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  1. #106
    Benutzerbild von MegaVolt
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    Zitat Zitat von kAiN! Beitrag anzeigen
    Frage an die AKW Befürworter: was machen wir mit dem immer größeren Berg an Atommüll? Ist ne dicke Hypothek in.die Zukunft, die mMn geflissentlich übersehen wird...
    Das hat Volta doch auch bereits beschrieben: Einerseits produzieren neue Reaktortechnologien deutlich weniger Müll, andererseits ist der Müll auch "nur" eine Kostenfrage. Alle Energietechnologien haben Kostenprobleme, wenn man tatsächlich alles internalisiert, und der Atommüll kann durchaus die "bessere" Hypothek in die Zukunft (im Vergleich zum CO2-Ausstoß) sein.

    Zurück in die Steinzeit will nunmal niemand (naja, fast niemand), die Frage ist letztendlich was das kleinste Übel darstellt. Und da steht die Kernenergie halt recht prima da, insb. wenn man bedenkt dass sich das Problem sowieso von selbst lösen wird wenn wir endlich mal die Fusionstechnologie entwickelt bekommen.

    Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass man sich zwischen Kernenergie und Kohle/Gas entscheiden muss. Beides wird man nicht los, ist einfach nicht praktikabel, also welche von beiden willst du im Land behalten?

    Seis drum: ohne einschneidenden Wandel in unser aller Lebensstil würden auch 1.000 AKWs unsere Umweltprobleme nicht lösen...
    Halte ich für fragwürdig. Einerseits sind "wir" viel zu wenige als dass "unser" Lebensstil im weltweiten Maßstab überhaupt besonders relevant wäre, andererseits gibt es eben Möglichkeiten, Energie sehr CO2-arm zu produzieren, die man vollkommen ohne einen Wechsel der Lebensstile ausbauen könnte. Wie beispielsweise die Kernenergie. Das impliziert natürlich dass du mit "unsere Umweltprobleme" den Klimawandel meinst, wenn du Umweltbelastung allgemein damit meinst dann hat man natürlich auch mit Windrädern und Solarzellen ein massives Problem (z.B. die an anderer Stelle bereits erwähnten durch die Solarzellenproduktion in China verseuchten Flüsse).


  2. #107
    Benutzerbild von Utilitygott
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    Zitat Zitat von MegaVolt Beitrag anzeigen
    Zurück in die Steinzeit will nunmal niemand (naja, fast niemand), die Frage ist letztendlich was das kleinste Übel darstellt. Und da steht die Kernenergie halt recht prima da, insb. wenn man bedenkt dass sich das Problem sowieso von selbst lösen wird wenn wir endlich mal die Fusionstechnologie entwickelt bekommen.
    Was genau meinst du mit "das Problem"? Das Problem der sauberen Stromproduktion? Weil das Problem des radioaktiven Abfalls der Nukes wird sich nicht mal eben in Luft auflösen.

  3. #108
    Benutzerbild von ramke
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    Irgendwie ist für mich die Frage mit dem weiterhin größer werdenden Atommülls nicht beantwortet. Das ist ja immerhin kein Müll der irgendwie irgendwo unter anderen Bergen von Müll begraben ist und man einfach fuck it sagt. Das ist Müll, welcher immer noch da ist, wenn kein Mensch mehr auf der Erde spaziert. Da hilft meiner Ansicht nach auch keine Produktion von >deutlich< weniger Müll, der selbe Müllberg wird auch weiterhin vorhanden sein.

  4. #109
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    Wundert mich, dass noch keiner den Vorschlag gebracht hat, den kram ins All zu schießen.
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  5. #110
    Nicht einfach ins All... IN DIE SONNE!!! -_-
    nobody is perfect, but I am pretty fuckin' close...

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  6. #111
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    Zitat Zitat von parats' Beitrag anzeigen
    Wundert mich, dass noch keiner den Vorschlag gebracht hat, den kram ins All zu schießen.
    Ist zu Aufwändig und gefährlich falls eine Rakete in der Luft explodiert. Mit einem Weltraumlift könnte man das machen.

    Aber ganz ehrlich: das Thema Müll wird auch absolut überbewertet in Deutschland.
    Wenn man heute irgendwo in Russland ein Loch buddelt, das ganze Zeug da rein schmeißt und wieder zu macht, dann passiert genau gar nichts, außer das in diesem Bereich des Permafrostes (bleibt ja Permafrost drumherum, wir verhindern damit ja die globale Erwärmung ) in sagen wir 20km Umkreis die Strahlung ansteigt wenn die Behälter undicht werden. Auf jeden Fall ist das etwas extrem lokal begrenztes. Das ist natürlich keine Lösung für Deutschland (weil wir viel viel dichter besiedelt sind), aber ich würde meinen Arsch drauf verwetten dass es in Russland irgendwo ein Loch gibt wo die alles rein kippen.

    Um mal etwas praktikabler zu werden:
    In Finnland baut man aktuell am Endlager (schon seit einigen Jahren) und hat die Gesamt-Baukosten mit ca. 3,5 Milliarden anvisiert. Das klingt jetzt auf jeden Fall nicht unmöglich + technisch durchdacht.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Endlager_Olkiluoto
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  7. #112
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    Dann lieber in Grönland. Gehört immerhin zu Dänemark und die EU ist nicht auf Russland angewiesen, mit denen man es sich immer mehr verscherzt.

    Frage ist nur, was passiert wenn auch der Bereich irgendwann mal taut.

  8. #113
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    Zitat Zitat von parats' Beitrag anzeigen
    Dann lieber in Grönland. Gehört immerhin zu Dänemark und die EU ist nicht auf Russland angewiesen, mit denen man es sich immer mehr verscherzt.

    Frage ist nur, was passiert wenn auch der Bereich irgendwann mal taut.
    Naja, was soll passieren? Wir nehmen mal an das ganze ist unter Tage in Grönland verstaut worden. Dann wurde es versiegelt, z.B. mit dem Material was die in Finnland auch benutzen (direkt neben den Behältern) + Beton.
    Dann taut es. Jetzt besteht die Gefahr dass von irgendwoher Wasser eindringt. Solange das nicht passiert, geschieht gar nichts.
    Irgendwo dringt aber Wasser ein. Es passiert immer noch nichts.
    Durch geologische Aktivitäten verformen sich die Behälter und Wasser kommt an die Behälter--> Behälter werden irgendwann undicht. Es passiert bis dahin immer noch nichts.
    Wenn die Behälter undicht werden können Radioaktive Stoffe an das Wasser gelangen. Solange keine Partikel "mitgeschwemmt" werden passiert immer noch nichts. Sobald das Wasser radioakive Stoffe aufnimmt ist das Wasser auch "strahlend". Solange dieses Wasser nicht irgendwohin austreten kann passiert immer noch nichts. Wenn das Wasser mit Grundwasser in Berührung kommt dann vermischt sich Grundwasser mit "strahlendem" Wasser. Solange man dieses Grundwasser nicht nutzt passiert weiterhin: nichts.

    Ich meine, deswegen will man in Deutschland ja einen Salzstock:
    - bei möglicher Verformung schließt sich das Salz um die Brennstäbe und dichtet vor Wasser ab
    - Salzstöcke gibt es nur weil eben kein Grundwasser das Salz auswäscht seit ein paar Zehntausend (Millionen?) Jahre. Tür könnte da bestimmt mehr und genauer zu sagen
    - In der Asse wurde kommerziell das Salz abgebaut und die Trennschicht zwischen Salzstock und Grundwasser dabei durchbrochen. Deswegen läuft Wasser in die Asse - ich kenne sonst keinen anderen Grund dafür.

    Ich glaube ein Endlager ist vor allem ein politisches Problem, kein technisch nicht Lösbares.
    Ich glaube auch, dass Planungen von Zeiträumen über 1000 Jahre eher Schwachsinn sind. Vergleichen wir die Welt von vor 1000 oder 2000 Jahren mit heute. Ich bin ja Optimist und hoffe weiter auf eine positive Entwicklung der Menschheit. Wir bürden unseren Kindern mit dem CO2 meines Erachtens mehr Probleme auf als mit Atommüll.
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  9. #114
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    Zitat Zitat von wutvolta Beitrag anzeigen
    Wir bürden unseren Kindern mit dem CO2 meines Erachtens mehr Probleme auf als mit Atommüll.
    Ist wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ich find' beides eher nicht so geil...
    #bärenhöhle

  10. #115
    Benutzerbild von BaBaUTZ
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    Zitat Zitat von kAiN! Beitrag anzeigen
    Ist wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ich find' beides eher nicht so geil...
    Das ist aber die ganze Crux an der Geschichte. Es wird immer so argumentiert, als hätte der Verzicht auf nukleare Energiegewinnung keine negativen Folgen. Es besteht aber nunmal derzeit ein ganz realer Tradeoff. Selbst wenn man vom schlimmsten Fall ausgeht, dass die Endlager super undicht werden und die Gegend verstrahlen: Wer aus Angst vor verstrahlten Gebieten von überschaubarer Größe lieber weiterhin mehr CO2 in die Luft bläßt, nimmt den Klimawandel wohl einfach nicht so ernst. Das eine ist ein lokales Problem, dass im besten Fall sogar noch der Tierwelt zu Gute kommt (siehe Chernobyl). Das andere ist ein globales Problem, dass zu Massensterben und im schlimmsten Fall dem Ende der Zivilization so wie wir sie kennen führt.

    Nukleare Energie hat den Nachteil, dass sie zu großen, sichtbaren Unfällen führt. Chernobyl und Fukushima sind Namen die jeder kennt. Die schleichenden Folgen der Verbrennungsenergie hingegen lassen sich leicht ignorieren.
    Geändert von BaBaUTZ (23. Juni 2019 um 13:33 Uhr)

  11. #116
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    Ich fürchte es gibt hier tatsächlich keinen Königsweg.
    #bärenhöhle

  12. #117
    Benutzerbild von Steep
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    Chernobyl und Fukushima zeigen eben auch das Atommüll und verstrahlung die bessere Alternative sind. Für den Menschen zwar kacke aber im Gegensatz zu CO2 nicht von globaler Bedeutung.

  13. #118
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    Zitat Zitat von Steep Beitrag anzeigen
    Chernobyl und Fukushima zeigen eben auch das Atommüll und verstrahlung die bessere Alternative sind. Für den Menschen zwar kacke aber im Gegensatz zu CO2 nicht von globaler Bedeutung.
    Dazu zeigt Fukushima auch, dass wutvoltas sehr schön beschriebenes "da passiert erst mal nichts" selbst in diesem Kontext stimmt: Selbst lokal sind die Folgen relativ harmlos, ein ganz "normaler" Unfall in einem Kohlebergwerk fordert mehr Menschenleben als der Super-GAU in Fukushima.
    Ja, Chernobyl hatte da eine etwas andere Größenordnung aber so etwas kann ja heute nicht mehr passieren und selbst mit Chernobyl in der Statistik ist Kernenergie immer noch grob 4 mal sicherer (bzgl. Todesfälle pro produzierter Energie) als selbst die Windenergie (den Link hatte ich ja auf der letzten Seite gepostet).
    Die Kosten-Seite hat volta ja auch bereits gut beschrieben (@Syzygy: das beantwortet dann auch deinen Beitrag von der letzten Seite, da war an mich gerichtet aber ich würde hier einfach mal auf voltas Beitrag verweisen).
    Kernenergie ist ein sehr emotionales Thema weil 10.000 kleine Bergwerksunfälle eben weniger mediale Aufmerksamkeit bekommen und weniger schlimm wahrgenommen werden als ein Reaktorunfall, auch wenn dieser letztendlich weniger schlimm ist. Und Strahlung ist, anders als das Bergwerk, nicht greifbar, vor dem unbekannten hat man natürlich Angst. Und das ist auch okay so, nur sollten wir es nicht zulassen, dass diese Ängste unsere Energiepolitik bestimmen.

  14. #119
    Benutzerbild von Myta
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    Beim Atommüll ist auch zu bedenken das wir ihn bereits haben.
    Wir haben gar nicht mehr die Wahl ob auf Kernenergie verzichten und damit keine aufwändigen Endlager bauen müssen - das müssen wir sowieso schon. Die Frage ist nur noch ob sie etwas größer werden müssen.
    Und im Vergleich zu den Folgen die wir vom CO2 erwarten, halte ich die Folgen und Kosten von größeren Endlagern für extrem gering.

  15. #120
    Benutzerbild von Outsider23
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    "In ganz Fukushima gab es 2017 mit statistisch 13,4 Fällen Schilddrüsenkrebs pro 100.000 Kinder pro Jahr eine deutliche Zunahme im Vergleich zur Zeit vor der Katastrophe. „Zur Erinnerung: die übliche Inzidenz von kindlichem Schilddrüsenkrebs lag in Japan vor Fukushima bei 0,35 Fällen pro 100.000 Kindern pro Jahr."


    Quasi keine opfer!!!! Eure verlogene atomkraftheuchelei ist echt lustig.

    Fakt ist der staat muss milliarden subventionen in die dreckige atomkraft pumpen um sie am leben zu halten. Das geld ist in grünen technologien besser aufgehoben.
    You know, we have a saying in Massachusetts:"Maybe someday you get horribly sick and die!"

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