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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : SC2 Mapping - wie sinnvoll ist es?



SSplatter
09. August 2012, 17:50
Hallo Miteinander
Eigentlich habe ich mich schon längst einmal mit dem Mappen / Modden von SC2 auseinandersetzen wollen. Leider schien es mir nie besonders sinnvoll zu sein, da das alte Funmap-System im Battle.Net bekanntlich ziemlich schlecht war. Mit dem neuen Arcade-Modus hat sich dies jetzt nun allerdings meiner Meinung nach erheblich gebessert.

Trotzdem frage ich mich, ob es sich überhaupt lohnt mit dem Mappen anzufangen. Spielen genug Spieler Funmaps?

In Warcraft 3 haben ja schlussendlich fast mehr Spieler Funmaps als Ladder gespielt, in SC2 scheint mir dies allerdings umgekehrt zu sein. Zudem scheinen wirklich gute, grosse Funmaps wie DOTA oder gar ganze Kampagnen wie "Nature's Call" zu fehlen. Dies, obwohl der SC2-Editor um einiges mächtiger ist als jener in Warcraft 3 es noch war.

Woran mag das liegen? Am bisherigen, schlechten Funmap-System des Battle.Nets? Ist der neue Editor zu komplex / kompliziert? Ist das Laddern immernoch so spassig, dass kein Bedarf nach Funmaps besteht? Oder irre ich mich komplett?

Danke für die Antworten

fate1990
09. August 2012, 21:10
Ich finde es gut das die Arcade bewirkt hat, dass du nochmal über Funmaps nachdenkst.
Als Mapper halte ich das Mappen für sinvoll.^^
Ich glaube das es jetz ein wenig bergauf geht mit den funmaps. Es gibt inzwischen wirklich coole maps. Die Arcade hat auch bewirkt das meine eigene Map viel öfter gespielt wird.
Wenn du anfangen willst zu mappen kann ich dir folgendes sagen:
Der Einstieg is echt schwer und müheselig, und der editor hält sehr viele Frustmomente für dichbereit.

Bedarf nach GUTEN Funmaps besteht auf jeden Fall. Für mich jedenfalls. Leider ist es auch mit der Arcade immer noch so das maps gezockt werden die einfach low sind( Ich sag nur TD) Bevor man eine map macht sollte man sich wirklichüberlegen wo man hinwill und was an der neuen map spass machen soll.

Wir brauchen einfach nur gute maps^^ also Tasse Kaffee reinpfeifen den Editor anschmeisen und ein paar tutorials reinziehen.

Ahli
09. August 2012, 21:33
Es kommen noch 2 Addons für das Spiel heraus und es wird sicherlich noch einige Zeit aktiv als e-sport Titel gespielt.

Von daher denke ich, dass man da nichts falsch machen kann, da das Spiel die nächsten Jahre populär bleiben wird.

Zudem wird man das erlangte Wissen und die Erfahrungen sicherlich im nächsten Spieltitel nutzen können, sofern man denn in 10 Jahren noch mappt. :D

Das alte Funmap System war der Grund für viele aufzuhören. Es war einfach unmöglich Leute für Tests zu bekommen und tausende Spieler spielen ausschließlich die Maps der ersten Popularitätsseite.
Da man jetzt durch die Lobbyliste auch mal neue Maps finden kann und sieht, sollte sich das wohl bessern.

Laddern alleine wird niemals alle Spieler glücklich machen. In SCBW und WC3 gab es genügend Spieler die nur Funmaps gespielt haben.

Das alte System hat 2 Jahre lang die ganze Entwicklung ziemlich gebremst.

Meine Map sollte zeigen, was man hätte tun können, hätte man nicht aufgehört. Und ich hatte nicht den Vorteil, dass ich mal in WC3 gemappt habe (SCBW mapper, wohoo). :D

Zudem wird der Editor immernoch weiter entwickelt. Jedes Addon bringt neue Assets. Das Battle.net wird auch immernoch weiterentwickelt.

Ich selbst bemerke den Effekt der Arcade. Ich spiele nun selbst viel mehr Funmaps. Vorher habe ich sie eher selten gespielt, da mich die Maps auf der ersten Seite größtenteils nichts für mich waren.

Also was spricht dagegen?


@Editorkomplexität
Der neue Editor kann viel mehr als der von WC3, soweit ich das gehört habe. Der Editor ist nicht gerade einfach zu verstehen, besonders da viele Felder keine Dokumentation haben und einem das Verständnis für das Zusammenspiel der vielen Dinger im Dateneditor zu Beginn fehlt.

Aber mittels Tutorials kann man die Lücke langsam schliessen. Es gibt einige Foren (wie dieses hier), wo Leute rumlaufen, die einiges wissen.
Generell sollte man sich zuerst kleine Ziele setzen, um durch dessen Realisierung die Grundfunktionen verstehen zu können. Das Problem vieler, neuer Mapper ist, dass sie erstmal von der Menge an Feldern erschlagen werden. Auf dem zweiten Blick ist das Problem dann, dass sie nicht wissen wie man das realisiert, was sie gerne hätten.

Also, wenn man hartnäckig ist, selbst rumspielt, andere fragt, Tutorials liest/sieht/nachbaut, Blizzard's Karten anschaut, dann kann man schon lernen mit dem Editor umzugehen. Es erfordert halt Zeit und Geduld. Mächtige Editoren fordern halt meistens ihren Preis.

Zudem hoffe ich, dass der Dateneditor mal "Wizzards" für die Grundeinheitenstruktur bekommt. D.h., man würde in einem Fenster mit ein paar Tabs ein paar Einstellungen tätigen und hätte dann das Grundgerüst der Einheit. Ich könnte mir da gut Einheiten wie Zergling (Nahkampf), Marine (Fernkampf, kein Projektil) und Stalker (Fernkampf mit Projektil) vorstellen, die man damit einfach erstellen könnte. Ich denke, sowas würde Neulingen vielleicht helfen können.

TaShadan
10. August 2012, 12:27
Arcade hat leider nur wenig geändert. Der open games button ist zwar nett gemeint, aber benutzen tut ihn eh keiner. Ist vermutlich auch einfach schon zu spät, die Leute die ihn vielleicht benutzt hätten spielen nicht mehr. Der Rest spielt weiterhin den gleichen Mist.

Küken
10. August 2012, 14:16
Tjo, wie sinnvoll ist es. Das hängt davon ab, was dir wichtig ist. Was ergibt für dich den "Sinn" im Mappen?

Für mich ist Mappen in etwa so sinnvoll wie Bilder malen. Es macht mir einfach Spass und gibt mir ein Gefühl, etwas Kreatives erschaffen zu haben. Man zeigt das Bild ein wenig herum, der ein oder andere sagt dann "Hey, das sieht schön aus", andere mögens halt nicht.

Wie "erfolgreich" meine Maps dann im Endeffekt werden, ist mir ziemlich egal, aber da sind ja die meisten etwas anders eingestellt. Ja, es stimmt schon, dass SC2 Leuten, die Funmaps spielen wollen, einige Steine in den Weg wirft, aber ich bin zuversichtlich, dass im Laufe der Zeit in vielen Patches und den Addons da einiges dran verbessert wird. Man schaue nur, was sich seit v1.0 schon alles geändert hat.

Es ist sicherlich noch weit vom Optimum entfernt, aber ich finde schon, dass die Änderungen sich sehen lassen können. Die WC3 Custom Map Szene hat sich auch nicht innerhalb der ersten 2 Jahre entwickelt. Auch die Addons werden wieder einiges beitragen, weil die üblicherweise auch noch eine große Menge neuer oder wiederkehrender Spieler mit sich bringt. Wenn dann spätestens beim letzten Addon Arcade so funktioniert, wie es soll und wieder einer breiten Masse präsentiert wird, kann ich mir schon vorstellen dass die Custom Map Szene floriert :) Zugegeben, ist schon ein wenig Wunschdenken dabei.

Ich werd auf jeden Fall weiter SC2 mappen, solange es mir noch Spass macht, das gleiche würde ich dir auch empfehlen. Deine Map muss nicht unter den 10 meistgespielten sein, um dir Spass am Mappen zu bringen; die wenigsten von uns werden dahin kommen. Wenn du keine Lust mehr hast, lass es einfach, vielleicht kommt die Lust ja zurück, vielleicht motiviert dich ein Addon nochmal, vielleicht findest du auch ein anderes Hobby, dass dir mehr Spass macht. Wer weiß?

OutsiderXE
10. August 2012, 14:58
Als WC3 released wurde dauerte es auch lange bis gute Szenarien released wurden. Vor der Veröffentlichung von TFT gab es nur 2-3 nennenswerte Kampagnen. Ich kann mir vorstellen dass wir erst nach der Veröffentlichung von LotV sehen wie die wirklich wichtigen Projekte aus dem Boden sprießen.

SSplatter
10. August 2012, 16:00
Danke für die bisherigen Antworten.


Tjo, wie sinnvoll ist es. Das hängt davon ab, was dir wichtig ist. Was ergibt für dich den "Sinn" im Mappen?

Für mich ist Mappen in etwa so sinnvoll wie Bilder malen. Es macht mir einfach Spass und gibt mir ein Gefühl, etwas Kreatives erschaffen zu haben. Man zeigt das Bild ein wenig herum, der ein oder andere sagt dann "Hey, das sieht schön aus", andere mögens halt nicht.

Wie "erfolgreich" meine Maps dann im Endeffekt werden, ist mir ziemlich egal, aber da sind ja die meisten etwas anders eingestellt. Ja, es stimmt schon, dass SC2 Leuten, die Funmaps spielen wollen, einige Steine in den Weg wirft, aber ich bin zuversichtlich, dass im Laufe der Zeit in vielen Patches und den Addons da einiges dran verbessert wird. Man schaue nur, was sich seit v1.0 schon alles geändert hat.

Es ist sicherlich noch weit vom Optimum entfernt, aber ich finde schon, dass die Änderungen sich sehen lassen können. Die WC3 Custom Map Szene hat sich auch nicht innerhalb der ersten 2 Jahre entwickelt. Auch die Addons werden wieder einiges beitragen, weil die üblicherweise auch noch eine große Menge neuer oder wiederkehrender Spieler mit sich bringt. Wenn dann spätestens beim letzten Addon Arcade so funktioniert, wie es soll und wieder einer breiten Masse präsentiert wird, kann ich mir schon vorstellen dass die Custom Map Szene floriert :) Zugegeben, ist schon ein wenig Wunschdenken dabei.

Ich werd auf jeden Fall weiter SC2 mappen, solange es mir noch Spass macht, das gleiche würde ich dir auch empfehlen. Deine Map muss nicht unter den 10 meistgespielten sein, um dir Spass am Mappen zu bringen; die wenigsten von uns werden dahin kommen. Wenn du keine Lust mehr hast, lass es einfach, vielleicht kommt die Lust ja zurück, vielleicht motiviert dich ein Addon nochmal, vielleicht findest du auch ein anderes Hobby, dass dir mehr Spass macht. Wer weiß?

Der "Sinn" im Mappen besteht für mich zumindest darin eine spassige Map zu erstellen welche von Leuten gespielt wird die Freude daran haben. Klar macht das Mappen selbst auch Spass, aber es kann auch frustrierend sein eine Map zu erstellen die danach von keinem Spieler verwendet wird.

OutsiderXE
15. August 2012, 17:00
ich mache meine Maps immer so wie ich sie selber gerne spielen würde. Daraus steigert sich die Qualität und die Leute kommen von alleine und spielen sie. Und so oder so kann man eh nicht vorher sagen wie viele Leute deine Maps spielen. Da kannst du auch das nächste Über-Dota im Petto haben. Davon würde ich das auch nie abhängig machen.

creativeRPG
14. Oktober 2013, 16:53
Nun,
wie hat sich die Situation im Laufe des letzten Jahres weiterentwickelt?
Ich mappe immer noch leidenschaftlich gerne für WC3 - dort allerdings bröckelt es gewaltig an der verbleibenden Spielerzahl.

Wenn allerdings immer noch mehr Leute WC3 Funmaps spielen, als SC2 Funamps, bleibe ich lieber bei einem Editor, den ich richtig verstehe und der Unmenge an Models, die einem einfach in Hive hinterhergeschmissen werden ^^

Danke für eure Meinungen :)

lG

€dit: und sry fürs Leichenfleddern - aber so ergibt sich ein besserer Gesamtüberblick

RipperRoo
15. Oktober 2013, 16:23
Hmm, ich spiele kaum Funmaps, aber ich glaub dass du noch eher Leute in SC2 antriffst als in WC3 oder? da spielt doch kaum wer neue funmaps.

Allerdings könnte sich der umstieg als nicht ganz so einfach herausstellen. Also was spräche denn dagegne für dich, dass du einfach mal bisschen mit dem SC2 Editor werkelst und dich dann entscheidest, was du lieber machen möchtest?

Gero00
08. November 2016, 17:43
Am meisten Spaß macht das ganze wohl mittels einer zusammenhaltenden Community, beziehungsweise Freunden. Ist das ganze zu groß verlierst du den Überblick. Deswegen finde ich auch kleinere Foren gut, also nicht einfach nur battle.net

Wenn du die hast, werden sie bestimmt gerne mal deine Map Probe spielen und feedback geben (Consumer), andere werden gerne helfen, da es Spaß macht etwas zu können und es zu zeigen (Mapper)^^

Meine Meinung zum Mappen: Es macht am meisten Spaß, wenn du es für dich selbst tust, also etwas tolles verwirklichen willst. Auf der anderen Seite, wenn du willst dass es viele SPielen, musst du dich an gewisse Grundkonzepte anpassen, wie
leichter Einstieg,
Suchtfaktor (replayability und langzeitmotivation/interessantes was erst "später" hinzukommt) ,
Äußeres (Mapname, Tutorial, insgesamt passendes Aussehen/Models).

Beim Äußeren schrecken mich persöhnlich viele Maps schon ab: Trotz der "besseren" Grafik in Sc2 gewinnt Wc3 einfach wegen der gesamten Optik, alles passt besser zusammen.