Episode 3: Der Niedergang

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Die Protosskampagne in StarCraft erzählt die Geschichte der dritten Kampagnenepisode. Man spielt einen neuen Exekutor, der dem geschassten Tassadar nachfolgt und sich um die Verteidigung der Protoss-Heimatwelt Aiur kümmern soll.


Inhaltsverzeichnis

Tutorial

Für die Protoss wurde ebenso wie für die beiden anderen Rassen ein Tutorial entworfen, welches allerdings nicht seinen Weg in die finale Ausgabe der Kampagne fand. Die Karte und die Sounds sind erhalten, ebenso wie die daran anschließende leicht abgewandelte Version der ersten Mission. Der zusätzliche Handlungsstrang ist nicht wesentlich , aber durchaus im Detail interessant, da Fenix die Einweisung in die Protoss-Technologie vornimmt und so nicht Aldaris als erster Ansprechpartner fungiert. Ebenso erfährt man von Fenix etwas von einer alten Schlacht gegen die Tagal auf Dannuth VII an der Seite Tassadars. Es wird klar, daß Fenix Tassadar vermisst und anders beurteilt als der kühl und streng diktierende Aldaris.

Erstschlag

Mission 1: Die Protoss sind durch den Angriff auf ihre Heimatwelt in arge Bedrängnis geraten. Nachdem sich Aldaris als im Auftrage der Konklave handelnder Judikator vorgestellt hat, bekommt man als neuer Exekutor den Auftrag die Verteidigung in Antioch zu verstärken. Dort wartet bereits der alte Freund Fenix, der Nachschub bitter benötigen kann. Nachdem die Stellung gesichert ist, gilt es das nahe gelegene Zerglager zu vernichten.

Anmerkungen

  • Von dieser Mission existiert eine frühere, leicht abgewandelte Ausführung, deren Karte und Sounds vollständig erhalten sind. Sie schließt an das entfallene #Tutorial an und hat eine leicht veränderte Karte. So lässt sich der Fluß bereits im Süden des Lagers überqueren, man verfügt auch über Sonden und das Lager ist mit Photonenkanonen statt einem Warpknoten und einer Schmiede ausgestattet. Die Zerg haben zudem keinerlei Mutalisken zur Verfügung.


Flammenhölle

Mission 2: Als Aldaris gerade davon spricht, daß der Sieg in Antioch sein durch Tassadars Handlungen verloren gegangenes Vertrauen in die Templerkaste wiederhergestellt habe, erscheint dieser plötzlich auf der Bildfläche. Aldaris ist völlig überrascht und will wissen, wo Tassadar gewesen ist, doch dieser unterbricht ihn sofort, da seine Entdeckungen zu wichtig seien und die Zeit knapp.

Ein mächtiges Psi-Signal habe seine Aufmerksamkeit auf den Planeten Char gelenkt und so sei er gezwungen gewesen den Befehl der Konklave zur Rückkehr nach Aiur zu ignorieren. Doch nicht nur er sei auf die Aschewelt aufmerksam geworden, sondern auch die Dunklen Templer, die einst von ihren Protoss-Brüdern von Aiur verstoßen wurden. Aldaris wirft sofort ein, daß der Kontakt mit den gefallenen Brüdern strikt verboten sei, doch Tassadar entgegnet, daß er viel von Zeratul, dem Prälaten der Dunklen Templer, gelernt habe. So unter anderem, daß der Overmind seine Bruten über Zerebraten steuert und das Ausschalten dieser den ganzen Schwarm lahmlege.

Fenix plädiert sofort dafür es mit einem Angriff auf den Zerebraten zu probieren. Während der Exekutor, also man selbst, die Zerg beschäftigt halten kann, könnte es einem von ihm angeführten Kommando gelingen den Zerebraten direkt anzugreifen. Aldaris ist skeptisch und befürchtet bereits einen negativen Einfluss der Dunklen Templer auf Tassadar, doch er sperrt sich nicht gegen den Plan. Er fordert Tassadar auf sofort nach Aiur zurückzukehren, doch dieser winkt ab. Wichtig sei ihm Sicherheit von Aiur, nicht die Befehlshoheit der Konklave. Er werde nach Aiur zurückkehren, wenn die Zeit dafür reif sei.

Das Ablenkungsmanöver geht auf und der Zerebrat fällt. Fenix bleibt zurück, um die Auswirkungen zu beobachten.


Rettungsinsel

Mission 3: Zwei Stunden später sieht die Lage düsterer aus, denn Fenix muß entsetzt melden, daß der Zerebrat reinkarniert wurde, trotz allem Schaden, der seiner körperlichen Hülle zugefügt wurde. Bereits zur Stunde steuere er wieder die Angriffe seiner Brut auf die Protoss. Aldaris glaubt, daß Tassadar die Protoss verraten hat. Es sei Wahnsinn gewesen ihm wieder zu trauen und die Konklave werde den Verrat nicht vergessen. Angriffe auf wehrlose Zerebraten seien nicht nach der Art wahrer Protosskrieger, es gelte nun wieder den kompletten Schwarm zu bekämpfen.

Während die Hauptstreitmacht sich in die Provinz Scion begibt, um diese wieder in Hand der Protoss zu bringen, bleibt Fenix in Antioch mit einer kleinen Streitmacht zurück. Die Zergkolonien in Scion können vernichtet werden, doch Fenix hat in Antioch große Schwierigkeiten und fällt im Kampf gegen die Zerg.


Die Jagd nach Tassadar

Mission 4: Trotz des hohen Preises für den Sieg ist die Konklave so überzeugt von der Richtigkeit ihrer Strategie, daß man einige Kräfte abzieht und zusammen mit Aldaris nach Char schickt, um Tassadar zu finden und der Gerichtsbarkeit der Konklave zu überstellen. Sein Verrat und die Verbreitung seiner Ideen seien sogar eine größere Bedrohung für die Protoss als die Zerg.

Auf Char befinden sich noch immer Zerg und obwohl Tassadar sein Lager auf einer Orbitplattform aufgeschlagen hat, muß man sich den Weg dorthin mit einem Kommando freikämpfen. Tassadar ist zunächst erfreut über die Rettung, bis Aldaris klarstellt, daß er ihn verhaften will. Tassadar ist entsetzt, daß dies für die Konklave wichtig ist, obwohl die Protoss-Heitmatwelt ihrer größten Bedrohung in der Geschichte der Protoss ausgesetzt ist. Da merkt plötzlich jemand zynisch an, ihm sei das auch schon passiert: Es ist Jim Raynor, der Tassadar auf seiner Suche nach Zeratul begleitet.

Tassadar beteuert er habe alles, was er getan hat, nur zum Wohle Aiurs getan. Nur die Dunklen Templer seien in der Lage die Zerebraten des Overmind zu töten, deshalb müsse er unbedingt Zeratul finden und Aiur bringen. Wenn Aiur gerettet sei, werde sich gerne und freiwillig der Konklave stellen. Aldaris will auf jeden Fall vermeiden, daß ein Dunkler Templer jemals wieder Aiur betritt, doch der Exekutor schlägt sich auf die Seite des Hohen Templers Tassadar. Umzingelt von Zerg bauen sie ihre Stellung aus und kämpfen sich den Weg nach Char frei.


Seitenwechsel

Mission 5: Aldaris appelliert ein letztes Mal Tassadars Plänen nicht zu folgen, sie seien reiner Wahnsinn. Möglicherweise würde die Konklave noch Gnade vor Recht ergehen lassen, wenn man sofort umkehre. Doch das geschieht nicht, im Gegenteil Tassadar bezichtigt die Judikatoren eigennützig zu handeln und schlägt vor die Templer sollten wieder selbständiger agieren. Aldaris bedauert den Sinneswandels Tassadars, der einst als die größte Hoffnung seiner Rasse angesehen wurde, und warnt den Exekutor noch einmal, daß die Konklave nicht erfreut sein wird.

Die Suche nach Zeratul geht dann energisch weiter und führt zu einer terranischen Installation auf Char, die von den Zerg belagert wird. Auf dem Weg dorthin gibt es auch einen Zwischenfall mit Truppen der Terranischen Liga, die unter dem Kommando von General Duke stehen. Obwohl Duke erkennt, daß die Protoss gegen die Zerg zu Felde ziehen und ihm so eigentlich helfen, will er die Verletzung des terranischen Luftraums nicht dulden und verlangt den sofortigen Rückzug. Tassadar entgegnet seine Nachsicht gegenüber Duke und seinen Leuten sei offenbar ein Fehler gewesen. Sollte er versuchen seine Mission zu verhindern, so werde er nicht zögern Dukes geliebte Flotte einzuäschern. Duke meint nur lakonisch, daß dies wohl eine feindliche Antwort gewesen sei.

Nachdem der Weg zur terranischen Installation freigekämpft ist, betritt Tassadar zusammen mit zwei Berserkern die Einrichtung.


Die Dunkelheit

Mission 6: Tassadar spürt, daß Zeratul und seine dunklen Brüder ganz in der Nähe sind, doch er kann keinen Kontakt herstellen. Obwohl die Installation wahrscheinlich mit Zerg überflutet ist, muß sie nun also durchsucht werden. Raynor merkt an, daß das nicht einfach wird, nicht zuletzt weil Kerrigan diese Zerg hier anführe. Tassadar entgegnet, daß ihn nichts aufhalten werde im Bestreben Aiur zu schützen und er auch auf Raynors frühere Gefühle für Kerrigan keine Rücksicht nehmen und sie töten werde, sollte sie eine Bedrohung sein.

Mit nur zwei Berserkern als Unterstützung sind Tassadars Templerfähigkeiten und nicht zuletzt sein einzigartiger Psi-Angriff gefragt, als es um die Suche nach Zeratul in den Korridoren geht. Es gelingt Zeratul zu finden und zur Hilfe bei der Rettung von Aiur zu bewegen, obgleich die Konklave in ihrer Ignoranz die Pläne der beiden wohl nicht billigen wird. Obwohl die Dunklen Templer auf Aiur nicht mehr willkommen sind, fühlen sie sich noch immer für ihre alte Heimat verantwortlich.


Heimat

Tassadars Flotte bei der Rückkehr nach Aiur, begleitet von der Hyperion
Mission 7: Zurück auf Aiur kann Tassadar kaum seinen Augen trauen: Sein alter Freund Fenix ist am Leben, wenngleich auch mit schlechten Nachrichten: Der Prätor, der nun in der Schale eines Dragoners lebt, erzählt, daß die Zerg ihre Anstrengungen verdoppelt haben und auch die Konklave und Aldaris nach wie vor nach Tassadar suchen, da sie ihn zum Verräter erklärt haben. Zeratul wollen sie gar direkt exekutieren.

Es bleibt daher nichts anderes übrig als nun den Bruderkampf gegen die zentralen Stellungen der Konklave zu beginnen. Eine Streitmacht von Aldaris fängt Tassadar und Zeratul kurz vor Erreichen des neu errichteten Basislagers ab, doch sowohl Tassadar als auch der Dunkle Templer und sein Gefolge können entkommen und das Lager sicher erreichen. Nachdem sie gemeinsam mit Fenix zum Gegenschlag ausgeholt haben und der Bruderkrieg in vollem Gange ist, stellt sich Tassdadar plötzlich der Konklave. Er könne das gegenseitige Töten nicht mehr mit ansehen und obwohl er die Handlungsweise der Konklave für falsch halte, unterwerfe er sich nun ihrem Urteil.

Aldaris meint, daß Tassadar die Gnade seiner Brüder längst verwirkt habe. Weder habe er die terranischen Welten wie befohlen vernichtet, noch sich ansonsten dem Willen der heiligen Konklave gebeugt. Und nun hab er auch noch mit den gefallenen Brüdern paktiert und gar gelernt ihre Macht zu nutzen. Tassadar gibt zu seine Ehre, seine Traditionen und seine Position aufgegeben zu haben, aber dies alles habe er für Aiur geopfert. Als Templer habe er geschworen Aiur zu verteidigen und dies stehe über allem anderen.

Tassadar vor Gericht

Mission 8: Obwohl außer Tassadar, der sich der Konklave selbst stellte, alle anderen Protagonisten entkommen konnten, stehen die Chancen denkbar schlecht. Zeratul und seine Brüder sind verschwunden, nur Fenix und der Exekutor sind noch übrig. Sie beschließen Tassadar zu befreien, da die Konklave ihn wohl sonst exekutieren wird. Letzte Unterstützung kommt von Raynor, der seinen Kreuzer, die Hyperion, mit an die Front schickt, um das Schicksal noch zu wenden.

Tatsächlich schaffen Fenix und Raynor es die Stasiszelle zu lokalisieren, in der Tassadar gefangen gehalten wird. Aldaris hatte allerdings mit einem Befreiungsversuch gerechnet, doch da taucht plötzlich Zeratul wieder auf. Er bezichtigt Aldaris mit seinen Handlungen dem Overmind in die Hände zu spielen und erzählt, was er im Laufe der Jahrhunderte in den Tiefen des Alls erlebt hat. Im Gegensatz zu diesen Erfahrungen habe die Konklave nichts als einen Traum, aus dem sie sehr bald aufwachen werde, um festzustellen, daß sie dann in einem sehr viel größeren Albtraum stecke.


Schattenjäger

Mission 9: Nachdem Tassadar sich für seine Befreiung bedankt hat, redet Zeratul Klartext: Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet und die Zerg mit ihrem Overmind sind in der Tat eine Schöpfung der Xel'Naga. Doch der Overmind sei außer Kontrolle geraten und versuche nun auf eigene Faust das Experiment zu beenden, daß die Xel'Naga einst begonnen hatten. Tassadar stellt fest, daß es damit eigentlich um viel mehr als nur die Rettung Aiurs ginge, da der Overmind alles Leben im Universum bedrohe. Es sei nun an ihnen diese Pläne ein für alle Mal zu beenden.

Bevor der eigentliche Angriff auf den Overmind gelingen kann, gilt es nun wichtige Zerebraten auszuschalten. Dazu muß Zeratul diese persönlich töten, was nur nach mühsamen Kämpfen gegen die bewachenden Bruten möglich ist. Doch Adun scheint dem Ansinnen wohlgesonnen zu sein, der Plan gelingt und der Overmind ist durch den Tod einiger Zerebraten geschwächt.


Anmerkungen

  • Zeratul erläutert hier nun die Pläne des Overmind, übereinstimmend mit dem, was man in der letzten Zergmission (Ep2: Der Kreis schließt sich) erfahren hatte. Interessanterweise wird auch hier nie direkt von der Verschmelzung der Rassen, also dem, was nur in der Textversion des Overmind-Monologs steht, gesprochen, wohl aber davon, daß sich der Overmind irgendwann alles Leben im Universum einverleiben will. Dies könnte eine Überinterpretation von Tassadar sein, ggf. aber auch eine späte Detailänderung der Storyentwickler. Andererseits könnte die Kürzung des Overmind-Monologs auch einfach technische oder dramaturgische Gründe gehabt haben.


Das Auge des Sturms

Mission 10: Mit der Unterstützung durch Raynors Terranertruppe versuchen Tassadar, Zeratul und Fenix mit ihrer Streitmacht den Overmind zu vernichten. Nach dem Tod der Zerebraten wird Aldaris und der Konklave endlich klar, daß Tassadar keine dunklen, sondern höchst edle und überlebenswichtige Absichten verfolgt. Raynor erhofft, daß durch die Rehabilitierung Tassadars die Konklave vielleicht auch Truppen schickt, um die Streitkräfte zu verstärken, doch dies bleibt aus.

Nachdem die Wachbruten geschlagen sind und der Overmind verwundet ist, stellt Tassadar fest, daß ihr Unterfangen auch den eigenen Truppen deutliche Verluste gebracht hat. Er werde daher das Kommandoschiff, die Gantrithor, mit den Energien der Dunklen Templer aufladen und persönlich auf einen Kollisionskurs zum Overmind steuern. In der Tat wird der Overmind durch Tassdars Opfer getötet. Die letzten Worte des Templers sind: Vergesst nicht, was heute geschar! Möge Adun über euch wachen!

Als sich der Staub des Kampfes legt, wird den verbleibenden Protoss klar, daß die Verteidigung ihrer Heimat sie alles bis auf ihr eigenes Leben gekostet hat. Die Zukunft ihrer Rasse ist damit völlig offen. Parallel dazu ist nach dem Tod des Overmind die selbsternannte Königin der Klingen, Kerrigan, auf einmal nicht mehr an den Willen eines anderen gebunden. Ihre Zeit war gekommen...