argument immer ein wenig scheinheilig. Es gibt nun mal den Bundesrat und den Bundestag und keine Opposition unterliegt irgendeiner moralischen Verpflichtung, den Gesetzentwürfen der Regierung im Rat zuzustimmen.
Dem ganzen Argument fehlt auch ein bisschen die Logik: In einer Demokratie, in der die Wählerschaft aufgeklärt genug ist, um zu durchblicken, ob die Gesetzentwürfe, die die Regierung macht, so sinnvoll sind, dass sie von der Opposition mitgetragen werden sollten, wäre die Wählerschaft dann sicher auch aufgeklärt genug, um dieses parteipolitische Spiel der Opposition zu entlarven.
In Deutschland scheint entweder beides nicht der Fall zu sein, oder die Vorschläge der SPD waren doch nicht so wild, oder aber sie hat es einfach versäumt, den Wähler darüber aufzuklären. So oder so, die SPD hats vergeigt.

Es ist aber nun mal so, dass es in unserem schönen staat den politikern allgemein eher darum geht ihre Parteiinteressen zu wahren und den "gegner" aus dem Amt zu treiben als auch sinvolle vorschläge von der jeweiligen regierung zu akzeptiren, selbst wenn sie wärend ihrer amtszeit einen vollkommen ähnlichen entwurf hatten der dann (aus welchen gründen wohl :rolleyes: ) abgeschmettert wurde.
Es ist ein Armutszeugnis für alle politiker in deutschland, dass sie nicht bereit sind miteinander zu kooperieren ZUM WOHLE DES VOLKES sondern sich gegenseitig nur jeden meter raum neiden und sich blockieren...

crazy[GsE]
14. Juli 2005, 18:55
ich mag keine forendiskussionen wo sich jeder über was andres auslässt. vll sollten wir mal argumente sammeln...
die liste darf gerne ergänzt werden.

mehrwertsteuererhöhung
(im vergleich zur einzigen alternative einkommensteuererhöhung)
pro:
- ausländer, die in deutschland einkaufen, zahlen mit. dies betrifft den export, aber auch den tourismus (z.B. auch wm 2006!)
- steuerflüchtlinge haben kaum chancen dieser steuer auszuweichen. wer sich in deutschland aufhält wird zahlen. wer im ausland kaufen will, bitte: da sind die mehrwertsteuern noch höher.
- kurbelt die wirtschaft an! größere anschaffungen werden natürlich VOR der erhöhung getätigt, sollte die cdu an die regierung kommen ist also erstmal mit einem boom zu rechnen.

contra:
- belastet randgruppen (arbeitslose, rentner, studenten etc.), die keine einkommenssteuer zahlen und nicht von entlastungen profitieren


spitzensteuersatz senken:
pro:
- hält steuerflüchtlinge im Land, sichert damit wichtige einnahmen

contra:
- kostet geld, geht zu lasten der restlichen bevölkerung
- ein spitzensteuersatz von 38% ist immernoch viel höher als der von den populären steuerparadiesen, also werden weder weniger leute auswandern, noch weniger werden welche zurückkommen
- ein ehrlicher bürger, der in deutschland aufgewachsen ist wird bleiben, auch wenn er von seinen 5 millionen die hälfte abgeben muss
- sollte der staat aber irgendwann gezwungen sein den spitzensteuersatz wieder anzuheben, so wird das signalwirkung haben und eine auswanderungswelle hervorrufen.


atomstrom fördern:
pro:
- im vergleich zu heizkraftwerken ist atomstrom sauberer, billiger und quasi unerschöpflich
- andere umweltfreundliche kraftwerkstypen sind wesentlich teuerer, uneffizienter (wind- und solarkraft brauchen platz, eine solarzelle verbraucht heute mehr energie in der herstellung als sie bis zu ihrem verschleiß wieder einspielt) bzw. ist nur begrenzt verfügbar (von äußeren faktoren abhängig)
- atomstrom ist dringend notwendig, um die zeit bis zum erdölbankrott zu verlängern und somit mehr zeit zu haben nach alternativen energieformen zu forschen

contra:
- problematische abfallbeseitigung
- die folgen bei einem GAU (=größter anzunehmender unfall btw.; irgendjemand meinte mal er hätte mit gau nur "normale unfälle" gemeint -_-) wären verheerend. ein gewisses restrisiko besteht immer und die terrorgefahr ist nicht zu unterschätzen.


kopfpauschale:
pro:
- wirtschaftliche gerechtigkeit: was spricht eigentlich dafür eine KRANKENversicherung nach sozialen gesichtspunkten zu gestalten? die kosten sind bei arm und reich dieselben.

contra:
- die pauschale ist zu hoch um von den randgruppen getragen zu werden
- ein ausgleich über steuer gestaltet sich schwierig, vor allem im zsh mit einer spitzensteuersatzsenkung -_-


to be continued....

Cutthroat1
14. Juli 2005, 19:38
pändlerpauschale, eigenheimzulage, kohle etc.

subventionen müssen dringend abgeschafft werden. wird viel zu viel missbraucht.

Comeondieyoung
14. Juli 2005, 19:39
Liege ich falsch oder will die CDU nicht sogar neue AKWs bauen? Und wenn man kaum auf alternative Energieerzeugung angewiesen ist, so wird doch die Forschung danach leiden.

aMrio
14. Juli 2005, 20:17
die liste von crazy ist nett bzw ne gute idee, aber geht es darin jetzt um punkte der cducsu über die gewertet werden soll oder ganz allgemein über punkte die hier im forum den leuten so einfallen?


Original geschrieben von Cut_throat
pändlerpauschale, eigenheimzulage, kohle etc.

subventionen müssen dringend abgeschafft werden. wird viel zu viel missbraucht.
da hast du mal recht :->
(es heißt übrigens pEnder)

allerdings auch direkt das contra:
- bei wegfall der kohlesubventionen (der ja imho eh geplant ist mittlerweile) auch wegfall von vielen arbeitsplätzen
- wegfall/kürzung der pendlerpauschale (ist ja von cducsu gefordert) wird vorerst imho auch zu einigen kündigungen führen weil sich weiter weg arbeiten einfach nicht mehr lohnt dann für manche.

ansonsten aus dem cducsu programm:
tarifverträge aufweichen
pro:
- arbeitgeber können schneller auf den markt reagieren

contra:
- extremes druckmittel auf betriebsräte / einzelne arbeitnehmer
- gefahr von noch krasseren dumpinglöhnen in vielen branchen

abbau von zuschlägen
(feiertage, sonntage, nachtschichten etc)
pro:
- fair, gleiche arbeit gleiches geld, egal welche zeit

contra
- die allermeisten die solche jobs haben sind diejenigen die sowieso schon recht gering bzw maximal mittelmäßig verdienen

studiengebühren
(ok, ist ländersache, aber trotzdem :o)

pro
- fällt mir keins ein da die gebühren nichtmal ausschließlich für die unis verwendet werden sollen

contra
- nur die finanzielle elite wird langfristig studieren können ->
- noch mehr innovationsverlust, noch weniger topkräfte

massive bürokratische entlastung von kleinen unternehmen und existenzgründern
pro
- total klasse, einer der größten hemmschuhe

contra
- wenn wirklich GAR KEINE buchführung mehr notwendig sein soll für manche unternehmen -> offene türen für steuerhinterziehung, schwarzarbeit und haste nicht alles gesehen (punkt 1.2 des regierungsprogramms)

transrapidstrecke in deutschland
pro
gibts nicht.

contra
- totales wirtschaftliches unverständnis
- dum

unabhängige gesellschaft zur finanzierung der verkehrsinfrastruktur
pro
- weniger bürokratie und mehr effizienz als eine von beamten geführte verwaltung

contra
- macht den weg frei für vermautung aller straßen in deutschland
- private kontrolle und verwendung über/von den zwangsabgaben der bürder

anhebung des rentenalters
("wenn der arbeitsmarkt es erlaubt")
pro
gibts nicht

contra
der arbeitsmarkt wird dies in den nächsten dutzenden jahren nicht erlauben, also total dummes argument welches keinen einzigen vorteil oder sympathiepunkt bei irgendjemanden bringt. wer schreibt sowas in so ein programm bitte?

keine neuverschuldung ab 2013
pro
- klingt toll

contra
- als sparmaßnahmen werden nur dinge erzählt die es vielleicht auf wenige milliarden bringen und zu 50% vorher schon erwähnt wurden in zusammenhang mit anderen dingen, für deren finanzierung gespart werden soll :ugly:
-> doppelt gemoppelt mit derselben sache -> suckt

kyoto noch erweitern
pro
fällt mir keins ein

contra
- wirtschaftlich dumm/teuer
- kein eingang auf studien welche die sinnlosigkeit von kyoto zeigen

bessere speicherung von telekommunikationsdaten
pro
- angeblich besserer terrorschutz

contra
- überwachungsstaat

schärferes jugendstrafrecht
pro
- längeres wegbleiben der täter aus der gesellschaft -> schutz vor wiederholung

contra
- erschwerte resozialisierung

ausbau des deutschen föderalismus
pro
fällt mir wieder mal keins ein ~~

contra
- noch verschiedenere regelungen von land zu land -> suckt hart.

verschärfung der zuwanderungen (bzw senkung)
(zuwandern darf nur, wer vom arbeitsmarkt wirklich benötigt wird (also niemand))

pro
- fragt npd, dvu, reps & co :-/

contra
- schieben des schwarzen peters für probleme im land zu sozialen randgruppen -> heil h. :8[:

türkei nicht in die eu
pro
- keine weitere belastung der eu finanzen
- keine probleme mit den stimmrechten der recht national und _nahezu_ islamistisch eingestellten aktuellen türkischen regierung

contra
- nichts :ugly:

beibehaltung der wehrpflicht
pro
- gar nichts.

contra
- weitere und stärkere wehrungerechtigkeit
- weniger "experten" (d.h.jahrelange ausbildung und erfahrung) im internationalen einsatz als möglich wäre bei einer berufsarmee
- weiterhin hoher materialverschleiß durch "mir doch egal" w9er

====
ps: nein, laut regierungsprogramm sind keine neuen akw geplant.

20Rine05
14. Juli 2005, 20:46
Original geschrieben von Comeondieyoung
Liege ich falsch oder will die CDU nicht sogar neue AKWs bauen? Und wenn man kaum auf alternative Energieerzeugung angewiesen ist, so wird doch die Forschung danach leiden.

Ja, da liegst du verdammt richtisch. In Berlin haben se schon angefangen... ganz in der nähe vom Reichstag haben die schon so 250 Uranbrennstäbe hingesetzt...stört die Berliner ja nicht so ein Ding in der Nachbarschaft stehen zu haben... :x

Ansonsten:
Was nützen die schönsten Wahlprogramme wenn man sie nicht anschliessend umsetzen kann?
Unter diesem Gesichtspunkt sieht es doch bei der SPD ganz schlecht aus. Letztlich war dass dóch auch der Grund für die Neuwahlen.
Wieso soll ich jemanden wählen, der freiwillig hingeschmiessen hat, mit dem Argument: "Wir packen es nicht mehr!" ?
:confused:

Inhaltlich unterscheiden sich die beiden Volksparteien auch nicht so krass voneinander, als dass man von der CDU/CSU alleine die grosse Wende erwarten kann. Die haben auch ihre internen "Blockierer" und "Interessenvertreter". Die entscheidene Akzentuierung hin auf mehr Markt und weniger Staat kann letztlich nur von der FDP kommen. So wie die Grünen in den vergangenen Jahren eine vollkommen neue und teilweise positive Wende in den Energie- und Ökofragen der Politik und Gesellschaft vollbracht haben.Da verweise ich nur mal auf das revolutionäre Konzept der FDP zum Umbau bzw. Zerschlagung der Bundesanstalt für Arbeit.
(Insoweit stört mich G. Westerwelles Privatleben weniger... :ugly: )

:)

Comeondieyoung
14. Juli 2005, 20:59
Wie versteht man das, das die SPD praktisch mit dem Motto "Studiengebühren nicht mit uns" auftritt, wo das doch Ländersache ist?
Der Grund für die Neuwahlen war übrigens nicht "wir packens nicht mehr", sondern gedacht als eine Bestätigung des Volkes für die geplanten Reformen der SPD, daher gibt es bei der Vertrauensfrage auch keinen großen Widerspruch mit Münteferings Aussage, die SPD stehe voll hinter Gerhard.

[pG]havok
14. Juli 2005, 21:03
Bundesrecht bricht Landesrecht.

20Rine05
14. Juli 2005, 21:24
Original geschrieben von haviii
Bundesrecht bricht Landesrecht.

Ja und Bundesrecht sagt, dass die Bildung Ländersache ist. Insoweit ist das Argument " Studiengebühren nicht mit uns" in einem Bundestagswahlkampf vollkommen überflüssig. Der Bund hat überhaupt keinen Einfluss ob ein Land Studiengebühren
beschliesst oder nicht.
Aber man kann das (Studiengebühren nicht mit uns) ja auch als allgemeine Aussage verstehen, mit der man keine konkreten entsprechenden Ausführungen verbinden soll...

:ugly:

Ansonsten:
Die SPD und Gerhard wurden vor 3 Jahren für 4 Jahren für ihre zukünftige (Reform-) Politik durch das deutsche Volk bestätigt.

:ugly:

0Smacks0
14. Juli 2005, 22:03
Original geschrieben von crazy[GsE]

mehrwertsteuererhöhung
(im vergleich zur einzigen alternative einkommensteuererhöhung)
pro:
- ausländer, die in deutschland einkaufen, zahlen mit. dies betrifft den export, aber auch den tourismus (z.B. auch wm 2006!)
- steuerflüchtlinge haben kaum chancen dieser steuer auszuweichen. wer sich in deutschland aufhält wird zahlen. wer im ausland kaufen will, bitte: da sind die mehrwertsteuern noch höher.
- kurbelt die wirtschaft an! größere anschaffungen werden natürlich VOR der erhöhung getätigt, sollte die cdu an die regierung kommen ist also erstmal mit einem boom zu rechnen.

contra:
- belastet randgruppen (arbeitslose, rentner, studenten etc.), die keine einkommenssteuer zahlen und nicht von entlastungen profitieren


Wieso sollte ein Unternehmen vorher Anlagen kaufen? Die können doch die Umsatzsteuer mit der Vorsteuer verrechnen... Eher ist es negativ, weil sie um Absatz fürchten, da der Kunde mehr für die Produkte zahlen muss...

shaoling
15. Juli 2005, 00:04
Original geschrieben von Comeondieyoung
Liege ich falsch oder will die CDU nicht sogar neue AKWs bauen? Und wenn man kaum auf alternative Energieerzeugung angewiesen ist, so wird doch die Forschung danach leiden. Im CDU-Parteiprogramm steht nichts davon, dass man neue AKWs hochziehen will; was darüber geredet wird, spielt sich also in einem inoffiziellen Rahmen ab. Aber selbstverständlich kann man sich nicht darauf verlassen, dass es keine neuen Kernkraftwerke geben wird.
Die erneuerbaren Energien werden zur Zeit immens durch subventionen gefördert. Dies Subventionen will die CDU kürzen, nicht streichen und die Forschung im Gegenzug öffnen auch in Richtung Kernenergie. Und jedem sollte wohl klar sein, dass die Ergebnisse dieser Forschungen maßgeblich darüber mitbestimmen werden, woher wir in Zukunft welchen Anteil unserer Energie gewinnen werden.
Original geschrieben von Comeondieyoung
Wie versteht man das, das die SPD praktisch mit dem Motto "Studiengebühren nicht mit uns" auftritt, wo das doch Ländersache ist?Tja, man nennt das Wahlkampf und es ist manchmal unehrlich, falls du verstehst...
Die rot-grüne Regierung wollte die Studiengebühren durch ein Bundesgesetz verbieten lassen, was das Bundesverfassungsgericht nicht hat durchgehen lassen. Deswegen darf jetzt jedes Bundesland selbst entscheiden.

aMrio
15. Juli 2005, 00:35
ich finde es eine unglaubliche frechheit wie die cdu einerseits an der bildung sparen und den zutritt dazu begrenzen will und andererseits technische innovationen und fortschritt ganz oben im programm stehen hat. für sowas gehören sie alle ins irrenhaus gesperrt.

shaoling
15. Juli 2005, 00:41
Ich empfinde deine "Argumentation" zur Wehrpflicht als Frechheit.

Was die Bildungspolitik angeht, kann nun mal nichts darüber hinwegtäuschen, dass die CDU den Wettstreit unter den Ländern klar für sich entschieden hat.

aMrio
15. Juli 2005, 00:51
ich rede nicht nur von der direkten bildungspolitik sondern auch von der indirekten:
was ich ja schon sagte, gerade die mehrwertsteuererhöhung wird unter anderem die studenten treffen. das geht dann einher mit den studiengebühren und schon können kinder aus ärmeren verhältnissen nicht mehr studieren. was den bayrischen bonzen sicherlich ganz recht ist, mir aber nicht.

was gefällt dir denn an meiner wehrpflicht argumentation genau nicht?

0Smacks0
15. Juli 2005, 01:11
Original geschrieben von aMrio
ich finde es eine unglaubliche frechheit wie die cdu einerseits an der bildung sparen und den zutritt dazu begrenzen will und andererseits technische innovationen und fortschritt ganz oben im programm stehen hat. für sowas gehören sie alle ins irrenhaus gesperrt.

Hamburg gibt ~ 6k € pro Schüler/Jahr aus.
Bayern/Baden-Württemberg ~ 4,6k € pro Schüler/Jahr

Man vergleiche die Pisa-Ergebnisse und erkläre mir dann wie man den idiotischen Schluss ziehen kann: mehr Geld für Bildung = bessere Bildung.

Die effiziente EInsetzung der Gelder spielt bei Vielen nie eine Rolle! Wenn ich neben meine Topfpflanze jeden Tag einen Liter Wasser schütte, vertrocknet sie bald, wenn ich sie aber nur mit 100 ml täglich richtig gieße, gedeiht sie prächtig...


Original geschrieben von sHaO-LiNg
Was die Bildungspolitik angeht, kann nun mal nichts darüber hinwegtäuschen, dass die CDU den Wettstreit unter den Ländern klar für sich entschieden hat.
Das man dies sehr wohl doch kann, enthüllt doch hier das wahre Gesicht manches Dogmatikers, der sich gerne mit dem Schleier der Rechtschaffenheit umgibt...

Comeondieyoung
15. Juli 2005, 01:25
Andere Rahmenbedingungen vielleicht?
Bezüglich der Studiengebühren und der SPD, mir ist natürlich klar das im Wahlkampf gelogen wird, allerdings handelt es sich dann wohl nicht um einen eklatanten Fehler wie z.B. das die SPD Studiengebühren dann doch nicht verbieten kann, warum also wird das noch immer propagiert? Die Führenden der SPD müssten sich doch anderenfalls im Klaren sein, das einem diese Position dann nur Gelächter bringen kann.

Weiterhin glaube ich allerdings auch das Parteien generell eine Zielgruppe haben, die von dem Programm aller Parteien besser mehr bekommen und Gruppen die dadurch weniger bekommen und ich behaupte mal das die CDU generell die Partei ist für diejenigen die etwas mehr auf der Kasse haben, wobei ich natürlich nicht meine das die SPD beispielsweise noch immer als Arbeiterpartei zu bezeichnen wäre, dennoch sind sie halt doch einen Tick sozialer als die CDU.

aMrio
15. Juli 2005, 01:29
Original geschrieben von @Smacks@


Hamburg gibt ~ 6k € pro Schüler/Jahr aus.
Bayern/Baden-Württemberg ~ 4,6k € pro Schüler/Jahr

Man vergleiche die Pisa-Ergebnisse und erkläre mir dann wie man den idiotischen Schluss ziehen kann: mehr Geld für Bildung = bessere Bildung.

geh doch mal tiefer: genaugenommen ist es so, daß hamburg viel mehr für haupt- und sonderschulen ausgibt als bayern. zudem spart bayern beispielsweise einiges geld dadurch, daß die referendare dort bis zu 300% mehr stunden im unterricht verbringen als anderswo -> billige arbeitskräfte.
außerdem ging es nicht um das direkte "mehr geld für bildung = bessere bildung" prinzip welches du mir in den mund legst, sondern darum, daß cducsu ganz offensichtlich dabei sind, eine elitäre hochschulgesellschaft zu schaffen. so etwas wird uns land langfristig ausbluten, bzw noch mehr leiden lassen als es jetzt schon tut.

man erinnere sich doch mal, wie helmut kohl immer kurz vor der wahl an der bildung sparte um danach einiges von dem gesparten wieder reinzustecken und dann als strahlemann dazustehen, langfristig war dies aber fatal und jetzt sieht das ganz genauso aus.

mein hauptargument war die künstliche zugangsbegrenzung zu bildung (über den geldhahn) und du legst mir genauso wie shao-ling irgendwas anderes in den mund ohne auf diese elitenbildung einzugehen. fu.

crazy[GsE]
15. Juli 2005, 01:30
Original geschrieben von @Smacks@


Wieso sollte ein Unternehmen vorher Anlagen kaufen? Die können doch die Umsatzsteuer mit der Vorsteuer verrechnen... Eher ist es negativ, weil sie um Absatz fürchten, da der Kunde mehr für die Produkte zahlen muss...

das war natürlich in erster linie auf die bevölkerung bezogen! ich werde mir auch überlegen, ob ich mir demnächst nicht mal einen pc zulegen soll bevor er 2% teuerer ist. auch wenns vll nur 20? ausmacht.


edit:
noch was zu den studiengebühren:
ich bin selbst auch dagegn, aber man sollte die pro-argumente deshalb noch lange nicht verschleiern:

pro:
- wirksame maßnahme gegen langzeitstudenten
- studenten verdienen, wenn sie mit dem studium fertig sind, mal einen haufen geld, also können sie auch für die bildungsleistungen, die sie - im gegensatz zu anderen bürgern - in anspruch genommen haben bezahlen.

deshalb auch folgender kompromissvorschlag:
studenten zahlen studiengebühren, die sich nach der anzahl ihrer semester richten - aber erst 10 jahre später!

SuicideSquad
15. Juli 2005, 01:38
im übrigen wird nicht alles 2% teurer, da die 2% ja nicht auf den endpreis draufkommen, sondern auf das, was das produkt vor der mwst. kostet. nur mal so nebenbei.

shaoling
15. Juli 2005, 01:49
Original geschrieben von aMrio
ich rede nicht nur von der direkten bildungspolitik sondern auch von der indirekten:
was ich ja schon sagte, gerade die mehrwertsteuererhöhung wird unter anderem die studenten treffen. das geht dann einher mit den studiengebühren und schon können kinder aus ärmeren verhältnissen nicht mehr studieren. was den bayrischen bonzen sicherlich ganz recht ist, mir aber nicht.

was gefällt dir denn an meiner wehrpflicht argumentation genau nicht? Deine Argumentation ist einseitig, oberflächlich und ignorant. Es gab genug Threads dazu, vielleicht suchst du mal im Archiv oder so, denn ich habe wenig Lust, die Sache hier in dem Thread auszubreiten.

Die Mehrwertsteuer halte ich jetzt nicht für einen so harten Schlag. Was mich an den Studiengebühren vornehmlich stört ist die Art und Weise, auf die damit umgegangen wird. Da wird sich nicht zuerst gefragt, wie man die Qualität der Bildung langfristig steigern kann, sondern zunächst mal wieder darauf geschielt, Kassenlöcher zu stopfen und dafür sollen dann auch noch diejenigen zur Ader gelassen werden, die ohnehin schon die Lasten der Zukunft dieses Staates werden tragen müssen.
Freilich wurde da auch in den letzten Jahren und Jahrzehnten zuviel verbockt, als dass man das mit kurzfristigen Wischiwaschi- und Wahlkampfplakat-Konzepten bereinigen könnte. Aber was will man schon von diesen Kommissaren und Ministern erwarten. Ihr geistiger Horizont reicht meist nicht weiter als bis zum Ende der Legislaturperiode. Gerade Weitblick und Besonnenheit sind die Tugenden der Bildungspolitik und genau diese fehlen den Verantwortlichen meist vollkommen.
Original geschrieben von Comeondieyoung
Andere Rahmenbedingungen vielleicht?
Bezüglich der Studiengebühren und der SPD, mir ist natürlich klar das im Wahlkampf gelogen wird, allerdings handelt es sich dann wohl nicht um einen eklatanten Fehler wie z.B. das die SPD Studiengebühren dann doch nicht verbieten kann, warum also wird das noch immer propagiert? Die Führenden der SPD müssten sich doch anderenfalls im Klaren sein, das einem diese Position dann nur Gelächter bringen kann.Das sind Sachfragen, die im Wahlkampf nun mal völlig nebensächlich sind. Da geht es um Schlagworte, Stimmungsmache und gedroschene Phrasen. Es hat ja niemand den Mut, um an die Vernunft der Wähler zu appellieren, darum appellieren alle an ihre Ängste, Sorgen und Hoffnungen.
Original geschrieben von crazy[GsE]
noch was zu den studiengebühren:
ich bin selbst auch dagegn, aber man sollte die pro-argumente deshalb noch lange nicht verschleiern:

pro:
- wirksame maßnahme gegen langzeitstudenten
- studenten verdienen, wenn sie mit dem studium fertig sind, mal einen haufen geld, also können sie auch für die bildungsleistungen, die sie - im gegensatz zu anderen bürgern - in anspruch genommen haben bezahlen.

deshalb auch folgender kompromissvorschlag:
studenten zahlen studiengebühren, die sich nach der anzahl ihrer semester richten - aber erst 10 jahre später! Wer später viel verdient, zahlt später auch mal hohe Steuern. Und es hängt auch maßgeblich davon ab, wofür das Geld ausgegeben wird. Wenn ich mich da mal umsehe und die politische Kompetenz hinzurechne, ergibt das kein gutes Ergebnis für die Zukunft.

Outsider23
15. Juli 2005, 01:59
Original geschrieben von crazy[GsE]

edit:
noch was zu den studiengebühren:
ich bin selbst auch dagegn, aber man sollte die pro-argumente deshalb noch lange nicht verschleiern:

pro:
- wirksame maßnahme gegen langzeitstudenten
- studenten verdienen, wenn sie mit dem studium fertig sind, mal einen haufen geld, also können sie auch für die bildungsleistungen, die sie - im gegensatz zu anderen bürgern - in anspruch genommen haben bezahlen.

deshalb auch folgender kompromissvorschlag:
studenten zahlen studiengebühren, die sich nach der anzahl ihrer semester richten - aber erst 10 jahre später!

EIne wirksame maßname gegen langzeitstudenten ist es schon, wenn man alles, was über die Regelstudienzeit hinaus geht mit studiengebühren belegt.

Was du vergisst, ist, dass die studenten idr. wärend ihrem studium nichts verdienen sondern noch draufzahlen, für unterbringung lehrmaterialien und wohnung, wohingegen nichtsudenten in dieser zeit mit ihrer arbeit schion fleissig geld verdienen können.
Dessweiteren ist ein studium nicht immer gleichzusetzen mit einem gut bezahlten job später.

aMrio
15. Juli 2005, 02:02
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Deine Argumentation ist einseitig, oberflächlich und ignorant. Es gab genug Threads dazu, vielleicht suchst du mal im Archiv oder so, denn ich habe wenig Lust, die Sache hier in dem Thread auszubreiten.

falls es dir noch nicht aufgefallen sein sollte: alle 12 wochen werden hier die thread gelöscht. und meine meinung ist nicht oberflächlich sondern von erfahrungen und aktivem gedankenaustausch mit ebenso aktiven soldaten jedwedes kalibers geprägt.
ich sagte es dir schonmal: du gehörst zu den jüngsten diskutierenden hier und solltest von daher nicht ständig anderen (die zu einem großteil älter sind als du) vorwerfen ignorant zu sein.
vielmehr bist du der ignorante indem du deine meinung nur aus einseitigen medien anstatt aus der realität bildest.

Anakin77
15. Juli 2005, 02:18
Naja, ich finde, dass es die meisten Wähler der CDU nicht anders verdient haben.

Klar ist die SPD gescheitert wenn man sie an Wahlversprechen misst. Aber die CDU hatte lediglich das Glück, dass sie zu dieser Zeit nur als Opposition manche sinnvolle Aktion blockieren konnte und in dieser maroden Situation zumindest nicht die Verantwortung hatten.

Letztlich hat Schröder doch nichts anderes gemacht, als die CDU auch gemacht hätte. Welche Steuer letztlich erhöht wird ist erstmal sekundär.

Wobei eine Senkung des Spitzensteuersatzes bei gleichzeitiger Erhöhung der MwSt bedeutet doch eigentlich eine Umverteilung an die besser Verdienenden. Aber das haben die Wähler nicht begriffen. Nicht das irgendwas anders laufen würde (und könnte) wenn die SPD nochmal am Ruder wäre.

Aber wie hat es ein Fernsehreporter mal treffend formuliert? "Die einzige Stärke der CDU ist die Schwäche der SPD". Naja, wenn ich mir vorstelle, dass mit Merkel die ehemalige Vorsitzende einer Blockpartei nun Kanzlerin werden soll? Einfach bitter...

Konkret zum Programm will ich nochmal was zum möglichen Ende des Atomausstiegs sagen.

Wenn man die Folgekosten beachtet, dann ist die Atomenergie nicht die billigste Energieform sondern viel teuerer. Den Atommüll muss man nämlich zigtausend Jahre wegsperren. Die Castortransporte sind sautteuer usw. Letztlich ist es kurzfristig besser, weil die Hypothek schließlich die folgenden Generationen zu tragen haben.

Aber darin war die CDU ja schon immer gut.

Man beachte mal die Staatsverschuldung während der "16 goldenen Jahre" Kohlregierung!!! Obwohl es wirtschaftlich kaum besser ein konnte warf man Geld zum Fenster raus und die Schulden stiegen. Was erwarten die Menschen denn in schlechten Zeiten? Dass man hier Schulden abbauen kann oder die Neuverschuldung der Regierung anlasten muss?

Ich finde die Union hat zu viel Mist gebaut in einer Zeit wo man die Finanzen hätte konsolidieren können. Natürlich ist die SPD schwach gewesen, aber aktuell kann ich die NICHT-Wähler verstehen.

Alles in allem fühle ich mich von keiner Partei gut vertreten. Vielleicht verallgemeinere ich zu viel. Aber ich weiss nicht ob ich wählen werde!

Devotika
15. Juli 2005, 02:24
Original geschrieben von aMrio

ich sagte es dir schonmal: du gehörst zu den jüngsten diskutierenden hier und solltest von daher nicht ständig anderen (die zu einem großteil älter sind als du) vorwerfen ignorant zu sein.
vielmehr bist du der ignorante indem du deine meinung nur aus einseitigen medien anstatt aus der realität bildest.
Sagt ausgerechnet jemand, der alle ökonomischen Realitäten verneint und sich mit dämlichen Listen als politisch total ungebildet outet.

0Smacks0
15. Juli 2005, 09:53
Original geschrieben von aMrio

geh doch mal tiefer: genaugenommen ist es so, daß hamburg viel mehr für haupt- und sonderschulen ausgibt als bayern. zudem spart bayern beispielsweise einiges geld dadurch, daß die referendare dort bis zu 300% mehr stunden im unterricht verbringen als anderswo -> billige arbeitskräfte.
außerdem ging es nicht um das direkte "mehr geld für bildung = bessere bildung" prinzip welches du mir in den mund legst, sondern darum, daß cducsu ganz offensichtlich dabei sind, eine elitäre hochschulgesellschaft zu schaffen. so etwas wird uns land langfristig ausbluten, bzw noch mehr leiden lassen als es jetzt schon tut.

man erinnere sich doch mal, wie helmut kohl immer kurz vor der wahl an der bildung sparte um danach einiges von dem gesparten wieder reinzustecken und dann als strahlemann dazustehen, langfristig war dies aber fatal und jetzt sieht das ganz genauso aus.

mein hauptargument war die künstliche zugangsbegrenzung zu bildung (über den geldhahn) und du legst mir genauso wie shao-ling irgendwas anderes in den mund ohne auf diese elitenbildung einzugehen. fu.

Jeder in Baden Württemberg kann einen zweiten Bildungsweg einschlagen. Das Problem: die Leute sind echt zu faul, die machen nichts. Dies kann freilich mehrere Gründe haben, also muss man hier ansetzen.

1. Eine effizientere Verwendung der Gelder (Nur mal ein Beispiel: Warum hat eine Waldorfschule in STuttgart geringere Raumkosten pro m² als eine Öffentliche? Und dabei sieht die Walddorfschule noch um Längen schöner aus und ist sauber etc. Warum hat die Universität Stuttgart ein größeres Gelände als Daimler Chrysler in Stuttgart? Mitten in bester Wohnlage? Und wie ist dort die Raumausnutzung?)

2. Schulreformen dahingehend, dass sie neue Erkenntnisse der Neurobiologie, die schon alte pädagogische Konzepte unterfüttern, unterstützen! Warum machen soviele Schüler nicht mit? Das hat doch seine Gründe! Warum sind soviele Lehrer dem Selbstmord nahe? Das hat doch seine Gründe! Hier gäbe es einige Handgriffe, die zumindest theoretisch keinen Menschen nur einen Cent kosten würden und enorm viel bringen. Stattdessen wirft man Geld für Computer-Pools raus, die Kinder müssen doch nicht in Paint in der vierten Klasse eingewiesen werden (Sachsen Anhalt)! So ein Bullshit, so eine Gelderverschwendung...

Zur "Elitenbildung" kann ich nichts sagen, das mögen Tendenzen sein, mir ist aber die ganze Diskussion zu seicht, ich bleibe lieber beim konkreten Fall... Und gegen mehr Geld in Bildung habe ich nichts, wenn das aber nicht da ist, dann sollte man mal schauen, ob nicht welches gar herausgeschmissenes ist...

aMrio
15. Juli 2005, 09:59
ja, damit hast du durchaus recht.
aber das problem liegt eben darin, daß der ZUGANG zu dieser bildung künstlich verknappt wird. ganz so als ob die politik darauf abzielt, viel weniger studenten zu erhalten und möglichst nur aus den oberen gesellschaftsschichten. weniger studenten = billiger. mehr arme leute ohne spitzenbildung = politisch ungefährlicher. dankbare "reiche" studenten = gut.

0Smacks0
15. Juli 2005, 10:22
Original geschrieben von aMrio
ja, damit hast du durchaus recht.
aber das problem liegt eben darin, daß der ZUGANG zu dieser bildung künstlich verknappt wird. ganz so als ob die politik darauf abzielt, viel weniger studenten zu erhalten und möglichst nur aus den oberen gesellschaftsschichten. weniger studenten = billiger. mehr arme leute ohne spitzenbildung = politisch ungefährlicher. dankbare "reiche" studenten = gut.

In den nächsten Jahren werden noch mehr Studenten an die Unis drängen als jetzt, wenn ich das noch richtig weiß. Traurige Tatsache ist: Man kann sich eine Selektierung erlauben, da eh nicht für alle Plätze da sind. Bloß ich denke, dass die Bildung der Bewerber doch auch eine Rolle spielen wird. Freilich bräuchten wir mehr Absolventen, aber auch mit entsprechender Ausbildung.

Deswegen auch diese bereitwillige Aufnahme des Bachelors seitens der Politik, man kann den Andrang auf die Hochschulen, schlicht besser bewältigen, weil mehr Studenten in kürzerer Zeit durchgeschleust werden können. Vor 40 Jahren haben halt nicht soviele studiert, durch Brandts Bildungsoffensive in den 70ern hat sich das geändert, plötzlich waren die Unis überlaufen. Nun ja, eine Lösung wird man hier nicht so schnell finden.

EDIT
Da kein Geld da ist und einige Probleme schwer lösbar sind (mir fällt noch keine gute Lösung ein, die halbwegs gangbar wäre), würde ich mich eben wie weiter oben schon gesagt, erst mal auf diese zwei Punkte beschränken(siehe altes Post).

Cutthroat1
15. Juli 2005, 14:32
Original geschrieben von aMrio
da hast du mal recht :->
(es heißt übrigens pEnder)

ok, dann halt die pEnderpauschale.... danke.

achja amrio, die politiker wollen uns nicht künstlich verdummen. dies ist keine gigantische verschwörung.

und shao -ling diskutiert sehr vernünftig und besser als die meisten älteren bzw reiferen.

aMrio
15. Juli 2005, 14:58
Original geschrieben von Cut_throat

ok, dann halt die pEnderpauschale.... danke.

:top2: ~~


Original geschrieben von Cut_throat

achja amrio, die politiker wollen uns nicht künstlich verdummen. dies ist keine gigantische verschwörung.

eine verschwörung ala claw ist es sicherlich nicht, aber nenne mir doch einen einzigen grund warum den studenten und bildungswilligen (die cdu möchte ja auch die bildungswege über das arbeitsamt massiv kürzen) es immer schwerer anstatt leichter gemacht wird ihre ziele zu erreichen.

shaoling
15. Juli 2005, 16:17
Original geschrieben von aMrio

falls es dir noch nicht aufgefallen sein sollte: alle 12 wochen werden hier die thread gelöscht. und meine meinung ist nicht oberflächlich sondern von erfahrungen und aktivem gedankenaustausch mit ebenso aktiven soldaten jedwedes kalibers geprägt.
ich sagte es dir schonmal: du gehörst zu den jüngsten diskutierenden hier und solltest von daher nicht ständig anderen (die zu einem großteil älter sind als du) vorwerfen ignorant zu sein.
vielmehr bist du der ignorante indem du deine meinung nur aus einseitigen medien anstatt aus der realität bildest.Ob meine Eitelkeit sich mit den Jahren in Weisheit wandeln wird, kann ich dir nicht versprechen, aber das ist auch völlig unwichtig.
In meinem jugendlichen Leichtsinn kam ich übrigens auf die Idee, die Suchfunktion im Comm-Archiv zu konsultieren und siehe da, ich habe einen Link (http://forum.ingame.de/broodwar/search.php?s=&action=showresults&searchid=134528&sortby=&sortorder=) gefunden.

aMrio
15. Juli 2005, 16:19
da lag ich grad im krankenhaus :8[:
aber aufgrund des autoprunings nutze ich die suchfunktion sowieso nicht mehr -.-

Comeondieyoung
15. Juli 2005, 22:00
Original geschrieben von crazy[GsE]

edit:
noch was zu den studiengebühren:
ich bin selbst auch dagegn, aber man sollte die pro-argumente deshalb noch lange nicht verschleiern:

pro:
- wirksame maßnahme gegen langzeitstudenten
- studenten verdienen, wenn sie mit dem studium fertig sind, mal einen haufen geld, also können sie auch für die bildungsleistungen, die sie - im gegensatz zu anderen bürgern - in anspruch genommen haben bezahlen.

deshalb auch folgender kompromissvorschlag:
studenten zahlen studiengebühren, die sich nach der anzahl ihrer semester richten - aber erst 10 jahre später!

Zu deinen Punkten: Ich dachte gegen Langzeitstudenten gäbe es schon eine spezielle Steuer?
Erklär mir doch bitte warum fast jeder Student später einen Haufen Geld machen sollte? Nicht jeder Bereich hat gute Erfolgsaussichten.
Ich bin auch gegen Studiengebührenabgabe nach 10Jahren, wär soetwas überhaupt möglich?

Cutthroat1
16. Juli 2005, 13:41
Original geschrieben von aMrio

:top2: ~~


eine verschwörung ala claw ist es sicherlich nicht, aber nenne mir doch einen einzigen grund warum den studenten und bildungswilligen (die cdu möchte ja auch die bildungswege über das arbeitsamt massiv kürzen) es immer schwerer anstatt leichter gemacht wird ihre ziele zu erreichen. [/B]

ausnutzen ist das stichwort. ausländer(die nur studieren und dann wieder weg sind), langzeitstudenten etc., halt leute, die das system nur ausnutzen und nichts zurückgeben. das trägt auf jeden fall seinen teil dazu bei.

Comeondieyoung
16. Juli 2005, 15:29
Und wegen solcher Minderheiten unter den Studenten sollen alle Studenten zahlen?

Malagant
16. Juli 2005, 19:10
Eben in den Nachrichten (Radio):
"CSU will billiges Bier! Einige CSU-Politiker wollen im Falle eines Wahlsieges die Mwst. auf Bier nicht anheben"

Wie geil ist das denn? :rofl:

Comeondieyoung
16. Juli 2005, 19:25
Ich hab es auch gehört, irgendwie Klischeehaft :). Ich habe gelesen das sie Bier sogar noch vergünstigen wollen, da es für sie als Grundnahrungsmittel wie Brot oder Milch zählt. Das ist dann wohl der Ausgleich zu den Studiengebühren.

TenakaKhan
16. Juli 2005, 20:47
Original geschrieben von Comeondieyoung
Ich hab es auch gehört, irgendwie Klischeehaft :). Ich habe gelesen das sie Bier sogar noch vergünstigen wollen, da es für sie als Grundnahrungsmittel wie Brot oder Milch zählt. Das ist dann wohl der Ausgleich zu den Studiengebühren.

das "irgendwo" war die bildzeitung.

haha.

Comeondieyoung
16. Juli 2005, 20:52
Videotext

SuicideSquad
16. Juli 2005, 22:14
Original geschrieben von Tenaka Khan


das "irgendwo" war die bildzeitung.

haha. er hat nirgends das wort "irgendwo" benutzt :bored:

TenakaKhan
17. Juli 2005, 12:19
Original geschrieben von SuicideSquad
er hat nirgends das wort "irgendwo" benutzt :bored:


da is wohl meine fantasy mit mir durchgegangen :x

Cutthroat1
17. Juli 2005, 18:59
Original geschrieben von Comeondieyoung
Und wegen solcher Minderheiten unter den Studenten sollen alle Studenten zahlen?

ich würde auch studienabbrecher, umentscheider etc. als dazu beitragende zählen. kommen sicher einige zusammen...

Comeondieyoung
17. Juli 2005, 21:16
Ich nur in Extremfällen, sein Studium abzubrechen oder zu wechseln sollte das Recht jedes Studenten sein.
Und nochmal, keiner von der SPD wäre doch so blöd ein Hauptargument im Wahlkampf, Studiengebühren, einzuführen, wenn sie nicht die Macht hätten das zu ändern, genausowenig wie die CDU so dumm wäre die Wähler darauf hinzuweisen, was ihnen sicherlich einige Sympathiepunkte einbringen würde.

Bambulaner
18. Juli 2005, 02:24
So hier is nen Kommentar zu diesen " Umweltfreundlichen" Energie erzeugungs methoden fällig,

A
Die Fosielen Sprennstoffe werden genau so weiter betrieben wie voher und auch durch die WINDKRAFTANLAGEN auch net entlastet das heisst sie sparen NIX ein.


Weil eine WINDKRAFTANLAGE innerhalb von 2 minuten nutzlos werden kann und wer prodoziert dann den storm???





nen Paar sachen die ich mir überlegt habe:


-Um einen Block in einen Kohlen (Braun/STeinkohle) anzufahren braucht man etwa 2 tage .


- Wen die Windkraftanlage nutzlos wird ( aufgrund von einer Flaute), muss sofort jemand einspringen,



- Das Kraftwerk spring dann dafür ein, da es aber 2 tage brauchen würde, ( 2 tage kein BW, kein Fernseh, kein Toast und keine Offen Pizza) muss es DURCHGEHEND LAUFEN also sozusagen zur SICHERHEIT.




ALso sollte das doch nix einsparn???
Ich mache ne Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik muss aber gestehen das ich selber nich viel ahnung von diesem Verhältniss hab ( Kraftwerk///// " Umweltfreundliche Stormerzeugung) , das is nur meine Theorie.


Kann wer diese Stützen oder gibs da andere fakten die ich net kenn und die man beachten muss .


Also nach meine Theorie sparten die Anglagen keine Fossiele resourcen.



MfG bambulaner

wutvolta
18. Juli 2005, 09:04
naja es ist so das der strom zzt bei uns von vielen verschiedenen kraftwerkstypen gespeist wird.
Die grundlast, weil sie wirklich IMMER laufen bilden atomkraftwerke und kohlekraftwerke
weil sie eben sehr lange brauchen um anzufahren und am effizientesten sind wenn sie 24/7 laufen.
also ich glaube braunkohle und atomkraftweke bilden grundlast, steinkohle auch mittellast zusammen mit gaskraftwerken. Und die stromspitzen werden zb von wasserkraftwerken übernommen, die mittags dann wasser nach unten lassen und nachts den speicher wieder vollpumpen weil sonst die energie total verloren wäre die die braunkohle und akw´s liefern. Deswegen gibt es btw auch den sogenannten nachtsrom, der um einiges billiger ist und mit dem zb nachtspeicherheizungen (die elektrischen großen kacke schweren dinger) aufgeladen werden
sinn war es zumindest früher die hauptzeiten zu entlasten und nachts mehr strom abgenommen zu kriegen.
energien wie zb wind oder sonnenenergie tauchen dadrin garnicht auf weil sie nicht verlässlich sind.
könnte man sich darauf verlassen könnte man zb mittelkraftwerke mal später anwerfen, wie zb gaskraftwerke die wirklich sehr schnell zugeschaltet werden können dann wenn vollast gebraucht wird.
ausserdem wird auch strom vom ausland gekauft natürlich :)
aber wenn man einfach so ein kraftwerk weglassen würde und die windkraftanlagen flaute haben dann würde das netz zusammenbrechen wenn wir nicht strom aus nachbarländern kriegen.
und wenn die nichts haben bricht bei denen das netz direkt mit ein.
Deswegen halte ich es auch für total utopisch zu sagen "wir schalten alle akw´s ab" denn es gibt keine alternative zu der energie, ausser von anderen ländern zu kaufen die dann akw´s haben (tschechien zb).
Deutscher strom ist übrigens nicht nur der sicherste sondern auch noch der stabilste von der frequenz her, laut aussage meiner lehrer ist der strom aus ostblockländern in der frequenz nicht immer so stabil wie unserer. Das ist grade für die industrie aber sehr wichtig, frequenzschwankungen können da im extremfall die maschienen lahmlegen.

aMrio
18. Juli 2005, 09:24
Original geschrieben von Cut_throat


ausnutzen ist das stichwort. ausländer(die nur studieren und dann wieder weg sind), langzeitstudenten etc., halt leute, die das system nur ausnutzen und nichts zurückgeben. das trägt auf jeden fall seinen teil dazu bei.
direkt ÜBER diesem deinem post steht etwas von wegen "langzeitstudenten werden doch sowieso schon bestraft", warum gehst du darauf nicht ein und postest dennoch etwas langzeitstudenten betreffend?

Cutthroat1
19. Juli 2005, 00:06
weils passte?

Firefield
19. Juli 2005, 08:57
ne vorgeheizte gasturbine ist in weniger als 30 sek hochgefahren und mit vollast am netz.
gaskraftwerke allein werden noch selten gebaut, sondern gud kombikraftwerke. bis der kessel der dampfturbine aus dem quark kommt hat das kraftwerk dann einen schlechten wirkungsgrad den eingentlich kein betreiber fahren will