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  1. #316
    Benutzerbild von elaida
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    Zitat Zitat von HeatoR Beitrag anzeigen
    was mich wirklich stutzig macht ist, dass diese Leute anscheinend echte, physische Angst haben. Ich finde des ganz erstaunlich, wie man vor soetwas völlig abstraktem, ungewissem Angst haben kann - wie kommen die bitte ansonsten mit ihrem Leben klar?
    erinnert mich an die afd-freunde, die in ihrem ostdeutschen 0,3% migrationshintergrund dörfchen von der weltgrößten gefahr für deutschland schwadronieren.


  2. #317
    Benutzerbild von HeatoR
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    Ich glaube nicht, dass das vergleichbar ist. Es wird immer gesagt "die haben "Angst" vor Ausländern", aber das ist natürlich Blödsinn. Die schauen sich nicht das Schützenhaus an und weinen, weil sie Trauer und Abschied spüren wie die Verrückte mit ihren Bäumen. Die mögen eine bestimmte Art von Ausländern einfach nicht. Die finden sie scheisse und ihre Werte und Traditionen. Deswegen hat man davor noch keine Angst. Mir schmeckt Essig zB nicht. Ich habe aber keine Angst vor Essig.

  3. #318
    Benutzerbild von tic0r
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    Naja immer diese Ähnlichkeiten zu Glaubensgemeinschaften, um eine Bewegung zu diskreditieren, finde ich in zweierlei Hinsicht bedenklich:

    1. Man kann sich an die wissenschaftlichen Fakten halten und muss sich nicht mit Baumschmusern oder -schluchzern abgeben. Die Realität sieht aber auch deutlich bedenklicher aus, als du es dir zugestehen möchtest. Die Panikmache ist übertrieben, aber ehrlich gesagt für mich gefühlt weniger schlimm als Lindners Verharmlosungen, die du ja gern wiederholst (man denke nur an: "Klimaschutz gern, aber nur wenn mein Lebensstandard nicht darunter leidet!"). Es gibt nunmal Menschen, die zucken bei massivem Artensterben eben nicht mit den Schultern.

    2. Man kann aus vielen Bewegungen eine Art Glaubensgemeinschaft machen - auch aus Kapitalismus. Hat vielleicht keine Endzeitvision, aber eine ähnliche Alternativlosigkeit. Es hängt imo letztlich davon ab, wie dogmatisch vorgegangen wird. Hört sich im Artikel schon teilweise bescheuert an, aber da gibt es so unglaublich viel dümmlichere und aggressivere Bewegungen.

    Von daher sollen die ruhig weiter machen. Solange sie Menschen wie heator auf den Senkel gehen, erfüllen sie genau ihren Zweck.

  4. #319
    Benutzerbild von elaida
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    wer so tut, als stünde die deutsche kultur oder irgendeine abstrakte vorstellung von deutschland kurz vor dem kollaps, der hat selbstverständlich angst. dass du das anders siehst, ist mir bekannt.

  5. #320
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    Die Realität sieht aber auch deutlich bedenklicher aus, als du es dir zugestehen möchtest. Die Panikmache ist übertrieben, aber ehrlich gesagt für mich gefühlt weniger schlimm als Lindners Verharmlosungen, die du ja gern wiederholst (man denke nur an: "Klimaschutz gern, aber nur wenn mein Lebensstandard nicht darunter leidet!"). Es gibt nunmal Menschen, die zucken bei massivem Artensterben eben nicht mit den Schultern.
    Ja und das finde ich faszinierend. Also klar, ich mag auch weiße Tiger auf meinem 65" OLED anschauen. Aber haben die wirklich einen Impact auf mein Leben? Ich sage ja nichtmal, dass ich es besonders schlimm finde. Mich faszinieren diese Menschen und ihre Gefühlswelt, eben so wie ein Tiger oder eine andere mir in ihrer Gedanken- und Gefühlswelt nicht nachvollziehbare Spezies.

    Man kann aus vielen Bewegungen eine Art Glaubensgemeinschaft machen - auch aus Kapitalismus. Hat vielleicht keine Endzeitvision, aber eine ähnliche Alternativlosigkeit.
    Stimmt doch gar nicht. Jeder weiß, dass es Alternativen zum Kapitalismus gibt. Es wurden sogar welche erprobt. Sie sind alle scheisse.

    Solange sie Menschen wie heator auf den Senkel gehen, erfüllen sie genau ihren Zweck.
    Again, woher kommt diese Anmaßen bei völliger Unkenntnis mir irgendwelche Gefühle zu unterstellen? 99,9% aller Dinge sind mir völlig egal, diese Verrückten faszinieren mich irgendwie. Aber das ist nur 1 Grad mehr Emotion als völlig egal. Bis mir etwas auf den Senkel geht muss schon EINIGES mehr passieren.
    Geändert von HeatoR (19. August 2019 um 11:25 Uhr)

  6. #321
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    Zitat Zitat von HeatoR Beitrag anzeigen
    Ja und das finde ich faszinierend. Also klar, ich mag auch weiße Tiger auf meinem 65" OLED anschauen. Aber haben die wirklich einen Impact auf mein Leben? Ich sage ja nichtmal, dass ich es besonders schlimm finde. Mich faszinieren diese Menschen und ihre Gefühlswelt, eben so wie ein Tiger oder eine andere mir in ihrer Gedanken- und Gefühlswelt nicht nachvollziehbare Spezies.
    Naja jedem das seine. Ich kann die Lindner-Position z.B. schon nachvollziehen, genauso wie die der XR; ist ja jetzt keine Raketenwissenschaft. Ich empfinde es aber als unredlich, diese Position so zu diskreditieren, während du mit deiner auch sehr weit vom wissenschaftlichen Konsens entfernt bist. Damit meine ich nicht, dass du den anthropologischen Klimawandel leugnest, wohl aber seine Konsequenzen.

    Stimmt doch gar nicht. Jeder weiß, dass es Alternativen zum Kapitalismus gibt. Es wurden sogar welche erprobt. Sie sind alle scheisse.
    Das ist ein gutes Beispiel, danke!

  7. #322
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    Ich empfinde es auch als unredlich, diese Position so zu diskreditieren, während du mit deiner auch sehr weit vom wissenschaftlichen Konsens entfernt bist.
    Hä? Nein, bin ich nicht? Ich bestreite den wissenschaftlichen Konsens null. Ich glaube lediglich niemals im Leben, dass sich irgendwas entscheidend ändert. Was auch immer passieren wird, wird halt passieren. Ich habe aber keinen großen emotionalen Bezug zu der Welt also bereitet es mir nicht gerade schlaflose Nächste ob der Meeresspiegel jetzt um nen halben Meter steigt oder die Menschheit in 100 Jahren ausstirbt.

    Damit meine ich nicht, dass du den anthropologischen Klimawandel leugnest, wohl aber seine Konsequenzen.
    Was soll es da für einen Konsens geben? Wenn man den Eintritt von Prognose xyz in seiner Wahrscheinlichkeit minimieren möchte, müsste man Maßnahmen alpha/beta/gamma einleiten. Wird aber nicht passieren. Ich glaube meine Einschätzung ist da realistischer als deine, wenn du echt glaubst, dass irgend ein "Systemwechsel" kommt oder sich ernsthaft etwas an unserer Art zu leben und zu wirtschaften ändert. Die Auswirkungen des Klimawandels sind nach wie vor viel zu abstrakt, um Menschen zu echten Veränderungen zu motivieren (abgesehen von den wenigen, die besonders Empfänglich sind - die werden aber nicht genug Impact haben. Der Otto Normal Deutsche wird sich weiter für 50 cent das Kilo seinen Schweinenacken reinfahren, oder wieviel auch immer so billiges Fleisch was Normalverdiener essen kostet. kA)

    Die einzige Hoffnung in meinen Augen ist technischer Fortschritt. Vielleicht wird irged eine Technik zur CO2 Filterung erfunden, vielleicht irgend eine neuartige Antriebstechnologie. Wenn ja, gut. Wenn nein, auch gut.

  8. #323
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    Zitat Zitat von HeatoR Beitrag anzeigen
    Hä? Nein, bin ich nicht? Ich bestreite den wissenschaftlichen Konsens null. Ich glaube lediglich niemals im Leben, dass sich irgendwas entscheidend ändert. Was auch immer passieren wird, wird halt passieren. Ich habe aber keinen großen emotionalen Bezug zu der Welt also bereitet es mir nicht gerade schlaflose Nächste ob der Meeresspiegel jetzt um nen halben Meter steigt oder die Menschheit in 100 Jahren ausstirbt.
    Okay sorry, dann nehme ich das ein Stück zurück. Obwohl du imo schon etwas die Wissenschaft abstreitest, wenn du keine Handlungsoptionen beim Menschen siehst. Wenn wir es verursacht haben, dann können wir logischerweise auch entscheidend darauf Einfluss nehmen.
    Außerdem: Wird es dann wirklich für dich zu einer "nicht nachvollziehbaren Spezies" wenn Menschen das anders sehen? Ich meine es ist schon etwas soziopathisch, nicht nachvollziehen zu können, das Menschen für die Nachwelt etwas nachhaltiges Hinterlassen wollen.

    Was soll es da für einen Konsens geben? Wenn man den Eintritt von Prognose xyz in seiner Wahrscheinlichkeit minimieren möchte, müsste man Maßnahmen alpha/beta/gamma einleiten. Wird aber nicht passieren. Ich glaube meine Einschätzung ist da realistischer als deine, wenn du echt glaubst, dass irgend ein "Systemwechsel" kommt oder sich ernsthaft etwas an unserer Art zu leben und zu wirtschaften ändert. Die Auswirkungen des Klimawandels sind nach wie vor viel zu abstrakt, um Menschen zu echten Veränderungen zu motivieren (abgesehen von den wenigen, die besonders Empfänglich sind - die werden aber nicht genug Impact haben. Der Otto Normal Deutsche wird sich weiter für 50 cent das Kilo seinen Schweinenacken reinfahren, oder wieviel auch immer so billiges Fleisch was Normalverdiener essen kostet. kA)
    Die Aussage: "Es wird sich nie etwas ändern" ist natürlich eine selbsterfüllende Prophezeiung, wenn man das dann als Rechtfertigung nutzt, um tatsächlich nichts zu unternehmen. Ich glaube nicht, dass du da im Recht bist: mein Argument wären die Steigerungsraten der Grünen bei den letzten Wahlen, und auch solche Bewegungen wie XR. Und spätestens dann, wenn die Abstaktionsebene noch weiter sinkt, was sie imo jetzt schon tut, kann das auch politisch ganz schnell gehen - man denke nur an z.B. Fukushima. Von daher können wir da wohl nur abwarten und weitersehen.

  9. #324
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    Obwohl du imo schon etwas die Wissenschaft abstreitest, wenn du keine Handlungsoptionen beim Menschen siehst. Wenn wir es verursacht haben, dann können wir logischerweise auch entscheidend darauf Einfluss nehmen.
    Außerdem: Wird es dann wirklich für dich zu einer "nicht nachvollziehbaren Spezies" wenn Menschen das anders sehen? Ich meine es ist schon etwas soziopathisch, nicht nachvollziehen zu können, das Menschen für die Nachwelt etwas nachhaltiges Hinterlassen wollen.
    Ne das ist ein Missverständnis. Natürlich KÖNNTEN wir etwas tun. Angefangen bei ganz extremen Maßnahmen (1) wie uns alle kollektiv umbringen bis wenig eingriffsintensiven Methoden (0,00001) wie etwas weniger Fleisch zu essen. Ich glaube nur nicht, dass genug getan werden wird, um einen entscheidenden Einfluss zu nehmen. Ich bin davon überzeugt, dass der Mensch im Kollektiv nicht in der Lage ist abstrakte zukünftige Gefahren genug zu gewichten, um auf gegenwärtige Gratifikationen zu verzichten.

    Abgesehen davon ist mir der Stand der Wissenschaft nach wie vor im Konkreten nicht ganz klar. Ich habe lange versucht zu ergoogeln, was im aller aller schlimmsten Fall etwa für Mitteldeutschland droht. Wenn wir also gar nichts reduzieren, sondern global vielleicht sogar noch mehr in die Luft ballern. Aber es kommen so unterschiedliche Szenarien heraus, dass ich nach wie vor nicht wirklich sagen kann, wovor man überhaupt genau Angst haben müsste.

    Das einzige was relativ übergreifend als gesichert scheint ist, dass es den Entwicklungsländern insb. in Afrika noch mieser gehen wird. Und daraus wird dann ein Risiko für Mitteleuropa durch Flüchtlinge vorhergesagt. Das ist aber eine reine Entscheidungsfrage, keine Naturgewalt. Wir können alle möglichen Maßnahmen ergreifen, damit uns das nicht betrifft und je mehr diese Folge unseren Lebensstandard bedrohen würde, umso drastischer dürften die von der Mehrheit getragenen Maßnahmen ausfallen.

    Die Aussage: "Es wird sich nie etwas ändern" ist natürlich eine selbsterfüllende Prophezeiung, wenn man das dann als Rechtfertigung nutzt, um tatsächlich nichts zu unternehmen. Ich glaube nicht, dass du da im Recht bist: mein Argument wären die Steigerungsraten der Grünen bei den letzten Wahlen, und auch solche Bewegungen wie XR. Und spätestens dann, wenn die Abstaktionsebene noch weiter sinkt, was sie imo jetzt schon tut, kann das auch politisch ganz schnell gehen - man denke nur an z.B. Fukushima. Von daher können wir da wohl nur abwarten und weitersehen.
    Ich spreche ja gerade von globalen Auswirkungen. Deutschland ist mE ein totales Sonderszenario weil wir ein fast schon pathologisch ängstliches Volk sind. Nirgends sonst wird sich auch nur vergleichbar groß für Atomenergie interessiert, es hat bestimmte Gründe, dass die Anti AKW Bewegung in Deutschland entstand und auch nur Deutschland nennenswert auf Fukushima reagiert hat. Deutschland kann aber morgen aufhören zu existieren und es würde sich global rein gar nichts ändern.
    Geändert von HeatoR (19. August 2019 um 12:00 Uhr)

  10. #325
    Benutzerbild von Lorias
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    Realistisch betrachtet wäre das beste für Deutschland, die Klima-Awareness zu nutzen um die Industrie voll auf die Eindämmung der Folgen auszurichten.
    Aktuell wäre man gerade wegen der Paranoia weit vorne mit dabei, könnte was ernsthaft wertvolles beitragen anstatt Verzichtspornographie ohne Wert zu betreiben und damit sogar Geld verdienen

  11. #326
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    Zitat Zitat von HeatoR Beitrag anzeigen
    Ich spreche ja gerade von globalen Auswirkungen. Deutschland ist mE ein totales Sonderszenario weil wir ein fast schon pathologisch ängstliches Volk sind. Nirgends sonst wird sich auch nur vergleichbar groß für Atomenergie interessiert, es hat bestimmte Gründe, dass die Anti AKW Bewegung in Deutschland entstand und auch nur Deutschland nennenswert auf Fukushima reagiert hat. Deutschland kann aber morgen aufhören zu existieren und es würde sich global rein gar nichts ändern.
    Na ich weiß nicht, habe da einen ziemlich anderen Informationsstand. China hat die Zahl seiner geplanten AKWs z.B. massiv reduziert, Japan will afaik gar keine mehr bauen und auch bevölkerungsreiche Regionen wie Brasilien sehen das nicht mehr vor. Die einzigen, die durch Fukushima und Co. ziemlich unberührt bleiben, sind afaik die Russen. Was normalerweise ein gutes Zeichen dafür ist, dass der Rest der Welt relativ an einem Strang zieht.

  12. #327
    Benutzerbild von Outsider23
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    Heator empört sich seit 10 seiten über die empörung von klimaaktivisten. Klimaaktivisten empören sich aufgrund der aktuellen wissenschaftlichen lage, auf welcher grundlage empört sich heator? "Kommentar" artikeln von irgendwelchen empörungsjournalisten?
    You know, we have a saying in Massachusetts:"Maybe someday you get horribly sick and die!"

  13. #328
    Benutzerbild von HeatoR
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    Dann ist dein Wissensstand komisch. kA von was die Chinesen ihre Atompläne reduziert haben, aber sie planen allein für 2019 43 Kraftwerke. Indien 14.
    https://de.statista.com/statistik/da...enen-laendern/

    Auch in Japan werden 9 neue Reaktoren in Planung:
    https://de.nucleopedia.org/wiki/List...Kernkraftwerke

    Weltweit sieht für mich die Karte eher rot als blau aus:


    Du wirst jetzt bestimmt darauf rekurieren, dass vor Fukushima NOCH mehr neue geplant waren. Aber erstens bräuchte ich dafür eine Quelle und zweitens ist das nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass außer Deutschland niemand (nennenswertes) vorhat aus der Atomenergie auszusteigen.

    Was aber auch völlig wurscht ist, weil Atomenergie nicht das Thema ist. Es ist nur ein Beispiel dafür, wie paranoid und angsterfüllt Deutschland ist, sodass wir wirklich kein Maßstab für irgendwas sind. Wir haben Angst vor Digitalisierung, Angst vor bösen Datenkraken, Angst vor EHEC, BHEC und CHEC, Angst vor E-Rollern und Angst vor Russland, Angst vor CRISPR und Angst vor "genmanipuliertem Gemüse". Jede neue Technik, jede neue Idee wird erstmal angstvoll auf "Risiken" abgeklappert.

    Heator empört sich seit 10 seiten über die empörung von klimaaktivisten. Klimaaktivisten empören sich aufgrund der aktuellen wissenschaftlichen lage, auf welcher grundlage empört sich heator? "Kommentar" artikeln von irgendwelchen empörungsjournalisten?
    Ich glaube du solltest nochmal die Bedeutung des Wortes "empören" nachlesen. Etwas interessant oder bemerkenswert finden =/= sich empören.

  14. #329
    Benutzerbild von tic0r
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    Zitat Zitat von HeatoR Beitrag anzeigen
    Du wirst jetzt bestimmt darauf rekurieren, dass vor Fukushima NOCH mehr neue geplant waren. Aber erstens bräuchte ich dafür eine Quelle und zweitens ist das nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass außer Deutschland niemand (nennenswertes) vorhat aus der Atomenergie auszusteigen.

    Was aber auch völlig wurscht ist, weil Atomenergie nicht das Thema ist. Es ist nur ein Beispiel dafür, wie paranoid und angsterfüllt Deutschland ist, sodass wir wirklich kein Maßstab für irgendwas sind. Wir haben Angst vor Digitalisierung, Angst vor bösen Datenkraken, Angst vor EHEC, BHEC und CHEC, Angst vor E-Rollern und Angst vor Russland, Angst vor CRISPR und Angst vor "genmanipuliertem Gemüse". Jede neue Technik, jede neue Idee wird erstmal angstvoll auf "Risiken" abgeklappert.
    Joa, in China waren bis vor ~10 Jahren noch eben über 80 neue AKWs geplant; von den 40 geplanten wird imo auch maximal die Hälfte in Produktivbetrieb gehen. Das mit Japan und Indien war mir in der Tat nicht ganz bewusst, die Infos die ich habe sind noch aus Vorlesungszeiten und damit ein paar Jährchen her. Hat aber nicht zwingend was mit Fukushima und Angst zu tun, sondern eher damit, dass insbesondere die Chinesen merken, dass regenerative mittlerweile auch aus Wirtschaftlichkeit die AKWs überholt haben - zumal die Investitionsrisiken halt deutlich kleiner sind.
    Was allgemein technische Innovation angeht: Joa das stimmt schon, ich sehe das aber nicht so schwarz wie du. Klar, manchmal ärger ich mich auch zu genüge darüber, z.B. bei der fehlenden Zahlungsmöglichkeit mit Karte. Manchmal haben sie aber auch nicht so unrecht, zeigt doch die Vergangenheit. Böse Datenkraken haben sich zum Beispiel ziemlich bewahrheitet, NSA und thefappening lassen grüßen. Auch wenn mir Deutschland da manchmal etwas zu ängstlich vorgeht, ist mir das lieber als zu sehr vorzupreschen. Etwas neues auf seine Risiken abzuklappern ist nicht schlimm. Hier muss aber natürlich zwischen Grundlagenforschung und kommerzieller Anwendung unterschieden werden, was manchmal zu wenig passiert.

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