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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das ätzendste/langweiligste Buch



MordredXiC
24. Juli 2004, 22:31
was ihr je gelesen habt?
Durch welches Buch musstet ihr euch total durchquälen bzw. habt es mittendrin abgebrochen? Oder habt es vorher empfohlen bekommen und seid danach total enttäuscht gewesen?
Also keine Fachliteratur, sondern Belletristik!

Bei mir:
James Joyce - Ulyssess
angeblich eines der bedeutendsten Bücher des letzten Jahrhunderts
ich habs auf Seite 200 oder so abgebrochen, ich konnte einfach net mehr :8[:

Theodor Fontane - Effi Briest
noch aus der Schulzeit, was habe ich es gehasst (aus irgendeinem Grund hatte ich einen inneren Widerstand gegen dieses Buch)

Zers4ever
24. Juli 2004, 22:42
Der Herr der Ringe :D


zu anfang von buch 2 abgebrochen^^

Laertes
24. Juli 2004, 23:38
Ulysses ist bestimmt nicht langweilig, nur relativ schwer zu lesen. Probiers in ein paar Jahren nochmal...

Azrael[NARF]
24. Juli 2004, 23:43
Von J.D. Salinger "Franny and Zooey". Habs gelesen weil "the catcher in the rye" ein wirklich gutes Buch ist und mir dachte, dass es net so schlecht sein wird weils eben vom selben Autoren is. Tja... Da bin ich wohl wirklich falsch gelegen, das Buch war einfach furchtbar!
Bei Ulysses seh ich das auch so wie Laertes, schlecht isses sicherlich nicht, nur irre kompliziert!

shaoling
24. Juli 2004, 23:59
Also Mordreds und Zergs' Beispiele kann ich nun überhaupt nicht nachvollziehen...

Ich muss zu meinem Glück sagen, dass mir so spontan eigentlich überhaupt kein Buch einfällt, dass ich angefangen und dann abgebrochen habe, weil ich es nicht mehr sehen konnte. Den Kohlhaas habe ich als ziemlich anstrengend in Erinnerung und bei einigen Anfangspassagen von Paul Herrmanns Nordische Mythologie musste ich auch etwas knabbern, aber das ist beides recht lange her.

Ich habe eigentlich nie versucht, ein Buch zu lesen, von dem ich nicht angetan war. Wo läge da auch der Sinn? Je mehr mich die Bücher begeistert haben, desto mehr hatte ich stets davon.

MordredXiC
25. Juli 2004, 00:11
Najo es gibt ja so gewisse Bücher, die man gerne mit dem schwammigen Begriff "Weltliteratur" bezeichnet und die über alles gelobt werden. Ich habe mir vorgenommen, doch recht viel davon zu lesen und wurde auch oft nicht enttäuscht. Bei nem stinknormalen Buch leg ichs auch weg, wenns mir nach den ersten Seiten nicht gefällt, aber bei oben genannten Büchern, les ich dann doch erstmal weiter, weil ich begreifen will, was an diesen Büchern so toll ist und oftmals werden die nach faden Einsteig auch noch recht interessant. Es gibt aber auch solche Bücher, die angeblich "Weltliteratur" sind, in denen finde ich keinen roten Faden finde und dann werden diese Bücher zur Qual, die ich dann lese, um sie "gelesen zu haben" oder abbreche. Interessiert mich was es da noch für Schinken gibt und was andre so denken.

Komme da drauf, weil ich grade an "Schuld und Sühne" knabbere und mich im Moment sehr schwer tue weiterzulesen, weil ich schon öfters den Faden verloren habe und diese unendlichen Nebenhandlungen mir momentan den Spaß am Lesen nehmen.

shaoling
25. Juli 2004, 00:24
Das liebe Spiel mit der Weltliteratur und den Büchern, die man "einfach gelesen haben muss" kenne ich nur allzu gut.
Bisher hat es sich für mich eigentlich immer gelohnt, wobei es ein Vorteil sein könnte, dass ich davor meistens so einiges über die Bücher lese und so oft in etwa weiß, was mich erwartet. Nichtsdestotrotz werde ich natürlich auch noch oft genug überrascht.
Früher habe ich mich noch viel mehr auf Sach- und Zweitbücher verlegt, während ich in letzter Zeit dabei bin, mal ein paar Lücken zu stopfen. Wenn ich so auf meine Leseliste blicke, schneit mir da in nächster Zeit auch einiges entgegen. :rolleyes:

Übrigens: Da ich als Kind fast ausschließlich Sachbücher gelesen habe, musste ich in relativ fortgeschrittenem Alter all die bedeutende Kinderliteratur dieser Wellt nacharbeiten. Es war angenehmer, als ich es mir vorgestellt hatte. ;)

ahja
25. Juli 2004, 00:24
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins von Kundera. Sobald ich 6-7 Seiten gelesen habe, langweilt es micht. Doch je länger dieses Lesen zurückliegt, desto mehr Lust bekomme ich, es nocheinmal zu versuchen...

Ist im Grunde kein schlechtes Buch, nur mag ich die Art, wie die Charaktere gezeichnet werden, überhaupt nicht. Ich muss jedesmal an französische Filme auf Arte denken.

Xp.ShadoW
25. Juli 2004, 01:51
Ingeborg Drewitz - Gestern war heute - 100 Jahre Gegenwart

ich hab glaube ich nie etwas gelesen das mich so genervt hat - und ich deshalb auch nicht weiter als die hälfte gelesen habe - war mir einfach zu banal und unerträglich langweilig ...

einziges problem war dass es damals bei mir abi-thema war ...
zum glück haben mir die gedichte gelegen :D

mercy
25. Juli 2004, 02:34
Ich habe so nen Tick mit Büchern. Ich lese selbst die zuende, dir mir gar nicht gefallen, was zum Glück nur sehr sehr selten passiert. :)

Devotika
25. Juli 2004, 02:54
Hmmmm

Moby Dick lese ich seit 1 1/2 Jahren. Das sagt glaube ich alles. :D Ich glaube die ersten 100 Seiten hat der Hauptcharakter noch nichtmal ein Schiff betreten. Hoffe das wird noch besser, werd's demnächst mal weiterlesen.

Adolf Hitler - Mein Kampf
Sein Ewiger-Parasit-Gelaber und die ganze Vaterlandsliebe sind am Anfang aus analytischen Gründen noch ganz interessant, aber irgendwann reicht's auch mal.

Emilia Galotti
Damals maximal 10% davon gelesen. Schrecklich langweilig. Sprachlich total zum kotzen (ist der barock?), vollkommen überzogen, so 'ne Story würde heute in einer Viertelstunde-Gerichtsshow breit getreten werden.

Faust II lese ich gerade freiwillig. Ist sau schwer zu lesen und man versteht nix, hält mich aber irgendwie trotzdem bei der Stange.

SuicideSquad
25. Juli 2004, 05:21
ich weiß nicht ob das jemand kennt, aber im englischunterricht mussten wir mal holes lesen. das war vielleicht behindert. nach 80 seiten kommtn kapitel wie n neger vor 100 jahren mit seinem zwiebelessenden esel rumläuft, was 0 mit der handlung zu tun hat.

BigBadWolf
25. Juli 2004, 13:08
Original geschrieben von SuicideSquad
ich weiß nicht ob das jemand kennt, aber im englischunterricht mussten wir mal holes lesen. das war vielleicht behindert. nach 80 seiten kommtn kapitel wie n neger vor 100 jahren mit seinem zwiebelessenden esel rumläuft, was 0 mit der handlung zu tun hat. O_o hast du das buch net richtig gelesen, man??? das is doch voll der grund für den fluch, ...oder so :D nene, kumpel von mir musste das vorstellen...hat auch bissl rumgeheult. der vortrag war sehr erheiternd, weil das buch wirklich schwul sein soll - es gibt ja jetzt auch nen film dazu -.-

@topic: ich lese eigentlich so gut wie alles aus, was ich anfange, auch wenn das teilweise sehr lange dauert 8[

ein buch, weiss ich, hab ich mal nicht ausgelesen, da war ich aber so 12 vielleicht und ich weiss noch ungefähr, warum ich es nach 20 seiten weggelegt hab, hab aber keinen plan, wie das buch hiess, und wollte es mal wieder probieren, hab's aber net mehr gefunden. daher - mein favorit für das arschigste buch, das ich je gelesen hab ist "scarlet letter" von nathaniel hawthorne in englisch. boah, verdammt scheiss schwer zu lesen und ziemlich derbe kacklangweilig! gehört aber bestimmt auch zur weltliteratur...

Vogel
25. Juli 2004, 14:08
Per Anhalter durch die Galaxis (Band)

Das Teil wurde mir geschenkt. Es ist dieser dicke Schinken, wo alle Bücher in einem Band sind (1-5). Und die Bücher 1-3 sind richtig geil und lustig. Aber ab Buch 4 ist es sowas von öööööööööööde, das ist kaum zu beschreiben. Ich habe bis jetzt noch kein Buch gehabt, dass ich nicht zu Ende gelesen habe. Diese schöne Statistik ist aber leider Vergangenheit, denn dieses Buch hat es geschafft....

Mallimania
26. Juli 2004, 05:04
Original geschrieben von Devotika


Emilia Galotti
Damals maximal 10% davon gelesen. Schrecklich langweilig. Sprachlich total zum kotzen (ist der barock?), vollkommen überzogen, so 'ne Story würde heute in einer Viertelstunde-Gerichtsshow breit getreten werden.

Faust II lese ich gerade freiwillig. Ist sau schwer zu lesen und man versteht nix, hält mich aber irgendwie trotzdem bei der Stange.


zu 1. FALSCH! Ist Aufklärung.. erstes bürlgerliches Trauerspiel bla..

naja fand es damals in der Schule net so spannend aber sonderlich genervt hat es mich auch net...

Da war "Effi Briest" schlimmer.. :flop:
verdammter Realismus... ("jetzt beschreiben wir erstmal 5Seiten ne Häuserwand..")

2. Faust II is echt auch so ein Schinken der im Vergleich zum 1. einfach zu weit ausschweift und auch etwas komplizierter geschrieben ist

thecure82
26. Juli 2004, 07:46
Stupid White Men - Michael Moore

20 seiten gelesen ... 50 mal gegähnt :hammer:
naja hat mich auch nicht wirklich interessiert, war wieder so kauf aus langeweile^^

BigBadWolf
26. Juli 2004, 14:16
Original geschrieben von thecure82
Stupid White Men - Michael Moore

20 seiten gelesen ... 50 mal gegähnt :hammer:
naja hat mich auch nicht wirklich interessiert, war wieder so kauf aus langeweile^^ stimmt...hab ich von irgendjemandem mal in die hand bekommen - 2 kapitel gelesen (erstes und zur schule), gegähnt, gelacht und weggelegt.

aber is ja auch eher "fachliteratur" (auch wenn es mich schmerzt, das zu schreiben)

0Smacks0
26. Juli 2004, 18:04
Original geschrieben von BigBadWolf
stimmt...hab ich von irgendjemandem mal in die hand bekommen - 2 kapitel gelesen (erstes und zur schule), gegähnt, gelacht und weggelegt.

aber is ja auch eher "fachliteratur" (auch wenn es mich schmerzt, das zu schreiben)
Na ja, politische Satire. Und dann darf mans hier auch posten. Als politische Satire kann ich Michael Moore auch verkraften.

Bloß Fachliteratur ist es nicht, wer es gut meint kann Moores Bücher als Sachbücher verkaufen unter Sachbuch laufen oft noch schlimmere Dinge.

Das mich ein Buch wirklich langweilt passiert mir meistens nur bei Fach- und Sachbüchern und ähnlichem. Bei Romanen überleg ich mir schon gut ob ich ein Buch lese und wenn dann lese ich es auch. Obwohl halt, Iphigenie auf Tauris habe ich wieder weggelegt... Weiß auch nicht warum.

shaoling
26. Juli 2004, 18:52
Du schlimmer, schlimmer Sünder!

Turtur
26. Juli 2004, 20:25
in letzter zeit weggelegt habe ich
das tagebuch des oscar wilde und
der name der rose
wobei mir der name der rose eigentlich ganz gut gefallen hat aber ich war irgendwie nicht in der stimmung um "in einem buch zu versinken", werds wohl im urlaub nochmal anlesen - dafür ist es eigentlich genau das richtige

SubTarvoc
26. Juli 2004, 21:01
Original geschrieben von Mallüüü
zu 1. FALSCH! Ist Aufklärung.. erstes bürlgerliches Trauerspiel bla..

Naja, Barock stimmt scho' in sofern, als das die gleiche Zeit war... Barock ist aber keine Literaturgattung, sondern eine Architekturgattung. Zeitlich überlappen sich Barock und Aufklärung.

BigBadWolf
26. Juli 2004, 21:22
Original geschrieben von Subcommander Tarvoc
Barock ist aber keine Literaturgattungbitte erläutere diese sehr provokante these!?

MordredXiC
26. Juli 2004, 21:30
barock ist eine literaturepoche
quelle: jedes beliebige lexikon oder meine deutschkenntnisse :8[:

BigBadWolf
26. Juli 2004, 21:42
verdammt...ne gattung ist es _natürlich_ nicht, sondern ne epoche.

aber naja - da hab ich mich wohl verlesen (bzw konnte den gedankensprung da net so ganz nachvollziehen - kann ich übrigens auch jetzt nicht)

MordredXiC
26. Juli 2004, 21:56
ja meins war auch mehr an tarvoc gerichtet :)
das mit epoche/gattung wäre jetzt korinthenkackerei, weil jeder weiß was gemeint ist :)
es gibt aber neben der epoche des barocks auch die epoche der aufklärung, insofern war tarvocs aussage nicht unbedingt richtig, obwohl auch hier die übergänge ja fließend sind

Roger Rabbit
26. Juli 2004, 22:11
Ähm das schlimmste buch das i kenn, mußten wir in der schule lesen,

DER KAUKASISCHE KREIDEKREIS :flop:

Zu verstehen=0
Vergnügen=0
Alles was 1 gutes buch ausmacht=0

Exeter
27. Juli 2004, 01:11
Der Sog - eines dieser Jugendbücher mit Lehrsätzen für's leben, womit man in seiner Kindheit verfolgt wurde - absolut langweilig und es war mit der grund, dass ich bis ich 14 war nicht ein buch freiwillig angerührt habe.


Faust I - das erste pflichtbuch, dass ich erst nach 3 monaten behandlung gelesen habe - im unterricht, weil ich lesen immer noch interessanter fand, als über das buch zu sprechen.
ich kann nun mal büchern mit gott, kirche und zauberei nichts abgewinnen, wenn es keine Fantasie-Romane sind.
außerdem geht mir der schreibstil auf die nerven und der ganze umgang mit dem buch.
ich mein hohe schreibkunst, aber inhaltlich relativ wertlos.
wobei ich gehört hatte, dass Faust II besser sein soll, aber was ich diesem thread entnehme, dann lieber doch kein Faust II mehr.


ansonsten hatte ich bisher immer einigermaßen glück mit meinen büchern, wobei ich auch schon mal nen buch weglegen musste, weil es einfach zu platt war "60 Jahre DDR" oder so hieß das - platteste Ossi-Verarschung.

4GT~Neron
27. Juli 2004, 01:14
die drei musketiere von alexandre dumas

den grafen von monte christo fand ich ja immer hervorragend, aber dieses buch ist emin horror. ich hab in den letzten 10 jahren mines lebens 5 malversucht das zu lesen und hab jedesmal nach 3/4 des buches in derkutschenszene auf der brücke aufgegeben, aus irgendeinem grund kann ich das buch net ab, und es is auch das einzige buch das ich bislang mittendrin abgebrochen habe 8[

0Smacks0
27. Juli 2004, 02:13
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Du schlimmer, schlimmer Sünder!
HeHe

Dabei mag ich Goethe, eine fabelhafte Sprache, vielleicht ist die Iphigenie schon zu prefekt, keine Ahnung ich werde sie mir noch mal irgend wann zur Brust nehmen :D.

Für was habe ich mir denn diese schicke Ausgabe gekauft? Hab das Buch bloß verlegt 8[.
http://www.verlagsgruppe.de/3-87291-/Pics/3-87291-012-4.gif

shaoling
27. Juli 2004, 02:21
Ich habe es aus der Klassiker-Edition von Tosa als gebundenen Doppelband zusammen mit Faust I von meiner Mutter geschenkt bekommen. ::]:

Achja, Exeter, da irrst du dich aber gewaltig.

xScorpioNx
27. Juli 2004, 04:56
aus meiner Schulzeit: Christa Wolf-Der geteilte Himmel
gequirlte ossi-herzschmerz-scheiße ³

Devotika
27. Juli 2004, 11:57
Oh ja, Christa Wolf. Hab' Kassandra in der Schule gelesen. :kotz: Sprachlich total schrecklich. Das ganze Buch ist ein sterbenslangweiliger Monolog in dem sie dem Leser ihre Ansichten häppchenweise präsentiert. Der Stoff ist dafür ganz geil. Aber eben halt schrecklich zu lesen.

Kaukasischer Kreidekreis ging. Vor allem, weil es mal so schön optimistisch war und nicht eine dieser Tragödien.

Faust I inhaltlich wertlos? Lololol der ist inhaltlich derbe komplex (gesellschaftskritisch, Menschheitsstreben, Wissenschaftssatire usw.). Sprachlich sowieso eines der besten Werke. Faust II ist da ähnlich, man versteht nur nix, weil die Handlung konfus ist.

duffsen
28. Juli 2004, 22:08
Hoffmann - Die Lebensansichten des Kater Murr

-> Auf hundert Seiten passiert rein gar nichts, was auch nur im Ansatz interessant war.


Fontane - Irrungen und Wirrungen

-> Er ist laaaaaaaaaaaangweilig (sorry Smacks)



Ein Buch zum Quälen ist Thomas Bernhard - Heldenplatz, wer danach nicht kotzt hat meinen Respekt in Sachen "Scheisse tolerieren können".

mamamia
28. Juli 2004, 22:27
frank wedekind - frühlings erwachen
habs kaum gelesen im deutschunterricht

[CoC]Psychosis
29. Juli 2004, 15:13
Original geschrieben von Mordred

Bei mir:
James Joyce - Ulyssess
angeblich eines der bedeutendsten Bücher des letzten Jahrhunderts
ich habs auf Seite 200 oder so abgebrochen, ich konnte einfach net mehr :8[:

danke das reicht, ich habe soeben das interesse verloren, diesen thread weiterzulesen.

Ulysses als ätzendes und langweiliges Buch zu bezeichnen ist fast wie brood war zum schlechtesten spiel des jahres zu wählen

Teegetraenk
30. Juli 2004, 11:11
Original geschrieben von Mordred
Theodor Fontane - Effi Briest
noch aus der Schulzeit, was habe ich es gehasst (aus irgendeinem Grund hatte ich einen inneren Widerstand gegen dieses Buch)
OMGT :8[:
#2

Bier Bauch
31. Juli 2004, 22:07
Hermann Hesse - Klingsors letzter Sommer

was für ein Schrott

Cutthroat1
03. August 2004, 16:26
ich habe irgendwann mal ein buch von ulrich wickert geschenkt bekommen, das war nur schlimm. habs gleich am anfangs abgebrochen und mich geärgert, dass ich mit sonem scheiß zeit verschwendet habe...

von der schulliteratur war tonie kröger das langweligste buch.
aber emilia galotti, werther und faust gingen eigentlich, extrem trocken halt, aber man merkt trotzdem, warum diese werke so berühmt sind.

BlackPanther3
03. August 2004, 19:03
Frankreich - Ulrich Wickert

Der Schreibstil is echt hart langweilig. Mich interessiert Frankreich noch nichteinmal, aber man sollte ja auch seinen Feind kennen und eins muss man dem Buch lassen, es ist bestechend scharfe Analyse.
Nicht mehr nicht weniger.
Ich glaube es gibt kein Buch auf der Welt, dass ich, wenn ich es einmal angefangen habe nicht auch zuende bringe. Dafür bleibt meine Vorauswahl wählerisch genug.

SubTarvoc
03. August 2004, 19:26
Ayn Rand - Atlas Shrugged

Das ganze Buch ist einfach nur gequirlte Hirnscheiße, noch dazu langweilig präsentiert. Entschuldigung, ich will hier wirklich niemandem, der die Frau anbetet, auf die Füße treten, aber so sehe ich es nunmal.

0Smacks0
03. August 2004, 19:56
Zu meinem ENtsetzen führt Fontane die Liste der grausigsten, langweiligsten und ätzendsten Bücher an.

Ich habe jetzt mal angefangen Effi Briest zu lesen(habe gute 100 Seiten hinter mir) und ich bin begeistert wie schon in Irrungen Wirrungen bietet Fontane ein Portal durch das man in eine längst vergangene Zeit steigen kann. Ins Deutsche Reich, als der alte Wilhelm ewig zu leben schien, Bismarck 70 Jahre auf dem Buckel hatte und gegen den Kaiser richtig jung war. Brilliant erzählt, mit lustigen Spitzen und Anekdoten, flüssig lesbar. Man merkt das der Herr nach langer Schreibtätigkeit erst im betagten Alter anfing seine Bücher unters Volk zu bringen. In keinen Büchern kommt so die Spießigkeit und Biederkeit dieser Tage hervor, die Alltagsleiden und Verstreuungen, die damals üblichen Feste.

z.B. Sedantag, der Sedantag, heute hüllt man sich in Schweigen und wendet sich entsetzt weg, wenn man hört wie man damals lustig zum Siegestag über die Franzosen marschierte und feierte. Im Buch geht das hingegen ganz leicht und flockig, man ist einfach mitten in der Zeit, es gibt keinen Anstoß an Nationalismus oder Ähnlichem. Wo kann man sonst so zurück reisen nach Preußen?

Aber vielleicht verstehen viele heute nicht mehr diese feinen Anspielungen (Irrungen Wirrungen wurde als böse Hurengeschichte verunglimpft damals, obwohl es heute viele langweilig finden), verstehen nicht mehr den Alltag oder wissen nicht wer mit dem alten Fritz oder den Friedrich Wilhelm mit seinen Weibergeschichten gemeint ist. Schade. Theodor Fontane ist vielleicht heute schwer verstehbar ohne deutsches Geschichtswissen der letzten 250 Jahre. Mit diesem Wissen macht er dieses Wissen aber fassbar und fühlbar und lässt einen abtauchen in den Alltag von 1880, in eine Zeit ohne wilhelminische Großmannssucht(Wilhelm II ist gemeint nicht der I), ohne Flottenbau, sich anbahnenden Weltkrieg. Und doch steht die Zeit vor der Tür oder man ist schon mitten in ihr drin und keiner merkts.

shaoling
03. August 2004, 20:17
Original geschrieben von Cut_throat
von der schulliteratur war tonie kröger das langweligste buch.
aber emilia galotti, werther und faust gingen eigentlich, extrem trocken halt, aber man merkt trotzdem, warum diese werke so berühmt sind. Nimm das zurück, du Halunk! :motz:


Smacks hat recht! Literatur ist immer ein Spiegel ihrer Zeit und als solcher sollte sie auch verstanden werden. Solche Bücher teilen sich einem eben anders mit als moderne, triviale Unterhaltungsliteratur.

SubTarvoc
03. August 2004, 21:13
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Solche Bücher teilen sich einem eben anders mit als moderne, triviale Unterhaltungsliteratur.

Wobei man sagen muss, dass das, was heute noch als Trivialliteratur bezeichnet wird, morgen schon Weltliteratur sein kann, und z.B. Werther wurde zu Goethes Zeiten auch von Vielen als Trivialliteratur bezeichnet. ;)

shaoling
03. August 2004, 22:20
Naja! Von den höheren Kreisen der Gesellschaft sicher, aber unter der aufgeklärten Jugend seiner Zeit hat das Buch ein so große Wirkung entfaltet wie kaum ein anderes deutsches Werk bis zu diesem Zeitpunkt, wenn man mal von der Luther-Bibel absieht.
Es gab sogar eine Selbstmordwelle, weswegen man darüber nachdachte, das Buch auf den Index zu setzen. :ugly:

Literatur wird ja oft an dem Einfluss gemessen, den sie auf ihre Epoche hatte. Da ist es nicht ganz so wie in der Kunst, wo man zu Lebzeiten ein armer, gehänselter Schlucker sein konnte, um hundert Jahre Später als Ikone bewundert zu werden. ;)

0Smacks0
03. August 2004, 22:31
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Naja! Von den höheren Kreisen der Gesellschaft sicher, aber unter der aufgeklärten Jugend seiner Zeit hat das Buch ein so große Wirkung entfaltet wie kaum ein anderes deutsches Werk bis zu diesem Zeitpunkt, wenn man mal von der Luther-Bibel absieht.
Es gab sogar eine Selbstmordwelle, weswegen man darüber nachdachte, das Buch auf den Index zu setzen. :ugly:
Stimmt. Ich will noch was anmerken. Napoleon, habe ich bei Cronin gelesen, ist sogar extra zu Goethe gereist, bzw. hat Goethe zu sich kommen lassen, ich weiß es nicht mehr genau und hat sich beschwert über das Ende.

Napoleon hat der Selbstmord nicht gefallen, ihm war der Werther nicht männlich genug, er hätte irgend wie weiter machen sollen. Und Napoleon war nun wirklich einer der in etwa Sätze gesagt hat wie "Richtige Männer lesen Geschichtsbücher". Und Habermas philosophiert in seinem Strukturwandel der Öffentlichkeit, dass die Leiden des jungen Werther absolut auf der höhe der Zeit sind. Irgend was faselt er von dem intimen Einblick ins Schlafzimmer des spießigen entstehenden Bürgertums durch den Briefroman. Also Briefromane gab es schon davo, der von goethe war eben in entsprechender Güte. Da man sich gerne damals ins eigene Zimmer zurückzog so Habermas, schrieb man eben gerne einander Briefe und teilte über diese eher intimeres mit, im krassen Gegensatz dazu steht der ab diesere Zeit langsam schwindende große Saal in dem Feste gefeiert werden. Ok, bevor dass hier in Gefasel ausartet lass ich es mal lieber.

Allerdings hat Tarvoc nicht ganz unrecht, dass ist aber auch kein Geheimnis. Niemand wird durch die Kenntnis von Goethe, Schiller, Kleist, Fontane u.s.w. befähigt einen neuen Klebstoff zu erfinden oder nachhaltige Fiskalpolitik zu betreiben und trotzdem liegen diese Dinge für mich nah bei einander.

duffsen
03. August 2004, 22:37
Ein anderer Kommentar zu Goethes Werk war einmal:

"Hätte Werther mal richtig geschissen, wäre ihm das erspart geblieben."

shaoling
04. August 2004, 03:31
:rofl:

Woher? :lol2:

duffsen
04. August 2004, 21:08
Glaube, das war von irgendeinem Verleger.

SubTarvoc
07. August 2004, 01:32
Wir hatten mal im Deutschunterricht einen Text von einem Pfarrer, der mit dem Werther ungefähr so umsprang, wie Marcel Reich-Ranicki oft mit zeitgenössischen Romanen - nur mit dem Unterschied, dass Letzterer noch so seriös ist wenigstens keine christlich-religiösen (und das heißt, schwachsinnigen) Argumente in seine Verrisse einzubauen!

DoktorFaust
07. August 2004, 03:21
Original geschrieben von duffsen
"Hätte Werther mal richtig geschissen, wäre ihm das erspart geblieben."
:rofl: Da ist was dran.

-OdiN-
07. August 2004, 20:32
Effi Briest möchte ich rautieren.

zum zweiten von oben. rofl herr der ringe ist ja wohl mal ein klasse buch. zwar streckenweise zuuu detailliert aber ich glaube gerade das macht dieses buch aus, und ohne all diese büch wie simarillion oder nachrichten aus mittelerde hätte man wohl kaum so detailliert den film von den szenen und landschaften her verfilmen können...

Cutthroat1
11. August 2004, 00:49
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Nimm das zurück, du Halunk! :motz:


Smacks hat recht! Literatur ist immer ein Spiegel ihrer Zeit und als solcher sollte sie auch verstanden werden. Solche Bücher teilen sich einem eben anders mit als moderne, triviale Unterhaltungsliteratur.

das war so gemeint, dass es mir dennoch nicht missfällt. sry falls ich mich da falsch ausgedrückt habe.

für tonio kröger gilt dies allerdings nicht. das buch ist scheiße.

Sick5
11. August 2004, 16:09
Erich Fromm - Die Kunst zu lieben

hat das vielleicht ausser mir jemand gelesen und kann das nachvollziehen?

proLamer
14. August 2004, 16:22
Original geschrieben von Zergs4ever
Der Herr der Ringe :D


zu anfang von buch 2 abgebrochen^^

#2

ich quäl mich grade durch.

[SHIT]tRoNiC
15. August 2004, 16:46
EINDEUTIG NATHAN DER WEISE

Ich hasse dieses Buch

Überhaupt hasse ich reclam lol :8[:

Kupferstecher
15. August 2004, 19:57
Der kleine Prinz (auch noch auf französisch). Haben wir in der Schule lesen müssen, aber ich habs nicht zu Ende gelesen.

Süskind: Das Parfum - Auch ein seltendämliches Buch, wobei es schon fast wieder so beschissen ist, dass ich es wieder lustig finde ("Der Zeck"). Ich weiß beim besten willen nicht, was alle immer an dem Buch so in den Himmel loben.

Und an Büchern die ich nicht für die Schule lesen mußte: Hohlbein: Dunkel. War irgendwie ziemlich komisch geschrieben und regte nicht wirklich zum weiterlesen an. Ich hab dann nur kurz nachgeguckt wie es ausgeht und es dann zurück in die Bücherei gebracht ;)

[SHIT]tRoNiC
15. August 2004, 20:21
Das Parfum war doch cool, besonder die super Sex-orgie zum Schluss :sex: :sex:

BroCkie
18. August 2004, 02:26
iphigenie is langweilig
effi b hingegen richtig toll, war ja dieses jahr abithema bawü, ich liebe dieses buch
´der gute mensch von sezuan is langweilig²

sdgj123
22. August 2004, 02:16
Original geschrieben von [SHIT]tRoNiC
EINDEUTIG NATHAN DER WEISE

Ich hasse dieses Buch

#2

RobertoRanchor
23. August 2004, 15:55
Auch wenn es nicht ganz die Frage des Threads beantwortet:

Ich habe noch nie ein Buch erlebt wie "Der Untertan" von Heinrich Mann.
Das war stellenweise sehr spannend, stellenweise zum Kringeln komisch, aber auch teilweise über dutzende von Seiten total zum Einschlafen langweilig.

shaoling
24. August 2004, 15:54
Original geschrieben von [SHIT]tRoNiC
EINDEUTIG NATHAN DER WEISE

Ich hasse dieses Buch

Überhaupt hasse ich reclam lol :8[: :rofl:

Echt mal...

Einige hier sollten mal den Unterschied zwischen Sein und Finden beherzigen...

Hash
26. August 2004, 14:42
echt. diese doofen kleinen gelben bücher die es immer im unterricht zu lesen gilt.
kaukasischer kreidekreis, das fräulein von scuderi, andorra und andere titel trugen jene die wir lasen.

Devotika
26. August 2004, 15:29
Reclam hat'n geiles Preis-Leistungs-Verhältnis. Und das Sortiment umfasst so ziemlich alles an Deutscher anspruchsvoller Lektüre.

Also ich mag Reclam! Klar ein paar der Schinken sind leider sterbenslangweilig, aber die muss man ja nicht lesen (haha als Schüler doch :p ).

0Smacks0
26. August 2004, 19:19
Original geschrieben von Devotika
Reclam hat'n geiles Preis-Leistungs-Verhältnis. Und das Sortiment umfasst so ziemlich alles an Deutscher anspruchsvoller Lektüre.

Also ich mag Reclam! Klar ein paar der Schinken sind leider sterbenslangweilig, aber die muss man ja nicht lesen (haha als Schüler doch :p ).

Hamburger Lesehefte > Reclam Bücher

Hamburger Lesehefte sind besser aufbereitet, sehen besser aus, haben eine größere Schrift und sind ungefähr mit der Größe DinA 5 auch angenehmer, da im Buch-Format.

Außerdem sind sie auch noch billiger. Sie haben nur einen einzigen Nachteil:

Sie werden nicht alle bei amazon angeboten wegen dem billigen Preis und es gibt nicht alle Klassiker, also nur so ca. 400 schätze ich aber kA ob das jetzt stimmt.

Fazit: Wenn es das Buch als Leseheft gibt, Hamburger Leseheft kaufen.
www.verlagsgruppe.de

Billiger und besser gehts nicht, höchstens gebraucht oder diverse Spezialdrucke bei Zweitausendeins oder Paperback Gesamtausgaben, wo dann das einzelne Buch in der Gesamtausgabe billiger ist als so, aber auch nur wenn man dann auch wirklich alle liest...

shaoling
28. August 2004, 01:08
Hamburger Lesehefte sind in der Tat ein echter Geheimtip, wenn sie denn so unbekannt sein sollten?
Das Problem ist allerdings, dass sie schwerer zu bekommen sind, dann auch eigentlich immer bestellt werden müssen und die kleinere Auswahl bieten - die wirklichen deutschen Klassiker gibt es freilich fast allesamt.
Wenn ich hier bei meinem kleinen Buchladen in der Nähe kaufe, greife ich auch gerne darauf zurück. Ansonsten bietet sich Reclam immer an, weil sie hier in Berlin bei Hugendubel immer an die zweitausend Stück zu stehen haben.

[SHIT]tRoNiC
28. August 2004, 14:55
alles was ich an reclam lesen MUSSTE war einfach nur ätzend. Ich lese wirklich gerne, auch anspruchsvolle sachen, nur gibt es gewisse grenzen die nunmal überschritten worden sind. Und warum soll ich bitte ein Buch lesen was mich total anödet? Das hat dann auch nix mit Kunstbanause oder sonstigem zu tun. Bücher sollen im herkömmlichen Sinne (meistens) unterhalten, und nicht einschläfern :bored:

shaoling
29. August 2004, 00:23
Unterhalten werde ich auch von Bilderbüchern. Gute Bücher tun weit mehr als unterhalten. Da du das anscheinend noch nicht von selbst festgestellt hast, brauche ich keine weiteren Worte zu verlieren.

0Smacks0
29. August 2004, 00:53
Original geschrieben von [SHIT]tRoNiC
alles was ich an reclam lesen MUSSTE war einfach nur ätzend. Ich lese wirklich gerne, auch anspruchsvolle sachen, nur gibt es gewisse grenzen die nunmal überschritten worden sind. Und warum soll ich bitte ein Buch lesen was mich total anödet? Das hat dann auch nix mit Kunstbanause oder sonstigem zu tun. Bücher sollen im herkömmlichen Sinne (meistens) unterhalten, und nicht einschläfern :bored:
Und du legst fest: Reclam Bücher öden per se an

Ich finde sie Scheiße, weil sie verdammt klein gedruckt sind und sich in einer Hosentasche auflösen, obwohl sie doch für die Hosentasche gemacht zu sein scheinen...


Original geschrieben von sHaO-LiNg
Hamburger Lesehefte sind in der Tat ein echter Geheimtip, wenn sie denn so unbekannt sein sollten?
Das Problem ist allerdings, dass sie schwerer zu bekommen sind, dann auch eigentlich immer bestellt werden müssen und die kleinere Auswahl bieten - die wirklichen deutschen Klassiker gibt es freilich fast allesamt.
Wenn ich hier bei meinem kleinen Buchladen in der Nähe kaufe, greife ich auch gerne darauf zurück. Ansonsten bietet sich Reclam immer an, weil sie hier in Berlin bei Hugendubel immer an die zweitausend Stück zu stehen haben.
Eigentlich sollten sie kein Geheimtipp sein ;). Trotzdem werbe ich für die Lesehefte ^^.

Einfach bestellen. Für 20€ bekommt man schon richtig viel. Ich habe zwei oder drei mal bestellt. Für ca. 50€ habe ich mir so ne für mich ganz passable Übersicht geholt, über Reclam hätte mich das in schlechterer Quali vermutlich 70-100€ gekostet. Gleiches ist ja bei Zweitausendeins, die Bücher in diesen Zweitausendeins-Sonder-Editionen sind nicht bei amazon zu erhalten. Bloß ich kauf mir halt bei Zweitausendeins den Geschichtsploetz im Paperback(Zweitausendeins-Sonderedition) für 19,90 oder ich kauf ihn für das doppelte(abgenutzt) bis fünfache im Einband(99€ Neupreis!).

Hm, ich glaube ich erstelle mal einen Thread wie man günstig an Literatur kommen kann.

EDIT
@ Shao, habe deine Links übernommen.

shaoling
29. August 2004, 01:33
Ist dir Jokers (http://www.jokers.de/home.asp?WEA=&Publica_ID=WBD-18391038431547134652&zz=100119837&svkz=1) ein Begriff?
Die haben auch oft nette Angebote.

Englische Bücher kaufe ich meistens von Penguin (http://www.penguinclassics.co.uk/) oder die roten von Reclam. ;)
Französisch lese ich leider viel zu wenig. :-/

Ansonsten eben Hamburger Lesehefte, Reclam und Biographien bevorzugt von Rowohlt. Ansonsten kommt es eben immer darauf an, wo sie erscheinen.

Nachtmar
29. August 2004, 21:42
Die Bibel!!!
Ich habe es angefangen zu lesen und bin nach knapp 200 Seiten einfach zu desinteressiert gewesen, um es in irgendeiner Form weiter zu lesen.

Sonst lese ich auch ziemlich viel, aber da scheitert dann meine Lust, zumal ich mit Religion nicht viel am Hut hab.

Meiner Meinung nach ist es schwachsinnig, sich einer Gottheit zu unterstellen, die sich weigert sich zu zeigen oder zu beweisen, dass sie existiert...

Herr der Ringe sollte man ma auf Englisch lesen, das ist nicht so genau beschrieben, halt keine 2 Seiten lange beschreibung eines Steins, usw

shaoling
30. August 2004, 00:06
Ich würde sagen, dass es mehr Gründe gibt, die Bibel zu lesen, als irgendein anderes Buch.
In Anbetracht deines restlichen Beitrags will ich es dir aber nicht übel nehmen.

[SHIT]tRoNiC
31. August 2004, 03:13
Mein Gott ich habe nicht gesagt das ALLES scheiße ist von reclam. Halt nur die Bücher, die ihc lesen musste.

Und ja, meistens sollen Bücher unterhalten! Es gibt halt wesentlich mehr romane als sachliche Bücher, oder irre ich mich :bored:

Sholvar
31. August 2004, 19:44
Also Faust, Nathan etc fand ich ja noch okay... aber was für ein Scheiss ist denn bitte Effi Briest???? ich komm da nicht über seite eins, weil ich dann wieder zu uralten schon tausend mal gelesenen White Dwarfs greife, weil die einfach interessanter sind (wirklich schon sooo oft gelesene Hefte, dass ich ohne Nachzuschlagen Wortwörtlich Zitieren kann...)

0Smacks0
01. September 2004, 02:52
Original geschrieben von -[kre]-Sholvar
Also Faust, Nathan etc fand ich ja noch okay... aber was für ein Scheiss ist denn bitte Effi Briest???? ich komm da nicht über seite eins, weil ich dann wieder zu uralten schon tausend mal gelesenen White Dwarfs greife, weil die einfach interessanter sind (wirklich schon sooo oft gelesene Hefte, dass ich ohne Nachzuschlagen Wortwörtlich Zitieren kann...)
Effi Briest ist locker geschrieben, witzig und man fühlt und leidet sofort mit... Perfekt ausgearbeitete Charaktere und ein Ende das einen in seiner Tragik und seiner Plötzlichkeit einfach mitnimmt ohne das es sich aufdrängt... Wie ein Bild das die ganze Zeit gemalt wird gewinnt Effi Briest auf den letzten 30-40 Seiten auf einmal Farbe und Kontur, bzw. neue Farben und Kontur und alles fügt sich dann zu einem neuen und endgültigen Bild.

shaoling
01. September 2004, 21:10
Ihr habt wohl auch nicht viel für bürgerliche Sittenspiele übrig, oder? Tsets...

Entwirker
03. September 2004, 05:03
oftmals sind nicht die bücher langweilig, sondern die leser sind unfähig die bücher zu verstehn.
wer in faust1 keine handlung findet, oder "Meiner Meinung nach ist es schwachsinnig, sich einer Gottheit zu unterstellen, die sich weigert sich zu zeigen oder zu beweisen, dass sie existiert..." schreibt, nachdem er die bibel gar nicht gelesen hat (denn in der bibel offenbart sich gott oft genug), braucht sich über angeblich schlechte bücher gar nicht aufregen ...

shaoling
03. September 2004, 18:01
Oh, Enti!

#2 ... :p

Sholvar
03. September 2004, 20:34
Original geschrieben von @Smacks@

Effi Briest ist locker geschrieben, witzig und man fühlt und leidet sofort mit... Perfekt ausgearbeitete Charaktere und ein Ende das einen in seiner Tragik und seiner Plötzlichkeit einfach mitnimmt ohne das es sich aufdrängt... Wie ein Bild das die ganze Zeit gemalt wird gewinnt Effi Briest auf den letzten 30-40 Seiten auf einmal Farbe und Kontur, bzw. neue Farben und Kontur und alles fügt sich dann zu einem neuen und endgültigen Bild.

Damit magst du ja vielleicht recht haben... aber es kann nicht sein, dass ich auf jeder Seite den einen Absatz, in dem sich wirklich Inhalt befindet aus den ganzen Ortsbeschreibungen raussuchen muss. Besonders da ich durch diese übertreibung im Bereich Umgebung einfach nicht in der Lage bin mir ein Bild vorzustellen... wenn ich was schwarzes sehen will, mache ich die Gardinen zu...

shaoling
03. September 2004, 22:14
Vielleicht solltest du Comics lesen...

CyoZ
07. September 2004, 23:57
Original geschrieben von Kupferstecher
Der kleine Prinz (auch noch auf französisch). Haben wir in der Schule lesen müssen, aber ich habs nicht zu Ende gelesen.

Süskind: Das Parfum - Auch ein seltendämliches Buch, wobei es schon fast wieder so beschissen ist, dass ich es wieder lustig finde ("Der Zeck"). Ich weiß beim besten willen nicht, was alle immer an dem Buch so in den Himmel loben.

Und an Büchern die ich nicht für die Schule lesen mußte: Hohlbein: Dunkel. War irgendwie ziemlich komisch geschrieben und regte nicht wirklich zum weiterlesen an. Ich hab dann nur kurz nachgeguckt wie es ausgeht und es dann zurück in die Bücherei gebracht ;)

Parfum ist eines der geilsten Bücher die ich gelesen haben.. immer wieder erstaunlich wie sich Geschmäcker unterscheiden können.

das feucaulsche pendel (oder so) von eco fand ich schrecklich.. so langweilig und pseudointelektuell

Geckotier
08. September 2004, 00:39
Alfred Andersch - Vater eines Mörders

In dem Buch erzählt anders von dem Vater Heinrich Himmlers, seinem Ex-Direktor. Das ganze Buch spielt während einer einzigen Schulstunde... Irgndwie ist es gar nicht schlecht geschrieben...
Was das eigentlich Miese an dem Buch ist, das Andersch Himmler wirklich kannte ... - aber nur vom Sehen her. Da denkt man, man bekommt evtl. mal einen Einblick hinter die Kulissen der Familie Himmler... und alles was man erfährt ist, -das gibt Andersch sogar zu- praktisch bloses Hörensagen. Viel spannende Handlung hat das Buch meiner Meinung auch nicht. Wie schon gesagt interressant wäre es gewesen mehr vom Charakter Himmlers zu Erfahren... aber alles was man erfährt ist nur angedichtet... totale Zeitverschwendung das Buch...

Und nochmal zur Bibel... das is wirklich pure Geschmackssache find ich...
Außerdem is das Buch von soviel verschiedenen Leuten in so vielen verschiedenen Versionen geschrieben worden, die meiner Meinung nach von mehreren verschiedenen Göttern berichten...
also nur wegen der Bibel würde ich sicher nicht an "Gott" glauben...

mamamia
12. September 2004, 13:44
joseph von eichendorff - aus dem leben eines taugenichts

es geht um einen müllerssohn, der von seinem vater aus dem haus geschmissen wird, der über wien, wo er als bediensteter in einem schloss angestellt ist und sich unglücklich verliebt, nach italien reist und da allerhand erlebt.

buch aus der romantik, irgendwie märchenhaft geschrieben und ziemlich unrealistisch. lesen wir grade in deutsch und ich find es einfach nur _langweilig_ :8[:

shaoling
12. September 2004, 19:31
Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? :mad:

TiCaL[LoT]
13. September 2004, 14:35
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Den Kohlhaas habe ich als ziemlich anstrengend in Erinnerung

Ich fand es eigentlich ziemlich beeindruckend, wie man einzelne Sätze auf ganze Seiten ausweiten konnte.
Ich habe es auch immer wieder gerne versucht, aber meine Deutschlehrerin hat mich jedesmal in meine Schranken verwiesen. :elefant:

0Smacks0
13. September 2004, 14:44
Original geschrieben von LaCiT


Ich fand es eigentlich ziemlich beeindruckend, wie man einzelne Sätze auf ganze Seiten ausweiten konnte.
Ich habe es auch immer wieder gerne versucht, aber meine Deutschlehrerin hat mich jedesmal in meine Schranken verwiesen. :elefant:
Ohja, wer kennt sie nicht die unendlichen kleistschen "dergestalt dass" Konstruktionen. Heute schreibe ich aber nicht mehr dergestalt, dass ich "dergestalt dass" verwende.

Heute steht Klarheit und Deutlichkeit, Einfachheit des Stils ausgerichtet auf den Inhalt im Focus. Wer sich dazu nur schwer hinreißen lassen kann, dem empfehle ich Schopenhauer und Karl Popper.

MasterControlProgram
13. September 2004, 15:57
Original geschrieben von @Smacks@

Ohja, wer kennt sie nicht die unendlichen kleistschen "dergestalt dass" Konstruktionen. Heute schreibe ich aber nicht mehr dergestalt, dass ich "dergestalt dass" verwende.

Heute steht Klarheit und Deutlichkeit, Einfachheit des Stils ausgerichtet auf den Inhalt im Focus. Wer sich dazu nur schwer hinreißen lassen kann, dem empfehle ich Schopenhauer und Karl Popper. diese ausführung genügt mir um sagen zu können, dass ich nichts mehr von dir lesen möchte.

0Smacks0
13. September 2004, 16:01
Original geschrieben von MasterControlProgram
diese ausführung genügt mir um sagen zu können, dass ich nichts mehr von dir lesen möchte.
Und wieso?

shaoling
13. September 2004, 16:55
Weil ihn seit der Lektüre ernste Zweifel an seinen Lesefertigkeiten quälen?



Seit Smacks sich den Wächter ergattert hat, neige ich dazu, ihn mit Laertes zu verwechseln...

MasterControlProgram
13. September 2004, 17:53
das ist natürlich blödsinn. der grund liegt auf der hand und ihn zu erkennen ist keine große sache. viel spass noch hier.

0Smacks0
13. September 2004, 19:22
Original geschrieben von MasterControlProgram
das ist natürlich blödsinn. der grund liegt auf der hand und ihn zu erkennen ist keine große sache. viel spass noch hier.
Der erste Satz war ein Versuch eines Insiderwitzes über Heinrich von Kleists Schreibstil.

Darauf aufbauend der zweite Teil. Da habe ich gesagt, dass man heute deutliche und klare Worte schätzt. Einen klaren Schreibstil eben. Und darauf hin habe ich zwei Philosophen genannt die genau das bis zum Exzess durchgezogen haben. Nämlich klare einfache Sätze. Wenn es jetzt noch für dich wie Blödsinn aussieht bin ich mit meinem Latein am Ende.

MasterControlProgram
13. September 2004, 19:56
mit blödsinn meinte ich nicht deine ausführung. ;)

MordredXiC
14. September 2004, 19:23
so ich habe einen neuen favoriten:
robert musil - der mann ohne eigenschaften
taucht in zahlreichen bestenlisten auf
irgendwo hab ich sogar gelesen "leichte kost"
ich habs abgebrochen, aber werde irgendwann nochmal nen neustart wagen :)

1988WM
15. September 2004, 10:11
sachbüchern ownen
wenn ich was lesen will wo ich ne weile brauch bis ich das versteh kann ich auch deutsch als leistungskurs nehmen

TiCaL[LoT]
15. September 2004, 14:14
Original geschrieben von @Smacks@
Heute steht Klarheit und Deutlichkeit, Einfachheit des Stils ausgerichtet auf den Inhalt im Focus. Wer sich dazu nur schwer hinreißen lassen kann, dem empfehle ich Schopenhauer und Karl Popper.

Wobei ich von Schopenhauer einfach mal aufgrund des Inhaltes abrate. Der Mann hat so viel Blödsinn auf einem Haufen geschrieben, es tut mir noch jetzt in der Seele weh. :8[:

ddv
15. September 2004, 17:04
Effi Briest - ganz Gelesen, da es eventuell in der Abi Klausur dran kommen konnte - ist es jedoch zum Glück nicht.

Der Untertan - Nach der ersten Seite weggelegt, obwohl wir eine Klausur im LK drüber geschrieben haben, konnte jedoch schon in den Stunden der Buchbesprechung nicht mehr vor langeweile

Das Parfum - Langeweile pur...

shaoling
15. September 2004, 19:17
Original geschrieben von KöniG_RaVeN_I.
Effi Briest - ganz Gelesen, da es eventuell in der Abi Klausur dran kommen konnte - ist es jedoch zum Glück nicht.

Der Untertan - Nach der ersten Seite weggelegt, obwohl wir eine Klausur im LK drüber geschrieben haben, konnte jedoch schon in den Stunden der Buchbesprechung nicht mehr vor langeweile

Das Parfum - Langeweile pur...
Original geschrieben von Mordred
so ich habe einen neuen favoriten:
robert musil - der mann ohne eigenschaften
taucht in zahlreichen bestenlisten auf
irgendwo hab ich sogar gelesen "leichte kost"
ich habs abgebrochen, aber werde irgendwann nochmal nen neustart wagen :) Das Parfum kenne ich nicht, aber die anderen würde ich keineswegs als langweilige Bücher einstufen.
Original geschrieben von 1988WM
sachbüchern ownen
wenn ich was lesen will wo ich ne weile brauch bis ich das versteh kann ich auch deutsch als leistungskurs nehmen Stimmt, wieso den Geist auch nicht verkümmern lassen, wenn es das Fernsehen gibt?

0Smacks0
15. September 2004, 19:28
Original geschrieben von LaCiT


Wobei ich von Schopenhauer einfach mal aufgrund des Inhaltes abrate. Der Mann hat so viel Blödsinn auf einem Haufen geschrieben, es tut mir noch jetzt in der Seele weh. :8[:
Der Stil allein macht ihn schon lesenswert. Genauso wie seine Einstellung zum Schreiben.

Natürlich nicht alles als bare Münze nehmen. Z.B. wenn er sich über Frauen äußert...

shaoling
15. September 2004, 19:42
Man dürfte wirklich nicht viel lesen, wenn man nicht in der Lage wäre, gescheit zu lesen...

TiCaL[LoT]
16. September 2004, 21:00
Original geschrieben von @Smacks@

Der Stil allein macht ihn schon lesenswert. Genauso wie seine Einstellung zum Schreiben.

Natürlich nicht alles als bare Münze nehmen. Z.B. wenn er sich über Frauen äußert...

Mir ging es eher um seine an den Haaren herbeigezogenen Thesen des determinierten Menschen, der wie eine Maschine funktioniert.
Mein Lieblingsteil war allerdings der, wo der Mensch sich a priori seinen Charakter aussucht und deswegen, trotz Determinierung, zur Rechenschaft gezogen werden kann.
Nach welchen Kriterien sucht man sich denn bitte einen Charakter aus, wenn man noch keinen hat? :elefant:

0Smacks0
16. September 2004, 21:48
Original geschrieben von LaCiT


Mir ging es eher um seine an den Haaren herbeigezogenen Thesen des determinierten Menschen, der wie eine Maschine funktioniert.
Mein Lieblingsteil war allerdings der, wo der Mensch sich a priori seinen Charakter aussucht und deswegen, trotz Determinierung, zur Rechenschaft gezogen werden kann.
Nach welchen Kriterien sucht man sich denn bitte einen Charakter aus, wenn man noch keinen hat? :elefant:

Na ja, dass würde ich ihm nie ankreiden. Schließlich hatte man ja keine Ahnung damals wie das funktioniert. Z.B. hat Descartes gesagt(Ich hab nichts von Descartes gelesen nur über ihn!), dass man das Gehirn oder den Menschen als Maschine begreifen solle um ihn dann wie eine Zwiebel Schicht um Schicht zu enträtseln.

Und ich meine einen Menschen kann man sich ja als Maschine vorstellen, eine Pumpe ist das Herz etc..

Solche Dinge sind ja bis heute nicht ganz klar erforscht.

Desolator
17. September 2004, 00:22
Original geschrieben von Vogel
Per Anhalter durch die Galaxis (Band)



#2

Doomhammer_1
19. September 2004, 01:42
das tagebuch der anne frank.

wir haben das buch in der schule lesen müssen und es war soo langweilig. einmal streitet sie sich mit ihren eltern, und wieder und 2 seiten später wieder, und große überraschung 5 seiten später schon wieder.
ich hab das buch nicht bis zuim ende gepackt, hab dann die letzen 150 seiten nur noch schnell überflogen.

Heizer2
19. September 2004, 16:00
kafka der prozess und effi briest:kotz:

shaoling
19. September 2004, 17:12
Selber :kotz:, die Bücher sind beide ganz toll. :o

BigBadWolf
19. September 2004, 20:36
shao, du gehst mir auf'n keks

das ist nen subjektives topic und leute sollen die bücher, die IHNEN nicht gefallen haben (geschmack ist btw auch subjektiv), hier reinschreiben.

fontane, kafka, eichendorff etc. sind imho richtig gute schriftsteller, "aus dem leben eines taugenichts" hab ich nur in ausschnitten gelesen, die anderen find ich auch gut...

aber deswegen musst du doch nicht bei _jedem_, der hier _seine meinung_ ablässt, schreiben "och, du hast keinen plan von literatur, das buch is geil, du bist :kotz: - lass es einfach

thx

shaoling
19. September 2004, 22:42
Lass mich doch schreiben, dass ich es anders sehen, wenn ich es möchte. Ich zwinge ja niemandem meine Meinung auf, aber ich würde gerne die Meinung der anderen besser nachvollziehen können.

Außerdem bringt das verdammt nochmal Posts... :o

NuklearNudel
20. September 2004, 01:17
weißer mars, erster sci fi, den nicht zuende gelesen

n/c

0Smacks0
20. September 2004, 02:35
Original geschrieben von Heizer
kafka der prozess und effi briest:kotz:
Der Heizer ist auch von Kafka ;)

1988WM
21. September 2004, 01:01
@ smacks
sachbücher find ich geil weil das mit logik und nachdenken zu tun hat und meiner meinung nach in literatur alles sehr subjektiv ist und man es so sehn kann aber auch anders und dennoch man in der schule eh nur das lernt was sich die germanistik professoren dabei denken ich sag ja nicht das es falsch is aber ich finds halt interessanter etwas über die entstehung des universums z.b. zu wissen anstatt mich zu fragen wie ich den texte deute sicher ein bisschen is okay und muss auch sein aber wenn man zu 6 versgedichten als interpretation über 300 wörter schreibt kann ich das net nachvollziehn
und die die hier sagn das man gewissse bücher gutfinden muss weil es alle gut finden is doch mal schwachsinn jeder hat nen anderen geschmack

0Smacks0
21. September 2004, 01:58
Original geschrieben von 1988WM
@ smacks
sachbücher find ich geil weil das mit logik und nachdenken zu tun hat und meiner meinung nach in literatur alles sehr subjektiv ist und man es so sehn kann aber auch anders und dennoch man in der schule eh nur das lernt was sich die germanistik professoren dabei denken ich sag ja nicht das es falsch is aber ich finds halt interessanter etwas über die entstehung des universums z.b. zu wissen anstatt mich zu fragen wie ich den texte deute sicher ein bisschen is okay und muss auch sein aber wenn man zu 6 versgedichten als interpretation über 300 wörter schreibt kann ich das net nachvollziehn
und die die hier sagn das man gewissse bücher gutfinden muss weil es alle gut finden is doch mal schwachsinn jeder hat nen anderen geschmack

Der Deutschunterricht ist einfach Scheiße. Die Interpretiererei finde ich selbst lächerlich, mit festgeschraubten erzwungen Meinungen erstickt man nur jegliche Begegnung mit Literatur. Man kann leider auch net sagen, das ist gut, das muss man gelesen haben. Subjektiv ist Literatur immer und Unterhaltung sollte sie schon immer sein. Homer schrieb auch seine Odyssee zur Unterhaltung. Allerdings gibt es auch Literatur die einen Zugang zu naturwissenschaftlichen Texten oder anderen Texten zumindest erleichtert. Auch wenn ich es nicht allzu hoch bewerten würde.

Wissenschaftliche Texte lese ich übrigens auch eher als Romane etc. Aber ich finde nicht, dass sie sich widersprechen. Egal Hauptsache man liest. Wer viel liest wird automatisch mit mehr Lesen und mehr Vergleichsmöglichkeiten die Qualität selbst immer besser einschätzen können, wenn er kritisch liest.

BigBadWolf
21. September 2004, 02:37
Original geschrieben von @Smacks@
Der Deutschunterricht ist einfach Scheiße. Die Interpretiererei finde ich selbst lächerlich, mit festgeschraubten erzwungen Meinungen erstickt man nur jegliche Begegnung mit Literatur.ach, bin ich froh, die beste deutschlehrerin im freistaat gehabt zu haben :elefant:

mit dem 2. teil des 1. absatzes (zu faul zum quoten 8[ )haste recht - im vergleich interpretation von literarischen texten - von geschichtlichen texten finden sich so viele gemeinsamkeiten...hab in beiden fächern viel für das andere gelernt und das wirkt sich auch auf andere sachen aus (stichwort verständnis usw.)

0Smacks0
21. September 2004, 14:31
Original geschrieben von BigBadWolf
ach, bin ich froh, die beste deutschlehrerin im freistaat gehabt zu haben :elefant:

mit dem 2. teil des 1. absatzes (zu faul zum quoten 8[ )haste recht - im vergleich interpretation von literarischen texten - von geschichtlichen texten finden sich so viele gemeinsamkeiten...hab in beiden fächern viel für das andere gelernt und das wirkt sich auch auf andere sachen aus (stichwort verständnis usw.)
Wollte nicht alle Deutschlehrer runter machen ;). Ich hatte nur eine richtig gute Deutschlehrerin. Und noch mal zwei, evtl. drei die ok waren.

Mehr Bücher behandeln und lesen, mehr zum Lesen motivieren, würde meiner Meinung nach mehr bringen. Die Lust nach Interpretation kommt dann von selbst, glaube ich.

shaoling
22. September 2004, 17:59
Bei Interpretationen ist das so eine Sache, aber wenn ein Schüler quasi reflexartig versucht, eine Kafka-Erzählung von 1917 auf den Nationalsozialismus zu beziehen, darf der Lehrer sicherlich auch mal "Nein" sagen. ;)

Dass viel zu wenig gelesen wird und die Schule dem nicht entgegenzuwirken vermag, ist bekannt.

0Smacks0
22. September 2004, 21:45
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Bei Interpretationen ist das so eine Sache, aber wenn ein Schüler quasi reflexartig versucht, eine Kafka-Erzählung von 1917 auf den Nationalsozialismus zu beziehen, darf der Lehrer sicherlich auch mal "Nein" sagen. ;)

Dass viel zu wenig gelesen wird und die Schule dem nicht entgegenzuwirken vermag, ist bekannt.

Ja, aber man kann dem doch entgegenwirken und es ist doch auch nicht so schwer... ^^

shaoling
22. September 2004, 21:54
Ein Problem vor allem in Geschichte ist meiner Einschätzung nach, dass den Kindern in der Schule nicht beigebracht wird, die Geschichte in ihrem Gesamtkontext zu begreifen. Meine jetzige Deutsch- und Klassenlehrerin musste im Prinzip den kompletten Bogen vom 17. bis zum 19. Jahrhundert in Europa nachziehen und die haben es nach über einem Jahr noch nicht gerafft. Und das ist wirklich schon auf die aller gröbsten Eckpfeiler bechränkt.
Dadurch kommt dann zustande, dass die Schüler aus Sicht der Schule gar nicht wissen dürften, wer eigentlich Napoleon war, weil das gesamte napoleonische Zeitalter von der Revolution davor bis zur Revolution von 1848 mal eben so wegrationalisiert wurde.
Bitte lieber gar nicht erst darum, Shakespeares ungefähren Lebenszeitraum zu datieren und erwarte bloß nicht, dass jemand Namen wie Hegel, Montesquieu oder Blücher je gehört hat. Die ganze Kulturgeschichte der letzten 3000 Jahre ist in den Köpfern der Kinder im Prinzip nicht vorhanden.
Aber gut, dafür weiß ich aus dem Erdkundeunterricht, welche Früchte ein Bauer in den Anden ab exakt welcher Höhe anbauen kann. Ist doch auch was... :8[:

Es gibt viel zu wenig Unterricht und dieser verkommt dann auch noch zu einer regelrechten Scherzveranstaltung.

MordredXiC
22. September 2004, 21:56
ich finde es muss vor allem die aufgabe der eltern sein, ihr kind zum lesen zu motivieren
die lehrer können da nicht mehr allzu viel bewegen
dann wenn der deutschunterricht wirklich interessant wird (also so ab 9. klasse war das bei mir) befindet man sich eh in einer protesthaltung und es ist grundsätzlich alles scheisse, was man vorgesetzt bekommt
wer davor freiwillig kein buch in die hand genommen hat, wird sich jetzt erst recht sträuben

btw. ich hatte ne richtig gute deutschlehrerin :D

shaoling
22. September 2004, 22:00
Natürlich wird da im Elternhaus viel gepfuscht, aber die wenigsten wissen es ja auch besser.
Die positivsten Ergebnisse erzielt man da noch in Akademikerfamilien, die genügend Verstand besessen haben, um ihren Kindern bis zur Oberschule den Fernsehkonsum zu reglementieren und sie noch selbständig in die Welt der Bücher einzuführen.
Es darf einfach nicht sein, dass für Oberschüler die Lektüre eines literarischen Textes eine schier unüberwindbare Hürde darstellt.
Einerseits hört man von allen Seiten, Deutschland brauche mehr Hochschulabsolventen und Studenten, wenn ich aber sehe, was in Deutschland so Hochschulen besucht, denke ich, wir brauchen ganz etwas anderes...

1988WM
22. September 2004, 22:01
hey die höhernstufen der anden hatte ich letztes jahr
unten tierra caliente dann tierra templada, tierra fria, tierra nevada und tierra helada
müsste stimmen aber ich geb shaolin recht man lernt viel unnützen kram vorallem in den höheren klassen
ich lese recht häufig aber mit interpretieren und sowas komm ich nich zurecht hab heute mein aufsatz wiederbekommen 4 na geil

shaoling
22. September 2004, 22:05
Ich weiß jetzt nicht, ob die Reihenfolge stimmt. ;)

Mit der Interpretation ist das auch so eine Sache. Es fällt natürlich einfacher, ein Werk zu interpretieren, wenn man in der Lage ist, es in einem geistigen Gesamtkontext zu betrachten. Dazu sind eben aufgrund mangelnden Wissens über Kultur- und Literaturgeschichte die wenigsten Schüler in der Lage.

BigBadWolf
23. September 2004, 00:06
ich glaube, du erwartest zu viel von nem "normalsterblichen" 9.- oder 10.-klässler...

ein gewisses geschichtswissen und ein gewisses wissen über literaturepochen sollte zwar vorhanden sein, und auch mir hätte es etwas schneller gehen können. trotzdem muss ich sagen, ich hab mir meine bildung, was geschichts- und literarisches wissen angeht, fast ausschließlich in der sekundarstufe II angeeignet. das lag unter anderem an den wirklich guten lehrern, die ich hatte, aber auch einfach an dem gehobenen alter und dem interesse (das entfachen jenes interesses lag auch teilweise an den lehrern, wenn ich mir überlege, was ich anfang der 11. von deutsch hielt).

warst du nicht recht jung? kein plan...aber wart mal noch ne weile ab. da kommt noch einiges. vor allem im ge-lk hab ich wirklich _einiges_ gelernt (dabei muss ich sagen, 2h sind im gk einfach ein witz für eine ausreichende betrachtung). da wird halt auch bedeutend mehr wert auf fächerübergreifendes wissen gelegt...bei mir zumindest.

und ich denke, ich hab es, was interpretieren von quellen oder gedichten o.ä. angeht, jetzt doch schon einigermaßen drauf...

shaoling
23. September 2004, 00:14
Ich bin elfte Klasse, japp.

Ich bin sowieso nicht der Meinung, dass jeder, der mal Verkäufer, ITler oder so etwas wird, gleich eine komplette Bildung erhalten sollte. Das lohnt sich nicht, weil es teilweise ist, wie Perlen vor die Säue zu werfen.
Da soll man ihnen lieber die Möglichkeit geben, sich früher zu spezialisieren. Da liegt meines Erachtens auch der Knackpunkt in der Selektion unseres Bildungssystems. Ich weiß beispielsweise jetzt schon, dass für mich solche Trend-Berufe nicht in Frage kommen. Trotzdem sitze ich da bis zur 13. Klasse mit Kindern, die dann nach dem Abitur irgendetwas praktisches studieren wollen.
Genauso wenig muss natürlich jemand, der plant, nach der zehnten Klasse eine Ausbildung zu machen, genau dieselbe Grundlagenkenntnis besitzen wie jemand, der bis zur 13. Klasse geht, um dann zu studieren und unter die Akademiker zu gehen.
Natürlich ist es schwierig, da ein geeignetes System zu finden, weil viele sich lange nicht festlegen wolllen, was sie denn nun machen, aber eine gesunde Selektion sollte selbstverständlich immer die Möglichkeit offen lassen, den Zweig noch zu wechseln, wenn man dazu fähig ist.

0Smacks0
23. September 2004, 00:45
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Ein Problem vor allem in Geschichte ist meiner Einschätzung nach, dass den Kindern in der Schule nicht beigebracht wird, die Geschichte in ihrem Gesamtkontext zu begreifen. Meine jetzige Deutsch- und Klassenlehrerin musste im Prinzip den kompletten Bogen vom 17. bis zum 19. Jahrhundert in Europa nachziehen und die haben es nach über einem Jahr noch nicht gerafft. Und das ist wirklich schon auf die aller gröbsten Eckpfeiler bechränkt.
Dadurch kommt dann zustande, dass die Schüler aus Sicht der Schule gar nicht wissen dürften, wer eigentlich Napoleon war, weil das gesamte napoleonische Zeitalter von der Revolution davor bis zur Revolution von 1848 mal eben so wegrationalisiert wurde.
Bitte lieber gar nicht erst darum, Shakespeares ungefähren Lebenszeitraum zu datieren und erwarte bloß nicht, dass jemand Namen wie Hegel, Montesquieu oder Blücher je gehört hat. Die ganze Kulturgeschichte der letzten 3000 Jahre ist in den Köpfern der Kinder im Prinzip nicht vorhanden.
Aber gut, dafür weiß ich aus dem Erdkundeunterricht, welche Früchte ein Bauer in den Anden ab exakt welcher Höhe anbauen kann. Ist doch auch was... :8[:

Es gibt viel zu wenig Unterricht und dieser verkommt dann auch noch zu einer regelrechten Scherzveranstaltung.

Genau dieses grobe herunterbrechen ist der Fehler... Wenn man die Sachen versucht mundgerecht herüberzubringen mit den wichtigsten Daten, wird das Gehirn kaum gefordert, es ist langweilig und man schaltet automatisch ab.

Man darf nicht alles vorkauen, man muss auch das Gehirn fordern und die Neugier wecken. Das macht man am besten in dem man tiefer einzelne Themen behandelt. In der Helene Lange Gesamtschule wird beim Schwerpunkt Antike dann eben z.B. nur die römische Geschichte durchgenommen, dafür dann aber auch vernünftig. Und so das man es versteht. Geschichte besteht ja nicht aus Daten, Geschichte kann man auch mit Emotion und Spannung und faszinierend herüberbringen. Unser Bildungssystem hat nicht verstanden, dass es besser ist hinabzutauchen in Themen, sie richtig zu behandeln.

Wer noch nie was gehört hat von Geschichte, für den ist 1848 einfach nur ne Zahl, ne Anreihung von Daten und Persoen. Nicht mehr.

shaoling
23. September 2004, 17:16
Entweder hast du mich falsch verstanden, oder unsere Meinungen gehen hier auseinander.

Ich will versuchen, es an einem Beispiel aus meiner heutigen Geschichtsstunde zu erklären.
Wir beschäftigen uns momentan mit der Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen. Zu diesem Zweck haben wir unter anderem zwei Texte des Dichters Ernst Moritz Arndt gelesen - einen von 1803, den anderen von 1813. Naja, vielleicht kannst du dir den Unterschied vorstellen, aber auf den Inhalt wollte ich eigentlich auch gar nicht hinaus.
Eine Schülerin meldete sich und bemerkte, es sei verwunderlich, wie ein Mensch seine Einstellung binnen zehn Jahren so radikal ändern kann. Daraufhin die Frage meiner Lehrerin, was denn in den zehn Jahren dazwischen so geschehen sei. Elfte Klasse, Gymnasium, Schweigen im Walde...
Lehrerin rückt schließlich heraus: Zu dieser Zeit fanden die sogenannten Befreiungskriege gegen Napoleon statt. "Aha, richtig, hab ich schonmal von gehört..."

Das ist es, was ich meine: Der durchschnittliche Schüler ist einfach nicht in der Lage, die Geschichte in ihrem Gesamtkontext zu erfassen. Da existiert nicht das geringste Verständnis für die Weltgeschichte als Kollektivsingular. Hier und da mal einzelne Bröckchen, aber diese dynamische und nahtlos ineinander übergreifende Entwicklung, wie du sie auch benannt hast, wird einfach übergangen.
Ich habe mich doch niemals für das pure Herunterleiern von Daten ausgesprochen, im Gegenteil. Aber wenn man beispielsweise von deutsch-französischen Beziehungen gegen Anfang des 19. Jahrhundertes hört, dann müssen doch da zumindest ein paar Glöckchen zu läuten beginnen.
Natürlich kann es Vorteile haben, sich mit gewissen Epochen eingehender zu beschäftigen und das ist sicherlich notwendig, aber es darf doch nicht sein, dass da über mehrere hundert Jahre der Weltgeschichte ein gewaltiges Loch klafft, in dem völlige Finsternis herrscht.
Du hast allerdings richtig angesprochen, dass schon die Grundeinstellung der Kinder völlig missraten ist. Wenn man da von Geschichte spricht, verbinden das die meisten mit einem gewaltigen Vakuum, das sowieso kein Mensch verstehen kann und dessen Inhalt schon nicht so wichtig sein wird, dass er es wert wäre, ergründet zu werden. Diese Einstellung ist für mich einfach undenkbar, wo Geschichte doch so wunderbar ist.
Genau an dieser Stelle setzt dann nämlich auch die Lernkompetenz aus: Wenn man nur hier und da ein paar einzelne Häppchen serviert bekommt, fällt es einem natürlich schwerer, sich das Menü zu merken, als wenn man es einmal im ganzen gekostet hat.

Ich weiß es nicht, vielleicht erwarte ich viel zu viel. Aber dann wären wir wieder beim schwierigen Thema der Selektion...



[edit]
Kleiner Nachtrag zu den Daten: Ich weiß, dass gerade neuerdings immer alle Welt zu betonen versucht: "Geschichte ist viel mehr als bloß Daten." Das mag ja stimmen, aber man darf Daten auch nicht völlig entmündigen, denn sie sind nun einmal Eckpfeiler, die für die Orientierung in der Weltgeschichte unerlässlich ist. Umso wichtiger ist es, dass die Daten nicht zu weit auseinander klaffen und in einem inhaltlichen Bezug zueinander stehen. Wenn man nämlich diese Daten, die zunächst einmal schroff und abweisend wirken mögen, irgendwann spielend miteinander verknüpfen kann, fällt es auch wesentlich leichter, sich Inhalte, Ereignisse und Daten einzuprägen.

MordredXiC
23. September 2004, 19:36
Ich muss hier einmal shao beipflichten.

Ich finde auch es ist viel wichtiger Geschichte in ihrem Gesamtkontext zu begreifen, Entwicklungen sichtbar zu machen und Schlüsse daraus zu ziehen, als stundenlang irgendwelche blöden Daten einzutrichtern oder sich an (für den Einzelnen sicher interessanten, aber für die Großzahl überflüssigen) Details festzubeißen.

Aber wahrscheinlich ist dieser Anspruch zu groß, weil die Lehrer, die ich bis jetzt erlebt habe, wohl selber nicht in der Lage waren Geschichte wirklich zu begreifen.

Ich habe letztes Semester eine interessante Vorlesung zum Thema Geschichte der internationalen Beziehungen gehabt. Die Vorlesung war ein Traum, der Referierende genial und ich will ohne zu übertreiben behaupten, ich habe in einer Vorlesung sprich 90 Minuten mehr über Geschichte gelernt, als in 12 Jahren Schule. Erst nach dieser Vorlesung konnte ich z.b. erkennen, was für eine Tragweite z.b. Ereignisse wie die Franz. Rev. auf die europäische und die Weltgeschichte hatten oder was sich schon vor 500 Jahren für Strukturen ergeben haben, die heute noch das Weltgeschehen prägen, während ich zwar aus der Schule noch wusste an welchem Tag der Sturm auf die Bastille oder der 30jährige Krieg war, aber außer mit auswendig gelerntem Wissen, diese Ereignisse nicht wirklich einordnen bzw. mir über ihre wirkliche Bedeutung klar werden konnte.

Also shao es gibt noch Hoffnung, nach der Schule wichtige Sachen zu erfahren ;).

0Smacks0
23. September 2004, 20:40
Wenn du nur eine Spanne wie die von meinetwegen 1800-1815 meinst, sehe ich kein Problem warum man die nicht so wie von dir beschrieben, mit all ihren Facetten durchnehmen sollte. Das widerspricht nicht meiner Meinung. Vielleicht haben wir aneinander vorbei geredet.

Um z.B. diese verwirrenden 15 Jahre darzustellen, gut darzustellen und die ganze Politik u.s.w. dahinter zu beleuchten, reicht ja ein Jahr kaum. Hat man diese 15 Jahre aber mal richtig verstanden, evtl. noch die Neuordnung auf dem Wiener Kongress, dann ist man schon weit. Mehr kann man aber denke ich kaum im Zusammenhang durchnehmen, da schlicht die Zeit nicht reicht. Bevor man also grob alles abzustecken versucht, greift man sich besser einen Schwerpunkt heraus und nimmt den dann aber richtig durch, so dass man es auch versteht. WObei das Jahr 1800 als Startjahr vielleicht etwas blöde jetzt von mir ausgewählt ist...

shaoling
23. September 2004, 22:26
Naja, das Studium der Geschiche ist für mich sowieso eine Passion. ^^

Das Schwierige ist eben nur, dass der Unterricht einfach so oberflächlich ist. Man hat im Grunde nicht einmal genügend Freiraum zum Spielen. Es ist eigentlich immer dasselbe: Quelle lesen, Unterstreichungen durchführen, Gedanken machen, Fragen der Lehrerin beantworten. Bei soviel Routine setzt es bei mir aus. :dead:

So allgemein gesehen, finde ich Schule zur Zeit aber recht amüsant. :eek:

Yussuf
26. September 2004, 15:25
Das uebelste Buch, von den gut 40, die ich in den letzten fuenf Monaten gelesen habe war "Song for the Basilisk" von Patricia A. McKillip, das habe ich dann auch nach 200 Seiten weggelegt.

Ulysses hab ich gerade die deutsche Uebersetzung vom Suhrkamp Verlag fertig gelesen. War imho keine verschwendete Zeit.

Zur Geschichte: Ich halte mich fuer einen doch relativ gebildeten Menschen, aber bestimmte Dinge, wie z.B. die Geschichte Europas interssieren mich einfach nicht die Bohne. Genausowenig wie klassische Musik.

Yussuf

lemontree
26. September 2004, 23:10
Original geschrieben von Yussuf
Ulysses hab ich gerade die deutsche Uebersetzung vom Suhrkamp Verlag fertig gelesen. War imho keine verschwendete Zeit.

Zur Geschichte: Ich halte mich fuer einen doch relativ gebildeten Menschen, aber bestimmte Dinge, wie z.B. die Geschichte Europas interssieren mich einfach nicht die Bohne. Genausowenig wie klassische Musik.


Dass man sich beispielsweise nicht für klassische Musik begeistern kann ist zwar schade, aber verständlich, aber gerade Geschichtskenntnisse runden eine umfassende Bildung doch ab, indem man Kunst, Literatur und Musik in den geschichtlichen Zusammenhang einordnen und dadurch viel besser verstehen kann.

Zum Ulysses: Das einzige Buch, dass ich bisher nach einiger Zeit weggelegt hab. Ich werd auf jeden Fall noch mal anfangen, aber für mich wurds irgendwann unerträglich, bin aber auch kaum zum Lesen gekommen und konnte den Zusammenhang deshalb kaum erfassen.

Shao muss ich, was den Geschichtsunterricht recht geben, wobei auch viel an den Schülern liegt. Ich bin jetzt acuh in der 11. Klasse, und mein letzter Geschichtslehrer war sehr auf Zusammenhänge bedacht und hat wirklich guten Unterricht gemacht, trotzdem hats scheinbar niemand aus meiner Klasse verstanden, die meisten waren von Anfang an desinteressiert. Naja, und zur Zeit haben wir überhaupt keinen Geschichtsunterricht. :(

shaoling
26. September 2004, 23:17
Naja, es ist einfach, die Schuld den Schülern zuzuschreiben, aber sie dir doch an, in welch einer Welt die Kinder aufwachsen. Da kann man einfach nicht von jedem erwarten, dass er von sich aus eine solche Lern-Eurphorie entwickelt. Allerdings überschreitet eine solche Einflussname auch den Kompetenzbereich der Schule und im Elternhaus werden solche Grundsätze für gewöhnlich auch in eher durchwachsener Form oder gar nicht vermittelt.
Ich bin sowieso der Meinung, dass nicht jeder Mensch eine umfassende humanwissenschaftliche Bildung genießen muss. Wer sich für so etwas nicht interessiert, soll meinetwegen früher mit einer praktischen Ausbildung beginnen und dann mit 18 schon Geld verdienen gehen. Schwierig ist natürlich, wie man diese Selektion genau gestalten will, denn eine Selektion muss stattfinden.
Wenn man sich einmal ansieht, wie wenige der Oberstufenabsolventen tatsächlich das Studium beenden, wird klar, dass bei der momentanen Selektionsschwäche niemandem geholfen ist: Die intellektuell Empfänglicheren werden durch die Unwilligen in ihrem Lernvorgang behindert, während diese sich mit Stoff herumplagen müssen, mit dem sie gar nichts anfangen können, geschweige denn wollen.
Eine gewisse Grundbildung muss natürlich jedes künftige Mitglied unserer Gesellschaft vermittelt bekommen, aber wie weit diese gehen sollte, steht auf einem anderen Blatt.

lemontree
26. September 2004, 23:34
Natürlich ist das ganze ein gesellschaftliches Problem, und es ist eine Schande, dass sich Gymnasiasten nicht mehr für unsere Geschichte begeistern lassen. Trotzdem sollte man eine humanwissentschaftliche Bildung so weit, wie denn möglich vermitteln, und es ist schwer, schon so früh zu selektieren. Ich interessiere mich beispielsweise sehr für Geschichte und Literatur, würde aber dennoch erwägen, Chemie zu studieren. Andererseits wird sich der Interessierte natürlich gewisse Kenntnisse sowieso von selbst aneignen, und ich wäre anspruchsvollerem Geschichts- und Deutschunterricht nicht abgeneigt.

shaoling
26. September 2004, 23:46
Tja, die Bildung zu institutionalisieren bedeutet nun einmal, sie zu verallgemeinern. Dass es dabei zu Aderlassen kommen muss, sollte klar sein. Ich bin jedoch nicht der Meinung, dass diese auf ein Minimum reduziert sind, was mich schon allein deswegen stört, weil ich mit dem Ergebnis leben muss.

Aber nun wünsche ich eine geruhsame Nacht. Morgen Deutschklausur: Kafka. ;)

lemontree
26. September 2004, 23:50
Was denn von Kafka? Naja, viel Glück :)

BigBadWolf
27. September 2004, 00:18
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Naja, es ist einfach, die Schuld den Schülern zuzuschreiben, aber sie dir doch an, in welch einer Welt die Kinder aufwachsen. Da kann man einfach nicht von jedem erwarten, dass er von sich aus eine solche Lern-Eurphorie entwickelt. Allerdings überschreitet eine solche Einflussname auch den Kompetenzbereich der Schule und im Elternhaus werden solche Grundsätze für gewöhnlich auch in eher durchwachsener Form oder gar nicht vermittelt.
Ich bin sowieso der Meinung, dass nicht jeder Mensch eine umfassende humanwissenschaftliche Bildung genießen muss. Wer sich für so etwas nicht interessiert, soll meinetwegen früher mit einer praktischen Ausbildung beginnen und dann mit 18 schon Geld verdienen gehen. Schwierig ist natürlich, wie man diese Selektion genau gestalten will, denn eine Selektion muss stattfinden.
Wenn man sich einmal ansieht, wie wenige der Oberstufenabsolventen tatsächlich das Studium beenden, wird klar, dass bei der momentanen Selektionsschwäche niemandem geholfen ist: Die intellektuell Empfänglicheren werden durch die Unwilligen in ihrem Lernvorgang behindert, während diese sich mit Stoff herumplagen müssen, mit dem sie gar nichts anfangen können, geschweige denn wollen.
Eine gewisse Grundbildung muss natürlich jedes künftige Mitglied unserer Gesellschaft vermittelt bekommen, aber wie weit diese gehen sollte, steht auf einem anderen Blatt. #2

und da kommt mir bei den ideen, die unsere glorreiche cdu-spd koalition hier in sachsen jetzt mit 8 jahren gemeinsame schule hat, doch hart das kotzen (neben dem fakt, dass dann die etwas intelligenteren kinder noch länger mit assis abhängen dürfen und die wirklich begabten kinder _gar nicht mehr_ gefördert werden können).

allerdings: hab mir jetzt mal meinen geschi-hefter der 11./12. klasse angeguckt (ein großer ordner) und hab nen "test" zum wissensstand des kurses von anfang der 11. gefunden - omg, was hab ich gelacht. stresemann, ribbentrop und rathenau waren eben botschafter, hitler wurde zum bundeskanzler gewählt, ich hatte keinen schimmer, was 1815 war und das _erste_ deutsche reich wurde 1878 ausgerufen O_o

das war vor 2 jahren...und jetzt? könnt ich dir wie aus der pistole locker ereignisse zu 50-60 jahreszahlen aus'm 19. jahrhundert erzählen (ohne auch nur ein einziges mal daten gelernt zu haben - die sind mit den zusammenhängen hängengeblieben), könnte dir ne halbe stunde nen vortrag über die unterschiede der besatzungspolitik in wbz und sbz halten usw...naja - vor der 11. war ich geschichtlich nur mäßig interessiert, hatte zwar nen coolen, aber nicht sooo fähigen lehrer. und in 11 und 12 wurde meine leidenschaft unter anderem durch eine wahnsinnig kompetente lehrerin und ihrer unterrichtsweise geweckt.

von daher können mich alle, die sagen - jo, meine 10-klässler freunde wissen gar nix - nicht wirklich überzeugen, war auch net anders

btw: kafka rockt...die parabel "gib's auf" war thema meiner deutsch mündlichen prüfung. sehr geiles ding.

shaoling
27. September 2004, 00:40
Die mit dem Schutzmann? :)

Wir werden wohl zwischen Die Verwandlung und Ein Bericht für eine Akademie wählen dürfen. Ich werde mich wohl für letzteren entscheiden und ihn gleich vor dem Schlafengehen nochmal lesen.

BigBadWolf
27. September 2004, 00:53
Original geschrieben von sHaO-LiNg
Die mit dem Schutzmann? :)

Wir werden wohl zwischen Die Verwandlung und Ein Bericht für eine Akademie wählen dürfen. Ich werde mich wohl für letzteren entscheiden und ihn gleich vor dem Schlafengehen nochmal lesen. jope.

bericht für eine akademie sagt mir nix, sorry -.-

aber wie ich die sache sehe, habt ihr eh schon stundenlang in der schule drüber gefachsimpelt. das fand ich immer scheisse. ne interpretation von dingen, über die man vorher schon gesprochen hat...sinn?

Yussuf
27. September 2004, 05:01
Geschichte ist schoen und gut, aber ich finde es doch um einiges wichtiger, zumindest solide Grundkenntnisse in Mathematik zu vermitteln. Was ich in meinem taeglichen Leben an Anumerikern ertragen muss, ist ein Schlag ins Gesicht des deutschen Bildungswesens. Ein Kumpel von mir hat mal miterlebt, dass ein Balg im Supermarkt 1.50 Euro - 80 Cent mit seinem Handy ausgerechnet hat...

Das gleiche gilt fuer Grammatik, Rechtschreibung und den Sprachwortschatz. Teilweise muss ich meinem Bruder (der in seinem Leben noch keine zehn Buecher gelesen hat) Saetze aus seinen Uniskripten "uebersetzen", weil er die Bedeutung mehrerer Woerter nicht kannte.

Was auch bei vielen Leuten fehlt (bevor ich ueberhaupt mit Bildung anfangen wuerde) ist gesunder Menschenverstand. Unbedgruendete Aengste (keine Ahnung von Stochastik), Starkult, Markenbewusstsein, Statussymbole, Gruppenzwang/Herdentrieb, etc. Aber ich schweife ab...

Dreamcatcher von Stephen King habe ich nach ca. 50 Seiten weggelegt, weil es mich nur gelangweilt hat. Und ein Buch ueber Pilates (komische Koerperertuechtigungsmethoden, der neueste Schrei in den USA) habe ich nach ein paar Kapiteln zurueck in die Buecherei gebracht.

Yussuf

shaoling
27. September 2004, 19:56
Ja, schön... dein Name steht übrigens auch links neben deinem Beitrag. ;)

lemontree
27. September 2004, 21:51
Original geschrieben von Yussuf
Geschichte ist schoen und gut, aber ich finde es doch um einiges wichtiger, zumindest solide Grundkenntnisse in Mathematik zu vermitteln. Was ich in meinem taeglichen Leben an Anumerikern ertragen muss, ist ein Schlag ins Gesicht des deutschen Bildungswesens. Ein Kumpel von mir hat mal miterlebt, dass ein Balg im Supermarkt 1.50 Euro - 80 Cent mit seinem Handy ausgerechnet hat...

Das gleiche gilt fuer Grammatik, Rechtschreibung und den Sprachwortschatz. Teilweise muss ich meinem Bruder (der in seinem Leben noch keine zehn Buecher gelesen hat) Saetze aus seinen Uniskripten "uebersetzen", weil er die Bedeutung mehrerer Woerter nicht kannte.

Was auch bei vielen Leuten fehlt (bevor ich ueberhaupt mit Bildung anfangen wuerde) ist gesunder Menschenverstand. Unbedgruendete Aengste (keine Ahnung von Stochastik), Starkult, Markenbewusstsein, Statussymbole, Gruppenzwang/Herdentrieb, etc. Aber ich schweife ab...


Natürlich ist das noch wichtiger, und vor allem teilweise auch Grundlage für ein Studium der Geschichte, allerdings kann sich jemand, der damit Probleme hat, auch nicht als gebildeter Mensch bezeichnen.


Original geschrieben von BigBadWolf
aber wie ich die sache sehe, habt ihr eh schon stundenlang in der schule drüber gefachsimpelt. das fand ich immer scheisse. ne interpretation von dingen, über die man vorher schon gesprochen hat...sinn?

Kaum einer...naja, man kann sich seine 1 abholen, ohne das Buch gelesen zu haben.
Verwandlung hab ich privat gelesen, gefiel mir sehr, Bericht für eine Akademie sagt mir auch nichts..

shaoling
28. September 2004, 16:31
So habe ich es in unserem Aufsatz über Michael Kohlhaas gemacht. Allerdings war es auch eine recht abstrakte Erörterung, in der ich mich kaum auf den Text beziehen musste. Das Lesen habe ich selbstverständlich nachgeholt.

Ein Bericht für eine Akademie würde ich euch auf jeden Fall mal ans Herz legen, wenn ihr Kafka mögt. ;)

Btw, das Aufsatzthema, das ich aus drei möglichen ausgewählt habe:
"Ein Mensch, dem jede Selbstverwirklichung versagt bleibt, verkommt zwangsläufig zum Ungeziefer." (oder so ähnlich)
Erläutern sie dieses Zitat in Bezug auf Franz Kafkas Erzählung "Die Verwandlung" und beziehen sie dazu Stellung.

Mal gucken, was daraus wird. Mein Stil stößt sich recht gründlich mit dem Lehrbuchstil, den meine momentane Deutschlehrerin bevorzugt...

Atron
28. September 2004, 21:56
Effi Briest war in der Tat ziemlich langweilig. Ich habe es zu zwei Dritteln gelesen und den Rest in einer Zusammenfassung nachgesehen - da in dem Buch sowieso nichts passiert, war das kein Problem und es hat auch für 13 Pts im Deutsch-LK-Abi gereicht.

Faust II ist auch ziemlich anstrengend. Faust I ist ja wenigstens noch einigermaßen deutlich in seiner Erzählung und hat eine nachvollziehbare Geschichte, aber Faust II ist mal total Banane. Habs nach etwa der Hälfte weggelegt.

lemontree
29. September 2004, 00:11
Bericht für eine Akademie hab ich grad mal gelesen, gefällt mir. Aber eine Klausur würd ich wohl auch lieber über die Verwandlung schreiben.
Aber bisher hab ich in der Schule weder Kafka, noch Kleist gelesen, nur haufenweise Schiller. Nicht, dass mir der nicht gefällt, aber um Schüler für klassische Literatur zu begeistern ist er wohl die falsche Lektüre...

shaoling
29. September 2004, 00:30
Hm, najo, das kommt darauf an. :D
Ich finde Kafka geeignet und eigentlich akzeptiert die Klasse ihn auch. Wir haben beispielsweise nie Schiller gehabt, der für den durchschnittlichen Schüler von heute wohl in der Tat nicht immer die pure Freude wäre. ;) In der achten haben wir mit dem Hauptmann von Köpenick angefangen und dann beim neuen Lehrer in der neunten Nathan und den Kohlhaas gehabt. In der zehnten und elften haufenweise Lyrik und jetzt mit Kafka erst wieder größere Lektüren. Aber was will man machen; Deutsch ist in meinen Augen mit drei Wochenstunden unterbesetzt.
Doch nun, mich stört es nicht. Wozu hat man Freizeit? :p

Majorsnake
29. September 2004, 14:50
Ich hatte bisher noch nie son richtig langweiliges Buch. Aber mein Sportlehrer meinte, der Zauberberg soll absolut langweilig und öde sein.

Kaatztier
29. September 2004, 22:39
Hm ist ja interessant, wie man auf seine Bildung abgehen kann. Das das alles am Ende genauso pseudointellektuell ist, wie das was die anderen von sich geben, mag einen da nicht stören, man kann es ja mit "gewählter Sprache", die einem durch das Studium von Büchern zugute kommt, kaschieren.
Aber am Ende isses doch interessant, dass man sich auch auf den eigenen Geist einen runterholen kann, nicht?

MyMind
01. Oktober 2004, 15:23
sämtliche stephen-king-bücher sind ausnehmend grottig geschrieben

beigbeder roxxx

Pulex
02. Oktober 2004, 00:49
ich find die leiden des jungen werthers abartig schlimm. musste es auch in der schule lesen, und keiner meiner classm8s hat es gut gefunden. ich finds einfach schlimm, dass man in der schule zu sowas "gezwungen" wird. ok, man sollte wissen wer goethe war, aber deswegen gleich ein buch zu lesen ? ich mein, wens interessiert, der soll in die bibliothek gehen. wenn ich von der schule aus schon was lesen muss, dann sollte das wenigstens was modernes sein. homo faber hat mich zwar zum beispiel nicht gerade vom hocker gehaun, aber es war wenigstens einigermaßen interessant. man konnte es lesen. das war bisher das einzige moderne buch, das wir im unterricht behandelt haben. mit ausnahme von peter stamms agnes, aber das ging auch noch. aber solche alten bücher treffen einfach den geschmack der heutigen jugend nicht un schrecken sie eher vom bücher lesen ab, als dass sie sie dazu bringt, in ihrer freizeit mal ein buch zu nehmen.

shaoling
02. Oktober 2004, 02:38
Bei der Annahme, die Hauptaufgabe des Schulunterrichts bestünde darin, die Schüler anzutörnen, handelt es sich leider um einen verbreiteten Trugschluss.
Im Grunde ist es aber auch egal, da der Jugend von heute eh nicht mehr zu helfen ist...



Ich würde mir übrigens selbst mal an den intellektuellen Kopf fassen, wenn ich gezwungen wäre, in derart abfälliger Weise über den Werther zu reden.

Yussuf
02. Oktober 2004, 18:33
Original geschrieben von My_Mind
sämtliche stephen-king-bücher sind ausnehmend grottig geschrieben

beigbeder roxxx

Ich hab grade For a Buick8 gelesen, das ist imho definitiv nicht grottig.

Yussuf

MyMind
07. Oktober 2004, 19:57
naja, ich lass ja jedem menschen seine kleineren und größeren fehler :D

Grumel
10. Oktober 2004, 06:30
Das Thema hier is lustig ^^, so nun habe aber jedes Forum durch. Glitt so richtig schön ab, vom schlechtesten Buch zu Schule Geschichtsunterricht / Deutschunterricht .......

Als leidenschaftlicher Masstext ohne Punkt Komma aber mit Rechtschreibfehlern Spamer kann ichs natürlich nicht lassen auch hier zu allen Themen meinen Senf dazu zu geben.

Zunächst das schlimmste Buch. Ganz klar wie bei jedem irgendeines zu man in der Schule gezwungen wurde, ansonsten läst mans ja.

Vom schlimmsten is mir leider der Name entfallen. Aber grundsätzlich ging mir alles auf den Wecker was so zwanghaft politisch korekt, ziemlich kurz und mit sehr unkomplexer Handlung ausgestattet war. Ich glaube solche Bücher über Hitler & Juden sind der beste weg rechten Parteien Wähler zuzutreiben. Atomarer Weltuntergang war auch noch so ein Thema.

Am schlimmsten in Erinnerung ist mir ein sehr kurzes englisches Buch über ein U-Bot das den atomaren Weltuntergang erlebt in Erinnerung. Die damals aktuelle Einstellung zu Schule allgemein und der Lehrerin mag aber auch eine Rolle gespielt haben.
PS: Weis wer welches Buch das gewesen sein Könnte ? - werden ja net alzuviele Bücher zu dem Thema erschienen sein.
Theaterstücke zu lesen fand ich auch immer recht absurd.

Tja der Zusammenhang zwischen Deutschunterricht / Textverständnisfähigkeit. Der is für mich nahezu nicht gegeben. Denn Textinhalte zu verstehen ist ja nicht gerade ein Schwerpunkt des Deutschunterrichtes. Geht ja viel mehr darum einen tiefergehenden Sinn an den Haaren herbeizusuchen am besten noch verdammt politisch Korrekt - der hat aber dann meist so wenig Bezug zum realen Textinhalt, das das Verständnis unnötig wird. Auch die Erkennung von Stielmitteln halte ich für hm wie soll ich sagen völlig überflüssig. Ich persönlich würde ja viel dafür geben wenn der Deutschunterricht sich einfach darauf beschränken würde die Schüler zu ermutigen und anzuregen zu lesen - egal was. Also um himmels willen kein Bezug auf "Klassiker". Dazu Textverständnis ...... Und wenn schon soviel Wert auf eine art "Literaturgeschichte" gelegt wird dann bitte einer repräsentativeren Auswahl - es sollte Kein Jambre fehlen. Leider tun das aber fast alle. Auch könnte man ruhig bis in die Neuzeit gehn. Und ich denke da nicht ( nur ) an die Blechtrommel falls die damals schon gab, sondern eher an Bücher wie der Herr der Ringe oder die deutschen Heftromanserien.

Wenn ich überlege was ich Selbst über Literatur weis, so beschränkt sich das irgendwo auf Science Fiction / Phantasie
und noch bischen Schul / Feuliton Bildungsliteratur - eben weil mans in der Schule lernt und auch bequemer als alles Andere in jeder Bibliothek findet. Das mag auch an meiner eigenen Engstirnigkeit liegen, aber sollte die Schule nicht grade der entgegenarbeiten ? Aber die Schule machte das Gegenteil - sie engte einen eher noch mehr nur Auf Klassiker oder wie heisst da noch diese andere Absurde unterscheidung unterhaltende und bildende literatur - Verdammt in dieser heutigen Zeit ohne literarisches Quartet geht einem doch glatt das Wissen um die Geheimsprache der Deutschen Bildungselite verloren.

In dem Zusammenhang schleifen meine Gedanken doch glatt noch zum meiner ansicht nach absurdesten Fach deutscher Schulen - Latein ( zusammen mit Altgriechisch ). Erinnerungen werden wach, an Lehrer die krampfhaft versuchten in Fächern wie Geschichte Deutsch Englisch Sozialkunde usw die Bedeutung dieser wichtigen Sprache hervorzuheben indem sie die Bedeutung irgendwelcher Wörter sich erklären wollten. Mit dem hinweis das das doch dijenigen die Latein lernen wissen müssten oder bedauernd fesstellen das ja in der Klasse keiner Latein kann und von daher jedem der sinn dieser wichtigen Wörter im verborgenen bleiben müsse. Bedauerlicherweise wusste sie dann aber meist jemand der Französisch hatte - einfach weil er wenn er das Wort net eh kannte - aus dem Zusammenhang geschlossen hat. Der emsige Lateinvokabelpauker dagegen scheitert am Veränderungsprozess den die Wortbedeutung in der Zwischenzeit genommen hat.

Ich liebe es vom Thema abzukommen. Achja da war doch nochwas Geschichte. Aber das war irgendwie langweilig keine wirklichen Streitereien und auch keine Meinung von Mir die dem gesagten stark zuwiderlaufen würde. Das ist nicht der Sinn eines Forums ich will Streit !!!!

Achja in meiner Klasse damals hat paar Werther gefallen. Und ja irgendwie mir auch, ging schön schnell an einem Abend zum durchlesen und ausserdem hatte ich schon das schlimmste befürchtet. Von daher kam vielleicht noch der Erleichterungseffekt hinzu. In diesem Sinne - guten Morgen.

shaoling
14. Oktober 2004, 02:02
Wir verfügen hier in Deutschland leider über keinen einheitlichen und im Grunde über gar keinen Bildungskanon, der vermittelt werden könnte.
Deine Ansicht erscheint mir aber durchaus widersprüchlich, was ich an ein paar Beispielen erklären möchte.

Original geschrieben von Grumel
Tja der Zusammenhang zwischen Deutschunterricht / Textverständnisfähigkeit. Der is für mich nahezu nicht gegeben. Denn Textinhalte zu verstehen ist ja nicht gerade ein Schwerpunkt des Deutschunterrichtes. Geht ja viel mehr darum einen tiefergehenden Sinn an den Haaren herbeizusuchen am besten noch verdammt politisch Korrekt - der hat aber dann meist so wenig Bezug zum realen Textinhalt, das das Verständnis unnötig wird. Auch die Erkennung von Stielmitteln halte ich für hm wie soll ich sagen völlig überflüssig. Ich persönlich würde ja viel dafür geben wenn der Deutschunterricht sich einfach darauf beschränken würde die Schüler zu ermutigen und anzuregen zu lesen - egal was. Also um himmels willen kein Bezug auf "Klassiker". Dazu Textverständnis ...... Und wenn schon soviel Wert auf eine art "Literaturgeschichte" gelegt wird dann bitte einer repräsentativeren Auswahl - es sollte Kein Jambre fehlen. Leider tun das aber fast alle. Auch könnte man ruhig bis in die Neuzeit gehn. Und ich denke da nicht ( nur ) an die Blechtrommel falls die damals schon gab, sondern eher an Bücher wie der Herr der Ringe oder die deutschen Heftromanserien.Textverständnisfähigkeit ist schon einmal der völlig falsche Begriff. Die Fertigkeit, Texte zu verstehen, ist natürlich immens wichtig und so mancher Gymnasiast lässt es daran mangeln. Allerdings könnte ich nicht behaupten, dass die Schuld daran den ehemals gegenwärtigen Unterrichtsstil der Lehrkräfte traf. Es waren vielmehr die Grundlagen, an denen es ohne Ende mangelte und da natürlich vor allen anderen die wichtigste: das Lesen. Das Fernsehen entzieht heutzutage den Großteil der Kinder einer gesunden Entwicklung des Verhältnisses zum Lesen. Dieser Unterschied ist nicht zuletzt sozial bedingt, da hier solche Kinder, die etwa aus Akademikerfamilien stammen, deren Eltern ihren Fernseh-Konsum von der frühen Kindheit an rigoros einschränken, selbstverständlich einen handfesten Vorteil verbuchen können. Die Kompetenzen der Schule, diese hausgemachten klaffenden Lücken zu füllen, sind eingeschränkt und überstrapaziert und zwar in jeder Hinsicht von finanziell bis systematisch.
Wenn diese Grundlagen fehlen oder nur dürftig ausgeprägt sind, ist jeder weitere Lernzuwachs, der sich - und das nicht nur in der Schule - nun einmal immernoch zu einem essentiellen Teil auf Lektüre gründet, behindert oder gar ausgeschlossen.
Erst wenn diese Grundlange gewährleistet sind, kann man sich darüber Gedanken machen, wie sie zu nutzen sind, womit wir beim nächsten Punkt wären: Was gehört unterrichtet?
Hier verwickelst du dich meines Erachtens in Widersprüche. Einerseits scheint ja etwas Entrüstung über den verlorenen Anschluss an, wie du es nennst, "die Geheimsprache der deutschen Bildungselite" durchzuklingen, aber andererseits wehrst du dich hartnäckig gegen die von dir verschrieenen Klassiker, während du gleichzeitig wieder dein mangelndes Wissen um solche Thematiken, das du schier reumütig als Engstirnigkeit ausmachst, bekundest.
Was willst du eigentlich? Ich kann dir sagen: Wenn du umfassende Bildung willst, bist du in der Schule ohnehin und es betrübt mich wirklich, es so sagen zu müssen, aber es ist zweifelsohne so, an der falschen Adresse. Da muss etwas von dir kommen. Die Schule kann dir die Tür zeigen und sie sollte es, was sie leider auch nicht gerade meisterhaft vollbringt, aber durchgehen musst du immernoch allein. Je früher du diesen entscheidenden Schritt tust, desto reifer wirst du die Früchte der wunderbarsten Erkenntisse ernten können.

sdgj123
14. Oktober 2004, 03:12
Original geschrieben von Diallo[DDH]
ich find die leiden des jungen werthers abartig schlimm. musste es auch in der schule lesen, und keiner meiner classm8s hat es gut gefunden. ich finds einfach schlimm, dass man in der schule zu sowas "gezwungen" wird. ok, man sollte wissen wer goethe war, aber deswegen gleich ein buch zu lesen ? ich mein, wens interessiert, der soll in die bibliothek gehen. wenn ich von der schule aus schon was lesen muss, dann sollte das wenigstens was modernes sein. homo faber hat mich zwar zum beispiel nicht gerade vom hocker gehaun, aber es war wenigstens einigermaßen interessant. man konnte es lesen. das war bisher das einzige moderne buch, das wir im unterricht behandelt haben.


es geht doch nicht darum, dass man die werke "einfach mal gelesen haben sollte", sondern eher um die aussagen aus den werken. denk an die kritiken aus faust, an das scheitern des einwanderers in kafkas amerika, usw.
in vielen werken sind diese erfahrungen gut auf den punkt gebracht und liefern letztendlich eine diskussionsgrundlage für den unterricht.
von daher gibt es auch keine "moderne bücher" in diesem sinne, da die themen aus den oldies weitesgehend noch aktuell sind.

verstehen kann ich dich aber trotzdem. mich hat es auch ziemlich angekotzt, faust im unterricht zu lesen. dennoch kann ich mich jetzt irgendwie glücklich schätzen, das buch irgendwann mal gelesen zu haben. was sitzen bleibt sind nämlich die interpretationen, die - wie oben geschrieben - sowohl immer noch aktuell, als auch sehr wichtig sind. denk z.b. an diese stelle: "grau ist all die theorie, und grün ist des lebens goldner baum" (sorry aus der erinnerung übernommen und nicht nachgeschlagen). diese aussage ist sehr oft richtig und kann auf so viele lebensbereiche übertragen werden.
ich geh pennen

shaoling
14. Oktober 2004, 04:43
Teurer Freund. Gute Nacht. ;)

Pulex
19. Oktober 2004, 20:26
Original geschrieben von (BHC)Avatar



es geht doch nicht darum, dass man die werke "einfach mal gelesen haben sollte", sondern eher um die aussagen aus den werken. denk an die kritiken aus faust, an das scheitern des einwanderers in kafkas amerika, usw.
in vielen werken sind diese erfahrungen gut auf den punkt gebracht und liefern letztendlich eine diskussionsgrundlage für den unterricht.
von daher gibt es auch keine "moderne bücher" in diesem sinne, da die themen aus den oldies weitesgehend noch aktuell sind.

verstehen kann ich dich aber trotzdem. mich hat es auch ziemlich angekotzt, faust im unterricht zu lesen. dennoch kann ich mich jetzt irgendwie glücklich schätzen, das buch irgendwann mal gelesen zu haben. was sitzen bleibt sind nämlich die interpretationen, die - wie oben geschrieben - sowohl immer noch aktuell, als auch sehr wichtig sind. denk z.b. an diese stelle: "grau ist all die theorie, und grün ist des lebens goldner baum" (sorry aus der erinnerung übernommen und nicht nachgeschlagen). diese aussage ist sehr oft richtig und kann auf so viele lebensbereiche übertragen werden.
ich geh pennen

meiner meinung nach sollte der utnerricht dann aber anderst gestaltet werden. kann ja sein, dass es nur an der lehrerin lag, das sie die moral des buches nicht wirklich gut rübergebracht hat. allerdings haben wir das buch letztes jahr gelesen und dieses jahr behandeln wir erst bei einem neuen lehrer sturm und drang. wäre vll besser gewesen, etwas über die zeit gewusst zu haben, bevor wir das buch lesen mussten. wir waren letzte woche in einer modernisierten theateraufführung von schiller´s die räuber. mit dem wissen über die zeit und der modernisierung fand ich das stück eigentlich ziemlich gut und interessant. da sieht man mal, was gut gestalteter unterricht ausmacht :)

shaoling
20. Oktober 2004, 01:42
Solche Werke ohne Vorkenntnisse und Begeisterung für Zusammenhang und Geltung desselben aufzuzwingen, ist natürlich töricht und sollte verboten werden. :8[:

GettinJiggyWithIt
20. Oktober 2004, 14:25
mal zurück zum thema...

Das Parfum.

Wir mussten es durchnehmen in der schule da eine arbeit dazu geplant war... ich habe mich echt durchkämpfen müssen durch diese ganze geruchskotzerei und wie er die berge fickt.

in Schulnoten ausgedrück: 6

MordredXiC
20. Oktober 2004, 20:25
ich habe das parfüm in den letzten 2 tagen gelesen und muss sagen, dass ich es toll fand
die geschichte an sich ist sicher teilweise etwas zäh und langatmig, aber allein die ausdrucksweise des autors, die krassen ausdrücke und die sachen, die mit den nebenfiguren passieren, wann immer sie grenouille verlässt, fand ich doch sehr lesenswert und erheiternd :top2:

GettinJiggyWithIt
20. Oktober 2004, 23:37
ok ok die ausdrucksweise und ein paar der nebenfiguren waren schon ok

aber insgesamt gesehen fand ichs kacke. sehr langweilig ich musste mir echt immer selber sagen "in 2tagen musst du es durch haben und du musst noch 200seiten lesen" ...

Zsasor
21. Oktober 2004, 00:39
ich habe die angewohnheit nervige bücher wegzulegen.....


aber: herr der ringe - die wiederkehr des königs war schon scheiße...



(btw: bin ich der einzige dem auffällt dass der film die rückkehr des königs heißt, das buch aber nicht???)

shaoling
21. Oktober 2004, 00:44
Nein, aber du bist der einzige, den es tangiert, ob man "return" aus dem Englischen mit Wiederkehr oder Rückkehr übersetzt...

0Smacks0
21. Oktober 2004, 22:26
Rückkehr nicht besseres Deutsch als Wiederkehr?

shaoling
21. Oktober 2004, 22:30
Ich würde es eher "standardsprachlicher" nennen. Wiederkehr würde dem Dichter wohl besser gefallen. ;)

GettinJiggyWithIt
24. Oktober 2004, 23:09
Dem Volk würde es aber nicht munden dieses Wort zu benutzen.

Raffdaroudenripp0r
25. Oktober 2004, 01:33
alles schullektüren. ich weiß die namen nicht mehr, lese die bücher ja auch nur wenn wir n test schreiben oder so.. naja wayne

~bRetzeL~
18. November 2004, 17:15
in einer kleinen stadt von stephen kling -> superlangweilig

bahnwärter thiel mal angefangen, ewige naturbeschreibungen, hatte nich die ausdauer mich da durchzukämpfen

Steppenwolf von Hesse is die erste Hälfte unendlich langweilig und ich wollts schon weghauen, aber welch Erlösung als nach ~120 Seiten Langeweile pur endlich die Handlung in Fahrt kommt