Raynor
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Leben auf Mar Sara
Raynor wuchs auf der Konföderationskolonie Mar Sara auf. In den Gildenkriegen kämpfte der im 321. Kolonialen Ranger-Batallion Heaven's Devils gegen das Kel-Moria-Kombinat. Hier traf er zum ersten Mal auf den Sträfling Tychus Findlay, mit dem er 30 Tage wegen Befehlsverweigerung im Gefängnis in Camp McIntyre absitzen musste. Gegen Ende der Kämpfe wurden Tychus und Raynor zu einer Aufklärungsmission in das Gebiet des Kel-Moria-Kombinats geschickt, wo sie für fast 9 Monate spurlos verschwanden. Tychus wurde später vom Kombinat gefangen genommen und nach dem Ende der Feindseligkeiten ausgeliefert. Er wurde umgehend von der Konföderation wegen Fahnenflucht inhaftiert. Wie es Raynor gelang diesem Schicksal zu entkommen, ist nicht bekannt.Stattdessen schaffte es Raynor einen Posten als Marshall bei der Kolonialmiliz von Mar Sara zu erlangen. Er heiratete eine Frau namens Liddy, mit der er einen Sohn hatte, Johnny. Da dieser über PSI-Kräfte verfügte wurde er auf eine "Spezialschule" geschickt. Nach wenigen Monaten erhielten Raynor und seine Frau die Nachricht, dass ihr Sohn bei einem Unfall ums Leben gekommen sei. Liddy zerbrach an dem Tod ihres Kindes und starb wenig später. Raynor stürzte sich daraufhin in die Arbeit, um den Verlust zu überwinden.
Im Dezember 2499, als Raynor 29 Jahre alt war, griffen die Protoss scheinbar aus heiterem Himmel Chau Sara an. Nach der Zerstörung der Schwesterwelt herrschte helle Aufregung auf Mar Sara, auf die die Konföderation nach Ansicht von Raynor nur unzureichend reagierte. Zwar hielt er sich an den Plan zur Evakuierung der Bevölkerung in die Ödlandgebiete, handelte dann aber nach dem Auftauchen fremder Kreaturen mehr und mehr in Eigeninitiative, als er eingeschlossene Truppen befreite und schließlich eine von den fremden Kreaturen verseuchte Kommandozentrale niederbrannte.
Kampf gegen die Konföderation
Die Konförderation tolerierte die Zerstörung der infizierten Kommandozentrale in der Nähe des Außenpostens Backwater Station nicht und stellte ihn und seine Männer unter Arrest. Arcturus Mengsk, Anführer der Söhne von Korhal, befreite Raynor und half im Gegensatz zur Konföderation, die Überlebenden von Mar Sara zu evakuieren. Raynor schloss sich daher den Söhnen von Korhal an und kämpfte nun mit ihnen gegen die Konförderation. (Ep1: Außenposten, Ep1: Bündnis der Verzweiflung)Nachdem Raynor ein Kommando leitete, um Daten aus der Jacobs-Installation zu stehlen, musste er aus dem Orbit miterleben, wie die Protoss auch Mar Sara verbrennen. Er widmet sich daher zusammen mit den Söhnen von Korhal nun der Grenzkolonie Antiga Prime, wo es bereits rebellische Tendenzen gab, die aber von der Konföderation noch unterdrückt wurden. Bei der ersten Mission auf Antiga lernte er Sarah Kerrigan kennen, die ebenfalls für Arcturus arbeitete und die Ghost-Ausbildung durchlaufen hatte. Nachdem Kerrigan den konföderierten Offizier tötete, brach die Revolte offen aus und die Rebellen schafften es mit Hilfe von Raynor und Kerrigan die konföderierten Truppen zu vertreiben. (Ep1: Revolution)
Doch auch Antiga Prime war inzwischen zu einem Ziel für die Zerg geworden und so stürzt ausgerechnet das Schiff des konföderierten Generals Edmund Duke, die Norad II, auf Antiga Prime ab, mitten zwischen den gefährlichen Zergbruten. Ironie der Geschichte: Duke war der General, der Raynor auf Mar Sara sitzen lassen wollte und Hilfe bei der Evakuierung verweigerte. Nun sollte Raynor auf Wunsch von Mengsk ausgerechnet Duke retten, weil der Anführer der Söhne von Korhal auf seinen Seitenwechsel des Generals spekulierte. Nach anfänglichen Protest nahm Raynor den Auftrag an und schaffte es den General und sein Schiff zu retten. Und tatsächlich ließ sich Duke zum Seitenwechsel überreden. (Ep1: Norad II)Unzufrieden über die bisherige Defensivtaktik gegenüber den Zerg drängte Raynor darauf in die Offensive zu gehen. Duke hielt seinen Plan den Schwarmcluster anzugreifen für undurchführbar, doch Mengsk und Kerrigan waren für den Plan. Nun sollten ausgerechnet Raynor und Duke diese Mission durchführen, die sich als schwerer herausstellte als gedacht. Als die Lage schon fast hoffnungslos erschien, bekamen sie unerwartete Hilfe. Eine Protoss-Streitmacht unter dem Kommando des Exekutors Tassadar hatte ihren Kampf mitverfolgt und unterstützte nun ihre Offensive, die damit schließlich erfolgreich war. (Ep1: Alles oder Nichts)
Kurz darauf wurde allerdings die Rebellenposition auf Antiga von der Konföderation lokalisiert und der Stützpunkt der Söhne von Korhal geriet in arge Bedrängnis. Arcturus hatte einen verwegenen Plan, den Raynor nicht besonders gut fand: Kerrigan sollte einen Psi-Emitter im feindlichen Basislager platzieren und so die Zerg gezielt auf die Konföderation hetzen. Trotz Raynors Bauchschmerzen diesbezüglich wurde dieser Plan durchgeführt und die Flucht gelang. Mengsk will nun zum großen Schlag gegen die konföderierte Hauptwelt Tarsonis ausholen. Nachdem es Duke mithilfe seines Insiderwissens gelingt die Orbitverteidigung zu durchbrechen, zerstören Raynor und Kerrigan in einer größeren Truppenaktion bei New Ghettysberg auf der Oberfläche von Tarsonis die Basislager von Delta-, Omega- und Nova-Squadron. Anschließend werden beide von der Nachricht überrascht, daß Duke inzwischen diverse Psi-Emitter auf der eroberten Orbitalplattform postiert hat, um die Zerg nun gegen Tarsonis einsetzen zu können. Beide reagieren entsetzt, doch auf Drängen von Arcturus wird der Plan durchgeführt. (Ep1: Der große Vorstoß, Ep1: Operation Lautloser Schrei)
Als die angelockten Zerg über Tarsonis herfallen, tauchen erneut die Protoss auf, die jedoch nun nicht den Planeten wie zuvor verbrennen, sondern sich in Einzelgefechten den Zergtruppen widmen. Arcturus Mengsk befürchtet, daß so einigen Kräften der Konföderation die Flucht gelingen könnte. Kerrigan soll daher auf Befehl von Mengsk die Protoss im Orbit bekämpfen und zwar nur mit einer kleinen Streitmacht ohne weitere Rückdeckung gegen die Horden von Zerg, die tunlicht nicht angetastet werden sollen. Raynor ist überhaupt nicht einverstanden mit dem Plan, schafft es aber nicht Kerrigan davon abzubringen ihn auszuführen. Schließlich gelingt Kerrigans Mission gegen die Protoss zwar, doch ihre Stellung wird danach von den Zerg überrannt. Raynor will sie retten, dies wird aber von Mengsk verhindert. Seither macht er sich Vorwürfe sie auf der Mission nicht wenigstens begleitet zu haben. (Ep1: Neu Ghettysberg)
Nachdem Raynor mehr und mehr erkennt, daß die Skrupellosigkeit auf dem Weg zur Macht sich nicht wesentlich von den Handlungsweisen der Konföderation unterscheidet, bricht er mit Mengsk. Duke versucht ihn daran zu hindern und aktiviert die Ionenkanone, eine primäre Verteidigungswaffe von Tarsonis. Raynor gelingt es aber die Kanone auszuschalten und sich mit seinen Leuten abzusetzen. (Ep1: Der Hammer fällt)
Zusammenarbeit mit den Protoss
Nach der Trennung von Mengsk zog es Raynor nach Char, ausgelöst durch seltsame Träume. Kerrigan hatte durch ihre Psi-Kräfte unterbewusst Kontakt zu ihm aufgenommen. Als Raynor mit seinen Truppen auf der Aschewelt erscheint, muss er aber feststellen, daß es bereits zu spät ist: Kerrigans Wiedergeburt in den Schwarm ist abgeschlossen und die Zerg überrennen seine Stellungen. Kerrigan selbst ist es schließlich, die dafür sorgt, dass Raynor selbst lebend davon kommt, warnt ihn aber ausdrücklich davor wieder herzukommen. (Ep2: Agentin des Schwarms)
Doch auf Char trifft Raynor nicht nur auf die Zerg. Bereits auf Antiga Prime war er auf den Protoss-Kommandanten Tassadar gestoßen, den er nun wieder trifft. Ebenfalls nach Char gelockt wurde eine Truppe von Protoss-Abtrünnigen, die auf Aiur nur als die Dunklen Templer bezeichnet werden. Entgegen des Diktats der Konklave keinerlei Kontakt aufzunehmen, treffen sich Raynor und Tassadar mit Zeratul, dem Prälaten der Dunklen Templer. Sie entschließen sich trotz anfänglicher Animositäten zusammenzuarbeiten und erreichen erste Erfolge, wie die entgültige Vernichtung des Zerebraten Zasz.
Nach einiger Zeit jedoch geraten die Protoss und Raynors Truppen, die sich allerdings aus den Frontkämpfen praktisch heraushalten, in die Defensive. Dabei werden Tassadar und Raynor auf einer Orbitplattform von Char festgesetzt und von Zeratul getrennt. Befreit werden sie ausgerechnet von einer Protoss-Streitmacht unter dem Kommando eines jungen Exekutors, der eigentlich Tassadar im Auftrag der Konklave verhaften soll, nun aber die Seiten wechselt. Gemeinsam gelingt es Zeratul zu finden und zu befreien, der sich in einer ehemaligen terranischen Installation versteckt hat. (Ep3: Die Jagd nach Tassadar, Ep3: Die Dunkelheit)Raynor begleitet nun seine Verbündeten zu ihrer Heimatwelt Aiur, wo er Bekanntschaft mit dem Prätor Fenix macht, aus dem sich später eine enge Freundschaft entwickelt. Er hilft mit seinem Schiff, der Hyperion, mit Tassadar zu befreien, der von der Konklave angeklagt und gefangen gehalten wird, als er zu dieser zurückkehren will. Nach dem Bruderkrieg Protoss gegen Protoss und der Vernichtung einiger Zerebraten geht es dann mit vereinten Kräften gegen den Overmind. Obwohl Raynor und den Protoss es gelingt die Kreatur zu schwächen, sieht Tassadar den einzigen Ausweg daran, dass er sich mit der aufgeladenen Gantrithor auf die Kreatur stürzt, was ihn das Leben kostet. (Ep3: Das Auge des Sturms)
Nach dem Tod des Overminds und Tassdars ist die Gefahr auf Aiur durch die Zerg nicht gebannt und so hilf Raynor zusammen mit Fenix den Protoss bei der Evakuierung Aiurs und der Verteidigung des Warptors nach Shakuras. Die beiden sehen dabei keine andere Möglichkeit die Zerg von Shakuras fernzuhalten als schließlich das Warptor von Aiur aus zu verschließen. Damit werden er und Fenix vom Großteil der Protossflotte (inklusive Zeratul) getrennt. (Ep4: Flucht von Aiur, Ep4: Die Dühnen von Shakuras)
Allianz mit Kerrigan
Trotz militärisch schwieriger Lage gelingt es Raynor zusammen mit Fenix die Zergangriffe zu überstehen und sich auf Aiur zu verschanzen. Dort werden sie unerwartet von Kerrigan kontaktiert, die ihnen erklärt, dass die nun die Fremdkontrolle des Overmind abgeschüttelt habe, aber Daggoth mit anderen Zerebraten zusammen einen neuen Overmind erschaffen habe, den nun die neu im Koprulu-Sektor auftauchte Streitmacht des VED kontrollieren wolle. Raynor und Fenix paktieren daraufhin mit Kerrigan und befreien den bereits vom VED gefangenen Arcturus Mengsk. Obwohl sie nach der Flucht auf Aiur vom VED lokalisiert werden, schaffen sie es mit Hilfe des Warptors zu entkommen, nicht zuletzt durch Durans Hilfe, der für Kerrigan arbeitet. (Ep5: Der Fall des Imperators, Ep5: Der Flug des Imperators)
Zusammen mit Kerrigan und Mengsk versuchen Raynor und Fenix nun das VED wieder zu vertreiben, wobei Raynor sich durch eine Kommandomission zur Zerstörung einiger Energiegeneratoren des Psi-Disruptors beteiligt. Nachdem es nicht nur gelingt den Disruptor zu zerstören, sondern auch Korhal und seine Hauptstadt Augustgrad zu befreien, zerbricht das Bündnis jedoch schlagartig. Breits am Morgen nach der siegreichen Schlacht verrät Kerrigan ihre Verbündeten tötet dabei nicht nur terranische und Protoss-Truppen, sondern (neben Duke) auch Raynors Freund Fenix. Raynor schwört daraufhin Rache und verschwindet zunächst wieder von der Bildfläche. (Ep6: Wahrheit)
Ereignisse nach Brood War
Nachdem die Zerg sich in den folgenden Jahren erstaunlich ruhig verhielten, widmete sich Raynor wieder stärker dem Kampf gegen Mengsk und die Terranische Liga. Obwohl Raynors Truppen der Liga ein ständiges Dorn im Auge sind, hütet sich Arcturus Mengsk davor seinen einstigen Helfer töten zu lassen, da er sonst zum Märtyrer würde. Stattdessen jagt er die Rebellen quer zu den Sektor und bekämpft sie mit diversen Mitteln der Propaganda, die Raynors Leute als Terrororganisation bezeichnet.
Während für die Liga der Kampf gegen Raynor keine nennenswerten Ressourcen verschlingt, wird Raynor durch die jahrelangen Plänkeleien ziemlich zermürbt. Seine Leute kann er kaum bezahlen und nimmt daher auch immer wieder Söldneraufträge an, um wenigstens genügend Ressourcen für die Instandhaltung seiner Truppen zu haben. Raynor selbst kriegt dadurch zuweilen Zweifel am Erfolg seiner Pläne. Ein Auseinanderbrechen seiner Truppen konnte bisher jedoch verhindert werden, nicht zuletzt dank seines ersten Offizieres Matt Horner, der nach wie vor von den Idealen des Kampfes für die Freiheit überzeugt ist.
Wiedersehen mit Tychus und Zeratul
Hinweis: Der weitere Werdegang Raynors wird ein zentraler Inhalt des ersten Teils der StarCraft II Trilogie, Wings of Liberty, sein.



