Episode 5: Die eiserne Faust
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In der zweiten Brood War-Kampagne beleuchtet man nun endlich die Motive des Vereinigten Erd-Direktorats. Die neue terranische Streitmacht hat sich von der Erde aus in den Koprulu-Sektor aufgemacht, um dort die Herrschaft zu übernehmen. Dabei hat sie mehr als nur einen Plan, von dem auch vieles zu gelingen scheint. Dennoch wird das VED ohne es zu merken bald auch zu einem Spielball anderer Mächte.
Inhaltsverzeichnis |
Erstschlag
Mission 1: Nachdem das VED beschlossen hatte die Kontrolle im Koprulu-Sektor selbst zu übernehmen, schickte sie eine Flotte unter ihrem besten Kommandanten, Admiral DuGall, aus. Die Reise von der Erde aus ist nicht gerade kurz und so wird die Mannschaft für diese Zeit in den Kälteschlaf geschickt. Als der von der Terranischen Liga beanspruchte Raum erreicht ist, werden die Truppen, zu denen man auch selbst im Rang eines Captains gehört, wieder aufgewecket.
Gleich zu Beginn stellt DuGall in einer Ansprache an die ganze Flotte klar, daß es zu der Eroberung des Sektors keine Alternative gibt. Wenn die Mission scheitern sollte, würde niemand die Erde je wiedersehen. Im Anschluß daran meldet sich dann Vizeadmiral Alexej Stukow mit dem ersten konkreten Auftrag: Man soll dem VED Zugang zum Datennetz und der Waffendiagnostik der Liga verschaffen, indem auf der gerade erreichten Liga-Randwelt Braxis die Hauptstadt Boralis erobert.
Die Mittel hierfür sind zunächst begrenzt, nicht nur der Einheitenpark ist bescheiden, es fehlt auch Vespin-Gas am Landeplatz, so daß die ersten Schläge nur mit Marines und Adlern durchgeführt werden können. Schließlich trifft man auf eine kleine Basis einer Miliz, die sich Konföderierter Widerstand nennt und von einem Mann namens Samir Duran angeführt wird. Er habe die Aktivitäten des VED gegen die Liga beobachtet und böte nun seine Dienste an.
Ein willkommenes Angebot, schon da Durans Lager die einzige mögliche Expansion mit einem Vespin-Geysir ist, doch Stukow ist mißtrauisch. Warum sollte sich jemand ihrer Mission anschließen, der weder ihre genaue Identität, noch ihre Pläne kennt? Duran versucht diese Bedenken beiseite zu wischen, indem er klarstellt, er hat geschworen die Liga und ihren Imperator zu bekämpfen und damit stünde er auf derselben Seite wie das VED. Zudem verfüge er über gute Kenntnisse der Umgebung und kenne eine Weg in die terranische Basis abseits des gut bewachten Haupteingangs.
Stukow lenkt ein und ernennt Lieutenant Duran und seine Truppe zu den ersten VED-Koloniestreitkräften. Ohne größere Probleme gelingt es danach die Liga-Kommandozentrale zu zerstören, so daß sich die Entschlüsselungsteams des VED an die Arbeit machen können.
Die Werften von Dylar
Mission 2: Mittels der Ligadaten ist es gelungen den Standort der Schiffswerften von Dylar IV zu lokalisieren. In dieser Wartungs- und Reparaturstation der Liga ligen viele Schwere Kreuzer der Liga unbemannt im Trockendock, was DuGall nutzen will, um diese zu stehlen und so für anstatt gegen seine Flotte einsetzen zu können. Duran warnt vor einem schnellen Gegenschlag durch Imperator Mengsk, worauf DuGall ihm einen Rüffel erteilt, weil er Leute höheren Ranges so formlos unterbricht.
Stukow, nicht nur Vize, sondern auch guter Freund des Admirals, meint als Duran weg ist, der Admiral würde langsam alt werden, weil er mit dem jungen Duran trotz der wertvollen Information so streng umgehe, doch DuGall betont, daß dies mehr damit zu tun habe, daß Duran ein Verräter sei und er solche partou nicht ausstehen könne.
Beim Stehlen der Kreuzer gilt es zunächst die Wachen auszuschalten, um die VED-Piloten sicher zu den Docks zu bringen. Dabei erweisen sich die Sanitäter als extrem nützlich, denn sie können nicht nur verletzte Truppen heilen, sondern auch gestoppte Panzer befreien oder feindlichen Einheiten die Sicht nehmen.
Nachdem die Kreuzer gestohlen sind, wird auch prompt die Verstärkung der Liga auf den Sensoren registriert. Kurz darauf meldet sich General Duke, der die Aktion für den Überfall einer unbedeutenden Militz hält und die sofortige Kapitulation fordert. Stukow stellt klar, daß es sich hier um die Streitmacht des VED handle und auf Nachfrage von Duke, ob sie wirklich den weiten Weg von der Erde hierher gemacht hätten, gibt er auch preis, daß sie den Sektor unter ihre Kontrolle stellen wollen. Duke ist damit erwartungsgemäß nicht einverstanden und es kommt zu einer Kreuzerschlacht zwischen den gestohlenen, nun vom VED kontrollierten, Kreuzern und den als Verstärkung ausgeschickten Kreuzern von Duke. Das VED kann den Kampf für sich entscheiden, Duke selbst ist nicht persönlich vor Ort.
Anmerkungen
- Sollte man bei dem Versuch die Kreuzer zu stehlen einige Piloten verlieren, schickt DuGall Ersatzmänner, wobei er bei jedem Mal, wo dies passiert verärgerter klingt. Er droht schließlich Konsequenzen an, die es faktisch aber nicht gibt. Entweder wird die Mission gewonnen oder nicht, einen Sieg 2. Klasse o.ä. mit etwas anderem Fortgang gibt es nicht.
Die Ruinen von Tarsonis
Mission 3: Nach der Niederlage auf Dylar IV zieht Duke seine Kräfte offenbar zurück und so bleibt Zeit sich einem anderen Planeten zuzuwenden: Auf Tarsonis, der ehemaligen Hauptwelt der Konföderation konnte das VED eine Anlage namens Psi-Disruptor lokalisieren, die irgendetwas mit den Zerg zu tun habe.
Duran erklärt, daß die Konföderation sogenannte Psi-Emitter gebaut habe, die mit ihren Signalen Zerg anlocken. (Ep1: Die Trumpfkarte) Darüber hinaus habe es Gerüchte gegeben über einen speziellen Emitter, der die Kommunikation der Zerg untereinander unterbrechen könne. Er spekuliert, daß der Psi-Disruptor möglicherweise diese Waffe gewesen sei und schlägt vor ihn zu zerstören, da die Waffe auf keinen Fall in die Hände der Liga fallen dürfe.
DuGall stimmt zu, doch Stukow sieht die Chance mit dem Gerät in den Händen des VED den Sieg über die Zerg sicherstellen zu können. Duran meint dazu würden auch die VED-Truppen allein genügen, worauf Stukow sauer, aber von DuGall zurückgepfiffen wird. Angesichts der wahren Natur ihrer Anwesenheit hier, nämlich der Versklavung des neuen Overminds, sei das Risiko einer solchen Waffe in den Händen der Liga zu hoch.
Auf Tarsonis angekommen wird schnell klar, daß überall noch Zergbruten zu finden sind. Duran, der die Mission persönlich anführt, schlägt vor die primären Schwarmcluster zu zerstören, um die Bruten zu neutralisieren. DuGall stimmt zu und tatsächlich gelingt der Plan. Nachdem die Bruten ausgeschaltet und Duran am Disruptor angekommen ist, tauchen plötzlich Spezialeinheiten von Stukow auf. Sie seien mit der Demontage des Disruptors beauftragt worden.
Angriff auf Korhal
Mission 4: Nach den Vorbereitungen ist nun der Zeitpunkt zum Angriff auf Korhal, die Hauptwelt der Liga, gekommen. Bevor allerdings die zentralen Stellungen der Hauptstadt Augustgrad angegriffen werden können, gilt es die Verteidigung der Liga zu schwächen. Da Korhal bereits von der Konföderation einem nuklearen Trommelfeuer ausgesetzt wurde, hat Mengsk keine Hemmungen weitere Atomraketen einzusetzen. Andererseits verfügt er auf Korhal noch immer über eine ganze Menge an Schweren Kreuzern, die ebenfalls dem VED zu schaffen machen könnten.
Da die Zeit knapp ist, gilt es nun eine der beiden Verteidigungssysteme auszuschalten, indem entweder die primären Nuklearsilos oder Physiklabore zerstört werden.
Anmerkung:
- Je nachdem, ob die Silos oder die Labore zerstört werden, wird als nächste Mission jeweils die mit der übrig gebliebenen Verteidigung geladen. Da diese Mission kein Zeitlimit hat, ist es durchaus möglich sich in beide Basen vorzuarbeiten und praktisch die Labore und Silos kurz hintereinander auszuschalten. Dies führt jedoch nicht dazu, daß in der Folgemission beide Waffen weg sind, je nachdem welche Gebäude (ggf. auch nur Sekundenbruchteile) eher zerstört sind, wird die entsprechende Mission geladen.
Der Fall des Imperators
Mission 5: In der letzten taktischen Besprechung wird man noch einmal daran erinnert, daß Mengsk enorme Verteidigungskräfte in Augustgrad hat. Je nachdem, ob man in der vorherigen Version die Physiklabore oder die Nuklearsilos ausgeschaltet hat, gibt es nun eine andere Variante der Mission.
Variante A: Inferno
Die ersten Stellungen des VED halten nicht lange, denn Mengsk feuert gleich eine ganze Serie von Atomraketen ab. Schließlich gelingt es aber Fuß zu fassen und die Ghosts rechtzeitig zu neutralisieren, bevor die Atomraketen ihr Ziel erreichen. Doch die Silos werden immer wieder gefüllt und Detektoren sind ein wertvolles Gut in der Mission.
Variante B: Krieg
Eine ganze Armada von Schweren Kreuzer bewegt sich auf die Stellungen des VED zu und macht einige vorgeschobene Verteidigungsanlagen dem Erdboden gleich. Erst mit Einsatz der Stoppertechnologie geling es die Kreuzer aufzuhalten. In der Folge kommen immer wieder neue Flotten und der Nach- und Neubau von Raketentürmen wird zu einer der wichtigsten Aufgaben in der Mission.
Nach mühsamen Kämpfen ist die Kommandozentrale von Mengsk erreicht zu zerstört. Kurz darauf wird das Liga-Flagschiff Norad III geortet, an dessen Bord sich Mengsk und Duke befinden. DuGall kann das Schiff abfangen und erklärt den (ehemaligen) Imperator zum würdigen Gegner. Mengsk entgegnet es sei nur eine Frage der Zeit, bis er auch die Herrschaft des VED stürzen würde, wird aber dann blass, als DuGall enthüllt, daß er und seine ranghöchsten Offiziere öffentlich hingerichtet werden sollen.
Allerdings durchkreuzt jemand diese Pläne, denn niemand anderes als Raynor taucht plötzlich mit der Hyperion und einer kleinen Protoss-Flotte auf. Sie entledigen sich des VED-Abfangkommandos für Mengsk und verschwinden gemeinsam mit ihm mittels eines dimensionalen Rückrufes. DuGall ist fassungslos: Eigentlich schon besiegt, ist ihm Mengsk noch entkommen.
Der Flug des Imperators
Mission 6: Mengsk und Raynor sind nach Aiur geflohen, wo sie in einem befestigen Protoss-Lager Schutz gefunden haben. In der Nähe befindet sich ein funktionstüchtiges Warptor. Für DuGall ist es unbegreiflich, warum die Protoss diesen Leuten helfen sollten, doch Mengsk stellt eine Bedrohung für die VED-Pläne dar und so folgt ihm das VED nach Aiur, um seine Flucht zu beenden.
Neben den Protoss sind allerdings noch immer jede Menge Zerg auf Aiur und scheinbar nur der Zufall will es, daß die Bruten relativ passiv agieren und nur kleinere Angriffstruppen schicken. Während man als Captain den Auftrag erhält direkt die Kommandozentrale von Mengsk und Raynor anzugreifen, sollen Stukow und Duran einem den Rücken frei halten.
Es scheint zunächst alles nach Plan zu verlaufen, allerdings löst die Aktivierung des Warptors einen Angriff der Zerg auf die Protoss aus, der jedoch den VED-Truppen in die Hände zu spielen scheint. Als die Zentrale zerstört ist, versuchen Mengsk und Raynor durch das Warptor zu fliehen. Das VED könnte sie abfangen, wenn nicht plötzlich ein massiver Zergansturm folgen würde, ausgerechnet von der Position, die Duran abdecken sollte. Als Stukow nachfragt, entgegnet Duran, daß er gar keine Zerg auf dem Schirm habe. Stukow gibt ihm daraufhin einen direkten Befehl, doch Duran entgegnet nur, daß sein Signal schwächer werde und er den letzten Teil der Nachricht nicht verstanden habe. Er werde versuchen später wieder Kontakt herzustellen.
Da die Position des Captains droht von Zerg überrannt zu werden, befiehlt Stukow den Rückzug. Mengsk und Raynor können entkommen, der Vize-Admiral selbst macht sich in eine andere Richtung wegen einer "persönlichen Angelegenheit" auf.
Das Blut der Patrioten
Mission 7: Es wird klar, daß Stukow sich nicht allein aufgemacht hat, sondern im Gegenteil ein großes Kontigent mit nach Braxis nahm und das alles ohne DuGalls Wissen. Dieser erfährt nun die Ereignisse von Aiur aus Durans Perspektive, doch als dieser mit merkwürdiger Stimme andeutet, daß Stukow möglicherweise illoyal sei, will DuGall das nicht glauben.
Als dann der Psi-Disruptor auf Braxis in voll einsatzfähigem Zustand geortet wird, ist DuGall doch noch überzeugt, daß sein Freund ihn verraten hat. Er schickt Duran mit einem Kommando in den Disruptor, um Stukow zu lokalisieren und ggf. zu töten. Duran nimmt den Auftrag nur zu gern an.
Nachdem die Tür aufgesprengt ist, geht die Suche nach Stukow in dem verwinkelten Gebäude los. Dabei gelingt es unter anderem einige Goliath-Einheiten zu stehlen und das Zugangspasswort zu erpressen. Als Duran auf Stukow trifft, wechseln sie nur wenige Sätze miteinander, dann schießt Duran und verschwindet kurz darauf.
DuGall will wissen, was vor sicht geht und Stukow kann mit seinen letzten Worten noch erklären, daß er den Disruptor als einzige Chance sieht den Sieg noch zu retten. Es gebe tatsächlich einen Verräter, aber das sei nicht er, sondern Duran gewesen. DuGall solle den Disruptor benutzen, damit sein Tod wenigstens irgendeinen Sinn habe.
Das gestaltet sich schwerer als gedacht, denn während DuGall noch tief betroffen ist, daß er seinen eigenen Freund für einen Verräter gehalten und töten lassen hat, wird die Selbstzerstörungssequenz des Disruptors aktiviert. Offenbar hat Duran dies ausgelöst und nun wird es ein Kampf gegen die Uhr die Notabschaltung zu erreichen. Zusätzlich im Weg stehen dabei die Zerg, welche - sicher nicht zufällig - die Außenmauern des Disruptors plötzlich durchbrochen haben.
DuGall wird klar, daß Duran mit den Zerg zusammenarbeitet und ist heilfroh, als die Notabschaltung noch rechtzeitig gelingt. Er befiehlt den Disruptor wiederherzustellen und künftig dauerhaft unter voller Energie laufen zu lassen. Er werde sich mit der Flotte nun nach Char begeben, um den Overmind zu versklaven.
Zähmung der Bestie
Mission 8: Mittels des Disruptors gelingt es dem VED die Zerg-Schwärme um Char in Unordnung zu versetzen, so daß sie die Oberfläche direkt erreichen können. Um den Overmind haben sich jedoch noch immer einige Bruten mit ihren Zerebraten geschart, die jeweils ihre Brut mit einer besonderen Fähigkeit ausstatten. Einer verfügt über infizierte Terraner, ein anderer schickt regelmäßig einen verbesserten Ultralisken, einen sogenannten Torrasque aus, der dritte verfügt über unbesiegbare Tiefenkolonien.
Die Zerg machen der VED-Basis in der Frühphase stark zu schaffen, da beispielsweise der Torrasque so stark gepanzert ist, daß Marines ihm nichts anhaben können und der andere Zerebrat durch die Tiefenkolonien nur aus der Luft wirksam angriffen werden kann. Doch beidem ist schließlich beizukommen und auch die dritte Brut direkt beim Overmind wird geschlagen. Schließlich werden Spezialisten zum Overmind geschickt, die ihn mit speziellen Nervenstimulanzen ruhig stellen.
Die Mission scheint vollendet, doch da erscheint plötzlich Duran auf der Bildfläche und möchte DuGall jemanden vorstellen. Es ist niemand anderes als Kerrigan, die DuGall klar macht, daß der Overmind und die Zerg auf Char ihr gehören würden, genau wie ihr gemeinsamer Bekannter Duran. Es gebe eine ganze Reihe von Gruppen im Korpulu-Sektor, die die Anwesenheit des VED als verkomplizierend ansehen würden und sie sowie ihre Partner würden nun dafür sorgen, daß die Herrschaft des VED nur von kurzer Dauer sein werde.
DuGall, der Kerrigan zuvor nicht einmal kannte, verweist dezent auf den Psi-Disruptor, doch Kerrigan kontert, daß es nur eine Frage der Zeit sein werde, bis sie ihn zerstöre und dann werde er schon sehen, welche Kontrolle sie über die Zerg habe. Dann verlässt sie die Szenerie, nicht ohne noch einen Seitenhieb darauf auszuteilen, daß sie Stukow für den deutlich fähigeren Kommandanten hält und sie froh sei, daß DuGall schon für seinen Tod gesorgt habe.
Die Kampagne endet mit einem VED-Siegesvideo, das den propagandistischen Mitteln von Arcturus Mengsk (Ep1: Der Hammer fällt) in nichts nach steht. Zum Wohle der Menschheit habe man die Kontrolle über den Overmind übernommen und die Zerg vernichtend geschlagen. Stukows Tod wird auch erwähnt, die Ursache aber gefälscht. Er sei, so schildert der Bericht, bei dem entscheidenden Angriff auf Char ums Leben gekommen. Kerrigan und Duran sowie die Protoss erwähnt der Bericht erwartungsgemäß nicht.
