Episode 1: Rebellion
Aus Starcraft Wiki
Die Terranerkampagne in StarCraft schließt sich direkt an den Vorspann an, in dem die Zerstörung des Planeten Chau Sara durch die Protoss gezeigt wird. Chau Sara war eine entlegene Kolonie der Konföderation und wurde kurz zuvor von einer bisher unbekannten, weiteren außerirdischen Rasse names Zerg infiziert. Man selbst spielt den Magistrat der Schwesterkolonie Mar Sara, der durch die jüngsten Ereignisse nun turbulente Zeiten bevorstehen. Die Macht der Konföderation, die seit dem Ende der Gildenkriege vor rund zehn Jahren die meisten terranischen Kolonien im Koprulu-Sektor verwaltet, beginnt zu bröckeln.
Inhaltsverzeichnis |
Kasernenhof
Tutorial: Bei dieser Einführungsmission, die den Spieler mit den grundlegenden Prinzipien Ressourcensammlung und Einheitenversorgung vertraut machen soll, handelt es sich storytechnisch um eine Simulation für den neu auf Mar Sara eintreffenden Magistraten. Obwohl zur Erfüllung der Mission keinerlei Kämpfe notwendig sind, existieren bereits ein paar feindliche Zerglinge sowie einige Marines zur Verteidigung in der Simulation.
Ödland
Mission 1: Nach der Zerstörung von Chau Sara plant die Konföderation auch für eine eventuelle Evakuierung ihrer Kolonie Mar Sara. Als Vorbereitungsmaßnahme sollen auf Befehl des konföderierten General Duke alle Kolonisten hinaus in die Ödlandgebiete geschickt werden. Auf dem Weg dorthin trifft man auf James Raynor, den örtlichen Marshall. Ziel der Mission ist es, 10 Space-Marines auszubilden und damit den Grundstein für eine koloniale Miliz zu legen. Dabei kommt es zu kleineren Kämpfen mit Zerglingen und es wird bereits an mehreren Stellen deutlich, daß die Konföderation kaum Rückhalt bei den lokalen Truppen besitzt, sondern vorwiegend als weltfremd und arrogant gilt.
Außenposten
Mission 2: Der Stützpunkt Backwater Station wird von unbekannten Aliens, die sich schnell als Zerg herausstellen, angegriffen. Ein automatisches Notsignal an die Konföderation beantwortet Duke mit dem Hinweis, daß man sich darum kümmern werde. Raynor ist allerdings nicht davon überzeugt, daß die konföderierte Verstärkung schnell genug eintreffen wird und so macht sich die eigene Miliz mit ihm an der Spitze selbst auf, um die Station zu retten.
Mit den Marines und Raynor wird die Befreiung nicht schwer, doch dabei zeigen sich nicht nur Einheiten, sondern auch organische Gebäude der Zerg sowie zuletzt eine infizierte Kommandozentrale. Raynor will kein Risiko eingehen und befiehlt die Zentrale zu zerstören. Duke ist davon wenig begeistert und lässt Raynor daraufhin wegen Zerstörung einer lebenswichtigen Einrichtung Einsperren.
Bündnis der Verzweiflung
Mission 3: Offenbar hat man sich bei der Konföderation wegen der Verhaftung Raynors beschwert, doch Duke schenkt dem wenig Gehör. Er bezichtigt einen der Illoyalität und gibt indirekt zu erkennen, daß von der Konföderation keine weitere Hilfe gegen die Zerg mehr zu erwarten ist. Angesichts der Bedrohung für die Kolonisten ist aber militärische Hilfe dringend von Nöten, doch die einzige Fraktion, die reagiert sind die Söhne von Korhal unter Arcturus Mengsk, einer Extremistenorganisation, die gegen die Konföderation kämpft. (Ep0: Strongarm) Er verspricht Landefrachter für die Evakuierung vorbeizuschicken, welche allerdings erst in 30 Minuten eintreffen können. Solange gilt es durchzuhalten. (Ursprünglich war es alternativ auch möglich zu Mengsk' Transportern durchzubrechen, die Auslöser hierfür sind in der offiziellen Version jedoch deaktiviert.)
Der Maulwurf
Mission 4: Da die Zusammenarbeit mit Mengsk aus Sicht der Konföderation ein Verbrecher darstellt, wurde man vom Amt des Magistraten suspendiert und eine offizielle Untersuchung eingeleitet. Überraschend meldet sich Raynor zurück, der von den Söhnen von Korhal aus dem Gefängnisschiff befreit wurde. Obwohl der öffentliche Ruf dieser Extremistenorganisation alles andere als gut ist, machen Mengsk und seine Leute auf Raynor einen ganz vernünftigen Eindruck.
Da Mar Sara inzwischen von ungeahnten Massen an Zerg bevölkert wird, plant die Konföderation den Planeten aufzugeben und auch die Rebellen können sich einen Verbleib nicht leisten. Vor dem Abflug jedoch will Mengsk noch das Chaos nutzen, um Waffenpläne der Konföderation aus ihrer lokalen Basis auf Mar Sara zu stehlen. Raynor führt die Eingreiftruppe persönlich an und entdeckt überraschenderweise in der Installation sogar gefangene Zerg. Mengsk bestätigt die Entdeckung und deutet an, daß die Konföderation viel mehr weiß, als sie sagt und möglicherweise die Zerg sogar selber gezüchtet habe. Schließlich gelingt der geplante Datendiebstahl.
Revolution
Mission 5: Noch während der Flucht zur Kolonie Antiga Prime wird Mar Sara von der Protossflotte heimgesucht und das komplette Leben auf dem Planeten ausgelöscht. In der neuen Kolonie angekommen, plant Mengsk bereits den nächsten Schachzug, um die Einfluß der Konföderation über ihre Randwelten zu schmälern. Auf Antiga Prime gibt es auch eine Rebellenorganisation, die allerdings von konföderierten Streitkräften festgesetzt wurde. Mengsk schickt seine Stellvertreterin, Sarah Kerrigan, zusammen mit Raynor los, um die Rebellion wieder anzufachen. Dank ihrer Geistfähigkeiten ist Kerrigan in der Lage in die Kommandozentrale einzudringen und der konföderierten Offizier zu töten.Die dankbaren Rebellen beginnen sofort mit den Söhnen von Korhal zusammenzuarbeiten und schnell gelingt es die verbleibenden Belagerer auszuschalten. Doch die Konföderation hat bereits Verstärkung entsannt und so gilt es nun auch die neue Basis des Alpha Squadrons zu beseitigen.
Norad II
Mission 6: Das Kommandoschiff von General Duke, die Norad II, stürzt nach einem Zergangriff im Orbit von Antiga Prime auf den Planeten, umgeben von Zergbruten. Duke sendet einen unverschlüsselten Notruf, den Mengsk empfängt. Er beschließt, zum Entsetzen von Raynor und Kerrigan, den konföderierten General zu retten, da er sich ihn als wichtigen Verbündeten erhofft.Duke ist überrascht, als er feststellt, wer ihn da rettet. Zunächst sträubt er sich die Seiten zu wechseln, doch Arcturus ist so überzeugend, daß der konföderierte General tatsächlich die Seiten wechselt und von nun an den Söhnen von Korhal dient.
Alles oder nichts
Deaktivierte Mission 7: Raynor ist mit der bisherigen Defensivtaktiv gegenüber den Zerg unzufrieden und befürchtet ein Ende wie auf Mar Sara. Er rät zum Angriff auf den Schwarmcluster der Zerg, worauf Duke heftig widerspricht und ein Streit zwischen Raynor und Duke entbrennt. Mengsk und Kerrigan halten den Plan für verwegen, aber durchführbar. Raynor und Duke sollen nun gemeinsam den Angriff durchführen.
Im Verlauf der Mission zeigt sich, daß man es mit weit mehr Zerg zu tun hat, als man verkraften kann. Doch plötzlich meldet sich unerwartete Hilfe. Der Hohe Templer und Exekutor der Protoss-Flotte, Tassadar, hat den Kampf der Terraner gegen die Zerg beobachtet und verspricht Unterstützung durch seine Trägerflotte. Raynor freut sich über die plötzliche Hilfe, Tassadar bewundert seinen Mut.
Anmerkungen
- Die Herausnahme dieser Mission ist vor allem aus handlungstechnischer Sicht überraschend. Mit der Mission verschwindet nicht nur das erste direkte Auftreten der Protoss in der Kampagne, sondern auch das Zusammentreffen von Raynor und Tassadar aus der Erzählung. Später wird aber mehr oder weniger ausdrücklich auf dieses Zusammentreffen hingewiesen, so daß sich diese Mission nach wie vor nahtlos in die Kampagnengeschichte einfügt.
Die Trumpfkarte
Mission 7: Die Position der Rebellen auf Antiga Prime wurde entdeckt und eine konföderierte Flotte hat ein Basislager errichtet und versperrt nun die Flucht. Zusätzlich stellt sich heraus, daß die gestohlenen Daten gar keine Waffenpläne enthielten, sondern Pläne für einen sogenannten PSI-Emitter. Bereits die PSI-affinen Ghosts hatten die Aufmerksamkeit der Zerg erregt und die Emitter waren nun noch im viel stärkeren, gar interplanetaren Ausmaß ein Mittel, um Zerg anzulocken.
So kommt Arcturus Mengsk zu dem Schluß, daß die Zerg gar eine von der Konföderation erfundene Waffe sind, um unliebsame Kolonien auszurotten, ganz so wie sie einst seine Heimatwelt Korhal einem nuklearen Trommelfeuer unterzogen hatten. Nur würde bei einer Alienrasse niemand die Konföderation verantwortlich machen, nein sie würden gar noch als Retter gefeiert. Also beschließt er den Spieß umzudrehen und die Emitter als Waffe gegen die Konföderation einzusetzen. Kerrigan soll einen nach den Bauplänen zusammengesetzten Emitter in der Kommandozentrale des Außenpostens platzieren. Sie hat Bedenken aufgrund ihrer eigenen Vergangenheit, die Mengsk allerdings mit dem Appell an das höhere Ziel beiseite wischt.
Der Plan gelingt und die Zergbruten vernichten die überraschten Truppen der Konföderation, indessen können die Rebellen von Antiga fliehen. Daraufhin säubert die Flotte Tassadars auch Antiga Prime.
Der große Vorstoß
Mission 8: Nach den Randwelten will Mengsk nun zum großen Schlag gegen die Konföderation ausholen und ihre Hauptwelt Tarsonis ausschalten. Der Planet ist jedoch von einer heftigen Orbitverteidigung umgeben, die erst ausgehebelt werden muß. General Duke, der Tarsonis bei über 30 Schlachten verteidigt hat, kennt sich bestens aus und schlägt, zur Überraschung Raynors, einen Frontalangriff auf die zentrale Orbitalplattform vor, welche von Einheiten des Omega- und Delta-Squadron bewacht wird. Es gelingt ein Loch in die Verteidigung zu schlagen und so bis auf die Oberfläche des Planeten vorzudringen.
Anmerkungen
- Durch die Herausnahme der nachfolgenden Mission wird der im nächsten Abschnitt erwähnte Emitterdialog mit Duke bereits am Ende dieser Mission abgespielt. Außer dieser Verdopplung des Dialogs entstehen aber durch die Hereinnahme der verworfenen, aber voll vertonten, Missionen keine weiteren Inkonsistenzen in der Kampagnengeschichte
Operation Lautloser Schrei
Deaktivierte Mission 10: Nach dem Vorstoß im Orbit geht es nun hinunter auf den Planeten direkt nach New Ghettysberg. In einer erweiterten Kommando-Operation sollen Raynor und Kerrigan mit einigen Truppen die dortigen Basen von Delta-, Omega- und Nova-Squadron vernichten. Kerrigan ist skeptisch, ob das Gebiet später zu halten ist, doch Duke versichert, daß er sich schon darum kümmern werde.
Im Verlaufe der Mission gibt es Verstärkung mit weiteren Einheiten an bestimmten Landezonen, gegen Ende wird dann klar, wie Mengsk und Duke sich den Sieg über die Konföderation sichern wollen: Duke hat jede Menge PSI-Emitter aufgebaut, um die Zerg nach den Tarsonis zu locken und so die Heimatwelt der Konföderation auszulöschen. Raynor und Kerrigan sind wütend und halten den Plan die Zerg gegen einen kompletten Planeten einzusetzen für reinen Wahnsinn, doch Mengsk spricht ein Machtwort.
Anmerkungen
- In dieser Mission taucht zum einzigen Mal das sonst nur im Handbuch erwähnte Nova-Squadron auf.
Neu Ghettysberg
Mission 9: Auf die Schwärme der Zerg folgt erneut die Flotte der Protoss, die den Planeten aber diesmal nicht verbrennt, sondern die Zerg konventionell mit Truppen bekämpft. Mengsk befürchtet, daß die Kämpfe zwischen Zerg und Protoss einigen konföderierten Kräften zur Flucht verhelfen könnte. Kerrigan soll eine Basis im Orbit von Tarsonis errichten und die Protoss aufhalten und dabei ausdrücklich die Zergstrukturen unangetastet lassen. Raynor macht sich Sorgen, weil Kerrigan keine weitere Rückendeckung erhält. Sie beschwichtigt ihn jedoch und meint Mengsk wisse, was er tue. Schließlich würden die Protoss den kompletten Planeten vernichten und nicht nur die Zerg.
Kerrigans Auftrag glückt und es gelingt die Protossbasis im Orbit zu zerstören. Derweil werden jedoch die Zerg immer angriffslustiger und so bittet Kerrigan um eine sofortige Evakuierung. Mengsk, der mit Duke in der Norad II und Raynor in der Hyperion im höheren Orbit um Tarsonis kreist, befiehlt jedoch ausdrücklich Kerrigan nicht zu retten, sondern sofort den Orbit von Tarsonis zu verlassen.
Anmerkungen
- Erst unter Einbeziehung der deaktivierten, aber nach wie vor kanonischen, Mission Alles oder Nichts wird das komplette Ausmaß des Irrsinns dieser Mission deutlich. Ohne diese Mission erscheint der Kampf gegen die Protoss, eine Macht, die man scheinbar nicht richtig einschätzen kann, als taktische Erwägung von Arcturus Mengsk. Mit dieser Mission wird aber klar, daß Mengsk sich hier bewusst gegen Tassadar und seine Flotte stellt, obwohl diese ihm gerade geholfen hat und nun aus Rücksicht auf die Terraner eben nicht mehr die Planeten pauschal verbrennt. Er verrät hier gewissermaßen nicht nur Kerrigan, sondern auch seine neuen Verbündeten im Kampf gegen die Zerg und zwar aus rein machtpolitischen Gründen.
Der Hammer fällt
Mission 10: Da Mengsk seine ehemalige Stellvertreterin verraten hat und immer offener seine Skrupellosigkeit auf dem Weg zur Macht zeigt, bricht Raynor mit ihm und will sich mit seinen Truppen absetzen. Das kann jedoch erst gelingen, nachdem die primäre Verteidigungswaffe von Tarsonis, die Ionenkanone, zerstört wurde. Gegner auf dem Weg dorthin sind nun wieder Terraner, da Duke die Ionenkanone scharf bewachen lässt. Raynors Truppen gelingt schließlich die Zerstörung der Kanone und damit Flucht, doch es wird klar, daß sich Raynor noch immer Vorwürfe macht, weil er Kerrigan alleine auf ihre letzte Mission gehen ließ.
Arcturus Mengsk hat unterdessen sein Ziel erreicht und die Konföderation gestürzt. Das entstandene Machtvakuum füllt er sogleich selbst aus und ernennt sich zum Imperator (Kaiser) der neu erschaffenen Terranischen Liga. Sein Krönungs- und Propagandavideo schließt die Terranerkampagne ab.
