Blizzard antwortet auf Storyfragen - Teil 2
Blizzard hat den zweiten Teil der Storyfragen veröffentlicht indem unter anderem auf die lang umstrittene Debatte zur Fortbewegung der Zerg im Vacuum und Raynors Vergangenheit eingegangen wird. Insgesamt gibt es vier Antworten, welche nicht allzu viel neues verraten, dennoch ein paar Missverständnisse endgültig beseitigt haben sollten, so zB, dass Mutalisken Gas als Antrieb nutzen. Weitere Fragen werden in den kommenden Wochen nach und nach beantwortet, wobei es wahrscheinlich insgesamt nicht mehr als ~30 Antworten sein werden, was bisher aber nur Spekulationen sind und nicht bestätigt wurde.
Jim hatte eine Frau und einen Sohn, bevor er Kerrigan traf. Welche Rolle spielt dieser Umstand bei dieser „Einzig-wahre-Liebe-Geschichte“ mit Sarah?
Wir haben nie behauptet, Kerrigan wäre Jims einzig wahre Liebe.
Jim hatte für wenige Jahre ein wunderbares Leben und verlor dann alles. Als Soldat trat er dann in eine neue Lebensphase ein (oder man könnte auch sagen: kehrte er zu einer alten Lebensphase zurück), in der alles schneller und intensiver ablief. Die Emotionen kochten über. Jim hegte starke Gefühle für Sarah und liebte sie sogar, was aber nicht bedeutet, dass er dadurch die Gefühle für seine Familie verraten hat. Menschen trauern und ziehen dann – schlussendlich – weiter.
Am Ende von Wings of Liberty war Mengsks Imperium im Begriff zusammenzubrechen. Die Zerg hatten die meisten Randwelten überlaufen und nahmen Kurs auf die Kernwelten. Raynor hatte Mengsks Völkermord auf Tarsonis der gesamten Liga offenbart, was zu offenen Revolten und Ausschreitungen in den Straßen der großen Städte, darunter Augustgrad, führte. Sein Sohn beschlagnahmte daraufhin in einer verzweifelten Aktion die halbe Flotte, um die Königin der Klingen zu töten. Wie konnte Mengsk inmitten all dieser Konflikte die Kontrolle über die Terranische Liga beibehalten?
Mit einer Mischung aus Brutalität, unglaublichen Intrigen und altmodischer Gerissenheit. Mengsks Imperium zu Zeiten von Heart of the Swarm ist alles andere als sicher, doch er ist schlau und hat Mittel und Wege, seine Macht zu erhalten. Hätte der Schwarm versucht, sein Imperium zu stürzen, oder wären die Kel-Morianer zu dieser Zeit noch ein ernstzunehmender Feind gewesen, hätte das den Untergang bedeuten können. Aber denkt daran, dass der Schwarm Planeten einnahm, um nach dem Artefakt zu suchen, und zerbrach, als die Königin der Klingen verschwand. Außerdem liefen auch die Kel-Morianer damals Gefahr auseinanderzubrechen.
Warum ließ Jim Raynor alles außer Acht, was in StarCraft I/Brood War geschah? Und warum verliebte er sich in Kerrigan, statt sie zu töten? Immerhin hatte er einige SCHLIMME Aktionen von ihr miterlebt.
Zuallererst müssen wir berücksichtigen, wie Kerrigan auf Jim wirkte. Natürlich war sie für Horner, Tychus und die Besatzung der Hyperion ein bösartiges Wesen, das für seine Verbrechen bezahlten musste. Für sie (und lange Zeit auch für Jim) gab es keinen Unterschied zwischen Kerrigan und der Königin der Klingen. Aber als Valerian davon sprach, Sarah zu retten, hat es bei Jim klick gemacht. Könnte irgendwo in dieser erbarmungslosen außerirdischen Königin wirklich noch die alte Sarah verborgen sein? Eine kaltblütige Killerin zwar, aber keine Massenmörderin ...? War das möglich? Jim wusste nicht wirklich eine Antwort auf diese Fragen. Er hatte erlebt, wie die Königin der Klingen alle täuschte, und er vertraute Valerians Einschätzung nicht vollständig. Für Jim lief es also auf sein Bauchgefühl hinaus – so wie immer. Er hatte eine Wahl: an seinem Hass auf Mengsk und die Königin der Klingen festzuhalten oder sich der Hoffnung hinzugeben, dass er es vielleicht geraderücken könnte. Und sein Bauchgefühl sagte ihm, dass er die Gelegenheit wahrnehmen sollte.
Jim hatte in seinem Leben mehr verloren als die meisten anderen und das ließ die Vorstellung, Kerrigan zurückzuholen, in seinem Kopf noch verlockender erscheinen. Er hatte Familienmitglieder, Freunde, Welten, Ideale verloren ... Und er glaubte, auch Kerrigan verloren zu haben. Dann erfuhr er, dass Hoffnung bestand, sie zurückzuholen. Zum ersten Mal hatte er die Chance, etwas wiederzubekommen, was für ihn verloren war – seine einzige Möglichkeit, die Dinge zu verbessern, statt nur dafür zu sorgen, dass sie sich nicht verschlechtern.
Wie fliegen Einheiten wie der Mutalisk oder die Banshee durch den Weltraum, wenn es dort gar keine Luft gibt?
Eine weitere sehr gute Frage, die intern schon zu Debatten, Haareraufen und Wurfattacken mit Möbelstücken geführt hat. Vereinfacht gesagt produzieren Mutalisken ein Gas, das sie beim Ausstoßen im Vakuum antreibt, da es gegen ihre Masse drückt. Das Manövrieren gestaltet sich zwar schwierig, allerdings können sie ihr Gas in verschiedene Richtungen ablassen.
In einer Atmosphäre benutzen sie einfach ihre Flügel. Das Gas wird nur für den Weltraumflug verwendet. Und falls sich jemand fragen sollte, warum sie im Weltraum mit den Flügeln schlagen, gibt es eine simple Antwort: Instinkt. Wie bei einem Hund, der mit den Hinterläufen strampelt, wenn man ihm den Bauch krault.
Bei allen Terraner- und Protoss-Einheiten ist die Antwort noch simpler: Sie sind mit einem Standardantriebssystem für Raumflüge ausgestattet.


















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