Konföderation

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Die Terranische Konföderation war die führende terranische Fraktion im Koprulu-Sektor bis zum Sturz durch die Söhne von Korhal, aus denen später die Terranische Liga hervorging. Die Konföderation bestand aus über einem Dutzend Kolonien mit der Hauptwelt Tarsonis.


Inhaltsverzeichnis

Bildung der Konföderation

Im 23. Jahrhundert träumte der ehrgeizige Wissenschafter Doran Routhe davon Kolonien außerhalb der Umbebung des Sonnensystems der Erde zu gründen. Durch seine guten Kontakte zur UPL gelang es ihm 56.000 Gefangene für ein Experiment zu bekommen, die eigentlich wegen ihres abweichenden Genmaterials hingerichtet werden sollten. Von diesen erwiesen sich 40.000 als tauglich für eine längere Weltraumreise im Kälteschlaf.

In vier Supertransportern, Reagan, Sarengo, Nagglfar und Argo, zu je 10.000 Personen wurden die Gefangenen in Richtung des Planeten Gantris IV geschickt. Allerdings führte ein Navigationsdefekt im Supercomputer ATLAS dazu, daß statt der einjährigen Reise die Schiffe rund 30 Jahre blind durch das All reisten, bis schließlich der Warpantrieb ausfiel. Entsprechend der Notfallprogramme steuerten die Schiffe die nächsten bewohnbaren Planeten an, wobei die Sarengo so hart auf Umoja aufpralle, daß alle Passagiere dabei starben.

Die Nagglfar landete sanfter auf dem klimatisch akzeptablen Planeten Tarsonis. Anders als bei der Reagan und der Argo, von denen man zu dem Zeitpunkt gar nichts wußte, gelang es den neuen Bewohnern von Tarsonis den ATLAS-Supercomputer anzuzapfen, was den Kolonisten im Laufe der nächsten Jahrzehnte einen technologischen Vorsprung verschaffte. Nachdem man sich zunächst für allein in den Weiten des Alls hielt und dringendere Bedürfnisse zu erfüllen waren, dauerte es rund 60 Jahre, bis die Raumfahrt wieder eine Rolle spielte und sich die Überlebenden der drei Supertransporter trafen. Die Schwesterschiffe der Nagglar waren auf Moria und Umoja gelandet, mit denen nun ausgiebig gehandelt wurde.

Tarsonis gelang die Entwicklung neuer Subwarp-Antriebe und hatte damit die Technologie den Koprulu-Sektor zu erforschen und dabei wurden weitere sieben Planeten zu kolonisieren. Obwohl Tarsonis die führende terranische Macht im Sektor darstellte, gelang es nicht eine gemeinsame Regierung zusammen mit Moria und Umoja zu bilden und so wurde von Tarsonis und seinen neuen Kolonien schließlich die Konföderation gegründet.


Konflikte mit anderen Terranern

Da die Konföderation mit ihrer Stellung durchaus Druck auf andere, besonders lukrative, Welten ausübte, macht sich die mit Bodenschätzen reich gesegnete Kolonie Moria Sorgen um ihre Unabhängigkeit. Als Reaktion wurde das Kel-Moria-Kombinat gegründet, welches sich zum Ziel setzte alle Bergbaugilden zu unterstützen, die von der Konföderation unter Druck gesetzt wurden. In der Folge kam es zu Spannungen zwischen der Konföderation und dem Kombinat, die schließlich in die fast vier Jahre dauernden Gildenkriege mündeten.

Am Ende gab es zwar einen Frieden zwischem den beiden Fraktionen, der die Unabhängigkeit des Kombinats nicht antastete, wohl aber fast alle von ihm unterstützten Gilden für Konföderation annektierte. Alarmiert von dieser Entwicklung formierte sich auf der noch unabhängigen Kolonie Umoja eine Bürgerwehr, die sich als Protektorat von Umoja organisierte. Ziel des Protektorats war neben der Eigensicherung dabei auch die Eindämmung der Tyrannei der Konföderation.

Trotz der neuen Organisationen ging die Konföderation aus den Gildenkriegen deutlich gestärkt hervor. Um weiter zu wachsen, schickte sie Prospektoren auf diverse Planeten, um sich in den dortigen Machtstrukturen zu verankern und Schritt für Schritt den Planeten für die Konföderation in Besitz zu nehmen. Als Gegenreaktion bildeten sich nicht selten Piratenmilizen, die sich den Organen der Konföderation entgegenstellten.


Der Korhal-Aufstand

Ein besonders heftiger Konflikt ereignete sich auf Korhal, eine der zentralen Welten der Konföderation, die eine wichtige Rolle für den technologischen und militärischen Vorsprung spielte. Die Bevölkerung reagierte allerdings zunehmend ablehnend auf die Bevormundung durch die Konföderation, deren Ruf durch korrupte Senatoren vor Ort nicht gerade besser wurde. Es kam zu Aufständen, die mit drastischen Maßnahmen beantwortet wurden, was aber den Konflikt nur weiter anheizte.

Aus Angst, daß sich andere Kolonien dem Vorbild Korhal anschließen könnten, statuierte die Konföderation ein Exempel und ließ ein Spezialkommando aus Geist-Einheiten Angus Mengsk, den Anführer der Revolte, sowie seine Frau und seine beiden Töchter ermorden, mitten in seinem eigentlich als sicher geltenden Hauptquartier. Das befeuerte den Konflikt allerdings noch mehr und ein junger Prospektor der Konföderation wechselte plötzlich in den Widerstand: Arcturus Mengsk, Sohn von Angus.

In der Folge wurde konföderierte Basen und Einrichtungen immer wieder von Mengsk und den mit ihm verbündeten Piratenmilizen angegriffen. Als schließlich noch das Gerücht von einer Allianz zwischen Mengsk und dem Protektorat von Umoja die Runde machte, griff die Konföderation zu einem drastischen Schritt, um das Rebellenproblem ein- für allemal zu beseitigen: Korhal wurde mit 1000 nuklearen Sprengköpfen bombadiert. In diesem Trommelfeuer, was auch das Klima von Korhal nachträglich veränderte, starben rund 4 Millionen Menschen. Nach dem Großangriff auf Korhal, nannten sich Arcturus Mengsk und seine Leute fortan die Söhne von Korhal.


Begegnung mit den Zerg und Protoss

Nach Jahrzehnten mit rein innerterranischen Konflikten tauchte plötzlich eine neue, insektenartige Rasse auf, die sich als Zerg herausstellte. Der Konföderation gelang es einige Zerg-Kreaturen lebendig einzufangen und in wissenschaftliche Einrichtungen und Testgebiete zu transportieren, wo umfangreiche Experimente durchgeführt wurden. Unter anderem wurde dabei festgestellt, daß die Zerg es besonders auf psionisch begabte Menschen abgesehen hatten. Für diese Menschen mit besonderen Fähigkeiten hatte die Konföderation bereits ein eigenes Trainigsprogramm, um sie zu sogenannten Ghosts auszubilden und so fiel es nicht schwer spezielle Emitter zu konstruieren, die die Psi-Signale der Ghosts in vielfacher Verstärkung ausstrahlten. Damit war es nun möglich Zerg gezielt anzulocken.

Eines dieser Testgebiete stellte die Randwelt Chau Sara dar. Die dortige Flannum-Installation beschäftigte sich mit der Forschung über die fremden Wesen, deren Existenz offiziell nicht bestätigt wurde und die intern nur Xenomorphs genannt wurden. Die Konföderation machte jedoch den Fehler das Ausmaß der Bedrohung durch die Zerg völlig zu unterschätzen und so war ihnen nicht klar, daß Chau Sara längst von den Zerg infiziert war, bis plötzlich vermehrt Angriffe auf militärische, aber auch zivile terranische Einrichtungen erfolgten.

Das Alpha Squadron, welches gerade auf einer Mission gegen die Söhne von Korhal nach Chau Sara gerufen wurde, nahm sich zusammen mit einer speziellen Cerberus-Einheit der Bedrohung an. (Ep0: Strongarm) Es gelang zwar die Informationen aus der Installation sowie die Stadt Los Andares zu retten und sogar zum Gegenschlag auszuholen, doch dieser Sieg währte nur kurz. (Ep0: Extermination)

Völlig unvorbereitet tauchte eine weitere außerirdische Rasse auf, die Protoss, die alles Leben auf dem Planeten Chau Sara auslöschte. Die Konföderation versuchte es mit einem plumpen Angriff auf die Protossflotte, welcher allerdings keine nennenswerten Ergebnisse brachte. Wenig später zeigte sich auf dem im selben Sternsystem gelegenen Planeten Mar Sara ebenfalls eine Verseuchung durch die Zerg.


Niedergang

Rebellen dringen in eine Installation der Konföderation ein
Nachdem sich die Verseuchung auf Mar Sara als nicht eindämmbar erwies und die Kolonisten unter ihrem Marshall James Raynor auf eigene Faust handelten und dabei auch mit den Söhnen von Korhal paktierten, gab man den Planeten auf, auch in der Hoffnung damit zugleich das Rebellenproblem loszuwerden. Jedoch gelang den Rebellen die rechtzeitige Flucht, welche kurz darauf eine weitere Seperatistengruppe auf Antiga Prime unterstützten. (Ep1: Revolution)

Nachdem der konföderierte General Edmund Duke die Seiten wechselte und den Söhnen von Korhal beim Überwinden der Orbitverteidigung der Hauptwelt Tarsonis half, war die Vorherrschaft der Konföderation gebrochen. Nachdem ein Stoßtrupp der Rebellen nicht nur die Produktionsstätten, von Delta Squadron, Omega Squadron und Nova Squadron ausgeschaltet, sondern auch noch eine Reihe von Psi-Emittern auf der Oberfläche von Tarsonis platziert hatten, gaben die angelockten Zergbruten der Konföderation endgültig den Todesstoß. (Ep1: Operation Lautloser Schrei)

Mit den Emittern wurde die Konföderation letztendlich mit einer Waffe besiegt, die sie selbst geschaffen hatte und obwohl es ebenfalls gelungen war ein Gerät zu konstruieren, was die Kommunikation der Zerg untereinander unterbrechen konnte, den sogenannten Psi-Disruptor, konnte dies die Invasion von Tarsonis nicht aufhalten. Der Disruptor selber blieb jedoch unzerstört und wurde später vom VED entdeckt und demontiert. (Ep5: Die Ruinen von Tarsonis)


Überreste?

Bis heute ist nicht völlig geklärt, ob die Konföderation vollständig untergegangen ist, oder gewisse Reste noch vorhanden sind. Die ehemaligen Kolonien und die gewöhnlichen Streitkräfte sind allem Anschein nach in die Terranische Liga integriert worden. Als Samir Duran seine Dienste dem VED anbietet, gibt er an für den Konföderierten Widerstand zu arbeiten. (Ep5: Erstschlag) Obwohl Duran nicht gerade als glaubwürdige Quelle gelten kann, wäre eine solche Widerstandsorganisation durchaus möglich, gerade da es eher Durans Wesen entspricht andere Organisationen für sich einzuspannen als selber eine solche Armee aufzubauen und entsprechend zu instruieren.

Immer wieder ist auch von konföderierten Einrichtungen die Rede, so z.B. infiltrieren die Kimeran-Piraten ausdrücklich eine konföderierte Wissenschaftseinrichtung. Es ist allerdings durchaus möglich, daß dies nur eine Referenz auf die Entstehung ist und die Einrichtung inzwischen von einer anderen Fraktion genutzt wird, in diesem Fall der Liga oder Stukows Truppe. (Ext: Deception)

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