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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bundestag ist aufgelöst...



Nina
21. Juli 2005, 21:16
... was haltet ihr davon?

Nu bekommen wir bestimmt die Merkel 8[

wutvolta
21. Juli 2005, 21:17
oder noch schlimmer : nochmal schröder :[

Shabazza
21. Juli 2005, 21:17
Ich steh auf sie!

[fN]Leichnam
21. Juli 2005, 21:20
war doch klar..

Nina
21. Juli 2005, 21:20
beides doofe lösungen ;)

Zsasor
21. Juli 2005, 21:22
wie bitte?
worum geht es?

Getraenkeautomat
21. Juli 2005, 21:23
goo angiii

Kiff4
21. Juli 2005, 21:24
was sein muss muss sein :bored:

Swatch
21. Juli 2005, 21:31
Mal abwarten was das BVerfG dazu sagt. Die nostalgischen Recken von '83 probieren schließlich nochmal ihr Glück.

Aule2
21. Juli 2005, 21:32
Köhler ist ein Weichei und Nichtsnutz, es war eine Schande, dass dieser Armleuchter gewählt wurde...

[fN]Leichnam
21. Juli 2005, 21:32
Original geschrieben von Kiff
was sein muss muss sein :bored:

so ist es, und dabei kann weder spd noch die union glänzen

der winter wird kalt etc blublablablub

Firefield
21. Juli 2005, 21:33
nina und politik! wtf?


ich fand es war eigentlich klar das köhler dem anliegen vom kanzler folgt

SuicideSquad
21. Juli 2005, 21:35
vor einiger zeit war ich noch eindeutig für neuwahlen, aber inzwischen ist es mir relativ egal. was reißen wird eh keine der "volksparteien" also was solls.

aMrio
21. Juli 2005, 21:38
Original geschrieben von Firefield
nina und politik! wtf?

#2 :ugly:
genau das dachte ich auch als ich den thread hier sah ~~

ich finds ok und schlüssig daß kohler dem anliegen von schröder gefolgt ist, für welches zudem auch die anderen parteien gestimmt hätten wenn sie könnten. außerdem denke ich nicht, daß die union irgendnen klaren vorteil erringen wird in der kommenden wahl, dafür stellt sie sich schlichtweg zu blöd an.

HeatoR
21. Juli 2005, 21:50
jaaaa wenn die union erstmal kommt wird erstmal alles besser, denn sie machen ja auch SO VIEL anders.

ja, ALLES wird anders...omg

ich find diese naivität mit der die menschen an demokratie glauben ja total süß und so aber kA...irgendwie auch total dumm 8[

SuicideSquad
21. Juli 2005, 21:51
wer glaubt denn enrsthaft daran?

Franzmann2
21. Juli 2005, 21:52
Ich weiss dass es da oben jemand gibt...

HeatoR
21. Juli 2005, 21:55
wer glaubt denn enrsthaft daran?

die leute die union wählen werden. irgend einen grund werden die ja haben, das tolle wahlprogramm wirds nicht sein.

daher ist die einzige mir einleuchtende motivation: wenn die einen (spd) es nicht gschafft hat, werden die anderen ( cdu/csu ) es schon packen.

Nina
21. Juli 2005, 22:05
fire amiro ihr habt vergessen das ich mitlehrweile ALT bin :cry:

und im öffentlichen Dienst arbeite, da gehört ein bissl Politik dazu :elefant:

DrOhnE7
21. Juli 2005, 22:46
ich will papi als kanzler.

hmm mal im ernst.


eine angi vorne dran.

kann ich mir ne vorstellen.

"Nun spricht Frau Bundekanzlerin ANNNGIIIEEEE zum Volk"

:x

naja aber ein gerdi nochmal. hmpf

Firefield
21. Juli 2005, 23:15
alt -_-, bis 20 is nochn bissl nina

salvameas
22. Juli 2005, 11:18
Original geschrieben von Aule
Köhler ist ein Weichei und Nichtsnutz, es war eine Schande, dass dieser Armleuchter gewählt wurde...

100% #2 !!!!

so ein marionette der wirtschaft wie der früher war, und nun redet er was für das volk gut ist. wenn ich den schon seh kommt mir die galle hoch. und das der bundestag aufgelöst wurde war ja wohl klar. was hat ein hanswurst wie ein bundespräsident denn zu melden...nix...ausser ein repräsentatives amt. er ist wie ne dekoleuchte in einer wohnun. schön aber nicht wichtig.

Albstein
22. Juli 2005, 11:25
Ich habe zwar kein schwarzes Parteibuch, werde aber und habe bisher immer CDU/CSU gewählt, wobei mir Wulff lieber wäre, als Angela Merkel. Trotzdem fand ich die Auflösung des Bundestages nicht korrekt, weil nicht Verfassungskonform. Wenn ein Müntfering, der bisher sogar in Einzelverhören nach bester GeStaPo Manier sogenannnte "Abweichler", deren verfassungsmässige Pflicht es ist nur nach ihrem Gewissen zu handeln erpresst, sagt die Fraktion steht hinter dem Kanzler, dann wissen alle, daß er auch weiter dafür sorgen würde, daß Schröder die Mehrheiten bekommt. Das Argument, daß sich die angebliche Behinderung durch den Bundesrat auflösen würde, ist schlicht falsch. Nur wenn ein Regierungswechsel kommt werden die gleichen Mehrheiten herrschen. Die Neuwahlen wurden von Müntefering mal eben so angekündigt, obwohl der NICHTS zu sagen hat, das ist ein Bundestagsabgeordneter und als Fraktionsvorsitzender nicht mehr als der Chef im Kleingärtnerverein, er ist KEIN Verfassungsorgan. Natürlich gibt es Leute die diesen Fakt und die Tatsache, was er für einen Bock geschossen hat mit seiner Rede so interpretieren, daß Münte Schröder absägen will. Selbst wenn das ganze Manöver Neuwahlen, so richtig es ist rot-grün loszuwerden, ein PR-Gag war der nach hinten losgeht um Rütgers Wahlsieg aus der Presse zu kriegen, so ist und bleibt es eine Schande, wie wenig Respekt die SPD vor der Verfassung hat. Sogar die Grünen verhalten sich besser.

AndersZorn
22. Juli 2005, 11:43
Original geschrieben von Albstein
Wenn ein Müntfering, der bisher sogar in Einzelverhören nach bester GeStaPo Manier sogenannnte "Abweichler", deren verfassungsmässige Pflicht es ist nur nach ihrem Gewissen zu handeln erpresst
Hallo? Kohl? Geißler? Schäuble? Merkel? Stoiber? usw.
zuletzt z.B.
http://www.faz.net/s/Rub28FC768942F34C5B8297CC6E16FFC8B4/Doc~EFB1A1B77ACE74B3C886B35EF6B5B11C3~ATpl~Ecommon ~Scontent.html

Das mit dem Gewissen ist ein Papiertiger,seit ich Politik verfolge. Fraktionsdisziplin und "geschlossenes Auftreten" sind die Zauberwörter. Und selbst der Zeitpunkt, wann das Gewissen wieder ins Spiel kommen darf, wird von den Spitzen vorgegeben ("Aufhebung des Fraktionszwangs").
Lustig, dass sich darüber immer noch einige aufregen und sich nicht blöd dabei vorkommen, dies auch noch einseitig zu tun.


Original geschrieben von Albstein
so ist und bleibt es eine Schande, wie wenig Respekt die SPD vor der Verfassung hat.
#2
So ist es. Sie sind leider keinen Deut besser als die CDU 1982.
16.12.1982 Verabschiedung des Bundeshaushaltes für 1983 mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP
17.12.1982 Vertrauensfrage von Kohl, die er erwartungsgemäß verliert.

Albstein
22. Juli 2005, 11:59
Komisch nur, daß so ein Fall bei der CDU/CSU publiziert wird und das Presseecho bei Münte eher gering blieb. Abgesehen davon, diese "ja aber die anderen" Vergleiche sind lächerlich. Aus Fehlverhalten von anderen kann man nie ine Legitimation für sein eigenes Fehlverhalten ziehen. Das wäre als wenn ich jemanden erschieße und sage "Das war ok so, denn andere machen es ja auch". Fakt ist, daß die SPD die Verfassung mnit Füßen tritt.

AndersZorn
22. Juli 2005, 12:04
Original geschrieben von Albstein
Abgesehen davon, diese "ja aber die anderen" Vergleiche sind lächerlich. Aus Fehlverhalten von anderen kann man nie ine Legitimation für sein eigenes Fehlverhalten ziehen. Das wäre als wenn ich jemanden erschieße und sage "Das war ok so, denn andere machen es ja auch". Fakt ist, daß die SPD die Verfassung mnit Füßen tritt.

Ich widerspreche dem nicht und dass ich irgend etwas legitimiert haben soll, unterstellst du mir einfach. Toller "Trick", btw. :bored:

Ich bin nur deiner etwas naiven und einseitigen Darstellung entgegen getreten, die man dahin gehend interpretieren könnte, als seien die Disziplinen Fraktionszwang und taktische Schlauheit Stärken der SPD.
In Wahrheit sind das aber schon immer eher CDU/CSU/FDP-Domänen und die SPD stellt sich diesbezüglich traditionell eher etwas tolpatschig an und stellt sich gerne mal selbst ein Bein.

Heizer2
22. Juli 2005, 12:21
Köhler hat mehr über Finanzen drauf als alle restlichen Politiker zusammen !:motz:

Gentley
22. Juli 2005, 12:23
Original geschrieben von Heizer
Köhler hat mehr über Finanzen drauf als alle restlichen Politiker zusammen !:motz:

LOOOOOOOL

Der Vollidiot ist veranwortlich dafür das in den neuen Bundesländern nach der Wiedervereinigung Lächerlich hohe Löhne gezahlt wurden/werden und die ihr Spielgeld 1:2 in DM umtauschen konnten, Köhler hat mehr Milliarden, Arbeitslose und Konjunkturprozente auf dem Gewissen als jeder andere Politiker in der deutschen Geschichte...

Albstein
22. Juli 2005, 12:34
Nun aber die Tatsache das die CDU/CSU das auch kann, heißt ja nicht das die Aussage über Müntefering falsch ist. Wenn Merkel Leute zu was zwingt werd ich das auch falsch finden. Natürlich kann ich verstehen, daß eine Regierung, die ja abhängig ist von der Legislative sich deren Zustimmung versichern will, aber wie Münte das macht ist verfassungswidrig. In der Öffentlichkeit zu sagen, daß jeder der nicht wunschgemäß stimmt seinen Listenplatz verliert ist nochmal eine Stufe oberhalb des parlamentarischen Alltags.

AndersZorn
22. Juli 2005, 12:43
Original geschrieben von Albstein
1. Nun aber die Tatsache das die CDU/CSU das auch kann, heißt ja nicht das die Aussage über Müntefering falsch ist.
2.In der Öffentlichkeit zu sagen, daß jeder der nicht wunschgemäß stimmt seinen Listenplatz verliert ist nochmal eine Stufe oberhalb des parlamentarischen Alltags.
1. Zum dritten Mal: Habe ich nicht behauptet und will ich auch nicht rechtfertigen.
2. Dir ist schon bekannt, wie Kohl vor allem in den 80ern Ämter vergeben und entzogen hat. Münti ist der reinste Waisenknabe dagegen. Wirklich der allerliebste Unschuldsengel verglichen damit. (NEIN, auch das soll keine Legitimation sein, lediglich eine Relativierung gegenüber deiner Einseitigkeit)

Außerdem vergisst du völlig, dass alle Volksparteien incl. Köhler das Spielchen mitspielen. Warum? Purer Eigennutz natürlich, jeder verspricht sich etwas davon, deswegen hält sich verständicherweise auch die Empörung in Grenzen. Das ist für mich mindestens ebenso verwerflich wie das, was Schröder und Münte abziehen.

Devotika
22. Juli 2005, 13:31
Original geschrieben von Aule
Köhler ist ein Weichei und Nichtsnutz, es war eine Schande, dass dieser Armleuchter gewählt wurde...

Original geschrieben von SalvaMea


100% #2 !!!!

so ein marionette der wirtschaft wie der früher war, und nun redet er was für das volk gut ist. wenn ich den schon seh kommt mir die galle hoch. und das der bundestag aufgelöst wurde war ja wohl klar. was hat ein hanswurst wie ein bundespräsident denn zu melden...nix...ausser ein repräsentatives amt. er ist wie ne dekoleuchte in einer wohnun. schön aber nicht wichtig.

Original geschrieben von Sallyssubway


LOOOOOOOL

Der Vollidiot ist veranwortlich dafür das in den neuen Bundesländern nach der Wiedervereinigung Lächerlich hohe Löhne gezahlt wurden/werden und die ihr Spielgeld 1:2 in DM umtauschen konnten, Köhler hat mehr Milliarden, Arbeitslose und Konjunkturprozente auf dem Gewissen als jeder andere Politiker in der deutschen Geschichte...
Irgendwelche pseudopolitikverstehenden Pöbel sollten nicht anhand von ein oder zwei Dingen die sie über eine Person mal gehört haben über ihre Kompetenz urteilen.

pornodebs
22. Juli 2005, 14:01
jetzt mal ehrlich
was soll sie da schon gross für uns ändern?

shaoling
22. Juli 2005, 14:32
Treffend formuliert, Devotika!
Original geschrieben von HeatoR
jaaaa wenn die union erstmal kommt wird erstmal alles besser, denn sie machen ja auch SO VIEL anders.

ja, ALLES wird anders...omg

ich find diese naivität mit der die menschen an demokratie glauben ja total süß und so aber kA...irgendwie auch total dumm 8[ Sag mal, wie ist es dir eigentlich gelungen, in letzter Zeit wieder in ein so tiefes Loch aus Ignoranz, geistiger Starrheit und Oberflächlichkeit zu fallen?
Ich erinnere mich an frühere Diskussionen, in denen du dich tendentiell schon wesentlich fortgeschrittener präsentiert hast. Womöglich handelt es sich bei diesem Rückfall um eine Art spätpubertären Aufschrei, auf jeden Fall finde ich es ziemlich bedauerlich.

Deine inhaltslosen Tiraden gegen das politische System sind völlig unnötig und gehen weit am Thema vorbei. Es geht lediglich darum, festzustellen, dass eine Regierung, die versagt hat, nicht regieren sollte. Ob eine andere es besser macht, wird sich zeigen und falls nicht, wird diese auch abgewählt werden, um wieder einer neuen Platz zu machen. Anders funktioniert es nun mal nicht in einer parlamentarischen Demokratie.
Ich höre jetzt schon seit Jahren diverse Leute lauthals verkünden, wieviel die CDU in ihren 16 Regierungsjahren doch falsch gemacht habe. Gleichzeitig wird oftmals gar nicht abgestritten, dass die SPD-Regierung ebenso viel falsch macht, aber ehe man sie abwählt, missgönnt man es doch lieber der Opposition, die es ja eh nicht besser könne. Kannst du mir nun mal in aller Sachlichkeit begründen, wo uns das hinführen soll? Wenn die Politik so schlecht ist, wie du sagst, wie kommt es dann, dass wir in 23 Jahren nur zwei Regierungen hatten? Eine Regierung, die trotz offensichtlicher Fehler wieder und wieder gewählt wird, hat natürlich überhaupt keinen Grund, sich eingehender mit ihrem Fehlverhalten zu beschäftigen, denn für eine Wiederwahl hat es ja schließlich gereicht und genau die ist ja das Ziel jedes ambitionierten Politikers, oder nicht? Also ist die naheliegenste sinnvolle Alternative, die bleibt, jene, die Regierung abzuwählen.
Original geschrieben von SwAtCh-IrOnY
Mal abwarten was das BVerfG dazu sagt. Die nostalgischen Recken von '83 probieren schließlich nochmal ihr Glück. Tja, das ganze ist so ärgerlich...
Der schiere Versuch, die Neuwahlen als im Sinne des Grundgesetzes verfassungskonform hinzustellen, sollte für den Versuchenden eigentlich so beschämend sein, dass er freiwillig abdankte.
Was mich am meisten daran stört, ist die Gleichgültigkeit, mit der die politische Klasse den Bundespräsidenten in die missliche Lage bringt, sich entscheiden zu müssen, den Eid gegenüber dem Grundgesetz oder dem deutschen Volke zu brechen.
Er hätte sich darauf besinnen können, dass eine dermaßen konstruierte Vertrauensfrage nicht im Sinne des Grundgesetzes ist, was wenigstens den Vorteil eines Arbeitsauftrages an die Legislative beinhaltet hätte, aber er hat sich dafür entschieden, die Sache möglichst unverzüglich, wenn auch mit einem zartbitteren Beigeschmack durchzupauken, was wohl bei aller Verfassungstreue eher im Sinne des eigentlichen Souveräns, des Volkes sein dürfte.
In meinen Augen ist es im Grunde nur eine Formalität. Wäre die Sache zurück zur Regierung gegangen oder geht sie noch zurück zur Regierung, was ich stark bezweifle, hätte es eben noch ein bisschen länger bedauert, bis eine Selbstauflösungskompetenz des Bundestags ins Grundgesetz eingearbeitet worden wäre. Vielleicht hat Köhler sich bei seinem Entschluss ja mehr gedacht, als man auf den ersten Blick zu denken geneigt ist und mit seinem Einverständnis eine solche Verfassungsänderung zu verhindern gesucht. Ich weiß es nicht, aber letztendlich kann es auch egal sein, weil am Ende sowieso eine Wahl steht, die nicht viel ändern wird, aber mit ein bisschen Glück vielleicht etwas...

Tür
22. Juli 2005, 14:37
Original geschrieben von Sallyssubway


LOOOOOOOL

Der Vollidiot ist veranwortlich dafür das in den neuen Bundesländern nach der Wiedervereinigung Lächerlich hohe Löhne gezahlt wurden/werden und die ihr Spielgeld 1:2 in DM umtauschen konnten, Köhler hat mehr Milliarden, Arbeitslose und Konjunkturprozente auf dem Gewissen als jeder andere Politiker in der deutschen Geschichte...


zu köhler:
bei der wahl 90 hat kohl versprochen: die steuern werden auf GAR keinen fall erhöht.
dass das nicht stimmt wussten die im finanzministerium vorher schon.
also schicken sie ihren wirtschaftsclown, damals möllemann, wer sonst kann das auch überzeugend rüberbrigen, und der sagt "wir ham uns da vertan".
verantwortlicher staatssekräter im finanzministerium damals: horst köhler.

quelle: volker pispers. den leg ich übrigens jedem ans herz. politisches kabarett at its best.

Greg
22. Juli 2005, 14:48
Original geschrieben von Albstein
Komisch nur, daß so ein Fall bei der CDU/CSU publiziert wird und das Presseecho bei Münte eher gering blieb. Abgesehen davon, diese "ja aber die anderen" Vergleiche sind lächerlich. Aus Fehlverhalten von anderen kann man nie ine Legitimation für sein eigenes Fehlverhalten ziehen. Das wäre als wenn ich jemanden erschieße und sage "Das war ok so, denn andere machen es ja auch". Fakt ist, daß die SPD die Verfassung mnit Füßen tritt.

Alle Parteien treten die verfassung mit füßen und genauso stehen alle abgeordneten unter dem drück der parteiführung, der sie sich eher fügen als ihrem eigenen Gewissen. Da ist die cdu nicht besser als spd oder irgendeine andere partei. Und das ist keine rechtfertigen nach dem motto "ja die anderen" sondern einfach eine tatsache die die politik weltweit beschreibt.

Aber im endefekt hängt der erfolg jeder politischen entscheidung davon ab wie sie verkauft wird. Oder warum schafft es die CDU die von der SPD eingeführten kürzungen im sozialsystem zu diskreditieren, während sie selber eine mehrwertsteuererhöhung und andere kürzungen problemlos an den medien vorbeibringen.

wutvolta
22. Juli 2005, 15:05
Original geschrieben von HeatoR
jaaaa wenn die union erstmal kommt wird erstmal alles besser, denn sie machen ja auch SO VIEL anders.

ja, ALLES wird anders...omg

ich find diese naivität mit der die menschen an demokratie glauben ja total süß und so aber kA...irgendwie auch total dumm 8[

klar wer andere ansichten hat als du ist dumm
herzlich willkommen in deiner eigenen kleinen welt du wicht

HeatoR
22. Juli 2005, 15:42
ich halte doch nur die tatsachen fest.

seit der gründung der bundesrepublik bzw seit dem "goldenen" zeitaltwer, geht es ganz schön steil bergab. egal ob cdu oder spd regierte.
ich erkenne bei der cdu jetzt auich nicht wirklich andere anstäze die zur lösung des problems beitragen könnten.
warum in aller welt sollte ich also glauben dass sich irgendetwas ändern wird?
es wird genauso weitergehen, in 4-8 jahren werden die menschen dann wieder spd wählen nur um dann wieder cdu zu wählen und so dreht sich das spiel immer weiter.
die parteien ähneln sich einfach zu sehr, egal ob cdu oder spd die konzepte sind doch im kern die gleichen ( ok die spd schwingt jetzt auf einmal wieder auf die linke schiene um, aber in ihrer amtszeit sah das ganz anders aus)

sorry aber ich habe nicht den geringsten anlass zu glauben dass die cdu in irgend einer form etwas besser machen wird als die spd.

shaoling
22. Juli 2005, 16:02
Wo habe ich von dir verlangt, sowas zu glauben?
Ich habe gesagt, du sollst zuerst die Tatsachen betrachten, dir dann Gedanken darüber machen, anschließend deine Schlüsse daraus ziehen und zuletzt deine Wahl treffen.

petersilieistgeil
22. Juli 2005, 16:03
das bundesverfassungsgericht wird gar nichts machen, schließlich liegt kein verfassungsbruch vor.


ich hoffe nur, dass die SED in form von PDS/WASG aka Linksbündnis. nicht allzuviele stimmen erhält. :(

Sacknase
22. Juli 2005, 16:33
Nina 4 Kanzlerin...


der rest ist mir grad eigentlich egal, da ich die nächste regierung nicht gewählt habe!

Picard
22. Juli 2005, 17:03
Original geschrieben von peter silie
das bundesverfassungsgericht wird gar nichts machen, schließlich liegt kein verfassungsbruch vor.


ich hoffe nur, dass die SED in form von PDS/WASG aka Linksbündnis. nicht allzuviele stimmen erhält. :(

lieber die als cdu/csu

Gentley
22. Juli 2005, 17:11
Original geschrieben von Devotika



Irgendwelche pseudopolitikverstehenden Pöbel sollten nicht anhand von ein oder zwei Dingen die sie über eine Person mal gehört haben über ihre Kompetenz urteilen.

Deine Argumente ownen mich... natürlich hat Köhler nicht im Alleingang irgendwas gemacht und hatte druck von Kanzler und Partei, nichtsdestotrotz hat er gegen besseres Wissen und zugunsten der oststimmen für die folgenden wahlen _viel_ zu hohe Ostlöhne und Währungstausch durchgesetzt, und wir und alle die nach uns kommen werden noch lange die Folgen zu tragen haben.

Ach ja, ich studiere VWL, ich bin sicher kein Spezialist, aber von den wirtschaftlichen Zusammenhängen verstehe ich sicherlich ein wenig...

aMrio
22. Juli 2005, 19:25
Original geschrieben von Sallyssubway

Deine Argumente ownen mich... natürlich hat Köhler nicht im Alleingang irgendwas gemacht und hatte druck von Kanzler und Partei, nichtsdestotrotz hat er gegen besseres Wissen und zugunsten der oststimmen für die folgenden wahlen _viel_ zu hohe Ostlöhne und Währungstausch durchgesetzt, und wir und alle die nach uns kommen werden noch lange die Folgen zu tragen haben.

das ging ja wohl mal alles zu einem großen teil von unserem saumagen aus und zudem finde ich es nicht wirklich tragisch, wenn man verschiedenen menschen für die gleiche arbeit denselben lohn zahlt. du hast doch angeblich bissl ahnung von wirtschaft, warum kritisierst du dann nicht komplett die viel zu schnelle wirtschaftliche vereinigung sondern lediglich ein paar (absolut schlecht ausgewählte) punkte davon (und dann gerade so einen sensiblen wie die ostlöhne)?

Beli2
22. Juli 2005, 19:41
Original geschrieben von aMrio

das ging ja wohl mal alles zu einem großen teil von unserem saumagen aus und zudem finde ich es nicht wirklich tragisch, wenn man verschiedenen menschen für die gleiche arbeit denselben lohn zahlt. du hast doch angeblich bissl ahnung von wirtschaft, warum kritisierst du dann nicht komplett die viel zu schnelle wirtschaftliche vereinigung sondern lediglich ein paar (absolut schlecht ausgewählte) punkte davon (und dann gerade so einen sensiblen wie die ostlöhne)?

Dir ist schon klar, dass der Arbeitsmarkt der Schüssel zur gesamten wirtschaftlichen Entwicklung ist? (zumindest in der Klassik) Allerdings ist es sogar bei Keynes so, dass zu Hohe Reallöhne die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hemmen und zu höherer Arbeitslosigkeit führen. Die Produktivität in der ehemaligen DDR war um ein ganzes Stück geringer als in der BRD, demnach war der Faktor Arbeit absolut überteuert, ich kann mir nicht vorstellen, dass der studierte Volkswirt Köhler von solchen Zusammenhängen nichts wusste.

aMrio
22. Juli 2005, 19:51
tja, wenn aber die produkte und sonstige dinge wie strom/mieten auf westniveau umgestellt werden, dann müssen es die löhne halt zwangsläufig auch. letzteres ist eben nur eine folge der wirtschaftlichen vereinigung, aber angeprangert wird hier nicht die wirtschaftliche vereinigung an sich, nicht die perversen treuhandpraktiken oder sonstwas, sondern schlichtweg der ossi der zuviel lohn bekommen hat plötzlich und seine dm günstigst umtauschen konnte.
außerdem ging es primär darum, daß köhler alles in die schuhe geschoben wurde, aber es ist doch relativ klar, daß hinter allem der einheitskanzler steckt.

Gentley
22. Juli 2005, 19:53
Original geschrieben von Beli


Dir ist schon klar, dass der Arbeitsmarkt der Schüssel zur gesamten wirtschaftlichen Entwicklung ist? (zumindest in der Klassik) Allerdings ist es sogar bei Keynes so, dass zu Hohe Reallöhne die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hemmen und zu höherer Arbeitslosigkeit führen. Die Produktivität in der ehemaligen DDR war um ein ganzes Stück geringer als in der BRD, demnach war der Faktor Arbeit absolut überteuert, ich kann mir nicht vorstellen, dass der studierte Volkswirt Köhler von solchen Zusammenhängen nichts wusste.

Danke, das nimmt mir Arbeit ab ;)

Die Aussage "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" ist nun wirklich totaler unfug, willst du allen ostarbeitern, Chinesen und Afrikanern ( willkürliche Auswahl ) mit dem Argument auch gleiche Löhne zahlen?
Löhne müssen in klarer Relation zu anderen wichtigen Faktoren stehen, Lebenshaltungskosten, Produktionseffektivität u.ä. nichts davon wurde in Ostdeutschland getan.
Das das ein "sensibles" Thema ist, ist ebenfalls ein tolles Argument, ( man denke sich ein rofl2 ), FAKT ist, das sie zu hoch waren und z.t. noch immer sind.
Klar heulen die Ossis ( jaja verallgemeinerung bla, ich kack auch politische Korrektheit ) weil sie weniger verdienen, klar hätten sie noch mehr geheult wenn sie noch weniger bekommen hätten, genauso wie die Leute jetzt heulen wenn sozialleistungen gekürzt werden und der zweitwagen wegen des hohen spritpreises so teuer wird.
Und deshalb das alles nicht tun, und den dummen Idioten ihren ( *heulheul* ) Willen lassen? Damit sie 5 Jahre später merken das sie es mit ihrem Gejammer geschafft haben, noch schlechter als vor der Wiedervereinigung da zu stehen?
Hätte man damals konsequent vernünftig und verantwortlich gehandelt, würde es uns allen, und insbesondere den Ossis besser gehen.
Aber es sind ja Wahlen gewonnen worden und wir ham was zu heulen, also scheiss drauf, verprassen wir halt Geld das wir uns bei den nachfolgenden Generationen leihen, verkaufen wir alles, was langfristig Gewinne bringen könnte um kurzfristige Haushaltslöcher zu stopfen, scheissen wir auf essentiell wichtige Reformen solange die 4 Mio Arbeitslosen uns wählen, noch gehts uns ja gut :stupid:



Original geschrieben von aMrio
tja, wenn aber die produkte und sonstige dinge wie strom/mieten auf westniveau umgestellt werden, dann müssen es die löhne halt zwangsläufig auch. letzteres ist eben nur eine folge der wirtschaftlichen vereinigung, aber angeprangert wird hier nicht die wirtschaftliche vereinigung an sich, nicht die perversen treuhandpraktiken oder sonstwas, sondern schlichtweg der ossi der zuviel lohn bekommen hat plötzlich und seine dm günstigst umtauschen konnte.
außerdem ging es primär darum, daß köhler alles in die schuhe geschoben wurde, aber es ist doch relativ klar, daß hinter allem der einheitskanzler steckt.

Löhne sind nur ein Beispiel des groben Unfugs der da getrieben wurde, ich bezweifle aber das irgendeine andere Maßnahme grösseren Schaden angerichtet hat, und ob die Treuhandpraktiken inklusive Bestechung und Korruption nun schuld des Ministers sind wage ich zu bezweifeln, da wurde innerhalb der Treuhand wohl der grösste mist gemacht, aber hier wie bei Löhnen und sonstwas gilt:
Als Minister hat man Verantwortung für sein Resort, und grade bei so einem historischen Ereignis mit solch enormer Tragweite sollte die Eigenverantwortung und das Wohl des Volkes VOR Partei, Parteichef und allem anderen stehen.
Wenn er eier gehabt hätte, hätte er es nicht getan, und wenn der dicke ihn gekickt hätte.
Und eier sollte man als Minister haben, und als präsident noch viel dickere.

Aule2
22. Juli 2005, 20:19
1.Punkt: Annäherung der großen Parteien zur Mitte:
Durch diese Annäherung kommt es unweigerlich wieder zu höherer Diskrepanz, da sonst die extremeren Parteien zu viel Punkte bekommen. Tatsächlich meine ich, dass man bereits bei der SPD den Trend ein wenig weiter nach links beobachten kann (Kapitalismusdebatte (sicher nicht Folgenlos), aussenpolitischer Kurs), bei der CDU findet sich der Trend nach rechts halt insb. in dem Maße wie die CSU Mitspracherecht hat (in der Ideologie)

2. Punkt: Abwählen, weil schlecht:
Wiewohl naheliegend und äusserst befriedigend im SInne von Rache, ist es trotzdem idiotisch, nach dem Motto "schlechte Regierung => abwählen" vorzugehen, weil dieses ein destruktives Vorgehen ist.
Wenn jemand sagt: Die CDU wird es besser machen, drum sprech ich ihr mein Vertrauen aus, dann soll er CDU wählen.
Wenn jemand sagt: Ich kann weder der SPD noch der CDU vertrauen, so sollte betreffende Person a) gar nicht wählen oder b) eigene Partei gründen oder c) Versuchen in einer Partei Einfluss zu gewinnen. (OK, oder Splitterpartei wählen ;) )

Die Strategie, das kleinste Übel zu wählen ist zwar recht halbherzig, aber sehr real, und insofern durchaus akzeptabel, und deshalb kann für einen die Tatsache (?) das die Regierung schlecht war, nicht ausreichend sein, diese abzuwählen.

@ShaoLing: Ich freue mich doch immer, deinen unbändigen intellektuellen Touch hier im Forum zu lesen, wo Du Deine Ansichten durch unbestechliche Folgerungen untermauerst....


Eine Regierung, die trotz offensichtlicher Fehler wieder und wieder gewählt wird, hat natürlich überhaupt keinen Grund, sich eingehender mit ihrem Fehlverhalten zu beschäftigen, denn für eine Wiederwahl hat es ja schließlich gereicht und genau die ist ja das Ziel jedes ambitionierten Politikers, oder nicht? Also ist die naheliegenste sinnvolle Alternative, die bleibt, jene, die Regierung abzuwählen.
Nun, da es eine Regierung geben muss, solange wir uns eine Demokratie nennen, kann man nicht eine Regierung abwählen, sondern lediglich eine Andere wählen!
Die Bdeutung dessen ist Dir anscheinend nicht klar, denn somit ist die Abwahl nur dann eine Alternative, wenn die Andere Regierung besser wäre!

Man könnte sogar soweit gehen und sagen, dass die Demokratie nicht besser wird, genau weil eben Leute so wählen wie Du(hier propagierst), nämlich aus Verbitterung und Frust, und nicht um etwas Besseres zu wählen, sondern lediglich etwas anderes (das beliebig auch schlechter sein kann). Das Richtige vorgehen ist _nicht_ zur Wahl zu gehen -- genau das, was die Herren und Damen Profipolitiker am meisten fürchten...

Greg
23. Juli 2005, 00:34
obwohl ich mit dir in vielen punkten übereinstimme haste mit deinem aufrum zum wahlboykott unrecht.

warum sollte das unsere politiker stören? es kriegt immernoch der die meisten plätze im parlament der prozentual die meisten stimmen hat, also ists egal wieviele im endefekt wählen gehen.

Ein Wahlboykott hilft im endefekt nur den ganzen rechts bzw linksextremen parteien, denn deren stammwähler gehen sowieso wählen, nur kriegen ihre parteien jetzt mehr anteil vom kuchen ab weil es insgesamt deutlich weniger stimmen gab.

AndersZorn
23. Juli 2005, 01:25
Du gibst die Antwort ja selbst. Niedrige Wahlbeteiligung ist in der Regel gut für die Splittergruppen jeglicher Couleur und ärgert die Volksparteien, da sie im Endeffekt Sitze verlieren.

SuicideSquad
23. Juli 2005, 01:30
wahlbeteiligung hin oder her, es kommen doch sowieso immer nur die 4 stammparteien in den bundestag (ok, ab jetzt noch die linkensradikalen, aber die ja sowieso)

petersilieistgeil
23. Juli 2005, 02:01
Original geschrieben von Picard)STF


lieber die als cdu/csu
du tickst nicht richtig... SED ist genauso schlimm wie NPD, wenn auch auf eine andere art und weise. never ever, eher wandere ich aus.

Rachi
23. Juli 2005, 03:22
1. Wird beschwerrt sich keiner (ausser nen paar grünen ) wegen dem "verfassungsbruch" weil ja jeder die neuwahl will.

Ich werde die SPD wählen, da ich meine das die Merkel falsch für den Posten ist. Ich habe dafür meine Gründe möchte sie aber nicht hier reinschrieben weil es zulange dauern würde.

0Smacks0
23. Juli 2005, 13:26
Jetzt braucht nur noch der Rest sauber über die Bühne gehen und dann heißt es schwarz gelb! Wenn sich noch irgendwie das Linksbündnis demontieren ließe, bis jetzt kenne ich niemanden der wirklich von denen begeistert ist...


Original geschrieben von SuicideSquad
wahlbeteiligung hin oder her, es kommen doch sowieso immer nur die 4 stammparteien in den bundestag (ok, ab jetzt noch die linkensradikalen, aber die ja sowieso)

Tja, vor wenigen Jahren waren es immer nur die drei Stammparteien, jetzt sind es schon vier, aber eigentlich fünf. Fällt denn niemanden etwas auf? Es ist so wie ich es immer sage, diese kleinen Parteien sind unser Untergang! Wählt eine Volkspartei, es ist ja wurscht welche, aber wenigstens eine von diesen großen, die kleinen müssen raus... Eigentlich würde ich die FDP wählen, von meiner Überzeugung her für ein gutes Wahlrecht, das Stabilität schafft, darf ich sie aber gar nicht wählen. Ich wäre ja schon mit einer Anhebung der 5% Hürde auf 10% zufrieden. Das halbiert schon mal die theoretisch im Bundestag mögliche Anzahl von Parteien...

mamamia
23. Juli 2005, 13:56
ich freu mich schon so auf schwarz gelb. endlich nen schwulen witz auf 2 beinen als außenminister, der den amis in den arsch kriecht und in der EU guantanamo verteidigt, ne charismatische weibliche kanzlerin, deren einzige wirtschaftliche lösungsvorschläge mehrwertsteuererhöhung und senkung von spitzensteuersatz und eingangssteuersatz sind.

mit der erhöhung der mehrwertsteuer wird die schlechtlaufende binnenkonjunktur weiter abgewürgt (nicht die exporte sind unsere schwäche, sondern die binnenkonjunktur. die exportwirtschaft boomt und der mittelstand in deu wie z.b. die handwerker hat keine aufträge).

selbst der cdu-nahe focus hat mal durchgerechnet, wer dann mehr oder weniger geld in der tasche hat. am ende mal wieder die üblichen verlierer einer konservativen regierung: rentner, arbeitslose, geringverdiener, etc.

reiche haben immer ein konstantes konsumverhalten, egal wie hoch jetzt der spitzensteuersatz ist. wenn man aber der mehrzahl der bevölkerung am anderen ende immer mehr zusammenstreicht, darf man sich nicht wundern, wenn die binnenkonjunktur lahmt, weil viele jeden penny 2 x umdrehn bevor sie ihn ausgeben.

0Smacks0
23. Juli 2005, 14:03
Original geschrieben von mamamia
ich freu mich schon so auf schwarz gelb. endlich nen schwulen witz auf 2 beinen als außenminister, der den amis in den arsch kriecht und in der EU guantanamo verteidigt, ne charismatische weibliche kanzlerin, deren einzige wirtschaftliche lösungsvorschläge mehrwertsteuererhöhung und senkung von spitzensteuersatz und eingangssteuersatz sind.

mit der erhöhung der mehrwertsteuer wird die schlechtlaufende binnenkonjunktur weiter abgewürgt (nicht die exporte sind unsere schwäche, sondern die binnenkonjunktur. die exportwirtschaft boomt und der mittelstand in deu wie z.b. die handwerker hat keine aufträge).

selbst der cdu-nahe focus hat mal durchgerechnet, wer dann mehr oder weniger geld in der tasche hat. am ende mal wieder die üblichen verlierer einer konservativen regierung: rentner, arbeitslose, geringverdiener, etc.

reiche haben immer ein konstantes konsumverhalten, egal wie hoch jetzt der spitzensteuersatz ist. wenn man aber der mehrzahl der bevölkerung am anderen ende immer mehr zusammenstreicht, darf man sich nicht wundern, wenn die binnenkonjunktur lahmt, weil viele jeden penny 2 x umdrehn bevor sie ihn ausgeben.

Außenminister wird Gerhart, vielleicht Stoiber (hoffe und glaube ich aber nicht).

Mehrwertsteuererhöhung ist Quark, genauso, dass man sich unnötig Zeit mit der Steuerreform lässt. Statt einer Mehrwertsteuererhöhung sollte man eher durch Reformen des Sozialstaates das Geld reinholen.

Außerdem steht der Erhöhung ja auch wieder eine Entlastung gegenüber, erst recht, wenn es ein neues Steuerkonzept gibt. Aber die CDU muss auch mal klarer die Vorteile herausstellen und nicht so vage die Richtung angeben.

HeatoR
23. Juli 2005, 14:09
Du gibst die Antwort ja selbst. Niedrige Wahlbeteiligung ist in der Regel gut für die Splittergruppen jeglicher Couleur und ärgert die Volksparteien, da sie im Endeffekt Sitze verlieren.

sorry aber da hab ich lieber die häßliche merkel als kanzlerin als das so eine scheiss glatze auch nur einen sitz im bundestag bekommt.

[buendig]2
23. Juli 2005, 15:24
Original geschrieben von @Smacks@



.... diese kleinen Parteien sind unser Untergang! .....

lol unglückliche formulierung^^ Deutsche wehrt euch! Kauft nicht bei Grünen!

MegaVolt
23. Juli 2005, 15:38
Original geschrieben von [buendig]


lol unglückliche formulierung^^ Deutsche wehrt euch! Kauft nicht bei Grünen!

natürlich nicht diese bio-läden sind viel zu teuer :elefant:

0Smacks0
23. Juli 2005, 15:47
Original geschrieben von [buendig]


lol unglückliche formulierung^^ Deutsche wehrt euch! Kauft nicht bei Grünen!

OMFG ^^.

BTW, lustig was da bei Google so alles rauskommt:

http://www.google.de/search?hl=de&q=%22sind+unser+Untergang%22&btnG=Google-Suche&meta=

"Nicht die Niederlagen sind unser Untergang, sondern die Auseinandersetzungen, die wir nicht geführt haben."

"Tja, die Frauen sind unser Untergang."

"Negativschlagzeilen sind unser Untergang"

"Herles hat Recht: die Ossis sind unser Untergang"

Zu der Nachricht: "Bäcker Kamps will jetzt Fische verkaufen: Nordsee im Visier":
"Leute wacht auf kauft nicht mehr bei diesen Ausbeutern, sie sind unser Untergang!! Geht einfach wieder zum Bäcker und zum Metzger an der Ecke!! Der ist auch billiger!!"

Und das Beste zum Schluss:

"... Es muss doch mal gesagt werden, die Gruenen sind unser Untergang, jeder meinte beim Auftauchen der Gruenen, endlich eine Partei die nicht an den Sesseln klebt. ..."

Greg
23. Juli 2005, 15:50
Original geschrieben von AndersZorn
Du gibst die Antwort ja selbst. Niedrige Wahlbeteiligung ist in der Regel gut für die Splittergruppen jeglicher Couleur und ärgert die Volksparteien, da sie im Endeffekt Sitze verlieren.

Wenn NPD bzw PDS stärker werden ärgert es vor allem mich. Wäre für mich dasselbe als würde ich die selber wählen.

[buendig]2
23. Juli 2005, 15:55
sry unglück und untergang verrafft, doch gar nicht lustig :/

20Rine05
23. Juli 2005, 16:35
Köhler hat versagt! Dass ist einwandfrei zu sehen! Ihr werdet... "

Hüter der Verfassung?

:x

Rachi
23. Juli 2005, 17:46
Ich glaube sogar, dass die NPD in den Bundestag kommt, da man einfach nicht weiss, was man wählen soll.

SuicideSquad
23. Juli 2005, 18:06
hoffentlich, dann gibts erstmal wieder eine woche lang nichts als pseudo-empörte politiker, die in die kameras heulen :top2:

0Smacks0
23. Juli 2005, 19:21
Original geschrieben von [buendig]
sry unglück und untergang verrafft, doch gar nicht lustig :/
Mit Untergang findest aber auch einiges...

shaoling
23. Juli 2005, 21:10
Original geschrieben von @Smacks@
Tja, vor wenigen Jahren waren es immer nur die drei Stammparteien, jetzt sind es schon vier, aber eigentlich fünf. Fällt denn niemanden etwas auf? Es ist so wie ich es immer sage, diese kleinen Parteien sind unser Untergang! Wählt eine Volkspartei, es ist ja wurscht welche, aber wenigstens eine von diesen großen, die kleinen müssen raus... Eigentlich würde ich die FDP wählen, von meiner Überzeugung her für ein gutes Wahlrecht, das Stabilität schafft, darf ich sie aber gar nicht wählen. Ich wäre ja schon mit einer Anhebung der 5% Hürde auf 10% zufrieden. Das halbiert schon mal die theoretisch im Bundestag mögliche Anzahl von Parteien... Das erzählst du in jedem Politik-Thread und es ist und bleibt dennoch nichts weiter als ein Hirngespinst, das du dir aus mir unbekannten, jedoch ganz sicher falschen Erwägungen zusammenreimst.
Original geschrieben von Aule
2. Punkt: Abwählen, weil schlecht:
Wiewohl naheliegend und äusserst befriedigend im SInne von Rache, ist es trotzdem idiotisch, nach dem Motto "schlechte Regierung => abwählen" vorzugehen, weil dieses ein destruktives Vorgehen ist.
Wenn jemand sagt: Die CDU wird es besser machen, drum sprech ich ihr mein Vertrauen aus, dann soll er CDU wählen.
Wenn jemand sagt: Ich kann weder der SPD noch der CDU vertrauen, so sollte betreffende Person a) gar nicht wählen oder b) eigene Partei gründen oder c) Versuchen in einer Partei Einfluss zu gewinnen. (OK, oder Splitterpartei wählen ;) )

Die Strategie, das kleinste Übel zu wählen ist zwar recht halbherzig, aber sehr real, und insofern durchaus akzeptabel, und deshalb kann für einen die Tatsache (?) das die Regierung schlecht war, nicht ausreichend sein, diese abzuwählen.

@ShaoLing: Ich freue mich doch immer, deinen unbändigen intellektuellen Touch hier im Forum zu lesen, wo Du Deine Ansichten durch unbestechliche Folgerungen untermauerst....


Nun, da es eine Regierung geben muss, solange wir uns eine Demokratie nennen, kann man nicht eine Regierung abwählen, sondern lediglich eine Andere wählen!
Die Bdeutung dessen ist Dir anscheinend nicht klar, denn somit ist die Abwahl nur dann eine Alternative, wenn die Andere Regierung besser wäre!

Man könnte sogar soweit gehen und sagen, dass die Demokratie nicht besser wird, genau weil eben Leute so wählen wie Du(hier propagierst), nämlich aus Verbitterung und Frust, und nicht um etwas Besseres zu wählen, sondern lediglich etwas anderes (das beliebig auch schlechter sein kann). Das Richtige vorgehen ist _nicht_ zur Wahl zu gehen -- genau das, was die Herren und Damen Profipolitiker am meisten fürchten... Das hat nichts mit Verbitterung, Frust oder Rache zu tun, sondern geht aus rein praktischen Erwägungen hervor.
Der Maßstab für die Qualität der Regierungsarbeit kann und darf nicht ein politischer Wettkampf unter den Parteien, sondern muss der praktische und realpolitische Erfolg sein. Dieser absolute Erfolg einer Regierung steht über dem relativen Verhältnis unter den opponierenden Parteien. Ist er ungenügend, gilt die höchste Priorität einem Regierungswechsel, danach steht die Erwägung der besten Alternative.
Wenn du vor einer verschlossenen Tür stehst, wählst du den Schlüssel, der dir am passendsten erscheint. Passt er dennoch nicht, wählst du einen anderen. Wenn eine Regierung in ihrem Amt versagt, wählst du eine andere. So einfach ist das.
Eine Regierung, die schlechte Arbeit leistet, wird sich nicht von selbst bedeutend verändern, solange sie wiedergewählt wird. Deshalb kann nur die Abwahl die nötige Veränderung bringen. Ob aber die nächste Regierung ihre Sache besser machen wird, ist vorher nur bedingt abzusehen. In schlechten Zeiten plädiere ich im Zweifelsfall für die Veränderung, denn nur so kann eine Verbesserung eintreten.

petersilieistgeil
23. Juli 2005, 21:26
http://www.die-partei.de/templates/default/images/logo_header.gif (http://www.die-partei.de/)
rulz

0Smacks0
23. Juli 2005, 21:27
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Das erzählst du in jedem Politik-Thread und es ist und bleibt dennoch nichts weiter als ein Hirngespinst, das du dir aus mir unbekannten, jedoch ganz sicher falschen Erwägungen zusammenreimst.Das hat nichts mit Verbitterung, Frust oder Rache zu tun, sondern geht aus rein praktischen Erwägungen hervor.

Das sind nicht Hirngespinste, sondern nur geklaute Gedanken! Die ich schon bei mehreren sehr großen Menschen gelesen habe! Die Argumente dafür sind schlagend! Ich verweise z.B. auf die Ansichten von Helmut Schmidt und Karl Popper zu diesen Punkten.

Übrigens, bisher konnte mich noch niemand vom Gegenteil überzeugen. Obwohl ich immer sehr aufmerksam zuhöre... Und es sollte dich wundern, dass schon mal ein entsprechender Vorschlag, unser Wahlsystem an das angelsächsische anzupassen, auf dem Tisch war! Bloß man vermasselte es damals als man die Chance in der großen Koalition hatte und das wird uns vielleicht noch einmal teuer zustehen kommen. Die vielen Parteien haben die Weimarer Republik zugrunde gerichtet (als einer von so vielen Faktoren), nicht umsonst hat man deswegen die 5% Klausel eingeführt und wieder besteht die Gefahr, dass auch sie zu großzügig angelegt ist. Das ist keine neue Erkenntnis sondern ein alter Hut, ein so alter, dass die meisten ihn längst vergessen haben...

Noch was, auch wenn mein Tonfall in letzter Zeit gerne ausfallender wird, so stützen sich meistens meine Gedanken auf ein halbwegs solides Fundament.

shaoling
23. Juli 2005, 22:13
Was wo geschrieben steht und wo du es gelesen hast, tangiert mich herzlich wenig. Der Denker macht den Gedanken nicht größer.
Ich will dich von keinem Gegenteil überzeugen, sondern davon, dass du Unrecht hast. Um den unerklärlichen Gedanken auszuräumen, muss ich aber seine Beweggründe kennen und die hast du mir bisher nicht genannt, weshalb ich auf verlorenem Posten stehe.
Über ein Wahlsystem können wir reden, aber nicht um der Parteien willen und mit den historischen Analysen verschone mich, die sind mir zu närrisch.

0Smacks0
24. Juli 2005, 02:10
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Was wo geschrieben steht und wo du es gelesen hast, tangiert mich herzlich wenig. Der Denker macht den Gedanken nicht größer.
Ich will dich von keinem Gegenteil überzeugen, sondern davon, dass du Unrecht hast. Um den unerklärlichen Gedanken auszuräumen, muss ich aber seine Beweggründe kennen und die hast du mir bisher nicht genannt, weshalb ich auf verlorenem Posten stehe.
Über ein Wahlsystem können wir reden, aber nicht um der Parteien willen und mit den historischen Analysen verschone mich, die sind mir zu närrisch.

rofl, jetzt komm mal runter. Worauf man nicht antworten kann, das kann man ja immer noch als lächerlich abtun, stimmt's? Na ja, aber ich habe zugegeben auch etwas absichtlich erst mal Argumente weggelassen.

Hier kommen sie nun, mehr werden vielleicht noch nachgereicht:

- Das jetzige Proporz (Proportionalwahlrecht) erlaubt es theoretisch 19 Parteien in den Bundestag zu kommen. Fakt ist auch, dass sich die Anzahl der Parteien im Bundestag seit 1949 stets erhöht hat (von 3 auf bereits 5).

- Das Proporz bildet nie den Wählergedanken ab! Wenn die Mehrheit Partei A die Stimme gibt, dann kann sich immer noch Partei B mit C gegen A stellen. Der eigentliche Wählergedanke wird nicht ausgeführt.

- Kleine Parteien bekommen beim Proporz IMMER eine größere Macht als ihnen von den Stimmen her zusteht. So konnte die FDP in den 60ern quasi bestimmen wer regiert. Sie konnte die SPD z.B. 82 abservieren (egal ob das nun richtig oder falsch war). D.h., dass eine Partei die nur 5-7% der Stimmen bekommt, entscheiden kann wer regiert und nicht die Partei, die vielleicht die meisten Stimmen hinter sich hat. Dadurch kann eine kleine Partei auch immer die große unter Druck setzen.

- Es kommt beim Proporz-Wahlrecht IMMER zu Kompromissen, es gibt nie eine kompromisslose Entscheidung, da immer noch mindestens der Koalitionspartner befragt werden muss. Dadurch finden Veränderungen bedeutend langsamer statt und orientieren sich fast immer am kleinsten gemeinsamen Vielfachen.

- Kleine Parteien stören im Proporz nur, da sie immer ums Überleben kämpfen, mehr noch als die Großen, da sie ja immer die 5% Hürde nehmen müssen. Folglich reagieren kleine Parteien sensibler auf Entscheidungen, die die Wählerstimmen ihrer Klientel kosten könnten.

- Das Proporz geht von der irrigen Annahme aus, dass die Abgeordneten möglichst ein Spiegel der Gesellschaft sein sollen. Dies geht aber nicht, denn die Abgeordneten sind selbst eine Macht und die Wähler haben eben nur die Macht zu wählen, Punkt aus. Und da wie oben schon erklärt, kleineren Parteien sogar relativ gesehen mehr Macht zukommt, ist das Proporz sogar eine größere Verzerrung der Gesellschaft anstatt ein Spiegel von ihr. Zumal dieser Spiegel der Gesellschaft ja schon durch die 5% Hürde entschärft werden musste, um völliges Chaos zu verhindern... Fazit: Das Proporz war noch nie ein Spiegel der Gesellschaft und ist es heute noch weniger als es es jemals einer war. Grundsätzlich ist die Idee einen Spiegel der Gesellschaft im Bundestag zu erreichen schlicht und ergreifend unmöglich und so ehrlich sollte man auch sein und dann daraus seine Konsequenzen ziehen...

PiZzA
24. Juli 2005, 02:40
Original geschrieben von Sallyssubway


LOOOOOOOL

Der Vollidiot ist veranwortlich dafür das in den neuen Bundesländern nach der Wiedervereinigung Lächerlich hohe Löhne gezahlt wurden/werden und die ihr Spielgeld 1:2 in DM umtauschen konnten, Köhler hat mehr Milliarden, Arbeitslose und Konjunkturprozente auf dem Gewissen als jeder andere Politiker in der deutschen Geschichte...

spätestens mit dem beitrag disqualifizierst du vollspaten dich vollends. der wechselkurs von DM zu ostmark betrug nicht 1:2 rofl wird ja immer besser hier.

dein halbwissen ist ja wirklich ungeheurlich.
furchtbar.

0Smacks0
26. Juli 2005, 00:19
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Ich will dich von keinem Gegenteil überzeugen, sondern davon, dass du Unrecht hast.

Ich warte...


Original geschrieben von sHaO-LiNg
Um den unerklärlichen Gedanken auszuräumen, muss ich aber seine Beweggründe kennen und die hast du mir bisher nicht genannt, weshalb ich auf verlorenem Posten stehe.

Ist es nicht etwas zu weit gegriffen, etwas ausräumen zu wollen, was man nicht versteht? Ist es nicht etwas - verzeihe mir das Wort - großkotzig, in jedem Falle die andere Sichtweise als falsch anzusehen? Egal, ich will keine zusätzliche Front eröffnen...

Gentley
26. Juli 2005, 00:31
Original geschrieben von MoeP_Dr.Fastexe


spätestens mit dem beitrag disqualifizierst du vollspaten dich vollends. der wechselkurs von DM zu ostmark betrug nicht 1:2 rofl wird ja immer besser hier.

dein halbwissen ist ja wirklich ungeheurlich.
furchtbar.

"Die Freude war zunächst groß. »Die Bevölkerung begeht dieses historische Ereignis mit Sekt und Feuerwerk. Die Auszahlung der D-Mark beginnt in allen Teilen des Landes am Vormittag planmäßig. Insgesamt sind 25 000 bis 30 000 Mitarbeiter von Sparkassen, Banken, Postämtern und Helfer im Einsatz, um den ersten Ansturm auf das neue Geld zu bewältigen«. So berichtete die »Berliner Zeitung« am Tag danach über das Inkrafttreten der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik und der Deutschen Demokratischen Republik am 1. Juli 1990. Sie vergaß auch nicht zu erwähnen, daß am Berliner Alexanderplatz panikartige Zustände ausbrachen, als am 1. Juli 0.00 Uhr eine Filiale der Deutschen Bank die Türen zur D- Mark-Auszahlung öffnete. Bis zum 3. Juli hatten Millionen DDR-Bürger an den 15 000 Umtauschstellen 3,4 Milliarden DM eingewechselt. Es gab harte Währung zum Kurs 1:1 für DDR-Bürger mit Bargeld oder einem Bankguthaben bis zu 2 000 Mark (Kinder bis 14 Jahren), bis 4 000 Mark (Erwachsene bis 59 Jahre) und 6 000 M (für die über Sechzigjährigen). Ansonsten galt der Umtauschkurs 2:1."


für den allergrössten Anteil des Geldes galt also der Kurs 1:2 ( denn die "Währung" der DDR war im grunde nichts wert, die Erparnisse der DDR-Bürger waren enorm, da es nichts gab was sie sich hätten kaufen können ), da die mehrheit der Bürger Ersparnisse weit über dem 1:1 Tauschmaximum besaß.


Ganz nebenbei war einer unserer Profs Berater während der Wiedervereinigung, ich glaub kaum das der sich irrt wenn er von 2:1 schreibt.

0Smacks0
26. Juli 2005, 10:56
Original geschrieben von Sallyssubway


"Die Freude war zunächst groß. »Die Bevölkerung begeht dieses historische Ereignis mit Sekt und Feuerwerk. Die Auszahlung der D-Mark beginnt in allen Teilen des Landes am Vormittag planmäßig. Insgesamt sind 25 000 bis 30 000 Mitarbeiter von Sparkassen, Banken, Postämtern und Helfer im Einsatz, um den ersten Ansturm auf das neue Geld zu bewältigen«. So berichtete die »Berliner Zeitung« am Tag danach über das Inkrafttreten der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik und der Deutschen Demokratischen Republik am 1. Juli 1990. Sie vergaß auch nicht zu erwähnen, daß am Berliner Alexanderplatz panikartige Zustände ausbrachen, als am 1. Juli 0.00 Uhr eine Filiale der Deutschen Bank die Türen zur D- Mark-Auszahlung öffnete. Bis zum 3. Juli hatten Millionen DDR-Bürger an den 15 000 Umtauschstellen 3,4 Milliarden DM eingewechselt. Es gab harte Währung zum Kurs 1:1 für DDR-Bürger mit Bargeld oder einem Bankguthaben bis zu 2 000 Mark (Kinder bis 14 Jahren), bis 4 000 Mark (Erwachsene bis 59 Jahre) und 6 000 M (für die über Sechzigjährigen). Ansonsten galt der Umtauschkurs 2:1."


für den allergrössten Anteil des Geldes galt also der Kurs 1:2 ( denn die "Währung" der DDR war im grunde nichts wert, die Erparnisse der DDR-Bürger waren enorm, da es nichts gab was sie sich hätten kaufen können ), da die mehrheit der Bürger Ersparnisse weit über dem 1:1 Tauschmaximum besaß.


Ganz nebenbei war einer unserer Profs Berater während der Wiedervereinigung, ich glaub kaum das der sich irrt wenn er von 2:1 schreibt.
Dass das ein guter Tausch war, wird ja niemand abstreiten. Bloß hätte man dieses Geld zur Rettung der dortigen Industie eingesetzt und sie nicht teilweise mit der Treuhand zugrunde gerichtet, wäre vieles besser geworden. Es ist einfach tragisch in diesem Land, dass immer die Besten, die manches zum Guten hätten wenden können, durch Fanatiker ermordert werden (Das war auch 1922 mit Rathenau so, einer der größten Deutschen überhaupt). Man schaue sich das letzte RAF-Opfer Rohwedder an... Der Mann wollte wenigstens sanieren, war ein Mann der Wirtschaft, ein Macher, einer der sich auskannte, der noch sanieren wollte was man sanieren konnte, den Rest freilich abstoßen. DIe Treuhand hätte sich vielleicht sogar selbst finanziert und wäre nicht ein Milliardengrab in dreifacher Hinsicht gewesen... Einmal weil sie Milliarden verschlang, dann weil sie Milliardenwerte vernichtete und letztlich weil sie Abermilliarden Folgekosten verursachte, die wir ja schwer beziffern können...

aMrio
26. Juli 2005, 11:25
Original geschrieben von Sallyssubway

da die mehrheit der Bürger Ersparnisse weit über dem 1:1 Tauschmaximum besaß.

"WEIT"
wtf, du hast sie nicht mehr alle. bitte hör auf über themen zu reden von denen du nichts weißt. ich weiß ja nicht wie du weit definierst, aber allzuviel geld als das maximum hatten nicht sehr viele, vielleicht ein paar tausend mehr. und das bißchen was die meisten zuviel hatten wurde schnell auf die konten von kindern / mittellosen verwandten transferiert um auch dieses 1:1 umtauschen zu können.

wie kommst du darauf daß nur weil es nicht viele verschiedene produkte gab, die leute automatisch viel geld hatten? hast du dich überhaupt auch nur ein einziges mal mit der ddr beschäftigt (also mehr beschäftigt als an irgendnem 0815 stammtisch zu sitzen und stupide parolen zu hören)?
wie sollen menschen viel geld sparen die so 400 mark im monat verdienen und deren erspartes generell für technik draufgeht (trabbi kostete etliche jahresgehälter, ein tv gerät schnell mal die ersparnisse von mehreren jahren, selbst ein simples radio war nicht für weniger als ein volles MONATSGEHALT zu erstehen)?

die ddr war keine spar-gesellschaft, man lebte mit dem was man hatte, kam damit irgendwie zurecht und hatte gar keine gelegenheit großartig zu sparen (außer für die eben erwähnten anschaffungen), und aber auch keinen grund, weil war ja sozialismus, warum sollte man für ein haus oä sparen wenn viel privateigentum sowieso unsozial ist?

Llew Silverhand
26. Juli 2005, 11:37
Original geschrieben von peter silie
http://www.die-partei.de/templates/default/images/logo_header.gif (http://www.die-partei.de/)
rulz Die wollen ja mit der APPD


momentan sind sie ja noch in karlsruhe am klagen.
(APPD hat als erste geklagt...)
#


Nunja, prinzipiel kann man wohl davon ausgehen dass sich eh nix ändert... jedenfalls nit zum guten
also was solls.

0Smacks0
26. Juli 2005, 11:43
Original geschrieben von aMrio

"WEIT"
wtf, du hast sie nicht mehr alle. bitte hör auf über themen zu reden von denen du nichts weißt. ich weiß ja nicht wie du weit definierst, aber allzuviel geld als das maximum hatten nicht sehr viele, vielleicht ein paar tausend mehr. und das bißchen was die meisten zuviel hatten wurde schnell auf die konten von kindern / mittellosen verwandten transferiert um auch dieses 1:1 umtauschen zu können.

wie kommst du darauf daß nur weil es nicht viele verschiedene produkte gab, die leute automatisch viel geld hatten? hast du dich überhaupt auch nur ein einziges mal mit der ddr beschäftigt (also mehr beschäftigt als an irgendnem 0815 stammtisch zu sitzen und stupide parolen zu hören)?
wie sollen menschen viel geld sparen die so 400 mark im monat verdienen und deren erspartes generell für technik draufgeht (trabbi kostete etliche jahresgehälter, ein tv gerät schnell mal die ersparnisse von mehreren jahren, selbst ein simples radio war nicht für weniger als ein volles MONATSGEHALT zu erstehen)?

die ddr war keine spar-gesellschaft, man lebte mit dem was man hatte, kam damit irgendwie zurecht und hatte gar keine gelegenheit großartig zu sparen (außer für die eben erwähnten anschaffungen), und aber auch keinen grund, weil war ja sozialismus, warum sollte man für ein haus oä sparen wenn viel privateigentum sowieso unsozial ist?

Das Problem ist doch, dass die Menschen der Neuen Bundesländer sehr wohl behaupten können, dass sie über den Tisch gezogen wurden. In genau dem selben Maße können die Menschen der alten BRD aber behaupten, dass viel Geld in die neuen Bundesländer gesteckt wurde, ohne entsprechenden Effekt und das die "de drüben" sich auch noch obendrein trotz der Milliarden, die man reinbutterte, beschweren.

Mit gegenseitigen Schuldzuweisungen wird man die Lücke kaum schließen können. Die Wiedervereinigung hat man nun mal an entscheidender Stelle gründlich vermasselt, jetzt muss man damit eben auskommen, dafür wird es jetzt umso härter... Mir könnte aber auch oft das Messer in der Tache aufgehen, wenn ich mir das dumme Geschwätz dort drüben anhöre. Wenn über den scheiß Wessi gelästert wird, der hier sein Haus kauft. Westdeutsche werden teilweise regelrecht angefeindet... Nach dem Motto: Was bringt das mir, wenn der hier wohnt? Oder noch besser: der nimmt mir den Arbeitsplatz weg. Das die neue Menschen und neues Kapital brauchen und über "Wessis" auch bekommen, geht nicht in ihre Schädel rein. Von jemand anderen weiß ich, dass einer, der eine Fischfabrik in puncto Logistik auf den neusten Stand bringen wollte (Er kam aus den Vertrieb und wusste wie man das besser machen könnte) und halt Vorschläge machte (die hatten nicht mal Computer) als Besserwessi wieder rausgeekelt wurde.

Das Vertrauen ist genau genommen mehr als im Arsch und dadurch wurden schon viele, die es gut meinten, abgeschreckt... Jemanden, der in die neuen Bundesländer zieht, kann ich nur empfehlen, dass er keinen Dialekt hat und das er vorher seine Nummernschilder auf seinen zukünftigen Heimatort wechselt, bevor er das erste mal zu seinem neuen Heim vorfährt...

aMrio
26. Juli 2005, 12:20
ich habe im osten noch keine anfeindungen gegen zugezogene wessis gehört, es sei denn die wessis sind vorher arg unangenehm aufgefallen.
ausnahmen gibt es natürlich, aber die sind oft verständlich wenn man sich die hintergründe genauer betrachtet. da werden ost-lehrer entlassen -> arbeitslos (hatten ja keinen schutz da nicht verbeamtet) und dann kommen westlehrer und machen genau deren job. in die wege geleitet hat das dann der neue direktor, auch ein wessi. zudem bekommen die wessis gleich noch eine ost-zulage.
diese zulage bekommen übrigens sehr viele wessis im osten, auch bei der bahn beispielsweise. die ziehen in den osten, bekommen eh schon 100% statt 85% lohn (diesmal für exakt diesselbe arbeit mit exakt denselben bedingungen) und dann zusätzlich noch die ost-zulage dafür daß sie im osten statt im westen arbeiten. ein ossi bekommt diese zulage natürlich nicht, der wird dafür bestraft daß er da geboren wurde wo er nun arbeitet.

und wenn man sich sowas anschaut und selbst noch evtl betroffen davon ist, weil man selbst oder der sohn entlassen wurde und dessen arbeit dann von einem wessi erledigt wird, nun, dann kann ich haßtiraden sehr gut verstehen.
oder wenn die wessi nachbarn nicht grüßen und ihr neues haus hinter 2 meter hecken verstecken und ihren kindern verbieten mit den ost-kindern zu spielen sondern sie zu einem privatlehrer schicken der nur wessis unterrichtet, tja, dann würde auch ich solche leute beschimpfen. und niemand könnte mir dieses recht abreden.

SlannesH
26. Juli 2005, 12:44
Ihr heult alle(kp wer genau es war...) rum das die Löhne im Osten erhöhrt werden? Wir wäre es, wenn die Westlöhne auf Ost niveau angeglichen werden? Aber nein, das würde ja dann euch treffen evtl treffen. Da sollen lieber die anderen für weniger Arbeiten und ich lebe so weiter, bei den anderen einsparen ist ok, bei mir nicht....

0Smacks0
26. Juli 2005, 15:59
Original geschrieben von SlannesH
Ihr heult alle(kp wer genau es war...) rum das die Löhne im Osten erhöhrt werden? Wir wäre es, wenn die Westlöhne auf Ost niveau angeglichen werden? Aber nein, das würde ja dann euch treffen evtl treffen. Da sollen lieber die anderen für weniger Arbeiten und ich lebe so weiter, bei den anderen einsparen ist ok, bei mir nicht....

Die Löhne sind der Kaufkraft entsprechend in Ordnung und zwar so wie sie sind...

Dass das aber auch nie in die Schädel rein geht... Warum sollte ein Ostbürger verhältnismäßig mehr als ein Westbürger bekommen?

@ aMiro
Irgend wie muss man ja auch die Leute dazu bewegen, im Osten eine Stelle zu besetzen. Und wenn sie das Geld Wert sind, dann kriegen sie auch noch was extra. Und manchmal erfordern eben interne Vorschriften in einem Betrieb etwas obskur anmutende Lösungen. Oder würdest du in Afrika für afrikanische Löhne arbeiten? Ich bitte dich...

Gentley
26. Juli 2005, 17:04
Original geschrieben von aMrio

"WEIT"
wtf, du hast sie nicht mehr alle. bitte hör auf über themen zu reden von denen du nichts weißt. ich weiß ja nicht wie du weit definierst, aber allzuviel geld als das maximum hatten nicht sehr viele, vielleicht ein paar tausend mehr. und das bißchen was die meisten zuviel hatten wurde schnell auf die konten von kindern / mittellosen verwandten transferiert um auch dieses 1:1 umtauschen zu können.

wie kommst du darauf daß nur weil es nicht viele verschiedene produkte gab, die leute automatisch viel geld hatten? hast du dich überhaupt auch nur ein einziges mal mit der ddr beschäftigt (also mehr beschäftigt als an irgendnem 0815 stammtisch zu sitzen und stupide parolen zu hören)?
wie sollen menschen viel geld sparen die so 400 mark im monat verdienen und deren erspartes generell für technik draufgeht (trabbi kostete etliche jahresgehälter, ein tv gerät schnell mal die ersparnisse von mehreren jahren, selbst ein simples radio war nicht für weniger als ein volles MONATSGEHALT zu erstehen)?

die ddr war keine spar-gesellschaft, man lebte mit dem was man hatte, kam damit irgendwie zurecht und hatte gar keine gelegenheit großartig zu sparen (außer für die eben erwähnten anschaffungen), und aber auch keinen grund, weil war ja sozialismus, warum sollte man für ein haus oä sparen wenn viel privateigentum sowieso unsozial ist?

Rofl, ich _studiere_ vwl, die halbe Vorlesung behandelte das Wirtschaftssystem der DDR, unser Prof war einer der Hauptberater der Regierung während der Umstrukturierungsmaßnahmen nach der Wiedervereinigung...

JA ein Trabi hat mehrere Jahresgehalte gekostet, aber man konnte sich im Leben auch maximal alle 20 Jahre einen kaufen!

Der Lohn der Ostdeutschen hat Problemlos für die Gürter des täglichen Lebens gereicht, und ein Vermögen für Luxusgüter auszugeben war praktisch unmöglich, da es KEINE GAB.

Es ist scheissegal wie teuer diese oder jene Produkte waren, das Problem der DDR und ihrer Planwirtschaft war ja eben der MANGEL an all diesen Produkten, es gab ausser an Grundnahrungsmitteln von _nichts_ genug, alle aussergewöhnlichen Luxusgüter, Nahrungsmittel und sonstigen Exklusiven Güter, mit denen man sein Geld hätte ausgeben können, gingen zum aller grössten Teil an Parteifunktionäre und Leute mit Verbindungen, die dann trotzdem noch genug Geld hatten weil sei zu den wenigen gehörten die sowieso mehr verdienten.

Aule2
26. Juli 2005, 18:25
Eigentlich sollte man das Thema doch recht schnell abhaken können, indem man nachschaut, wieviel OssiMark Deutschland eingenommen hat, und wieviel Geld ausgegeben wurde (im Tausch) -- diese Zahlen sollten doch eigentlich zu finden sein.

aMrio
26. Juli 2005, 20:36
Original geschrieben von @Smacks@

Die Löhne sind der Kaufkraft entsprechend in Ordnung und zwar so wie sie sind...

ich weiß nicht wieso du die löhne mit der kaufkraft vergleichst, aber bei meinen eltern im osten sind die lebenshaltungskosten deutlich höher als hier im ruhrpott. mieten recht ähnlich, lebensmittel kosten etwas mehr, sprit ca. 10% teurer, müllgebühren höher, gas/wassergebühren höher. da sich der rest des konsums dank der heutigen großkonzerne wie h&m, mc donalds etc preislich sehr ähnelt komme ich mit simplerei rechnerei auf höhere kosten bei meinen eltern. dennoch hat mein vater als er noch bei der bahn war eindeutig weniger verdient als jemand mit derselben arbeit hier im pott. was ist daran jetzt bitte in ordnung, erkläre es doch einmal bitte ausführlich.


Original geschrieben von @Smacks@

@ aMiro
Irgend wie muss man ja auch die Leute dazu bewegen, im Osten eine Stelle zu besetzen. Und wenn sie das Geld Wert sind, dann kriegen sie auch noch was extra.

les doch erstmal was ich schrieb, da stand sinngemäß: ossis werden entlassen, wessis eingestellt und machen danach diesselbe arbeit. wessis bekommen mehr lohn und ostzulage. warum sollte man deiner meinung nach wessis bewegen im osten zu arbeiten wenn dafür ossis arbeitslos werden? da gibts doch schon genug arbeitslose, warum noch mehr? damit die anderen wessis noch mehr über den osten meckern können, wegen den ganzen arbeitslosen und so? :stupid:


Original geschrieben von @Smacks@

Oder würdest du in Afrika für afrikanische Löhne arbeiten? Ich bitte dich...
ja ganz genau das ist es doch, ossis werden als menschen 2. oder gar 3. klasse behandelt. obwohl sie dies nicht sind und die wirtschaftlichen realitäten in ihrem umfeld so eine behandlung überhaupt nicht rechtfertigen. im osten gibt es die geringsten löhne deutschlands und die höchste (kinder)armut deutschlands, meinst du nicht das eine hat mit dem anderen vielleicht irgendwas zu tun? wenn im osten alles billiger ist und die löhne fair, warum sind dann so viele arm? warum gibt es dann dort kaum konsum so daß im resultat so viele arbeitslose dort sind?
mal drüber nachgedacht daß dort vielleicht deswegen so wenig konsum ist, weil die leute ihr ganzes geld für miete, strom und futter ausgeben und für nichts anderes geld übrig haben?


Original geschrieben von Sallyssubway

Rofl, ich _studiere_ vwl, die halbe Vorlesung behandelte das Wirtschaftssystem der DDR

WOW eine halbe vorlesung lang habt ihr das wirtschaftssystem der ddr behandelt, RESPEKT. das ist ja fast länger als ich für mein mittagessen benötige.
ist dir eigentlich nicht bewußt wie lächerlich es ist, daß du auf mein "du hast doch gar keine erfahrungen mit der ddr" mit "ich hatte mal ne halbe vorlesung drüber" reagierst?


Original geschrieben von Sallyssubway

unser Prof war einer der Hauptberater der Regierung während der Umstrukturierungsmaßnahmen nach der Wiedervereinigung...

auf deutsch gesagt er gehört zu denjenigen die damals alles VERSAUT haben und darf auch noch darüber unterrichten. natürlich wird er sich und seinen "maßnahmen" keinerlei schuld geben, aber hauptsache es ist ein PROF und du klingst klug wenn du sowas sagst.


Original geschrieben von Sallyssubway

JA ein Trabi hat mehrere Jahresgehalte gekostet, aber man konnte sich im Leben auch maximal alle 20 Jahre einen kaufen!

wieso maximal? wenn schon meinst du sicherlich minimal, denn maximal würde nicht ausschließen, daß man auch alle 2 jahre einen kaufen könnte. aber da du ja studierst und ein ganz schlauer toller vwl student mit einem SUPER prof bist hast du 2 so unterschiedlichee wörter sicherlich nicht verwechselt, was meinst du also mit maximal?
ach und übrigens war es in der ddr üblich, daß sich einfach jeder einen trabbi bestellt hat, wenn dann die zeit reif war hat sich immer jemand in der familie gefunden der ihn grad benötigt. so reduzierte sich die wartezeit immens, aber natürlich hast du von sowas nach einer halben vorlesung und mit einem inkompetenten prof keine ahnung.


Original geschrieben von Sallyssubway

Der Lohn der Ostdeutschen hat Problemlos für die Gürter des täglichen Lebens gereicht, und ein Vermögen für Luxusgüter auszugeben war praktisch unmöglich, da es KEINE GAB.

wenn fernseher und radio mehrere monats- bis jahresersparnisse kosten dann könnte man dazu durchaus "luxus" sagen, auch wenn dir dies aus heutiger sicht unlogisch erscheint. du willst jetzt nicht ernsthaft behaupten die ossis wären bei der wende alle reich gewesen weil sie nie ihr geld ausgeben konnten? :stupid:.
der durchschnittsossi hatte zur wende geld um sich einen west-tv, ein west-radio und ein west-auto zu kaufen (Die ihnen zumeist total überteuert angedreht wurden=, und das wars auch schon. danach war nichts mehr da und ein paar monate später auch oft schon die arbeit weg.


Original geschrieben von Sallyssubway

Es ist scheissegal wie teuer diese oder jene Produkte waren

das ist überhaupt nicht egal, wenn man für einen tv 3 jahre spart und für ein radio ein halbes jahr dann ist das durchaus in einer diskussion darüber relevant, ob die ossis bei der wende reich waren oder nicht. du laberst doch eh nur dumm rum jetzt weil du nicht einsehen willst daß das 1:2 argument total hirnrissig war und daß du eigentlich gar keine ahnung hast.


Original geschrieben von Sallyssubway

Parteifunktionäre und Leute mit Verbindungen, die dann trotzdem noch genug Geld hatten weil sei zu den wenigen gehörten die sowieso mehr verdienten.
nun, im sozialismus und kommunismus war und ist es absolut nicht üblich, daß parteifunktionäre und beispielsweise fabrikleiter bedeutend mehr geld verdienen als normale arbeiter. und natürlich haben diese leute mehr luxusgüter erhalten als der normale mensch, allerdings zu einem großen teil aufgrund von kumpanei und tauschen unter der hand gegen gefälligkeiten.
ich finde es immer wieder witzig wie sich - auch und vor allem die ossis - darüber aufregen, wie honecker nur so anmaßend sein konnte mit einer westlichen limousine durch die gegend zu fahren und eine eigene datscha zu besitzen. LOL habt ihr euch mal angeschaut was da zu wendezeiten drin war, worin er also real gelebt hat? kein westlicher MINISTER, geschweige denn der bundespräsident/kanzler hätte so ein ding sein eigen nennen wollen.

Gentley
26. Juli 2005, 21:05
Original geschrieben von aMrio

WOW eine halbe vorlesung lang habt ihr das wirtschaftssystem der ddr behandelt, RESPEKT. das ist ja fast länger als ich für mein mittagessen benötige.
ist dir eigentlich nicht bewußt wie lächerlich es ist, daß du auf mein "du hast doch gar keine erfahrungen mit der ddr" mit "ich hatte mal ne halbe vorlesung drüber" reagierst?

du willst jetzt nicht ernsthaft behaupten die ossis wären bei der wende alle reich gewesen weil sie nie ihr geld ausgeben konnten? .
der durchschnittsossi hatte zur wende geld um sich einen west-tv, ein west-radio und ein west-auto zu kaufen (Die ihnen zumeist total überteuert angedreht wurden=, und das wars auch schon. danach war nichts mehr da und ein paar monate später auch oft schon die arbeit weg.
[/B]

Jaja, das halbe Semester, und ja, minimal, huihuihui gibs mir...
Der Prof regt sich die halbe zeit darüber auf, das man auf ihn und seine kollegen nicht gehört hat, aber das hab ich schon vor 2 Seiten geschrieben...

Wenn die Ossis alle ja nur Geld hatten um sich nen radio und nen gebrauchtwagen zu kaufen, wieso kam es dann nach der WU zu so einem ( kurzzeitigen ) rasanten Konsumboom?

0Smacks0
26. Juli 2005, 21:10
Original geschrieben von Sallyssubway


Jaja, das halbe Semester, und ja, minimal, huihuihui gibs mir...
Der Prof regt sich die halbe zeit darüber auf, das man auf ihn und seine kollegen nicht gehört hat, aber das hab ich schon vor 2 Seiten geschrieben...

Wenn die Ossis alle ja nur Geld hatten um sich nen radio und nen gebrauchtwagen zu kaufen, wieso kam es dann nach der WU zu so einem ( kurzzeitigen ) rasanten Konsumboom?

Dein Professor regt sich zurecht auf...

0Smacks0
26. Juli 2005, 21:26
Original geschrieben von aMrio

ich weiß nicht wieso du die löhne mit der kaufkraft vergleichst, aber bei meinen eltern im osten sind die lebenshaltungskosten deutlich höher als hier im ruhrpott. mieten recht ähnlich, lebensmittel kosten etwas mehr, sprit ca. 10% teurer, müllgebühren höher, gas/wassergebühren höher. da sich der rest des konsums dank der heutigen großkonzerne wie h&m, mc donalds etc preislich sehr ähnelt komme ich mit simplerei rechnerei auf höhere kosten bei meinen eltern. dennoch hat mein vater als er noch bei der bahn war eindeutig weniger verdient als jemand mit derselben arbeit hier im pott. was ist daran jetzt bitte in ordnung, erkläre es doch einmal bitte ausführlich.

Also, vielerorts muss man nicht mal die Miete der ersten drei Monate zahlen. Die Mieten habe ich geringer im Kopf als in der durchschnittlichen alten BRD. Die Statistik sagt das gleiche. Und jetzt erzähl mir nicht, dass dort wo die Wohnungen reihenweise leer stehen, die Mieten angehoben werden... Viele Hersteller machen sogar extra Preise für Ostdeutschland! Ich kenne Leute, die kaufen ihren Citroen extra im Osten, bestimmt nicht, weil er dort teurer ist... Nein, weil z.B. Citroen wie viele Hersteller extra Preise für den Osten macht! UND GERADE DIE GROSSEN HERSTELLER! Diese Lügen sind echt nicht zu ertragen! Eine Absolventin bei uns an der FH hat das auch bestätigt... Sie sagt, dass sie in Rostock weniger als hier in Baden Württemberg verdiene, dass dies aber durch die günstigeren Lebenserhaltungskosten ausgeglichen werde...

Gleiche Löhne bundesweit hieße die Konjunktur im Osten ersticken und den Ostdeutschen zusätzlich künstlich mehr Geld zu geben, dass sich irgend wer aus den Rippen schneiden müsste...



Original geschrieben von aMrio

les doch erstmal was ich schrieb, da stand sinngemäß: ossis werden entlassen, wessis eingestellt und machen danach diesselbe arbeit. wessis bekommen mehr lohn und ostzulage. warum sollte man deiner meinung nach wessis bewegen im osten zu arbeiten wenn dafür ossis arbeitslos werden? da gibts doch schon genug arbeitslose, warum noch mehr? damit die anderen wessis noch mehr über den osten meckern können, wegen den ganzen arbeitslosen und so? :stupid:

Herrgott, derjenige der am besten für eine Stelle geeignet ist, bekommt sie auch! Und der Osten ist dabei entvölkert zu werden, obwohl es viele Arbeitslose gibt braucht er dennoch neue Menschen! Glaubst du mich interessiert es nicht, dass der Osten wieder auf die Beine kommt? Es ist doch mein ureigenstes Interesse... Leider ist er menschlich ausgeblutet, viele mit Köpfchen sind über Jahrzehnte der Region verloren gegangen, von der Pole Position auf den letzten Platz durch das Schicksal der Geschichte...

Und wie gesagt, Betriebe ticken innerlich manch mal komisch... Was von außen aus betrachtet absurd erscheint, kann innerbetrieblich eine gute Lösung sein... Das schließt dann auch sowas ein, was du gesagt hast!


Original geschrieben von aMrio
ja ganz genau das ist es doch, ossis werden als menschen 2. oder gar 3. klasse behandelt. obwohl sie dies nicht sind und die wirtschaftlichen realitäten in ihrem umfeld so eine behandlung überhaupt nicht rechtfertigen. im osten gibt es die geringsten löhne deutschlands und die höchste (kinder)armut deutschlands, meinst du nicht das eine hat mit dem anderen vielleicht irgendwas zu tun? wenn im osten alles billiger ist und die löhne fair, warum sind dann so viele arm? warum gibt es dann dort kaum konsum so daß im resultat so viele arbeitslose dort sind?
mal drüber nachgedacht daß dort vielleicht deswegen so wenig konsum ist, weil die leute ihr ganzes geld für miete, strom und futter ausgeben und für nichts anderes geld übrig haben?
Die Leute sind arm wegen mangelnder Industrie! Die hat man leider ruiniert... Wenn man die Symptome behandelt, bessert man aber nicht die Lage, im Gegenteil, man gibt noch Zunder in die Abwärtsspirale... Es muss weiterhin an einem industriefreundlichen Ostdeutschland gearbeitet werden. Und viele Bundesländer haben das mittlerweile erkannt. Als Vorbild kann wohl Sachsen dienen oder man schaue nach Leipzig! Abschreckendstes Beispiel ist wohl Berlin, wobei Berlin auch aus historischen Gründen in einer sehr misslichen Lage ist...

aMrio
26. Juli 2005, 23:13
Original geschrieben von Sallyssubway

Jaja, das halbe Semester, und ja, minimal, huihuihui gibs mir...

natürlich gebe ich es dir. jemand der als argument "Ich studiere vwl und habe einen prof" benutzt, aber vorlesung/semester und maximal/minimal nicht unterscheiden kann verdient es geradezu, daß man "es" ihm gibt.


Original geschrieben von Sallyssubway

Der Prof regt sich die halbe zeit darüber auf, das man auf ihn und seine kollegen nicht gehört hat, aber das hab ich schon vor 2 Seiten geschrieben...

sagt er auch warum man nicht auf ihn gehört hat? war er in derselben cdu kommision wie lay? (der name sagt dir doch sicher bei deinem background was)


Original geschrieben von Sallyssubway

Wenn die Ossis alle ja nur Geld hatten um sich nen radio und nen gebrauchtwagen zu kaufen, wieso kam es dann nach der WU zu so einem ( kurzzeitigen ) rasanten Konsumboom?
weil 16 mio bürger mit einem schlag genau dieses geld ausgegeben haben. genau deswegen rasant und vor allem nur kurzzeitig. nochmal zur erinnerung: ein radio kam damals im osten soviel wie ein motorrad im westen. und wenn der geldwert für ein motorrad 1:1 umgetauscht wird dann kann man damit auch gut konsumieren.


Original geschrieben von @Smacks@

Also, vielerorts muss man nicht mal die Miete der ersten drei Monate zahlen.

das hab ich noch nie gehört. es gibt kaum provisionen und geringe kautionen, aber geschenkte mieten? für ne seit 60 jahren nie sanierte wohnung vielleicht, ka was für wohnungen die leute bewohnten von denen du dir deine meinung bilden läßt ~~


Original geschrieben von @Smacks@

Die Mieten habe ich geringer im Kopf als in der durchschnittlichen alten BRD. Die Statistik sagt das gleiche.
ja, weil es im westen deutlich mehr teure städte gibt. frankfurt, hamburg, köln und besonders münchen treiben die statistiken halt enorm in die höhe. allerdings ist dort auch das einkommen besonders hoch verglichen mit dem osten, das sind dann keine 100 zu 85 mehr sondern 100 zu 50. vergleicht man jedoch "normale" westdeutsche mieten, also beispielsweise dortmund (ist ja auch nicht gerade die mini-stadt) mit seinen ~5€/m² dann ist man sehr schnell auf ostdeutschem niveau. und wie gesagt, imho sind im osten die nebenkosten weitaus höher als im westen, zumindest trifft dies ganz deutlich auf erfurt zu.


Original geschrieben von @Smacks@

Viele Hersteller machen sogar extra Preise für Ostdeutschland! Ich kenne Leute, die kaufen ihren Citroen extra im Osten, bestimmt nicht, weil er dort teurer ist... Nein, weil z.B. Citroen wie viele Hersteller extra Preise für den Osten macht!
wo lohnkosten niedriger sind kann man auch billiger verkaufen/lagern/produzieren etc. hallo aufwachen! und wo weniger geld in den taschen der leute ist herrscht automatisch mehr konkurrenzkampf -> geringere preise. sowas nennt sich angebot und nachfrage und hat diverse mechanismen von denen du ganz offenkundig gar nichts weisst.


Original geschrieben von @Smacks@

Eine Absolventin bei uns an der FH hat das auch bestätigt... Sie sagt, dass sie in Rostock weniger als hier in Baden Württemberg verdiene, dass dies aber durch die günstigeren Lebenserhaltungskosten ausgeglichen werde...

ganz sicher, daß sie damit miete, strom etc und essen meint? und nicht vielleicht daß im osten das weggehen/feiern billiger ist? (selbiges prinzip wie bei citroen)


Original geschrieben von @Smacks@

Als Vorbild kann wohl Sachsen dienen oder man schaue nach Leipzig!
fürs nächste mal: leipzig liegt IN sachsen :->

0Smacks0
26. Juli 2005, 23:30
Original geschrieben von aMrio
wo lohnkosten niedriger sind kann man auch billiger verkaufen/lagern/produzieren etc. hallo aufwachen! und wo weniger geld in den taschen der leute ist herrscht automatisch mehr konkurrenzkampf -> geringere preise. sowas nennt sich angebot und nachfrage und hat diverse mechanismen von denen du ganz offenkundig gar nichts weisst.

Na also, jetzt hast du's doch selbst zugegeben... Man verdient weniger, dafür ist alles aber auch billiger. In Erfurt kenne ich mich nicht aus. In Regionen, denen es relativ gut geht, kann man natürlich mehr verlangen. Die Nachfrage bestimmt das Angebot, nicht? Ich kenne mich nur ein wenig in Sachsen-Anhalt aus.

Wo ich dir allerdings Recht geben muss, ist das teilweise das Abwasser in manchen Regionen teurer ist. Weil einfach nicht marktgerecht gebaut wurde, unnötige Klärwerke wollen auch bezahlt werden usw... Bloß diese Misswirtschaft ändert nichts am Prinzip...

aMrio
27. Juli 2005, 00:45
ja, bei luxusartikeln gibt es diesen preiskampf, weil man die ja nicht kaufen MUSS sondern KANN und deswegen selektiert. es gibt aber eben kaum unterschiede zwischen aldi essen und aldi altenburg beispielsweise vom preis her. weil futtern tun die leute ja so oder so. und nur sowas ist für mich bei lebenshaltungskosten relevant.

0Smacks0
27. Juli 2005, 01:33
Original geschrieben von aMrio
ja, bei luxusartikeln gibt es diesen preiskampf, weil man die ja nicht kaufen MUSS sondern KANN und deswegen selektiert. es gibt aber eben kaum unterschiede zwischen aldi essen und aldi altenburg beispielsweise vom preis her. weil futtern tun die leute ja so oder so. und nur sowas ist für mich bei lebenshaltungskosten relevant.
Ähm, da kann man genauso selektieren zwischen Nettopreis, Niedrigpreis, Aldi oder eben doch E-Center etc. ... Und das einzige was es zur genüge im Osten gibt, sind Einkaufsläden... Die neuen Bundesländer wurden ja lange Zeit nun mal nur als Absatzmarkt für Westprodukte gesehen...

Ich finde beim statistischen Bundesamt leider keinen Warenkorb, der nach Ost und West aufgeschlüsselt ist, in dem hätte man dann auch noch genauer nachschauen können... Aber ich hatte es dort immer etwas billiger im Gefühl... Na ja, aber hab auch Stuttgart als Vergleich.

aMrio
27. Juli 2005, 10:36
ach geh mir weg mit den offiziellen warenkörben / aussagen über anstieg der lebenshaltungskosten. vor ein oder zwei jahren hieß es da noch, daß die lebenshaltungskosten ja gar nicht steigen würden, weil aus ausgleich zu der ganzen scheisse die so richtig teuer geworden ist seit euro einführung (vor allem lebensmittel und sprit) ja anderes billiger geworden ist (autos, computer beispielsweise) und sowas zu einem teil ja auch im warenkorb liegt. grob gesagt scheinen vom staat bezahlte derartige studien generell zu belegen, daß die lebenshaltungskosten nie so mehr als 1 oder 2% steigen, was ja genau mit den angeblichen lohnerhöhungen zusammenpaßt. so hat dann jeder angeblich auf dem papier genausoviel geld übrig wie vor 5 jahren beispielsweise. was aber absolut auf NIEMANDEN zutrifft den ich kenne oder den jemand kennt den ich kenne, nichtmal auf die mit recht hohem einkommen.

0Smacks0
27. Juli 2005, 11:15
Original geschrieben von aMrio
ach geh mir weg mit den offiziellen warenkörben / aussagen über anstieg der lebenshaltungskosten. vor ein oder zwei jahren hieß es da noch, daß die lebenshaltungskosten ja gar nicht steigen würden, weil aus ausgleich zu der ganzen scheisse die so richtig teuer geworden ist seit euro einführung (vor allem lebensmittel und sprit) ja anderes billiger geworden ist (autos, computer beispielsweise) und sowas zu einem teil ja auch im warenkorb liegt. grob gesagt scheinen vom staat bezahlte derartige studien generell zu belegen, daß die lebenshaltungskosten nie so mehr als 1 oder 2% steigen, was ja genau mit den angeblichen lohnerhöhungen zusammenpaßt. so hat dann jeder angeblich auf dem papier genausoviel geld übrig wie vor 5 jahren beispielsweise. was aber absolut auf NIEMANDEN zutrifft den ich kenne oder den jemand kennt den ich kenne, nichtmal auf die mit recht hohem einkommen.

Du unterstellst dem statistischen Bundesamt, dass es seinen Warenkorb fälscht?

shaoling
29. Juli 2005, 05:16
Original geschrieben von @Smacks@
rofl, jetzt komm mal runter. Worauf man nicht antworten kann, das kann man ja immer noch als lächerlich abtun, stimmt's? Na ja, aber ich habe zugegeben auch etwas absichtlich erst mal Argumente weggelassen.

Hier kommen sie nun, mehr werden vielleicht noch nachgereicht:

- Das jetzige Proporz (Proportionalwahlrecht) erlaubt es theoretisch 19 Parteien in den Bundestag zu kommen. Fakt ist auch, dass sich die Anzahl der Parteien im Bundestag seit 1949 stets erhöht hat (von 3 auf bereits 5).

- Das Proporz bildet nie den Wählergedanken ab! Wenn die Mehrheit Partei A die Stimme gibt, dann kann sich immer noch Partei B mit C gegen A stellen. Der eigentliche Wählergedanke wird nicht ausgeführt.

- Kleine Parteien bekommen beim Proporz IMMER eine größere Macht als ihnen von den Stimmen her zusteht. So konnte die FDP in den 60ern quasi bestimmen wer regiert. Sie konnte die SPD z.B. 82 abservieren (egal ob das nun richtig oder falsch war). D.h., dass eine Partei die nur 5-7% der Stimmen bekommt, entscheiden kann wer regiert und nicht die Partei, die vielleicht die meisten Stimmen hinter sich hat. Dadurch kann eine kleine Partei auch immer die große unter Druck setzen.

- Es kommt beim Proporz-Wahlrecht IMMER zu Kompromissen, es gibt nie eine kompromisslose Entscheidung, da immer noch mindestens der Koalitionspartner befragt werden muss. Dadurch finden Veränderungen bedeutend langsamer statt und orientieren sich fast immer am kleinsten gemeinsamen Vielfachen.

- Kleine Parteien stören im Proporz nur, da sie immer ums Überleben kämpfen, mehr noch als die Großen, da sie ja immer die 5% Hürde nehmen müssen. Folglich reagieren kleine Parteien sensibler auf Entscheidungen, die die Wählerstimmen ihrer Klientel kosten könnten.

- Das Proporz geht von der irrigen Annahme aus, dass die Abgeordneten möglichst ein Spiegel der Gesellschaft sein sollen. Dies geht aber nicht, denn die Abgeordneten sind selbst eine Macht und die Wähler haben eben nur die Macht zu wählen, Punkt aus. Und da wie oben schon erklärt, kleineren Parteien sogar relativ gesehen mehr Macht zukommt, ist das Proporz sogar eine größere Verzerrung der Gesellschaft anstatt ein Spiegel von ihr. Zumal dieser Spiegel der Gesellschaft ja schon durch die 5% Hürde entschärft werden musste, um völliges Chaos zu verhindern... Fazit: Das Proporz war noch nie ein Spiegel der Gesellschaft und ist es heute noch weniger als es es jemals einer war. Grundsätzlich ist die Idee einen Spiegel der Gesellschaft im Bundestag zu erreichen schlicht und ergreifend unmöglich und so ehrlich sollte man auch sein und dann daraus seine Konsequenzen ziehen... Jetzt ist genau das passiert, was ich befürchtet hatte: Wir sind unnötigerweise gegeneinandergerannt, obwohl wir eigentlich in dieselbe Richtung wollten.
Deine Argumente erstrecken sich nun hauptsächlich auf ein Gebiet, auf dem ich dir überhaupt nicht widersprechen wollte. Ich hatte niemals vor, unser jetziges Wahlsystem in Schutz zu nehmen oder dafür zu sprechen. Mir ging es lediglich um die Rolle der Parteienvielzahl innerhalb dieses Systems, das ich keineswegs als Ursache, sondern eher als eine klare Folge politischer Misswirtschaft betrachte.
Im Grunde ist es doch so: Wenn alles bestens liefe, hätten wir zwei große politische Parteien, die kraftvoll und mit gut durchdachten Programmen auftreten und so die allermeisten Wähleranteile in der Mitte des politischen Spektrums konzentrieren würden. Sobald eine dritte Partei dazukäme, könnte es schon nicht mehr funktionieren, weil dann wieder das von dir angesprochene taktische Koalitionskalkül mit hineinspielte; an dieser Stelle muss ich jedoch schon anmerken, dass du unserem Verhältniswahlrecht Unrecht zufügst. Die Tatsache, dass die politischen Parteien sich häufen, ist aber allein dadurch begründet, dass die Position der großen, etablierten schwächelt und sich aus dem, was an ihren Rändern abbröckelt neue bilden.
Selbstverständlich gäbe es Mittel und Wege, dem von gesetzeswegen einen Riegel vorzuschieben, aber damit wären wieder bei der Wahlsystemsdiskussion, die ich von dem, was ich eigentlich moniert hatte, zu trennen gedachte. Wenn ich mich heute in unserer Parteienlandschaft umsehe, bin ich angesichts der jetzigen Situation durchaus zufrieden damit, dass auch mir, obwohl ich für über Wahl noch nicht entschieden habe, beispielsweise die Option zur FDP offensteht, für die du dich ja - losgelöst von deinem Prinzip - sogar selbst ausgesprochen hast! Daran siehst du doch schon, dass es damit nicht soweit her sein kann, wenn es schon bei der ersten praktischen Anwendung versagt. Das bedeutet natürlich nicht, dass politische Reformen in diesem Bereich nicht angebracht wären, doch es zeigt eindeutig, dass dieser kurze Ansatz - um nur mal auf deine 10%-Klausel zurückzukommen - weit gefehlt ist. Da sehe ich momentan leider nicht die nötigen Voraussetzungen, damit so eine Änderung fruchten kann.
Um ehrlich zu sein, hielte ich es zum jetzigen Zeitpunkt sogar für einen Fehler, weil ich unser liberales Lager für zu schwach halte und weil die Probleme sich wohl nicht gerade verkleinern würden, sobald etwa wieder drei Parteien die Hürde nähmen; man male sich nur Konstellation aus CDU/CSU, SPD und Linkspartei aus.
Wollte man noch einen Schritt weitergehen und zum Beispiel von vornherein nur noch zwei Parteien den Einzug in den Bundestag erlauben, sähe wieder alles anders aus. So oder so, man kann über vieles reden und sich vieles vorstellen, dabei von Umsetzung wohl eher nur träumen. Um sowas auf die politische Tagesordnung zu setzen, fehlt es uns wohl bei weitem am nötigen Personal und das zur Trauer nicht nur auf kurze Zeit, wie ich meinen möchte...

Grumel
29. Juli 2005, 05:56
Original geschrieben von aMrio
ja, bei luxusartikeln gibt es diesen preiskampf, weil man die ja nicht kaufen MUSS sondern KANN und deswegen selektiert. es gibt aber eben kaum unterschiede zwischen aldi essen und aldi altenburg beispielsweise vom preis her. weil futtern tun die leute ja so oder so. und nur sowas ist für mich bei lebenshaltungskosten relevant.

Wasn mist. Hört sich grade so an als ob Aldi Lebensmittel im Monopol zuteilt.
Und dann noch mit Essen als Argument für die im Westen gleich hohen Preis kommen. Essen gehts wirtschaflich mindestens so dreckig wie den meisten Ost Städten und die abwanderung is auch ähnlich hoch. Vergleichen wir doch mal Essen und Altenburg mit München. Wahrscheinlich kommt etz gleich ja aber die Essener verdienen trotzdem soviel mehr. Ich antworte vorbeugend: Erstens dürfte das Arbeit finden ähnlich schwer wie im osten sein und zweitens müste man eher die Essener Flächentarifvertragslöhne senken als die im Osten erhöhen^^.

Ich les Grade weiter Mieten Dortmund bitte.. Kapier mal das das Ruhrgebiet genauso ne Kriesenregion mit extrem hoher Abwanderung wie der osten ist, entsprechend viel Wohnraum verstärk noch durch die Ganzen Wohnungsbaugesellschaften.

Es sind eben grade die Städte wie München und Frankfurt, die den westen soviel wohlhabender machen, vonmiraus auch noch kleinere Städte wie Ingolstadt oder Paderborn, aber doch bitte nicht das Ruhrgebiet.

Grumel
29. Juli 2005, 06:10
Original geschrieben von aMrio
ach geh mir weg mit den offiziellen warenkörben / aussagen über anstieg der lebenshaltungskosten. vor ein oder zwei jahren hieß es da noch, daß die lebenshaltungskosten ja gar nicht steigen würden, weil aus ausgleich zu der ganzen scheisse die so richtig teuer geworden ist seit euro einführung (vor allem lebensmittel und sprit) ja anderes billiger geworden ist (autos, computer beispielsweise) und sowas zu einem teil ja auch im warenkorb liegt. grob gesagt scheinen vom staat bezahlte derartige studien generell zu belegen, daß die lebenshaltungskosten nie so mehr als 1 oder 2% steigen, was ja genau mit den angeblichen lohnerhöhungen zusammenpaßt. so hat dann jeder angeblich auf dem papier genausoviel geld übrig wie vor 5 jahren beispielsweise. was aber absolut auf NIEMANDEN zutrifft den ich kenne oder den jemand kennt den ich kenne, nichtmal auf die mit recht hohem einkommen.

Und all die Leute die du kennst haben auch sicher genau Buchgeführt stimmts ?
Mit einem hast du aber recht, so ein Warenkorb gibt niemals eine 100% reale Inflationsrate an, wenn man darunter die sagen wir mal Verteuerung des selben Nutzenniveaus versteht an. Allerdings wird ist die durch den Warenkorb angegebene Inflationsrate Höher und nicht niedriger als die reale verteuerung des selben Nutzenniveaus. Denn so ein Warenkorb kann schwerlich berücksichtigen, wenn güter bei Preissteigerungen durch andere ersetzt werden. Also wenn Benzin Teuerer wird, kannste ja auch einfach weniger Autofahren dir dafür irgendwas x beliebiges anderes Leisten womit dein Lebensstandard viel weniger sinkt als die 1:1 Berücksichtigung von differnzierten Preisteigerungen vermuten lässt. Und es wurde eben die letzten Jahre nicht alles um den gleichen Prozentsatz teuerer. Dazu kommt das allgemeine Technolgieveresserungen nicht bzw nicht ausreichend berücksichtigt werden.

PS: Jegliche Wirtschaftsstatistik der DDR war immer falsch, das ist richtig.

Aber du wirst nicht ernsthaft glauben, dass das in einem demokratischen Staat mit Freier Presse und zig privaten Marktforschungsinstituten noch niemand aufgefallen wäre, wenn es in heute in der Bundesrepublik so wäre.