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Archiv

Heart of the Swarm - Intro und neue Kampagneninfos

von General Mengsk (Autoren-Archiv) am 22.01.2013 um 09:01

Keine zwei Monate sind es mehr bis zum Erscheinen von Heart of the Swarm. Die Erweiterung bringt neue Einheiten für alle drei Rassen im Multiplayer und eine Kampagne mit 20 Missionen im Singleplayer. Dazu kommen neue Replayfunktionen, Battle.net-Update, KI-Steuerung und einiges mehr. inStarcraft war für euch bei Blizzard und bringt euch auf den letzten Stand in Sachen Heart of the Swarm. Erstmals mit im Gepäck: Das vollständige Intro-Cinematic.

Das Intro

So beginnt sie also, die Fortsetzung der StarCraft-Geschichte. Das Ende von Wings of Liberty lässt viele Fragen offen und so mancher wartet seit fast drei Jahren brennend darauf zu erfahren, wie es nun weitergeht. Einen ersten Anstoß dafür liefert das Introvideo von Heart of the Swarm, bei dem sich die Cinematic-Abteilung einmal mehr alle Mühe gegeben hat eine erstklassige Produktion abzuliefern. Die eine oder andere Einstellung kennen wir übrigens schon, ohne es zu wissen, aus Screenshots oder den Teaservideos. Hier gibt es nun das vollständige, fast drei Minuten lange Machwerk, einmal auf deutsch und einmal auf englisch:

Deutsche Version

Englische Version

Demovideo zur Kampagne

Neben der Präsentation des Intros stand vor allem die Kampagne im Mittelpunkt der Presseveranstaltung. Insgesamt drei Missionen waren dabei anspielbar, zwei davon waren komplett neu, eine war seit 2011 bekannt, aber überarbeitet worden. Zur Kampagne hat Blizzard ebenfalls ein Video veröffentlicht. Allzu viel über die Story verrät es nicht, wer allerdings wirklich jeden Hinweis vermeiden will, sollte lieber den nachfolgenden Textabschnitt Die Machart der Kampagne lesen und auf das Video verzichten. Allen anderen sei gesagt: Es macht richtig Lust auf die Kampagne!

Screenshots

Storymodus Missionen Battle.Net / UI Multiplayer

Die Machart der Kampagne

Dieser Abschnitt ist spoilerfrei, d.h. er verrät nichts über die Geschichte!

Die Kampagne von Heart of the Swarm greift die Elemente auf, die wir bereits aus Wings of Liberty kennen, allerdings ohne diese 1:1 von Terranern auf Zerg zu übertragen. Im folgenden stellen wir euch die zentralen Aspekte vor:

Heart of the Swarm - Das Kampagnensystem auf einen Blick
  • Storymodus zwischen den Missionen ähnlich wie in Wings of Liberty
  • 20 Missionen (inkl. diverser neuer Terrains)
  • zusätzlich: Mini-Missionen („Evolutionsmissionen”) bei Weiterentwicklung von Einheiten
  • Kerrigan ist fast in jeder Mission als Heldeneinheit mit dabei
  • Kerrigan sammelt Machtpunkte (Level) ähnlich wie in einem RPG
  • Spieler kann fortlaufend auswählen welche Fähigkeiten Kerrigan nutzen soll
  • In ähnlicher Weise gibt es (nichtpermanente) Wahlmöglichkeiten bei den Einheitenupgrades

Ihr wollt es genauer wissen? Kein Problem, in den folgenden Abschnitten verraten wir euch, was sich hinter den obigen Punkten genau verbirgt:

Storymodus

Wie schon in Wings of Liberty reiht sich auch in Heart of the Swarm nicht einfach Mission an Mission. Stattdessen kehrt man immer wieder in den sogenannten Storymodus zurück, in der man Kerrigans Treiben aus der 3rd-Person-Perspektive verfolgt. Dabei kann man mit verschiedenen Kreaturen sprechen, darunter die schon seit 2011 bekannten Abathur und Izsha. Abathur übernimmt zudem die Weiterentwicklung des Schwarms und ist damit quasi der Rollennachfolger von Rory Swann. Allerdings sind die Zerg herzlich wenig auf Geld angewiesen, aber mehr zu den Upgrades weiter unten. Die Gespräche im Storymodus dienen am Anfang zunächst zur Orientierung, werden dann aber bald zum subtilen Mittel des Storytransports, da sie ein genaueres Bild von den Charakteren ermöglichen und auch eventuelle Spannungen und Ansichten zum Spieler transportieren.

20 Missionen

Am Ende bleibt es bei dem, was schon 2011 verkündet wurde: Mit 20 Missionen wird Heart of the Swarm etwas weniger Missionen haben als Wings of Liberty, welches noch über insgesamt 29 Missionen verfügte. Ob es angemessen ist die reinen Zahlen zu vergleichen, wird sich noch zeigen müssen, denn nicht alle Missionen in Wings of Liberty waren besonders lang. Da wir in Heart of the Swarm aber auch den Anfang noch nicht kennen, kann man nicht sagen, wie es sich in Sachen Spielzeit und Spielspaß verhält. Klar ist allerdings bereits: Es wird keine ausschließenden Missionswahlen im Stile von „A oder B” geben, wie dies in Wings of Liberty insgesamt drei Mal der Fall war.

HotS: Ein Rundgang durch drei Missionen auf Khaldir

Mehr über die Aufmachung der Missionen gibt es im weiterführenden Artikel HotS: Ein Rundgang durch drei Missionen auf Khaldir.

Evolutionsmissionen

Sobald man gewisse Voraussetzungen erfüllt hat, z.B. den Abschluss einer bestimmten Mission, kann man eine Einheit seines Schwarms weiterentwickeln. Dabei gibt es stets zwei Entwicklungsstränge zur Auswahl, die jedoch nicht kombiniert werden können, sondern einander ausschließen. Man muss sich also entscheiden und zwar endgültig. Während man sich dabei ursprünglich auf die Beschreibungen und eine kurze Demovideoszene verlassen musste, so wie das z.B. in Wings of Liberty für alle Upgrades und Forschungen der Fall war, gibt es nun bei jeder Entscheidung eine kleine Mission, in der man zunächst beide Varianten ausprobieren kann und sogar etwas über deren Entstehungsgeschichte erfährt. Erst danach muss man sich dann für einen Strang entscheiden, der von nun an unumkehrbar bis zum Ende der Kampagne automatisch zur Verfügung steht. Eine solche Entscheidungsmission, die offiziell „Evolutionsmission” heißt, dauert in der Regel nur wenige Minuten.

Kerrigan als Heldin auf dem Schlachtfeld

Veteranen kennen es aus dem Original-StarCraft und auch in Wings of Liberty waren sie vorhanden: Helden, die direkt auf dem Schlachtfeld mitkämpften. Raynor im Marineanzug, Tychus im Odin oder der getarnte Zeratul, sie alle haben eines gemeinsam: Sie dürfen in den Missionen, in denen sie auftauchen, nicht sterben. Deswegen sind sie bei Wings of Liberty auch nur in wenigen Missionen mit von der Partie, denn in der Masse der großen Armeen würden sie keinen Unterschied machen und die Helden würden, wie häufig im Original, die meiste Zeit der Mission hinten im Basislager verbringen. Das ist bei Kerrigan anders. Kerrigan ist stark und wird im Laufe der Kampagne sogar noch wesentlich stärker. Sie macht den Unterschied in den Kämpfen und vor allem stirbt sie nicht, sondern muss im Falle des vollständigen Trefferpunkteverlusts nur 60 Sekunden regenerieren bevor sie wieder zur Verfügung steht. Damit kann man Kerrigan unbeschwert auf in die Schlacht schicken, ganz wie mancher es noch von den Helden in WarCraft III kennt.

Kerrigan und die Machtpunkte/Level

Ähnlich wie in klassischen Rollenspielen levelt auch Kerrigan in Heart of the Swarm hoch. Allerdings tut sie das nicht direkt innerhalb von Missionen, sondern nur danach, wenn man wieder das entsprechende Menü dafür besucht. Durch dias Erfüllen bestimmter Missionsziele kann Kerrigan Machtpunkte (Level) sammeln, in manchen Mission mehr in anderen weniger. Mit jedem neuen Level kann sie direkt ihre Eigenschaften verbessern, z.B. mehr Trefferpunkte bekommen, mehr Schaden machen, mehr Energie für Spells kriegen oder mehr Panzerung bekommen. Erreicht sie bestimmte Levelhürden, werden zudem jeweils zwei neue Fähigkeiten freigeschaltet, wovon der Spieler sich vor jeder Mission für eine entscheiden muss. Diese Entscheidung ist aber nicht endgültig. Vor einer neuen Mission oder vor einem neuen Versuch derselben Mission kann er auch die jeweils andere verfügbare Fähigkeit auswählen und damit Kerrigan so ausstatten, wie es seinem Spielstil und den Anforderungen der Mission entspricht.

Mutation neben Evolution: Das Upgradesystem

Neben der Weiterentwicklung der Einheiten zu neuen Gattungen (s.o.) gibt es auch noch die Möglichkeit seine Einheiten etwas zu verbessern ohne gleich ihr Aussehen zu verändern. Pro Einheit gibt es dabei jeweils drei Mutationen zur Auswahl, zwischen denen sich der Spieler fortlaufend neu entscheiden kann, ähnlich wie bei den Fähigkeiten von Kerrigan. Damit er diese Auswahl treffen kann, muss die entsprechende Einheit allerdings erst eingeführt worden sein, was bedeutet, dass man diese Verbesserungen niemals in der Mission, in der eine Einheit eingeführt wird, schon nutzen kann, sondern frühestens eine Mission später.

Multiplayer - Battle.Net und Interface

Mit Heart of the Swarm kommen nicht nur ein paar neue Einheiten, sondern das Battle.Net bekommt eine neue Oberfläche und einige neue Funktionen. Die zentralen Neuerungen zunächst im Überblick:

Während die meisten Punkte bekannt sind, gibt es auch einige Neuerungen, die wir euch noch einmal genauer vorstellen wollen:

Einheitenskins als Belohnung im Erfahrungsystem

Während das neue Erfahrungslevelsystem an sich bereits seit einiger Zeit bekannt ist und in der Beta erprobt wird, wurde im Rahmen der Pressetour enthüllt, dass es bei Erreichen des höchsten Levels pro Rasse sichtbare Änderungen an einigen ausgewählten Einheiten des Spielers im Multiplayer gibt. Die Details werden noch ausgearbeitet und sind nicht endgültig, aber angedacht sind maximal zwei Einheiten pro Rasse, wobei mindestens eine davon eine Basiseinheit ist. Bei den Protoss wäre das z.B. der Berserker. Die Änderungen sollten merkbar, aber auch nicht zu auffällig sein, damit sie im Mehrspielermodus nutzbar sind. Wer sie trotzdem nicht wag, soll aber die Option bekommen diese abzuschalten. Für die unteren Level sind Dinge wie größere Decals angedacht.

Neue Replayfunktionen: Gemeinsam schauen, Spiel wiederherstellen, Kontrolle übernehmen

Insgesamt drei neue Replaymöglichkeiten wird es geben, darunter auch die lange geforderte Option Replays gemeinsam zu schauen. Doch auch die beiden anderen sind einen Blick wert:

  • Watch with others: Das Gemeinsame Schauen eines Replays im Battle.net
  • Recover Game: Ermöglicht es ein Spiel zu einem festgelegten Zeitpunkt wieder zu starten, ohne daß die Spieler das Replay selbst sehen. (Ausgerichtet vor allem auf eSport-Anwendung.)
  • Take Command: Einsteigen anstelle der ursprünglichen Spielers in einem Replay. Die Zahl der menschlichen Spieler sollte identisch mit derselben im Replay sein.

Der Unterschied zwischen den letzten beiden Optionen ist vor allem die Sichtbarkeit von Informationen. Während bei Take Command man bereits das Replay betrachtet, um dann einzusteigen, ist Recover Game gerade darauf ausgelegt, dass die beteiligten Spieler keine Infos aus dem Replay haben und allenfalls ein Admin vorher nachgesehen hat welcher Zeitpunkt der beste zum Fortsetzung der Partie ist. Wenn es also in Zukunft ärgerliche Verbindungsabbrüche bei Turnieren gibt, dürfte diese Funktion zum Einsatz kommen. Natürlich kann sie auch jeder privat für seine Partien mit Freunden nutzen.

Spieler in deiner Nähe

Noch recht wenig bekannt ist die Funktion Spieler in deiner Nähe, die auch als „Pseudo-LAN” bekannt ist. Sie soll vor allem das Auffinden von anderen Spielern, die mit einem über ein lokales Netzwerk verbunden sind, deutlich erleichtern. Bisher musste man diese Spieler wie alle anderen auch über einen verabredeten Chatkanal oder die Kontaktliste erreichen. In Zukunft gibt es direkt eine zweite Liste, in der automatisch alle Spieler auftauchen, die im selben lokalen Netzwerk wie man selbst sind. Diese kann man dann direkt kontaktieren oder in Spiele einladen ohne zuvor auf anderem Weg Kontaktdaten austauschen zu müssen oder ähnliches.

Trainingsmodus

Der Trainingsmodus soll in Zukunft der erste Schritt für Neulinge im Battle.Net sein. Im Grunde ist er eine Art Weiterentwicklung der Challenges aus Wings of Liberty, wobei nun der Fokus noch stärker auf dem gezielten Training von Grundlagen liegt. Auch wenn das Training selbst bereits gestaffelt ist, wird es von Blizzard nur als erster Schritt im Multiplayer gesehen, wie auch die horizontale Menüführung suggeriert. Die nächsten Schritte danach sind das Spiel gegen die KI, anschließend das unbewertete Ladderspiel und schließlich das klassische, bewertete Ladderspiel.

Interviews

Im Rahmen der Pressetour hatten wir auch die Gelegenheit zu zwei Interviews: Chris Sigaty ist Production Director für StarCraft II und neben Dustin Browder der zweite führende Kopf für die Entwicklung von StarCraft II. Samwise Didier ist Senior Art Director bei Blizzard und damit der Chef für alles, was Grafik und Kunstwerke angeht. Sowohl Samwise als auch Sigaty waren schon am Original-StarCraft beteiligt.

Chris Sigaty: Die Replayfunktionen haben Monate gedauert
Chris Sigaty, Production Director für StarCraft II, über die neuen Replayfunktionen, die Änderungen im Singleplayer und die verbleibenden Baustellen bis zum Release von Heart of the Swarm. weiterlesen...
Samwise Didier: StarCraft sind mindestens zwei Spiele
Samwise Didier, Senior Art Director bei Blizzard, über die Tücken des Missionsdesigns, die ersten Pläne für Legacy of the Void und den Zeitfaktor Grafik für die Entwicklung eines AddOns. weiterlesen...

Kommentare

22.01.2013 - 09:37
418 Kommentare
Registriert: 17.04.2002
Also den Cinematic Trailer finde ich schonmal ziemlich toll :> Ich glaub ich sollte das Spiel mal langsam vorbestellen. Bekam man nicht auch noch irgendwie was für Diablo 3, wenn man vorbestellt?

Edit: Hab mal eben gesucht, die Kerrigan-"Flügel" für Diablo 3 gibt es nicht beim Vorbestellen, sondern bei der Digital Deluxe und Collector's Edition, siehe http://starcraft2.ingame.de/kommentare.php?newsid=113860
Zuletzt editiert von ex'ratt am 22.01.2013 - 14:46
22.01.2013 - 09:39
2: Sok4R 
288 Kommentare
Registriert: 27.02.2005
Guter Artikel. Weiter lese ich aber mal nicht, will spoiler vermeiden ;)

btw. im englischen Intro Video fehlt der Ton, hier auf Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=MVbeoSPqRs4
22.01.2013 - 12:11
100 Kommentare
Registriert: 23.07.2009
ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu beschreiben wie gehyped ich bin :D
22.01.2013 - 19:00
7 Kommentare
Registriert: 26.11.2003
heftig geiles cinematic und die mucke.. uber
23.01.2013 - 12:07
60 Kommentare
Registriert: 29.10.2002
guter text, ABER dier battlecruiser in der cinematic ist doch nicht 500meter lang, der muss viel größer sein, wenn man bedenkt, dass er so weit weg aufkommt.
23.01.2013 - 13:01
25 Kommentare
Registriert: 12.07.2003
Ohne Marauder ist schon schlecht gegen Ultras ^^

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