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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : politische Literatur - Was muss man gelesen haben?



Devotika
08. Oktober 2003, 21:37
Gehen auch Biografien und Bücher mit geschichtlichem Hintergrund.

Ich denke:
Mein Kampf von A. Hitler

Mussolini und Marx muss man bestimmt auch mal gelesen haben. Aber wie heißen die?

Und sonst so?

KoLa
08. Oktober 2003, 21:40
afaik "Das kommunistische Manifest" von Karl Marx und seinem Kumpel Friedrich Engels
wozu geschiunterricht gut sein kann o_O
bisher keinerlei politische literatur gelesen, fällt mir so auf O_o

0Smacks0
10. Oktober 2003, 16:53
Naaa, Mein Kampf oder Das Kommunistische Manifest muss man nicht unebdingt gelesen haben...

Ich würde sagen: mit was leicht verdaulichen mal anfangen und dann kommt das Interesse schon!

Für nen Überblick über Europa über den Zeitraum von 1789 - 1815 würde ich die Napoleonbiographie von Vincent Cronin empfehlen.

FÜr aktuelle Politik:
Die deformierte Gesellschaft
Oswald Metzger - Einspruch!
Oder Bücher VON Helmut Schmidt

Hjotorn
11. Oktober 2003, 23:01
das kommunistische manifest sollte man nur lesen, wenn man sich dafür interessiert.

der kommunismus is ne super sache, die leider nid funktioniert hat.

Turtur
12. Oktober 2003, 01:01
jürgen todenhöfer - wer weint schon um abdul und tanaja?

~uessel~
12. Oktober 2003, 23:27
hmm
nicht unbedingt pol. aber nietzsche ^^

Scheinkultur
13. Oktober 2003, 23:12
aktuell:

Stupid White Men von Michael Moore

bami
18. Oktober 2003, 21:51
ich lese wenig rein politisch bezogenen bücher, aber ich könnte den "kampf der kulturen" von samuel p. huntington empfehlen. such dir mal irgendwo ne zusammenfassung---

Carnac
25. November 2003, 07:06
Mein Kampf ist voll der Scheiss; ohne jetzt auf den Inhalt Bezug zu nehmen habe ich selten ein langweiligeres, schlechter geschriebenes Buch gelesen. Bzw. gelesen hab ich es nicht mal komplett, hab vorher "aufgegeben" :rolleyes:

Wenn du dich nicht gleich mit zig Werken von Plato, Locke, Hobbes, Machiavelli, Rousseau, Kant, Montesquieu, Weber, Marcuse, Luhmann, Hegel, usw usf eindecken willst, dann kauf dir am besten ein Buch in dem Thesen von einigen angerissen werden und Ausschnitte (meist ein paar Seiten) zitiert werden. Dann entscheide anhand der Ausschnitte was du fuer weiterhin lesensbeduerftig befindest und kaufe dies ~

Jazar
25. November 2003, 17:55
bis auf ein paar Bücher der Aufklärung muss man meiner Meinung nach keine polit. Bücher unbedingt gelesen haben ; - )

SubTarvoc
26. November 2003, 21:05
Meine Top 5 der politischen Literatur:

1. "Weltmacht USA - Ein Nachruf" - Emmanuel Todd
2. "Kommunistisches Manifest" - Karl Marx
3. "Dude where's my Country" - Michael Moore
4. "Also sprach Zarathustra" - Friedrich Nietzsche (ein hochpolitisches Werk!!!)
5. "Stupid White Men" - Michael Moore

Reihenfolge willkürlich, könnte auch umgekehrt sein, aber diese fünf sollte man auf jeden Fall lesen!

Manson2
26. November 2003, 21:33
Also von Primärliteratur würde ich für den Anfang dringend Abraten.
Dabei handelt es sich immer um ein Produkt der Zeit die man ohne weiteres Wissen nicht richtig einordnen kann. Am besten verschafft man sich erst mal einen (geschichtlichen) Überblick und guckt dann wofür man sich interessiert. Erst wenn die entsprechenden Grundlagen geschaffen sind kann man sich dann an die Originale machen, was aber auch net notwendig ist.

Schwanitz zu "Mein Kampf":
„Unlesbares Gebräu aus Antisemitismus, Rassismus; Militarismus; Chauvinismus, Lebensraumtheorie, Geschichtsdeutung und politischer Programmatik, das wegen offenbaren Blödsinnigkeiten niemand ernst nahm: "Mein Kampf" war das einzige Buch, das durch seine Unwirksamkeit wirkte.“
^^

man muss auch marx nicht gelesen zu haben um seine theorien zu verstehen und deren bedeutung. Jedoch wer nur marx gelesen hat, hat nicht umbedingt alles verstanden und weis über seine wirkung noch nichts. Abgesehen davon wird Marxs "Kapital" viel öfter zitiert als wirklich gelesen.

Devotika
27. November 2003, 19:34
Ich halte nicht viel von Sekundärliteratur. Ich bin außerdem 13te Klasse, habe die ganze Oberstufe auch Geschichts GK und Deutsch LK gehabt. Vor allem beim Deutsch LK sind wir auch viel auf die Epochen, ihre Stimmungen und Gesetze eingegangen. Lyrik ist ja quasi eine Kunst und die Kunst einer Epoche zeigt oft die Eigenarten und Missstände der jeweiligen Epoche.
Also über viele Epochen weiß ich schon einiges, den Rest kann ich mir ja per Internet besorgen. :)

Von Anti-Amerikanischer Literatur habe ich übrigens genug. Mein Bedürfnis danach wird durch die Tageszeitung bereits gestillt. Zur Not tut's auch spiegel.de. ^^

Zu unser aller Lieblingsbuch "Mein Kampf": :rolleyes:
Oke es ist schlecht, aber interessant allemal! Bin auf Seite ~250.
Es gibt tiefe Einblicke in die Psyche Hitler's und seinen Werdegang, bzw. wie und warum er auf diesen Weg geraten ist. Interessant ist auch, dass die Beschreibung die er über die damaligen Politiker abgibt auf die heutigen immer noch zutreffen. Er zählt viele Gründe auf, wieso eine Diktatur effektiver ist als eine Demokratie.
Er sah nur leider hinter jedem Problem in Deutschland die Juden und hat immer was der Deutschen Herrenrasse gebrabbelt. :/

So und nun zu Nietzsche: den Namen hat man ja schon oft gehört. Was sind denn seine größten Werke? Gehört der auch zur Aufklärung?

Manson2
28. November 2003, 15:40
Ich hab ja nicht gesagt, dass man ganz drauf verzichten soll. Hängt ja auch immer von der Person ab.
Es ist halt nur so, dass es leute mit dem jeweiligen thema sehr intensiv beschäftigen. Wenn diese dann fähig sind nen ordentliches Buch zu schreiben ist der Informationsgehalt halt viel dichter. Ich mein die bearbeiten nen thema über jahre intensiv. Da sollte man nicht glauben das man je selbst so viel rausbekommt wenn man 1-2 texte ließt. Jedoch ist man dann dem autor auch ausgeliefert, deswegen sollte man vorher schon gucken was man sich da antut.

Meiner erfahrung nach ist schulbildung sehr dürftig. Es wird sehr vereinfacht und zusammenhänge werden nicht aufgezeigt. Aber das Variiert natürlich.

Ich glaube das du in einer guten biographie viel mehr über hitler und seine Psyche herausbekommst. Ich bin selbst aber noch nicht dazu gekommen eine zu lesen.
"Hitler und Stalin" von bullock wurde mir mal empfohlen ist aber zur Zeit nicht im handel erhältlich.

Von der aktuellen Welle anitamerikanischer bücher halt ich auch nicht viel. Die sind halt schnell und marktgerecht geschrieben.

P.S:
"wohlstand und armut der nationen" von David Landes ist sehr gut, beschäftigt sich aber ehr mit wirtschaftsgeschichte.

Devotika
28. November 2003, 17:01
Hm ja deine Argumente für Sekundärliteratur sind recht gut. Ich war ihr ursprünglich ich auch nur aus Faulheit abgeneigt. Jetzt wo wir in Deutsch parallel zu Faust auch Sekundärliteratur über dieses Buch lesen, wird mir erst bewusst, was man vorher alles garnicht erst geahnt hatte.

Gerade bei Hitler dürfte die Sekundärliteratur aber kaum objektiv sein. :/ Für sowas müsste man wahrscheinlich lange suchen.

Manson2
28. November 2003, 18:06
was ist objektiv? ^^
wird auf jeden fall objektiver sein als hitler selbst.
Man muss eigentlich nicht lange suchen, wenn man weis wo man suchen muss. Ich hab mich aber selbst noch net wirklich auf die suche begeben;)

Vielleicht ist "von hegel zu nietzsche. Der revolutionäre Bruch im denken des 19.jhd interessant" von löwith interessant für dich.
staring: hegel kierkegaard, marx, schopenhauer, stirner und nietzsche
hab ich aber auch net gelesen.

ansonsten:
"bildung" von schwanitz verschaft ein guten überblick und gibt genug anregungen für andere gute bücher. Hat mir recht gut geholfen mein geschichtswissen einzuordnen und zusammenhänge zu verstehen.

einIndividuum
28. November 2003, 22:04
Falls sich jemand für die Theorie der internationalen Beziehungen erwärmen kann, würde ich mal spontan den ganzen Kram von Immanuel Wallerstein um seine Weltsysthemtheorie empfehlen.

Alternativ dazu A.G. Frank und sein polemisch-populäres Zeugs über die Metropolen(wir) - Satelliten(der große Rest der armen schweine)- Struktur.

SubTarvoc
28. November 2003, 22:36
Original geschrieben von Devotika
Gehört der auch zur Aufklärung?

Absolut nicht!

Er argumentiert im Gegenteil sogar eher emotional. Ausserdem argumentierte er nicht auf philosophischem Wege (durch rationale Überlegungen), sondern verpackte seine Ideologie in Aphorismen, Geschichten, etc. Sein bekanntestes Werk ist "Also Sprach Zarathustra, in dem er die Idee des Übermenschen propagiert, ein Ideal eines Menschen, der nur das Leben als einen festgelegten Wert betrachtet (deshalb auch niemals Menschen zur Durchsetzung seiner Ziele töten soll), aber in allem Weiteren keine festen Moralvorstellungen hat oder aus der Gesellschaft übernimmt, sondern so handelt, wie sein Gewissen es ihm in jedem Moment aufs Neue eingibt. Im Wesentlichen wird diese Handlungsweise durch den Willen zur Macht bestimmt. Doch nochmal: DER ÜBERMENSCH TÖTET NICHT FÜR SEINE ZIELE! Denn das Leben ist für ihn der einzige fest definierte Wert.
Es ist eben ein Mensch, der die Werte von Gesellschaft und Religion hinterfragt und nicht einfach irgendwelchen Führern nachrennt (weswegen es auch der fatalste Irrtum der Philosophiegeschichte war, dass die Nazis versuchten, Nietzsche für sich zu verwenden), sondern selbst denkt und frei entscheidet, doch immer den Leben als höchsten, nicht hinterfragbaren Wert akzeptiert, doch darüber hinaus sein eigenes Moralsystem hat, das insbesondere eben durch den Willen zur Macht und ästhetische Gesichtspunkte definiert wird.

[TGF]Eraser2
25. Januar 2004, 21:52
Was sind die Hauptwerke von folgenden Autoren:

Kant:

Die drei Kritiken

Der kategorische Imperativ


Marx:

Das Kapital

Das kommunistische Manifest


Nietzsche:

Also sprach Zarathustra

Der Antichrist



Bei Kant und Marx weiß ich überhaupt nicht, in welchen Aspekten die Bücher sich unterscheiden.
Hätten die nicht alle nur ein Buch schreiben können?!

Scorn4
25. Januar 2004, 22:44
Mein Kampf ist überhaupt nicht lesenswert, zumal man auch nicht ohne weiteres drankommt. Ich glaube auch nicht, dass Mussolini ein Buch geschrieben hat. Sollte mich wundern, sicher bin ich mir aber nicht. Wenn du unbedingt ein buch über Diktaturen lesen willst: Nicolo Machiavelli - DISCORSI sopra la prima deca di Tito Livio (deutscher Titel unbekannt)
Ein Zitat:

Wenn ein Staat gut regiert wird, wird man immer auch sehen, daß der Herrscher sicher inmitten seiner zuverlässigen Bürger...und die Welt in Frieden und Gerechtigkeit lebt...Die Reichen genießen ihren Reichtum, Adel und Verdienst werden herausgehoben, überall herrschen Ruhe und Wohlstand. Es gibt keinen Streit, keine Zügellosigkeit, keine Bestechung und keinen Ehrgeiz. Es ist das goldene Zeitalter, wo jeder seine eigene Meinung haben und vertreten kann.

Sehr klare Sprache, sehr einleuchtend und nachvollziehbar. Ein klares pro!


Das Kommunistische Manifest solltest du lesen, wenn du mit kommunisten Weltsánschauungen sympathisierst - ansonsten lass es! Es langweilt.

duffsen
25. Januar 2004, 23:29
Original geschrieben von Devotika

Gerade bei Hitler dürfte die Sekundärliteratur aber kaum objektiv sein. :/ Für sowas müsste man wahrscheinlich lange suchen.

ne ne

http://images-eu.amazon.com/images/P/3471665536.03.LZZZZZZZ.jpg

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3471665536/qid=1075066038/sr=2-1/ref=sr_aps_prod_1_1/028-8147274-1770159

und im weiteren Sinne

http://images-eu.amazon.com/images/P/3785711255.03.LZZZZZZZ.jpg


http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3785711255/qid=1075066096/sr=2-1/ref=sr_2_11_1/028-8147274-1770159

lemontree
26. Januar 2004, 00:48
Original geschrieben von Subcommander Tarvoc

4. "Also sprach Zarathustra" - Friedrich Nietzsche (ein hochpolitisches Werk!!!)


meiner meinung nach ist das einzige politische an nietzsche, dass er unpolitisch ist. er lehnt einiges ab, hat aber kein eigenes idealbild des staates und hält den staat sowieso für nebensächlich. nichtsdestotrotz sollte man zarathustra gelesen haben.

mussolini hat übrigens einige bücher geschrieben, lesen braucht man diese trotzdem nicht.

0Smacks0
26. Januar 2004, 01:06
Original geschrieben von Devotika
So und nun zu Nietzsche: den Namen hat man ja schon oft gehört. Was sind denn seine größten Werke? Gehört der auch zur Aufklärung?
Nietzsche in Ehren, aber als politische Literatur geht der auf keinen Fall durch! Natürlich kritisiert er auch politische Entscheidungen Bismarcks von der philosophischen Warte aus oder mäkelt an der Gesellschaft herum.

Ach ja, und Pfoten weg von Also sprach Zarathustra! Das Buch hat Nietzsche ziemlich zu Ende seines Schaffens geschrieben und es enthält daher viele seiner Gedanken in dichterischer Form. Unmöglich als unerfahrener Leser da etwas heraus zu finden. Außerdem ist Also sprach Zarathustra nicht gerade Nietzsches bestes Buch. Natürlich auch kein Schlechtes, glaubt man Thomas Mann, der muss es ja wissen. Außerdem nerven die langen Predigten, in die du leicht was falsch reindenken kannst. Wenn du aber Spaß am Bleigießen hast, nur zu! Dann lese aber vorher das Essay von Thomas Mann über Nietzsche, hinten in "Also sprach Zarathustra" in der Ausgabe vom "insel taschenbuch" Verlag.

Zur politischen oder historischen Literatur... Was ist genau deine Motivation? Meine weiter oben empfohlenen Bücher sind Klasse, denk ich. Aber nur wenn du einen eher realistischen, nüchternen, aber trotzdem halbwegs verständlichen Überblick bekommen willst, zur derzeitigen Situation. Besonders leicht verständlich schreibt Helmut Schmidt und der Mann kennt sich auch aus! Aber stell mal bitte genauere Kriterien auf!


Original geschrieben von Scorn
Mein Kampf ist überhaupt nicht lesenswert, zumal man auch nicht ohne weiteres drankommt. Ich glaube auch nicht, dass Mussolini ein Buch geschrieben hat. Sollte mich wundern, sicher bin ich mir aber nicht. Wenn du unbedingt ein buch über Diktaturen lesen willst: Nicolo Machiavelli - DISCORSI sopra la prima deca di Tito Livio (deutscher Titel unbekannt)
Ein Zitat:


Sehr klare Sprache, sehr einleuchtend und nachvollziehbar. Ein klares pro!


Das Kommunistische Manifest solltest du lesen, wenn du mit kommunisten Weltsánschauungen sympathisierst - ansonsten lass es! Es langweilt.

Tatsächlich der Klassiker. Aber Discorsi It wird sicher nicht zum Einstieg empfohlen, kein Wunder bei über 400 Seiten... Zum Einstieg dann doch eher "der Fürst". Das Gegenbuch ist übrigens aus der Feder vom alten Fritz und korrekturgelesen von Voltaire höchstpersönlich: "Der Antimachiavell".

Carnac
27. Januar 2004, 04:53
Original geschrieben von [TGF]Eraser
Was sind die Hauptwerke von folgenden Autoren:

Kant:

Die drei Kritiken

Der kategorische Imperativ


Ersetze "Die drei Kritiken" durch "Zum ewigen Frieden"

MiNdWaRp
30. Januar 2004, 13:38
bevor du mein kampf liest, lies bitte 25 andere bücher die sich damit auseinndersetzen damit du vorbereitet bist, nur es zu lesen um es gelesen zu haben ist einfach nur dumm

Laertes
30. Januar 2004, 15:59
[QUOTE]Original geschrieben von duffsen
[B]http://images-eu.amazon.com/images/P/3785711255.03.LZZZZZZZ.jpg
[QUOTE]

Nun ja, Somuncus Lesung (der damit auch auf Tournee war) von "Mein Kampf" geht mehr ihn Richtung Satire...

duffsen
30. Januar 2004, 16:57
In seinem BUCH zu den Lesungen, wird die ganze Sache noch n bissl anders behandelt. Da hab ich nen Fehler gemacht, ok.

Jedenfalls ist der Hintergedanke folgender:

Wenn du lachst, bist du am verwundbarsten. D.h. Somuncu macht diese Witze über Hitler und das Buch, zeigt die absurden Sachen usw.. Wenn das Gelächter am größten ist, wird er ruhig und konfrontiert die Zuhörer mit Fakten, mit den Wahrheiten und welchen Stellenwert dieses Buch in der gesamten Ideologie hat.
usw.usw.

mehr auf Anfrage

Laertes
30. Januar 2004, 21:31
Ach ja, zum Thema "Mein Kampf": An eine Gesamtausgabe kommt man übrigens nicht ran, da die Urheberrechte beim Freistaat Bayern liegen, welcher sich gegen eine Neuauflage sperrt. Die Bücher, die man bei Amazon findet sind nur Auszüge...

duffsen
30. Januar 2004, 21:32
Man darf es aber besitzen o.O

(Es gehört genaugenommen dem Finanzministerium von Bayern)

MiNdWaRp
30. Januar 2004, 23:23
in österreich wird das als wiederbelebung nationalsozialistischen gedankenguts behandelt=gg

0Smacks0
14. Februar 2004, 18:15
Warum geht denn niemand auf meine Beiträge ein? Stillschweigende Zustimmung?

lemontree
14. Februar 2004, 18:27
Original geschrieben von @Smacks@
Warum geht denn niemand auf meine Beiträge ein? Stillschweigende Zustimmung?

ok...


Original geschrieben von @Smacks@

Ach ja, und Pfoten weg von Also sprach Zarathustra! Das Buch hat Nietzsche ziemlich zu Ende seines Schaffens geschrieben und es enthält daher viele seiner Gedanken in dichterischer Form. Unmöglich als unerfahrener Leser da etwas heraus zu finden. Außerdem ist Also sprach Zarathustra nicht gerade Nietzsches bestes Buch. Natürlich auch kein Schlechtes, glaubt man Thomas Mann, der muss es ja wissen. Außerdem nerven die langen Predigten, in die du leicht was falsch reindenken kannst. Wenn du aber Spaß am Bleigießen hast, nur zu! Dann lese aber vorher das Essay von Thomas Mann über Nietzsche, hinten in "Also sprach Zarathustra" in der Ausgabe vom "insel taschenbuch" Verlag.


also ich hab mit zarathustra angefangen, und konnte da schon einiges heraus finden, auch beim ersten lesen...
ich fand es übrigens am besten erst zarathustra zu lesen, dann das essay von thomas mann und dann nochmal zarathustra...wobei sich natürlich nur wenige diese mühe machen

aber leider bin ich bisher noch nicht dazu gekommen noch ein buch von nietzsche zu lesen, kann zarathustra also kaum mit seinen anderen büchern vergleichen. wenn du meinst es gibt bessere bücher von nietzsche, kannst mir eins empfehlen?


Original geschrieben von Laertes
Ach ja, zum Thema "Mein Kampf": An eine Gesamtausgabe kommt man übrigens nicht ran, da die Urheberrechte beim Freistaat Bayern liegen, welcher sich gegen eine Neuauflage sperrt. Die Bücher, die man bei Amazon findet sind nur Auszüge...

naja, wenn man das buch haben will wird man es schon kriegen, entweder irgendwo als .pdf, oder zB bei seinen grosseltern, meine oma hatte es gleich 2 mal...

ach ja, smacks und laertes, kann nicht einer von euch mal sein avatar ändern? ich verwechsel euch immer :(

[TGF]Eraser2
14. Februar 2004, 18:55
Allerdings. Hört euch mal bei eurer Verwandschaft um. Im dritten Reich ist das Ding Pflichtlektüre gewesen. Fast jeder hatte das zu Hause stehen.
Und viele haben's sicherlich behalten, auch wenn dieses Werk etwas anrüchiges besitzt. Ist nicht gerade das, was sich die meißten ins Regal stellen würden. Aber im stillen Kemmerlein liegt's dann doch.

duffsen
14. Februar 2004, 19:10
Und das beste ist, ihr werdet meistens die Ersten sein, die das Buch überhaupt lesen. o.O

0Smacks0
15. Februar 2004, 01:00
Original geschrieben von l337~Ðr4lm
also ich hab mit zarathustra angefangen, und konnte da schon einiges heraus finden, auch beim ersten lesen...
ich fand es übrigens am besten erst zarathustra zu lesen, dann das essay von thomas mann und dann nochmal zarathustra...wobei sich natürlich nur wenige diese mühe machen

aber leider bin ich bisher noch nicht dazu gekommen noch ein buch von nietzsche zu lesen, kann zarathustra also kaum mit seinen anderen büchern vergleichen. wenn du meinst es gibt bessere bücher von nietzsche, kannst mir eins empfehlen?

Rauslesen kann man natürlich einiges, es regt auch sicherlich zum Nachdenken an, aber man hat nichts handfestes, man weiß nicht worauf er hinaus will. Ich habe mich eben weiter oben sehr an Thomas Mann gehalten. Der ja, wenn ich mich noch richtig erinnere auch geschrieben hat: das es eigentlich mehr oder weniger Schwachsinn ist, das Buch in der Schule zu lesen, weil es Nietzsches Philosophie in dichterischer Form enthält und eher am Ende seiner Wirkens entstanden ist. Es ist also schwer, da wirklich etwas herauszulesen, nicht weil man es nicht könnte, sondern weil man nicht weiß worauf Nietzsche eigentlich hinaus wollte. So wie in einem Gedicht jeder etwas anderes Erkennen kann. Aber deswegen gefallen ganzen Heerscharen von interpretierwütigen Germanisten so sehr solche Werke. Natürlich habe ich mir aber auch meine Gedanken zum Buch gemacht und habe hie und da ruminterpretiert, bis nach 2/3 ich auf keinen grünen Zweig gekommen bin und das Nachwort gelesen habe.

Das Einzige was ich sonst noch von Nietzsche gelesen habe, waren die Unzeitgemäßen Betrachtungen. Da habe ich aber bei der "zweiten Betrachtung" aufgehört. Aus dem ersten Kapitel zitieren auch viele Menschen gerne, weil sie gerade eben nur das erste Kapitel gelesen haben(denk ich mir zumindest ;)). Das zweite über die Historie stellt aber bei weitem das erste in den Schatten. Habs leider noch nicht weitergelesen. Bin zurzeit woanders. Allerdings ist das Buch schon alleine wegen seines Unterhaltungswert lesbar. Um es im Slang der Internetsprache zu sagen: Alleine schon Nietzsches Rechtschreibflames auf Strauß ownOrn.

Laertes
15. Februar 2004, 16:14
Original geschrieben von l337~Ðr4lm
ach ja, smacks und laertes, kann nicht einer von euch mal sein avatar ändern? ich verwechsel euch immer :(


Das Problem hat sich grade erledigt. Denn hier kommt Laertes, die Zerg-Möse... :8[:

Manson2
18. Februar 2004, 13:24
Ich hab noch ne anregung:
Haffner, Geschichte eines Deutschen

Es is eigentlichen sinne keine politische literatur, jedoch interessant und sehr gut geschrieben. Es zeigt die Veränderungen in Dland von 1914-33 aus der sicht von unten am Beispiel von haffner selbst. Der schwerpunkt liegt aber auf 33.
Es ist wirklich interessantere als es sich anhört und nicht so trocken wie viele rein politischen werke. Am besten liest man es selbst an...

Hier ein auszug, der in meiner version gar nicht dabei ist aber so geschrieben ist wie das restliche buch:
http://www.zeit.de/archiv/2002/21/200221_haffner.xml

das buch selbst ist realtiv kurz mit 200 seiten(große schrift).

0Smacks0
18. Februar 2004, 19:14
Original geschrieben von Manson
Ich hab noch ne anregung:
Haffner, Geschichte eines Deutschen

Es is eigentlichen sinne keine politische literatur, jedoch interessant und sehr gut geschrieben. Es zeigt die Veränderungen in Dland von 1914-33 aus der sicht von unten am Beispiel von haffner selbst. Der schwerpunkt liegt aber auf 33.
Es ist wirklich interessantere als es sich anhört und nicht so trocken wie viele rein politischen werke. Am besten liest man es selbst an...

Hier ein auszug, der in meiner version gar nicht dabei ist aber so geschrieben ist wie das restliche buch:
http://www.zeit.de/archiv/2002/21/200221_haffner.xml

das buch selbst ist realtiv kurz mit 200 seiten(große schrift).
Ja stimmt! Haffner schreibt wirklich gut und gilt auch als einer der "deutschen Geschichtsschreiber". Hat einen sehr direkten bestimmten Stil, kennt sich aber auch gut aus.

BigBadWolf
07. März 2004, 20:39
Original geschrieben von Subcommander Tarvoc
Meine Top 5 der politischen Literatur:

1. "Weltmacht USA - Ein Nachruf" - Emmanuel Todd
2. "Kommunistisches Manifest" - Karl Marx
3. "Dude where's my Country" - Michael Moore
4. "Also sprach Zarathustra" - Friedrich Nietzsche (ein hochpolitisches Werk!!!)
5. "Stupid White Men" - Michael Moore

Reihenfolge willkürlich, könnte auch umgekehrt sein, aber diese fünf sollte man auf jeden Fall lesen!
:lol: also diese 5 bücher zusammen als top5 der politischen literatur (oder deiner) is wirklich lächerlich

ansonsten wurden hier schon ziemlich gute sachen genannt. primärliteratur würde ich dir auch nur bedingt empfehlen, weiss aber nicht, wie "(vor-)gebildet" du schon bist.

grundsätzlich gibt es unendlich viele gute bücher zu den verschiedensten themen. interessant ist auch autoren zu lesen, deren politische meinung sich unterscheidet oder bücher zu lesen, die zu unterschiedlichen zeiten (politischen systemen) geschrieben wurden...

solltest du allerdings eher an fakten als an sichtweisen interessiert sein, würde ich mich vorher gut informieren, was man "bedenkenlos" lesen kann, weil es recht objektiv ist. da kann ich dir nur (wenn überhaupt) weiterhelfen, wenn du konkret ein thema sagst, für welches du dich gesondert interessierst.

ich hab mich beispielsweise in letzter zeit verstärkt mit der amerikanischen außenpolitik seit 45 beschäftigt und kann da z.b. christian hacke sehr empfehlen (ist auch die einzige wirklich gute zusammenstellung der amerikanischen außenpolitik seit 1960 in dt. sprache). da kommen wir zu ner anderen problematik - müssen die bücher in deutsch sein?

interessierst du dich hingegen für die jahrhundertwende, kann ich dir nur max weber empfehlen - hab mal was rausgesucht (was ich so selbst noch nicht kenne :top: - Politische Schriften Max Webers (http://www.uni-potsdam.de/u/paed/Flitner/Flitner/Weber/PS.zip) - scheint ganz gut zu sein...so auf'n ersten blick)

Der Archipel GULAG is nen gutes buch über gulags eben ;) von Alexander Solschenizyn (den musst ich jetzt nachgucken :ugly: )...du siehst, je nach deinen interessengebieten kann man dir richtig gute sachen empfehlen, du musst nur _etwas_ konkreter werden ;)

zu mein kampf - naja, hab's ausschnittsweise gelesen...die beste kommentierte ausgabe soll (hab ich gehört von jemand mit ahnung) - damn, kann's gerad net finden :ugly: ich guck nochma, wenn ich soll...kann auch die sein, die schon weiter oben gepostet wurde

und zu nietzsche - also, das is imho was, was man auf jeden fall nicht unbedingt gelesen haben muss. solltest du aber _unbedingt_ was von nietzsche lesen wollen, würde ich dir als einstieg "der fall wagner" empfehlen...das is seine einfachste schrift und man lernt auch noch bissel was über musikgeschichte hehe. die anderen sachen wären für den anfang doch arg kompliziert und imho isses wie gesagt sowieso nicht notwendig, das gelesen zu haben ;)

Entwirker
08. März 2004, 12:38
Original geschrieben von Carnac


Ersetze "Die drei Kritiken" durch "Zum ewigen Frieden"
also ich halt die kritiken für wichtiger als die "nichtkritiken" ^^

DFDS-Baene
11. März 2004, 14:00
Politik ist ein weites Feld. Ein Themenbereich wäre hier eher angebracht um sinnvolle Literatur herauszustellen.

Wer Michael Moore als politisches Buch nennt scheint aber einen an der Waffel zu haben :D Morres 3 Bücher sind nichts anderes als ein plarisierendes und provozierendes Werk in dem er Dinge extrem darstellt und so das schreibt was viele hören wollen. Es aber als politische Literatur zu bezeichnen würde mir nie in den Sinn kommen.

BigBadWolf
11. März 2004, 19:08
Original geschrieben von nK)Hero
Politik ist ein weites Feld. Ein Themenbereich wäre hier eher angebracht um sinnvolle Literatur herauszustellen.

Wer Michael Moore als politisches Buch nennt scheint aber einen an der Waffel zu haben :D Morres 3 Bücher sind nichts anderes als ein plarisierendes und provozierendes Werk in dem er Dinge extrem darstellt und so das schreibt was viele hören wollen. Es aber als politische Literatur zu bezeichnen würde mir nie in den Sinn kommen.
genauso wie kommasetzung?

ansonsten rautiert

DFDS-Baene
11. März 2004, 20:09
Mit Kommas hab ich es nicht so :8[:

Manson2
11. März 2004, 23:10
Original geschrieben von nK)Hero
Mit Kommas hab ich es nicht so :8[:
nich so schlimm:(

Teegetraenk
17. März 2004, 16:25
Für den Interessierten, der nicht gerade Geschichte oder Politik studiert, kann ich Paul Kennedy: Aufstieg und Fall der großen Mächte; Ökonomischer Wandel und militärischer Konflikt von 1500 bis 2000; Fischer Verlag 1993 empfehlen.