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  1. #2776
    Liegt wohl eher daran, dass das ein kirchlicher Träger ist und die dort keine konkurrierenden Glaubensrichtungen repräsentiert haben wollen. War doch vor ner Weile auch der Chefarzt Thema, der (zumindest offiziell) gefeuert wurde, weil er sich hat scheiden lassen und das mit den kirchlichen Werten nicht mehr kongruent gewesen sei.

    Wäre mir im Prinzip relativ egal. Wenn man ein Kopftuch am Schulpult tragen darf, dann auch am Krankenbett. An der Frage ob das wirklich unbedingt sein muss, werden sich weiterhin die Geister scheiden.
    Geändert von UglyBastard ohne Flachs (20. Februar 2020 um 04:57 Uhr)


  2. #2777
    Benutzerbild von saistaed
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    Dieses Arzturteil wurde inzwischen doch vom BAG und EuGH kassiert, oder?

    Ich find den Vorgang hier auch unverschämt, aber die Begründung ist immerhin konsistent. Das grundsätzliche Problem ist hier ja nicht das Kopftuch, sondern die Anmaßung kirchlicher Einrichtungen auf Staatskosten eine Parallelgesellschaft erhalten zu dürfen - Diskriminierung inklusive.
    Das ist so ein weiterer Bereich, wo ich mich frage, warum sich da nicht mal eine politische Mehrheit dagegen formiert. Diese Absurdität entspricht in 2020 doch nie und nimmer den Werten der Mehrheit der Bevölkerung.
    Es gibt aktuell nicht mehr viele gesellschaftspolitische Themen, die noch nicht abgeräumt sind. Aber das wäre doch ein geeignetes Profilierungsterrain für alle progressiven Kräfte.
    Geändert von saistaed (20. Februar 2020 um 11:58 Uhr)

  3. #2778
    Kunge
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    Benutzerbild von Tür
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    Da stimme ich dir voll zu, vor allem auch weil das Geld das der Träger beisteuert häufig kaum für das Schild "katholisch" oder "evangelisch" an der Tür reicht

  4. #2779
    Benutzerbild von kritiker
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    Wer dachte uber sei schon krass:
    https://mobile.twitter.com/imrankhan...93712199802882

    Kapital least massenhaft autos und stellt fahrer an. Natürlich zu top Konditionen

  5. #2780
    Banned Benutzerbild von tzui
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    Hakennasen, Schläfenlocken und das Bild vom „wuchernden Juden“: Im belgischen Aalst wird Karneval zum antisemitischen Spektakel.
    „Wie Juden. Die probieren ja auch immer den besten Preis zu bekommen.“ Woher er das wisse? „Das sagt der Volksmund.“
    https://taz.de/Antisemitismus-im-Karneval/!5661310/


  6. #2781
    https://www.spiegel.de/panorama/just...d-3f09461b5b44

    Typ fährt mit Vollgas in Menschenmenge, 30 Verletzte.

    Laut Artikel "deutscher Staatsbürger". Bisher gibts keine weiteren Infos.
    Wer wars denn diesmal?

    a) Nazis
    b) Islamisten
    c) ...
    d) Psychisch Kranke

    ggf. werden auch Mehrfachantworten akzeptiert

  7. #2782
    Benutzerbild von HeatoR
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    Am ehesten d) würde ich sagen, oder? Nazi ergibt wenig Sinn in einen guten toitschen Karneval zu fahren. Islamist kann natürlich sein, aber da hätte die BILD sicher schon was rausgefunden

  8. #2783
    Benutzerbild von HeatoR
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    https://www.bundesverfassungsgericht...bvg20-012.html

    Bislang nicht behandelt: BVerfG kippt (endlich) das Verbot "gewerblicher" Sterbehilfe. Ich hoffe, dass Jens Spahn jetzt endlich mal in sich geht und auch den Ämtern eine entsprechende Handlungsoption erlaubt - nachdem er sich bislang höchstrichterlichen (Verwaltungs-) Rechtsprechung schlicht wiedersetzt hat, dürfte er nun keine Ausweichmöglichkeit mehr haben. Das BVerfG trifft wie meist den genau richtigen Ton:

    Das allgemeine Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG) umfasst ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Dieses Recht schließt die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und hierbei auf die freiwillige Hilfe Dritter zurückzugreifen. Die in Wahrnehmung dieses Rechts getroffene Entscheidung des Einzelnen, seinem Leben entsprechend seinem Verständnis von Lebensqualität und Sinnhaftigkeit der eigenen Existenz ein Ende zu setzen, ist im Ausgangspunkt als Akt autonomer Selbstbestimmung von Staat und Gesellschaft zu respektieren.
    Erschütternd, dass diese Selbstverständlichkeit jahrzehntelangen Kampf voraussetzte, aber hoffen wir mal, dass die Sache damit vom Tisch ist und jeder ohne Reinreden von irgendwelchen Ämtern oder Ärzten selbst bestimmten darf, wie, wann und wo er stirbt.

  9. #2784
    wow. Das hätte ich nicht erwartet. Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Bin gespannt wie man versuchen wird, das zu unterlaufen.

    Wie sieht das denn juristisch aus: Dürfte die Ärztekammer es Ärzten dennoch unter Drohung mit Berufsverbot untersagen, sich an aktiver Sterbehilfe zu beteiligen? Obwohl das BVerfG sagt, dass der Patient nur sein ihm zustehendes Recht wahrnimmt?
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  10. #2785
    Benutzerbild von HeatoR
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    Nach §12 BÄO erfolgt der Entzug der Approbation durch die Zuständige Landesbehörde. In Hamburg ist das zB die Behörde für Gesundheit- und Verbraucherschutz, in NRW die Bezirksregierung usw. Insofern kann sich da die Ärztekammer auf den Kopf stellen, die haben in diesem (wie gesagt besonders grundrechtsrelevanten Bereich, da Berufsausübung usw.) nichts zu melden.

    editiert (klang irgendwie patzig im Ton )
    Geändert von HeatoR (26. Februar 2020 um 16:37 Uhr)

  11. #2786
    Ok, Danke. Ich war irgendwie der Ansicht, dass die Ärztekammer was mit der Zulassung zu tun hätte. Gut dass das nicht so ist! Danke für die Info.
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  12. #2787
    Benutzerbild von SFJunky
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    Finde das Urteil auch gut und stimme der Begründung 100%ig zu. Bei Menschen, die nicht mehr im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind, kann man das gerne anders sehen, aber jemand, der gesund im Oberstübchen ist und aus welchen Gründen auch immer entscheidet, jetzt aus dem Leben scheiden zu wollen, sollte das tun dürfen.
    "We don't know what causes recessions. Now, I'm not a macro-economist, and I don't feel badly about that." - Eugene Fama

  13. #2788
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    Benutzerbild von pinko
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    Zitat Zitat von SFJunky Beitrag anzeigen
    Finde das Urteil auch gut und stimme der Begründung 100%ig zu. Bei Menschen, die nicht mehr im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind, kann man das gerne anders sehen, aber jemand, der gesund im Oberstübchen ist und aus welchen Gründen auch immer entscheidet, jetzt aus dem Leben scheiden zu wollen, sollte das tun dürfen.
    #2
    ich habe einige verwandte jahrelang bei voller geistiger gesundheit dahinsiechen sehen, ein onkel hat das problem dann einfach selbst "geregelt", weil es keinen anderen weg gab. gutes urteil.
    beer gives power
    #bärenhöhle

    stream

  14. #2789
    Contra-Artikel:
    https://rp-online.de/politik/deutsch...n_aid-49201251

    Ich werde nie verstehen, wie jemand in die Chefredaktion aufsteigen kann, der so simple Zusammenhänge nicht versteht. Das BVerfG hat doch ganz klar gemacht, dass ein Mensch *immer* das Recht hat, über sein eigenes Leben zu entscheiden. Wieso fängt die schon wieder mit "unerträgliches Leid", "schwere Krankheiten" oder "keine Aussicht auf Heilung" an? Kapiert die das Gesagte einfach nicht? Oder hofft sie, die Leser kapieren es nicht?

    @Heator: https://www.aerzteblatt.de/nachricht...Reaktionen-aus
    Das sieht mir schon danach aus, dass die Ärztekammern Mittel und Wege finden wollen, Ärzten die Beihilfe zum Suizid praktisch unmöglich zu machen.

    Pedram Emami, Präsident der Ärztekammer Hamburg, forderte heute den Gesetzgeber auf, für eine Lösung zu sorgen, die Betroffenen und Ärzten Rechtssicherheit in ihrem Han­deln schafft. Die kommerziell orientierte Form der Sterbehilfe sollte dabei seiner Ansicht nach – sowie im Konsens mit allen anderen Lan­des­ärz­te­kam­mern und der BÄK - auch weiterhin rechtssicher unterbunden werden.
    Auch die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) sieht in dem Urteil eine Bestätigung der Position ihrer Ärzteschaft. „Ärzte sind keine Sterbehelfer, sondern Sterbebegleiter für ihre schwerstkranken Patienten“, verdeutlichte Kammerpräsident Hans-Albert Gehle. Die Be­gleitung sterbenskranker Menschen sei eine urärztliche Aufgabe. Die Umsetzung des in­di­viduellen Rechts auf Selbsttötung sei dagegen keine Maxime für das ärztliche Handeln.
    „Der suizidalen Begehrlichkeit eines lebensmüden Menschen nachzukommen, also das Töten auf Verlangen umzusetzen, ist für den Arzt ethisch und gesetzlich nicht vertretbar“, betonte er und verwies in diesem Zusammenhang auf die Berufsordnung der ÄKWL, wo­nach Ärzte Sterbenden unter Wahrung und Achtung von deren Willen und Würde beizu­stehen haben: „Ärzte sollen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten.“
    Edgar Pinkowski, Präsident der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen, warnte vor einer Normalisierung der Beihilfe zum Suizid. Das Urteil sei als Auftrag an den Gesetzgeber zu verstehen, sowohl für die Betroffenen als auch für Ärzte Rechtssicherheit zu schaffen. Kommerzielle Sterbehilfe müsse rechtssicher unterbinden werden.
    Auch die Kirchen positionieren sich ganz klar dagegen, wahrscheinlich wird Ärzten die sich dafür entscheiden, dem Wunsch eines sterbenswilligen Menschen nachzukommen, die Kündigung wegen "verstoß gegen christliche Werte" oder so ausgesprochen. Zumindest im gesamten Caritas-Bereich.
    Geändert von Syzygy (27. Februar 2020 um 05:36 Uhr)
    nobody is perfect, but I am pretty fuckin' close...

    Bnet: Syzygy#2418 - OVER 9000!

  15. #2790
    Benutzerbild von saistaed
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    Das sind Rückzugsgefechte. Die Gesellschaft ist schon jetzt weiter und das wird sich auch nicht mehr ändern. Ich verstehe, dass man es ablehnt, wenn Sterbehilfe kommerziell angeboten wird. Aber diese undifferenzierte Angst vor der "Normalisierung" kann ich nicht nachvollziehen. Für mich ist das in erster Linie eine höchst persönliche Entscheidung und ob bzw. wie viele Menschen sich zu diesem Schritt entscheiden, geht mich letztlich nichts an.
    In einer Welt, wo immer mehr Menschen durch moderne Medizin immer länger am Leben erhalten werden, könnte das selbstgewählte Lebensende normal werden und ich sehe nicht, was daran per se schlecht ist.
    Problematisch wird es für mich erst, wenn Menschen zu der Entscheidung gedrängt werden oder glauben keine Wahl mehr zu haben. Sämtliche politischen Regelungen sollten also darauf abzielen, die echte Wahlfreiheit langfristig zu erhalten.

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