Vereinigtes Erd-Direktorat
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Das Vereinigte Erd-Direktorat (kurz VED) ist die vereinheitlichte Regierung der Erde. Das VED ersetzte die United Powers League (UPL) nach der Entdeckung außerirdischer Rassen im Koprulu-Sektor und schickte eine Eroberungsstreitmacht dorthin, um jedes Gefahrenpotential für die Erde zu verhindern. Nach anfänglichen Erfolgen scheiterte diese Mission jedoch vollständig, wobei die Truppen der Expeditionsstreitmacht mehr oder weniger vollständig vernichtet wurden.
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Entstehung des VED
Die UPL hatte auf der Erde trotz der großen Distanz zum Koprulu-Sektor das Schicksal der Terraner dort verfolgt. Ohne, daß dort jemand etwas davon wusste, war der UPL der Aufstieg der Konföderation und die Entstehung anderer Milizen nicht verborgen geblieben. Zu einem Eingreifen in die Geschehnisse dort sah sich die UPL allerdings erst veranlasst, als plötzlich außerirdische Rassen in dem Sektor auf den Plan traten.
Die Begegnung mit einer intelligenten, außerirdischen Rasse war für die Menschheit trotz aller Raumfahrterfolge etwas völlig neues und löste viele Ängste aus. Obwohl das Schicksal des Sektors eigentlich unbedeutend für die Erde und ihre inzwischen teilweise besiedelten Nachbarwelten war, fürchtete man eine Invasion der Aliens auf der Erde. Im Angesicht der Bedrohung kehrten auch diverse Staaten, die sich zum Teil im Laufe der Jahrzehnte von der sehr bürokratischen UPL abgespalten hatten unter das Dach der gemeinsamen Organisation zurück. Ausgestattet mit der dadurch neu errungenen Machtstellung nannte sich die UPL von nun an Vereinigtes Erd-Direktorat.
Expedition in den Koprulu-Sektor
Anders als ihre Vorläuferorganisation hatte das VED in der Alienpolitik eine deutlich militärischere Tendenz. Über Monate wurden mit beträchtlichem Aufwand die Zerg und Protoss nun studiert, um Stärken und Schwächen der beiden Rassen zu ermitteln. Als die Datenlage ausreichte und das VED der Ansicht war alle Angriff der beiden Rassen abwehren zu können, wurde eine Streitmacht in den Koprulu-Sektor geschickt, um die dortigen Konflikte mit allen Mitteln zu beenden.
Die Streitmacht unter der Führung von Admiral DuGall und seinem Stellvertreter Alexej Stukow verbrachte die weite Reise größtenteils im Kälteschlaf. Als der Rand der Koprulu-Sektors erreicht war, schaute man sich zu Studienzwecken sogar an, wie eine terranische Kolonistenbasis von den Zerg überrannt wurde ohne selbst rettend einzugreifen. (s. Intro von StarCraft: Brood War)
Danach begann die VED-Streitmacht mit dem Sturz der Liga. Auf der Randwelt Braxis verschaffte sich eine Stoßtrupp mit Hilfe einer lokalen Rebellentruppe unter einem gewissen Samir Duran Zugang zu den Datennetzen der Liga in der Hauptstadt Boralis. (Ep5: Erstschlag) Doch bereits auf dieser Randwelt kam es zu ersten Kämpfen mit den Protoss, die dort nach dem Uraj-Kristall suchten und dabei einige terranischen Einrichtungen zerstörten. (Ep4: Die Suche nach Uraj) Als Reaktion darauf errichtete das VED eine massive Blockade im Orbit, welche jedoch von den Protoss lahmgelegt und teilweise zerstört wurde. (Ep4: Die Schlacht von Braxis)
Dieser Anfangsrückschlag konnte die weiteren Pläne des VED jedoch nicht aufhalten. Nachdem zunächst wichtige Einrichtungen der Liga zerstört wurden, gelang es auch die Zentrale von Arcturus Mengsk auf Korhal IV zu zerstören. Dem Imperator selbst gelang zusammen mit General Duke sowohl dort als auch wenig später auf Aiur die Flucht. Das änderte jedoch nichts daran, daß die Vorherrschaft der Liga damit gebrochen war und das VED nun eine wichtige Macht im Sektor darstellte. (Ep5: Der Flug des Imperators)
Kontrolle und Verlust des Overmind
Nach dem Sturz der Liga macht sich die VED-Streitmacht unter DuGall auf den Weg nach Char, um ihr zweites Ziel zu vollenden: Mit Hilfe der Zerg soll es gelingen die Protoss aus dem gesamten Sektor zu vertreiben und so die Vorherrschaft des VED dort dauerhaft abzusichern. Dazu soll der unter der Führung von Daggoth neu entstandene Overmind mit Hilfe starker Drogen übernommen und unter Kontrolle gehalten werden.
Um überhaupt in die Nähe der Kreatur gelangen zu können, nutzt DuGall den noch von der Konföderation erbauten Psi-Disruptor, der es ermöglicht die Kommunikation der Zerg untereinander zu blockieren. Das Gerät wurde bereits in der Anfangsphase des Ligasturzes auf Tarsonis entdeckt und zunächst entgegen der Befehle des Admirals von seinem Stellvertreter nicht zerstört, sondern nach Braxis verfrachtet und dort wieder einsatzbereit gemacht. In dem durch Duran bestärkten Glauben daran, daß Stukow ihn hintergangen habe, ließ DuGall seinen Stellvertreter verhaften, wobei Duran die Chance nutzte und Stukow erschoss, um kurz darauf zu verschwinden und den Disruptor auf Überladung zu stellen. Zwar gelang es DuGalls Leuten noch den Disruptor zu retten, doch es zeigte sich, daß nicht Stukow, sondern Duran ihn verraten hatte. (Ep5: Das Blut der Patrioten)
Nach heftigen Kämpfen auf Char gelingt es tatsächlich den Overmind zu versklaven und eine gewisse Kontrolle über die Zerg auszuüben. Anders als ursprünglich geplant gestaltet sich dies jedoch komplizierter und das VED sieht sich einer Allianz von Feinden ausgesetzt, die von Kerrigan angeführt wird, welche anscheinend mit Duran zusammenarbeitet und dem VED bis dahin völlig unbekannt war. (Ep5: Zähmung der Bestie) Der Allianz gelingt es den Psi-Disruptor zu zerstören und dem VED Korhal wieder zu entreißen. Obwohl die Allianz aus Kerrigan, Mengsk, Raynor und den Protosstruppen um Fenix danach zerbricht, geht Kerrigan deutlich gestärkt aus den Kämpfen hervor, woraufhin sich das VED entschließt nun zunächst ihre Basis auf Tarsonis anzugreifen, was jedoch trotz Anfangserfolgen scheitert, da die Kontrolle des Overmind nicht bis dorthin reicht und durch ein Wissenschaftlerteam vor Ort verstärkt werden muß, welches Kerrigan gezielt auszuschalten weiß. (Ep6: Die Wut des Schwarms)
Wenig später gelingt es Kerrigan mit erzwungener Protoss-Unterstützung dann auch die durch Zerg verstärkten Verteidigungsanlagen des VED auf Char zu durchbrechen und den Overmind zu vernichten. Damit ist auch die letzte Trumpfkarte der Streitmacht geschlagen und die Mission eigentlich gescheitert. (Ep6: Vernichtung der Bestie)
Niederlage und Überbleibsel
In dem Bewußtsein, daß Kerrigan und ihre Bruten ein Feind für alle anderen Lebewesen im Universum sind, geht DuGall ein Zweckbündnis mit Arcturus Mengsk ein, der es mit Zugeständnissen geschafft hat eine neue Flotte aufzubauen und daran arbeitet langsam seine Liga wieder zu errichten. Unerhofft verstärkt durch die Protoss unter Artanis greifen sie mit drei Flotten in einer letzten Schlacht Kerrigans primäre Orbitalplattform um Char an. (Ep6: Omega)
Trotz der Übermacht gelingt es Kerrigan alle Angreifer zu vernichten und trotz eindringlicher Bitte verweigert Kerrigan jede Gnade für DuGalls Truppen. Sie gibt ihnen zwar einen gewissen Vorsprung, holt dann die flüchtende VED-Restflotte aber mit ihren Bruten ein und zerstört diese praktisch vollständig. Zu diesem Zeitpunkt ist Admiral DuGall bereits nicht mehr am Leben, er begeht nach der Niederlage und einer Abschiedbotschaft an seine Frau Helena Selbstmord. (Brood War Outro)
Nach der herben Niederlage im Koprulu-Sektor spielt das VED dort (vorerst?) keine Rolle mehr. Nicht ganz klar ist, ob es eventuelle Überbleibsel geben könnte. Selbst wenn Kerrigan die Flotte vollständig vernichtet hat, könnten Deserteure oder nicht an der Schlacht im Orbit von Char beteiligte Einheiten sich noch irgendwo im Koprulu-Sektor befinden, auch wenn sie machtstrategisch wohl ohne Bedeutung sind.
Ein weiterer offener Handlungsstrang ist der durch den Zerebraten Kaloth wiederbelebte Stukow, wobei noch völlig unklar ist, ob dieser nach seiner Infizierung für den Zerebraten, für das VED oder auf eigene Rechnung arbeitete. Nach seiner Desinfizierung durch Raynor und Taldarin allerdings übte er zunächst keinerlei Kontrolle über terranische Einheiten oder Zergbruten aus, da der Planet Braxis durch die Protoss gesäubert wurde. (Ext: Resurrection IV)
Anmerkungen
- Storyschreiber Chris Metzen hat auf der BlizzCon 2008 bestätigt, daß die Erde in den drei Trilogieteilen von StarCraft II keine Rolle spielen wird, ein späteres Auftauchen in weiteren Erweiterungssets oder zukünftigen Spielen oder Romanen ist aber durchaus möglich.

