Valerian Mengsk

Aus Starcraft Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Valerian Mengsk ist der Sohn von Arcturus Mengsk und Juliana Pasteur.
Valerian Mengsk ist der einzige Sohn und rechtmäßige Thronfolger von Imperator Arcturus Mengsk I.
Er ist 22 Jahre alt, hochintelligent und extrem gutaussehend, aber auch ein wenig arrogant. Seine großen Leidenschaften sind Archäologie, Kampfsport und der Schwertkampf. Valerian repräsentiert die vierte Generation in der bekannten Mengsk-Dynastie.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Frühe Kindheit

Aus einer romantischen Verbindung zwischen Arcturus Mengsk und Juliana Pasteur heraus, die auf Tyrador IX ihren Höhepunkt fand, wurde Valerian Mengsk gezeugt und schließlich neun Monate später auf Umoja zur Welt gebracht. Valerian wuchs wohl behütet auf Umoja auf, obwohl er seinen Vater Arcturus Mengsk in seinen ersten sieben Lebensjahren niemals zu Gesicht bekam. Er kannte ihn lediglich von den Erzählungen seiner Mutter Juliana, die ihn stets als großartigen Menschen schilderte. Im Schutz der einflussreichen Familie Pasteur, sein Großvater Ailin Pasteur war Botschafter auf Umoja und auch sonst ein angesehener Mann, zeigte Valerian schon im Kindesalter starkes Interesse an archäologischen Ambitionen und war fasziniert von allem, was mit eventuellen Alien-Relikten aus längst vergangenen Zeiten zu tun hatte. So grub er beispielsweise meist im Beisein seiner Mutter mit großer Freude am Flussufer im Garten seines Großvaters allerlei "Gegenstände" aus, die er mit kindlicher Faszination für "uralte Artefakte fremder Rassen" hielt. Seinen Vater sah er schließlich zum ersten Mal, nachdem im Koprulu-Sektor die Gildenkriege zwischen der Konföderation und dem Kel-Moria-Kombinat endeten und Arcturus Mengsk, der inzwischen aus dem Militärdienst ausgetreten war und eine Prospektorkarriere gestartet hatte, von seinem Großvater Ailin Pasteur nach Umoja eingeladen wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Arcturus nicht gewusst, dass er einen Sohn hat. Valerians Mutter Juliana hatte sich entgegen dem Willen ihres Vaters Ailin Pasteur dafür entschieden, diesen Umstand vor Arcturus geheimzuhalten, um seinen Zukunftsplänen nicht im Weg zu stehen.

Das erste Treffen mit seinem Vater verlief für den kleinen Valerian jedoch eher negativ, denn der eigensinnige Arcturus hatte recht eigene Vorstellungen davon, wie sein einziger Erbe sich entwickeln solle. Während Valerians Mutter Juliana ihren Sohn seine eigenen Entscheidungen treffen lassen wollte, für was er sich in seinem Leben begeisterte und für was nicht, glaubte Arcturus Mengsk auf bevormundende Weise zu wissen, was für Valerians Entwicklung gut sei. Dem Streit mit Juliana und Ailin ungeachtet, verbrannte Arcturus alle Lieblingsbücher von Valerian und tauschte sie gegen Bücher über Ökonomie, Geschichte, Technologie und Politik aus. Er versuchte sogar, Valerian den Umgang mit großkalibrigen Waffen beizubringen, was allerdings erwartungsgemäß für einen Siebenjährigen von geringem Erfolg gekrönt war. Lediglich der Schau-Zweikampf mit zwei Holzschwertern erzeugte eine Verbindung zwischen seinem Vater und ihm, doch die ständige Kritik nagte an Valerian, der seinen Vater im Grunde vergötterte.

Das Ende der Unbeschwertheit

Innerhalb dieser Woche, in welcher Valerian mit seinen Vater zum ersten Mal Zeit verbrachte, brach für Valerian eine neue Richtung in seiner Entwicklung an.
Doch mit dem plötzlichen Eintreffen einer schicksalhaften Nachricht von Korhal änderte sich auch sein ganzes Leben mit einem Schlag. Die Familie von Valerians Vater Arcturus Mengsk wurde von der Konföderation heimtückisch und äußerst brutal ermordet, lediglich Arcturus blieb verschont, weil er zu dieser Zeit nicht zuhause in seiner Heimat auf Korhal gewesen war. Valerian lernte dadurch niemals seinen Großvater Angus Mengsk, seine Großmutter Katherine Mengsk und auch nicht seine Tante, Dorothy Mengsk, von väterlicher Seite her kennen. Aus Angst, dass das nächste Ziel Valerian selbst sein könnte, ordnete Arcturus an, dass er mit seiner Mutter im Koprulu-Sektor untertauchen und ständig in Bewegung bleiben sollte. Valerians Vater indessen startete zum blutigen Rachefeldzug gegen die Konföderation, die sich dadurch ihren ärgsten Feind geschaffen hatte.

Auf der Flucht

In den Folgejahren versteckte sich Valerian mit seiner Mutter im umojanischen Hoheitsgebiet auf verschiedenen Planeten. Wie sich herausstellte, war ihnen die Konföderation durchaus auf den Fersen, und sie entkamen nur knapp einem nächtlichen Anschlag durch konföderierte Attentäter. Valerian tat in seinem und das seiner Mutter unvermeidbaren Exil trotzdem alles Mögliche, was sein Vater ihm aufgetragen hatte. Er lernte wie besessen die Digi-Bücher, die Arcturus ihm gegeben hatte, und stählte auch seinen Körper durch eisenhartes Training, sowohl in Martial Arts als auch im Schwertkampf und Waffengeschick. Zu diesem Zweck hatte Arcturus Mengsk auch zwei vertrauensvolle Männer seinem Sohn an die Seite gestellt: Zum einen war dies Meister Miyamoto, der Valerian sehr diszipliniert im Umgang mit dem Schwert unterrichtete und ihn schon bald als einen seiner besten Schüler, die er jemals hatte, bezeichnete, und zum anderen war das Charles Wittier, der eine Art Diener oder eher rechte Hand für Valerian bis zum heutigen Tag darstellt. Wittiers Hauptaufgabe war schon damals unter anderem auch dafür zu sorgen, dass Valerians Lebenstil trotz aller Umstände weiterhin wohlhabend war. In all dieser Zeit sah er seinen Vater allerdings nur durch das verzerrte Bild der konföderierten Medien, die ihn mit ihrer verfälschten Berichterstattung als wahnsinnigen Terroristen verunglimpften.

Das Buch ICH, MENGSK erzählt die Geschichte von Valerian Mengsk und zeigt das Wolfskopf-Enblem der Mengsk-Dynastie.
Auf der Flucht vor den konföderierten Häschern hielt sich Valerian mit seinem Gefolge auch eine Zeit lang auf dem Mond-Planetoiden Van Osten's Moon auf. Hier wurden kürzlich uralte unterirdische Alien-Ruinen entdeckt, allerdings fand Valerian kaum Zeit dafür diese zu untersuchen, denn seine Mutter Juliana litt inzwischen an einem komplizierten Krebs im Endstadium. Obwohl die Ärzte seiner Mutter nur noch Monate gaben, versuchte Valerian verzweifelt alle erdenklichen Informationen über diese Krankheit sowie ein Heilmittel dafür zu finden. Auf Van Osten's Moon sah Valerian schließlich auch seinen Vater wieder, inzwischen waren 8 Jahre seit dem letzten Zusammentreffen vergangen. Diesmal hatte Arcturus lobende und anerkennende Worte für seinen Sohn übrig, der auf dem besten Weg war ein junger und voll Leben strotzender Mann zu werden. Arcturus war sich sicher, dass sein Sohn eines Tages von seinen Talenten einen großen Nutzen ziehen würde. Das Treffen mit seinem Vater auf Van Osten's Moon war zwar nur kurz, dennoch schien es der ehrgeizige Valerian geschafft zu haben, seinen kritischen und manipulativen Vater zu beeindrucken.

Ein neues Zeitalter bricht an

Lange Zeit nach dem letzten Treffen auf dem Mondplanet und sechs Monate nach dem Fall der Konföderation durch die von Arcturus Mengsk initierte Invasion der außerirdischen Zerg auf deren Kapitolplanet Tarsonis, traf Valerian seinen Vater erneut wieder. Diesmal war Arcturus jedoch kein Gesetzloser mehr, sondern der Kaiser des neu erschaffenen Reiches namens Terranische Liga. Valerian befand sich inzwischen wieder auf seiner Heimat Umoja, zusammen mit seiner Familie, seinem Großvater und seiner zwar schwer kranken, aber immer noch lebenden Mutter. Juliana Pasteur warnte ihren über alles geliebten Sohn Valerian eindrücklich davor, sich nicht wie so viele andere Menschen von seinem beeinflussungsstarken Vater manipulieren zu lassen und stattdessen seinen eigenen Weg zu gehen. Er musste dies seiner Mutter sogar schwören, was Valerian auch tat. Bei dem Treffen mit seinem Vater handelte es sich allerdings mehr um einen propagandistischen Auftritt von Imperator Mengsk I. auf der Zentralwelt des umojanischen Protektorats, sehr zum Missfallen von der umojanischen Regierung und vor allem von Valerians Großvater, Ailin Pasteur.

Das Wiedersehen wandelte sich allerdings in einen nackten Kampf ums Überleben, als der Konföderierte Widerstand die Gelegenheit nutzte, um den Ausflug von Kaiser Mengsk I. zu einem Attentatsversuch umzumünzen. An der Seite seines Vaters und zusammen mit Meister Miyamoto kämpfte Valerian tapfer gegen die Angreifer der ehemaligen Konföderation, während sein Großvater und seine inzwischen im Rollstuhl sitzende Mutter sich auf dem Anwesen der Pasteurs in einem Bunker in Sicherheit brachten. Valerian Mengsk wäre bei diesem Angriff um Haaresbreite getötet worden, der von Captain Angelina Emillian, der Militär-Ausbilderin seines Vaters Arcturus Mengsk, geleitet worden ist. Während Meister Miyamoto und auch die feindlich gesonnene Captain Emillian ihr Leben lassen mussten, gelang es Valerian und seinem Vater der Übermacht aus ca. 30 feindlichen Marines zu trotzen, zumal kurz vor dem entscheidenden Moment der von Arcturus Mengsk zu Hilfe gerufene General Edmund Duke auftauchte und die feindlichen Truppen mit seinem Flaggschiff Norad III unter Beschuss nahm.

Tage nach diesem schweren feindlichen Angriff, der nur äußerst knapp abgewehrt werden konnte, erlag Juliana Pasteur ihrer tödlichen Krankheit schließlich endgültig. Der Verlust seiner über alles geliebten Mutter traf Valerian sehr hart, nicht zuletzt da sie quasi in seinen Armen gestorben war. Auf der anschließenden Beerdigung näherte sich Valerian zum ersten Mal seit sehr langer Zeit seinem Vater Arcturus Mengsk an, indem er ihm über die Geschichte der Mengsk-Dynastie erzählte und ihm sagte, dass er stolz auf das ist, was aus Valerian geworden ist - ein stattlicher und intelligenter junger Mann. Überzeugt davon, dass Valerian es mit seinen Fähigkeiten in seinem Leben zu etwas bringen würde, forderte Arcturus Mengsk seinen Sohn auf mit ihm gemeinsam das Imperium der Terranischen Liga zu regieren.

Der rechtmäßige Erbe

Sein Portrait in StarCraft II: Wings of Liberty.
Kurze Zeit später wurde Valerian Mengsk nach Korhal gebracht, der inzwischen wiedererrichteten Thronwelt der Terranischen Liga.

Hier sollte er vorbereitet werden, für seine künftige Rolle als Imperator Mengsk II. Er trainierte weiterhin wie ein Besessener und eignete sich immer mehr Wissen an, was ihm später für seine Regentschaft von Nutzen sein könnte. Auch wenn innerhalb der gesamten Liga seine wahre Identität nach wie vor geheim gehalten wird, einer Reihe von hochrangigen Militär-Offizieren weiß, wer Valerian in Wahrheit ist. Diese Offiziere stehen allerdings auch explizit unter Valerians Kommando, der darüber hinaus auch Zugriff auf massive Geldquellen, Söldner und sogar militärische Ausrüstung hat.

Zudem verfügt Valerian Mengsk auch über seinen eigenen persönlichen Ghost. Kurz vor seinem 21. Geburtstag sollte das Ghost-Programm der Terranischen Liga, das von der Konföderation übernommen worden ist, generalüberholt werden, weswegen Imperator Arcturus Mengsk befahl, über die Hälfte der Ghosts zu terminieren. Auf den Wunsch von Valerian hin und als Geburtsgeschenk bekam er eine Liste der 282 Ghosts, von denen Valerian den Ghost mit der Kennnummer #25876 auswählte: Devon Starke. Der Grund dafür waren seine pyschometrischen Werte und seine ehemaligen geistigen Betrachtungsweisen. Starkes Neural-Inhibitor wurde deswegen auch entfernt, sodass er sein Gedächtnis zurückerlangte. Seither ist seine Loyalität zu Valerian felsenfest verankert, da Valerian ihn praktisch vor dem sicheren Tod gerettet hatte. Nichtsdestotrotz wusste Valerian, dass eben ein Ghost seinen Vater vor vier Jahren an den Rand der Zerstörung gebracht hatte.

Das Verhältnis zu seinem Vater Arcturus Mengsk ist trotz seines Status als künftiger Imperator Mengsk II. immer noch sehr gespannt. Zwar respektiert Valerian seinen Vater, aber im Grunde sind sie doch sehr verschieden, z.B. liegt Valerians Leidenschaft für Archäologie nicht direkt im Interessenbereich seines alten Herren. Trotz aller Unterschiede bestärkt Arcturus Mengsk seinen Sohn kontinuierlich darin, seinen eigenen Weg zu gehen und seine eigenen Mann zu stehen. Äußern tut sich dies, indem Valerian sich der Reihe nach seine eigene Macht und Raum erkämpft, allerdings nicht um seinen Vater herauszufordern. Bestes Beispiel dafür ist seine eigene Flotte und der Ghost-Agent Devon Starke. Arcturus versucht seinem Sohn auch fortwährend zu vermitteln, dass es klug ist sich mithilfe von Angst einen Ruf als Herrscher zu festigen, aber Valerian ist nicht so autoritär wie sein Vater. Die mit größte Differnz allerdings ist die Tatsache, dass Valerian den abtrünnigen Rebellenführer Jim Raynor trotz seines "Verrats" auf gewisse Weise bewundert.

Das Rätsel auf Nemaka

Kurze Zeit später, nachdem Valerian Mengsk sich auf Korhal eingelebt hatte, trafen Meldungen ein, dass scheinbar noch mehr von den mysteriösen Alien-Tempeln gefunden worden sind, wie Jahre zuvor einer dieser geheimnisvollen Relikte auf der weit entfernten terranischen Randwelt Bhekar Ro. Auch wenn Valerian sofort Feuer und Flamme gewesen ist, sein Vater Arcturus teilte diesen Enthusiasmus nicht. Laut Imperator Mengsk I. mussten diese fremdartigen Gebilde von militärischen Truppen gesichert werden, was jedoch in Valerian großen Unmut hervorrief. Zu allem Überfluss erlaubte es ihm sein Vater auch nicht wegen den Vorfällen auf Bhekar Ro, sich in die Nähe dieser neu entdeckten Tempel zu begeben, zumindest solange nicht, bis bewiesen war, dass sie ungefährlich sind.

Valerian Mengsk spielt ebenfalls eine zentrale Rolle in der Trilogie "Dunkle Templer" von Christie Golden
Schließlich konnte Valerian seinen Vater Arcturus überzeugen, eine Gruppe von Archäologen und Wissenschaftlern zu einem inaktiven Tempel auf Nemaka zu beordern. Durch die gewonnenen Informationen gelang es Valerian wenigstens auf interaktive Weise vor Ort zu sein und das Objekt seiner Begierde auf Vidscreens in Augenschein nehmen zu können. Offenbar schien von diesem "toten" Bauwerk keine Gefahr auszugehen. Trotzdem weigerte sich sein Vater Arcturus Mengsk weiterhin vehement, seinen Sohn auch nur in die Nähe dieses Tempels zu lassen. Selbst ein heftiger Streit zwischen Vater und Sohn änderte daran nichts, schließlich musste Valerian nachgeben und die Teams aus Wissenschaftlern und Archäologen die Arbeit machen lassen, bei der Valerian so gern vor Ort gewesen wäre.

Nacheinander sandte Valerian drei Mannschaften von Archäologen nach Nemaka aus, um das Rätsel um den Tempel zu lüften und vor allem einen Weg hinein zu finden. Obwohl die angeblich Besten unter diesen Archäologen waren, scheiterten sie alle, was Valerian dazu veranlasste eine Art letzten Ausweg zu nehmen. Der unkonventionelle und aufgrund seiner Theorien und Methoden umstrittene Archäologe Jake Ramsey sollte das Geheimnis auf Nemaka lüften. Valerian Mengsk lud Jake Ramsey nach Korhal ein und ließ ihn wissen, dass er der Sohn von Arcturus Mengsk ist. Er weihte ihn zudem auch in seine eigene Theorien bezüglich des Tempels ein, denn Valerian glaubte, dass dieses Bauwerk weder von den Protoss noch von den Zerg errichtet worden ist, sondern vielmehr von einer älteren Rasse.

Nach kurzer Übereinkunft nahm Jake Ramsey das Angebot von Valerian Mengsk schließlich an, und reiste mit seinem Archäologen-Team nach Nemaka. Valerian stellte zum Schutz von Ramseys Team mehrere resozialisierte Marines, einen alten abgewrackten Schweren Kreuzer namens Gray Tiger und eine Söldnertruppe bereit, die von der taffen R.M. Dahl befehligt wurde. Wie sich herausstellte, hatte Valerian Mengsk mit Jake Ramsey eine gute Investition getroffen, denn Jake schaffte es trotz anfänglicher Schwierigkeiten in das Innere des Tempels zu gelangen. Bevor er allerdings Valerian davon berichten konnte, verschmolz Jake Ramsey mit dem konservierten Bewusstsein einer mächtigen Protoss, der Bewahrerin Zamara. Rosemary Dahl, die Jake Ramsey gefolgt war, berichtet Valerian per Funk über die Ereignisse. Nachdem Valerian sein Bewusstsein wieder erlangt hatte, stellte sich heraus, dass er durch Zamara ein Telepath geworden war und somit in Dahls Gedanken die wahren Absichten lesen konnte. Daraufhin verhaften Rosemary Dahl und ihr Team die Zivilisten.

Der Verrat

Kurz darauf setzt Valerian Mengsk alles daran Jake Ramsey unversehrt in Gewahrsam nehmen zu können. Er beauftragt Charles Wittier, dass die Gray Tiger die archäologische Expedition aufnimmt, um Ramseys Leben zu retten. Dieser gibt der zum großen Teil resozialisierten Crew auch andere geheime Befehle auf Geheiß von Arcturus Mengsk. Geschockt stellt Rosemary Dahl und ihr Team anschließend fest, dass sie hereingelegt worden sind, als die Gray Tiger landet und die Archäologen und ihr Söldnerteam verhaftet. Dank der Verschmelzung kann Jake Ramsey inzwischen mit Zamara kommunizieren und diese fasst einen gefährlichen Plan. Sie hebt die Resozialisierung eines 2 Meter großen Hünen namens Marcus Wright auf, der ein resozialisierter Marine in Valerians Besitz ist und zuvor als Serienmörder seine Opfer regelrecht geschlachtet hat. Wright, der sofort damit anfängt die Marines zu töten, verschafft durch seinen entfesselten Amoklauf Jake/Zamara und Rosemary genug Zeit, um aus ihrer Zelle und von der Gray Tiger als einzigsten Überlebenden zu entkommen. Der Verlust von Jake Ramsey trifft Valerian schwer, genausso wie die Tatsache, dass er ebenfalls getäuscht wurde, auch wenn er nicht weiß, von wem.

Jake Ramsey und Rosemary Dahl setzen sich nach Dead Man's Rock ab, einem terranischen Felsplanet, der nicht unter der Kontrolle der Liga steht. Hier plant Rosemary ihren ehemaligen Liebhaber zu treffen, den Ex-Söldner Ethan Stewart. Valerian Mengsk weiß um die Beziehung dieser beiden und kontaktiert daraufhin Ethan Stewart. Valerian hat sogar eine geschäftliche Vereinbarung zu diesem, weswegen Dahl und Ramsey blindlings in eine Falle tappen ohne es zu wissen. Durch die telepathischen Fähigkeiten decken Jake/Zamara die wahren Intentionen von Ethan Stewart auf und fliehen. Stewart wollte die beiden hinhalten, bis die Streitkräfte von Valerian eingetroffen sind und die beiden verhaften. Bei ihrer Flucht töten Jake/Zamara und Rosemary den überrumpelten Ethan Stewart fast und viele seiner Männer. Mithilfe eines psionischen Ablenkungsmanövers, dass Zamara bei den Terranern im Umkreis entfesselt, schaffen es Jake und Rosemary durch einem blinden Warpsprung zu entkommen.

Die Jagd beginnt

Devon Starke, der persönliche Ghostagent von Valerian Mengsk berichtet ihm später von der psionischen Entladung, mit der Jake Ramsey seine Flucht ermöglicht hat. Er ist fasziniert von diesen Schilderungen. In der Zwischenzeit tun die Spezialisten auf Dead Man's Rock alles, um den schwer verwundeten Ethan Stewart am Leben zu erhalten, als unvermittelt Zerg auftauchen, das gesamte Personal von Stewart töten und ihn mitnehmen. Das Auftauchen der Zerg lässt Arcturus Mengsk Kontakt mit Valerian aufnehmen, der eine Erklärung haben will, warum einige Zerg nach 4-jähriger Inaktivität plötzlich das Hoheitsgebiet der Liga angreifen. Aus Angst, dass sein Vater die Fähigkeiten von Jake Ramsey für sich beanspruchen könnte, sagt Valerian seinen alten Herren nichts von den Fähigkeiten des Archäologen und verfolgt die beiden schließlich nach Aiur.

Dort angekommen setzt Valerian fast alles auf eine Karte, um Jake Ramsey und das wertvolle Alien-Wissen, dass er in sich trägt, wiederzubekommen. Er stellt mit Müh und Not eine Flotte zusammen, mit Unterstützung von Charles Wittier, um es vor seinem Vater geheimhalten zu können. Die Flotte, die aus Valerians persönlichem Flaggschiff, der Illustrious, einigen älteren Schweren Kreuzern, kleineren Forschungsschiffen und Bodenstreitkräften besteht, werden allesamt von Devon Starke angeführt. Die Truppen geraten in heftige Feuergefechte mit den Zerg und dem Dunklen Archon Ulrezaj, wodurch sie schließlich Jake Ramsey, Rosemary Dahl und deren Allierte in Form einiger Protoss durchaus unbeabsichtigt ausreichend Zeit verschaffen, um sich in Sicherheit zu bringen. Valerian verliert dabei den Kontakt zu Devon Starke, der aber später mit einem kleinen Jäger zur Illustrious zurückkehrt.

Ein erfolgreicher Ausgang

Wenig später folgen Valerian Mengsk und seine Streitkräfte dem Dunklen Archon Ulrezaj zum Mond von Ehlna, wo im Alys'aril-Schrein Jake von Zamara befreit werden soll. Auch hier geraten seine Truppen erneut mit Ulrezaj und den Zerg, die inzwischen von dem infizierten Ethan Stewart angeführt werden, aneinander. Inzwischen entsendete Valerians Vater Arcturus technologisch gut ausgerüstete Truppenteile nach Ehlna, um seinen Sohn bei der Festsetzung der Protoss-Intelligenz in Jake Ramseys Kopf zu unterstützen. Als Ulrezaj durch die von den Protoss auf Ehlna aus dem Kopf von Jake extrahierte Zamara ausgeschaltet wird, erhalten Valerians Liga-Truppen die Oberhand und besiegen die Zerg. Nach der Rettung von Jake und Rosemary kommt Valerian in Besitz einiger Protoss-Artefakte, die im Tempelgelände des Alys'aril verborgen sind. Als eine Flotte der Protoss eintrifft, müssen sich die Truppen der Liga unter Valerian Mengsk zurückziehen.

Auch wenn es Valerian nicht gelang mit der außerirdischen Intelligenz in Jake Ramseys Kopf Kontakt aufzunehmen, so bekam er doch, was er wollte. Arcturus Mengsk plante, wie Valerian schon vermutete, Ramsey von seinen Spezialisten untersuchen zu lassen, was für Ramsey eine Gehirnwäsche zur Folge gehabt hätte. So entschloss er sich, Jake Ramsey gehen zu lassen, aber erst Devon Starke ermöglichte dieses Vorhaben, indem er sich selbst statt Jake Ramsey anbot, die Untersuchungen über sich ergehen zu lassen. Valerian wusste, dass dies den Verlust von Starke bedeutete, aber erkannte auch, dass dies die einzigste Möglichkeit war. Nachdem die Ärzte des jungen Thronerben anschließend den an Gehirntumoren leidenden Jake Ramsey, eine Folge davon, dass dieser zu lange die Bewahrerin Zamara in seinem Kopf trug, operiert hatten, erzählte dieser Valerian alles, was er durch Zamara erlebt hatte und noch wusste.