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  1. #1501
    Banshee Benutzerbild von Atron
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    Zitat Zitat von Bootdiskette Beitrag anzeigen
    Ernsthaft jetzt? Ein bisschen bescheißen ist in Ordnung? Ein bisschen unordentlich arbeiten ist in Ordnung? Solange man es gut vertuscht und den Bogen beim Bescheißen nicht überspannt indem man die geklauten Artikel nochmal umformuliert; solange ist es in Ordnung? Srsly?

    Wenn ich das nächste Mal eine U-Bahn mit zuwenig Stützstahl unter irgendeinem Archiv durchbaue oder dir Schweineschnitzel anstatt Halal-Rind verkaufe sag ich auch "close enough, stop bitching buddy!!!".






    Spoiler
    Warum unterstellst du sofort böse Absicht in diesem Fall? Stell dir mal vor, wie das in 20-30 Jahren sein wird, wenn unzählige Arbeiten und Dokumente im Internet zu finden sind und die Zahl der Formulierungen nun mal begrenzt ist? Bloß weil etwas ähnlich klingt ist es gleich BETRUG ASDF? Es muss eine Linie gezogen werden zwischen absichtlichem Vorgehen, das Zeit sparen und Kurven schneiden soll, und ein paar handwerklichen Fehlern in einer Dissertation, die hunderte Seiten lang sein kann. Es kommt auf die endgültige Menge und die Schwere der angeblich plagiierten Stellen an, was genau passieren soll. Aber hier auf unbekannter Substanz die Hexenverbrennung ranholen ist lächerlich.

    Es geht nicht um fehler. Wer fehler macht, bekommt eine schlechtere note und wer zuviele fehler macht, fällt durch.
    Ein plagiat ist aber kein fehler, sondern ein bewusster, wissentlicher betrug. Und da gibt es in der tat nur 1 und 0. Die einzige unstimmigkeit kann darüber herrschen, ob etwas ein plagiat ist oder nicht.
    Jep und für manche ist eben ein paraphrasierter Satz schon ein Plagiat. Unter den Bedingungen kann man wahrscheinlich etwa drei Viertel aller Doktoren den Titel entziehen, alleine schon die ganzen Mediziner-Schmalspurdissertationen fliegen da raus.
    Geändert von Atron (07. Mai 2012 um 00:21 Uhr)

  2. #1502
    Banshee Benutzerbild von sesslor
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    Zitat Zitat von zerg123 Beitrag anzeigen
    Meinst du mich?
    Mein Kommentar war nicht hämisch gemeint, eher eine Tatsachenfeststellung. Man gibt vieles wieder, trägt weniges neues bei. Alles andere wäre ja auch verwunderlich.
    Ernsthaft? Meiner Meinung nach sollte die Eigenleistung schon einen Großteil der Arbeit ausmachen. Auch wenn ich so Übersichtsarbeiten nicht pauschal schlecht finde.

  3. #1503
    Savassan / Jake Ramsey Benutzerbild von Bootdiskette
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    Übersichtsartikel gibt es, Übersichtsdoktorarbeiten halte ich eher für unwahrscheinlich da es die Definition einer normalen Dissertation ist, dass sie sowohl die Fähigkeit zur eigenständigen Forschung dokumentiert, als auch ein zuvor nicht behandeltes Thema zum Gegenstand hat. Dass man in der Einleitung einen Überblick über den Stand der Forschung gibt ist klar.

    Atron: Es gibt schon Jahrtausende an wissenschaftlicher Literatur und es ist trotzdem noch möglich plagiatfrei zu schreiben. Es geht auch nicht um eine ähnliche Wortwahl, sondern um das Darstellen der Erkenntnisse anderer Forscher auf eine Art und Weise dass nicht klar ist ob man selbst auf den Gedanken gekommen ist, oder ein Anderer.
    "Ein paar handwerkliche Fehler" dürfen einem halt nicht passieren. Eine Universität ist halt keine Pommesbude wo man das Fritierfett auch mal nen Tag länger benutzen kann ohne dass einem das Gesundheitsamt auf den Zehen steht.
    Zitat Zitat von Photon Beitrag anzeigen
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  4. #1504
    Dunkler Archon Benutzerbild von Sodom&Gomorrha
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    Zitat Zitat von Atron Beitrag anzeigen
    Jep und für manche ist eben ein paraphrasierter Satz schon ein Plagiat. Unter den Bedingungen kann man wahrscheinlich etwa drei Viertel aller Doktoren den Titel entziehen, alleine schon die ganzen Mediziner-Schmalspurdissertationen fliegen da raus.
    Bei einem abgeschriebenen Satz wäre es definitiv zu hart, gleich den Titel verlieren zu müssen. Aber wenn die vielleicht oberste Regel beim wissenschaftlichen Arbeiten schon besagt, dass man geistiges Eigentum anderer kenntlich machen soll und genau das in krassem Umfang verletzt wird, sehe ich es schon als Betrug an. Vielleicht schaden Plagiatoren keinem finanziell, aber der ehrliche Student schaut da in die Röhre.

    Dann lieber eine schlechtere Arbeit, die mit mittelmäßiger Note bestanden ist, als eine mit summa cum laude, die nur zusammenkopiert ist. Warum muss man bei Politikern eine Ausnahme machen? Außerdem hat keiner gesagt, dass Leute wie der Graf aus den oberen Etagen Partei geschmissen werden sollen, die kann ja selbst entscheiden ob sie zu ihm halten oder nicht (die Kompetenz muss ja nicht gleich "weg" sein).
    Aber die Leute sollen es einfach mal akzeptieren und sich dafür entschuldigen. Bringt imo so viel mehr als sich herauszureden.

  5. #1505
    Zerebrat Benutzerbild von Btah
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    Zitat Zitat von Bootdiskette Beitrag anzeigen
    Übersichtsartikel gibt es, Übersichtsdoktorarbeiten halte ich eher für unwahrscheinlich da es die Definition einer normalen Dissertation ist, dass sie sowohl die Fähigkeit zur eigenständigen Forschung dokumentiert, als auch ein zuvor nicht behandeltes Thema zum Gegenstand hat. Dass man in der Einleitung einen Überblick über den Stand der Forschung gibt ist klar.
    Also kann man mit Metastudien keine Diss machen? o_O

  6. #1506
    Belagerungspanzer (Panzermodus) Benutzerbild von Guerteltier
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    Zusammenfassungen und Metastudien, vor allem solche mit kleiner Stichprobe, sollten mMn Abschlussarbeiten von Studenten sein, also Master/Diplomarbeiten. Die Doktorarbeit dient der Erweiterung von bestehendem Wissen. Ich weiss aber auch von Bekannten, dass dies in Fächern wie Medizin, in denen 90% der Studenten auch den Doktor machen (müssen), gar nicht geleistet werden kann. Das wiederrum ist aber in meinen Augen ein fachspezifisches Problem und nicht allgemeine Bewertungsgrundlage des Doktorgrads.

    Was Plagiieren angeht ist meine Haltung klar. Ein Plagiat ist das Schmücken mit fremden Federn und ob absichtlich oder unabsichtlich, ist dabei schon fast egal. In meiner Uni wurden wir in den ersten Semestern laufend von der Professorenschaft darauf hingewiesen das Plagiate gar nicht gehen und deren Vermeidung Teil des wissenschaftlichen Arbeitens sind. Ich denke also, dass man mit einer ordentlichen Einnordung der Studenten den Plagiatsfehler ganz schnell beseitigt bekommt. Wer es dann nach Hausarbeiten, Abschlussarbeit und Dissertation immernoch nicht schaft, dem ist glaube ich dann auch nicht mehr zu helfen.

    Bei Schavan im Speziellem sehe ich kein Plagiat, sondern ne Hexenjagd was ja auch die Nichtteilnahme von Vroniplag nahelegt.
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  7. #1507
    Belagerungspanzer (Panzermodus) Benutzerbild von uTpepe
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    Versteh auch gar nicht, wieso Politiker immer meinen zu müssen, dass Sie einen Doktortitel brauchen. Dafür gibts doch dann die Experten und praxiserfahrenen die das ganze dem Politiker sachlich vorkauen.

  8. #1508
    Savassan / Jake Ramsey Benutzerbild von narc
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    Zitat Zitat von Guerteltier Beitrag anzeigen
    Ich weiss aber auch von Bekannten, dass dies in Fächern wie Medizin, in denen 90% der Studenten auch den Doktor machen (müssen), gar nicht geleistet werden kann. Das wiederrum ist aber in meinen Augen ein fachspezifisches Problem und nicht allgemeine Bewertungsgrundlage des Doktorgrads.
    Ist in der Medizin die Doktorarbeit nicht ohnehin quasi die Abschlussarbeit (eines "normalen" Studiums), so gesehen hast du mit der fachspezifischen Ausnahme einfach Recht.
    Aber der springende Punkt ist ja ohnehin nicht: Was ist inhaltlich eine gute Doktorarbeit? Sondern vielmehr: Welchen formalen Kriterien muss eine Doktorarbeit in jedem Fall genügen. Und daran scheitert unsere politische Elite ja gerade...

  9. #1509
    Savassan / Jake Ramsey Benutzerbild von Bootdiskette
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    Zitat Zitat von Sodom&Gomorrha Beitrag anzeigen
    Bei einem abgeschriebenen Satz wäre es definitiv zu hart, gleich den Titel verlieren zu müssen. Aber wenn die vielleicht oberste Regel beim wissenschaftlichen Arbeiten schon besagt, dass man geistiges Eigentum anderer kenntlich machen soll und genau das in krassem Umfang verletzt wird, sehe ich es schon als Betrug an. Vielleicht schaden Plagiatoren keinem finanziell, aber der ehrliche Student schaut da in die Röhre.
    Die Ideen anderer. Forschung als Erkenntnis kann kein 'geistiges Eigentum' sein, nur das Werk als Ganzes ist halt urheberrechtlich geschützt; bzw. die über das Zitat hinausgehende Übernahme von Textpassagen. D.h. es geht darum dass man sich nicht mit fremden Federn schmücken soll. Urheberrechtskonflikte ergeben sich erst wenn Leute wirklich extremst dreist ganze Passagen übernehmen und nicht referenzieren -- was zwar möglich aber immer noch sehr schwach wäre.

    Btah: Doch, es ist schon möglich aber eher selten. Mit einer Promotion soll stets ein Erkenntnisgewinn verbunden sein. Wenn das mit einer Metastudie passiert ist das okay, aber eine reine Zusammenfassung dürfte in nur extrem seltenen Fällen ausreichend sein.

    narc: nope. Der Abschluss des Medizinstudiums ist das 1. und danach das 2. Staatsexamen. Der Dr. med. wird gemacht weil es die Patienten erwarten, und weil ein Arzt ohne Dr. med. von vielen Patienten weniger ernst genommen wird, auch wenn er mglw. gleiche oder bessere Qualifikationen hat. Im deutschen Bewusstsein ist halt Arzt = Doktor.

    Eine gute Dissertation ist (z.B.) eine kurze, gut und verständlich geschriebene Arbeit die ein konkretes Problem der entsprechenden Wissenschaft benennt, definiert und Lösungsansätze oder sogar eine komplette Lösung erarbeitet. Die Dissertation sollte der Regelabschluss für Hochschuldozenten und Forscher sein. Nicht für eitle Menschen die nichts mit Forschung zu tun haben wollen -- was aber leider allzu oft der Fall ist.
    Zitat Zitat von Photon Beitrag anzeigen
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  10. #1510
    Belagerungspanzer (Panzermodus) Benutzerbild von Guerteltier
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    Zitat Zitat von Bootdiskette Beitrag anzeigen

    narc: nope. Der Abschluss des Medizinstudiums ist das 1. und danach das 2. Staatsexamen. Der Dr. med. wird gemacht weil es die Patienten erwarten, und weil ein Arzt ohne Dr. med. von vielen Patienten weniger ernst genommen wird, auch wenn er mglw. gleiche oder bessere Qualifikationen hat. Im deutschen Bewusstsein ist halt Arzt = Doktor.
    Wobei man schon entschärfend sagen muss, dass die Universitäten aufgrund dieses Problems die Promotion an das reguläre Medizinstudium nahtlos anschliessen. Dadurch ist der Dr. med. wesentlich schneller erlangbar als z.B. in Fächern wie Elektrotechnik wo kaum jemand promoviert, dafür aber natürlich auch die Qualität der Dissertationen niedriger, bzw. die Zahl der neuen Erkenntnisse geringer.
    http://spieltheorien.wordpress.com - Blog über Spielmechaniken und Hintergrundtheorie in Spielen

  11. #1511
    Raven Benutzerbild von zerg123
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    Endlich eine vernünftige Lösung für das Problem:

    Wolfgang Löwer, Professor für Öffentliches Recht in Bonn, schlägt eine Verjährungsfrist bei Plagiatsvergehen in Doktorarbeiten vor. Löwer beurteilt für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) als Ombudsmann wissenschaftliches Fehlverhalten.

  12. #1512
    Belagerungspanzer (Belagerungsmodus) Benutzerbild von FORYOUITERRA
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    Zitat Zitat von Bootdiskette Beitrag anzeigen
    Die Ideen anderer. Forschung als Erkenntnis kann kein 'geistiges Eigentum' sein, nur das Werk als Ganzes ist halt urheberrechtlich geschützt; bzw. die über das Zitat hinausgehende Übernahme von Textpassagen. D.h. es geht darum dass man sich nicht mit fremden Federn schmücken soll. Urheberrechtskonflikte ergeben sich erst wenn Leute wirklich extremst dreist ganze Passagen übernehmen und nicht referenzieren -- was zwar möglich aber immer noch sehr schwach wäre.

    Btah: Doch, es ist schon möglich aber eher selten. Mit einer Promotion soll stets ein Erkenntnisgewinn verbunden sein. Wenn das mit einer Metastudie passiert ist das okay, aber eine reine Zusammenfassung dürfte in nur extrem seltenen Fällen ausreichend sein.

    narc: nope. Der Abschluss des Medizinstudiums ist das 1. und danach das 2. Staatsexamen. Der Dr. med. wird gemacht weil es die Patienten erwarten, und weil ein Arzt ohne Dr. med. von vielen Patienten weniger ernst genommen wird, auch wenn er mglw. gleiche oder bessere Qualifikationen hat. Im deutschen Bewusstsein ist halt Arzt = Doktor.

    Eine gute Dissertation ist (z.B.) eine kurze, gut und verständlich geschriebene Arbeit die ein konkretes Problem der entsprechenden Wissenschaft benennt, definiert und Lösungsansätze oder sogar eine komplette Lösung erarbeitet. Die Dissertation sollte der Regelabschluss für Hochschuldozenten und Forscher sein. Nicht für eitle Menschen die nichts mit Forschung zu tun haben wollen -- was aber leider allzu oft der Fall ist.
    auch eine zusammenfassung kann erkenntnisgewinnend sein, wenn das dein kriterium an eine doktorarbeit ist. wenn dies sogar verständlich geschieht, dann ist es sogar erkenntnisgewinnender als eine völlig neue arbeit in der theoretischen physik.
    WinterSprinter.de http://wintersprinter.de

  13. #1513
    Savassan / Jake Ramsey Benutzerbild von Bootdiskette
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    ich habe metastudien ja nicht ausgeschlossen. sie sind nur nicht der regel- sondern eher der ausnahmefall.

    lol, verjährungsfrist für plagiatsvergehen. am besten gleich auch eine verjährungsfrist für mord. 6 monate klingt gut oder?
    Zitat Zitat von Photon Beitrag anzeigen
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  14. #1514
    Zerebrat Benutzerbild von Btah
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    Zitat Zitat von zerg123 Beitrag anzeigen
    Endlich eine vernünftige Lösung für das Problem:
    am besten läuft der Dr.-Titel dann nach dem gleichen Zeitraum ab

  15. #1515
    Savassan / Jake Ramsey Benutzerbild von Bootdiskette
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    Kann man dann zeitsparend mit der Ehe auf Zeit mit einem Amtsgang verlängern. Und den TÜV noch dazu.
    Zitat Zitat von Photon Beitrag anzeigen
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