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  1. #1
    Benutzerbild von SFJunky
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    Tod den Eliteunis!

    Ich nehme an, dass die Forengemeinde bestens über den Bestechungsskandal im Zusammenhang mit der Aufnahmeprüfung us-amerikanischer Eliteuniversitäten informiert ist. Diesbezüglich habe ich heute morgen ein interessantes Interview der Qualitätszeitung "Die Zeit" mit dem Elitenforscher Michael Hartmann gelesen:

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-...chael-hartmann

    Kurzform: Die ganze Elitekacke dient, zumindest so wie sie in den USA organisiert ist, ausschließlich dazu dafür zu sorgen, dass der Geldadel unter sich bleiben kann. Mit individueller Leistung hat die Aufnahme an eine solche Elitehochschule im Schnitt herzlich wenig zu tun.

    Unter der Annahme, dass der Herr Hartmann nicht irgendein schäbiger Lump ist, sondern die Erkenntnisse seriöser Wissenschaft widergibt, sehe ich mich bequemerweise in all meinen Vorurteilen gegenüber dieser ganzen Eliteunischeiße da bestätigt, die ja auch in Deutschland zuweilen gerne mal hochkocht. Statt diesem Abgewichse auf irgendeine "Elite" sollte unser Ziel sein, eine in der Breite qualitativ hochwertige (Hoch-)Schulbildung anzubieten. Ich habe da auch irgendwann mal einen kurzen Bericht gesehen, wo auch bestätigt wurde, dass die USA zwar die besten Unis der Welt haben, unterhalb dieser Eliteschicht aber nicht mehr viel los ist. In Europa (insb. Benelux und Skandinavien) kann man aber auch an der "Wald-und-Wiesen-Uni" eine gescheite Ausbildung kriegen. Da hat man dann zwar nicht so klangvolle Namen wie Stanfort oder Cambridge im CV, dafür hat man das, was man hat, dann durch eigene Arbeit erworben und nicht durch Papis Geldbeutel. Leider finde ich den Bericht nicht mehr.

    Eure dreckige Meinung?
    "We don't know what causes recessions. Now, I'm not a macro-economist, and I don't feel badly about that." - Eugene Fama


  2. #2
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    Stimme dir zu. Gehöre aber auch nicht dem Geldadel an, bin daher befangen.
    beer gives power
    #bärenhöhle

    ballern

  3. #3
    Benutzerbild von Cosmos
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    Kurzform: Die ganze Elitekacke dient, zumindest so wie sie in den USA organisiert ist, ausschließlich dazu dafür zu sorgen, dass der Geldadel unter sich bleiben kann. Mit individueller Leistung hat die Aufnahme an eine solche Elitehochschule im Schnitt herzlich wenig zu tun.
    Das ist jetzt was neues? Das ist doch überall auf der Welt so. Was kommt als nächstes. Dass die Medienlandschaft von paar Leuten beherrscht wird und die mit der Berichterstattung teilweise ihre Interessen durchsetzen wollen wie z.B. beim Brexit?

  4. #4
    Benutzerbild von Bootdiskette
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    Das ist insbesondere ein US-Problem. In Deutschland gibt es keine relevante Menge an Unis die so funktionieren. Deutschland hat eher das Problem, dass es Privat-FHs gibt bei denen man zum Abschluss getragen wird, der dann dank Bologna von ahnungslosen HR-Leuten als gleichwertig zu einem Uni-Abschluss behandelt wird. Auch wenn ich FHs nicht generell abwerten will: Diese Abschlüsse sind absolut nicht vergleichbar.

    Zsfg.: lol US-Probleme.
    Zitat Zitat von Photon Beitrag anzeigen
    ,kgjkea5ulöp8öswsw4

  5. #5
    Benutzerbild von Cosmos
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    Die Dimension ist in den USA anders. Aber ich will sagen: Mit Geld und Macht kann man sich überall einkaufen. Die demokratischen Institutionen die Funktionen wie Kontrolle, Überwachung oder Ausbildung durchführen, kann man mit Geld und Macht von außen beeinflussen.

    Das Uni Probelm in den USA sehe ich nur als Subsystem an. Du stellst demokratische Regeln im angeblichen Interesse der Bevölkerung auf aber die gelten nur bedingt. Du versprichst, dass jeder es auf eine Elite Uni schaffen kann, wenn er sich anstrengt. Du versprichst, dass das EU Parlament im Interesse der EU Bevölkerung handelt. Dann kommt halt Murks wie Artikel 13 raus oder dass reiche Eltern ihre Kinder sonstwo einkaufen.

  6. #6
    Benutzerbild von waah11
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    Ich seh den Skandal nicht.

    Abartig teure Unis nehmen für noch bissl abartige Beträge auch Pflaumen auf? Wer hätte das gedacht.

  7. #7
    Benutzerbild von tzui
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    Zitat Zitat von Cosmos Beitrag anzeigen
    Die Dimension ist in den USA anders. Aber ich will sagen: Mit Geld und Macht kann man sich überall einkaufen. Die demokratischen Institutionen die Funktionen wie Kontrolle, Überwachung oder Ausbildung durchführen, kann man mit Geld und Macht von außen beeinflussen.

    Das Uni Probelm in den USA sehe ich nur als Subsystem an. Du stellst demokratische Regeln im angeblichen Interesse der Bevölkerung auf aber die gelten nur bedingt. Du versprichst, dass jeder es auf eine Elite Uni schaffen kann, wenn er sich anstrengt. Du versprichst, dass das EU Parlament im Interesse der EU Bevölkerung handelt. Dann kommt halt Murks wie Artikel 13 raus oder dass reiche Eltern ihre Kinder sonstwo einkaufen.
    war ja klar das hier eine undurchdachte oberflächliche Stammtischparolenscheisse kommt

  8. #8
    Benutzerbild von Cosmos
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    war ja klar das hier von tzui wieder ein oberflächlicher einzeller kommt wie in anderen Themen auch. Schade das dein Ban aufgehoben wurde.

  9. #9
    Benutzerbild von waah11
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    Seh jetzt auch nicht wo du total daneben warst und ich stimm dir selten zu.
    Stop Rape, Say yes.

  10. #10
    Benutzerbild von Cosmos
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    Es liegt, glaub ich, im schwachen Charakter von Tzui das er sich gerne mal Beiträge von Usern aussucht und mit einem extrem dummen Einzeiler antwortet. Könnte an allgemeiner Langeweile, Streitsucht, kleinem Penis oder Komplexen liegen. Ich kann mich damals an die Wahlnacht des US Präsidenten erinnern und wie Tzui angepisst auf viele Beiträge mancher User hier reagiert hat.

    Ganz ehrlich, ich frage mich warum er nicht endgültig gebannt wird. Diese Einzeiler wo er Autoren anpisst sind ja nicht nur bei mir im Einzelfall so. Ich habe das auch schon bei anderen beobachtet.

    E: Finde es auch unfair gegenüber SFJunky. Er postet was und anstatt hier eine lebendige Austauschkultur von Argumenten zu haben, vergiftet Tzui die Diskussion.
    Geändert von Cosmos (18. März 2019 um 19:47 Uhr)

  11. #11
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    Zitat Zitat von SFJunky Beitrag anzeigen
    Eure dreckige Meinung?

    Stimme teilweise zu. Ich habe an sich kein Problem mit (meritokratischer) Elitenselektion, aber momentan läuft die Geschichte so: Wir machen hier einen riesengroßen Aufriss darum, möglichst beste Studenten* zu selektieren, aber bildungstechnisch ist der Mehrwert, den "Eliteunis" in den USA vermitteln, höchstens marginal. Der Mehrwert fußt fast alleine auf Prestige und (zu einem geringeren Teil) Beziehungen; bildungstechnisch kann man so gut wie alles, was man hier lernt, an jeder ordentlichen state school genauso lernen, nur von nicht ganz so prominenten Professoren. Anstatt dass wir Leute, die tatsächlich zu einem beträchtlichen Teil zu den klügsten Köpfen ihrer Generation zählen, ernsthaft fordern, geben wir uns damit zufrieden, ihnen größtenteils denselben Kram (in derselben Geschwindigkeit) beizubringen und sind dann schockiert wenn (wie hier neulich als Rundmail rausging) der Notenschnitt bei 3.8 (von 4; ungerechnet ins deutsche System 1.2) liegt†.

    Wo ich nicht wirklich bei dir bin ist für grad students: Wer hier einen PhD macht will in aller Regel irgendwo Professor werden und da hilft es enorm, dass man die besten Professoren und Kommilitonen an ein paar Stellen im Land gesammelt hat. Das könnte man allerdings in Deutschland auch ohne "Elite-Unis" haben. Im Grunde ist mir das deutsche System um Welten lieber als das Amerikanische. Wenn ich grundsätzlich etwas ändern könnte (neben besserer finanzieller Ausstattung generell), dann wäre es wohl die Forschungsinstitute mehr zur Ausbildung der wissenschaftlichen Elite anzuhalten. Der Vergleich US-Unis vs. deutsche Unis hinkt halt enorm, wenn man außer Acht lässt, dass es sowas wie die Max-Planck-Institute in den USA praktisch nicht gibt.









    *Sportler und Legacies außen vor gelassen, wobei die auch keineswegs Idioten sind

    †Letzte korrigierte Klausur, die ich gesehen habe: Median 97 von 100 Punkten.
    Geändert von Gustavo (19. März 2019 um 03:20 Uhr)

  12. #12
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    sehe es so wie gustavo. eliten sind notwendig und echte eliteschulen und unis wären eine bereicherung, weil menchen nun mal nicht gleich begabt und gleich fleißig sind und es wäre ein gesellschaftlicher benefit, wenn die besten der besten speziell gefördert werden, um aus diesen top 10% nochmal das allerbeste rauszuholen. aber die realität ist, dass was gustavo sagt. und das ist in anderen ländern kaum anders, war von meiner zeit in oxford auch ziemlich enttäuscht in dem sinne, als das die ausbildung nicht besser war als in göttingen und man für weniger leistung tendneziell bessere noten bekam.

  13. #13
    Benutzerbild von Shihatsu
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    Tzui, die Jungs haben recht. Be warned, dein rumgespaste schau ich mir nicht mehr lange an.
    28042011 - Und so mache ich mich auf, zu betreten den langen Winter meiner Seele...
    04052011 - Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
    10092011 - Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war.
    26042012 - ...und der Herr sprach: Es werde Licht!
    05022015 - ...und er sah das es gut war!

  14. #14
    Benutzerbild von Scorn4
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    Zitat Zitat von SFJunky Beitrag anzeigen
    Kurzform: Die ganze Elitekacke dient, zumindest so wie sie in den USA organisiert ist, ausschließlich dazu dafür zu sorgen, dass der Geldadel unter sich bleiben kann.
    Ganz so stimmt das ja nicht: es geht hier ja nicht darum, dass der Pöbel draußen bleibt, sondern darum, dass der Nachwuchs der Oberschicht eine Hintertür in die Vorzeigeinstitutionen bekommt, egal wie strunzdumm und unterperformend er sein mag.

    Sowas wie Vorzeigeinstitutionen gibt es hierzulande nicht, (Uni Bochum, lol) daher sehe ich das als US-Problem, dass uns hierzulande nicht berührt.

    edit: der Titel des Topics ist deswegen auch schlecht gewählt. Will wirklich jemand die Unis schließen?

  15. #15
    Benutzerbild von Bootdiskette
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    Heat: Also auf Graduate Level ist Oxford schon was anderes als eine gute Uni in Deutschland. Teile Deine Einschätzung nur bedingt. Auch Undergrad in Cambridge ist schon ein anderes Level als in D. Mehr Essays, höherer Druck, sehr viel bessere Betreuung …

    Scorn: Die RUB ist vielleicht nicht in allem Spitze, aber das ist keine deutsche Uni. Tatsächlich ist die RUB z.B. in IT-Sicherheit/Kryptographie absolute Weltspitze. Aber im Grunde genommen ist deswegen nicht falsch was Du sagst, denn die deutschen Unis sind, siehe erster Satz, mit quasi zero Ausnahmen keine rundum (=in allen Fachbereichen) als "Elite" einzustufenden Institutionen. Das ist aber auch kein Problem, denn quasi jede Uni kann irgendetwas gut und man bekommt meiner Einschätzung nach überall eine Ausbildung auf einem ordentlichen Niveau––auch wenn es da in Betreuung und Struktur noch viel Luft nach oben gibt. Gerade den Übergang zu einem Departmentmodell und weg von den Lehrstuhl-Königreichen zu schaffen wäre so ein Ding. Das würde sowohl Geld sparen als auch sonst quasi ausschließlich Vorteile bedeuten. (Abgesehen natürlich vom Machtverlust für die Profs.)

    Gustl: Ich stimme Dir ja insgesamt zu, aber: Ist das Gefälle von Top-School zu 08/15-School in den USA wirklich so gering wie Du suggerierst? Oder muss man gedanklich das "ordentlich" in "an jeder ordentlichen State-School" sehr fett schreiben und unterstreichen? Ich bin absolut kein Experte bzgl. der Qualität von US-Unis, aber mein bisheriger Wissensstand war, dass genau dieses starke Gefälle in der Qualitätsdichte den wesentlichen Unterschied zwischen den USA und Europa bzw. D/A/CH darstellt. Einordnung plox.
    Zitat Zitat von Photon Beitrag anzeigen
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