Episode 6: Die Königin der Klingen

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In der letzten Brood War-Kampagne dreht sich nun alles um Kerrigan. Nach dem Tod des Overmind von ihrer Fremdbestimmung weitgehend befreit, wurde ihr Wirken teilweise schon in den vorherigen Episoden deutlich, doch erst jetzt holt sie zum eigentlichen Schlag aus. Ihr Ziel ist nichts geringeres als die Vorherrschaft im ganzen Sektor und auf dem Weg dorthin ist ihr jedes Mittel und jeder noch so perfide Trick recht. Als einzige Kampagne der Erweiterung verfügt diese Episode über zehn (statt sonst acht) Missionen und enthält sogar noch eine leicht versteckte Bonusmission.


Inhaltsverzeichnis

Die Zerstörung

Mission 1: Die Ausgangslage steht für Kerrigan eigentlich denkbar schlecht. Das VED hat die Kontrolle über den Overmind und die meisten seiner Bruten. Mit dem PSI-Disruptor unterbricht es zudem noch die verbleibenden Kontrollmöglichkeiten Kerrigans über die Zerg. Man spielt nun einen Zerebraten, den Kerrigan vom Overmind abgetrennt hat und der sich um die Steuerung ihren letzten verbleibenden Zergeinheiten kümmern soll.

Auf dem Planeten Tarsonis hat Kerrigan ihre Festung errichtet und eine mehr als unheilige Allianz geschmiedet. Ihr Handlanger Duran kündigt das Eintreffen der Gäste an, bei denen es sich um niemand andere als Jim Raynor, Fenix und Arcturus Mengsk handelt. Es wird klar, daß es ausgerechnet Kerrigan war, die Raynor zur Rettung von Mengsk losgeschickt hatte. (Ep5: Der Fall des Imperators)

Kerrigan versucht den Gästen klar zu machen, daß sie gemeinsam gegen das VED losschlagen müssen, da dieses sonst sehr bald den gesamten Sektor unter ihrer Kontrolle haben und auch sie alle versklaven würde. Raynor ist skeptisch, doch das Gespräch muß abrupt unterbrochen werden, denn Duran vermeldet, daß das Signal des PSI-Disruptors Tarsonis erreicht habe, so daß auch Kerrigans Bruten nun ungesteuert Amok laufen. Der Zerebrat kriegt den Auftrag mit den letzten verbleibenden Kriegern die Schwarmstrukturen vor den rebellierenden Bruten zu beschützen, was gerade so gelingt.

Herrschaft des Feuers

Mission 2: Der PSI-Disruptor behindert Kerrigan deutlich bei der der Kontrolle über die Zergschwärme und so ist es nun die Zerstörung des Disruptors das vorangigste Ziel. Um den Disruptor auf Braxis direkt angreifen zu können, braucht sie einen Psi-Emitter von Arcturus, den dieser ihr schließlich wenn auch widerwillig zur Verfügung stellt. Im Gegenzug will Kerrigan ihm dann dabei helfen die Kontrolle über Korhal zurück zu erlangen.

Zunächst schaltet Raynor mit einer kleinen terranischen Eingreiftruppe die primäre Energieversorgung des Disruptors aus, so daß dessen Einfluß zumindest vorübergehend schwindet. Mit den Emittern kann Kerrigan dann Zerg in unittelbarer Nähe des Geräts kontrollieren und so einen Schwarm aufbauen. Mit dessen Streitkräften schlägt sie schließlich gegen die Stellungen des VED und vor allem den Psi-Disruptor los und zerstört letzteren vollständig.


Das Kel-Moria-Kombinat

Mission 3: Im Vorfeld der nächsten Lagebesprechung wird klar, wie unheilig die Allianz ist, die Kerrigan geschmiedet hat. Weder Raynor, noch Arcturus vertrauen ihr, doch auch zwischen den beiden herrscht noch immer absolute Eiszeit. Arcturus hilft Kerrigan nur, weil er Korhal und die Liga zurück will, während Raynor ihn daran erinnert, daß schließlich er dafür gesorgt habe, daß aus Kerrigan das geworden sei, was sie heute ist.

Als nächstes Ziel steht nun also eigentlich die Rückeroberung Korhals an, doch dafür benötigt Kerrigan noch eine ganze Menge an Ressourcen. Die nötigen 10.000 Mineralien will sich Kerrigan vom Kel-Moria-Kombinat beschaffen, denn die Bergbauwelt Moria ist trotz des Würgegriffes des VED noch immer unabhängig und reich an Ressourcen.

Mit einigen Zergtruppen und begleitet durch den erfahrenen Kämpfer Fenix geht es also nun nach Moria, wo gewaltige Ressourcenmengen gesammelt werden sollen. Dabei stellen sich die dortigen terranischen Truppen den Zerg durchaus energisch in den Weg, was Fenix als beeindruckende Folge der terranischen Gier interpretiert. Auch sonst hält er sich während des Kampfes nicht mit alten Weisheiten zurück. Raynors Bemerkung, daß er wie ein alter Mann klinge, weist er aber zurück. Er sei zwar 368 Jahre älter als Raynor, könne es aber noch immer mit den besten aufnehemen.

Unter dem Ansturm der Zerg fällt schließlich so manche terranische Basis und die Ressourcen wandern in Kerrigans Tasche. Außerdem erweist sich die Infizierung so mancher terranischen Kommandozentrale noch als nützliche Hilfe für den bevorstehenden Angriff auf Korhal.


Anmerkungen

  • In dieser Mission kann man durch die Infizierung von bis zu fünf terranische Kommandozentralen einen Bonus für die nachfolgende Mission erspielen. Infiziert man alle Zentalen, wofür man praktisch alle gegnerischen Streitkräfte lahmlegen muß, bekommt man sogar die nötigen 10.000 Mineralien automatisch geschenkt und hat dann die Mission gewonnen, ohne weiter auf die sammelnden Drohnen warten zu müssen.


Die Befreiung von Korhal

Mission 4: Mit den gewonnenen Ressourcen kann nun der Angriff auf Korhal beginnen. Mengsk drängt zur Eile, denn je länger man warte, desto mehr Truppen könne das VED zur Verteidigung aufstellen. Der Rückeroberungsplan sieht vor, daß Raynor und Fenix sich um die äußeren Stellungen kümmern, während Kerrigans Truppen sich der Hauptbasis in Augustgrad widmen. Dabei könnte das VED durch die Kontrolle über den Overmind allerdings auch Zergbruten zur Verteidigung einsetzen.

Bereits kurz nach Errichtung des Basislagers zeigt sich, daß das VED in der Tat auch Zergbruten auf Korhal nutzt und z.T. sogar kombinierte Verteidigungsstellungen betreibt. Kerrigan wundert sich allerdings darüber, daß nicht viel stärkere Zergangriffe auf ihr Lager erfolgen und mutmaßt, daß die Kontrolle über den Overmind nicht so perfekt sein dürfte.

Die Verteidigung ist gut ausgebaut und die Stellungen des VED fallen nur langsam, doch Kerrigan gelingt es schließlich alle VED-Posten auszuschalten, inklusive der Zerglager. Sie hält ihr Versprechen an Arcturus, daß Korhal noch vor dem nächsten Morgen wieder in seiner Hand sei. Mengsk ist zufrieden und nun, wo er wieder Imperator der Liga ist, soll Duke sogleich seine Operationsbasis in Augustgrad wieder errichten.

Anmerkungen

  • In der vorherigen Mission besteht die Option bis zu fünf terranische Kommandozentralen zu infizieren. Jede dort infizierte Zentrale steht nun in dieser Mission zusätzlich zur Verfügung. Startet man die Mission nachträglich oder neu aus dem Menü, hat man keine infizierte Zentrale zur Verfügung, egal wie man die vorherige Mission beendet hat.


Wahrheit

Mission 5: Am nächsten Morgen ruhen sich die Truppen von Mengsk, Raynor und Fenix noch aus, doch Kerrigan und Duran sind bereits wach und beraten die weitere Strategie. Das VED hat nun nur noch auf Char eine nennenswerte Streitmacht und Kerrigan sieht die Zeit für Phase 2 ihres Plans gekommen. Duran will wissen, was mit ihren Verbündeten hier auf Korhal geschehen soll, was Kerrigan umgehend beantwortet. Sie hätten keinen Nutzen mehr für sie und obwohl ihre Hilfe in der Vergangenheit nützlich war, wäre es gefährlich sie am Leben zu lassen. Mengsk allein schätzt sie als harmlos ein, nicht aber seinen wichtigsten General Edmund Duke. Die Überlebenskünstler Raynor und Fenix stuft sie sogar als noch größere Gefahr ein.

Es gilt also nun die Basislager von Duke und Fenix zu zerstören. Duran schlägt einen sofortigen Überraschungsangriff vor, weil die Truppen momentan teilweise noch schlafen oder zumindest nicht vorbereitet sind. Es würde rund 6 Minuten dauern, bis die vollständige Mobilisierung anlaufen würde. Kerrigan stimmt zu und tatsächlich gelingt es in den wenigen Minuten eine Menge Verteidigungsanlagen und Produktionsgebäude zu zerstören. Danach versuchen sich zwar sowohl Terraner als auch Protoss zu fangen, doch trotz Nuklearschlägen und Träger reicht dies nicht, um die Vernichtung ihrer Stellungen zu verhindern.

Während des Kampfes gelingt es Kerrigan zwei wichtige Charaktere in ihren Basislagern zu stellen: General Duke und Fenix fallen beide, nicht ohne vorher noch ihre tiefe Abscheu über Kerrigans Verrat zu äußern. Arcturus ist wütend und irritiert, hatte Kerrigan ihm doch versichert sie hege keine Rachepläne mehr. Doch nun stellt sie klar, daß das eine glatte Lüge war und sie Korhal nur wegen der VED-Stellungen angegriffen und ihn nur für die Zerstörung des PSI-Disruptors gebraucht habe. Doch sie lässt Mengsk, dem sie noch immer vorwirft, daß er sie auf Tarsonis den Zerg geopfert hat, selber am Leben, damit er sich in den Trümmern seiner Liga daran erinnern könne, was er verloren habe. (Ep1: Neu Ghettysberg)

Nicht weniger entsetzt ist Raynor über den Tod seines Freundes Fenix. Ebenso entsetzt ist er über das, was auch Kerrigan geworden ist. Sie entgegnet er wüsste nicht, wovon er rede, doch Raynor schwört blutige Rache: Er will Kerrigan tot sehen. Die meint, er habe nicht das Zeug zum Killer, doch Raynor entschwindet mit den Worten, daß es vielleicht nicht morgen sein werde und er womöglich nichtmal eine Armee im Rücken habe, doch eines sei ganz sicher: Er werde der Mann sein, der Kerrigan eines Tages töten werde.

Kerrigan ist zufrieden über das Erreichte. Sie befiehlt ihren Schwärmen die Rückkehr nach Tarsonis. Zum ersten Mal seit ihrer Transformation sei sie des Tötens müde.

Die Wut des Schwarms

Mission 6: Zwei Tage später wird klar, daß Kerrigan nicht so viel Ruhe bekommt, wie sie sich wünscht. Duran berichtet, daß eine große Zerg-Streitmacht im Orbit ausgemacht worden sei und sich ihren Stellungen näheren. Einige Außenposten seien bereits feindlichen Angriffen ausgesetzt.

Kerrigan ist sofort klar, daß die feindlichen Zerg vom VED geschickt sein müssen. So zwingt sie das VED ihre Pläne vorzuziehen, doch nun gilt es zunächst möglichst viele Außenposten zu retten, was allerdings kaum gelingt. Während die Abwehrschlacht gegen die feindlichen Bruten in vollem Gang ist, hat Duran ein terranisches Lager mit einigen Wissenschaftlern in der Nähe ihrer Stellungen ausgemacht. Er sagt, daß es nicht gelungen sei deren Absichten herauszufinden, doch Kerrigan erkennt sofort, daß diese offenbar zur Kontrolle der Zerg auf Tarsonis seien, da ihre Steuerung des Overmind nicht über diese Entfernungen reiche.

Die gezielte Vernichtung der Wissenschaftler erweist sich dann auch als der Schlüssel zum Sieg. Erst nachdem die Steuermöglichkeiten des VED über die Zergbruten auf Tarsonis gefallen ist, kann sie sich den feindlichen Bruten widmen und ihre Stellungen zurückgewinnen.


Das Netz zieht sich zu

Mission 7: Bevor sich Kerrigan den vom VED kontrollierten Overmind direkt vornehmen kann, kehrt sie zusammen mit Duran nach Shakuras zurück. Ihr Ziel ist nichts geringeres als die Matriarchin der Dunklen Templer, Raszagal, zu entführen. Dies wird allerdings nicht einfach, denn die Pylonencluster auf dem Planeten scheinen ein Feld zu generieren, so daß ihre Lufteinheiten nich manövrieren können. Noch dazu haben sich die Overlords mit einem Virus infiziert, der dazu führt, daß diese nicht als Transportmittel eingesetzt werden können.

Duran schlägt daher vor ein Ablenkungsmanöver zu initiieren, das für genügen Wirbel sorgt, um Raszagal entführen zu können. Der Protoss-Außenposten Talematros ist eigentlich vom Boden aus uneinnehmbar, doch er könnte gelingen seine Energiezufuhr auszuschalten, die durch umliegende Pylonencluser hergestellt wird. Kerrigan billigt den Plan und Duran schaltet persönlich jeden umliegenden Cluster auf Überladung, während man als Zerebrat mit seinen Bruten ihm die Wege und den Rücken frei hält.

Nach einigen Scharmützeln mit den Protoss in den Außenbereichen um Talematros sind alle Cluster überladen und es gelingt tatsächlich in der folgenden Explosion die Matriarchin zu entführen. Kerrigan und Duran machen sich mit ihren Truppen und ihrer Beute daraufhin auf nach Char.


Vernichtung der Bestie

Mission 8: Auf einer infizierten Plattform im Orbit von Char plant Kerrigan ihren Angriff auf den Overmind. Sie erwartet heftigen Widerstand vom VED, doch selbst der könne sie nicht aufhalten. Mit Raszagal habe sie zudem das Mittel den Overmind zu vernichten. Duran kann sich nicht erklären, wie sie den Overmind vernichten wolle, denn dies könnten ja nur die Energien der Dunklen Templer, doch Kerrigan entgegnet ihre Geheimwaffe werde jeden Moment eintreffen.

In der Tat meldet sich kurz darauf Zeratul, der den Grund für die Entführung seiner Matriarchin wissen will. Kerrigan gibt offen zu, daß sie eigentlich nur Mittel zum Zwecke war ihn und seine Leute nach Char zu holen, so daß die Dunklen Templer den Overmind vernichten könnten. Sie gebe ihr Wort, daß sie Raszagal danach sofort freilassen werde.

Zeratul traut ihren Worten nach seinen früheren Erfahrungen (Ep4: Die Aufrührer) nicht mehr, doch Raszagal meldet sich selbst zu Wort und stellt klar, daß der Overmind ein gemeinsamer Feind sei und Zeratul ihn nicht für Kerrigan oder sie, sondern für das Überleben der Protoss insgesamt vernichten solle. Daraufhin willigt Zeratul ein und stellt Kerrigan die nötige Ausrüstung zum Heranwarpen Dunkler Templer bereit.

Die Verteidigung des VED macht Kerrigans Truppen sehr zu schaffen, denn es gilt koordinierte Angriffe von Zerg und Terranern abzuwehren, wobei sich das VED nicht scheut auch eigene Kommandozentralen zu infizieren und entsprechende Selbstmordeinheiten zu produzieren. Doch nach vielen Kämpfen und Expansionen für zusätzliche Ressorcen gelingt des die feindlichen Lager Meter um Meter zu dezimieren, bis schließlich der Weg zum Overmind frei ist. Mit Hilfe der Dunklen Templer wird dieser schließlich zerstört.

Nach getaner Arbeit verlangt Zeratul die Herausgabe der Matriarchin. Kerrigan scheint dazu bereit zu sein, doch Raszagal sagt überraschend sie wolle bei Kerrigan, ihrer Königin, bleiben. Zeratul ist entsetzt und kann nicht glauben, daß es sich um Raszagal handelt. Er mutmaßt, Kerrigan habe ihre Gedanken vergiftet, was diese nur zu gern zugibt. Sie habe Raszagal schon lange versklavt, lange bevor sie auf Shakuras bei Zeratul erschienen sei. Die Matriarchin habe den Fehler gemacht ihre Macht zu unterschätzen und würde dafür nun den Preis zahlen.

Noch während Kerrigan weiter stolz über ihr Werk und ihre Taten prahlt, schnappt sich Zeratul die Matriarchin und verschwindet zusammen mit ihr mittels Arbiter-Rückruf.


Anmerkungen

  • Die Mission gilt teilweise als die schwerste Zergmission, als auch schwerer als die eigentliche Endmission. Das zu beurteilen bleibt natürlich jedem Spieler selber überlassen, es ist aber durchaus interessant, da dies ausgerechnet die achte Mission ist und die beiden anderen Episoden auch nur acht Missionen umfassen. In der Tat ist der Handlungsrahmen mit der Vernichtung des Overmind auch weitgehend abgeschlossen, was nun folgt sind gewissermaßen Zugaben: Eine Blitzmission mit interessanter Wendung, eine Bonusmission mit einem Ausblick auf größere Zusammenhänge und eine große Endschlacht.


Die Abrechnung

Mission 9: Sechs Stunden später berichtet Duran, daß sich alle Zerg in diesem Sektor nun unter Kerrigans Kontrolle befänden, da nun der Overmind und seine Zerebraten vernichten seien. Das VED sei geflohen, doch wieviele funktionsfähige Schiffe sie überhaupt noch hätten, sei unbekannt. Die Verlegung von Kerrigans primärem Schwarmcluster auf die Orbitplattform von Char sei zudem abgeschlossen, doch Zeratul und seinen Leuten sei es gelungen die Verteidigung zu umgehen und dabei auch Raszagal mitzunehmen.

Auf Kerrigans Nachfrage berichtet Duran weiter, daß die Protoss sich in einem Lager auf der Oberfläche von Char befinden und die Matriarchin in einer Stasiszelle aufbewahren. Kerrigan meint, daß jede Hoffnung darauf Raszagal wieder von ihrem Einfluß zu befreien umsonst sei, doch da sich die Protoss für einen dimensionalen Rückruf bereit machen, hat sie nur 30 Minuten, um die entgültige Flucht zu verhindern. Raszagal und Zeratul will sie lebend, doch das restliche Lager soll vollständig zerstört werden.

Tatsächlich reicht die Zeit für einen schnellen Angriff, obwohl sich noch Reststreitkräfte des VED in der Umgebung des Protosslagers befinden. Als das Lager zerstört ist, erscheint Zeratul und vernichtet die Stasiszelle, wohlwissend, daß er Raszagal damit tötet. In ihren letzten Worten dankt sie ihm und bitten ihn über ihren Stamm zu wachen.

Kerrigan ist beeindruckt von Zeratul und lässt ihn, zu seiner eigenen Überraschung, gehen. Sie habe ihm schon seine Ehre genommen und da er selbst sich den Tot der Matriarchin nie vergeben werde, habe sie damit die süßeste Rache, die sie sich vorstellen könne. Zeratul verlässt mit ein paar letzten Getreuen den Planeten Char, nicht ohne zu betonen, daß Kerrigan ihren Entschluß noch bereuen werde.

Anmerkungen

  • Wird diese Mission in 25 oder weniger Minuten vollendet, schaltet sich die Bonusmission Dunkle Anfänge frei.

Dunkle Anfänge

Bonusmission: Zeratul ist auf dem Weg zurück nach Shakuras zu Artanis und restlichen Protoss-Truppen, doch plötzlich wird auf einem unbekannten Mond vermeintliche Protoss-Technologie ausgemacht. Es könnte sich um Artanis oder andere Überlebende von Kerrigans Rachefeldzug handeln und so beschließt Zeratul die Sache persönlich zu untersuchen.

In der Nähe der Energiesignaturen wird ein kleines terranisches Lager ausgemacht und Zeratul staunt nicht schlecht, als er dort auch Pylonen sieht, die Stasiszellen mit Energie versorgen. Das Lager wird natürlich verteidigt, aber auch dank der Dunklen Archons gelingt es so manchen Bewacher zu einem nicht ganz freiwilligen Seitenwechsel zu bewegen. Als die ersten Stasiszellen erreicht sind, stellt sich heraus, daß Protoss in ihnen eingeschlossen sind.

Die erste Stasiszelle mit Testobjekt 23 explodiert vor seinen Augen und der Templar in ihr stirbt, doch aus weiteren Zellen lassen sich mehrere Protoss retten. Zeratul ist wütend über die Experimente der Terraner, doch die Wut weicht erneuter Überraschung, als auch Zerg in einer weiteren Stasiszelle findet und der Computer etwas von Genvermischung im Rahmen von einem Experiment 2273 ausspuckt.

In der letzten, besonders stark bewachten, Zelle findet Zeratul schließlich einen Protoss/Zerg-Hybrid in perfektem Kälteschlaf. Plötzlich meldet sich auch jemand zu Wort, den er hier nicht erwartet hatte: Samir Duran. Kerrigans vermeintlicher Partner erweist sich als sehr viel selbständiger als gedacht und auch sein Name scheint nicht zu stimmen. Er habe im Laufe der Jahrtausende schon viele Namen gehabt, stellt er gleich zu Beginn klar. Zeratul glaubt zunächst daran, daß der Hybrid, dessen Schönheit Duran preist, ein Werk Kerrigans ist, doch Duran stellt klar, daß diese nie dazu in der Lage wäre.

Zeratul will nun wissen, was Duran denn nun sei, doch dieser bleibt im Ungefähren. Er sei ein Diener einer größeren Macht, die Jahrhunderte lang geschlafen habe und deren Abbild in der Kreatur zu sehen sei. Überhaupt schließe sich mit dem Hybriden ein Kreis. Die kosmische Ordnung dieser Kreatur sei bereits festgelegt worden, als die Sterne noch jung waren. Zeratul sehe hier, so Duran, den Höhepunkt seiner Geschichte.

Duran erzählt, daß er schon viele Hybriden ausgesetzt habe
Alles was er sehe, sei ein ekelhaftes Scheusal, entgegnet Zeratul entsetzt. Duran erklärt daraufhin, daß diese Gewaltätigkeit typisch sei und er unfähig sei die größeren Zusammenhänge zu erkennen. Er könne natürlich alle Hybriden hier vernichten, aber das würde nicht helfen, denn er habe diese Hybriden bereits auf vielen, sehr vielen Welten ausgesetzt, so daß es niemals gelingen dürfte alle zu finden, bevor sie erwachen. Und wenn sie erwachen, dann werde sich sein Universum ändern... für immer.

Mit dem beunruhigenden Wissen über die Hybriden bricht Zeratul auf. Unfähig seine Entdeckung zu erklären kehrt er nicht mehr zurück nach Shakuras zu Artanis. In den nächsten Jahren sollte man (zunächst) nichts mehr von ihm hören.

Anmerkungen

  • Diese Bonusmission hat von Anfang an die Spekulationen über eine Fortsetzung angeheizt. Tatsächlich soll dieser Handlungsstrang in StarCraft 2 wieder aufgegriffen werden, wobei die volle Dimension wohl erst im drittel Teil der SC2-Trilogie (Legacy of the Void) klar wird.
  • Die Wortwahl Durans zeigt erstaunlich viele Gemeinsamkeiten mit denen des Overmind bei seiner Manifestierung auf Aiur. (Ep2: Der Kreis schließt sich)

Omega

Mission 10: In der Not arbeiten auf einmal frühere Gegner zusammen. Nachdem Kerrigan sich praktisch mit allen wichtigen Fraktionen des Sektors angelegt hat, hat nun Arcturus Mengsk mit einigen Zugeständnissen an alte Kontakte eine neue Flotte zusammengestellt und greift in einer konzertierten Aktion zusammen mit restlichen VED-Verbänden unter Admiral DuGall Kerrigans Orbitverteidigung um Char an. Zusätzliche Unterstützung bekommen die beiden Flotten noch durch die Protoss unter Artanis, der seine Truppen ebenfalls gegen Kerrigan losschickt, auch als Rache für den Tod von Fenix und Raszagal. Auf den Orbitplattformen von Char kommt es zur Schlacht, die man als ausführender Zerebrat ganz allein bewältigen muß, da Duran verschwunden ist. (Spieler der Bonusmission können sich den Grund denken.)

Nach harten Kämpfen schafft es Kerrigan tatsächlich mit ihren Streitkräften alle drei Angreifer abzuwehren. Artanis gelingt die Flucht, Mengsk lässt sie leben, da sie es als besondere Rache empfindet ihn vor den Trümmern seiner Liga stehen zu sehen. Das VED hat weniger Glück, Kerrigan will es restlos beseitigen und gibt den Truppen lediglich einen Vorsprung, bevor ihre Streitmacht sie einholt.

Während Zeratul beunruhigt durch seine Entdeckung durch die Weiten des Alls streift und Artanis sich bemüht die verbleibenden Protoss zusammen zu halten, versucht Arcturus Mengsk seine Liga langsam wieder aufzubauen, wozu ihm erstaunlich viel Zeit bleiben wird. Admiral DuGall schreibt noch während des Rückzugs und bevor die Zerg seine Flotte einholen einen Abschiedsbrief an seine Frau Helena. Er bedauert das Scheitern seiner Mission und noch mehr seine Schuld am Tode seines alten Freunds Stukow. Anschließend begeht er Selbstmord. Kerrigan ist nach der Vernichtung des Overmind mit ihren Zergbruten nun die dominierende Macht im Sektor und krönt sich im Abschlussvideo der Kampagne selbst zur Königin der Klingen. Doch danach wird man in den nächsten Jahren recht wenig von ihr und den Zerg hören. Ein hohler Sieg?