Tychus Findlay

Aus Starcraft Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Findlay.jpg
Tychus Findlay ist ein kräftiger und großgewachsener terranischer Space-Marine, der im StarCraft II-Trailer, welcher auf dem Worldwide Invitational 2007 in Seoul (Süd-Korea) erstmalig gezeigt worden ist, innerhalb einer Kaserne auf vollautomatisierte Weise seinen CMC 300/400 Kampfanzug erhält und anschließend genau vier Worte spricht: "Hell, it's about time." Diese Aussage bezieht sich darauf, dass nach fast einer Dekade endlich die langerwartete Fortsetzung zu StarCraft: Brood War angekündigt worden ist.

Er ist ein sehr wichtiger Hauptcharakter in Wings of Liberty, dem ersten Teil der StarCraft II Trilogie.


Inhaltsverzeichnis

Biografisches

Raynor und Findlay auf dem Bild der Heaven's Devils
Tychus Findlay ist am 20. Oktober 2468 auf Mar Sara geboren worden. Er hat blaue Augen und graues Haar. Es ist noch nicht viel über seine Kindheit bekannt, aber aufgrund seines späteren immensen Körperbaus von 2 Metern und 165 Kilo, ist er als junger Mann dem 321. Kolonialen Ranger-Bataillon der Konföderation beigetreten, die auch unter dem Namen "Heaven's Devils" bekannt sind. In diesem Regiment kämpfte Tychus Findlay auf Mar Sara während der berüchtigen Gildenkriege für die Konföderation gegen das Kel-Moria-Kombinat. Hier lernte er Jim Raynor kennen, mit dem er zusammen wegen Befehlsverweigerung eine 30-tägige Haftstrafe in Camp McIntyre absitzen musste.

Gegen Ende der Gildenkriege wurde Tychus Findlay auf Mar Sara zusammen mit Jim Raynor in kel-morianisches Territorium geschickt, und galt anschließend neun Monate lang als vermisst. Nachdem die Feindseligkeiten zwischem dem Kel-Moria-Kombinat und der Konföderation eingestellt wurden, konnte Tychus Findlay von den Kel-Morianern während eines Gefangenenausbruchs in Gewahrsam genommen und an die Konföderation ausgeliefert werden. Wegen Fahnenflucht wurde er umgehend in ein konföderiertes Gefängnis gesteckt.

Im Gefängnis auf New Folsom

Tychus Findlay innerhalb eines Cryotanks
In dieser Nahaufnahme sind die zahlreichen Narben gut zu erkennen
Seither ist das Strafregister von Tychus Findlay kräftig angestiegen, denn Fahnenflucht war das harmloseste im Leben von Tychus Findlay: mehrfacher Mord, Drogengeschäfte, Diebstahl, Gefängnisausbrüche, illegale Vervielfältigung sowie Verdächtiger in weiteren Mordfällen. Er wurde zum Tode verurteilt, allerdings entschied die Obrigkeit Findlays Leben gegen eine kälteerzeugende Haftstrafe einzutauschen, was absoluter Isolation unter qualvollen Bedingungen gleichkommt. Schließlich wurde er in einen Marine-Soldat umgewandelt, um für den Rest seines Lebens im Militär zu dienen. Jedoch schaffte es Tychus Findlay laut eigener Aussage kurz danach auf dem Weg ins Gefängnis von New Folsom zu entkommen.

Wings of Liberty

In einer Bar auf Mar Sara treffen sich Jim Raynor und Tychus Findlay wieder. Raynor ist überrascht, Tychus Findlay wiederzusehen, nachdem dieser "auf Eis gelegt" worden ist. Doch Tychus bietet Raynor ein angeblich "lukratives" Geschäft an: Er nennt es "Befreien" einiger kostbarer "Alien"-Artefakte aus der Hand der Terranischen Liga. Kürzlich habe die Terranische Liga damit begonnen, den Transport solcher Kunstgegenstände zu verbieten, und fing im gleichen Atemzug damit an auf Mar Sara danach zu graben. Findlay sagt, dass er einen großzügig zahlenden Abnehmer hätte, wenn Raynor mit ihm gemeinsam diese Alien-Artefakte "sicherstellen" würde. Dieser Abnehmer ist eine Organisation namens Möbius-Foundation, eine Gruppe von Wissenschaftlern, die durch die verhängte Sanktion in eine verzweifelte Lage geraten ist. Offenbar beauftragt die Foundation den Ex-Verbrecher Tychus Findlay damit, die Artefakte von den Planeten zu bergen oder aus den Klauen der Terranischen Liga zu reissen.

Raynor und Findlay im Gespräch in einer Bar auf Mar Sara

Auf Raynors Frage hin, wie er von New Folsom entkommen sei, erwidert Findlay im übertriebenen Tonfall, dass er auf dem Weg nach New Folsom aus dem Gefangenentransport ausgebrochen sei und fast ein Dutzend Wachleute mit bloßen Händen getötet habe. Raynor scheint Findlay kein Wort von dieser Schilderung zu glauben, dennoch machen sie sich auf den Weg die Alien-Artefakte zu besorgen. Kaum auf der Oberfläche von Mar Sara angekommen, werden sie allerdings von einem massiven Zerg-Schwarm angegriffen, gegen welchen sie gezwungen sind solange durchzuhalten, bis die Hyperion zur Rettung naht.
Nach der Mission bietet Tychus Findlay eine weitere Mission an, bei der ebenfalls Alien-Artefakte, die sich diesmal aber im Besitz der Protoss befinden, akquiriert werden sollen. Sie befinden sich auf Monlyth, einer geheimnisvollen Welt voller Schreine, die von fanatischen Protoss bewacht werden.
Der Einfluss von Tychus Findlay tangiert Jim Raynor insgesamt dazu als Pirat oder auch Dieb zu handeln. Er kann Raynor also teilweise in recht prekäre Situationen bringen, sofern dieser - bzw. der Spieler - es in Form seiner Entscheidungen auch zulässt.

Äußere Erscheinung

Tychus Findlays Combat Suit
Für terranische Verhältnisse ist Tychus Findlay ein gewaltiger Brocken von einem Menschen. Er verfügt über große Körpermasse und -größe, hat Hände wie Schaufeln und ein Genick wie ein Stier. Sein Körper jedoch weist deutlich Spuren seiner Vergangenheit auf: So hat er zum Beispiel über seiner Magengegend eine große Narbe und zahlreiche Tätowierungen: Auf den vier Fingerrücken der linken Hand ist das Wort "PAIN" und eine sich um den Zeigefinger herumwindende Schlange tätowiert. Auch auf den Schultern und dem Rücken sind Tattoos gestochen worden, besonders markant davon ist der Slogen: "HEAVEN REJECTS", was naheliegenderweise eine Erinnerung an die Heaven's Devils ist.

Seine Combat Suit verstärkt sein bulliges Aussehen noch zusätzlich. Er trägt unterhalb dieser Rüstung lediglich orangefarbene Gefängnisbekleidung, und wurde deshalb in seinen Kampfanzug hinein versiegelt. Auf dem linken Schulterpad ist ein Pin-up Girl aufgemalt, zu beiden Seiten wird die Rüstungsnummer 435 in weißer Schrift angezeigt. Zudem steht die Zahl 13 auf seinen hydraulischen Gelenkhandschuhen und ein auffälliges Symbol ziert weiterhin seine imposante Space Marine Rüstung, die mit dem Totenkopfabzeichen in gewisser Hinsicht an das Omega-Squadron der Konföderation erinnert.

Tychus Findlays Stimme hat einen dunklen Klang, sie ist rauhbeinig und kehlig, was zweifellos auf das Rauchen dicker Zigarren zurückzuführen ist. Manchmal klemmt im Mundwinkel von Findlay ein glimmender Zigarrenstummel, der ihn aber keineswegs am Sprechen hindert. Im Gefecht kämpft er zumeist mit einem für terranische Space Marines typischen Gaußgewehr der Klasse "Impaler". In der StarCraft II Trilogie wird er als spielbarer Held vertreten sein.

Verschiedenes

Sammlerstück: Die Statue von Tychus Findlay
Die Hintergrundstory von Tychus Findlay und Jim Raynor wird in dem Buch "Heavens Devils" aufgearbeitet werden, welches im Dezember 2009 erscheint und von William C. Dietz geschrieben wird. Das Buch beleuchtet die jungen Jahre von Findlay, als dieser zusammen mit Jim Raynor im 321. Kolonialen Ranger-Bataillon diente, dann jedoch einen dunklen Pfad beschreitet.

Tychus Findlay wird darüber hinaus voraussichtlich auch einen Auftritt im dritten SC-Buch von Keith R. DeCandido haben, StarCraft Ghost: Academy. Er hat auch einen Auftritt im StarCraft Comic.

Kurz nach der offiziellen Ankündigung von StarCraft II im Jahr 2007, gab es eine limitierte Statue von Tychus Findlay zu erwerben, bzw. vorzubestellen. Die Auflage der Statue lag bei exakt 1250 Stück. Die Statuen wurde im Herbst des selbigen Jahres an alle stolzen Besitzer ausgeliefert. Das Sammlerstück kostete 249 us-amerikanische Dollar und ist inzwischen restlos ausverkauft. Sie ist handbemalt mit all den feinen Details und ungefähr 20 cm hoch. Sie zeigt Tychus Findlay mit einem Gaußgewehr in der rechten Hand, den linken Fuss auf einen toten Zerg abgesetzt.

Tychus Findlay ist der Erste der neuen Charakter aus der StarCraft II Trilogie gewesen, der offiziell vorgestellt worden ist.


Hell, it's about time!