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  1. #3916
    Benutzerbild von Gustavo
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    Zitat Zitat von TheGreatEisen Beitrag anzeigen
    Halte die Interpretation bzgl Militärputsch doch für verwegen. Der Jung ist selbstredend ein Vollidiot

    Sagen wir mal so: Ich bin ziemlich sicher, dass ihm an dieser Interpretation gelegen war.

    Btw: Wer neulich das Paper von Verteidigungspolitikern der AfD zur Reform der Bundeswehr gelesen hat, wird nicht umhin gekommen sein, zu merken, dass die AfD einen hohen Wert auf militärischen Gehorsam legt und den eigenen Vorgesetzten umgehen nicht gestattet sein soll. Da fragt man sich dann schon, warum den Generälen ein Recht zum "Aufstand" gegen ihre Oberbefehlshaberin zustehen soll.


  2. #3917
    Benutzerbild von HeatoR
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    Zitat Zitat von yentoh Beitrag anzeigen
    Wie kommt es eigentlich, dass typen wie der "wir wollen marschieren" höcke aka landolf ladig, ein typ der die erinnerungspolitische wende um 180 grad verlangt, immer nur missverstanden wird? Einer merkel reicht es schon einem minister das vertrauen auszusprechen und alle sind sich sicher, dass die person gehen muss. Nur beim Höcke sollte man doch bitte nichts interpretieren und sich schön dumm stellen. Einer dessen nähe zum rechtsextremismus bewiesen ist, der seinen rassismus in pseudowissenschaftliche theorien über unterschiedliche reproduktionsstrategien von europäern und afrikanern verpackt, soll ausgerechnet bei seiner rede (die garantiert nicht spontan gehalten wurde) in dresden vor lauter pegidisten die doppeldeutigkeit im zusammenhang mit dem "denkmal der schande" aus versehen geaeußert haben. Alles klar...
    Naja wieso missverstanden, das ist doch absolut konsequent mit seiner "Errinerungspolitischen Wende um 180 Grad". Er vertritt halt den (falschen) Standpunkt, dass wir uns kein Denkmal unserer Schande in die Hauptstadt stellen sollten. Das ist halt falsch und sollte als Anlass genommen werden nochmal offensiv zu diskutieren, warum es gerade richtig ist auf diese Weise mit der deutschen Vergangenheit umzugehen und warum wir keine "Errinerungspolitische Wende" brauchen.

    Ich war ehrlichgesagt erstaunt, dass seine Rede überhaupt andwers verstanden wurde, kA wie man seine Wahrnehmung drehen muss, um aus den gesprochenen Sätzen den anderen Inhalt zu entnehmen. Genau so, wie der "Schiessbefehl an der Grenze". Das sind keine Missverständnisse und da ist auch nichts doppeldeutig formuliert gewesen. Das ist entweder wirklich mühevolles aggressives Fehldeuten oder, was ich viel eher vermute, dass die meisten Leute weder die Höcke Rede, noch das Interview mit von Storch wirklich gelesen haben. Ich nenne es das Sarrazin-Syndrom.

  3. #3918
    Benutzerbild von Outsider23
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    "Und nun warte ich auf das "Grenzen töten!"-Gedöns von Merkels No-Border-No-Nation-Deutschland-verrecke-Sturmtrupps"

    Nur einer der O-Ton twitter von Storch aber ja eh die arme wird einfach nur überall absichtlich misverstanden!!!

    Der neonazi Höcke auch!

    Laut heator muss man solche nazischeisse jetzt also bitteschön normalisieren. Und jede dumme behindertenaussage möglichst mit einem positiven spin versehen sonst ist man gemein und nicht objektiv!!!
    You know, we have a saying in Massachusetts:"Maybe someday you get horribly sick and die!"

  4. #3919
    Benutzerbild von synterius
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    ihr solltet es einfach ignorieren. man sollte sich auf die wirklich rassistischen oder unmoralischen aussagen konzentrieren. über so waynigen zweideutigkeiten zu streiten, ist total sinnlos.

  5. #3920
    Benutzerbild von HeatoR
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    @ outsider
    Nö muss man nicht, man muss einfach nur das lesen, was geschrieben wurde. Aber ich weiß, dass du das generell schwierig findest

  6. #3921
    Benutzerbild von Gustavo
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    Zitat Zitat von Kenne Beitrag anzeigen
    Definition Wiki


    Natürlich ist Assimilation der eingewanderten Bevölkerung das Ziel, oder willst du das auf Generationen heraus eine Zersplitterung der Gesellschaft in verschiedene Gruppen mit eigener Sprache, Kultur, gesellschaftlicher Gruppe und Emotionaler Zugehörigkeit erfolgt?
    Das ist natürlich ein Prozess der seine Zeit braucht, und wahrscheinlich erst in der zweiten oder dritten Generation abgeschlossen ist, aber ja er sollte Abgeschlossen werden. Und dabei geht es nicht so sehr darum, dass Sie jede einzelne Verhaltensweise des Durchschnitt-deutschen übernehmen, sondern dass sie ihr Deutsch sein als identitätsstiftendes Merkmal höher werten als z.B. ihre türkischen Wurzeln.

    Mal abgesehen davon, dass alle Parteien Integration fordern, welche ich (insbesondere in einer liberalen Demokratie) nicht mit einer Zersplitterung unter einen Hut bekomme: Die AfD macht doch am laufenden Band klar, dass sie Assimilation eigentlich gar nicht will. Schau dir nur mal das Wahlprogramm von 2017 an, da wird andauernd ein ethnozentrischer Begriff des Volks angelegt, teilweise sogar zum höchsten Staatsziel stilisiert. Wie soll Assimilation erfolgen, wenn ein Großteil der AfD glaubt, man könne eh nicht wirklich deutsch sein, wenn man nicht von Deutschen abstammt? Aus dem Wahlprogramm:


    Der Erhalt des eigenen Staatsvolks ist vorrangige Aufgabe der Politik und jeder Regierung
    Ziel der AfD ist Selbsterhaltung, nicht Selbstzerstörung unseres Staates und Volkes.
    Wir wollen das Land unserer Väter und Mütter nicht irgendjemandem hinterlassen, der dieses Erbe verschleudert oder ausplündert, sondern unseren Nachkommen, denen wir unsere Werte vorgelebt und mitge-geben haben.
    Es geht um möglichst unverwässerte ethnische Homogenität, obwohl schon heute ein nicht unbeträchtlicher Teil des Staatsvolks nicht von Menschen abstammt, die 1949 bereits auf dem Staatsgebiet lebten. Wie soll Assimilation da möglich sein, wenn jeder schon am Aussehen erkennen kann, dass man laut AfD-Verständnis nur bedingt dazugehört? Doch nur, wenn man eine bedingte Zugehörigkeit zweiter Klasse für sich selbst akzeptiert.


    Zitat Zitat von Kenne Beitrag anzeigen
    Nicht das Optimum ist die Untertreibung des Jahres.
    [...]
    Und bei all dem fühlen wir uns dann noch irgenwie Moralisch überlegen.

    Darüber wurde ja im Flüchtlingsthread genug geredet. Mir hat noch niemand glaubhaft machen können, warum unsere Politik NICHT der Alternative moralisch überlegen war. Klar kann man im Nachhinein immer fantasieren, was für tolle Möglichkeiten es gegeben hätte, aber effektiv hätten wir keine davon umgesetzt, genau wie wir das vor der "Flüchtlingskrise" auch schon nicht gemacht haben.


    Zitat Zitat von Kenne Beitrag anzeigen
    Wenn keine der Gemäßigteren Parteien eine Politik vertritt mit der man leben kann, ist die AFD als kleinstes Übel zu wählen, mit ihrer Politik der Grenzschließung, da diese dem Rest vorzuziehen ist. Trotz ihres Personals.
    Vollkommen egal, ob andere eine unterschiedliche Sichtweise zur Zersplitterung der Gesellschaft oder der Überfremdung haben und darüber diskutieren wollen oder nicht.

    Nur gibt es halt keinen Anhaltspunkt dafür, dass diese Politik tatsächlich die Gesellschaft "zerpslittert". Schau dir halt mal die politische Landschaft im Jahr 2019 an: Es gibt keine Zersplitterung, sondern eine Polarisierung und die verläuft maßgeblich zwischen denjenigen, die die AfD ablehnen und denen, die sie unterstützen, was die AfD auch noch aktiv fördert. Im Flüchtlingsthread habe ich eine Grafik verlinkt, die zeigt, wie rapide das Thema Flüchtlinge an Importanz verloren hat in den 18 Monaten. Mittlerweile sind wir wieder in der Situation, dass das Flüchtlingsthema nur noch von einer kleinen Minderheit in allen Parteien außer der AfD für besonders wichtig gehalten wird, während es in der AfD immer noch so gut wie jeder für extrem wichtig hält.
    Wer politisch wegen der "Überfremdung" durchknallt und sich dann beklagt "hey, schaut nur, die Leute knallen durch, weil es so viele Fremde gibt", den sollte man halt nicht ernst nehmen oder sogar noch in seiner Ansicht bestätigen; wenn du deine Eltern umbringst kannst du auch nicht als Vollwaise auf Mitgefühl hoffen. Die AfD ist in keiner Weise in der Lage, obwohl sie die ganze Zeit mit "Mut zur Vernunft" wirbt, zu erklären, was an ihrem seltsamen Ethnozentrismus vernünftig ist; daher drängt sich der Verdacht auf, es wäre cleverer das Bauchgefühl von irgendwelchen Spinnern abzutun, die mit "Vielfalt" sowieso kaum in Kontakt kommen.
    Geändert von Gustavo (18. Juli 2019 um 06:37 Uhr)

  7. #3922
    Benutzerbild von Mackiavelli
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    Zitat Zitat von Gustavo Beitrag anzeigen
    Mal abgesehen davon, dass du (je nachdem, wie extensiv du das auslegst) große Probleme mit dem BVerfG, dem EMGR und dem EuGH bekommen dürftest, solltest du sowas wirklich umsetzen: Das widerspricht alles zutiefst der bisherigen politischen Kultur Deutschlands, erscheint mir auf eine unmoralische Art illiberal und wäre katastrophal für unser Standing in der Welt.
    Das hört sich für mich ziemlich unwissenschaftlich und beliebig an.
    1. Auch wenn Dinge vom BVerfG kritisch gesehen werden, kann man sie als politisch verfolgen. Vielleicht kann man sie ja in abgeschwächter Form umsetzen, oder man schafft es eine entsprechende Gesetzesänderung durchzubringen. Ich sehe da kein ernsthaftes Problem. Wir haben in den letzten Jahrzehnten doch schon viele grundlegende Kehrtwenden in den Urteilen des Gerichtes erlebt.
    2. "Widerspricht der politischen Kultur" und "Illiberal" empfinde ich als völlig beliebige Bezeichnungen in diesem Kontext. Andere Länder haben Konzepte wie von der AfD gefordert schon lange umgesetzt (Australien, Kanada) und keiner kommt auf die Idee diese Länder so zu bezeichnen. Ja unsere Situation ist eine andere, weil wir natürlich eine große Zahl an EU-Binnenmigranten haben. Aber auch dieser Zustand ist 1. kein Naturgesetz und lässt sich 2. ändern, im schlimmsten Fall durch einen EU-Austritt (den btw weder ich noch die AfD befürwortet, bevor hier wieder geraged wird, ich will nur kein "geht nicht" gelten lassen).

    Zitat Zitat von Gustavo Beitrag anzeigen
    Ich bin der festen Überzeugung, dass man über ALLES als Lösung reden kann, wenn nur das Problem groß genug ist. Aber wenn man so drastische Schritte (quasi eine explizite ethnische Hierarchisierung der Gesellschaft) als Lösung fordert, muss man ein GEWALTIGES Problem aufzeigen können, das damit gelöst wird. Dass manche Leute sich unwohl fühlen, wenn sie Straßenbahn fahren, ist das wohl eher nicht.
    Bitte quote mich, wo ich eine ethnische Hierechisierung gefordert habe. Ich sprach von STAATSBÜRGERSCHAFT. Hör bitte auf die Diskussion so dermaßen in den Schlamm zu fahren.
    Et si omnes ego non.

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  8. #3923
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    Zitat Zitat von Gustavo Beitrag anzeigen
    Nur gibt es halt keinen Anhaltspunkt dafür, dass diese Politik tatsächlich die Gesellschaft "zerpslittert". Schau dir halt mal die politische Landschaft im Jahr 2019 an: Es gibt keine Zersplitterung, sondern eine Polarisierung und die verläuft maßgeblich zwischen denjenigen, die die AfD ablehnen und denen, die sie unterstützen, was die AfD auch noch aktiv fördert. Im Flüchtlingsthread habe ich eine Grafik verlinkt, die zeigt, wie rapide das Thema Flüchtlinge an Importanz verloren hat in den 18 Monaten. Mittlerweile sind wir wieder in der Situation, dass das Flüchtlingsthema nur noch von einer kleinen Minderheit in allen Parteien außer der AfD für besonders wichtig gehalten wird, während es in der AfD immer noch so gut wie jeder für extrem wichtig hält.
    Und weil diese Menschen in der Minderheit sind und eine andere Prioritätenreihenfolge haben, als die Mehrheitsgesellschaft ist ihre Meinung und Stimme weniger wert, oder wie soll man diese Aussage verstehen?
    Die Zersplitterung und Polarisierung ist übrigens nicht vom Himmel gefallen, sondern meiner Meinung nach durch zwei ganz konkrete Dinge verursacht worden.
    1. Die beiden wichtigsten Themen unserer Zeit, nämlich die EU-Politik und die Migrationspolitik werden seit über zehn Jahren überhaupt nicht debattiert, bzw. nur in eine Richtung. Es gab vor der AfD keine einzige Partei im Bundestag, die einen anderen Kurs als den der Regierung gefordert hat. Das sich hier eine neue Partei etablieren können ist für eine Demokratie nur folgerichtig.
    2. Die AfD wurde seit Ihrer Gründung als "rechts" und "Nazi-Partei" diffamiert, ja sogar ganz am Anfang als die gesamte Parteispitze aus alten, langweiligen Professoren bestand und ein Höcke weit und breit nicht zu sehen war. AfD-Politiker und Anhänger wurden ständig in die rechte Ecke gestellt, angefeindet und von den etablierten Parteien beschimpft. Dieses Verhalten hat das Erstarken des rechten Flügels in der AfD erst möglich gemacht und zu der "Polarisierung" geführt, die du so beklagst. In dem Gusto in dem du und andere hier über die Partei und ihre Wähler schreibt, setzt ihr den Polarisierungs-Kurs übrigens prima fort.
    AfD-ler sind halt einfach dumm und wollen nicht einsehen, dass euer Gesellschaftsentwurf der einzig wahre Weg zum Heil ist
    Et si omnes ego non.

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  9. #3924
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    In Zeiten eines schwachen heators brauch es einen starken mackia. Wie erlebst du eigentlich die polarisierte deutsche Gesellschaft aus den usa, gustavo? Via faz?

  10. #3925
    Benutzerbild von Shihatsu
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    Zitat Zitat von Mackiavelli Beitrag anzeigen
    AfD-ler sind halt einfach dumm und wollen nicht einsehen, dass euer Gesellschaftsentwurf der einzig wahre Weg zum Heil ist
    Nein. AfD-ler sind einfach dumm und wollen nicht wahrhaben, das sie einer rechtsradikalen Partei folgen.

    Ganz im Ernst, du hast zwar recht mit der Entstehungsgeschichte (und das ist auch eine der Sachen die ich immer anmahne: Stumpf verteufeln bringt nichts, man muss sauber mit "rechts von der CDU umgehen"), das ändert aber nichts daran das a)Die AfD die GANZE ZEIT selber verunglimpft, und das fast von Anfang an und b)der Flügel in Worten nicht von der NSDAP der 20er Jahre zu unterscheiden ist. Das sind die selben Handlungsweisen, Reden und Auftritte. Die benutzen ja teilweise Sätzelang Zitate von damals. Und dann kommen dazu Gastauftritte von Pegidisten, die sich anhören wie weiland Goebbels. Wach auf und lass das verharmlosen: Wer die AfD unterstützt, unterstützt Leute die sich wie Nazis verhalten!
    28042011 - Und so mache ich mich auf, zu betreten den langen Winter meiner Seele...
    04052011 - Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
    10092011 - Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war.
    26042012 - ...und der Herr sprach: Es werde Licht!
    05022015 - ...und er sah das es gut war!

  11. #3926
    Benutzerbild von tic0r
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    Naja zum einen werden in dem rechten Laden sicherlich ein paar rechte Straftaten "übersehen", andererseits hätte es die ein oder andere Straftat aus dem rechten Spektrum ohne den Verfassungsschutz wahrscheinlich gar nicht gegeben - wenn ein V-Mann wieder zu übermotiviert war z.B. In der Summe gleicht sich das bestimmt aus.

  12. #3927
    Community-Forum Benutzerbild von Benrath
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    Jo dann tun wir das ab jetzt doch einfach. Kein Vergleich mehr zwischen Links. und rechts. Es steht Euch frei einen Thread zur Linkradikaler Gewalt zu machen

    Mei das ist man einmal den Vormittag beschäftigt und ihr dreht wieder ab....

    So rausgeteilt und gleich Ansage ich lösche dann einfach.
    Geändert von Benrath (19. Juli 2019 um 14:14 Uhr)
    "Wenn ihr nicht wisst wovon ihr redet, sprecht von einem System."


    "Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht !"

    "wollen wollen ist die höchste Form der Unterdrückung"

  13. #3928
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    Zitat Zitat von Mackiavelli Beitrag anzeigen
    Das hört sich für mich ziemlich unwissenschaftlich und beliebig an.
    1. Auch wenn Dinge vom BVerfG kritisch gesehen werden, kann man sie als politisch verfolgen. Vielleicht kann man sie ja in abgeschwächter Form umsetzen, oder man schafft es eine entsprechende Gesetzesänderung durchzubringen. Ich sehe da kein ernsthaftes Problem. Wir haben in den letzten Jahrzehnten doch schon viele grundlegende Kehrtwenden in den Urteilen des Gerichtes erlebt.
    2. "Widerspricht der politischen Kultur" und "Illiberal" empfinde ich als völlig beliebige Bezeichnungen in diesem Kontext. Andere Länder haben Konzepte wie von der AfD gefordert schon lange umgesetzt (Australien, Kanada) und keiner kommt auf die Idee diese Länder so zu bezeichnen. Ja unsere Situation ist eine andere, weil wir natürlich eine große Zahl an EU-Binnenmigranten haben. Aber auch dieser Zustand ist 1. kein Naturgesetz und lässt sich 2. ändern, im schlimmsten Fall durch einen EU-Austritt (den btw weder ich noch die AfD befürwortet, bevor hier wieder geraged wird, ich will nur kein "geht nicht" gelten lassen).


    Wir reden hier von politischen Einstellungen. Das sind alles Wertfragen, wie könnte das wissenschaftlich sein? Es ist ja nicht irgendwie "wissenschaftlicher", Minderheiten im eigenen Land zu goutieren als sie abzulehnen. Dass dir Verfassung und Europarecht relativ enge Grenzen setzen, nach Gruppenzugehörigkeit zu diskriminieren, ist ja nun kein Geheimnis und macht auch Sinn, ansonsten könnte man ja die Personenfreizügigkeit der EU relativ leicht aushebeln. Gerade Kanada hat eine viel positivere Einstellung zu Einwanderung als du hier suggerierst und Australien wird andauernd darauf hingewiesen, dass selbst ihre Umgehensweise mit Bootsflüchtlingen rechtlich ziemlich problematisch ist (und da reden wir von ganz anderen Zahlen als sie in Deutschland zu erwarten wären). Wenn deine Antwort ist "aber wir könnten ja auch aus der EU austreten", dann würde ich dich wiederum fragen, inwiefern das Problem die Lösung rechtfertigt.
    Was du hier vorschlägst würde bedeuten, Deutschland komplett umzukrempeln. Warum ist das gerechtfertigt? Du blendest komplett aus, wie man auf diese Meinung kommt, wenn man sie denn vertritt und das ist genau, worum es hier ursprünglich ging. Du kannst alle möglichen Einstellungen haben, aber wenn du sagst "wir haben ein gefühltes Spatzenproblem, also würde ich gerne für mehrere Milliarden Euro Kanonen anschaffen um es zu lösen", dann muss man sich fragen woher das kommt und was damit erreicht wäre wenn wir die Lösungen akzeptieren, die diese Leute fordern. Selbst wenn man annimmt, dass die Politik nur eine Maschine ist, die quasi aus den Wünschen der Bevölkerung irgendwie policy machen soll, müsste man sich fragen, wie wahrscheinlich es ist, dass irgendwem tatsächlich dadurch geholfen ist, diese (in meinen Augen größtenteils imaginären) Probleme zu bearbeiten. Aber es ist ja so, dass wir das in Deutschland gerade nicht so sehen: Die Abgeordneten sind ihrem Gewissen unterworfen. Wir haben hier eine sehr starke Festlegung darauf, dass wir Ethnozentrismus als ethisches Fundament nicht gelten lassen. Das weiß auch die AfD, deshalb scheint das im Programm nur durch, anstatt dass ihre Forderungen explizit mit Ethnozentrismus begründet werden, aber darauf läuft es hinaus. Siehe auch:


    Zitat Zitat von Mackiavelli Beitrag anzeigen
    Bitte quote mich, wo ich eine ethnische Hierechisierung gefordert habe. Ich sprach von STAATSBÜRGERSCHAFT. Hör bitte auf die Diskussion so dermaßen in den Schlamm zu fahren.
    Deshalb habe ich implizit geschrieben. DU hast das nirgendwo geschrieben, aber darüber reden wir ja gar nicht. Und wenn du solche Forderungen liest wie "Kinderbegrüßungsgeld" für Eltern, wenn mindestens ein Elternteil Staatsbürger ist, dann musst du dich schon sehr dumm stellen um nicht zu realisieren, dass die AfD es gerne nur autochthonen Deutschen zahlen würde. Weil sie aber weiß, dass das nicht vermittelbar ist, weil es eben massiv gegen Gleichheitsgrundsätze verstoßen würde, nichtautochthone Staatsbürger außen vor zu lassen, ist das die bestmögliche Forderungen, die sie verteidigen können. Willst du ernsthaft bestreiten, dass das die Grundlage ist, auf der die AfD operiert?



    Zitat Zitat von Mackiavelli Beitrag anzeigen
    Und weil diese Menschen in der Minderheit sind und eine andere Prioritätenreihenfolge haben, als die Mehrheitsgesellschaft ist ihre Meinung und Stimme weniger wert, oder wie soll man diese Aussage verstehen?
    Die Zersplitterung und Polarisierung ist übrigens nicht vom Himmel gefallen, sondern meiner Meinung nach durch zwei ganz konkrete Dinge verursacht worden.
    1. Die beiden wichtigsten Themen unserer Zeit, nämlich die EU-Politik und die Migrationspolitik werden seit über zehn Jahren überhaupt nicht debattiert, bzw. nur in eine Richtung. Es gab vor der AfD keine einzige Partei im Bundestag, die einen anderen Kurs als den der Regierung gefordert hat. Das sich hier eine neue Partei etablieren können ist für eine Demokratie nur folgerichtig.
    2. Die AfD wurde seit Ihrer Gründung als "rechts" und "Nazi-Partei" diffamiert, ja sogar ganz am Anfang als die gesamte Parteispitze aus alten, langweiligen Professoren bestand und ein Höcke weit und breit nicht zu sehen war. AfD-Politiker und Anhänger wurden ständig in die rechte Ecke gestellt, angefeindet und von den etablierten Parteien beschimpft. Dieses Verhalten hat das Erstarken des rechten Flügels in der AfD erst möglich gemacht und zu der "Polarisierung" geführt, die du so beklagst. In dem Gusto in dem du und andere hier über die Partei und ihre Wähler schreibt, setzt ihr den Polarisierungs-Kurs übrigens prima fort.
    AfD-ler sind halt einfach dumm und wollen nicht einsehen, dass euer Gesellschaftsentwurf der einzig wahre Weg zum Heil ist

    Zum Ersten: Ich sage nur dass man das mit der "Zersplitterung" vielleicht etwas dramatischer sieht als es tatsächlich ist, wenn man Teil des einen großen Splitters ist. Wenn die Gesellschaft wirklich zersplitterte würde ich mich jedenfalls wundern, warum das so krass runtergeht.

    Zum Zweiten: Lächerliche Dolchstoß-Legende, ein bisschen mehr intellektuelle Ehrlichkeit bitte. Die AfD ist dorthin gerückt, wo sie gerückt ist, weil es kein Wählerpotential rechts von der Union gibt, das NICHT irgendwie einen inhärenten Ethnozentrismus bedient, das zeigt die Meinungsforschung ziemlich deutlich. Ja, es gibt genug Leute rechts von der Union für eine weitere Partei (gab es schon lange) und ja, es gäbe auch (knapp) genug Leute rechts von der Union, die nicht überdurchschnittlich stark ethnozentrisch denken und deren Meinungen rechts von der Union stehen, um damit eine kompetitive Partei zu machen, aber die meisten von denen würden in einer Welt, in der es nur Union und eine "Lucke-Partei" gibt, aus den unterschiedlichsten Gründen eben weiter Union wählen†. Es gibt ohne inhärente Fremdenfeindlichkeit keine AfD. Es hat einen Grund, warum du selbst bei denjenigen, die heute als "gemäßigt" präsentiert werden*, quasi durch die Bank Aussagen findest, die völlig indiskutabel sind und zu Skandalen geführt haben. Weidel mit ihren geleakten Emails, Meuthen mit seiner Umvolkung, von Storch mit der Forderungen zum etwaigen Schusswaffengebrauch gegen Frauen und Kinder an der Grenze, Gauland mit seiner Behauptung Deutsche würden ungerne neben Boateng wohnen. Das sind keine Ausrutscher, das ist was diese Leute wirklich denken. Anständige Konservative sind in der AfD mittlerweile Raritäten, weil man schon sehr blind sein muss um das nicht zu sehen.


    *btw: Das waren sie in der Lücke-AfD btw auch nicht; ich erinnere mich noch sehr gut, wie Weidel als radikal aufgefallen ist als sie sich das erste Mal auf einem AfD-Parteitag präsentiert hat, da wurde bloß kräftig das Overton-Window verschoben dass jetzt selbst diese Leute als gemäßigt gelten, weil sie eben nicht Höcke sind

    †Zumal man nicht vergessen sollte, dass gesellschaftlich und wirtschaftlich konservativ nicht dasselbe ist; viele derjenigen, die du mit so einer Partei ansprechen würdest, sind jetzt schon in der FDP


    Zitat Zitat von kritiker Beitrag anzeigen
    In Zeiten eines schwachen heators brauch es einen starken mackia. Wie erlebst du eigentlich die polarisierte deutsche Gesellschaft aus den usa, gustavo? Via faz?
    Medien und soziale Medien, ja. Wie erlebst du denn die "polarisierte Gesellschaft"? Befeuchtest du deinen Zeigefinger, hältst ihn kurz in der Fußgängerzone in die Luft, nickst anerkennend und bist dir sicher, dass die Gesellschaft heute mal wieder ein Stückchen polarisierter ist als vorher oder was?
    Geändert von Gustavo (19. Juli 2019 um 21:00 Uhr)

  14. #3929
    Benutzerbild von Misfit
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    https://www.bundesverfassungsgericht...bvg19-050.html
    Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen Entscheidung des sächsischen Landeswahlausschusses
    Insbesondere waren nicht alle für die verfassungsrechtliche Prüfung der vorgetragenen Rügen erforderlichen Unterlagen vorgelegt. Außerdem fehlt es an einer ausreichenden Auseinandersetzung mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu den mit der Verfassungsbeschwerde aufgeworfenen Fragen.
    Die Beschwerdeführerin beschränkt sich zur Darstellung des Sachverhalts im Wesentlichen darauf, auf die vorgelegte Medieninformation Bezug zu nehmen und deren Darstellung des Ablaufs der Parteitage und des weiteren Verfahrens zu zitieren. Aus dieser Medieninformation kann schon das dem Verfahren zugrundeliegende tatsächliche Geschehen nicht detailliert nachvollzogen werden.
    profis am werk
    Zitat Zitat von MegaVolt Beitrag anzeigen
    Gemeint war das offensichtlich als Antwort auf Misfit, der von angeblichem "nüchtern und sachlich posten" geschrieben hat, dies aber hier im Forum ganz und gar nicht tut.

  15. #3930
    Benutzerbild von Gustavo
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    Aus der FAZ:

    In Salzgitter hat das Amtsgericht schon im März entschieden: Michael Gröger, der dortige AfD-Kreisvorsitzende, bekam eine Freiheitsstrafe von vier Monaten auf Bewährung. Gröger hat Berufung eingelegt, jetzt rollt das Landgericht Braunschweig den Fall nochmal auf. Der Angeklagte soll ein Gedicht auf seiner öffentlichen Facebook-Seite gepostet haben, das in unterschiedlichen Varianten seit Jahrzehnten in der rechten Szene kursiert. Einige Gerichte haben es als volksverhetzend eingestuft, andere sahen die Grenze zur Strafbarkeit sei nicht überschritten. Auf der Seite des Politikers begann der Beitrag mit den Worten „Herr Asylbewerber, na wie gehts? Oh, ganz gut, ich bring für die Deutschen Aids.“ Es folgen 28 Zeilen, in denen das Bild eines ausländischen Sozialschmarotzers gezeichnet wird.
    Wer sowas postet ist ansonsten sicher ein völlig rechtschaffenes Mitglied unserer Gesellschaft. "Ganz normale Leute" (tm). Ist sicher niemandem im AfD-Kreisverein aufgefallen, sonst wäre man natürlich hart gegen sowas vorgegangen.

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