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  1. #181
    Benutzerbild von tic0r
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    Zitat Zitat von HeatoR Beitrag anzeigen
    Wenn man durch viel Fleischkonsum keine statistisch signifikanten Nachteile zu befürchten hat, dann wäre die korrekte Aussage doch eher: es ist schlicht unerheblich, ob man viel oder wenig oder gar kein Fleisch isst.
    Das sagt die Studie aber nicht. Sie sagt, dass man bei durchschnittlichem Konsum mit größtenteils nicht statistisch signifikanten Ergebnissen zu rechnen hat.
    1.) Bezieht sich das auf durchschnittlichen Konsum, offensichtlich spielt es ab einer gewissen Menge also schon eine Rolle.
    2.) Lies mal im Detail. Es gibt vereinzelt statistisch signifikante Verbesserungen bei Reduktion des Fleischkonsums. Diese Vorteile sind aber nicht groß genug, um genug Effekt zu verursachen, als dass der gewöhnte Esser es sein lassen wird. ("is not likely to provide sufficient motivation to reduce consumption of red meat or processed meat in fully informed individuals").

    Das verstehe ich jetzt nicht. Dem vorhergehenden Satz konnte ich gut zustimmen, soll heissen: man soll einfach essen wieviel und worauf man Lust hat, solange es nicht nachweislich ungesund ist. Größere Mengen Fleisch zu essen ist dem Ergebnis der Studie nach nicht ungesund, daher gibt es auch keinen gesundheitlichen Grund darauf zu verzichten. Dafür braucht es keine Vorteile zu haben, es reicht, wenn es keine Nachteile verurusacht.
    Es verursacht Nachteile. Diese sind aber nicht groß genug, um auf die üblichen Verzehrmengen zu verzichten. Lies doch einfach den Satz nochmal, den ich gequotet habe:
    "Third, if the very small exposure effect is true, given peoples' attachment to their meat-based diet (17), the associated risk reduction is not likely to provide sufficient motivation to reduce consumption of red meat or processed meat in fully informed individuals (...)"


  2. #182
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    Sie sagt, dass man bei durchschnittlichem Konsum mit größtenteils nicht statistisch signifikanten Ergebnissen zu rechnen hat.
    Ja, aber dem durchschnittlichen Konsum von heute, der ja angeblich "viel zu hoch" und "extrem" war. Das ist ja genau der Punkt. Wir essen in Deutschland im Durchschnitt schon so viel Fleisch, dass man das schwerlich noch steigern kann.

    Es verursacht Nachteile. Diese sind aber nicht groß genug, um auf die üblichen Verzehrmengen zu verzichten. Lies doch einfach den Satz nochmal, den ich gequotet habe:
    Hab ich schon gelesen, aber warum soll ich mich mit irgendwelchen Detailwerten beschätigen. Ob die Nachteile so gering sind, dass sie faktisch keine Rolle spielen oder ob sie gänzlich nichtexistent sind, ist mir doch egal. Das einzige, was mich überzeugen würde wäre, wenn klar und deutlich gesagt würde: "wenn du mehr Fleisch als Menge x isst, ist das sehr schädlich und führt zu folgenden handfesten Nachteilen."

  3. #183
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    Zitat Zitat von HeatoR Beitrag anzeigen
    Ja, aber dem durchschnittlichen Konsum von heute, der ja angeblich "viel zu hoch" und "extrem" war. Das ist ja genau der Punkt. Wir essen in Deutschland im Durchschnitt schon so viel Fleisch, dass man das schwerlich noch steigern kann.
    Naja jetzt wäre gut zu wissen, auf was wir uns hier beziehen, konnte ich in der Studie nicht wirklich sehen. Aber afaik haben Länder wie die USA oder Australien nochmal 30% mehr Fleischkonsum als Deutschland (pro Kopf). Der Deutsche mag halt auch immer noch gern seine Kartoffel. Aber du hast schon Recht damit, dass das grundsätzliche Verteufeln alleine der Mengen rein aus gesundheitlichen Gründen keinen Sinn macht (kenne diese Art von Aussagen aber auch eher von Omas; heutzutage stehen Moral und Ökologie schon deutlich höher).

    Hab ich schon gelesen, aber warum soll ich mich mit irgendwelchen Detailwerten beschätigen. Ob die Nachteile so gering sind, dass sie faktisch keine Rolle spielen oder ob sie gänzlich nichtexistent sind, ist mir doch egal. Das einzige, was mich überzeugen würde wäre, wenn klar und deutlich gesagt würde: "wenn du mehr Fleisch als Menge x isst, ist das sehr schädlich und führt zu folgenden handfesten Nachteilen."
    Solche Aussagen wirst du im ernährungstechnischen Kontext sowieso nie sehen, das ist jetzt etwas Augenwischerei. Denkst du bei sowas wie Zucker ist das heute alles so Glasklar und wäre nach deiner Formel beantwortbar? Was meinst du wie vorher die Studienlage war? Sicherlich nicht, dass "bei Fleischmengen über 500g/Tag die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken bei genau 20% liegt"; das war alles durch irgendwelche merkwürdigen Zeitschriftenveröffentlichungen verwässert. Klar ist, dass es Nachteile gibt, diese aber nicht so groß sind, wie es teilweise aufgeplustert wurde. Trotzdem zählt die Studie mehrere Effekte auf, die zwar low - very low sind, aber trotzdem statistisch signifikant. "given peoples' attachment to their meat-based diet" - warum sollte man das sonst mit einfügen?

    €: Das Ergebnis der Studie war: "Iss weiter so viel Fleisch, wie du normalerweise isst. Zwinge dich nicht zur Reduktion, um uminös etwas für deine Gesundheit zu tun, das lohnt nicht."
    ist eine komplett andere Aussage als
    "IHR KÖNNT SOVIEL FLEISCH ESSEN WIE IHR WOLLT!!!!!"
    Geändert von tic0r (01. Oktober 2019 um 15:26 Uhr)

  4. #184
    Benutzerbild von Stirling
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    Na da macht die Currywurst ja gleich viel mehr Spaß. Zumindest bis die nächste Studie wieder das komplette Gegenteil behauptet.

  5. #185
    Benutzerbild von tic0r
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    Hier geht es schon um Fleischkonsum, nicht um Konsum von zerhackten Tauben, Reifen und Ratten, die in Kunstdarm gepresst werden.

  6. #186
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    Was ist verkehrt an Ratten? Wird in anderen Teilen der Welt gerne gegessen (Und bei uns früher auch).

  7. #187
    Benutzerbild von tzui
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    ich könnte jetzt mit mehreren fundierten studien widersprechen, finde es aber ganz apart wenn heator sich wegen einer isolierten studie nun mit billigwurst vollstopft.

    hau rein heat, nichts kann dich aufhalten (die doofe nazi greta, die dir alles was spaß macht verbieten will schon gar nicht) ran an die resterampe (öhm Verzeihung wursttheke)

  8. #188
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    Ach diggi, ich hab schon so oft geschrieben, dass ich als 1%ler quasi nur Einhornfleisch esse*. Ich mag Wurst nicht mal besonders gerne und erst recht kein Schweinefleisch. Ich bezweifle außerdem, dass die Verfasser der Studie deine "fundierten Studien" nicht kannten (es wird sogar gezielt angesprochen, warum bisherige Studien mangelhaft waren) und zweitens, dass du irgend wie Experte für Ernährung wärst. Zumindest nicht mehr als die Verfasser der Studie. Was du aber hast ist die Arroganz es besser zu wissen, obwohl es auch dafür keine Anhaltspunkte gibt.

    *Zumindest zuhause und Unterwegs. Wenn ich irgendwo zu Gast bin fange ich nicht an rumzuheulen, weil das Fleisch nicht meinen Qualitätsstandards entspricht.

  9. #189
    Benutzerbild von MegaVolt
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    So gerne ich auch der absoluten Entwarnung der pro-Steak-Fraktion zustimmen würde, ganz so allgemein sind die Aussagen der Studie leider nicht. Im Artikel steht ja bereits, dass der Beobachtungszeitraum der Studien leider verhältnismäßig kurz war (was bei einem Thema mit Langzeitfolgen eher ungeschickt ist), zudem bezieht man sich dort nur auf "major cardiometabolic outcomes and cancer mortality and incidence", es gibt ja durchaus noch etwas mehr Krankheitsbilder als diese. Interessant ist auch, dass zwar 12 Studien mit insgesamt 54k Patienten betrachtet wurden, eine davon hat allerdings 49k Patienten (alle Frauen, ich vermute fast dass der Fokus dabei dann wohl Brustkrebs war und die anderen Daten "nebenbei" erhoben wurden?) und die 11 anderen teilen sich den Rest. Das sieht für mich leider nicht nach einer wirklich grandiosen Datenlage aus. Wenn dann bei einer solchen Betrachtung kein Zusammenhang gefunden wird ist das leider bei weitem nicht gleichbedeutend damit, dass man absolute Entwarnung geben kann.
    Eine tolle Erinnerung daran, dass wir bzgl. Ernährung noch viel zu lernen haben und dass man da nun wirklich nicht jedem "Gesundheits-"Trend hinterherrennen muss ist's natürlich trotzdem. Das Video bringt's lustig auf den Punkt
    Geändert von MegaVolt (01. Oktober 2019 um 20:22 Uhr)

  10. #190
    Benutzerbild von Outsider23
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    Also erstmal ist das nur ne methastudie und die benutzen da meiner meinung nach ne ziemlich komische methodik. Erstmal schließen sie kategorisch alle studien aus bei denen mehr als 20% der teilnehmer krebs haben, das betrifft vermutlich einen haufen studien die sich geziehlt mit der entstehung von krebs durch ernährungsgewohnheiten auseinandersetzen. Warum sie das machen begründen sie nicht.

    Außerdem vergleichen sie nicht den "durchschnittskonsum" mit dem empfohlenen konsum sondern definieren sich am anfang selbst eine "realistische reduktion" zusammen die sie bei "3 servings" verorten und bringen als beispiel einen der 7 tage die woche rotes fleisch isst und realistischerweise auf empfehlung seinen fleischkonsum dann auf 4 mal die woche reduziert (was immer noch zu viel wäre). Man vergleicht also nicht tatsächlichen mit empfohlen konsum sondern tatsächlichen mit um einen selbst erfunden faktor reduzierten konsum. Damit rechnet man imo die tatsächlich vorhandenen effekte klein.

    Auerdem sieht das fazit der leute so aus:

    Results


    Recommendation for Unprocessed Red Meat


    For adults 18 years of age or older, we suggest continuing current unprocessed red meat consumption (weak recommendation, low-certainty evidence). Eleven of 14 panelists voted for continuation of current unprocessed red meat consumption, whereas 3 voted for a weak recommendation to reduce red meat consumption.

    Recommendation for Processed Meat


    For adults 18 years of age or older, we suggest continuing current processed meat consumption (weak recommendation, low-certainty evidence). Again, 11 of 14 panel members voted for a continuation of current processed meat consumption, and 3 voted for a weak recommendation to reduce processed meat consumption.


    Wieso überhaupt ne empfehlung aussprechen wenn man das nur mit geringer sicherheit und dann als schwache empfehlung tut?
    Viel blabla und wenig substanz das ganze.
    You know, we have a saying in Massachusetts:"Maybe someday you get horribly sick and die!"

  11. #191
    Benutzerbild von Steep
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    Zitat Zitat von tic0r Beitrag anzeigen
    Hier geht es schon um Fleischkonsum, nicht um Konsum von zerhackten Tauben, Reifen und Ratten, die in Kunstdarm gepresst werden.

    Ne richtige Currywurst kommt ohne Darm!

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