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  1. #46
    Belagerungspanzer (Belagerungsmodus) Benutzerbild von FORYOUITERRA
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    hätte ich gewonnen, wenn ich jedem einzelnen der kinder vorrechnen wie hoch die wahrscheinlichkeit war, aus all diesen möglichkeiten, die er mit den farbigen servietten, unterschiedlichen schüsseln und löffelchen hatte, genau die rausgegriffen hat, die er dann doch nicht haben will? kann sowas noch mathematische frühforderung sein?
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  2. #47

  3. #48
    Banned Benutzerbild von Windie
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    Zitat Zitat von kirdie Beitrag anzeigen
    Ich mag diesen Begriff "sozial schwach" auch überhaupt nicht, als wäre Reichtum direkt proportional zu Geselligkeit und Umgangsformen oder so etwas...
    Was ich aber sehr bedenklich finde und irgendwie nur aus Deutschland kenne ist dieser geringe Stellenwert von Bildung und der teilweise Stolz auf Dummheit, z.B. glaube ich nicht, dass man z.B. im größten Teil von Asien eine Entsprechung für das Wort "Streber" findet, dort ist eine gute Bildung extrem wichtig und allgemein erstrebenswertes Ziel.

    @Iatros: Was hat das mit dem Thema zu tun? Oo
    ich würde schätzen dass mehr als die hälfte der deutschen proleten sind, locker..

    ich weiß nicht, wenn jemand hart arbeitet wird das in dtld eigentlich schon anerkannt, nur viel bildung ist den meisten halt befremdlich weil unbekannt

  4. #49
    Raven Benutzerbild von Shabazza
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    Zitat Zitat von Windie Beitrag anzeigen
    ich würde schätzen dass mehr als die hälfte der deutschen proleten sind, locker..
    Deine Eigenkritik in allen Ehren, aber..

    ich weiß nicht, wenn jemand hart arbeitet wird das in dtld eigentlich schon anerkannt, nur viel bildung ist den meisten halt befremdlich weil unbekannt
    ..das Phänomen der Bildung hat mehr etwas mit der freien Verfügbarkeit zu tun. Während es in Asien geläufig ist, dass die Schulen eine beträchtliche Menge an Geld kosten und die Kinder das auch nicht als etwas sehen, was sie in den Arsch geschoben bekommen, ist es bei uns eben ein frei verfügbares Gut.

    Freie Verfügbarkeit geht eben auch immer mit anderer Werteinstellung gegenüber jenem Gegenstand mitein.
    あの時 最高のリアルが向こうから

  5. #50
    Rächer Benutzerbild von muham
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    Ich bin in einer Hartz 4 aufgewachsen und habe inzwischen einen Doktortitel. Meine Familie ist alles andere als bildungsfern, bloss nicht vermögend und die Eltern waren nie in der Lage zu arbeiten. Man muss auch sagen, dass es für eine Person fast unmöglich ist so viel zu verdienen wie eine "Bedarfsgemeinschaft" braucht, denn da muss man schon mehr als 2000 Eur/Monat verdienen damit man von Hartz 4 abspringen kann. Und da beide Elternteile gesundheitliche Probleme hatten und generell keine volle Stelle ausgehalten hätten, war es einfach unmöglich so viel zu verdienen.

    Der Staat hat mir zum Glück alles ermöglicht: in der Schule bekam ich die Lehrbücher oder Klassenfahrten stets bezahlt. Später bekam ich Bafög. Am schwierigsten ist die soziale Ausgrenzung: die meisten Kinder aus bürgerlichen Familien kommen dich ungerne in einem Ghetto besuchen. Genauso war es als 80% der Schulklasse ein Auto zum 18. Geburtstag bekamen und die anderen zumindest das Fahrzeug der Eltern ab und zu fahren durften. Meine Eltern hingegen haben niemals eins gehabt. Heutzutage kann ich mir gut vorstellen, dass all die i-Gadgets, Notebooks etc. eine große Rolle spielen. Meine Eltern mussten für einen PC immer ein Jahr sparen und nach 2-3 Jahren musste er erneuert werden...

    Die meisten anderen Freunde aus ähnlichen Verhältnissen haben deshalb oft vom großen Geld geträumt und deswegen so früh wie möglich aufgehört zu lernen, um arbeiten zu können, aber eben nicht weil sie zu dumm für die Schule waren. Ist ja auch kein Wunder, ich bin kein einziges Mal sitzen geblieben und habe schnell studiert und bekam mein erstes ordentliches Gehalt erst mit 28. In dieser kapitalistischen Gesellschaft ist es schwierig einen solchen Weg einzuschlagen, wenn man keinen Papi mit dickem Geldbeutel hinter sich stehen hat. Alle die hier abwertend über Hartz-4-Kinder reden, sollten zunächst überlegen wie weit sie es geschafft hätten, wenn die Eltern sie finanziell nicht unterstützt hätten.

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